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Goethe in der Romantik

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 9 Seiten

Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Romantik, was ist das?

II. ,,Romantiker" in Deutschland und Goethe

III. Auch Goethes Dichtungen tragen zum Teil romantische Züge

Goethe in der Romantik

Deutsch Grundkurs 11/2

Goethe in der Romantik

Ich stelle diese Abhandlung unter folgendes Goethewort: ,,Klassik ist Gesundheit, Romantik ist Krankheit"

Eine Interpretation dieser Goethschen Erkenntnis ergibt sich aus den weiteren Untersuchungen im Rahmen des Themas. Nur soviel, man kann das Wort zweifach deuten, einmal rein individuell auf den Lebenslauf des Dichters bezogen oder auch gesehen im Hinblick auf die Beurteilung der beiden Epochen durch Goethe ganz allgemein.

Ich gliedere meine Arbeit in drei Bereiche:

I. Romantik, was ist das?

Mit ,,Romantik" wird eine geistes- und stilgeschichtliche Epoche bezeichnet, die mit Beginn des 18.Jahrhundert in England, Frankreich und Deutschland ihren Anfang hat. Vorbereitet hat die Zeit der Aufklärung. Das Wort ,,romantisch" geht zurück auf das altfranzösische ,,romanz". Dieses Wort war der Oberbegriff für alle Dichtungen in einer Landessprache. Später kennzeichnete man damit nur noch den ,,Roman", meinte damit die Möglichkeit, in dieser Dichtung das Unwirkliche, Fabulöse, Utopische darstellen zu können. Bezeichnend auch, dass das Wort ,,romantique" den Pathos einer wilden unberührten Landschaft ausdrückte. Man gebrauchte den Begriff zunächst eher abschätzig.

Man kann allerdings vorbehaltlos feststellen, dass der Höhepunkt der Romantik in Deutschland lag. Die Wurzeln liegen bei J.J. Rousseau. Er erklärte die Bewegung zum Künstlerbegriff. Er war auch der erste, der die Bezeichnung in die menschliche Qualitäten bezeichnete.

Ohne die deutsche Sturm- und Drangzeit mit ihrem schwärmerischen Protest gegen die Vernunft der Aufklärung, die dann in der Klassik nochmals Erweckung fand, wäre die ,,Romantik" nicht zu einer echt deutschen Kunstepoche geworden. Ihr Wesensbegriff entzieht sich allerdings einer eindeutigen Formulierung. Die deutschen Frühromantiker Wachener und Tietz, welche die deutsche Landschaft stimmungsgeladenen beschreiben, stehen im harten Gegensatz zu den Geistesgrössen der Aufklärung.

Die Theorie, besonders der frühromantischen Lebens- und Kunstanschauung, findet sich erstmals in der Zeitschrift ,,ATHENÄUM" (Redaktion: Friedrich und Schlegel). Novalis feierte melancholisch die verlorenen ,,herrlichen Zeiten" des Mittelalters. Die Bewegung setzte sich fort über ,,DES KNABEN WUNDERHORN", das ,,NIBELUNGENLIED", bis zu Richard Wagner und Heine.

Das höchste Ziel aller romantischen Kunst (Dichtung, Malerei, Musik, Tanz) ist es, ,,das Gemüt inmitten des Endlichen eins werden zu lassen mit dem Unendlichen."

Damit wird Romantik fast zur pantheistisch- ästhetischen Religion. Schleiermacher, ein

evangelischer Religionswissenschaftler dieser Zeit, versuchte die ,,Romantik" in seine Lehren einzubauen als Wege zur Gottfindung.

Im gesellschaftlichen Leben führte der ,,romantische Subjektivismus zu einer Art ,,Emanzipation", denn eine ganze Reihe ,,starker Frauen" übten auf den Lauf der Dinge einen bestimmten Einfluss aus. Zu ihnen gehörten Karoline Schelling, Dorothea Schlegel, Bettina von Arnheim, Rahel Vernhagen. Die Romantiker in England, Frankreich, auch Rußland und Italien hingegen wollten mit ihrer neuen Anschauung der politischen und sozialen Unruhe der Zeit Ausdruck geben: Lord Byron, Shelley, Viktor Hugo, Lamartine, auch Puschkin. Ferdinand Lion, der wohl beste Analytiker der deutschen Romantik formulierte dies so: ,,Unsere Romantik hat das gesamte Leben, nicht nur der Gebildeten, sondern aller Klassen durchdrungen. Tief sickerte sie ein, modelte den deutschen Charakter um, wurde zu einem schicksalsträchtigen Ereignis."

