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Der Skandal um den Bayreuther "Jahrhundert-Ring" von Patrice Chéreau

Darstellung des Eklats und dessen Ursachen

von Tom Bauer (Autor)

Studienarbeit 2012 7 Seiten

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der durch die Inszenierung des Ring des Nibelungen ausgelöste Eklat
2. 1 Die konzeptionellen Grundzüge der Inszenierung
2. 2 Die Reaktionen auf die Premiere des „Jahrhundert-Rings“
2. 3 Die möglichen Gründe für den Eklat

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Wer in der nächsten Zeit die Tetralogie inszenieren will, wird an Chéreau nicht so leicht vorbeikommen.“[1] „Bayreuth mit Chéreau und nach Chéreau ist nicht mehr das gleiche, das es zuvor gewesen ist.“[2] Mit diesen Zitaten von Journalisten wird die Bedeutung der Inszenierung des Ring des Nibelungen im Jahre 1976 bei den Bayreuther Festspielen durch den Regisseur Patrice Chéreau, dem Bühnenbildner Richard Peduzzi, dem Kostümbildner Jacques Schmidt und dem Dirigenten Pierre Boulez treffend charakterisiert. Trotz der unleugbaren künstlerischen Qualität ihrer Arbeit, haben die Aufführungen einen großen Eklat verursacht. Dieser soll im Folgenden unter Einbeziehung zeitgenössischer fachspezifischer Presseberichte nachgezeichnet und anschließend nach den Gründen gefragt werden.

2. Der durch die Inszenierung des Ring des Nibelungen ausgelöste Eklat

2. 1 Die konzeptionellen Grundzüge der Inszenierung

Das Inszenierungskonzept beinhaltet diverse Grundprinzipien, die im Folgenden kurz skizziert werden sollen. Ein wesentliches Charakteristikum der Ringdeutung sind die unterschiedlichen Zeitebenen, die auf der Bühne dargestellt werden: Die mythische Vergangenheit, der Entstehungs- und Uraufführungskontext des 19. Jahrhundert und die zeitgenössische Theaterrealität.[3] Die Verwendung dieser Ebenen zeichnet sich sowohl durch Korrespondenzen als auch durch Kontraste aus. Dies wird durch das Werkverständnis Chéreaus deutlich: „Der Ring ist für ihn eine ‚Allegorie des 19. Jahrhunderts‘, die ‚im Gewand des Mythos‘ auch von uns selbst handelt.“[4]

[...]


[1] Halasz, Gabor: „Bestandsaufnahme in Bayreuth. „Tannhäuser“, „Tristan und Isolde“, „Parsifal“ und der „Ring“ bei den Festspielen.“ In: Opernwelt. 09. 1977, S. 20.

[2] Dannenberg, Peter: „Der Jahrhundert-‚Ring‘. Pierre Boulez dirigierte, Patrice Chéreau inszenierte die Tetralogie zur Jahrhundertfeier der Bayreuther Festspiele.“ In: Opernwelt. 09. 1976, S. 14.

[3] Vgl. ebd., S. 11.

[4] Bauer, Oswald G.: „Die Aufführungsgeschichte in Grundzügen“ In: Müller, Ulrich / Wapnewski, Peter [Hgg.]: Richard-Wagner-Handbuch. Stuttgart: Kröner, 1986, S. 673.

Details

Seiten
7
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656281658
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v201563
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Institut für Theaterwissenschaft
Note

Autor

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    Tom Bauer (Autor)

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Titel: Der Skandal um den Bayreuther "Jahrhundert-Ring" von Patrice Chéreau