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Technologie und Vermarktung alternativer Internetanschlüsse

Studienarbeit 1999 46 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einleitung

3 Ausgangssituation im Onlinemarkt
3.1 Demographie
3.1.1 Studienarten
3.1.2 Nutzerzahlen
3.1.3 Alters- und Geschlechterverteilung
3.1.4 Bildungsstand und Einkommen
3.2 Interessenschwerpunkte der Nutzer
3.3 Marktpenetration und Wachstum
3.3.1 e-Commerce
3.3.2 Digitale Signatur
3.3.3 Virtuelle Stadtinformationssysteme
3.4 Zugangstechnologien
3.5 Zusammenfassung

4 Alternative Zugangstechnologien
4.1 Übertragungstechnologien
4.1.1 Telefonleitung
4.1.2 TV-Kabel
4.1.3 Stromnetz
4.1.4 Mobilfunk
4.1.5 Videotext / Intercast
4.2 Gerätekonzepte
4.2.1 Set-Top-Box und Fernseher
4.2.2 Teleweb Fernseher
4.2.3 Spielekonsolen
4.2.4 Mobiltelefon
4.2.5 WebPad
4.2.6 Palm-Tops / Handheld PC´s
4.2.7 NetPC
4.2.8 Screen-Phone
4.2.9 Multimedia-Fernseher
4.3 Zusammenfassung

5 Vermarktungsmöglichkeiten
5.1 Zielgruppenorientierung
5.1.1 Inhalte
5.1.2 Benutzerfreundliche Gerätebedienung
5.2 Tarifmodelle
5.3 Endgeräte Subventionierung
5.4 Produktbündelung
5.5 Werbung
5.6 Kundenmanagement

6 Fazit

Statements der Industrie

Schlagwortregister

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anzahl der Internetnutzer weltweit

Abbildung 2: Online Nutzerzahlen im Vergleich

Abbildung 3: Entwicklung der Geschlechterverteilung

Abbildung 4: Altersverteilung der Onlinenutzer

Abbildung 5: Vergleich der Altersverteilung (tabellarisch)

Abbildung 6: Schulabschlüsse unter den Onlinern

Abbildung 7: Ausbildungsabschluß und berufliche Tätigkeit

Abbildung 8: Verwendungszweck des World Wide Web in 11/98

Abbildung 9: Private und berufliche Internetnutzung

Abbildung 10: Interessen und Hobbys der Onliner

Abbildung 11: Nutzerzahlenprognose im internationalen Vergleich

Abbildung 12: Prognose der Durchdringungsrate

Abbildung 13: Durchschnittliche Wachstumsraten der Internetnutzung 1997 - 2002

Abbildung 14: Gründe für den Online-Kauf im US Markt

Abbildung 15: Prognose der e-Commerce Umsätze in Deutschland, 1997 und 2000

Abbildung 16: Altersstruktur der Online-Einkäufer im US Markt

Abbildung 17: Online Produktrecherche und Kauf im US Markt

Abbildung 18: Onlinenutzung nach Orten

Abbildung 19: Informationsinfrastruktur USA vs. Deutschland

Abbildung 20: Internetfähige Geräte und Zugangstechnologien

Abbildung 21: Online-Kosten im Vergleich

Abbildung 22: Nutzungshemmnisse der Onliner

1 Vorwort

Die Idee für die vorliegende Arbeit entstand auf Grundlage der Inhalte meines Praktikums im a Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) in Bonn. Während dieses Aufenthalts, a von Juli bis September 1998, wurde ich vom Referat 522 „ Grundsatzfragen der Informations-a und Kommunikationstechnik, Informationswirtschaft“ und vom Referat „ Multimedia“ betreut.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Regierungsdirektor Dr. Wolf-Dieter Lukas, Referatsleiter des Grundsatz-Referats 521 (neu), für die persönliche Betreuung und die zeitintensive Unterstützung meiner Arbeiten.

Danken möchte ich auch Herrn Regierungsdirektor Dr. Werner Salz und Herrn Dipl.-Phy. a Harald Lischka, die mir bei der Durchführung der Aufgaben stets mit Rat und Tat zur Seite a standen.

Desweiteren gilt mein Dank folgenden Mitarbeitern der Unterabteilung 52 und des Deutschen a Zentrums für Luft und Raumfahrt, für die ständige Hilfsbereitschaft und das kollegiale a Arbeitsklima:

Herrn Dipl.-Ing. Lothar Bösch a Herrn RD Dr. Manfred Dietrich

Herrn RD Dr. Andreas Goerdeler Herrn MinR Karlheinz Kreuzer Herrn ORR Rudolf Leisen

Frau Michela Nellessen a Herrn MinDirig Dr. Klaus Rupf Frau Andrea Weber

Herrn RD Ulrich Wiescholek

Außerdem bedanke ich mich bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Ehinger, der die Betreuung dieser a Studienarbeit übernommen hat und mir jederzeit mit wertvollen Tips und Anregungen behilflich a war.

Stephan Reinartz

Ludwigshafen, April 1999

2 Einleitung

Das Internet ist derzeit das weltweit am schnellsten wachsende Kommunikationsmedium. Marktuntersuchungen gehen davon aus, daß die Datenkommunikation in Kürze die Telefonie a überholen wird. Allerdings beschränkt sich die Nutzung des Internets hauptsächlich auf a Personengruppen mit hohem Bildungstand und gehobenem Einkommen. Ältere Menschen und a Familien mit geringem Medienbudget finden aufgrund der hohen Komplexität und den a vergleichsweise hohen Kosten für Equipment und Zugang nur schwer Anschluß an diese neue a Technologie. Dabei stellen diese Gruppen ein erhebliches Marktpotential dar. Deutschland ist a damit auf dem Weg in eine Zweiklassengesellschaft zwischen Personen mit Medienausbildung a auf der einen und denen ohne derartige Kenntnisse auf der anderen Seite. Die Verschiebung a der Altersstruktur in Deutschland wird diesen Effekt in den nächsten Jahren noch verstärken.

Vor allem Kinder in Familien mit geringem Einkommen haben hierbei erhebliche Nachteile, die a aufgrund leerer Staatskassen auch von Schulen nur unzureichend ausgeglichen werden a können. Untersuchungen zeigen, daß auch ältere Menschen grundsätzlich Interesse an den a neuen Kommunikationsmethoden haben. Derzeit fehlt es aber noch an moderierten a Anwendungen, deren Bedienung für diese Altersklasse optimiert ist. Vorstellbar sind a beispielsweise einfache e-Commerce Systeme, der Kontakt zu sozialen Einrichtungen a (Arbeiterwohlfahrt, Essen auf Rädern) und die Kommunikation mit Gleichgesinnten. Es bietet a sich somit die Möglichkeit einer häufig drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken.

In dieser Studienarbeit werden zunächst die Demographie und das Nutzungsverhalten der

Internetnutzer anhand von Studien betrachtet und Trends dargestellt. Zur Erschließung neuer Kundengruppen bedarf es auch neuer Technologien bezüglich des Internetzugangs, des a Gerätes und der Bedienung. Die Leistungsfähigkeit dieser neuartigen Geräte wird a gegenübergestellt und auf eine kurz-, mittel- und langfristige Marktfähigkeit geprüft. Die a Benutzerfreundlichkeit und der Preis sind hierbei die maßgebenden Gesichtspunkte. Außerdem werden Vermarktungs- und Kundenbindungsmöglichkeiten beschrieben, die sich teilweise aus den gegenwärtigen Entwicklungen im Mobilfunkmarkt ableiten lassen.

Aufgrund der rasanten Entwicklungen im Onlinemarkt existiert kaum aussagekräftige Literatur zu diesem Thema. Als Informationsquellen sind deshalb hauptsächlich das Internet, die a einschlägige Fachpresse sowie verschiedene Expertengespräche mit der Industrie und ITUnternehmensberatern herangezogen worden.

© Bitte setzten Sie mich bei der Veröffentlichung oder der Verwendung von Auszügen der Studienarbeit in anderen Papieren in Kenntnis. Gerne stehe ich Ihnen auch für a weiterführende Fragen und Ideen zur Verfügung.

eMail: reinartz@rumms.uni-mannheim.de

3 Ausgangssituation im Onlinemarkt

3.1 Demographie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anzahl der Internetnutzer weltweit1

3.1.1 Studienarten

Wie viele Anwender das Internet derzeit nutzen, kann nur abgewogen werden. Unzählige Untersuchungen beschäftigen sich mit dieser Frage. Grundlegend lassen sich zunächst aus methodologischer Sicht quantitative und qualitative Untersuchungen unterscheiden.

Quantitative Ansätze (z.B. Umfragen einer zufällig ausgewählten, repräsentativen Bevölkerungsgruppe) erlauben generell die effiziente Untersuchung einer großen Zahl von Menschen, während qualitative Erhebungen (z.B. Zielgruppenbetrachtungen, Feld- und a Fallstudien) hingegen intensiver auf bestimmte Gruppen zielen. Dementsprechend geben quantitative Untersuchungen Auskunft zu den Fragen wie „ Wieviele", während die qualitative Forschung eher auf das „ Wie" und „ Warum" antwortet. Selbst unterschiedliche Ergebnisse beider Forschungsansätze sind wertvoll und ergänzen sich häufig gut.

Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Aussagen zwischen rein web-basierten

Umfragen wie zum Beispiel der w3b-Studie2 (qualitativ) und Studien wie dem GfK Online-a Monitor3 (quantitativ), die aufgrund von Telefonbefragungen einer repräsentativen Gruppe a erstellt wurden. Bei der Beurteilung von Trends ist jedoch feststellbar, daß trotz a unterschiedlicher Zahlen letztlich alle Studienarten zur gleichen Trendaussage führen.

