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Die Berliner Mietskaserne unter der faschistischen Hegemonie - Die Mietskaserne - ein förderliches Instrument zur Machtsicherung durch die Nationalsozialisten

Seminararbeit 2000 16 Seiten

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DIE MIETSKASERNE UND DIE NATIONALSOZIALISTEN
1.1 WAS BEDEUTET „MIETSKASERNE“?
1.2 DIE BERLINER MIETSKASERNE IN DER HISTORISCHEN RETROSPEKTIVE
1.3 DIE MIETSKASERNE ALS INSTRUMENT ZUR MACHTSICHERUNG

FAZIT

NACHWORT

LITERATURVERZEICHNIS

Einleitung

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob die Berliner Mietskaserne ein förderliches Instrument zur nationalsozialistischen Machtsicherung darstellte. Signifikant sind dabei der Umgang mit dem Baukörper sowie die totalitären Vorgehensweisen gegenüber den Bewohnern und den daraus resultierenden Folgen.

Der Prolog zum Begriff Mietskaserne soll dem Leser diese Bezeichnung ver- traut machen. Der anschließende Abriss über die Entstehungsgeschichte der Berliner Mietskaserne dient als elementares Grundwissen zum Verständnis des Vorfindens des Baukörpers in diesem Zustand durch die Nationalsozialisten. Abgefasst wird dabei ausschließlich die Periode zwischen 1853 und 1933. Der darauffolgende Hauptteil der Arbeit, ist auf die nachstehenden Lemmas fokus- siert:

Einmarsch der SA-Truppen, Blockleiter, Denunziationen, Gemeinschaftseinrichtungen und Gemeinschaftsveranstaltungen, Pläne zur Sanierung und Stadterneuerung, Gesetzte der Nationalsozialisten für den legitimen Eingriff in die Gebäude-Bestände.

Die Arbeit prüft anhand dieser ausgewählten Inhalte den Stellenwert der Mietskaserne für die Machtsicherung der Nationalsozialisten. Das abschließende Fazit resümiert die essentiellen Resultate des Elaborats und beantwortet die zu Beginn formulierte Frage. Die gezogene Bilanz verleiht der persönliche Meinung Ausdruck und dient nicht zur Generalisation.

Als Quellen- und Grundlagenliteratur sind die Werke von Harald Bodenschatz1 und Adelheid von Saldern2 von primärer Bedeutung.

Die Mietskaserne und die Nationalsozialisten

Im Gegensatz zur nationalen Politik transformierte sich mit der Machtübernahme der NSDAP nicht die Wohnungspolitik. Das weiterhin bestehende System der Mietskasernen bleibt Zielscheibe von Kritik. Das Proletariat und die untere Arbeiterschicht bevölkern nach wie vor die Mietskasernen. Diese gelten als Knotenpunkte des Sozialismus und der Sozialdemokratie.

1.1 Was bedeutet „Mietskaserne“?

Der Begriff Mietskaserne wurde während der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts in Berlin geprägt. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt existiert keine treffende Definition über diese in Berlin auf Basis von Spekulationen entwickelte Bauwei- se. Gemeint sind mehrstöckige Mietshäuser, die durch eine starke Hinterhof- bebauung gekennzeichnet sind. Abgesehen von der kommerziellen Seite legte die Industrialisierung - damit verbunden ein extrem hoher Bevölkerungsanstieg - und der Wandel von der bürgerlichen Stadtentwicklung zum kapitalistischen Städtebau den Grundstein für die Entstehung von Mietskasernen.3 Die Unei- nigkeit über den Begriff Mietskaserne führte zur schnellen Verbreitung dieses Wortes. Bezeichnet wird ein kasernenartiges4 Wohnhaus, indem die Individuali- tät aufgelöst wird. Proletarier und die Arbeiterschicht bewohnten diese Gebäu- de, aus diesem Faktum deduziert sich die Betitelung Arbeitermietskaserne. Der Begriff wertet einen alten Typus Mietshaus ab. Eberstadt5 deskribiert die Miets- kaserne als „ (...) Haustypus, der in Hofwohnungen, Seitenfl ü geln, Quergeb ä u- den eine unterschiedlose Masse von Wohnr ä umen umschlie ß t.“6 Sie gilt als Sinnbild tadelnswerter Wohnverhältnisse.

Unterschieden werden zwei Gattungen von Mietskasernen. Charakterisie- rend für die Mietskaserne der proletarischen Volksschicht ist ein einziger Wohnraum. Innerhalb dieses Zimmers spielte sich die komplette Alltäglichkeit ab. Die Arbeiter der etwas bessergestellten7 Schicht leisteten sich zwei Räume. Einer fungierte als Wohnzimmer, die zweite Räumlichkeit wurde ausschließlich zu festlichen Anlässen benutzt, z.B. zu Weihnachten. Dieses sehr gepflegte „Vorzeigezimmer“ symbolisierte die Distanz zur proletarischen Lebensart und damit die individuelle Reserviertheit gegenüber der Kultur der Armut.

