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Total Quality Management. Qualitätsmanagement in der Pflege

Hausarbeit 2015 21 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... 3

Abbildungsverzeichnis ... 3

1 Einleitung ... 4

2 Begriffserläuterung von Qualität und Qualitätsmanagement ... 5

3 Das Total Quality Management (TQM) ... 7
3.1 Entstehung ... 7
3.2 Grundlegende Elemente und Philosophie des TQM ... 8

4 Implementierung des TQM in das Krankenhaus ... 10
4.1 Voraussetzungen ... 10
4.2 Struktur der Krankenhäuser ... 11
4.2.1 Kundenorientierung ... 11
4.2.2 Arbeitszufriedenheit ... 12
4.2.3 Motivationsstruktur im Krankenhaus ... 13
4.2.4 Führungs- und Organisationsstruktur ... 14
4.2.5 Die Rolle der Ärzte ... 16
4.3 Qualitätsinformation und Qualitätsmanager ... 16
4.4 Kleingruppen ... 18

5 Schluss ... 18

6 Literaturverzeichnis ... 20

7 Anhang ... 21

1. Einleitung

Ein gut durchdachtes und kontinuierlich verbessertes Qualitätsmanagement (QM) stellt einen der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren dar. Ein Unternehmen muss auf die unterschiedlichen Herausforderungen in einer auf Wettbewerb basierenden Weltwirtschaft vorbereitet sein. Qualität ist hierbei ein herausragender Erfolgsfaktor. Längst werden Qualitätsbelange nicht mehr nur in der Industrie stark diskutiert, auch am Dienstleistungsunternehmen Krankenhaus steht das Thema der Qualität bzw. deren Sicherung sehr weit oben auf der Prioritätenliste. Hineingetragen wurde die Qualität in den Krankenhaussektor vor allem durch äußere Impulse wie zum Beispiel der Politik mit dem Gesundheits-Reformgesetz (GRG), welches Krankenhäuser verpflichtet sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen.

Auch andere Einflüsse setzen den Krankenhaussektor einem großen Handlungsdruck aus. Presseberichte über ärztliche Kunstfehler, Infektionskrankheiten u.a. treffen auf allgemein kritischer gewordene Patienten. Dadurch ist es für Krankenhäuser sehr wichtig, eine solide Vertrauensbasis aufzubauen, welches zum Beispiel durch eine gezielte Informationspolitik geschehen kann. Auch der verstärkte Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern im Kampf um Kunden ist ein wesentlicher Faktor, welcher ein gut durchdachtes QM sinnvoll macht. Die Wirtschaftlichkeit soll an dieser Stelle auch genannt werden, da der Krankenhaussektor ein gewaltiger Kostenfaktor im Gesundheitswesen ist. Als letztes möchte ich noch die innerorganisatorischen Problemfelder nennen. In einem Krankenhaus arbeiten sehr viele Berufsgruppen sowie Abteilungen zur Leistungserstellung zusammen. Hier tun sich erhebliche Spannungspotentiale auf.1

Als Lösung könnte man jedes Problemfeld isoliert betrachten, welches bei einem komplexen Dienstleistungsbetrieb wie dem Krankenhaus jedoch nicht anzuraten ist. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Konzept des Total Quality Management (TQM), welches als geeignetes Instrument in Frage kommt, den genannten Herausforderungen zu begegnen. Im ersten Teil dieser Arbeit sollen die Begriffe der Qualität und des QM erläutert werden. Ich habe mich bei den Erläuterungen bewusst kurz gehalten, da es sonst den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen würde. Nachdem im Anschluss dessen das Konzept vorgestellt wurde, wird auf die Implementierung des TQM in dem Bereich des Krankenhauses eingegangen, bei welcher auch deren Struktur näher beleuchtet wird.

2. Begriffserläuterung von Qualität und Qualitätsmanagement

Bei der Suche nach einer Einordnung oder Definition des Begriffes der Qualität stellt man fest, dass jeder darunter etwas anderes zu verstehen scheint. Entstanden ist der Qualitätsbegriff im 16. Jahrhundert und stammt aus dem lateinischen von qualis (wie beschaffen), dessen Substantiv qualitas so viel bedeutet wie Beschaffenheit, Verhältnis oder Eigenschaft. Die Werbung verwendet den Begriff anders (zum Beispiel die ausgezeichnete Beschaffenheit eines Produktes) als die Agrarproduktion (zum Beispiel die Einteilung der Produkte in Handelsklassen, die auch als Qualitätsklassen bezeichnet werden). Der Qualitätsbegriff ist keine statisch feststehende Größe. Das Qualitätsniveau ist abhängig von dem Zeitpunkt und/ oder von der Person welche die Qualität beurteilt. Letztendlich sind auch alle Qualitäten subjektiver Natur, da ihre Eigenschaften in der Regel durch subjektive Wahrnehmungen mitgeprägt werden.2

