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Schloss und Gartenanlage Versailles, ein barockes "Gesamtkunstwerk" als Ausdrucksform absolutistischen Machtanspruch

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 9 Seiten

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe

Bau und Entstehung von Versailles

Die Vorgeschichte

Am Anfang des 17. Jahrhunderts war Versailles nur ein kleines Dorf. 1624 kaufte Ludwig XIII. ein Grundstück, und baute darauf einen Jagdpavillon. 1631 trat der Erzbischof von Paris das Gebiet von Versailles an den König ab. Dieser beauftragte Philibert LeRoy den Pavillon in ein Schlösschen umzubauen. Dieses Schlösschen war die Grundlage für die Errichtung von Versailles, die von Ludwig XIV. befohlen wurde. 1662 nahm der König die Schöpfer des Schlosses Vaux-le-Vicomte Louis LeVau, Charles LeBrun und Andre LeNotre in seine Dienste. Sie sollten für ihn Versailles errichten. Nach dem Tod von Louis leVau, im Jahre 1670, nahm der 30jährige Jules Hardouin-Mansart dessen Platz ein.

Die Entstehung der Gartenanlagen

Das größte Problem bei der Anlage des Parks, war das Wasser. Um es zu lösen, in Marly 257 Pumpen und 14 Schöpfräder errichtet, die das Wasser nach Versailles leiten sollten. Die Anlage der Wasserspiele fiel in die Zuständigkeit zweier Italiener, Vater und Sohn Francini. 1400 Wasserspiele sollten errichtet werden. Dafür wurde der Fluß Bièvre umgeleitet und man zapfte mittels eines Hebewerks die Seine an. Sogar ein Aquädukt sollte errichtet werden, doch nachdem Tausende von Arbeitern an Sumpffieber gestorben waren, wurden die Arbeiten nach etwa einem Kilometer abgebrochen.

Das gesamte Gelände des Jagdschlosses wurde umgestaltet. Auf einem trockengelegten Sumpf entstand ein 100 Hektar großer Park mit Wasserbecken und Kanälen. Es wurde ein Gewächshaus (Orangerie) mit 3000 Sträuchern und Bäumen errichtet. Dort traf der Baumeister Mansart auf eine unerwünschte Senkung im Boden. Doch anstatt diese aufzufüllen baute er auf beiden Seiten der Orangerie Treppen, die als Hundertstufentreppen bekannt sind. Dies erweckte nun den Anschein, als ob nicht eine Laune der Natur, sondern architektonische Planung diese Senkung geformt habe. So vermehrte sich der Ruhm des Sonnenkönigs als grosser Architekt. Für die Jagd legte man einen 6614 Hektar grossen Park an. Zur Unterhaltung wurde auch ein Wildpark angelegt. Planer und Architekt dieser Gartenanlagen, die als bedeutendste Anlage französischen Stils in ganz Europa nachgeahmt wurde, war Andre LeNotre. Der Palast wuchs so immer mehr und als letzter Teil wurde 1710 die Schlosskapelle von Robert de Cotte fertiggestellt. Ludwig XIV kümmerte sich höchstpersönlich um die Bauarbeiten. Er korrigierte ständig die Baupläne und prüfte sogar an der Baustelle, ob alles, bis aufs kleinste Detail, seinen Vorstellungen entsprach.

Das Schloß

Das Schloss besteht aus mehr als 1300 Zimmern und Räumen und fast jeder dieser Räume hat einen Kamin. Der Eingang zum Schloß findet sich rechts im königlichen Hof. Um die beiden Längsseiten des ehemaligen Jagdschlosses wurde ein weiterer Gebäudering mit den Repräsentationsräumen und den Wohnräumen der Thronfolger gebaut.