Die Mietskaserne ist nicht zu verwechseln mit der militärischen Institution, die Truppen und Soldaten einquartiert.

1.2 Die Berliner Mietskaserne in der historischen Retrospektive

Im 19. Jahrhundert verweilte die Stadtplanung in den Händen von Beamten. Die private Bautätigkeit wurde ausschließlich unter dem Aspekt der Feuersicherheit überwacht. Mit der ersten Bauordnung8 von 1853 übernahm das Polizeipräsidi- um die Festlegung der Fluchtlinien für neu zu bebauende Straßen und Plätze. Beschränkt wurde die Bebauungsdichte durch keine Regelung. Eine extrem dichte Zubauung mittels Hinterhäuser war der Effekt. Die planerischen Festle- gungen von Fluchtlinien wurde durch den Hobrecht - Plan von 1863 legitimiert. James Hobrecht´s Plan beabsichtigte eine Mindestbreite von 22,00 m für jede neu zu bauende Strasse. Gedacht waren Häuserblöcke von 150 m bis 180 m Länge und 75 m Tiefe. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden drei- bis vier- mal so große Wohnblöcke angesteuert. Das Proletariat beschrieb die quantitativ bedeutendste Schicht Berlins, zwischen 1871 und 1900 stieg die Einwohnerzahl Berlins von 931.000 auf 2,7 Millionen an. Eine Hinterhofbebauung war unver- meidlich. Die Konzession großer Blöcke rechtfertigte Hobrecht mit der Synthese gesellschaftspolitischer Ziele.9 Durch die neue Bauordnung von 1887 wurde die Baulandsnutzung eingeschränkt. Ziel war es, mehr Freifläche zwischen den Gebäuden zu erhalten. Der Fluchtlinienplan und die Bauordnung gestalteten die Basis für den kapitalistischen Wohnungs- und Städtebau. Bis Mitte des 19. Jh. traten die Bauherren synchron als Bodeneigentümer auf. Die neuen Investoren stellten Geschäftsleute dar, deren Interesse ausschließlich eine hochgradige ökonomische Ausbeute war. Hinter den Geschäftsmännern standen Aktienge- sellschaften. Diese Unternehmen besaßen wenig Einschränkungen und kontrol- lierten fortan den Städtebau. Infolge dessen löste der kapitalistische Städtebau die bürgerlich-kontrollierte Stadtentwicklung ab. Seitens der öffentlichen Pla- nung gab es nur wenige Begrenzungen, es kam zur Entstehung von Elendsvier- teln. Somit wurde die Mietskaserne zum Sinnbild katastrophaler Wohnverhält- nisse.

Gebaut wurde um den Stadtkern herum. Werner Hegemann nannte Berlin die „ gr öß te Mietskasernenstadt der Welt10. Die Mietskasernen standen schon vor dem Ersten Weltkrieg unter andauernder Kritik. Im Zentrum dieser Kritik standen die planerischen Voraussetzungen11, die sozialen Umstände12 und die Ästhetik13. Partiell erfuhr das Mietskasernensystem erste Beanstandungen während der Entstehungs- und Bebauungsphase.

Nach dem Ersten Weltkrieg blieben der Baukörper und die Mieter als einzige Ingredienzien vom alten System zurück. Staatsinterventionen beschränkten den Vermieter in seinen Rechten, der Mieter erhielt Kündigungsschutz. Das Reichsmietengesetz14 ordnete eine gesetzliche Miete an. Auf die rechtliche Veränderung folgte keine Besserung der Wohnverhältnisse. Die kriegsbedingte Wohnungsnot befahl den Bau von Baracken und den Ausbau von Dach- und Kellerwohnungen. Die Schuld am neu entstandenen Bild des Elends trägt der Erste Weltkrieg, nicht das System der Mietskasernen. Aufgrund der exorbitan- ten Wohnungsnot galt die Mietskaserne als unverzichtbar. Nicht nur in gesund- heitlicher Hinsicht, auch unter dem sittlichen Aspekt deutete die Situation auf eine Gefährdung für die Gesellschaft hin. Bemühungen um Instandsetzung brachten keine fundamentale Verbesserung. In den 20er Jahren wurde der Wohnungsbau auf staatlicher bzw. kommunaler Ebene subventioniert. Die Großbanken verloren die dominierende Rolle. Ein neues System wurde ge- gründete, die gemeinnützige Wohnungswirtschaft. Ihr Plan bestand in der Kritik am alten System der Mietskasernen und sah eine rechtskräftige Besserstellung der Mieter vor.

Der elendige Zustand blieb bis zum Ende der Weimarer Republik stabil.