3.1.2 Nutzerzahlen

Die geschätzten Nutzerzahlen lagen Anfang 1998 in Deutschland bei 5,6 Mio.4 Personen. Dies entsprach ca. 7 % der Gesamtbevölkerung und ca. 11% der erwachsenen und potentiell a berufstätigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 59 Jahren. Die augenblickliche Entwicklung der Teilnehmerzahlen deutet auf eine weitere Expansion des Internet hin. In den vergangenen Jahren haben die prozentualen Steigerungsraten kontinuierlich zugenommen, jedoch verläuft die Wachstumskurve etwas flacher als noch vor einem Jahr.

Alle Studien belegen diesen Aufwärtstrend. Nach dem 2. GfK-Online-Monitor vom September a 1998 nutzen heute bereits 7,3 Millionen Menschen zwischen 14 und 59 Jahren das Internet a oder einen Online-Dienst. Dies bedeutet einen Zuwachs von 30% innerhalb der letzten 6 a Monate. Andere Studien kommen zu ähnlichen Steigerungsraten wie beispielsweise die a ARD/ZDF Online-Studie`98 oder die Typologie der Wünsche Intermedia (TdWI) der Burda a Medienforschung.

Nutze ranzahl de s WWW in De uts chland

(abs olut in Mio. und in % de r Ge s am tbe völk e rung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Online Nutzerzahlen im Vergleich5

3.1.3 Alters- und Geschlechterverteilung

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung der Alters- und Geschlechterverteilung: Während 1997 die 14- bis 19jährigen mit einem Anteil von 7%6 am Onlinepublikum lediglich gemäß ihres Bevölkerungsanteils repräsentiert waren, stellt in 1998 die jüngste Altersgruppe 11% der Onlinenutzer. Gründe dafür sind neben sinkenden PC-Preisen, daß die Jugendlichen „ online“ verstärkt als Interaktions- und Unterhaltungsmedium entdecken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Fitt kau & M aaß W3B 1998

Abbildung 3: Entwicklung der Geschlechterverteilung7

Unterstützt wird dieser Trend durch Fernsehsender wie VIVA, MTV und NBC mit dem a Netmagazin „ Giga“ , die in ihren Sendungen e-mail und Internet-Chat konsequent einsetzen a und in dieser Altersklasse einen hohen Stellenwert haben. Auffällig ist auch, daß der a Frauenanteil bei den 14 bis 19-jährigen überdurchschnittlich hoch ist. Insgesamt ist der Anteil a der Frauen im deutschsprachigen World Wide Web seit dem Herbst 1995 auf fast das a Dreifache angestiegen. Verglichen mit ihrem Anteil in der Bevölkerung sind sie aber immer a noch stark unterrepräsentiert. Das durchschnittliche Alter der deutschsprachigen WWW-Nutzer a ist seit 1995 deutlich gewachsen und die Alterspyramide somit erheblich flacher geworden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Fit tkau & M aaß W3B 1998

Abbildung 4: Altersverteilung der Onlinenutzer

Die wichtigste Altersgruppe der WWW-Benutzer stellt zwar nach wie vor die der 20- bis 30-a jährigen dar, ihre Bedeutung ist jedoch in den vergangenen Jahren auf nur noch gut ein Drittel a zurückgegangen. Internetanwender über 50 Jahre sind in allen Studien, gemessen an ihrem a Bevölkerungsanteil, stark unterrepräsentiert und sind damit ein enormes Marktpotential. a Interessant ist, daß beim Anteil der über 50-jährigen Onliner in den letzten beiden W3B Studien a sogar eine Abnahme und bei der ARD/ZDF Studie eine Stagnation zu verzeichnen ist. Dies ist a ein Indiz dafür, daß es immer noch zuwenig moderierte Online-Anwendungen für ein a Alterssegment gibt das einen Anteil von 44% an der Gesamtbevölkerung hat. a Nutzungshemmnisse stellen für diese Personen die hohe Komplexität der Geräte und zu hohe a laufende Kosten dar.

Statistik der Altersverteilung in %

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Vergleich der Altersverteilung (tabellarisch)

Andere Zahlen ergeben sich in den USA. Die amerikanische Studie des Unternehmens

Relevant Knowledge8 zeigt, daß gerade der Anteil der über 50-jährigen im Netz steigt und in den USA wesentlich mehr Senioren als bisher angenommen online sind. Außerdem verbrachte a diese Zielgruppen 19% mehr Zeit online als andere Netzsurfer. Laut Relevant Knowledge a gehen diese Nutzer auch verstärkt über PC-Alternativen ins Netz. Eine weitere Studie von a Jupiter Communications im August 1998 erwartet in den USA bei der Onlinenutzung von a Kindern zwischen 2 und 12 Jahren einen Zuwachs von heute 12% bis auf 47% im Jahr 2002.

3.1.4 Bildungsstand und Einkommen

Im Jahr 1995 stellte sich der Bildungsstand der deutschsprachigen WWW-Benutzer mit einem a hohen Anteil an Abiturienten und Akademikern in Relation zum Durchschnitt der a Gesamtbevölkerung als extrem hoch dar. Dieses Bild hat sich in den vergangenen drei Jahren a aufgrund der Ausdehnung des Internet in neue, nicht-universitäre Benutzerschichten relativiert. a Der Prozentsatz der Online-Benutzer mit Abitur ging zugunsten von Nutzern mit a Hauptschulabschluß oder Mittlerer Reife zurück. Auch hinsichtlich der Berufsausbildung ist der a Anteil der WWW-Benutzer mit absolviertem Hochschulstudium gesunken. Die prozentuale a Bedeutung von abgeschlossenen Ausbildungswegen, wie zum Beispiel einer Lehre, nimmt a dagegen zu. So ist auch der Anteil an studentischen Internet-Anwendern zurückgegangen, a während die Zahlen der berufstätigen Nutzer weiter kontinuierlich steigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Fit t kau & Maaß W3B 1998

Abbildung 6: Schulabschlüsse unter den Onlinern

Vor diesem Hintergrund ist der Anteil der Online-Anwender mit einem monatlichen

Bruttoeinkommen unter DM 3.000 deutlich rückläufig. Das Gros der Nutzerschaft wird deshalb a auch von den einkommensstarken Nutzergruppen gestellt. Der Anteil jener Personen, die in a ihrem Haushalt über mehr als 5.000 DM netto pro Monat verfügen, liegt zwischen 37,7%9 a beziehungsweise 35,0%10. In der Gesamtbevölkerung beträgt ihr Anteil lediglich 21,8%. Die a Internetanwender sind somit meist besser gebildet und verfügen über ein hohes Haushalts-a Nettoeinkommen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Fit t kau & Maaß W3B 1998 Lehr e/ A usb il d ung Ho chschule/ U niver sit ät

Abbildung 7: Ausbildungsabschluß und berufliche Tätigkeit

3.2 Interessenschwerpunkte der Nutzer

Die Funktionalität des Internet teilt sich in drei grundlegend verschiedene Schwerpunkte auf: Kommunikation, Entertainment und Information.

Die Internetnutzer setzen das neue Medium in erster Linie zur Informationsbeschaffung ein (91,9%11 ). Die gleiche Studie kommt auch zu dem Ergebnis, daß 56,2% der Anwender sich für a Nachrichten und Magazine im Netz interessieren. Das Internet hat sich damit zu einem Medium a für Publikationen entwickelt, unterstützt durch das hohe Engagement der Verlage, die auch die a höchsten Reichweiten im deutschsprachigen Netz aufweisen (z.B. Focus, Bild Online, Stern).

Die Kommunikation im Internet, die in erster Linie über die E-Mail-Funktionalität, durch den elektronischen Austausch von Texten und Daten, durch IRC´s (Internet-Relay-Chat) und durch Diskussionsforen realisiert wird, spielt eine wesentliche Rolle für die Akzeptanz des neuen a Mediums. Die nachfolgende Grafik zeigt, daß die W3B-Studie von Fittkau & Maaß im a November 1998 zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt.

Nach einer Meldung von BerlinOnline-Computermeldungen nutzen vor allem ältere User das Netz hauptsächlich zum Verschicken von E-Mails. Für sie bringt das Internet einen Vorteil bei der Bewältigung von Alltagspflichten, erleichtert Ihnen die Anbindung an die Außenwelt und ist somit ein Schritt gegen die drohende Isolation.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Verwendungszweck des World Wide Web in 11/98

Über die Hälfte der Anwender (59,1%12 ) setzt das Internet aber auch zur Unterhaltung ein oder a ruft es aus Neugier (53,3%) auf. Die Tendenz zur Unterhaltung im Internet steigt unter den a Anwendern weiterhin, da deren Anteil verglichen mit jenem der ComCult-Studie von 1997 a deutlich zugenommen hat. Populäre Freizeitthemen wie Film, Kino, Musik, Reisen, Sport und a Kunst gewinnen unter den Anwendern weiterhin proportional zu dem Zuwachs an Teilnehmern a an Bedeutung.

Das Internet ist aber in keinem Fall auf dem Weg ein Unterhaltungsmedium zu werden. Die

Tendenz zur Unterhaltung ist bei den neueren Nutzern häufiger anzutreffen, als bei denen, die seit über einem Jahr einen Internetzugang haben. Diese Präferenzen haben sich nach einer Studie13 von 1996 bei den meisten neuen Teilnehmern gezeigt. Es kann davon ausgegangen werden, daß der Neuheitseffekt des Internets bei neuen Usern vorerst in Unterhaltung, in a Neugier und im "erst einmal alles anschauen" - dem surfen - mündet, das nach dem Abklingen der Anfangseuphorie in ein funktionales Gebrauchen des Mediums übergeht.

