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Alexander der Große

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 6 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Alexander III. von Makedonien

2. Zeittafel

3. Makedonien unter Philipp II.

4. Rachezug der Griechen und Alexanders Fortsetzung

5. Alexanders Verhalten zu den Persern

6. Alexanders hinterlassene Reich

7. Der Gordische Knoten

8. Ansichten verschiedener Gruppen über Alexander

1. ALEXANDER III. VON MAKEDONIEN

Alexander III. von Makedonien, der Sohn König Philipps II. und der Olympias, einer Pronzessin aus dem Hause der Fürsten von Epeiros war 20 Jahre alt, als er 336 vor Chr., nach der Ermordung seines Vaters den Thron bestieg. Er began als der Herr eines kleinen Volkes von Hirten und Bauern. Am Ende seiner Laufbahn war er der mächtigste Mann des Erdkreises.

Alexander, der Große war ein Stratege. Er plante seine Kriegszüge ganz genau, wobei ihm die Grenzsicherung und die Aufstandsbekämpfung am wichtigsten erschienen. Trotz seiner genauen Plannung entschied er jedoch manchmal kurzfristig, einen anderen Weg einzuschlagen, wodurch er allen wahrscheinlich auch seine Macht, Überlegenheit, Göttlichkeit und Unabhängigkeit beweisen wollte. Um diese Eigenschaften zu präsentieren, versuchte Alexander unter anderem die Proskynese, das Niederfallen vor dem König auf die Knie, einzuführen. Opposition und Verschwörungen waren die Folgen auf sein Verhalten gegenüber den Persern und seinen "Anspruch auf göttliche Verehrung". Zwei weitere Beispiele sind die Ablehnung, mit dem Chorezmierfürsten Pharaomanes durch dessen Land den geplanten Rückweg zum Schwarzen Meer und nach Makedonien anzutreten und der plötzliche Abbruch des Feldzuges in Richtung Bakterien, um woanders neu anzufangen. Nach Alexanders Tod war die Weltmacht Makedonien nie wieder ein selbständiger Staat gewesen.

2. ZEITTAFEL

404 vor Chr.: Athen fällt; Ende des Peloponnesischen Krieges gegen Sparta 394: persische Flotte besiegt Sparta und baut Athen wieder auf

387: Griechenstädte Kleinasiens und Cypern schließen sich Persien an (unfreiwillig) 379-362: thebanisch-spartanischer Krieg

371: Friede zwischen Athen und Sparta

358: Vereinigung des niedermakedonischen Reiches mit den obermakedonischen Fürstentümern

357: Eroberungen Philipps II. von Makedonien

Die Gewinnung der Goldgruben des Pangaiongebirges war die Voraussetzung für die Konkurrenz Makedoniens zum Perserreich und zur Intervention in Griechenland

346: Friede zwischen Philipp II. und Athen; Aufnahme Philipps in die Amphiktionie von Delphi

338: Sieg der Makedonen über die Vereinigten Griechen (Thebaner, Athener, Korinther, Phoker und Achaier)

337: Philipp übernimmt die Führung im beschlossenen Krieg gegen Persien. Sparta bewahrt Sonderstellung

336: Philipp II. von Makedonien wird ermordet; Regierungsantritt Alexanders (geb. 356), erzogen von Anaximens und Aristoteles

336/335: Alexanders Grenzsicherungszug über die Donau

335: Festigung der makedonischen Stellung in Griechenland durch die Zerstörung von Theben

334: Alexanders Zug gegen Persien mit 30.000 Fußsoldaten und 5.000 Reitern: sehr erfolgreich

332: Alexander wird in Ägypten als Befreier begrüßt; erhält in der Oase Siwa die Bestätigung als Sohn des Zeus Ammon

331: Perserkönig Dareios III. flieht nach Medien

330: Dareios vom eigenen Satropen Bessus gefangen und getötet; Hinrichtung von Bessus

329: Iranisierung des makedonischen Heeres (Makedonier und Perser im Heer)

328: Heirat mit Rhoxane

327: Zug nach Nordwestindien

325: Umkehr infolge der Meuterei der Truppen; Bau einer Flotte

324: Übernahme des persischen Reiches als Verwaltungseinheit; Alexander plant die Verschmelzung von Persern und Makedonen, ebenso die Personalunion der beiden Staaten; er plant die Eroberung des Westens bis Gibraltar

323: Alexander, der Große stirbt im Juni am Fieber in Babylon; Kronrat in Babylon: Diadochen zerreißen das Reich und teilen es untereinander auf