Rousseaus Ideen wurden bedeutsam für die Erziehung: das Kindesalter ist eine eigene Entwicklungsstufe (Fröbel), die Betonung der Leib - Seele - Einheit, die Notwendigkeit der Körperpflege (Jahn), die Wiederbelebung des Märchen und des Jugendschriftentums waren für die weitere Geschichte wichtige Bausteine.

Weit über 1830 hinaus blieb die Romantik in allen Kunstrichtungen sehr schöpferisch und besaß auch den wichtigen Einfluss auf die Wissenschaft allgemein.

Vieles blieb naturgemäß undurchführbar, besonders Ideen, die auf politische Neuordnungen zielten.

Doch sind die dichterischen Schöpfungen von Mörike (Maler Nolten), von Bücher (Leonce und Lena) oder Heines Lyrik sprechende Zeugnisse für die Bemühungen auf sozialem Gebiet. Selbst im späten 19. Jahrhundert zehren eine Reihe von Künstlern von den Ideen der Romantik: Grillparzer, Schopenhauer, Wagner, Nietzsche, Thomas Mann.

Ordnet man nun Goethes Ära in den Ablauf der Romantik ein, müsste man sagen - gäbe es nicht die Klassik" - der Dichterfürst wäre ein ,,Romantiker" gewesen.

II. Goethe und die Zeitgenossen

Eine ganze Anzahl von Autoren, Schriftstellern und Dichtern kennzeichnen mit ihren Werken das Zeitalter ,,Romantik". Sie schreiben in Lyrik, Prosa und im Theaterstück im Geiste der Zeit. Romantik ist für sie das ,,Leben". Ihre Haltung, ihr Gefühl für ,,die Zeichen der Zeit" stehen oft im krassen Gegensatz zum wirklichen Geschehen in Deutschland, Europa und der Welt.

Die exakte Wissenschaft machte im 19.Jarhundert ungeahnte Fortschritte. Daneben aber flohen Maler, Musiker, Dichter aus dieser Wirklichkeit reagierten, nur ,,romantisch", wenn man von ihnen Entscheidungen in politischer Hinsicht verlangte, erwartete. Insgesamt kann man sagen, die Nation - die Deutschen - waren ,,romantisch" gestimmt, dem ,,schmutzigen Geschäft Politik" abgeneigt.

Unter dem Schutze einer patriarchalischen Obrigkeit liess sich gut leben (Biedermeier!). Eigenwille war nicht gefragt. Später agierende Liberale wie der Arzt Virchow und seine Abgeordnetenkollegen im preußischen Landtag machten eine rühmliche Ausnahme. Die Gesellschaft ,,konsumierte" unproblematische Literatur, besass ein gepflegtes Theaterleben, zumindest in den zahlreichen Residenzen und lebte vor sich hin. Grillparzer und andere, auch Schopenhauer, beklagten sich darüber. Schopenhauer, der lebende Pessimist kritisierte in scharfer Form diese Art der deutschen Romantik.

Friedrich Nietzsche schleppte diesen Streit um die Romantik lebenslang mit sich. Er wäre, allein durch seine harten Aussagen unter Umständen zum Wegbereiter für die Romantik geworden. Nicht für das ,,deutsche Muster", sondern für dasjenige wie es im Ausland, jenseits der Grenzen, sich darstellte.

In diesem riesigen Spannungsfeld lebte und arbeitete der junge, später alternde Goethe. Er versucht mit viel Kraft und Überzeugungswillen die Klassik von der Romantik abzugrenzen. In seinen vielen Begegnungen mit den Geistesgrössen seiner Zeit, auch mit Politikern von Rang, können wir heute ermessen, wie eng verknüpft Goethes Geisteswelt mit dem ,,Zeitgeist" war.