Grundsätzlich bliebt festzuhalten, daß der Erfolg auch darauf basiert, daß der Anwender durch die mögliche Kommunikation interaktiv werden und somit die passive Rolle des Rezipienten -a wie beim Fernsehen oder Videotext - verlassen kann.

Wie intensiv das Internet bereits in die berufliche Routine eingebunden ist, spiegelt sich in der zeitlichen Anwendung des Internet wider. Vier von fünf Befragten der Online-Umfrage der a Deutschen Fachpresse nutzen ihren Anschluß mehrmals wöchentlich für professionelle a Zwecke, 46% der Business-Anwender recherchieren inzwischen täglich im Internet. Mit einem Anteil von 61% in der Altersklasse 30 Jahre und älter stellen die Nutzer von Fachinformationen eine sehr interessante Zielgruppe für Werbetreibende dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Private und berufliche Internetnutzung

Allerdings läßt sich die private und berufliche Nutzung der Angebote im Netz bei den Anwendern nur sehr schwer voneinander trennen14. Das Internet ist von einem Drittel der Anwender zu einem relevanten Gebrauchsmedium im Berufsleben geworden. Der gleiche Prozentsatz nutzt es dagegen fast ausschließlich zum privaten Gebrauch. Eine Überschneidung der beiden Einsatzmöglichkeiten des Internets ergeben sich für jeden vierten Anwender im Netz. Bei der Betrachtung von Interessen und Hobbys von Online-Nutzern, steht erwartungsgemäß die Computer- und Informationstechnologie mit über 80% an erster Stelle; ein Indiz für eine viel zu komplexe (Zugangs-)Technologie. Dem gegenüber steht aber die große Anzahl InternetBegeisterter, die sich gerne mit Freunden treffen oder ausgehen. Besuche im Kino, Sport und Bücher erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Das Bild des begeisterten Computerfreaks der Tag und Nacht online ist, erweist sich somit als Vorurteil.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Interessen und Hobbys der Onliner

3.3 Marktpenetration und Wachstum

Die Internetstudie von EITO15 beschäftigt sich mit Prognosen der Internetnutzerzahlen und mit a zukünftigen Entwicklungen im Onlinemarkt. Die prognostizierten Zahlen waren in der a Vergangenheit eher zu pessimistisch eingestuft, aber dennoch erstaunlich nahe an den a durchschnittlichen Werten heutiger Studien. So schätzt die EITO `99 Studie die Anzahl der a Internetnutzer im Jahr 1999 auf 9,4 Mio. und rechnet mit einem Anstieg auf 19,9 Mio. bis zum a Jahr 2002. Weltweit soll im Jahr 2002 eine Internet-Gemeinde von 328 Millionen Nutzern a erreicht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Nutzerzahlenprognose im internationalen Vergleich

Bei der Marktpenetration - also dem Anteil von Internet-Usern an der Gesamtzahl der

Bevölkerung - ergibt sich nach der EITO Studie eine Steigerung von ca. 7% im Jahr 1997 auf über 24% im Jahr 2002. Im Vergleich zu den USA ist dies für das Jahr 2002 allerdings eine immer noch viel kleinere Durchdringungsrate. Schon bis zum Jahr 2001 sollen dort über 30% der Bevölkerung das Internet nutzen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Prognose der Durchdringungsrate

Allerdings gewinnt das Internet gerade in Deutschland an Popularität. Die von EITO prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate der Internet-Nutzung in Deutschland weist gegenüber den USA und der Welt ein überdurchschnittliches Wachstum auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13: Durchschnittliche Wachstumsraten der Internetnutzung 1997 - 2002

Die Bedeutung steigt mit der zunehmenden Verbreitung von PCs. Bei der Betrachtung der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten der Internet-Zugänge in Deutschland wird schnell deutlich, daß immer mehr Endverbraucher durch das Medium Internet erreicht werden a können und daß das Marktpotential ständig wächst. Electronic Commerce Anwendungen a erreichen also als Absatz- und Verkaufsplattformen im Internet eine immer größere a deutschsprachige Zielgruppe. Alle Studien beweisen, daß über 10% der Erwachsenen in a Deutschland das Internet nutzen. Damit hat Deutschland die „ kritische Masse“ erreicht, wie vor a drei Jahren die USA. Nach der Phase der „ frühen Minderheit“ (early adopters) folgt die Phase a der „ Mehrheit“ (Followers). Mit dem Medium Internet läßt sich jetzt eine attraktive, a kaufkraftstarke Zielgruppe erschließen und wird somit nicht nur Kommunikations- sondern auch a Vertriebsweg.

3.3.1 e-Commerce

Der Ausdruck Electronic Commerce, oder e-Commerce ist ein noch junger Begriff, der erst in a den vergangenen Jahren entstanden ist und an Bedeutung gewonnen hat. Er wurde a hauptsächlich durch die rasante Verbreitung des Internet und die damit verbundene a Kommerzwelle geprägt. Electronic Commerce bedeutet im wesentlichen, Produkte und a Dienstleistungen über das Internet zu vertreiben. Die Möglichkeit für den Kunden, sich weltweit a am Angebot des Internet zu bedienen und den günstigsten Artikel zu finden, bedeutet eine fast a vollkommene Markttransparenz. Das kann vor allem kleineren Unternehmen zu Gute kommen. a Der Preis wird als Kaufkriterium (neben Lieferbereitschaft, Qualität und Service) wieder mehr in a den Vordergrund rücken. Weniger bekannten und kleineren Unternehmen werden dadurch a neue Wachstumschancen eröffnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 14: Gründe für den Online-Kauf im US Markt16

Der Umsatzanteil deutscher Unternehmen über Electronic Commerce am Gesamtumsatz lag 1997 noch bei unter einem Prozent. Weltweit ist der Anteil mit 10% ebenso gering. Nach einer Prognose in der EITO `97 Studie werden die Umsätze in Deutschland von 340 Millionen DM im Jahr 1997 auf 14,1 Milliarden DM im Jahr 2000 steigen. Die GfK-Online Studie 1998 ermittelte, daß bereits 25% der Internetnutzer in den letzten 12 Monaten etwas online bestellt oder a gekauft haben. Auch andere Forschungsinstitute ermittelten auch durchgehend hohe a Umsatzwachstumsraten, die jedoch unterschiedlich ausfallen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: Prognose der e-Commerce Umsätze in Deutschland, 1997 und 2000

Die Internetnutzer sind für die Hersteller und Anbieter eine interessante Zielgruppe, da die soziodemographische Zusammensetzung der Internetgemeinde auf eine finanzkräftige Zielgruppe schließen läßt. In den USA hat sich der e-Commerce bei Internetanwendern bereits fest etabliert - ein Grund dafür, daß dort die weltweit höchsten Umsätze getätigt werden. Eine genauere Betrachtung des amerikanischen e-Commerce Marktes ist auch für Deutschland a interessant, da hier eine ähnliche Entwicklung prognostiziert werden kann.

Erstaunlich ist, daß im amerikanischen Internetmarkt die ältere Bevölkerungsschicht bei den Onlinekäufen überwiegt. Nach der Studie von Ernst & Young sind 68 % der Online-Käufer über 40 Jahre alt. Auch die Verteilung der Geschlechter bei Online-Einkäufen ist sehr prägnant. Über zwei Drittel der Online-Einkäufe werden von Männern getätigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16: Altersstruktur den Online-Einkäufer im US Markt

Die Ernst & Young Studie macht auch deutlich, daß die bloße Betrachtung der Käufe, die über a das Internet abgewickelt werden, die wahren Auswirkungen der Internetpräsenz nicht a widerspiegeln. Ein Auftritt im Internet fördert auch den Absatz über die traditionellen Kanäle a und zwar mit einem viel höheren Faktor als die online getätigten Umsätze. So benutzt die a Mehrheit der Verbraucher mit Onlineanschluß das Internet, um sich über Produkte und a Einkaufsmöglichkeiten zu informieren. Der Kauf selber erfolgt dann hauptsächlich über a herkömmliche Absatzwege.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 17: Online Produktrecherche und Kauf im US Markt

3.3.2 Digitale Signatur

Ein großes Problem des Internet stellen die Sicherheitsbedenken der Nutzer gegenüber Online-a Transaktionen dar. Die Angst vor Angriffen auf sensible Daten ist verständlich, und wird seit a Jahren von den Medien geschürt. Dabei stellt die Übermittlung von Daten im Netz schon länger a kein unkalkulierbares Risiko mehr dar. Die gängigen Browser haben ein Verfahren zur sicheren a Datenübertragung eingebaut. SSL17 ist sowohl Netscape Navigator als auch im Microsoft a Internet Explorer integriert. Die Weiterentwicklung SET18 wird künftig als neuer Standard a anzusehen sein. An der Entwicklung waren die marktführenden Unternehmen beteiligt: IBM, a Netscape und Microsoft, sowie Visa, Master Card und American Express.

Auf der Anbieterseite sind die Schutzvorrichtungen ebenso ausreichend. Es gibt etliche

Hilfsmittel, mit denen sich ein Webserver gegen Angriffe von außen schützen kann. Somit ist es nahezu unmöglich in ein sauber administriertes UNIX-System einzudringen.

Für den sicheren Datentransfer im Internet müssen drei Bedingungen erfüllt sein:

1. Vertraulichkeit Es muß gewährleistet sein, daß kein Dritter die übermittelten Daten a mitlesen, also beispielsweise Kreditkartennummern ausspähen kann.
2. Integrität Die Daten dürfen auf dem Weg vom Absender zum Empfänger nicht verändert werden können.
3. Authentizität Die beiden Kommunikationspartner müssen sich gegenseitig ausweisen, damit sichergestellt ist, daß sie wirklich diejenigen sind, die sie zu sein a vorgeben. Dazu dienen elektronische Ausweise, sogenannte „ digitale a Signaturen“ .