3. MAKEDONIEN UNTER PHILIPP II.

Im Unterricht sprachen wir über den Krieg zwischen Athen, als Vormacht, und den anderen griechischen Poleis, vorneweg Sparta, Theben, etc., die den Krieg durch persische Unterstützung gewannen. Durch diesen Krieg waren die Städte geschwächt, und es war ein leichtes für die neue Macht Makedonien unter Philipp II., die Vorherrschaft zu übernehmen. Makedonien war keine griechische Polis, sondern ein Flächenstaat im Norden des griechischen Festlandes, mit monarchischer Regierungsform. Das Königreich wurde erst im 5. Jahrhundert von Griechenland anerkannt, hätte aus innerpolitischen Konflikten Griechenlands Nutzen ziehen können, blieb aber lange Zeit ein machtpolitisch unwewsentlicher Randbezirk, bis Philipp II. die Regierung übernahm, das Königreich stärkte und ein schlagkräftiges Heer aufbaute, worauf eine Flotte folgte. Er griff jeden Nachbarstaat einzeln an und hatte das Glück, daß sich die Griechen niemals gegen ihn verbündeten. Seine Diplomatie war skrupellos und geschickt; er versprach etwas und brach sein Versprechen, sobald es ihm hinderlich war.

Als sich Theben und Athen doch gegen ihn verbündeten, konnten sie ihn nicht mehr aufhalten. Sie fielen 336 vor Chr.

Durch Platon und später Isokrates kam wieder die Idee auf, sich mit allen Griechen-Poleis zu verbünden und einen gemeinsamen Krieg gegen den Erbfeind Persien zu führen. Philipp faßte den Gedanken auf und ließ alle Stadtstaaten, denen er ihre frühere Freiheit ließ, sich dem Korinthischen Bund anschließen. Er ließ sich zum Führer und später zum bevollmächtigten Feldherrn des Bundes wählen. Nun erklärte er, im Anschluß an die Aufrufe des Isokrates, den Krieg gegen die Perser zum gemeingriechischen Rachefeldzug, doch bevor er seinen Plan ausführen konnte, wurde er ermordet.

Sein Nachfolger wurde sein Sohn, Alexander III., der, bevor er das Vorhaben seines Vaters aufnahm, erst seine Herrschaft sicherte und bestrebt war, eigenes Ansehen zu erlangen.

4. RACHEZUG DER GRIECHEN UND ALEXANDERS FORTSETZUNG

Alexanders Führerrolle wurde nicht von allen Poleis freiwillig angenommen. Nach einem gescheiterten Befreiungsversuch beschränkte sich die Souveränität vieler griechischer Stadtstaaten von nun an auf den kommunalen Bereich. Oft wurde sogar die Regierung von außen gelenkt.

Alexanders Heer bestand aus dem kleinen aber schlagkräftigen seines Landes, aus den von den Griechen gestellten Männern und den Angehörigen der unterworfenen Balkanvölker. 334 konnte er, nach einem Sieg über ein Aufgebot persischer Satrapen, große Teile des westlichen Kleinasiens annektieren, wobei er nur selten auf Widerstand stieß. Im folgenden Jahr errang er bei Issos seinen ersten Sieg über ein, vom persischen Großkönig Dareios III. selbst geführtes, Heer. Anstatt dem Geschlagenen zu folgen, eroberte er in Syriendie bedeutene Seefahrts- und Handelsstadt Tyros und befreite anschließend Ägypten. Nach der entscheidenen Schlacht bei Gaugamela 331, lagen nun Mesopotanien, Babylonien, Susiane und Persis offen vor ihm.

Alexander plünderte die persische Residenz Persepolis und brannte sie nieder. Damit war der griechische Rachefeldzug beendet, und die griechischen Truppenteile konnten heim geschickt werden. Alexanders Krieg gegen das persische Reich und Dareios III. war noch nicht beendet. Nachdem das damalige Achaimenidenreich zurückerobert war, zog Alexanders Heer nach Nordwestindien. Indien zu erreichen, bedeutete für ihn, an das Ende der Welt zu gelangen und damit nicht nur Asien zu beherrschen, sondern die Weltherrschaft anzutreten. Alexander strebte die Machtfülle des absoluten Monarchen an.

Erst eine Meuterei seiner Truppen setzte seinem unersättlichen Eroberungs- und Entdeckungsdrang am Fluß Hyphasis (Beas) eine Grenze. Der Rückweg nach Persien, teils zu Wasser, teils zu Land, verlangte 325-324 nochmals größte Leistungen von den Soldaten.