Obwohl Minister, möchte ich behaupten, Goethe war kein Politiker. Sein Amt war lediglich seine Existenzsicherung. Goethe war ein unpolitischer Mensch, wodurch er keine Ausnahme zu den ,,Erzromantikern" macht. Er hat sich äusserst selten über die Zerrissenheit Deutschlands geäussert.. Er hat nie aufgerufen zum Zusammenschluss. Er liess sich in keiner Weise einspannen. Seine Ideen waren begründet in der Klassik, sie waren weltumspannend kosmopolitisch.

Es ist reizvoll zu untersuchen, welcher Geistesgrössen Goethe im Laufe seines Lebens begegnete. Sie haben von ihm gelernt, er hat sie beeinflusst. War das nun Klassik oder Romantik?

Ich würde sagen es war ,,allumfassend" es war ,,goethisch".

Während seines Studiums in Leipzig 1765 bis 1768 hörte der Student Goethe den im Heimischen / Sachsen geborenen Christian Fürchtegott Gellert. Das war seinerzeit der populärste deutsche Dichter und bekannt durch seine Vorlesungen in Moral, Beredsamkeit, Pädagogik und Poesie. Gellert wiederum war geprägt von Johann Christoph Gottsched, ebenfalls Professor in Leipzig. Er hatte vor allem grundlegende Gedanken über die Ästhetik veröffentlicht. Unter anderem sagte er:

,,Jeder Dichter sollte einen lehrreichen Satz moralischen Satz anschaulich vorführen!" Beide Dichter waren im Ausgang der Aufklärung für Goethe Vorbild und Ansporn.

Als Goethe dann aufgrund einer schweren Erkrankung nach Frankfurt heimkehrte, begründete er eine tiefe Freundschaft zu Susanna Katharina von Klettenberg. Er nennt sie nur ,,die schöne Seele". Die Frau ist überzeugt vom Pietismus, dessen Gedankengut Goethe sich hier zum erstenmal offenbart.

Zum Abschluss seiner Studien weilte Goethe 1770/71 in Straßburg. In dieser Stadt, in der sich Frankreich und Deutschland auf engem Raum begegnen, trifft er Johann Gottfried Herder, den Wegbereiter der deutschen Klassik. Hier in Straßburg beginnt die fruchtbare Männerfreundschaft zwischen dem führenden Theoretiker der Sturm und Drangzeit und dem jungen Goethe, sie währt bis 1803 (Tod Herders).

,,Nicht Bildung macht den Dichter, sondern die tiefe, echte Empfindung", war ein Leitsatz Herders. Hier erkennt Goethe ,,die Rolle des Genies", wie sie von Herder propagiert wird!

,,... gesteigertes Empfindungsvermögen, was aktiv auf die Umwelt einwirkt" Wie Herder in Straßburg, sah Goethe die elsässische Natur mit den Augen Rousseaus.

Bezugseinheit von Ich und Landschaft, vor allem ,,Empfindung und Ausdruck" (Maifest: Es schlug mein Herz...)

Georg Hamann, ein pietistisch-frommer Mensch, zählte in Straßburg ebenfalls zu Goethes Freundeskreis. Er hatte ebenfalls in der Sturm und Drangzeit Entscheidendes zu sagen. Goethe nannte ihn ,,Magnus aus Norden". Von ihm hörte Goethe vor allem von der Gefühlsund Glaubensphilosophie mit dem Geniekult der Stürmer und Dränger. Hamann war ein unversöhnlicher Gegner des Rationalismus der Aufklärungszeit.

Zurückgekehrt nach Frankfurt schliesst sich Goethe einem ehemaligen Jugendfreund an. Es ist Friedrich Maximilian Klinger der bedeutendste Poet (neben Goethe, Schiller, Lenz) des Sturm und Drangs. Nicht unterschätzen darf man in diesen Jahren auch nicht Goethes anregende Verbindung zu Friedrich Heinrich Jakobi. Von ihm bekommt er den Hinweis, sich ernsthaft mit den Schriften Spinozas zu beschäftigen.

In diesen Jahren liest Goethe immer wieder die Ausführungen der oben genannten Dichter im ,,Frankfurter Gelehrtenblatt" (1772-90). Dort schreiben Klinger, Lenz und Merck.

