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Benz, Carl Friedrich

Referat / Aufsatz (Schule) 1999 9 Seiten

Biographien

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Biographie von Carl Benz
- Vorfahren, Elternhaus, Studium
- Lehrjahre
- Auf dem Wege zum Unternehmer
- Der Motorenkonstrukteur und Unternehmer
- Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim
- Benz` Schaffen bis zur Jahrhundertwende
- Probleme, Widersprüche und Gegensätze bis 1904
- Die Firma C. Benz Söhne und die letzten Jahre des Lebens von Carl Benz
- Abschluß

1. Einleitung :

Das Automobil. Seit über 100 Jahren unverzichtbarer Bestandteil unserer Zivilisation. Es garantiert Mobilität, Lebensqualität und Lebensfreude. Das Automobil, ein technischer Traum, der Wirklichkeit geworden ist. Und ein Name steht für die Realisierung dieses Traums, wie kaum ein anderer. Karl Benz.

2. Biographie von Carl Benz :

Vorfahren, Elternhaus, Studium :

Am 25. November 1844 wird der Automobilpionier in Mühlburg bei Karlsruhe geboren. Wenige Jahre zuvor waren seine Eltern erst in diese Stadt gezogen. Seine Vorfahren, die seit Generationen das Schmiedehandwerk ausübten, stammten aus dem Schwarzwalddorf Benzenzimmern. Sein Vater war Lokomotivführer.

Die Ehe zwischen Hans Georg Benz und Josephine Vaillant wurde am 16. November 1845 geschlossen, jedoch währte sie nicht lang, denn nicht einmal ein Jahr später, am 21. Juli 1846 starb der Vater von Carl Benz an den Folgen einer Lungenentzündung, die er sich im harten Lokführerdienst zugezogen hatte.

Aus diesem Grund unternahm Josephine Benz alles, um ihren Sohn von der Eisenbahn fernzuhalten. Nach ihren Wünschen sollte er Beamter werden. Mit dieser Zielstellung schickte sie ihn auf das Lyzeum in Karlsruhe, das einen guten Ruf genoß. Doch all das mütterliche Sehnen nützte nichts. Physik und Chemie waren die Lieblingsfächer des Jungen. Carl Benz wurde Assistent des Physiklehrers, liebte Experimente und fotografierte. Er verdiente sich mit dem Entwickeln von Bildern und durch das Reparieren von Uhren nebenbei Geld. Ein von der Mutter extra dafür eingerichtetes Dachstübchen diente ihm als Werkstatt. Am 30.9.1860 bestand Carl Benz seine Aufnahmeprüfung an der ,,Polytechnischen Schule zu Karlsruhe", der späteren Technischen Hochschule. Am 9. Juli 1864 beendete Carl Benz mit Erfolg das Polytechnikum.

Lehrjahre :

Welcher Weg stand dem Absolventen nun offen ? Er mußte sich wie ein Lohnarbeiter bei einem Unternehmer bewerben und anfangen den Arbeitsprozeß zu bewältigen lernen. 12 Stunden mußte Benz im Halbdunkel bohren und feilen. Benz erinnert sich später : ,,Hier lernte ich das Wort - Lehrjahre sind keine Herrenjahre - von der strengsten Seite her kennen" Carl Benz ging von Karlsruhe nach Mannheim, wo er vorübergehend in einer Wagenfabrik Beschäftigung fand. Sein nächster Arbeitsplatz war eine Maschinenfabrik in Pforzheim, in der er vor allem auf dem Gebiet des Brückenbaus Erfahrungen sammelte. Er blieb bis 1871 in dieser Firma.

Auf dem Wege zum Unternehmer :

Die Jahre 1870 / 71 wurden für Carl Benz ereignisreich und folgenschwer. Im März 1870 war seine Mutter, die wichtigste Stütze in seinem Leben, verstorben. An ihre Stelle trat nun seine Braut Berta Ringer, die er am 20. Juli 1872 heiratete.