Die Unsicherheiten bezüglich des Begriffes sowie die Notwendigkeit einer gemeinsamen Fachsprache erklären die Normenbestrebungen nationaler sowie internationaler Organisationen. Gemäß der DIN EN ISO 9000 wird Qualität als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“3 definiert. Nach der DIN EN ISO 8402: 1995 wird Qualität als „Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen“ definiert.4

Im QM wird nach der ISO-Norm Qualität also ganz schlicht als die Erfüllung von Anforderungen bzw. Erfordernissen definiert. Letztlich stellt derjenige die Anforderung, welcher das Produkt oder die Leistung haben will, also der Kunde.5

Auch medizinische Qualität ist schwer zu definieren. Eine grundlegende Definition geht auf Avedis Donabedian zurück. Dieser unterscheidet zwischen „technical quality“ (Anwendung medizinischer Technik und Verfahren bei Patienten), „inter-personal quality“ (soziale und psychologische Aspekte einer Behandlung) und „amenities“ (mit der medizinischen Behandlung verbundenen Annehmlichkeiten im Sinne von Service- und Komfortaspekten).6 Für weitergehende Analysen der Qualität medizinscher Versorgung hat sich eine Unterscheidung in drei Qualitätskategorien durchgesetzt, die Struktur-, Prozess-, und Ergebnisqualität. Die Strukturqualität umfasst die Gestaltungsfaktoren, welche als Rahmenbedingungen Einfluss auf die Qualität medizinischer Leistungserbringung nehmen. (z.B.: personelle Voraussetzungen, apparative Klinikausstattung, eingesetzte Materialien u.a.) Unter der Prozessqualität werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die im Laufe der Patientenbehandlung ergriffen oder nicht ergriffen wurden. (z.B.: Indikationsstellung oder die Durchführung diagnostischer Maßnahmen) Die Ergebnisqualität umfasst alle gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen an dem Gesundheitszustand eines Patienten, die einer medizinischen Intervention zugeschrieben werden können. Neben rein medizinischen Veränderungen versteht Donabedian auch Verbesserung der sozialen und psychologischen Funktionen, Wissens- und Verhaltensänderungen auf die Gesundheit bezogen sowie Patientenzufriedenheit als Ergebnis.7

QM wird nach der DIN EN ISO 9000 wie folgt definiert: „Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität.

Anmerkung: Leiten und Lenken bezüglich Qualität umfassen üblicherweise das Festlegen der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele, die Qualitätsplanung, die Qualitätslenkung, die Qualitätssicherung und die Qualitätsverbesserung.“8 QM bedeutet so viel wie die Organisation in Hinsicht auf deren Qualität ihrer Leistungen und Produkte zu führen. Das Grundprinzip von Management wird auf simple Weise im PDCA-Zyklus nach Edward Deming, auch als Deming-Kreis (siehe Anhang), dargestellt. Die Abkürzung von PDCA, also plan – do – check – act beschreibt das Grundprinzip des Qualitätsmanagements, einen ständigen Kreislauf in welchem die Handlungen immer wieder überprüft werden und die Ergebnisse als Verbesserung in den Kreislauf mit einfließen.9

[...]


1 Vgl. Kalitta, Nicole (1997), S.1 ff.
2 Vgl. Kalitta, Nicole (1997), S. 26 f.
3 Piechotta, Beatrice (2008), S. 6.
4 Ebenda, S. 6.
5 Vgl. Piechotta, Beatrice (2008), S. 6.
6 Vgl. Kalitta, Nicole (1997), S. 38 ff.
7 Vgl. Kalitta, Nicole (1997), S. 40 f.
8 Piechotta, Beatrice (2008), S. 8.
9 Vgl. Piechotta, Beatrice (2008), S. 8.

Details

Seiten
21
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668108486
ISBN (Buch)
9783668108493
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311838
Institution / Hochschule
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH)
Note
1,7
Schlagworte
total quality management qualitätsmanagement pflege

Autor

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Titel: Total Quality Management. Qualitätsmanagement in der Pflege