5. ALEXANDERS VERHALTEN DEN PERSERN GEGENÜBER

327 heiratete Alexander legal die 13jährige baktische Prinzessin Rhoxane, was der erste Schritt der Verschmelzung der Hellenen und Barbaren war. Er selbst sah sich als Griechen, obwohl die Herkunft der Makedonen nicht ganz eindeutig ist. Alexander nahm Perser in sein Heer auf und bemühte sich, die Gleichstellung herzustellen. Dazu ließ er in Susa eine Massenhochzeit stattfinden, bei der 10.000 Makedonier Perserinnen heirateten.

6.ALEXANDERS HINTERLASSENE REICH

324, ein Jahr vor seinem Tode, traf Alexander einzelne Maßnahmen zur Neuordnung des Reiches. Im Juni 323 starb er an Fieber in Babylon, ohne einen anerkannten Erben hinterlassen zu haben. Ob er wußte, wie er die von ihm beherrschten Territorien zu einem Reich zusammenfügen sollte ist sehr ungewiß. Er ordnete immer nur einzelne Regionen, wobei er manchmal (wie in Babylon und Persis) sogar die Statthalter übernahm. Alexander baute in strategisch wichtigen oder gefährdeten Gebieten Städte und Militärsiedlungen, die er Alexandreia nannte. Er vergrößerte das von ihm besetzte Gebiet ständig und schien noch kurz vor seinem Tode neue Eroberungen geplant gehabt zu haben (Gibraltar). Um sich herum hatte Alexander Gelehrte und Kameraden; die Gelehrten hatten die beiden Aufgaben, alles Wissen zu sammeln (von den Feldzügen, Bevölkerungen, Gegenden, Kulturen, etc.) und den König durch Schriften zu verewigen und zu verherrlichen, seine Kameraden waren seine politisch- militärischen Helfer. Die selben, die sich unmittelbar nach Alexanders Tod um die Führung des (bzw. eines Teiles des) Reiches, stritten.

Da kein anerkannter Erbe und Nachfolger in Sicht war, teilten sie das Reich in drei große Monarchien und etliche kleinere.

7. DER GORDISCHE KNOTEN

333 versammelten sich in der Stadt Gordium, berühmt als der uralte Sitz phrygischer Könige, die verschiedenen Abteilungen des makedonischen Heeres. In den Palästen des Gordius und Midas war der Wagen, an dem Midas einst als "der von den Göttern zur Herrschaft Phrygiens Erkorene" erkannt worden war (Midas war ein phrygischer König).

Das Joch an diesem Wagen war durch einen aus Baumbast geschürzten Knoten so (künstlich) befestigt, daß man weder dessen Anfang, noch dessen Ende bemerken konnte. Das Orakel sagte, wer den Knoten löse, würde Asiens Herrschaft erhalten. Alexander war interessiert, suchte jedoch vergeblich nach dem Ende des Bastes, worauf er sein Schwert zog und den Knoten durchhieb. Das Orakel war, gleichviel wie, erfüllt. Das Orakel und seine Lösung wurden so gedeutet, daß nach dem Spruche der Götter nur sein Schwert das Unentwirrbare zu entwirren vermochte, also das Joch Asiens zu lösen. Die Götter bestätigten in der Nacht mit Donner und Blitz, woraufhin sich Alexander mit Opfern für die Offenbarung bedankte.

8. ANSICHTEN VERSCHIEDENER GRUPPEN ÜBER ALEXANDER

- Demosthenes, der Verteidiger der griechischen Demokratie und der athenischen Freiheit hat Alexander gehaßt.
- Aristoteles hat von seinem königlichen Schüler eine ausgezeichnete Meinung gehabt.
- Die Ägypter machten Alexander zu ihrem Pharao und damit zu ihrem Gott.
- Das athenische Volk verspottete den makedonischen Barbaren.
- Die Soldaten seines Heeres liebten ihn glühend.
- Nur einer seiner makedonischen Generäle hat ihn verraten.
- Dareios III., der Großkönig Persiens, hat den Mann, der ihn vernichtete, bewundert.

Die Anekdote berichtet von Alexanders Humor, seiner Großherzigkeit. Die Historie berichtet von seinen Grausamkeiten.

Aristoteles: "Wie ein Gott unter Menschen müßte solch ein Mann sein... Für solche Männer gilt kein Gesetz; denn sie selbst sind Gesetz." (Andeutung)

Napoleon: "Nicht die makedonische Phalanx drang bis nach Indien vor, sondern Alexander."

Details

Seiten
6
Jahr
2000
Dateigröße
368 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v97569
Note
Schlagworte
Alexander Große

Autor

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Titel: Alexander der Große