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Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?

Gerstäckers Übersetzung von Melvilles 'Omoo oder Abenteuer im stillen Ocean' im Spannungsfeld der idealtypischen Übersetzerhaltungen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 22 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Friedrich Gerstäcker: Abenteurer - Übersetzer - Schriftsteller - Abenteurer
2.1 Erste Reise: Der Abenteurer
2.2 Die Entwicklung vom Übersetzer zum Schriftsteller

3. Omoo: Übersetzungs- und Wirkungsgeschichte
3.1 Übersetzungsgeschichte
3.2 W eitere Omoo-Üb ersetzungen
3.3 Exkurs: Mutmaßungen über die Übersetzung Gerstäckers
3.4 Einflussnahme der Übersetzungsarbeit

4. Omoo: Übersetzung und Ausgangstext im Vergleich
4.1 Gerstäckers Werk als stimmungsvolle Übersetzung
4.2 Formale Auffälligkeiten
4.3 Anglizismen und nautische Termini
4.4 Transferierende oder adaptierende Übersetzung?
4.5 Exkurs: Mutmaßungen über einen Übersetzungsfehler

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anlage

1. Einleitung

Ich war damals achtundzwanzig Jahre alt, wandte mich Übersetzungen aus dem Englischen zu und verdiente mir dadurch wenigstens meinen Lebensunterhalt.[1]

So schreibt der 54-jährige Friedrich Gerstäcker in einer Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube' (1870). Der Roman Omoo oder Abenteuer im stillen Ocean (1847), im englischen Original von Herman Melville (Omoo. A Narrative of Adventures in the South Seas, 1847), ist eine dieser frühen Übersetzungen des angehenden Schriftstellers.

Nicht nur diese Übersetzung stellt eine Verbindung zwischen Gerstäcker und Melville her. Lebensumstände und Charakterzüge sind bei beiden Schriftstellern ähnlich und wirken sich prägend auf ihr literarisches Werk aus. Um diese Bindung zu verstehen, ist vor allem die Entstehungsgeschichte der Übertragung aufschlussreich. Nicht zuletzt deshalb ist es von Interesse, dem Einfluss nachzugehen, den die Arbeit an Omoo auf Gerstäckers Leben und Werk hat.

Eine Betrachtung des Übersetzungsverständnisses Gerstäckers, ist - da er selbst nie eine akademische Ausbildung genossen hat (seiner Mutter fehlte das Geld für ein Studium ihres Sohnes)[2] und daher kaum mit übersetzungstheoretischen Ansätzen in Kontakt gekommen sein kann - ein weiterer interessanter Aspekt und lässt Rückschlüsse über seine Grundhaltung zur Literatur im Allgemeinen und im Besonderen zur Übersetzungspraxis zu.

Die vorliegende Arbeit untersucht, nach welchem Grundprinzip er unter den Aspekten des Kulturkontaktes Melvilles Omoo ins Deutsche überträgt. Da jeder Text mit all seinen Besonderheiten in einer bestimmten Kultur verankert ist, sind die Rezeptionsbedingungen von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Dem Übersetzer kommt die Herausforderung zu, diese 'kommunikative Differenz' zu überbrücken. Es existieren zwei idealtypische Übersetzerhaltungen: Einmal die 'adaptierende Übersetzung', die Textelemente der Ausgangssprache, welche spezifisch in der Kultur der Ausgangssprache verankert sind, durch Elemente der Kultur der Zielsprache ersetzt. Demgegenüber steht die 'transferierende Übersetzung', die kulturspezifische Elemente der Ausgangssprache in der Zielsprache zu vermitteln sucht. Hier können Schwierigkeiten auftreten, wenn die kulturelle Differenz zwischen Ausgangs- und Zielsprache zu groß ist.[3]

Übersetzen ist nicht nur mit mannigfaltigen Schwierigkeiten verbunden. Es hat zudem - aus den einfachen Gründen, dass jeder Leser entweder darauf angewiesen ist oder das Verlangen hat, Texte nicht nur der eigenen Sprache zu rezipieren - eine fundamentale Bedeutung für Mensch und Gesellschaft. Dementsprechend kann hier darauf hingewiesen werden, dass der Übersetzer dank seiner Sprachkenntnisse die anerkennenswerte Aufgabe innehat, „als Mittler zwischen Sprachen, Völkern, Ideologien, Literaturen, Wissenschaften und Kulturen“[4] zu fungieren. Er trägt so dazu bei, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden. Er ist ein Vermittler zwischen den Kulturen.

Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird anhand der Vita Gerstäckers seine Entwicklung vom Abenteurer zum Übersetzer und Schriftsteller aufgezeigt. Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Übersetzung und stellt den Einfluss der Arbeit an Omoo auf Gerstäckers Leben und Werk dar. Ein Vergleich der Übertragung Gerstäckers mit dem Ausgangstext erfolgt im vierten Kapitel. Es wird die Frage nach der Übersetzerhaltung Gerstäckers beantwortet und entschieden, ob Gerstäckers Übersetzung einer transferierenden oder einer adaptierenden entspricht. In der Schlussbesprechung finden sich eine Zusammenführung der Ergebnisse und ein Fazit.

2. Friedrich Gerstäcker: Abenteurer - Übersetzer - Schriftsteller - Abenteurer

So lagen denn all' die gefährlichen Dünen und Sandbänke der Nordsee [...], und es war ein wahrlich nicht zu beschreibendes Gefühl, das mich ergriff, als ich endlich einmal wieder auf dem blauen, so wundervoll blauen Ocean [...] schaukelte, auf's Neue einem wilden, tollen Leben in die Arme gesprungen.[5]

Der weitgereiste Friedrich Gerstäcker (10. Mai 1816 Hamburg - 31. Mai 1872 Braunschweig) führt bereits in seiner frühen Kindheit aufgrund der wechselnden Anstellungen seines Vaters als Bühnentenor (u.a. in Hamburg, Dresden und Kassel) das Leben eines Reisenden. Als sein Vater 1825 stirbt, zieht Gerstäcker zu seinem Onkel nach Braunschweig. Nach dem Tod seiner Tante kehrt er 1830 wieder zurück zu seiner Mutter nach Leipzig. Gegen seinen Willen beginnt er im Jahre 1833 eine kaufmännische Lehre in Kassel. In dieser Zeit - unzufrieden mit den ihn umgebenen Verhältnissen - beschließt er, nach Amerika auszuwandern, um dort als Bauer ein selbstständiges Leben zu führen.

2.1 Erste Reise: Der Abenteurer

Für Gerstäcker war „wie für tausend andere, das Wort 'Amerika' eine gewisse Zauberformel, die [...] [ihm] die fremden Schätze des Erdballs erschließen sollte“[6]. Als Grundlage für sein geplantes Farmerleben nimmt er einen weiteren Ortswechsel in Kauf und erlernt zwischen 1835-37 den landwirtschaftlichen Beruf in Döben (Sachsen).

Den Traum von Amerika erfüllt sich Gerstäcker im Mai 1837. Er bricht von Bremerhaven per Schiff zu seiner ersten großen Reise auf, welche ihn im September 1843 nach Deutschland zurückführen sollte. Am 25. Juli 1837 erreicht er den Hafen von New York. In Amerika beginnt ein wildes und abenteuerliches Leben, wie er in seiner Selbstbiographie rückblickend zusammenfasst:

Ich durchzog zuerst die ganzen Vereinigten Staaten quer durch von Kanada bis Texas zu Fuß, arbeitete unterwegs, wo mir das Geld ausging, und blieb endlich in Arkansas, wo ich ganz und allein von der Jagd lebte, bis ich dort halb verwilderte. [...] Aber es war doch nur ein zweckloses Umhertreiben, denn zu verdienen ist auf der Jagd nichts. [...] Sechs und ein halbes Jahr hatte ich aber doch in solcher Art verbracht, bis mich das Heimweh nach dem Vaterlande packte und ich beschloß, dahin zurückzukehren.[7]

2.2 Die Entwicklung vom Übersetzer zum Schriftsteller

Das erste literarische Produkt dieser Nordamerikareise sind die Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika, welche aus seinen Tagebuchaufzeichnungen entstanden sind und 1844 in der Arnoldschen Buchhandlung in Dresden erstmals in Buchform veröffentlicht werden. Beim Verfassen der Reisetagebücher denkt Gerstäcker nicht an eine Publikation - es waren Aufzeichnungen für seine „theure Mutter“[8] und die „Lieben daheim im theuren Vaterland“[9]. Nur dem Handeln seiner Mutter, welche die Notizen ohne Wissen Gerstäckers an Robert Heller - den Verleger der Zeitschrift Rosen - weitergibt, sind die ersten Veröffentlichungen in diesem Blatt zu verdanken. Deren Verleger war es, der Gerstäcker letztendlich zum Schriftsteller macht.[10]