Beide Gebäude verbindet auf der Breitseite zum Schloßpark hin der Spiegelsaal. Zusätzlich erweiterte man das Schloß um einen Süd- und Nordflügel. Im Südflügel waren die Wohnungen des Hochadels untergebracht, im Nordflügel befanden sich ursprünglich die königlichen Räume. Durch den späteren Anbau der königlichen Kapelle (La Chapelle Royale) und der königlichen Oper (L’Opera Royale) erhielt Versailles seine heutige Form. Im Jahre 1682 lebten mehr als 20000 Leute in Versailles, allein 5000 im Schloß. Die Ställe des Schlosses faßten 200 Kutschen und bis zu 2500 Pferde. Über 36000 Menschen arbeiteten mehr als 50 Jahre an dem Palast.

Inneres

Galéries des Batailles(Schlachtengalerie) - Diese 120 m lange und 13 m breite Galerie zieht sich über die gesamte Länge des Südflügels hin. Rund 14 Jahrhunderte französischer Geschichte werden in den Gemälden wiedergegeben. Ebenfalls säumen 82 von französischen Heerführern Büsten diese Galerie.

Galerie des Glaces(Spiegelsaal) - Der berühmteste Spiegelsaal der Welt hat eine Länge von 73 m und eine Breite von 10 m. Er diente als Durchgangsraum zwischen den Gemächern des Königs und der Königin sowie für die Höflinge zur täglichen Aufwartung. In diesem Saal wurden auch 1871 das Deutsche Reich proklamiert und 1919 der Versailler Vertrag unterschrieben.

Chambre de la Reine( Schlafzimmer der Königin) - In dem für die Gemahlin Ludwig XIV., Maria Theresia von Österreich, eingerichteten Schlafzimmer fanden die Geburten von 19 Prinzen und Prinzessinnen und die Tode von 4 Königinnen erlebt. Hier hielten die jeweiligen Königinnen Privataudienz. Chambre du Roi (Schlafzimmer des Königs) - In diesem ehemaligen Hauptsaal des Jagdschlosses wurde das Schlafzimmer Ludwig XIV. eingerichtet. Hier gab der König morgens und abends seine Audienzen und starb hier auch am 1.9.1715.

Salon d'Apollon (Apollo-Salon) - Der Thronsaal Ludwig XIV. ist dem Gott Apollo gewidmet, was sich unter anderem an den prachtvollen Deckengemälden von Charles de la Fosse (Apollo auf dem Sonnenwagen) zeigt. In diesem Raum findet man über dem Kamin eine Kopie des berühmten Bildes von Ludwig XIV. mit Hermelinmantel.

La Chapelle Royale (Königliche Kapelle) - Die barocke Schloßkapelle war das letzte große Werk des Architekten Jules Hardouin-Mansart. Die Empore mit der hochgezogener korinthischen Kolonnade liegt auf Höhe der Königsgemächer und war ausschließlich der königlichen Familie vorbehalten.

L'Opéra Royale (Königliche Oper) - In nur zweijähriger Bauzeit wurde das Opernhaus von Versailles zur Hochzeit des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie-Antoinette fertiggestellt. Im Inneren der Oper findet man Marmor, Goldbronze und Spiegelwände.

Der Gartenarchitekt Andre LeNotre

Andre LeNotre wurde am 12.3.1613 in Paris geboren. 1630 arbeitete er mit Claude Mollet in einem Garten der Tuilerien. Er besucht auch das Atelier des Malers Vouet. Deshalb wird man später auch sagen, LeNotres Gärten sähen wie Gemäldefolgen aus. 1635 wird LeNotre erster Gärtner beim Bruder des Königs. 1645 arbeitete er in der Gartenanlage der Königin in Fontainebleu. 1656 begann er mit anderen Baumeistern und Architekten das Schloß und den Park in Vaux- le-Vicomte zu bauen. Als der König sah, wie außergewöhnlich dieses Schloß wurde, nahm er den Besitzer in Haft, da er nicht ertragen konnte, dass sein Schloss schöner als sein eigenes wurde. LeNotre und den anderen dort beschäftigten Architekten befahl Ludwig, das kleine Jagdschloß Versailles auszubauen und zu seiner neuen Residenz zu machen. 1662 begannen diese Arbeiten nun, die LeNotre bis zu seiner Pension 1692 beschäftigen sollten.