Weil Benz nicht genügend eigene Mittel hatte schloß er sich mit dem ,,Mechanikus" August Ritter zusammen und gründet in diesem Haus in Mannheim, der später Weltbekannten Adresse: T6 111, zusammen mit seinem Partner eine mechanische Werkstätte. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens2 bleibt zunächst allerdings aus, weswegen es auch bald zu Streitigkeiten kam. Carl Benz zahlte seinen Kompagnon mit Hilfe des Vermögens seiner Braut aus. Am 1. August 1872 wurde so die Firma in ,,Carl Benz, Mannheim, T6 11, Eisengießerei und mechanische Werkstätte" umbenannt.

Im Jahre 1877 wurde die Situation für Carl Benz prekär, es kam der Höhepunkt der Krise. Er konnte einer Schuldverpflichtung in Höhe von 2568 Mark nicht nachkommen. Die drohende Katastrophe konnte noch durch die Hypothekenbank aufgehalten werden, denn sie verhinderte die Versteigerung des Anwesens, jedoch das Inventar kam unter den Hammer.

Berta Benz erinnert sich später: "Wegen einer Schuld von 2000 Mark wurden 1877 meinem Mann alle Drehbänke gepfändet und weggeholt. Es blieb ihm keine einzige Bohrmaschine mehr. Er mußte, wenn er bohren wollte, mit der Brustleier arbeiten."

In dieser Situation wandte sich Carl Benz von seinem traditionellen Produktionsprogramm ab. Er konzentrierte sich jetzt auf die Konstruktion von Motoren, die im Konkurrenzkampf überall dringend benötigt wurden.

Der Motorenkonstrukteur und Unternehmer :

Am 4. August 1877 erhielt Nicolaus August Otto das deutsche Patent, welches ihm die Rechte für die moderne Motorentechnik, dem Viertaktprinzip, sicherte. Aus diesem Grund wandte sich Benz erfolgreich dem Zweitaktmotor zu. Er schaffte den Einstieg in die Motorentechnik in nur 2 Jahren.

In seinen Erinnerungen schreibt er über die Silvesternacht des Jahres 1879: ,,Nach dem Nachtessen sagte meine Frau: Wir müssen doch einmal hinüber in die Werkstätte und unser Glück versuchen. In mir lockt etwas und läßt keine Ruhe. Und wieder stehen wir vor einem großen schwer enträtselbaren Geheimnis. Mit starken Schlägen pocht das Herz. Ich drehe an. Tät, tät, tät antwortete die Maschine. In schönem regelmäßigem Rhythmus lösen die Takte der Zukunftsmusik einander ab. Was keine Zauberflöte der Welt zuwege gebracht hat, das vermag jetzt der Zweitakter. Je länger er singt, desto mehr zaubert er die drückend harten Sorgen vom Herzen ...

Auf einmal fingen auch die Glocken zu läuten an. Silvesterglocken ! Uns war's, als läuteten sie nicht nur ein neues Jahr, sondern eine neue Zeit ein, jene Zeit, die vom Motor den neuen Paukenschlag empfangen sollte."

Benz arbeitete weiter an seinem Motor. Und er wußte um die Qualität des Ottoschen Viertakters. Er sah dessen Stärken, aber auch dessen Schwächen. Er wollte bei seiner kleinen Gasmaschine bleiben, wobei er daran dachte, damit eines Tages auch Fahrzeuge antreiben zu können. Dazu mußte sie aber noch sehr vereinfacht werden.

Dies tat er und beantragte am 11. Juni 1881 ein Deutsches Reichspatent, jedoch waren ihm die Patentgötter nicht hold und lehnten ab. Aber Benz gab nicht auf. In seiner Werkstatt experimentierte und arbeitete er mit seiner aus sechs Arbeitern bestehenden Belegschaft unermüdlich weiter. Seine Werkstatt trug nun auch schon den stolzen Namen ,,Mannheimer Gasmotorenfabrik". Nach neuen Verbesserungen am Motor gaben auch bald die Patentämter ihren Segen.

Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten wurden er und sein stiller Teilhaber Bühler von dem mit Benz zusammenarbeitendem Bankhaus überzeugt von der Notwendigkeit der Gründung einer Aktiengesellschaft. So wurde am 18. Oktober 1882 die ,,Gasmotorenfabrik in Mannheim" gebildet, die sich neun Aktionäre teilten.

Jedoch wurde er vom Aufsichtsrat nur bedrängt und in der Verwirklichung seiner technischen Ideen behindert. Carl Benz entschied sich aus dem Unternehmen auszuscheiden, mußte aber, ob er wollte oder nicht, wieder Unternehmer werden, um weiterhin schöpferisch wirken zu können.

Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim :

In Max Rose und Friedrich Wilhelm Eßlinger findet Karl Benz schließlich die für seine Gedankengänge geeigneten Partner und kann sich jetzt wieder mit voller Kraft seinen Erfindungen widmen. Mit diesen zusammen gründete Carl Benz die Firma ,,Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim" am 1. Oktober 1883 als offene

Handelsgesellschaft, die am 1. Dezember des gleichen Jahres beim Amtsgericht Mannheim eingetragen wurde. Er selbst sagte später: ,,Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Irdischem zuteil. Herr Rose war entzückt von meinen reellen Größen - den Zweitaktmotoren. In Bezug auf meine imaginären Größen aber sollte ich mich vorerst noch in der Geduld üben. Wohl wurde von vornherein der Bau von Motorwagen in das Programm der neuen Firma aufgenommen ..." Jedoch wurde dies anfangs von seinen Partnern nicht ernst genug genommen, weil diese sich vorrangig um den ,,Bau von Benzmotoren als ortsfeste Kraftquelle" konzentrierten. Aber die Idee ein Automobil zu bauen, nimmt Karl Benz in den folgenden Jahren immer mehr gefangen. Zunächst entwickelt er eine neuartige elektrische Induktionszündung, eine Erfindung, die sich immer mehr gegen die bislang übliche ungesteuerte Glüh-Rohr-Zündung durchsetzen sollte. Dieses von Karl Benz vor über 100 Jahren entwickelt Prinzip bildet noch immer die Grundlage für moderne Zündungssysteme.

Eine gewaltige Herausforderung, die er später in seiner Autobiographie so beschreibt :

,,In der Konstruktionsmappe lagen die Zeichnungen für jedes Zahnrad, für jede Schraube, Kette und Riemenscheibe, und trotzdem gebärdete sich manches Stück in der Praxis anders, als der Konstrukteur vom Standpunkt der Berechnung erwartet hatte. Gerade bei solchen Widerwertigkeiten zeigte es sich, wie gut es war, daß ich harte Jahre hindurch, zäh am Schraubstock und der Drehbank ausgehalten hatte... So sicher der Theoretiker glaubte den Stift geführt zu haben, immer wieder wurde doch das letzte Wort von der Praxis gesprochen."

Im Jahre 1886 fiel das Viertaktpatent von Nikolaus Otto und so begann Benz mit der Entwicklung eines Viertaktmotors.

Das Benz´sche Konstruktionsprinzip sollte sich grundlegend von dem der anderen Autopioniere unterscheiden : Er will Motor und Fahrgestell als Einheit bauen und nicht nur eine vorhandene Kutsche mit einem neuartigen Antrieb versehen. Die Zielstrebigkeit von Carl Benz dies umzusetzen führt schließlich zu dem, was allgemein als die Geburtsstunde des Automobils gilt. Er schrieb später zurückblickend auf diese bahnbrechende Erfindung:

,,Die Hauptsache für den Wagen war natürlich der Motor, den ich einzylindrig mit besonderer Sorgfalt herstellte und als liegenden Motor anordnete. Eine Tourenzahl von 250 Touren pro Minute erschien mir genügend, ja sogar sehr viel, und ich konnte feststellen, daß dieser Motor etwa2 /3 Pferdestärke ergab."

Für sein Automobil erfand er neben dem Motor auch die elektrische Zündung, die Kupplung, den Vergaser, den Kühler mit Wasser und eine Art Gangschaltung. Der Wagen fuhr auf Speichenrädern mit Vollgummireifen und Probleme mit der Lenkung des Wagens umging Benz zunächst durch eine dreirädrige Konstruktion. Schwierig gestaltete sich auch die Spurlage der Räder in Kurven, denn das kurveninnere Rad läuft langsamer als das kurvenäußere. Für die Antriebsräder erfand Benz daher das Ausgleichsgetriebe (Differential).