Die konsequente Anwendung der digitalen Signatur wird die Abwicklung von Diensten in Wirtschaft und Verwaltung grundlegend verändern. Zur Realisation sind infrastrukturelle Voraussetzungen wie unabhängige Zertifizierungsstellen notwendig, die eine internationale Authentizität sicherstellen. Welches Verschlüsselungsverfahren sich für die Zukunft als Standard erweist, bleibt noch abzuwarten. Die neuen digitalen Kryptographieverfahren, stecken a größtenteils in der Erprobungsphase und müssen sich erst noch beweisen. Zusätzlich müssen a die Online Nutzer noch von der „ Ungefährlichkeit“ des multimedialen Datentransfers überzeugt a werden.

3.3.3 Virtuelle Stadtinformationssysteme

Bislang ist die Verbreitung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen noch stark unterentwickelt. Hier könnte der öffentliche Sektor eine gewisse "Lokomotivfunktion" übernehmen und die beschleunigte Verbreitung a multimedialer Dienste vorantreiben. Anwendungsfelder sind:

Stadtinformationssysteme, bei denen relevante Informationen auf elektronischem Weg zur Verfügung gestellt werden, und das "virtuelle Amt", über das rechtsverbindliche Dienstleitungen angeboten werden können sowie der elektronische Handel.

Für die Kommunalverwaltung ist die digitale Signatur von besonderer Bedeutung, da eine a Vielzahl von Rechtsbeziehungen und Dienstleistungen zwischen Bürger, Wirtschaft und der a öffentlichen Verwaltung auf kommunaler Ebene stattfinden und zukünftig immer stärker a elektronisch unterstützt werden. Bereits bei der Verwendung von Formularen und dem Aufbau a der Internet-Angebote sollte die digitale Signatur in die Überlegungen mit einbezogen werden. a Es wird dadurch neben dem Papierverfahren ein zeit- und kostensparendes Televerfahren a ermöglicht.

Sinnvolle Beispiele für die Einführung digitaler Signaturen in der öffentlichen Verwaltung könnten beispielsweise sein: öffentliche Ausschreibungen, Steuerverwaltung, öffentliche Kassen, öffentlicher Dienst (Personalverwaltung), Meldewesen, Kraftfahrzeugverwaltung, Genehmigungsverfahren oder Online-Mitwirkung an kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen.

Viele dieser Anwendungen lassen sich auch auf Unternehmen übertragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat aus die diesem Grund einen Städtewettbewerb19 gestartet, bei dem die besten virtuellen Stadtinformationssysteme finanziell gefördert werden.

3.4 Zugangstechnologien

Grundsätzlich ist der potentielle Anwender auf den Computer mit Modem als Zugangsgerät a angewiesen. Echte Alternativen haben sich bis jetzt im Markt noch nicht durchgesetzt. Trotz a der relativ komplizierten PC Technologie verzeichnet Deutschland hohe Zuwächse bei den a Onlineanschlüssen. Der Zuwachs geht dabei aber überwiegend auf die privaten Anwender a zurück20. Nach der ARD/ZDF Online Studie nutzten Anfang 1997 59% der Onliner das Internet a ausschließlich an ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Im Frühjahr 1998 beträgt der Anteil nur a noch 36%. Der Prozentsatz der privaten Onlineanschlüsse stieg im gleichen Zeitraum von 27% a auf 41%.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 18: Onlinenutzung nach Orten

Der rapide Zuwachs an privaten Anwendern läßt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Auf a der einen Seite ist seit Anfang 1997 ein enormer Preisverfall von Computern zu beobachten, a auf der anderen Seite fördern attraktivere Software-/Hardwarepakete den Anreiz für den a privaten Anwender. Auch zeigen die immensen Marketingmaßnahmen von Microsoft für a Windows 95 und der Deutschen Telekom für ISDN-Anschlüsse Wirkung. Nicht zuletzt haben a auch die Inhalte der Onlineangebote an Anziehungskraft gewonnen. Durch Werbemaßnahmen a und gezielte Querverweise in anderen Medien - etwa bei Fernsehsendungen auf das a zugehörige Onlineangebot - konnte offenbar auch die Aufmerksamkeit einer breiteren a Öffentlichkeit gewonnen werden.

Allerdings verläuft die Wachstumskurve der Onlineanschlüsse flacher als noch vor einem Jahr. a Als mögliche Gründe nennt Holger Maaß - Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts a Fittkau & Maaß - die Tatsache, daß sich im vergangenen Jahr die Rahmenbedingungen für a den Internet-Anwender kaum geändert haben. Vor allem die Telefongebühren im Ortsbereich a seien nahezu gleich geblieben, so daß kaum neue Anreize entstehen. Wachstumspotentiale für a Hardware und Onlinedienste sind in Deutschland also weiterhin vorhanden. Nach einer Studie a des ZVEI/VDMA Fachverbands Informationstechnik stehen in deutschen Haushalten und Unternehmen erst 25 Mio. Desktop-PC´s (30%). Die PC-Zahl steigt zwar stetig, allerdings sind wir noch weit von den vergleichbaren Zahlen in den USA entfernt (57% bezogen auf die a Bevölkerungszahl). Allerdings scheint diese Durchdringungsrate in den USA die a Sättigungsgrenze darzustellen. Ein Grund dafür ist die Komplexität der PC Technologie, die mit ständig wechselnden Betriebsystemen, Browsertechnologien, überladener Funktionsvielfalt und Systemabstürzen für den unerfahrenen Benutzer eine hohe Hürde darstellen.

3.5 Zusammenfassung

Die wichtigsten Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel im Überblick:

Die Nutzerzahlen steigen derzeit immer noch sehr stark Internetnutzer sind überwiegend kaufkraftstark Kinder und Jugendliche entdecken das Internet als Trendmedium Das Durchschnittsalter und der Frauenanteil im Netz steigen Auch Personengruppen niedrigerer Bildung nutzen verstärkt das Internet In den USA steigt der Anteil der über 50-jährigen Internetnutzer

Die Nutzung von Onlinediensten und des Internets ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings läßt sich aus den Daten ableiten, daß einkommensschwache Personen und Familien sowie ältere Menschen den Anschluß an diese Technologie verlieren.

Internetnutzer haben vielfältige Interessen, hauptsächlich interessieren sie sich aber für die Computer- und Informationstechnologie

Neben Information spielen Freizeitthemen inzwischen eine entscheidende Rolle Private und berufliche Nutzung vermischen sich zunehmend

Mit dem Wandel der Nutzerinteressen, welcher durch den Einzug neuer

Gesellschaftsgruppen in das Netz begünstigt wird, gewinnt das Internet auch für nicht DV-Unternehmen an absatzorientierter Relevanz.

In Deutschland ist der Bevölkerungsanteil der Internetnutzer geringer als in den USA Verglichen mit den USA wächst die Internetnutzung hierzulande zur Zeit schneller Das neue Medium wird jetzt auch Vertriebsweg

Internetnutzer sind aufgrund Ihrer Demographie eine interessante Zielgruppe für e-Commerce Anwendungen 68% der amerikanischen Online-Käufer sind über 40 Jahre alt Digitale Signaturen sind für den sicheren Datentransfer im Netz letztlich unerläßlich

In den USA ist das Internet für den Handel von Produkten und Dienstleistungen bereits zu einem bedeutenden Absatzkanal geworden. Es ist nicht mehr eine Frage ob, a sondern wann das Internet eine der tragenden Säulen für Verkaufsaktivitäten wird.

Zuwachs bei Onlineanschlüssen in Deutschland überwiegend durch private Anwender Preisverfall bei PC-Hardware und Marketingmaßnahmen der Onlinedienste sowie verbesserte Onlineangebote sind Gründe für das Wachstum

Wachstumskurve verläuft flacher als vor einem Jahr Die Telefonkosten für den Internetzugang sind noch zu hoch a Komplexität der PC-Technologie stellt eine große Hürde dar

Gerade für Zielgruppen die noch ein hohes Marktpotential darstellen (ältere Personen und Familien mit geringem Medienbudget), ist der herkömmliche Zugang zum Netz unattraktiv. Mit alternativen Technologien und zielgruppenorientierten a Marketingstrategien besteht aber die Möglichkeit, diese Bevölkerungsgruppen für die moderne IK-Technik zu gewinnen und damit die Durchdringungsrate der a Onlineanschlüsse signifikant zu erhöhen.

4 Alternative Zugangstechnologien

Um das Potential auszuschöpfen, testet die Industrie neben dem PC zahlreiche alternative Zugangsmöglichkeiten. Die Marktforscher von IDC21 sagen eine explosionsartige Verbreitung a von PC-Alternativen bis zum Jahr 2002 voraus: In vier bis fünf Jahren sollen ebenso viele a Nicht-PC wie PC-Geräte verkauft werden. Neben Alternativen bei den Zugangsgeräten arbeitet a die Industrie auch an neuen Übertragungstechnologien für die Überbrückung der „ letzten a Meile“ zum Endanwender. Im wesentlichen werden dabei die Kabel, die derzeit die Haushalte a erreichen, zur Übertragung von Daten und Sprache getestet bzw. optimiert (Breitbandkabel, a Telefonkabel, Stromkabel). Im Gespräch sind aber auch Richtfunkanlagen die den a Hausanschluß mit hohen Übertragungsraten ermöglichen sollen sowie die Multimedia-a Kommunikation im Mobilfunkbereich via Handy und Notebook. Ziel aller Entwicklungen der a Industrie ist, neben einem leistungsfähigeren Zugang zum Anwender, auch das derzeit a bestehende Monopol der Telekom bei den Hausanschlüssen zu umgehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 19: Informationsinfrastruktur USA vs. Deutschland

Bei Betrachtung der Informationsinfrastruktur fällt auf, daß Deutschland bei der PC- Durchdringungsrate zwar hinter den USA zurückliegt, der Markt hier aber schneller wächst und a sich damit der Abstand verringert. Bei den wichtigsten Anschlußarten, den ISDN Anschlüssen a und der Breitbandverkabelung ist das Verhältnis besser oder ausgeglichen. Auch die a Penetration von Fernsehgeräten liegt in Deutschland mit 138 Geräten22 auf 100 Haushalte a ähnlich hoch - was die Grundlage für positive Entwicklungen bei alternativen a Zugangstechnologien ist.