Seine Zeitgenossen beschreiben ihn als ehrlich und offenherzig. Nach einer Anekdote sollen LeNotre und König Ludwig einmal durch den Park spaziert sein und der Sonnenkönig meinte zu jedem Vorschlag, den der Gartenarchitekt zur Umgestaltung des Schloßparks machte: „Dafür werde ich ihnen 100.000 Livres geben.“ Darauf soll LeNotre erwidert haben: „Ich werde kein Wort mehr sagen, denn wenn das so weitergeht, werde ich der Ruin meiner Majestät sein.“ Am 15.September des Jahres 1700 stirbt LeNotre in seinem Haus in den Tuilerien.

Die Gartenanlagen

Während der Planung wurden das Hauptschloß, die Gärten und auch die beiden Privatschlösser Grand und Petit Trianon als geschlossene Einheit gesehen. Nicht umsonst wird der Schloßpark als das vollendete Beispiel der französischen Gartenbaukunst des 17. Jahrhunderts bezeichnet. Entsprechend dem Ideal des französischen Barocks sind die Wesensmerkmale des Parks symmetrische und unnatürlich zurechtgeschnittene Bäume und Büsche.

Zur Bewässerung dieser ursprünglich über 100 Hektar grossen Parkanlage wurden eigens ein 1,5 km langer Kanal (Grand Canal) und ein kleinerer Querarm (Petit Canal) angelegt. Der Fehlerspielraum des Grand Canal betrug nur 5-8cm, Ingenieure der Akademie der Wissenschaften legten ihn an. Die Bauzeit des Grand Canal betrug 13 Jahre (1667-1680). Zur Zeit von Ludwig XIV. wurden diese Kanäle mit goldenen Gondeln, die der Sonnenkönig von Venedig geschenkt bekommen hatte, befahren.

Von der Steinterrasse vorm Schloss erstrecken sich vier Freiterassen, die sogenannten Parterres, die aus Rasen, Blumen und Buchs- und Formbäumen bestehen:

Parterre du Nord

Dieses Parterre erscheint von unten schräg gegen den Himmel gerichtet. In Vierergruppen sind hier 24 Statuen, die die kosmischen Kräfte symbolisieren, aufgestellt.

Parterre d’Eau

Hier sind zwei Wasserbecken mit 24 Bronzefiguren in einem Kiesbett eingelassen, die die französischen Flüsse veranschaulichen sollen.

Parterre du Midi

Diese Terrasse ist reich mit Blumenornamenten verziert.

Parterre de Latone

Über fünf Marmorbecken wird Latona, Zeus Gattin dargestellt. Auch sind über diesen Becken die Kinder Latonas, Diana und Apollo zu sehen.

Bassin de Neptune

Der Brunnen entstand nach Entwürfen von LeNotre. Neptun und seine Gemahlin bilden auf einer Muschel sitzend den Mittelpunkt des Brunnen. Es wurde in den Jahren 1679 bis 1684 angelegt wurde und von LeNotre und Mansarde geschaffen. 1734 wurden die Bleigruppen geschaffen, die sich heute noch hier befinden, mit ihren Hauptmotiven Neptun und Amphitrite, flankiert rechts vom Gott Ozean und links von Prometeus. Fast 100 Wasserstrahlen schießen aus dem Becken hervor.

Bassin d'Apollon

Dies ist der Hauptpunkt der Ost-West-Achse. Dieses Becken ist 117 m lang und 87 m breit und wurde 1671 errichtet. In der Mitte befindet sich eine Gruppe aus vergoldetem Blei geschaffen, der sogenannte Sonnenwagen. Dieser stellt den Tagesanbruch dar, indem Apollo von vier Pferden gezogen den Sonnenwagen Richtung Himmel fährt. Umgeben ist das ganze von Fabeltieren, wie zum Beispiel den Tritonen, das sind halb Fisch und halb menschlich Begleiter Poseidons.