1.3 Die Mietskaserne als Instrument zur Machtsicherung

Die Machtübernahme veränderte das Leben in den Mietskasernen abrupt. Zwi- schen Februar und April 1933 stürmten Truppen der SA die Mietskasernenvier- tel. Erstmalig ist sichtbar, dass die Mietskaserne für Nationalsozialisten belang- reich war. Der Reichstagsbrand vom 27.02.1933 löste eine Flut von Verhaftun- gen und Folterungen vieler SPD und KPD-Funktionäre aus, die bei „Nacht- und Nebelaktionen“ aus den Mietskasernen abgeholt wurden. Diese Interventionen stellten erste Vehemenzen zur Unterbindung politischer Antipoden dar. Sie pro- vozierten Einschüchterung in doppelter Hinsicht. Primär konsternierten diese Gewaltaktion die SPD- und KPD-Sympathisanten in den Mietskasernen.15 Der sekundäre Effekt wurde auf die „neutral orientierten“16 Bewohner verübt. Sie distanzierten sich, aus Angst vor persönlichen Attacken seitens der SA- Einheiten, von den Antinationalsozialisten und wurden teilweise zu Opportunis- ten, ergo wurden Interventionen von SA-Truppen stillschweigend geduldet. Die demzufolge sich ausprägende Angst vervielfachte die Ehrfurcht vor der SA.

Ohne Zweifel legten die Scheu vor der SA und Verhaftungen durch sie, das Fundament für die Machtsicherung der NSDAP in den Mietskasernen.17

Im nächsten Schritt wurde den Bewohnern, angesichts der Gleichschaltung der Wohnungsverwaltungen, das Mitbestimmungsrecht in der Hausverwaltung entzogen.18 Die Einwohner unterstanden ab sofort den Dekreten der neube- setzten Wohnungs-Administrationen.19 Eine detaillierte Inspizierung der Bevöl- kerung arrangierten designierte Blockleiter20. Diskrepant zu den oben angeführ- ten aktiven SA-Invasionen, bekleidete der Blockleiter die passive Charge in puncto Expansion der NSDAP-Autorität. Neben seiner Tätigkeit als Denunziant kassierte er die Wohnungsmiete ein und verbreitete NS-Propagandamaterial. Abgesehen vom Radio verschaffte das Agitationsmaterial die zweite Okkasion, faschistische Stimulatoren in die Haushalte zu liefern. Aus Furcht vor Rapporten nahmen die Mieter die Propagandaschriften an. Der Meldezwang wurde einge- führt. Mit diesem Akt erlangte die Abstraktion Mietskaserne 21 an expliziter Be- deutung. Allegorisch ist die Meldepflicht konform mit militärischen Strukturen, analog portraitieren die Bewohner die Soldaten und die Blockleiter sind mit Un- teroffizieren komparabel. Die Entfaltung der Omnipotenz durch die Nationalso- zialisten verlief daher kontinuierlich. Bedeutungsvollste Aufgabe des Blocklei- ters war es, Antinationalsozialisten auszuspionieren, die in den Mietskasernen quantitativ größten Anteil ausmachten. Für jede Wohnung legte der Blockleiter eine Haushaltskartei22 an. Der Staat konnte somit potenziale Informationen über jeden Haushalt erhalten. Die totale Observierung der Bewohner in den Unter- künften ist mit Abstand das progressiv passivste Mittel zur Machtsicherung. Der Blockleiter fungierte als unterstes Glied der staatsüberwachenden Hierarchie.23 Mit der Chance zur Visitation eines jeden Individuums stehen die Türen zur Omnipotenz offen. Die Wirksamkeit des Blockleiters ist aufgrund ungenügender Detailstudien jedoch schwer einzuschätzen.24 Im Hinblick auf die Sicherung der Macht übte der Blockleiter, wie oben argumentiert, eine kontingente Rolle aus.

Die generelle Angst vor Denunziationen prägte das Alltagsleben in den Mietskasernen. Abgesehen von den Anzeigen des Blockleiters, kumulierte sich auch die Furcht vor anonymen Spitzeln aus dem angehörigen Gebäudekom- plex. Reduziert wurde neben dem Freundeskreis auch die Beziehung zu den Nachbarn. Politik stellte selten den Gesprächsgegenstand in Disputationen dar, zu weitreichend war die Furcht mittels Spione denunziert zu werden. Die Angst vor Denunziationen intensivierte die Machtstellung der NSDAP. Von Saldern fasste diesen Zustand zusammen: „ Auch in Siedlungen, in denen Nationalso- zialisten nur eine kleine Minderheit ausmachten, potenzierte sich deren Mach- stellung wegen der Denunziationsm ö glichkeiten um ein Vielfaches.“25 Infolge der Abstinenz politischer Themen in der alltäglichen Interaktion, wurde die Per- spektive auf eine antinationalsozialistische Progression stark paralysiert. Die Denunziationen steuerten zur NSDAP-Hegemonie bei, während sie der Staatsmacht politische Gegenredner und nationalsozialistisch illoyale Personen aushändigten. Der publike Widerstand dezimierte sich.