4.1 Übertragungstechnologien

4.1.1 Telefonleitung

Die Telefonleitung ist für den Internetzugang nach wie vor die Übertragungstechnologie Nummer eins. Die Deutsche Telekom bietet den Anschluß an ihr T-Net analog oder digital per a ISDN an. Bis vor zwei Jahren glaubte man, daß bei analogen Modems Datenraten von 33.6 a Kbps23 die Grenze darstellte. Das auf Glasfaserleitungen basierende ISDN hatte deshalb a gegenüber dem analogen Netz mit einer Übertragungsrate von 64 Kbps einen wesentlichen a Vorteil. Zwei Leitungen, bis zu zehn Rufnummern und Dienstmerkmale wie Makeln oder a Dreierkonferenz waren früher ebenfalls dem ISDN vorbehalten. Seit der Umstellung des a analogen T-Net auf digitale Vermittlungsstellen hat hier eine Angleichung stattgefunden und a eine Vielzahl der Dienste sind jetzt auch mit analogen Geräten möglich. Mit aufwendigen a Marketingprogrammen hat die Telekom in den letzten 2 Jahren die Verbreitung ihres ISDN a Netzes vorangetrieben. Allerdings bekommt das ISDN Konkurrenz aus eigenem Hause. a ADSL24, eine neue Technik, die um ein Vielfaches schneller ist als ISDN wird jetzt von der a Telekom vermarktet. Mit dem Produkt T-DSL der Telekom sind Transferraten von 8 Mbps a möglich. Die Datenübertragung die auch über eine analoge Telefonleitung erfolgen kann ist a asynchron, das heißt bis zu 8 Mbps sind in die Richtung des Anwenders realisierbar und a zugleich 800 Kbps entgegengesetzt. Wie schnell die Übertragung tatsächlich ist, hängt von a Leitungslänge und deren Qualität ab. Das größte Problem von ADSL ist deshalb, daß bei a längeren Leitungen die Datenrate sinkt. Die Verbindung zwischen Teilnehmer und a Vermittlungsstelle sollte darum nicht länger als zwei Kilometer sein.

Der Ursprung von ADSL liegt wie so vieles in Amerika. ISDN ist dort nicht sehr weit verbreitet. a Deswegen setzt man immer noch auf analoge Modems. Zur Verbesserung der Datenrate wurde a die sogenannte HDSL-Technik entwickelt, die es erlaubte über eine herkömmliche a Kupferleitung überraschende Datenraten von bis zu 2 Mbps zu erreichen. HDSL konnte sich a auf dem Modemmarkt nicht durchsetzen, jedoch die ersten 56 Kbps Modems, die auf der a HDSL-Technik basierten.

Zur Einführung der neuen Technologie rüstet die Deutsche Telekom ihre Netze Zug um Zug und mit nicht unerheblichen Aufwand entsprechend aus. Zunächst für Geschäftskunden in Ballungsräumen und später auch für den privaten Nutzer. Voraussichtlich im Jahr 2003 wird die Bundesrepublik in den Kerngebieten mit ADSL weithin versorgt sein. Eine nationale a Vollversorgung wie mit T-ISDN ist aus technischen Gründen leider nicht realisierbar.

4.1.2 TV-Kabel

Das Statistische Bundesamt gibt an, daß im früheren Bundesgebiet 51% und in den neuen Ländern 64% der Privathaushalte mit einem Kabelanschluß zum Hörfunk- und Fernsehempfang versorgt sind. Betreiber vom größten Teil des Breitbandnetzes in Deutschland a ist heute immer noch die Deutsche Telekom. Diese Monopolstellung will die EU-Kommission a auf Grundlage des EU-Vertrages aber auflösen und damit, nach der Liberalisierung des a Ferngesprächsmarktes, auch in den Ortsnetzen Wettbewerb erreichen. Bis Ende 1999 soll sie a die Mehrheit an ihren TV-Kabelnetzen an private Konkurrenten abgegeben haben. Die privaten a Kabelgesellschaften wollen über das TV-Kabel auch Telefon- und Internetdienste anbieten. Die a Kunden könnten dann über einen Anschluß Fernsehprogramme empfangen, telefonieren und a im Internet surfen.

Allerdings stehen die privaten Betreiber unter Zeitdruck, denn mit dem Ausbau des Telefonnetzes mit ADSL kann die Telekom ebenfalls alle Dienstleistungen anbieten. Jeder Monat länger bis zum Kabelverkauf verbessert also die Marktposition. Branchenkenner befürchteten, daß der Verkauf des Netzes durch komplizierte Verhandlungen von der Telekom a hinausgezögert wird. Solange das TV-Kabelnetz der Telekom aber nicht ernsthaft in eine a rechtlich unabhängige Gesellschaft ohne jegliche Kapitalverflechtung mit der Deutschen a Telekom ausgegliedert wird, ist echter Wettbewerb zwischen Telefon- und TV-Kabelnetz so gut a wie ausgeschlossen.

Während in Deutschland noch die geplante Privatisierung des Kabelnetzes diskutiert wird, gewinnt der Wettbewerb zwischen Telefon- und TV-Kabelnetz in anderen europäischen a Ländern zunehmend an Bedeutung. Bereits in Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz werden mit steigender Tendenz Internet-Zugänge über rückkanalfähige Kabelnetze angeboten. In den Niederlanden können über 1,4 Millionen Haushalte (ca. 20% der a Bevölkerung) das Internet ohne zeitabhängige Gebühren nutzen.

In den USA und Kanada haben dies bereits die Kabelnetzbetreiber erkannt, sehen sich aber mit den Pauschaltarifen („ flat rates“ ) der US-Telefongesellschaften für den Ortsbereich a konfrontiert. Bei der Internet-Nutzung fallen dort auch bei herkömmlicher Einwahl über die a Telefonleitung keine zeitabhängigen Gebühren an und so sehen viele Nutzer keine zwingende Notwendigkeit für den Zugang per TV-Kabel. In Europa bestehen dagegen ganz andere a Marktchancen, worauf die Kabelkunden, aufgrund der (verständlichen) Unflexibilität, der a Deutschen Telekom vermutlich noch lange warten müssen.

4.1.3 Stromnetz

Die in die Haushalte führenden Stromleitungen dürfen auch für den Internet-Zugang genutzt werden. Das hat die EU-Kommission schon im März 1998 entschieden. Im Oktober 1997 hatte der kanadische Telekom Ausrüster Nortel25 eine Technik entwickelt, die eine Übertragung von Daten auch über die extrem störanfälligen Stromleitungen ermöglicht.

In Deutschland beschäftigen sich die drei großen Energieversorger (Hamburger HEW, Berliner BEWAG, Kölner GEW) mit dem lukrativen Thema. Im Juli 1998 teilte die BEWAG mit, daß sie ein Patent für ein neues Verfahren zur digitalen Übertragung von Informationen aller Art über das 220-Volt-Stromnetz erhalten haben. Experten hoffen dabei auf Übertragungsraten "bis in den zweistelligen Megabitbereich".

4.1.4 Mobilfunk

WAP ist die Abkürzung für Wireless Application Protocol. Mit Hilfe von WML26, eine dem HTML sehr ähnlicher Sprache, wird es möglich das WWW und eine Menge ähnliche Anwendungen und Dienste mittels eines Micro-Browsers auch auf Handys zu realisieren.

Definiert wurde WAP von den Firmen Unwired Planet, Ericsson, Motorola und Nokia. Es ist dabei nicht an einen bestimmten Mobilfunk-a Standard gebunden und kann unter GSM, DECT und allen zukünftigen a Standards genutzt werden. Das Handy kommuniziert nicht direkt mit a dem Internet, sondern nutzt einen WAP-Gateway, der die Anforderung das Telefons von Internetseiten entgegennimmt und sie in WML umsetzt. Diese Daten werden dann vor dem Versand über die Funkstrecke stark komprimiert und können dadurch wesentlich schneller übertragen werden. Eine echte Internetfunktionalität ist zwar nicht gegeben, aber a relevante Textinformationen werden dadurch nahezu überall verfügbar.