Kuppelboskett oder Boskett der Königin

Es handelt sich hierbei um eine zierliche, aber hohe Fontäne, die von einer Marmorbalustrade umgeben ist. Aus einer zweiten Balustrade ergießt sich das Wasser ins Becken.

Enkleladosbecken

Hier wird die Szene des Titanen dargestellt wird, der gerade als Strafe des Olymp von Felsbrocken erschlagen wird. Die Höhe dieses Wasserstrahls beträgt ca. 20 m.

Obeliskenbecken

Aus diesen mehr als 100 Wasserduesen bildet sich ein Wasserobelisk, der bis zu 25 m hoch schnellen kann.

Weiterhin gibt es vier Becken, die nach den Jahreszeiten benannt sind: Zum einen Frühlingsbecken und Sommerbecken. Diese beiden Becken liegen genau gegenüber des Winter- und Herbstbeckens.

Das Boskett der Apollobäder, dessen Eingang sich rechts vom Sommerbecken befindet ist eine Art Naturtheater, die Apollobäder darstellend, die von Girardon geschaffen wurden.

Petit Parc

Im Wald des kleinen Parks befinden sich Salone, eine Freilichtbühne, ein Brunnensaal und sogar ein Labyrinth. Die vielen Bosquette (Wäldchen) sind heute noch eine der Attraktionen Versailles. Der Bosquet des sources, den LeNotre geplant hat, ist ein Miniaturpark, der an den Urzustand der Natur zurückerinnern soll. Dieser Park sieht den englischen Gärten sehr ähnlich.

Der Garten als Ausdrucksform von Ludwigs Machtanspruch

Andre LeNotre hatte die Vision, einen Garten, der so groß und so schön, wie kein anderer auf der Welt ist, für seinen König zu errichten. Der französische Garten, insbesondere Versailles, läßt die barocken Herrschaftsverhälnisse erkennen, ebenso wie die französische Kathedrale die des Hochmittelalters. Beide Bauwerke sind Spitzenleistungen der jeweiligen Epoche. In Versailles wurden beispielsweise keine alten Handwerksmethoden mehr angewendet, sondern modernste Vermessungstechnik (Grand Canal). Bei der Planung des Gartens, griff man auf Erfahrungen des Festungsbaus zurück, denn beide Bauwerke sollen den Raum kontrollieren, die Festung durch die Reichweite der Waffen, der Park durch die Reichweite des Blicks.

Der Park sollte vom Schloß komplett zu überblicken sein. Ein wichtiges Merkmal des französischen Gartens ist die Oberflächenbetonung. Das Parterre d’Eau ist ein Beispiel hierfür. In seine Kiesfläche sind Wasserbassins mit sehr niedrigen Einfassungen eingelassen, die einen „königlichen Blick“, also einen allesüberschaubaren Blick ermöglichen.

König Ludwig hatte zwei Ideen, an die sich seine Gartenbauer halten sollten. Die erste war, dass das Schloss als Mittelpunkt erkennbar bleiben sollte. Die zweite war, dass man unbedingt dem Hauptplan, nämlich dem ein Kilometer langen Rechteck treu bleiben sollte. Alle Änderungen am Garten sollten das Gesamtbild des Gartens, nämlich seine Symmetrie, nicht verändern. Um den Eindruck von Weite zu machen, flankierte LeNotre die Haupt- oder Mittelachse der Anlage mit Baumgruppen. Diese Achse betonte so die scheinbar unendliche Linie Schloss - Horizont. Die kleineren Schlösser und Gebäude, Trianon, Petit Trianon und auch das Schloss von Marly sind mit Versailles durch Alleen verbunden.

Die zentrale Figur des Gartens ist Appollo. Allein schon, da das Appollo -Bassin im Mittelpunkt der zentralen Achse steht. Ludwig XIV. verglich sich mit Apollo und den antiken Herrschern, als deren legitimer Nachfolger er sich sah, daher kommt auch sein Beiname, Roi du Soleil (Sonnenkönig).