Zur zweitrangigen Ideologisierung der Einwohner zielten Gemeinschafts- veranstaltungen und Gemeinschaftseinrichtungen ab. Die kollektiven Unter- nehmungen, zum Beispiel gesellige Abende, spekulierten darauf, die Menschen ohne unmittelbare politische Bindung in das nationalsozialistische System zu integrieren. Politische Gegner, Juden und andere Randgruppen26 wurde die Teilnahme verwehrt. Eine, von den bisher angeführten Realisierungen, sich dif- ferenzierende Form der Machtsicherung in den Mietskasernen wurde damit be- absichtigt. Die Zusammenkünfte verfolgten den Endzweck, die Menschen in der Kollektivität mit dem Nationalsozialismus anzuvertrauen. Infolge der direkten Marginalisierung von Randgruppen soll das germanophile und nationalsozialis- tische Bewusstsein gekräftigt werden. Versucht wurde, auf diese Weise den Mietskasernen ein „sauberes“ Image zukommen zu lassen und eine „ Volksge- meinschaft im Kleinen aufzubauen.“27 Das analoge Ziel bezweckten Gemein- schaftseinrichtungen, zum Beispiel die Notküche in Berlin-Lindenhof und die Winterhilfe. Hier wurde über humanitäre Hilfen versucht zu zeigen, dass das Wohl der Einwohner den Nationalsozialisten von hochgradiger Bedeutung war. Den faschistischen Normen deviierende Gruppen, kam die Hilfe nicht zugute. Mit der Zeit gewöhnten sich die Bewohner der Mietskasernen daran, dass die unter ihnen lebenden Juden zunehmend isoliert wurden und hilflos der politischen Willkür ausgesetzt waren. Diese konstituierte Routine bekundete die bereits bestehende Autorität der NSDAP. Die Gewöhnung an das repressive System zeigt die Akzeptanz der Allgewalt.

Angesichts der bislang erläuterten taktischen Bedeutung der Mietskasernen, avancierten zum ersten Mal Pläne zur Sanierung dieser Viertel. Seit der Errich- tung der Quartiere kursierten viele Vorsätze zur Sanierung, relevant verändert hat sich an den Bauwerken dessen ungeachtet nichts. Schuld daran war das finanzielle Manko, dass die Hauseigentümer in den Dezennien vor der Macht- ergreifung Hitlers infolge einer autarken Sanierung getroffen hätte. Die innova- tiven Konzepte basieren auf einer Politik der Arbeitsbeschaffung, allerdings fehlte eine legitime Grundlage. Konzeptionell stand damit die Affirmation der Menschen zum nationalsozialistischen Imperialismus im Mittelpunkt. Die Be- kämpfung der Erwerbslosigkeit wird bei der Wählerschaft jederzeit hoch ge- schätzt und dient durch die Hinwendung zum NS-Regime der Machtsicherung. Fortführend kultiviert die Instandsetzung der Mietskasernen den allgemeinen Lebensstandard. In der Folge fühlen sich die Bewohner in ihren Unterkünften behaglicher und akkulturieren sich der Führung Hitlers. Das Reich besitzt damit simultan eine strikte Observationsmöglichkeit, da Menschen in den Mietska- sernen auf schmalsten Raum lebten. Die Pläne dienen somit evident der Machtsicherung. Das prominenteste Planspiel entstand zwischen 1936 und 1938 unter der Direktion von Dr. Ing. Erich Frank.28 Die Sanierung sollte darin sukzessiv effektuiert werden, die (inoffizielle) Endlösung besteht widersinnlich im kompletten Neuaufbau.29 Angestrebt wird mittels dieses Systems die Behe- bung von Kontroversen zwischen Mieter und Vermieter, ergo wird die Hausge- meinschaft in nationalsozialistischer Gesinnung gestärkt. Antipoden des Sys- tems werden marginalisiert. Das Maxime der Machtsicherung verweilt unter diesem Aspekt in der sich einander gegenseitig akzeptierenden Volksgemein- schaft. Die Gemeinschaft zu respektieren bedeutet dann analog, intolerant den isolierten Mitbewohnern gegenüberzustehen. Eine weitere Konzeption zur „Auf- lockerung“ der Mietskasernenstadt offerierten 1935 Hugenberg und Kohtz.30 Ihre Utopie, das bestehende Mietskasernensystem mittels Hochhäuser zu „ven- tilieren“, erfuhr keine Resonanz. Resultierend kann festgehalten werden, eine reale und repräsentative Sanierung wurde nie ausgeführt. Das Elend und die Not in den Mietskasernen galten infolge des Wohnungsneubaues ab 1933 zwar nicht als behoben, ein agitatorischer Triumph war es durchaus. Nicht zu ignorie- ren ist der permanent gesteigerte Neubau von Mietwohnungen zwischen 1933 und 1937. Mit dem Ausbruch des Krieges war Sanierung kein Thema mehr.