Trotz Kompression sind die größten Hindernisse dieser Technik die Übertragungsraten im GSM a Netz von 9,6 Kbps. Initiiert durch den Gerätehersteller Ericsson hat das Europäische a Telekommunikationsnormungsinstitut (ETSI27 ) deshalb einen neuen Standard für den a Datenzugang über mobile GSM-Endgeräte definiert: GPRS - General Packet Radio Service. a Der Vorteil von GPRS liegt darin, daß es Daten „ paketweise“ überträgt und nicht wie derzeit a leitungsorientiert. Die bereitgestellten Funkleitungen werden dadurch effizienter genutzt, da eine Leitung von mehreren Benutzern in Anspruch genommen werden kann. So werden variable Übertragungsraten von bis zu 160 Kbps ermöglicht, aber auch neue GPRS-fähige Endgeräte vorausgesetzt. GPRS kann allerdings nur eine Übergangslösung bis zur marktreifen Entwicklung des Mobilfunkstandards der dritten Generation sein: UMTS - Universal Mobile Telecommunications a Service. In Japan soll UMTS voraussichtlich ab 2001, in Deutschland ab 2002 a Datenübertragungsraten bis zu 2 Mbps ermöglichen. Hersteller und auch Diensteanbieter a arbeiten seit langem an der neuen Technik, die ebenfalls paketorientiert überträgt und im a wesentlichen auf dem CDMA (Code Division Multiplex Access) basiert. Beim CDMA belegen a alle Nutzer denselben Frequenzbereich, jedoch wird das Nutzsignal für jeden Benutzer a unterschiedlich codiert. Somit können die Daten der Teilnehmer im Übertragungskanal klar a voneinander unterschieden werden.

4.1.5 Videotext / Intercast

Videotext nutzen in Deutschland laut GfK28 derzeit täglich 3,5 Mio. Zuschauer. Im wesentlichen werden News, Sport, Verkehrsnachrichten und aktuelle Informationen über das a Fernsehprogramm abgerufen.

Dem analogen Fernsehbild wurden in den 70er Jahren digitale Informationen zugefügt, der Videotext. Der seitenorientierte Videotext wird in einigen „ Nichtbildinhaltszeilen“ - der a Austastlücke - direkt über dem sichtbaren Teil des Bildes ausgestrahlt. Mit einem a Videotextdecoder lassen sich die in einer Schleife gesendeten Seiten abrufen und werden, je nach Gerät, im Fernseher gespeichert.

Die Weiterentwicklung des Videotextes, an der das ZDF, Sony und Philips beteiligt sind, nennt a sich Intercast. Intercast, die Vorstufe zum Teleweb, ist derzeit nur mit einer PC Karte zu a empfangen. Teleweb soll sich dann in Fernsehgeräten als Ersatz des Videotextes durchsetzten.

Anstatt des Videotextsignals werden vom Anbieter ausgewählte HTML Seiten über die a Austatslücke gesendet und beispielsweise während des Stand-by Betriebs im Fernseher gespeichert. Mit der Telefonleitung als Rückkanal ließe sich eine gewisse Interaktivität a realisieren. Allerdings ist Teleweb weit von echter Internetfunktionalität entfernt und kann deshalb nur eine zusätzliche Zugangstechnologie sein. Beim ZDF ist man von der positiven Wirkung des Teleweb auf den Onlinemarkt überzeugt.

4.2 Gerätekonzepte

Alternative Internetgeräte kommen aus dem EDV-, TK- und Entertainment-Bereich. Klar erkennbar ist hier der Trend Standardgeräte um die Internetfunktionalität zu erweitern (beispielsweise Handys, Spielekonsolen, Fernseher, Telefone, etc.). Die Geräte unterscheiden sich grundsätzlich in dreierlei Hinsicht:

- Darstellungsform (Bildschirm, Fernseher, LCD-Display)
- Zugangstechnologie (Breitbandkabel, Telefonleitung, Mobilfunk)
- Preis (Gerätepreis, Providerpreis, Kommunikationskosten)

Technologisch verarbeiten entweder „ reduzierte“ PC´s oder Embedded Systems mit Speicherbausteinen, aber ohne Festplatte, die Informationen. Im nachstehenden Schaubild sind die derzeit verfügbaren Geräte und die jeweils mögliche Zugangstechnologie zum Internet a dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 20: Internetfähige Geräte und Zugangstechnologien

Auf den folgenden Seiten sind die Gerätetechnologien mit der jeweils verwendeten Übertragungsart tabellarisch gegliedert.

4.2.1 Set-Top-Box und Fernseher

Mit einer Set-Top-Box wie der Grundig a Internet-Box ist es - laut Grundig - ohne a Vorkenntnisse möglich ins Internet zu a gelangen. Die Internet-Box wird entweder a über Scart oder VGA-Schnittstelle an das a TV-Gerät angeschlossen. Eine persönliche a Smart Card beinhaltet die Internet-a Zugangsdaten. Ohne die Smart Card gibt es a für keinen anderen Zugriff ins Netz und dient damit auch gleichzeitig als Kindersicherung. Das Gerät selbst funktionert mit einem speziell entwickelten updatefähigen Speicherchip, der Internet-Browser und Betriebssystem beinhaltet. Die Dauer des Einschaltvorgangs ist deshalb bei der Grundig Box minimiert. Andere a Hersteller verwenden Boxen nach herkömmlichem PC-Muster (Festplatte, RAM, Prozessor, a CD-ROM).

Die Wahl des Providers überläßt Grundig dem Anwender, bietet aber auch einen Zugang über a Primus Online an, der mit eigenen Inhalten speziell auf die Web-Box zugeschnitten ist. Auch a die anderen Hersteller bieten für ihre Webboxen moderierte und redaktionell aufbereitete a Inhalte an.

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Set-Top-Boxen werden sowohl für dieTelefonleitung als Übertragungsart hergestellt als auch für das Breitbandkabel.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.2.2 Teleweb Fernseher

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4.2.3 Spielekonsolen

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4.2.4 Mobiltelefon

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4.2.5 WebPad

Ungebunden im Netz surfen verspricht das WebPad-a Konzept von Cyrix. Dabei handelt es sich weniger a um einen PC sondern vielmehr um ein a Telekommunikationsgerät, das speziell für den a Internetzugang entwickelt wurde. Kernstück des Low-a Cost Internetgeräts ist ein stromsparender Prozessor. a Der batteriebetriebene Handheld besteht aus einem a Touchscreen und die Daten gelangen mittels Funk a (DECT oder GSM) von der Basisstation in den Speicher a des WebPad. Somit kann man kabellos überall im Netz

Surfen, eMails bearbeiten oder chatten. Mit Preisen um 1000 US$ ist das Gerät noch etwas teuer, da zu diesem Betrag bereits einen Desktop-PC mit wesentlich höherer Funktionalität erworben werden kann. Mit fallenden Preisen für LCD-Displays kann man dem WebPad gute Marktchancen prognostizieren.

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4.2.6 Palm-Tops / Handheld PC´s

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4.2.7 NetPC

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4.2.8 Screen-Phone

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4.2.9 Multimedia-Fernseher

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4.3 Zusammenfassung

Markterfolg und damit die gewünschte Breitenwirkung läßt sich mit den alternativen Geräten nur erreichen, wenn sie zu einem für alle Bevölkerungsschichten erschwinglichen Preis angeboten werden. So wird beispielsweise von Netscape Chef Andreessen der Multimediafernseher (Fernseher incl. PC) als viel zu teure, reine Technikeridee a beurteilt, die kein Mensch will. Zugangstechnologien über Breitbandnetze (Kabelfernsehen) a oder Mobilfunk sind aus Kostengründen und aufgrund der langsamen Privatisierung kurz- und a mittelfristig nicht geeignet, breiten Bevölkerungsschichten einen Internetzugang zu a ermöglichen.

Kurzfristig hat sich als aussichtsreichste Lösung die Set-Top-Box in Verbindung mit einem Fernseher und der Telefonleitung mit bidirektionaler Nutzung herauskristallisiert. Die Lösung greift auf vorhandene Geräte und Anschlüsse zurück, die im Beispiel des Fernsehers bereits eine Marktdurchdringung von 97% haben. Außerdem ist es derzeit eine kostengünstige (unter 1000 DM) und relativ problemlose Möglichkeit, einen Internet-Zugang herzustellen. Auch das WebPad von Cyrix könnte mit fallenden Preisen und geschicktem Marketing eine interessante Alternative zum PC sein.

5 Vermarktungsmöglichkeiten

Der Markt für Onlinedienste ist momentan durch ein starkes Marktwachstum von ca. 30% gekennzeichnet. Im Onlinemarkt ist derzeit der Preis das dominierende Kriterium. Mit zunehmender Marktdurchdringung wird deshalb die Ausschöpfung zusätzlicher Potentiale immer wichtiger. Eine kunden- und zielgruppenspezifische Ausrichtung ist erforderlich, um den Schwerpunkt des Wettbewerbs vom dominanten Merkmal Preis hin zu differenzierenden a Leistungsmerkmalen und Paketangeboten zu verschieben.

5.1 Zielgruppenorientierung

5.1.1 Inhalte

Ein erster Schritt sind hierbei die moderierten Inhalte der Service Provider. Für eine zielgruppenspezifizifische Ausrichtung von PC-Alternativen spielen diese eine wesentliche Rolle. Gerade der unerfahrene Anwender oder derjenige, der ausgewählte Informationen via Handy haben möchte, ist auf eine Vorauswahl angewiesen.

Der Onlinedienst AOL (America Online) hat es bei seiner PC-Plattform geschafft, durch die konsequente Einbindung seiner Mitglieder in die Inhalte, sehr gut recherchierte und a aufbereitete Seiten zu haben. Die sogenannten „ Scouts“ sind für ein Themengebiet a verantwortlich und bekommen diese Arbeit mit Freiminuten vergütet.

Microsoft hat mit WebTV-Networks einen Internet-Dienst entwickelt, der genau für den

Personenkreis zugeschnitten ist, der den Zugang zum Internet über den Fernseher sucht. Die normale Telefonleitung und die WebTV-Box verwandeln den Fernseher in eine interaktive a Kommunikationszentrale mit eMail, Shopping-Tour, Chat, Surfen im WWW oder interessanten Programminformationen. In den USA nutzen bereits 750.000 Nutzer diesen Dienst. Die a Markteinführung von WebTV in Deutschland wird zur Zeit vorbereitet.