Er meldet am 29. Januar 1886 sein Fahrzeug mit Gasmotor beim kaiserlichen Patentamt an. Auch die Öffentlichkeit beginnt den Konstrukteur wahrzunehmen. So schreibt der Mannheimer Generalanzeiger am 5. September 1886 :

,,Wir sahen das erste Vehikel im Stehen und sahen es bereits vor Monaten in Betrieb. Schon bei dem ersten Versuch wurde uns die Gewissheit, daß durch die Benz´sche Erfindung ein Problem gelöst sei Mittels elemtarer Kraft einen Straßenwagen herzustellen. Wir glauben, daß dieses Fahrwerk eine gute Zukunft haben wird, weil es bei möglichster Schnelligkeit das billigste Beförderungsungsmittel für Geschäftsreisende, eventuell auch für Touristen werden wird."

Der wirtschaftliche Durchbruch des Patent-Motorwagens stellt sich fraglich dennoch nicht ein. Karl Benz erinnert sich : ,,Überall in Stadt und Land wurde der Kraftwagen zum sensationellen Ereignis, aber ein Käufer fand sich nirgends im weiten deutschen Vaterland ... Es glaubte in der damaligen Zeit niemand, daß es jemals einem Menschen einfallen werde, statt des vornehmen Pferdefuhrwerkes solch ein unzuverlässiges, armseliges, puffendes und ratterndes eisernes Fahrzeug zu benutzen."

Dies war nicht verwunderlich, denn der Patent-Motor-Wagen war technisch noch nicht ausgereift. Aus diesem Grund stürzte sich Carl Benz voller Energie auf die Verbesserung seines Motorwagens. Seine Teilhaber Rose und Eßlinger waren vom technischen und wirtschaftlichen Erfolg des Automobils nicht überzeugt und versuchten Benz aufzuhalten. Der steigerte trotz alledem die Leistung seines Motors auf 3 PS. Von 1886 bis 1888 erhielt er vier weitere Deutsche Reichspatente für seinen Wagen.

Ein ernst zunehmendes Hindernis in der Gestalt der Polizei stellte sich ihm, als er gedachte sein Fahrzeug auch im Straßenverkehr vorzuführen. Es wurden ihm Stadtfahrten in Mannheim erlaubt, über die Stadtgrenze hinaus war der Verkehr jedoch verboten.

Als der Erfinder zu resignieren droht, greift wieder einmal seine Frau Berta ein. Eines morgens im August 1888, fahren sie und ihre beiden ältesten Söhne mit einem Fahrzeug, ohne Wissen ihres Mannes, zu ihrer Mutter nach Pforzheim. In der Stadtapotheke Wiesloch faßt sie Treibstoff nach, die erste Tankstelle der Welt ist entstanden. Aber auch nach dieser spektakulären Aktion dauert es noch einige Zeit bis die Absatzzahlen von Benz & Co. steigen. In Friedrich von Fischer und Julius Ganß findet Benz schließlich neue Partner, die die skeptisch gewordenen Vorgänger in der Geschäftsleitung ablösen. Mit neuem Schwung macht sich Benz daran, seine Konstruktion zu verbessern. Er strebte nunmehr den Vierrad- wagen an, denn die Unvollkommenheit des Dreirades machte sich immer stärker bemerkbar. Das Kaiserliche DRP Nr. 73 515 vom 28.2. 1893 patentierte die ,,Vierrad- steuerrung". Benz nannte seinen ersten Wagen mit Achsschenkelsteuerung ,,Victoria"

Benz` Schaffen bis zur Jahrhundertwende :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur selben Zeit, als Henry Ford noch an seinem ersten Modell experimentierte, begann man in Mannheim schon mit dem planmäßigem Bau eines Serienfahrzeuges, welches insgesamt dem Typ Victoria zu Grunde lag, jedoch leichter und billiger war. Benz nannte es ,,Velo3 " Benz-Velo, mit 1,5 PS für nur 2000 Mark

Der Bau des Velo erwies sich in kaufmännischer Beziehung als ein äußert glücklicher Griff, denn es fand einen sehr guten Absatz und trug viel dazu bei, den neuen ,,Sport" populär zu machen.