Den jungen Goethe besuchen hier in Frankfurt eine Anzahl von Geistesverwandten. Darunter Friedrich Gottlieb Klopstock.. Auch er ein Wegbereiter der Klassik. Von ihm lernt Goethe eine gänzlich neue Gefühlskultur. Tyrannenhass und Bürgerstolz kennzeichnen Klopstocks Philosophie. Schliesslich wurde Klopstock später zum ,,Ehrenbürger der Französischen Revolution". Er war auch Anhänger des Pietismus und von glühender Vaterlandsliebe erfüllt.

Bald jedoch verlässt Goethe seine Heimatstadt und siedelt über nach Weimar (1775). Hier kommt es 1797 zum Zusammentreffen mit Friedrich von Schiller und dem Weltreisendem Alexander von Humbold. Er hatte eine ganze Reihe von Wissensgebieten in exakte Wissenschaften erhoben, war Kosmopolit und diskutierte sehr ausgiebig mit Goethe. Ausser Zweifel auch das ,,Nehmen und Geben" zwischen den beiden Erzklassikern Goethe und Schiller.

Am Ende dieser unvollständigen Aufzählung möchte ich noch zwei Männer nennen, die mit Goethe, vor allem im Alter, sich sehr intensiv beschäftigten.

Zunächst Johann Peter Eckermann. Seine ,,Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" sind für uns die wichtigsten Quellen über die Altersansichten des greisen Dichters, seine ,,Weltsicht", auch seine Beurteilungen der einzelnen Zeitabschnitten. Der letzte, den ich anführe, ist Heinrich Heine. Er hat 1824 Goethe besucht, durfte ihm vorlesen, diskutierte mit ihm. Heine setzte sich hart auseinander mit der Romantik, mit den realistischen Gedankengängen der Aufklärung, dem Fordern von Sturm und Drang, vor allem auch mit der Klassik Goethes. Weit entfernt waren sie eigentlich nie voneinander. Persönliche Empfindungen und Naturerlebnisse prägten beider Gedichte.

III. Goethes Dichtung in der Romantik

Besatzungszeit Frankfurts 1759 durch französische Truppen:

Der junge Goethe besucht das französische Theater und lernt Stücke von Racine und Corneille kennen. Er erhält Einblicke in das deutsche zeitgenössische bürgerliche Trauerspiel (Lessing: Miss Sara Sampson). Es folgen, dann schon erste eigene dramatische Versuche.

1765 - 68 Studium in Leipzig: die Romantik, so sagt Goethe bleibt ihm fremd! Alle anderen Epochen hätte er mitbestimmt. Das ist nicht verständlich, denn schließlich erstreckt sich der Bogen seines arbeitsreichen dichterischen Schaffens von der Zeit der Aufklärung, der Zeit der bürgerlichen Emanzipation, über die revolutionäre Sturm- und Drangphase und die Zeit der deutschen Klassik bis zur Romantik und zum Ende der ,,Kunstperiode", so drückte es Heine bei Goethes Tod aus.

Einige seiner Werke möchte ich daher charakterisieren, vielleicht auch einordnen in die Zeit, die Goethe als ,,Krankheit" bezeichnete.

1767 entstand eine Gedichtsammlung mit dem Titel ,,Annette". Sie ist im spielerischen Stil noch im Geiste des Rokoko geschrieben.

Viel ernster und noch weniger ,,romantisch" sind die Verse an seinen Freund Behrisch und die 2o Gedichte der Sammlung ,,Neue Lieder" 177o.

Im Schäferspiel ,,Laune der Verliebten" lässt Goethe den Leser seine Liebe zu Kätchen Schönkopf miterleben. Allein der Titel zielt auf romantische Vorstellung, Gefühlsleben und Grundsätze hin.