Im Jahr 1936 wurden der Mieterschutz und die Mietfestsetzung rehabilitiert, welche in den letzten Jahren der Weimarer Republik verloren gegangen waren. Mit diesen Dekreten werden die Mieter vor abrupten Kündigungen bewahrt und vor potenzierten Mieterhöhungen behütet. Vermittelt werden soll die Apperzep- tion, der Staat kümmere sich um das Wohlbefinden und um die Sicherheit der Bewohner. Die Impression der Obhut funktionierte psychosozial und spekulierte auf eine Bekräftigung der NSDAP als populistische Partei. Aus dieser Perspek- tive betrachtend fallen Neubelebung und Stabilisierung von Mieterschutz und Mietfestsetzung unter den passiven Teil Machtsicherung. Die Aufgaben der Wohnungsfürsorgegesellschaft Berlin mbH31 gehen ab 1.Januar 1937 an die Wohnungsbaukreditanstalt Berlin über.32 Die Wohnungsfürsorgegesellschaft wird namentlich in „Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin m.b.H“ geändert und erscheint in allen Bezirken Berlins als quantitativ vertretendes Wohnungsgewerbe. Demzufolge erwarb die NSDAP die Inspekti- on der Wohnungsbehörden. Mit der Institutionalisierung der Generalbauinspek- tion als oberste Planungsbehörde Berlins am 30. Januar 1937, traten die Pläne und Konzepte zur Sanierung der Mietskasernen zunehmend in den Hinter- grund. Diese Institution, dessen Vorsitz Albert Speer mit dem Amt des „Gene- ralbauinspektors“ bekleidete, legte ihre Domäne auf die Konzeption eines mo- numentalen Berlins. Gigantische Bauten bezweckten die Dokumentation des Beginns einer neuen Ära.33 An erster Stelle sollten die exorbitanten Intentionen zur Stadterneuerung die Kolossalität der imaginären Reichsstadt Germania be- tonen.34 Die neuartigen Entwürfe implizierten partiell die Destruktion der alten Arbeitermietskasernenstadt. Einwohner von demontagebedrohten Mietskaser- nen mussten umquartiert werden. Infolgedessen wurde die Requirierung von Judenwohnungen beschlossen. Im Unterschied zu den Deutschen wurden den Juden keine Ausweichquartiere angeboten. Dieser Vorgang dokumentiert einen weiteren Akt der Machtsicherung. Mit der „ Entmietung35, der, wie oben ange- führt, bei der „deutschen Bewohnerschaft“ inzwischen Routine beigemessen wird, kennzeichnet die NSDAP, dass ihr das „Wohlbehagen“ der Deutschen das Bedeutsamste sei. Demzufolge vergrößert sich die Identifikation mit dem Reich. Das „Gesetz über die Neugestaltung der deutschen Städte“ vom 4. Oktober 1937 lieferte die juristische Prämisse für die Destruktionskonzeption Berlins. Diskrepant ist, dass hinter dem Begriff Neugestaltung im Konkreten die Demon- tage zu verstehen ist. Das „Reichsleistungsgesetz“ vom 1. September 1939 intensivierte die despotische Autarkie der Nationalsozialisten. Dieses Gesetz legitimierte die Konfiskation von Wohnräumen während des Krieges. Die Bei- den zuletzt angeführten Dekrete offenbaren die zu diesem Moment längst er- folgte Machtsicherung drastisch. Das obige Gesetz von 1937 soll die gesicher- te Macht der errichteten Herrschaft präparieren. Das Reichsleistungsgesetz legalisierte in einem weiteren Schritt die ohnehin willkürlichen Interventionen der NSDAP in den Gebäudebestand. Über den Kündigungsschutz hinaus ist auf dieser Basis die Verweisung jeden Mieters aus seiner Unterkunft realisierbar. Im Hinblick auf den Machtausbau und die damit verbundenen Ziele36, richtete sich dieses Gesetz gegen politische Antipoden und „Nichtarier“ aus. „ Die Er gebnisse der wissenschaftlichen Tierzucht wurden unbek ü mmert auf den Men schen ü bertragen, bei Ma ß nahmen zur „ Gesundung der St ä dte “ war eine Ü berpr ü fung „ guten Menschenmaterials “ vorgesehen, dass nach einer Probezeit als Siedler vor der Stadt „ angesetzt “ werden sollte.“37

Fazit

Die ausgewählten sechs Schwerpunkte charakterisieren einen kausalen Zusammenhang. Sie gestalten den Rahmen der Machtsicherung beginnend mit dem Einmarsch der SA-Truppen und abschließend mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Im folgenden werden die Resultate der behandelten Materie noch einmal resümiert:

Der Einmarsch der SA-Truppen in die Mietskasernenviertel und die damit ver- bundenen Inhaftierungen und Misshandlungen verunsicherten die Einwohner. Stilles Respektieren der SA-Kampagne trat als Effekt auf. Das Engagement des Blockleiters ermöglichte die Verbreitung von Propagandamaterial und die Überwachung der Bewohner. Denunziationen schränkten die Konversationen unter den Einwohnern ein. Durch das Denunzieren wurden der NSDAP politi- sche Feinde ausgehändigt, der offene Protest gegen das Regime wurde zu- nehmend instabiler. Gemeinschaftsveranstaltungen und Gemeinschaftseinrich- tungen unterstützten die Akklimatisierung der Bewohner an den Nationalsozia- lismus ohne direkte politische Integration. Projekte zur Sanierung waren in ers- ter Linie ein propagandistischer Erfolg, als dass sie in der Realität bewerkstelligt wurden. Die genannten Gesetze von 1937 und 1939 heben die Herrschaft auf politischer Ebene hervor und arrangieren einen weiteren Eingriff in den Gebäu- debestand. Auf diese Weise kann die Neugestaltung Berlins absolut nach dem Eigenwillen und den Absichten der Nationalsozialisten vonstatten gehen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 traten die Pläne zur Stadterneuerung in den Hintergrund.

„ Der Krieg ist faktisch der H ö he- wie Endpunkt der nationalsozialistischen Neugestaltung Berlins. “ 38 Simultan ist er Höhe- und Endpunkt der Machtsiche- rung der Nationalsozialisten in den Mietskasernen, wie diese Arbeit aufzeigt. In Anbetracht der gewonnenen Erkenntnisse, kann die anfänglich verfasste Frage- und Problemstellung - Die Mietskaserne - ein f ö rderliches Instrument zur Machtsicherung f ü r die Nationalsozialisten? - affirmiert werden.

Nachwort

Die Sanierungs- und Renovationskonzepte für die Mietskasernen waren von Widersprüchen geprägt. Während Entwürfe zur Sanierung offeriert wurden, demontierten dazu disparate Pläne die Mietskasernenstadt. Beide Absichten unterstützen konsequent die nationalsozialistische Apotheose. Im Sinn des To- talitarismus besaß die Mietskaserne das zweckentsprechende Profil, indem sie eine Vielzahl von Menschen kollektivierte und die Observation arrangierte. Die Stichworte Blockleiter und Denunziationen seinen in dieser Kombination noch einmal erwähnt. Für die nationalsozialistische „Blut und Boden-Ideologie“39 wa- ren die bestehenden Mietskasernenviertel unvorteilhaft. Ihre Intention galt der Urbanisation: „ (...) weg von der Mietskaserne und zurück zur weiträumigen Wohnweise.“40 In Anbetracht dieser Konstellationen stellt sich die Frage, ob die Mietskaserne einen förderlichen oder hemmenden Charakter bezüglich der Machtsicherung bzw. der faschistischen Hegemonie hatte.

Die Arbeit hat anhand der ausgewählten Schwerpunkte versucht aufzuzei- gen, dass die Mietskaserne als bedeutungsvolles Instrument zur Machtsiche- rung galt.

Eingangs bereits mitgeteilt, etikettiert das erarbeitete Resultat die individuel- le Position des Verfassers. Dem Rezipienten steht die Quintessenz der Arbeit zur Diskussion frei. Er kann das Resultat affirmieren, negieren oder auf Grund- lage dieses Elaborats eine neue Fragestellung formulieren und diese diskutie- ren.

Literaturverzeichnis

Bodenschatz, Harald 1987: Platz frei für das neue Berlin! Geschichte der „Stadterneuerung in der größten Mietskasernenstadt der Welt“ seit 1871; Berlin

Bodenschatz, Harald: Wanderungen der Berliner City: Pläne - Wirklichkeiten - Interpretationen. In: Petz, Ursula von; Schmals, Klaus M. (Hg.) )1992: Metropole, Weltstadt, Global City: Neue Formen der Urbanisierung; Dortmund

Br ü cker, Eva 1987: Die Genossenschaftssiedlung „Lindenhof“: Nachbarschaftsstrukturen und ihre Veränderung von der Weimarer Republik Bis in die 50er Jahre; Berlin

Geist, Johannes; K ü rvers, Klaus 1984: Das Berliner Mietshaus: Band 2 1862- 1945; München

Hegemann, Werner 1992 (1930): Das steinerne Berlin. Geschichte der größten Mietskasernenstadt der Welt; Wiesbaden

Pahl-Weber, Elke; Schubert, Dirk: Die Volksgemeinschaft unter dem steilen Dach. In: Schildt, Axel; Sywottek, Arnold: Massenwohnung und Eigenheim: Wohnungsbau und Wohnen in der Großstadt seit dem 1. Weltkrieg; Frankfurt / Main

Saldern, Adelheid von 1995: Häuserleben. Zur Geschichte städtischen Arbeiterwohnens vom Kaiserreich bis heute; Bonn

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1 Bodenschatz, Harald 1987, Platz frei für das neue Berlin! Geschichte der Stadterneuerung in der „größten Mietskasernenstadt der Welt“ seit 1871. Berlin: Transit.