Diesen ersten unerwarteten Erfolg als Jungschriftsteller beschreibt Gerstäcker rückblickend recht pragmatisch: „Die schriftstellerische Tätigkeit sagte mir allerdings insofern zu, als ich dabei ein vollkommen unabhängiges Leben führen konnte, aber ich hatte selber kaum eine Idee, daß ich je etwas Selbstständiges schaffen könne - die einfache Erzählung meiner Erlebnisse ausgenommen.“[11]

Trotz des beachtlichen Anfangserfolges fällt es dem noch unbekannten Schriftsteller schwer, bereits vorhandenes Material (vor allem kleinere Erzählungen) zur Veröffentlichung zu bringen. In dieser Zeit beginnt Gerstäcker aus finanzieller Not, verschiedene Romane und Erzählungen aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen.

In seinem eigenhändigen Werkverzeichnis bezeichnet er seine Übersetzung von Seba Smiths Der Indianerhäuptling und die Gefangene des Westens (1844)[12] als „erste literar. Arbeit nach den Streif- und Jagdzügen“[13]. Im Jahre 1845 entsteht eine Übertragung von Farnhams Wanderungen nach dem Oregon im Verlag Gustav Mayer in Leipzig, in dem ein Jahr später auch 'sein' Omoo erscheinen sollte. Bis zum Jahre 1849 folgen weitere Übersetzungen Gerstäckers u.a. Wilde Scenen in Wald und Prärie (1845) von Charles Fennow Hoffmann, Die Abenteuer eines Auswanderers. Erzählungen aus den Colonien von Van Diemensland (1845) und Die Buschrähndscher (1846) von Charles Rowcroft, George Lippards Die Quäkerstadt (1846), Der Matrose von Bill Truck (1848) sowie Tyrwitt Brooks' Vier Monate in Californien (1849).[14]

Diese ersten Arbeiten haben insoweit Einfluss auf Gerstäckers Schaffen, dass sie ihn anregen, eigene längere Romane zu verfassen, wie eine Anmerkung in der Selbstbiographie zeigt:

Allerdings kam mir manchmal bei der Übertragung einzelner Erzählungen wohl der Gedanke, daß ich etwas Derartiges auch wohl selber schreiben könne, denn in den vielen Nächten am Lagerfeuer im Walde hatte ich derartige Dinge oft gehört und im Gedächtnis bewahrt, auch viele wunderliche Charaktere selber kennengelernt. Meine ersten Versuche dahin erzielten aber nur einen sehr geringen Erfolg: ich mußte mit meinem Manuskripte von Redaktion zu Redaktion laufen, und dann immer wieder das verwünschte Achselzucken![15]

Letzten Endes führen Gerstäckers Bemühungen zu Erfolg. Es entstehen die ersten kleinen Erzählungen nach eigenen Erlebnissen, welche im Pfennig-Magazin der Brockhaus'schen Buchhandlung und in der Wiener Zeitschrift veröffentlicht werden.[16] Es folgen die beiden Romane Die Regulatoren von Arkansas (1846) und Die Flußpiraten des Mississippi (1847), die im Verlag von Otto Wiegand an die Öffentlichkeit gelangen.[17] Beide Romane werden „freundlich vom Publikum aufgenommen“[18] und sind bis heute die bekanntesten Werke Friedrich Gerstäckers.