Der Garten soll mit dem Himmel kommunizieren. Beispiele für dieses „Himmelsstreben“ sind das Parterre du Nord und die Hundertstufentreppen. Sie sind, wenn man am unteren Ende steht, gegen den Himmel gerichtet, die Treppen bezeichnet man sogar als „Himmelsleiter“. In seiner Jugend ist Ludwig sogar einmal in einem Ballett als Appoll aufgetreten, in einem Kostüm, in dem er von den Haaren bis zu den Schuhen mit Sonnensymbolen übersät war.

Ein Herzog, Zeitgenosse Ludwigs, sagte einmal, dass der ganze Garten eine grauenhafte Tyrannei an der Natur sei und übte somit indirekt Kritik daran, dass sein König den Adel entmachten wollte und die absolute Macht über seine Untergebenen haben wollte. Die Parkanlage von Versailles spiegelt auch die barocke Gesellschaft mit ihren strengen höfischen Zeremoniellen und „Kontrollmechanismen“ wieder. Der Mensch fühlt sich auch als klein und

unwichtig, wenn er durch den Garten geht. Doch ist dies nur äußerlich, denn er behauptet dafür um so selbstbewußter seine Fähigkeit, den ins Unendliche ausgeweiteten Raum in Besitz zu nehmen. Dies ist eine entscheidene barocke Botschaft Versailles.

Versailles ist ein Beispiel für den expansiven Drang des Barockzeitalters, die riesige Größe eine grundsätzlich neue, hierarchische Anlage der Wege, Plätze und der anderen Bauwerke. So zeigt sich auch ein grundsätzliches Problem des Barocks, nämlich die Konstruktion von Ordnung. „Mit dieser Neukonzipierung hat Andre LeNotre schon Konzepte des bürgerlichen Zeitalters vorweggenommen“(Scully 1991, S.292ff). Zum Beispiel ist Versailles nachweislich ein Vorbild des Idealplanes der amerikanischen Hauptstadt Washington (um 1790). Sie war mit ihren symmetrischen Achsen ursprünglich als Grundmuster der freiheitlichen Werte Amerikas gedacht.

Thesenpapier

Schloss und Gartenanlage Versailles, ein barockes „Gesamtkunstwerk“ als Ausdrucksform absolutistischen Machtanspruchs

- Versailles ursprünglich Jagdpavillon

- 1662 Auftrag Ludwigs XIV. Versailles zu seiner neuen Residenz zu machen

- über 36000 Arbeiter bauten über 50 Jahre

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Apollo zentrale Figur des Parks ⇒ Ludwig verglich sich mit Apollo (Roi du Soleil)
- Merkmal des französischen Gartens: Oberflächenbetonung
⇒ „königlicher Blick“ (beherrschender, alles überblickender Blick)
- Architekten hielten sich immer an den Hauptplan (Schloß als Mittelpunkt)
- Mittelachse: Horizont - Schloß ⇒ Garten soll mit Himmel kommunizieren
- Strikte Ordnung von Versailles Beispiel für barocke Herrschafts- verhältnisse: König hat absolute Macht über Garten/ Untertanen
- Park spiegelt Gesellschaft mit hö⇒schen Zeremoniellen und „ Kontrollmechanismen“
- In Versailles wirkt Mensch äußerlich klein und unbedeutend, aber Fähigkeit den unendlichen Raum in Besitz zu nehmen wird deutlich
- Grundsätzliches Problem des Barock: Konstruktion von Ordnung

⇒ Mit Versailles verdeutlicht Ludwig XIV. seinen unbedingten, absolutistischen Machtanspruch. Denn allein Versailles Größe schüchter den Betrachter ein und lässt ihn unbedeutend erscheinen.

Details

Seiten
9
Jahr
2000
Dateigröße
347 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v96102
Note
1-
Schlagworte
Versailles

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Titel: Schloss und Gartenanlage Versailles, ein barockes "Gesamtkunstwerk" als Ausdrucksform absolutistischen Machtanspruch