Ziemlich spät, erst 1896 entwarf Carl Benz einen Zweizylindermotor, der 9 PS leistete. Bis Ende 1899 wurden insgesamt über 2000 Wagen gebaut und ein gut ausgebautes Verkaufsnetz mit Vertretungen auf der ganzen Welt aufgebaut. Jedoch begann Benz Rückschläge neuer Art kennenzulernen, denn andere Autotypen schienen in einigen Details überlegen. Nach 1900 wurde der Motor allgemein über der Vorderachse angeordnet, der 1899 von Renault entwickelte Kardanantrieb ermöglichte eine günstigere Kraftübertragung auf die Hinterachse, die Motoren wurden leichter und stärker. Am 8. Mai 1899 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie trug fortan den Namen ,,Benz & Cie, Rheinische Gasmotorenfabrik AG Mannheim". Dem wirtschaftlichen Erfolg der Firma folgt die Krise. Zwischen 1900 und 1902 geht der Absatz der Mannheimer um zwei Drittel zurück. Zulange haben es Benz und seine Partner versäumt auf den Markt zu reagieren. Die Daimler-Motoren- Gesellschaft hat mit ihren innovativen Mercedes-Fahrzeugen die Badener längst hinter sich gelassen.

Probleme, Widersprüche und Gegensätze bis 1904 :

Die schlechte Geschäftslage führt zu Auseinandersetzungen um die künftige Modell- und Firmenpolitik. 21.04.1903 verläßt Karl Benz verärgert den Vorstand von "Benz & Cie" und zieht sich nach Ladenburg zurück. Jedoch nimmt er ab 1904 als Aufsichtsrat auch wieder am Geschehen bei "Benz & Cie" in Mannheim teil.

Die Firma C. Benz Söhne und die letzten Jahre des Lebens von Carl Benz :

Zusammen mit seinen Söhnen gründete er 1906 eine neue Automobilfirma unter der Bezeichnung ,,C. Benz Söhne, Ladenburg", die 1912 in den Alleinbesitz seiner Söhne Eugen und Richard überging. Als Autoproduzent konnte sich dieses letzte Benzsche Familienunternehmen aber nicht mehr halten. Es mußte sich ab 1919 auf die Produktion von einigen Kraftfahrzeugbestandteilen beschränken. Dieses Haus in Ladenburg wird sein Alters- und Ruhesitz. Heute beherbergt es die Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung. Nach dem langen und harten Winter 1928/29 fesselte ihn ein Bronchialkatarrh ans Bett und am 4. April 1929 schließlich verstarb Carl Benz im Alter von 84 Jahren. Auf dem Ladenburger Friedhof fand der große Erfinder seine letzte Ruhestätte und es endete die "Lebensfahrt eines deutschen Erfinders", wie Benz seine Memoiren auch nannte.

Im Jahre 1926, 3 Jahre vor seinem Tod war es zu der Fusion gekommen, die die beiden bedeutendsten Automobilfirmen Deutschlands zusammengeführt hat und die die Keimzelle für einen der wichtigsten Technologiekonzerne unserer Tage bilden sollte, der ,,Daimler-Benz AG". Doch nach der Fusion zwischen Daimler-Benz und Chrysler zu DaimlerChrysler im letzten Jahr wurde laut einem Bericht der AutoBild der Name ,,Benz" ,,wegamputiert", was das Vergessen dieses bedeutenden Automobilpioniers zur Folge haben könnte.

Abschluß :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dem Techniker Carl Benz wurden in seinem Leben, völlig zurecht, viele Ehrungen zuteil. Am 25.11.1914 verlieh ihm ,,seine" Technische Hochschule Karlsruhe den Dr.-Ing. eh .

Im Gegensatz zu anderen Technikpionieren, erlebte Carl Benz noch die Verwirklichung seines Lebenstraums, den Durchbruch des Automobils. Sein fester Glaube an die Machbarkeit, sein unermüdlicher Fleiß und sein Mut waren bestimmend für seine Fähigkeit Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Dem Traum vom Fahren !!!

[...]


1 in der Altstadt von Mannheim gibt es seit der Gründung 1606 keine Straßennamen, sondern nur eine Straßenbezeichnung nach Planquadraten mit Buchstaben und Zahlen, wozu als zweite Zahl die Hausnummer kommt => T6,11

2,,Carl Benz und August Ritter, Mechanische Werkstätten"

3 Abkürzung von Veloziped

Details

Seiten
9
Jahr
1999
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v95664
Note
Schlagworte
Benz Carl Friedrich

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Titel: Benz, Carl Friedrich