5.1.2 Benutzerfreundliche Gerätebedienung

Neben der Funktionsvielfalt und dem Design der einzelnen Geräte spielt die Bedienbarkeit für a die Vermarktung inzwischen eine entscheidende Rolle. Es gilt die Technik dem Menschen a anzupassen und nicht umgekehrt. Das Beispiel Mobiltelefon - heute schon fast ein a Alltagsprodukt - zeigt, daß eine benutzergerechte Gestaltung längst noch nicht Standard ist. a Allerdings haben dies einige Hersteller von Elektronikgeräten (z.B. Videorecordern) bereits a erkannt und profitieren mit ihren optimierten Geräten nicht nur von der Kundenzufriedenheit, a sondern auch von Einsparungen beim Service aufgrund von Fehlbedienungen. Insbesondere a gilt dies auch für die PC-Alternativen des neuen Mediums Internet. Der Erfolg dieser Geräte a wird ganz entscheidend von der Bedienung der Geräte und dem Nutzen abhängen. a Systemabstürze, die stundenlange und erfolglose Suche nach Informationen und hohe Gebühren werden den Kunden zu Recht verärgern und eine Marktausbreitung verhindern. Für die Erschließung älterer Bevölkerungsschichten müssen deshalb die Anforderungen dieser Zielgruppe an Design, Bedienung und Dialoggestaltung berücksichtigt werden.

5.2 Tarifmodelle

Zum 1. April 99 haben einige Internet-Anbieter ihre Preise gesenkt. Dennoch liegen in Deutschland die monatlichen Kosten der Internet-Nutzung deutlich über denen in Nordamerika und einigen europäischen Ländern (ca. 24-40 DM / Monat pauschal). Aufgrund der aktuellen Vergleichstabelle kann grob gesagt werden, daß das Internet in Deutschland bei 100 a Nutzungsstunden rund 10mal teurer als in den USA ist, wobei nur der klassische Zugangsweg per Modem und Telefon betrachtet wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 21: Online-Kosten im Vergleich

Hauptgrund für die deutschen Hochpreise sind weiterhin die hohen Telefonkosten (Ortstarife) a sowie die zeitabhängige Abrechnung der Internet-Nutzung. Bei den Onlinediensten AOL oder a T-Online sind zusätzlich die Nutzungskosten sehr hoch. So kosten 100 Stunden bei AOL a abends (ab 21.00 Uhr) DM 394,15 mit einem Telefonanteil von DM 180,00. Bei reinen Internet-a Providern30 ist das Internet bereits zu monatlichen Pauschalpreisen zwischen DM 19 und DM

39 zuzüglich Telefonkosten erhältlich. Nach einer Studie von Fittkau & Maaß im Jahr 1997 ist a dies auch ein wesentliches Nutzungshemmnis unter den Internetnutzern. Fallende Preise a könnten somit, ähnlich wie beim Mobilfunk, exponential steigende Nutzungszeiten a verursachen. Somit verwundert es auch nicht, daß Internetnutzer eine kaufkraftstarke a Zielgruppe darstellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 22: Nutzungshemmnisse der Onliner

5.3 Endgeräte Subventionierung

Eine Vermarktungsidee, die bisher nur im Mobilfunk anzutreffen war, sorgt inzwischen in den USA für Furore: Die Endgeräte-Subventionierung für Internetgeräte.

Branchenexperten hatten schon früher darauf hingewiesen, daß es nur eine Frage der Zeit sei, a bis die Internet-Diensteanbieter damit beginnen würden, sich an dem Geschäftsmodell vieler a Mobilfunkanbieter zu orientieren und PCs zu verschenken. Der Vorteil bei den Handys ist, daß a die Gewinnspanne bei den Verträgen, im Vergleich zu Internet-Diensten noch hoch genug ist.

Allerdings wird mit einem derartigen Geschäftsmodell Unruhe in den Markt gebracht, und das a kann nach Aussage eines Beraters von Mercer Management Consulting31 den Internet-a Providern nur recht sein: "Die PC-Hersteller werden das Problem bekommen, daß den Kunden a nicht mehr der Wert der Hardware am Herzen liegt, sondern der Wert der nutzbaren Dienste. a Die Kunden orientieren sich nicht mehr so sehr an den Hardware-Marken, sondern an der a Qualität der Diensteanbieter. Die Hardware wird immer mehr zu einem austauschbaren Artikel, a dessen Herkunft den Kunden egal ist, weil für sie nur der angebotene Service zählt."

Der Internet-Provider Empire beispielsweise bietet Abonnenten, die bereit sind, sich für drei Jahre zu einem monatlichen Preis von umgerechnet 50 DM an das Unternehmen zu binden, einen kostenlosen PC an.

Eine Studie von IDC32 sagt voraus, daß sich der Anteil von Billigrechnern am Gesamtmarkt in a drei Jahren verdoppelt wird. 1997 betrugt der Anteil von PCs unter 1000 Dollar an Desktop-a Rechnern weltweit 12%, im Jahr 2001 soll er bei 25% liegen. Die Schlüsselfaktoren für die a hohe Akzeptanz der Low-cost-Rechner am Markt werden sich nach Aussage von IDC auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Zu diesen Faktoren zählen fallende Komponentenpreise, a der harte Preiskampf zwischen den Computerhändlern und der Anstieg der Internet-Nutzung. a Zusätzlich haben sich die Marktanteile weg von Firmenkunden und hin zu privaten Käufern a verschoben.

Dieses Vermarktungsmodell ist im deutschen Onlinemarkt noch selten anzutreffen aber mit steigender Tendenz. Ein erstes Produkt wurde vor kurzem durch die Firma 1&133 in den Markt eingeführt. Durch einen langfristigen Providervertrag wird hier ebenfalls ein PC subventioniert. Auch die Microsoft Tochter Web-TV will zusammen mit der Telekom das Zugangsgerät nach ähnlichem Muster auf den Markt bringen.

Einen anderen Ansatz geht die Firma Free-PC34 in den USA. Sie verschenkt gegen freien

Zugriff auf Personendaten und Shoppingverhalten internetfähige PCs. Schon kurz nach Bekanntgabe meldeten sich 500.000 Interessenten. Free-PC schätzt, daß jeder Web-Shopper, a über mehrere Jahre akkumuliert, für einen Werbetreibenden gut 1000 US$ wert ist. a Vorausgesetzt man kann aufgrund der demographischen Daten das Konsumverhalten a abschätzen. Die Datenschützer sind von dieser Art des Marketings selbstverständlich nicht a begeistert, so daß man gerade in Deutschland nicht vom Erfolg dieses Modells ausgehen kann.

5.4 Produktbündelung

Ein Marketinginstrument das in Deutschland derzeit noch viel zu inkonsequent genutzt wird ist das Angebot von zielgruppenspezifischen Produktbündeln. Sehr zaghaft beginnen die neuen TK-Unternehmen wie MobilCom, debitel oder Talkline auch mit der Zusammenstellung von Produktpaketen. Bisher sucht man aber nach einem Paket für Festnetz, Mobilfunk und Internet gepaart mit entsprechenden Rabatten vergebens. In den USA - wie so häufig Vorreiter - gibt es beispielsweise Angebote, die Unternehmensgründern ein vollständiges Paket aller TK-Dienste inklusive der Endgeräte anbieten. Ähnliches wäre auch für den „ Internetneuling“ denkbar, der von Telefon und Set-Top-Box über den Festnetzvertrag mit Internetzugang bis hin zu a Mobiltelefon und Schulung alles aus einer Hand angeboten bekommt.

5.5 Werbung

Der immer härter werdende Massenmarkt der Telekommunikation erfordert erhebliche Werbeaufwendungen. Insbesondere im Onlinemarkt mit einem sehr hohen Anteil an Privatkunden kommt der Marktkommunikation eine zentrale Bedeutung zu. Schwerpunkte der Marktkommunikation zur Gewinnung von Neukunden und zur Intensivierung bestehender a Kundenverhältnisse sind dabei:

- das Schalten von Anzeigen in Printmedien und Spots in Funk und Fernsehen,
- eine offensive Pressearbeit
- die Durchführung von zielgruppenorientierten Direkt-Mailing Aktionen

Insbesondere neue Anbieter müssen nicht nur über ihre Produkte und Tarife informieren, sondern auch Branding betreiben, um als neuer Mitbewerber vom Kunden überhaupt wahrgenommen zu werden. Die Firma 1&1 beispielsweise, hat es durch aggressives Marketing geschafft, sich als IT-Marketing Spezialist zu etablieren. Permanente Präsenz mit Werbung bei der einschlägigen Fachpresse und eine schnelle Anpassungsfähigkeit an den Markt zeichnen das Unternehmen aus. So ist 1&1, wie in Kapitel 5.3 beschrieben, auch der erste Händler der ein subventioniertes Gerät vertreibt.

Zur Vermarktung von PC-Alternativen für den Internetzugang ist es unerläßlich auch Vertriebskanäle zu verwenden, welche die gewünschte Kundengruppe ansprechen können. Computermagazine sind für ältere Menschen sicherlich der falsche Weg. Möglichkeiten zur Vermarktung sind zum Beispiel:

Beilagen in der Presse die von der Zielgruppe gelesen wird Vermarktung über Telesales Massenvertriebskanäle wie Aldi, Media Markt, Tchibo, Quelle Klassische Fachhändler Großflächenmärkte, der Vertrieb über das Fernsehen (Telesales) und Beilagen in Printmedien dienen hier zusätzlich der Erhöhung des Bekannheitsgrades in der breiten Masse sowie einer schnellen Umsatzerreichung. Klassische Fachhändler stellen für diese Zielgruppe gerade in kleineren Städten und auf dem Land den Ansprechpartner dar. Eine aktive und umfassende Werbeunterstützung mit Deko-Material, Flyern, Broschüren und Produktschulungen sind a deshalb bei Händlern notwendig. Auch Promotionaktionen (z.B. Streetpromotion) können zur Steigerung der Vertriebsunterstützung eingesetzt werden.