2 Von Saldern, Adelheid 1995, Häuserleben. Zur Geschichte städtischen Arbeiterwohnens vom Kaiserreich bis heute. Bonn: Dietz.

3 Diese Thematik erfährt im nächsten Kapitel mehr Beachtung.

4 Kaserne: Die seit dem Ende des 17. Jh.s. gebräuchliche Bezeichnung für die zur dauernden Unterkunft der Truppen bestimmten Gebäude ist dem gleichbedeutenden frz. c aserna entlehnt. Das Wort bedeutet zunächst „kleiner Raum auf Festungsanlagen für die zur Nachtwache abge- stellten Soldaten“, danach dann allgemeiner „kleines Quartier für Garnisonssoldaten“. Quelle des Wortes ist vulg ä rlat. quaderna (für lat. quaterna) „je vier“ - Stammwort ist lat. quattuor „vier“.

5 Rudolph Eberstadt (1856-1922); Professor für Nationalökonomie an der Universität Berlin; einer der bedeutendsten Kritiker des Systems der Mietskasernen.

6 In: Rudolph Eberstadt. 1907. Die Spekulation im neuzeitlichen St ä dtebau. Jena: S. 70.

7 Bessergestellt, da Distanz zum Proletariat. Die Bewohner gehörten zur Arbeiterklasse, besaßen dennoch die finanziellen Mittel, um sich ein zweites Zimmer zu leisten.

8 Wichtige Punkte in der Bauordnung von 1853: Hintergebäude durften nur errichtet werden wenn eine 2,50m breite Löschzufahrt vorhanden war. Die Höhe der Gebäude wurde auf 11,30m beschränkt, wenn die Straße nicht breiter als 15m war. Die Bauordnung hatte weiterhin das Ziel das spekulative Baugeschehen zu regulieren.

9 Hobrecht wollte die Schichten der Gesellschaft vermischen: “Nicht Abschlie ß ung sondern Durchdringung (...) In der Mietskaserne gehen die Kinder aus den Kellerwohnungen in die Frei schule ü ber den selben Hausflur wie diejenigen des Rats oder Kaufmanns auf dem Weg nach dem Gymnasium “, James Hobrecht zitiert nach Scarpa 1995, 205.

10 In: Hegemann, Werner. 1930/1992. Das steinerne Berlin. Geschichte der gr öß ten Mietskasernenstadt der Welt. Wiesbaden.

11 Kritisiert wurde der Hobrecht-Plan, da er kostspielige Strassen, hohe Bodenpreise und die Entstehung von tiefen Baublöcken zur Folge hatte.

12 Kritisiert wurden neben den allgemeinen Mietverhältnissen, die Gesundheitlichen, die Sittlichen und die Politischen Gefahren. Diese Kritik verstand sich als Warnung.

13 Ziel der war die Absicht zur Umorientierung bei der Neubebauung während der zukünftigen Stadterweiterung.

14 Das Reichsmietengesetz wurde am 24.03.1922 beschlossen und trat am 01.07.1922 in Kraft. Es löste die Höchstmietenregelung vom 09.12.1918 ab.

15 Besonders die Arbeitermietskasernenviertel galten als „rote“ Hochburgen. Von Saldern bezeichnet Berlin-Schöneberg als „rote Insel.“ Vgl. Von Saldern, Häuserleben, S. 229.

16 Gemeint: Menschen, die weder der nationalistischen Ideologie aufgeschlossen waren, noch eine antinationalistische Einstellung hatten.

17 Nicht nur in den Mietskasernen fanden Razzien der SA statt. In anderen Quartieren Berlins wurden ebenfalls Gefangennahmen und Folterungen durchgeführt. Die Aktionen konzentrierten sich aber auf die Mietskasernenviertel, in denen die Arbeiter und das Proletariat lebten.

18 Br ü cker, Eva, 1987: Die Genossenschaftssiedlung „Lindenhof“: Nachbarschaftsstrukturen und ihre Veränderung von der Weimarer Republik bis in die 50er Jahre , Berlin.