Auch in seinen Dramen ,,Iphigenie" (1787), ,,Egmont" (1788) und ,,Tasso" (179o) könnte man ohne Schwierigkeit die Bezüge zur Romantik herstellen. Die Liebe zeigt sich zu geschichtlichem Geschehen aus dem ausgehenden Mittelalter. Im ,,Egmont" sieht der Literaturkenner den Übergang vom Drama der Sturm- und Drangperiode zur Klassik. Die ergreifende Gestaltung der Liebe des einfachen Mädchens Klärchen zum Grafen Egmont könnte eine typische Vorlage sein für die Dichtung der Romantik. Herz, Gemüt und freies Leben sind noch Ideale des Sturm und Drangs oder auch schon Anfänge der Romantik? Diese drei Dramen sind echte Zeugnisse des klassischen deutschen Humanitätsdramas. Wären sie nicht auch Goethes Geist, könnten sie in die romantische Literatur eingeordnet werden. In ,,Iphigenie" kann eine Stelle zitiert werden, die das ganze Spektrum des Zeitgeistes verkörpert:

,,alle menschlichen Gebrechen sühnet reine Menschlichkeit"

Hier wird deutlich, wie der Dichter auffordert zur Entwicklung der Menschheit hin zu freier Selbstvollendung, zu humaner Sittlichkeit, zum freien Weltbürgertum. Sind das nicht auch die Maxime, die einst Rousseau in seinen Erziehungsgrundsätzen vertrat? Sicher ist, dass Iphigenie mit Lessings ,,Nathan der Weise" zu den klassischen deutschen Humanitätsdramen gehört.

Goethe setzte sich auch mit der französischen Revolution auseinander. Das Geschehen berührte ihn tief; er hat aber Schwierigkeiten die Revolution in ihrer weltgeschichtlichen

Bedeutung zu erfassen. Seine Dramen ,, Der Großkophta" (1792), die ,,Aufgeregten" (1793) als Fragment, ,,Der Bürgergeneral" (1793) und ,,Die natürliche Tochter"(1803) geben Ausdruck von der allgemeinen antijakobinischen Stimmung am Hofe in Weimar. 1795/96 schrieb Goethe seinen bedeutendsten Erziehungs- und Entwicklungsroman: ,,Wilhelm Meisters Lehrjahre", zeigt am geschehnisreichen Lebensweg seines Titelhelden die Auseinandersetzung zwischen Adel und Bürgertum.

Von persönlichem Erleben und tiefem Einblick in die gesellschaftliche Problematik zeugt der Roman ,, Die Wahlverwandschaften" (1809). Er ist stark durchdrungen von der zeitgenössischen (daher auch romantischen) Naturphilosophie.

18o8 erscheint ,,Faust I", das Sinnbild des schöpferischen Menschen schlechthin. Goethe greift hier zurück auf die im Volke lebendige Sage vom Teufelsbeschwörer Faust. Er verarbeitet in dem Werk die ganze Fülle wissenschaftlicher, sittlicher, philosophischer und politischer Erkenntnisse. So entstand das ,,Meisterwerk" schlechthin. ,,Faust" ist das Sinnbild des immer strebenden Menschen, der vom freien Volk auf freiem Grunde träumt.

Diese lückenhafte Aufzählung seiner Werke kennzeichnen Goethe als klassischen deutschen Dichter, der in der Epoche der Romantik schreibt, sich aber nicht als Romantiker fühlt. Das eingangs von ihm erwähnte Wort könnte als seine Meinung über die Romantik interpretiert werden:

,,Klassik ist Gesundheit, Romantik ist Krankheit"

Quellen:

,,Die Leiden des jungen Werther" - Königs Erläuterungen und Materialien C-Bange Verlag - Hollfeld 1997

Unsere Welt, Gestern - Heute - Morgen 1800 - 2000 Bertelsmann-Gütersloh 1968

Harenbergs Lexikon der Weltliteratur

Harenberg Lexikon-Verlag, Dortmund 1989

Aus Goethes Studentenzeit, Oskar Höcker Verlag Schmitt und Spring, Stuttgart 1913

Die Begegnung mit dem Genius, Rudolf K. Goldschmit-Jentner Fischer Bücherei, Frankfurt 1954

Goethe und die Kaiserin Ludowika, Paul Burg Kurt Pechstein Verlag, München 1928

Der Große Brockhaus, 16. Aufl. Fa. Brockhaus, Wiesbaden 1954

Deutsche Geschichte im Bild, H.G. Dahms Verlag Ullstein, Frankfurt/Main 1969

Details

Seiten
9
Jahr
2000
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v98049
Note
13 Punkte
Schlagworte
Goethe Romantik Deutsch

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