5.6 Kundenmanagement

Einmal gewonnene Kunden auch zu halten ist erklärtes Ziel jedes Produktverkaufs. Kunden mit Verträgen fest an das Unternehmen zu binden ist im Mobilfunk die Regel. Der Kunde zahlt an den Serviceprovider neben den Gesprächsgebühren meist auch eine monatliche Grundgebühr. Im sich schnell verändernden Mobilfunkmarkt wird es vor allem gegen Ende der a Vertragslaufzeit interessant, wenn der Kunde die Möglichkeit hat den Serviceprovider zu a wechseln. Die Abwanderung von Kunden (Churn) ist gerade in diesem Markt ein Problem. Eine Form des Churn, die bisher nur im Mobilfunkmarkt zu finden ist, ist der Endgeräte Churn. Das heißt der Kunde wechselt wegen eines neuen Geräts auch den Serviceprovider. Nachdem sich eine Subventionierung der Endgeräte auch im Onlinemarkt abzeichnet wird der Churn mit a zunehmender Marktdichte auch hier an Bedeutung gewinnen.

Zur Reduzierung der Churn Raten sind massive Bemühungen zu Kundenbindung notwendig. a Der Servicequalität kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Guter Service erzeugt a zufriedene Kunden, Kundenzufriedenheit wiederum hat direkt Einfluß auf die Kundentreue. Der a Service - beispielsweise eine Hotline - darf also nicht leidiges Instrument sein „ wenn der Kunde a mal wieder was nicht versteht“ , sondern muß aktiv zur Kundenbindung eingesetzt werden. a Wesentliches Kriterium ist dafür die Kenntnis des Nutzungsverhaltens. So könnte nach einer a gewissen Vertragslaufzeit dem Kunden geänderte Inhalte angeboten werden oder Interessen a erfragt werden. Umsatzstarke Kunden erhielten beispielsweise einen speziellen Rabatt und a gegen Ende der Laufzeit würde ihnen ein neues Gerät mit neuen Funktionen zu einem a Sonderpreis angeboten. In Verbindung mit den oben beschriebenen Produktpaketen werden a die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt.

6 Fazit

Das Internet ist auf dem Weg ein a globales Massenmedium wie das a Fernsehen zu werden. Die Nutzung a wird sich in Kürze durch alle Bereiche a unseres Lebens und quer durch alle a Bevölkerungsschichten ziehen.

Schon heute ist gerade im Ausland die Internetnutzung fest in den a beruflichen Alltag integriert. Die junge Generation wächst mit der Technologie auf und für sie ist die Nutzung des Netzes sogar „ trendy“ . Man muß also davon ausgehen, daß die Verbreitung a dieses Mediums unaufhaltsam fortschreiten wird. Tatsache ist aber, daß die Entwicklung an älteren und einkommensschwachen Menschen vorbeigeht. Dabei stellen auch diese Personen für die Industrie eine bedeutende Zielgruppe dar, deren Erschließung mit zunehmender a Marktdichte immer wichtiger wird.

Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind günstig: Es existiert eine gute Infrastruktur, das Monopol im Telekommunikationsmarkt ist gefallen und neue Anbieter werben mit allen Mitteln um die Gunst des Kunden. Trotzdem hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Ein Grund ist die schleppende Privatisierung der „ letzten Meile“ (Hausanschluß). Diese a Verzögerung erschwert einen ernsthaften Wettbewerb der neuen Anbieter im Onlinemarkt. a Welche Zugangstechnologie sich schlußendlich durchsetzten wird, bleibt deshalb abzuwarten. Die meisten Geräte könnten ohnehin unterschiedliche Übertragungstechnologien nutzen, oder wären von Herstellerseite kurzfristig umrüstbar.

Als aussichtsreichste Gerätelösung hat sich die Set-Top-Box und das WebPad in Verbindung a mit der Telefonleitung herauskristallisiert. Diese Geräte sind auch kurzfristig geeignet, breiten a Bevölkerungsschichten den Internetzugang zu ermöglichen, da sie auf einer bestehenden a Infrastruktur aufbauen. Mittelfristig werden sich aber, je nach Anwendungsfall des Nutzers, a verschiedene Geräte durchsetzen. Der Preis wird dann allerdings nicht mehr das a entscheidende Kriterium sein. Hier werden sich die Anbieter, wie beim Mobilfunk, annähern. a Vielmehr wird der Wettbewerb dafür sorgen, daß Servicequalität, Inhalt und Produktpakete a zum Unterscheidungsmerkmal werden.

Vielleicht wird dann wirklich jeder Kunde König in Deutschland.

Statements der Industrie

Vobis

glaubt nicht an den NetPC. Nicht aus technischen Gründen, sondern wegen der fehlenden

Infrastruktur und zu hohen Telefonkosten. Software aus dem Netz zu laden, um damit lokal zu arbeiten, würde den Anwender bald vor finanzielle Probleme stellen

1&1

1&1 glaubt aus Kostengründen nicht an einen Fernseher der alles kann (Fernseher mit eingebautem PC). Vielmehr werden sich auf der einen Seite Set-Top-Boxen etablieren und auf a der anderen Seite Desktop-PC´s stehen. Finanziert mit einem Tarifmodell das ähnlich dem a Mobilfunk ist.

ZDF

Neben Teleweb werden sich parallel herkömmliche Zugangsmöglichkeiten behaupten. Aber Teleweb kann eine Möglichkeit der Informationsbeschaffung darstellen.

IBM

setzt auf den einfachen NetPC mit optimierter Bedienbarkeit. IBM bietet seine Technologie a bezüglich Gerät und Infrastruktur verschiedensten Partner an. (TK, EDV, Entertainment)

Siemens

Siemens plant mit der Multimedia-Intergation-Box Internet, PC und den Fernseher zu verschmelzen (DVB -fähig).

Grundig

Ist der einzige Hersteller, der bereits in allen Sparten Geräte anbietet (Internet-Box, Digital-TV-a Box, Digital-Sat-Receiver)

Pro7

Über den TV-Bildschirm sagt Pro7 Chef Kofler, daß er bis 2003 immer noch 90% der täglichen Bildschirmnutzung ausmachen wird (1997: 97%).

Schlagwortregister

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellenverzeichnis

Für die Erarbeitung dieser Studienarbeit wurden verschiedene Quellen genutzt. Neben den Erfahrungen während des bmbf-Praktikums und damit verbunden Expertengesprächen mit Entwicklern, Marketingstrategen und Unternehmensberatern sind unter anderem folgende Quellen herangezogen worden:

-„t-off“ (www.userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/#Teuer) a
- Connect 3/99
- Financial Times: Telcommunication Markets, Jahrgang 1998
- Funkschau, Jahrgang 1998
- Gerpott: Wettbewerbsstrategien im Telekommunikationsmarkt
- Tomorrow 01/99
- VDI Nachrichten, Jahrgang 1998/99 a
- www.das-erste.de
- www.digital-fernsehen.com a
- www.dmmv.dem
- www.forrester.com a
- www.gfk.de
- www.handelsblatt.de
- www.netinvestor.de
- www.telecom-handel.de a
- www.w3b.de
- www.win.de
- ZDNet Deutschland

[...]


1 NUA Internet Surveys, GVU’s 9th WWW User Survey

2 Meinungsforschungsinstitut Fittkau & Maaß, Hamburg

3 Gesellschaft für Konsumforschung - Medienforschung, Nürnberg

4 GfK Online-Monitor 01/1998

5 GfK Medienforschung, Nürnberg / ARD Multimedia & ZDF Medienforschung / Burda Medienforschung TdWI

6 ARD/ZDF Online-Studie `97

7 Studien jeweils im Mai und November eines Jahres veröffentlicht

8 www.relevantknowledge.com

9 GfK Online-Monitor, 01/1998

10 Fittkau & Maaß, W3B 1998

11 Die Interessen der Internetanwender, ComCult Research 1998

12 ComCult Research 1997-98

13 GVU / The Internet Agency 1996

14 Fraunhofer-Institut Karlsruhe - ISI, ARD-ZDF-Online-Studie 1998

15 European Information Technology Observatory, Brüssel

16 Ernst & Young LLP; www.ey.com

17 Secure Socket Layer

18 Secure Electronic Transaction

19 www.iid.de/infomappe/mediakomm/index.html

20 ARD/ZDF Online Studie 1998

21 Marktforschungsinstitut International Data Corporation (IDC)

22 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, April 1998

23 kilo bits per second

24 asymetric digital subscriber Line

25 Northern Telecom

26 Wireless Markup Language

27 European Telecommunications Standards Institute

28 Gesellschaft für Konsumforschung

29 digitaler Standard für schnurlose Telefone im Festnetz

30 Anbieter der nur einen Anschluß ans Internet bietet, meist mit eMail Funktionalität (z.B. UUNet, Nacamar)

31 Mercer Consulting Group, Inc. www.mercer.com

32 Marktforschungsinstitut International Data Corporation

33 www.online.de

34 www.free-pc.com

Details

Seiten
46
Jahr
1999
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v96437
Institution / Hochschule
Hochschule Mannheim
Note
1,0
Schlagworte
Technologie Vermarktung Internetanschlüsse Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen

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Titel: Technologie und Vermarktung alternativer Internetanschlüsse