19 Mehr zum Thema Wohnungspolitik auf Seite 9.

20 Blockleiter: unterste Stelle des Reichsluftschutzbundes. Ein Block umfasste 40-60 Haushalte.

21 Vgl. Kaserne, Fußnote 4.

22 Darin: Daten über politische Organisiertheit und die Zuverlässigkeit von Person.

23 Rangordnung: Blockleiter, Zellenleiter, Ortsgruppenleiter, Kreisleiter, Gauleiter.

24 Von Saldern, Häuserlleben, S. 232.

25 Ebd. S.234.

26 Randgruppen meint in diesem Zusammenhang, alle für das NS-Regime existierende Antinationalsozialisten und Nichtarier.

27 Ebd. S.237.

28 1939 präsentierte Frank einen detaillierten Vorschlag zur Sanierung des gesamten Berliner Altbaubestandes einschließlich der Mietskasernenviertel. Das Konzept umfasste 11 Bezirke (Vgl. Fußnote 1, S. 126) und gilt als wichtigster Vorläufer des ersten Sanierungsprogramms von 1963.

29 „ Es ist erstrebenswert, die endg ü ltige Sanierung in einer Neubebauung - eventuell erst nach mehreren Jahrzehnten - ausklingen zu lassen. “ Zitiert nach Erich Frank, Vergleich Bodensatz, Platz frei für das neue Berlin, S. 127.

30 Der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei Alfred Hugenberg und der Architekt Otto Kohtz kritisierten das Mietskasernensystem. Sie verwarfen die Idee der Sanierung und der Entkernung aus finanziellen Gründen. Die einzige Lösung für das Problem sahen sie in „deutschen Hochhäusern“. Sie brachten ebenfalls die Distanz zur amerikanischen Bauweise in New York zu Ausdruck (Vgl. Ebd. S. 120).

31 Träger der öffentlichen Wohnungsbaufinanzierung.

32 Hauptaufgabe der Wohnungsbaugesellschaften bestand in der Funktion des Trägers des neuen Wohnungsbaues. Die gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften der Weimarer Republik wurden unter dem NS-Regime gleichgeschaltet und personell umbesetzt.

33 „Der Städte- und Wohnungsbau der Gründerzeit galt als „Spekulationsbau“, der der „Systemzeit“ (Weimarer Republik) als „Baubolschewismus“. In: Pahl-Weber, Elke; Schubert, Dirk: Die Volksgemeinschaft unter dem steilen Dach? In Schildt, Axel; Sywottek, Arnold (Hg.): Massenwohnung und Eigenheim: Wohnungsbau und Wohnen in der Großstadt seit dem 1. Weltkrieg; Frankfurt/Main, New York: Campus, S.306.

34 Die Stadt Berlin sollte nach der Erneuerung durch die Pläne von Albert Speer in Germania umbenannt werden. Beispielhaft ist die Planung der Nord-Süd-Achse von 1939. Vgl. Fußnote 1, S.130 -131; „ Es folgt daraus , dass f ü r die Errichtung der notwendigen gro ß en Neubauten eine neue Stra ß e erbaut werden muss, die nicht nur den Verkehr der Jetztzeit, sondern auch den in Zukunft zu erwartenden, bedeutend verst ä rkten Verkehr bew ä ltigt. “ Speer in der Berliner Morgenpost, 28.01.1938, in Bodenschatz, Harald: Wanderungen der Berliner City: Pläne - Wirklichkeiten- Interpretationen. In: Petz, Ursula von; Schmals, Klaus M. (Hg.) 1992: Metropole, Weltstadt, Global City: Neue Formen der Urbanisierung; Dortmund, S. 329.

35 Von Saldern, Häuserleben, S. 130.

36 Ziel der Vertreibung politischer Antipoden war den politischen Widerstand auf das geringste zu minimieren. Nichtarier gehörten nicht in das Bild eines Nationalsozialistischen Deutschlands. Mit diesem Gesetz wurde die Vertreibung im nationalistischen Sinn legalisiert.

37 Zitiert nach Andreas Walther. In von Petz; Schmals: Metropole, Weltstadt, Global City. S. 308.

38 Vgl. Bodenschatz, Platz frei für das neue Berlin. S.119.

39 In dieser Ideologie waren die Soldaten, die Bauern und das Land das Ideal Nationalsozialistischer Herrschaft. „ Unterschiedlich akzentuiert wurde die Stadt nun als „Sitz des Judentums“ und „Ort des Marxismus“ interpretiert, während das Land und das Bauerntum den „Blutquell des deutschen Volkes“ und damit die Grundlage der Wehrkraft darstellte.“ Zitiert nach Hans F.K. Günther; in von Petz; Schmals: Metropole, Weltstadt, Global City. S. 308.

40 Zitiert nach Friedrich Burgdörfer; in ebd., S. 308.

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Deutsch
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Berliner Mietskaserne Hegemonie Instrument Machtsicherung Nationalsozialisten

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Titel: Die Berliner Mietskaserne unter der faschistischen Hegemonie - Die Mietskaserne - ein förderliches Instrument zur Machtsicherung durch die Nationalsozialisten