Es kann angenommen werden, dass die Übersetzungsarbeiten Gerstäcker geholfen haben, ein eigenes schriftstellerisches Oeuvre zu schaffen. So haben ihm die Vorlagen Mut gegeben, Ähnliches aus eigenen Erfahrungen, Eindrücken und Erlebnissen zu verfassen und ihm zugleich als Schreibübungen und zur Stilverfeinerung gedient. Dass sich seine Übersetzungstätigkeit auf die 'frühen' Jahre von 1844 bis 1849 beschränkt - mit einer Ausnahme: Mundys Australien aus dem Jahre 1856[19] -, stützt die These, dass die Arbeit als Übersetzer für Gerstäcker nur ein, wenn auch prägendes, Übergangsstadium gewesen ist. Gerstäckers 'Karriere' lässt sich durchaus mit der Formel: Abenteurer - Übersetzer - Schriftsteller - Abenteurer umschreiben. Der junge Gerstäcker, der „weit besser mit der Büchse als mit der Feder umzugehen [wußte]“[20], hat also erst über seine Tätigkeit als Übersetzer den Weg vom Abenteurer zum eigenständigen Schriftsteller gefunden, ohne jedoch seinen Status als 'Weltenbummler' aufzugeben. Immer scheint für Gerstäcker zu gelten: „W o h n e n ? Lieber Gott, wie lange hatte ich das Wort nicht gekannt, und für mich gab es keine Rast. - Weiter - weiter der untergehenden Sonne nach“[21].

3. Omoo: Übersetzungs- und Wirkungsgeschichte

Die Übersetzung von Omoo stellt eine Verbindung zwischen Gerstäcker und Melville her, die sich anhand der Entstehungsgeschichte der Übertragung rekonstruieren lässt. Mithilfe einer Verknüpfung von Vita und Werk Gerstäckers kann zudem der Wirkung nachgegangen werden, die die Arbeit an Omoo auf den Deutschen hat, da erst die Lektüre Melvilles Gerstäcker veranlasst seine Südseereise zu unternehmen, die die Grundlage für seine Südseeprosa bildet.

[...]


[1] Gerstäcker, Friedrich: Meine Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube'. In: Thomas Ostwald: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 163

[2] Vgl. Ostwald, Thomas: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 10

[3] Vgl. KOLLER, Werner: Einführung in die Übersetzungswissenschaft. 6. Aufl. Wiebelsheim 2001, S. 59-60

[4] Ebd., S. 25

[5] GERSTÄCKER, Friedrich: Reisen. Erster Band: Südamerika, Californien, Die Südsee-Inseln. (Gesammelte Schriften, Volks- und Familien-Ausgabe, Bd. 5). 2. Aufl. Jena 1873, S. 11

[6] Gerstäcker, Friedrich: Meine Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube'. In: Thomas Ostwald: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 161

[7] Ebd., S. 162

[8] GERSTÄCKER, Friedrich: Tagebuch einer Amerikareise. Braunschweig 2005, S. 161

[9] Ebd., S. 125

[10] Vgl. GERSTÄCKER, Friedrich: Meine Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube'. In: Thomas Ostwald: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 163

[11] Ebd.

[12] Der Vollständige Titel lautet: Der Indianerhäuptling und die Gefangene des Westens. Eine Erzählung aus dem letzten amerikanischen Kriege von Mrs. Seba Smith. Übersetzt von Friedrich Gerstäcker. 2. Bde. Grimma 1847

[13] Garzmann / Ostwald / Schuegraf (Hrsg.): Gerstäcker-Verzeichnis. Braunschweig 1986, S. 46

[14] Vgl. Ostwald, Thomas: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 23

[15] Gerstäcker, Friedrich: Meine Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube'. In: Thomas Ostwald: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 163

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl. Ostwald, Thomas: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 23

[18] Gerstäcker, Friedrich: Meine Selbstbiographie zu einem Bilde in der 'Gartenlaube'. In: Thomas Ostwald: Friedrich Gerstäcker. Leben und Werk. 3. Aufl. Braunschweig 1989, S. 164

[19] Vgl. Garzmann / Ostwald / Schuegraf (Hrsg.): Gerstäcker-Verzeichnis. Braunschweig 1986, S. 46-49

[20] Gerstäcker, Friedrich: Vorwort zur dritten Auflage. In: Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten Nordamerikas. 9. Aufl. Berlin o.J., S. 5

[21] GERSTÄCKER, Friedrich: Reisen. Erster Band: Südamerika, Californien, Die Südsee-Inseln. (Gesammelte Schriften, Volks- und Familien-Ausgabe, Bd. 5). 2. Aufl. Jena 1873, S. 569

Details

Seiten
22
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783656023180
ISBN (Buch)
9783656022909
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v179822
Institution / Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig – Seminar für deutsche Sprache und Literatur
Note
1,0
Schlagworte
James Fenimore Cooper Abenteuerroman Reisebericht Seeroman 19. Jahrhundert Südsee

Autor

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Titel: Friedrich Gerstäcker und Herman Melville: Transfer oder Adaption?