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Der marxistische Revolutionsbegriff in der Theorie von Marx und Engels und bei Lenin und Luxemburg

Seminararbeit 1996 20 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung

B. I. Vorgehensweise von Marx
1. Analyse der bürgerlichen Gesellschaft
2. Der historische Materialismus
a) Basis Überbau
b) Widerspruch Produktivkräfte Produktionsverhältnisse
II. Revolutionsbegriff
1. Bedeutung der industriellen Revolution
2. Zu Verschwörungen und der Rolle der Kommunisten
3. Minoritätenrevolution ?
4. Die bürgerliche Revolution als Voraussetzung der proletarischen
5. Krise
6. Internationaler Charakter der Revolution
7. Die Besonderheit der proletarischen Revolution
III. Revolution bei Luxemburg und Lenin
1. Rosa Luxemburg: Revolution als Massenbewegung
2. W.I. Lenin: Revolution als Beruf

C. ZUSAMMENFASSUNG

D. Literaturverzeichnis

A. EINLEITUNG

Für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und für das 20. Jahrhundert war kein Revolutionsbegriff wichtiger als der auf die Theorien von Marx und Engels beruhende marxistische. Die europäische und internationale organisierte Arbeiterbewegung hat das Gedankengut größtenteils begeistert aufgenommen und weiterentwickelt. Hierbei möchte ich vor allem Rosa Luxemburg und Wladimir I. Lenin hervorheben, die zur Entwicklung der sozialen Bewegungen ihrer Länder Entscheidendes beigetragen haben. Die unter Lenins Leitung durchgeführte russische Oktoberrevolution hatte dramatische Folgen für die Weltgeschichte dieses Jahrhunderts.

Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich untersuchen, unter welchen Bedingungen es nach Marx und Engels zu einer Revolution kommt und wer daran beteiligt ist. Hierauf liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit. Zunächst werde ich die Marxsche Vorgehensweise und sein philosophisches Modell des historischen Materialismus erläutern, um dann in Kapitel II (anlehnend an Kurt Lenk1 ) die Grundbedingungen für eine Revolution nach Marx und Engels aufzuzeigen.

In Kapitel III gehe ich zunächst auf den Revolutionsbegriff Luxemburgs und dann auf den Lenins ein. Dabei soll gezeigt werden, wie sie die Ideen von Marx und Engels weiterentwickelten, und wo sie ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Mein besonderes Augenmerk möchte ich dabei auch darauf richten, an welchen Stellen ihre Theorien von der Marxschen abwichen.

B.

I. Vorgehensweise von Marx

1. Analyse der bürgerlichen Gesellschaft

Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung des Marxschen Revolutionsbegriffes ist es wichtig, nicht zu erwarten, unter Marx' und Engels Werken Bücher oder Kapitel zu finden, in denen sie explizit eine Theorie der Revolution aufstellen. An keiner Stelle steht so etwas wie ein Programm oder eine Anleitung zur "Weltrevolution in 5 Tagen". Wer so ein Programm erwartet, wir entäuscht sein und hat der Vorgehensweise von Marx zu wenig Beachtung geschenkt.

Marx unterzieht die bürgerliche Gesellschaft einer Analyse und versucht, eine Theorie der bürgerlichen Gesellschaft aufzustellen, die aber zugleich eine Theorie der Auflösung derselben zu sein beansprucht:

"Marx versucht, aus der inneren Organisation der bürgerlichen Gesellschaft Tendenzen herzuleiten, die notwendig dazu führen müssen, daßdiese Gesellschaft Potenzen freisetzt, die sich gegen ihre historisch bestimmte Form richten und darauf drängen, eine andersartige, sozialistische Gesellschaftsordnung zu realisieren."2

Es liegt keine explizite Revolutionstheorie vor, sondern die Revolution ist ein Moment, das einer Gesellschaft innewohnt und nur durch sie erklärbar ist. Wie die Umwandlung einer Gesellschaft in eine andere konkret vor sich gehen kann, läßt der uneindeutige und ungeschlossene Revolutionsbegriff bei Marx relativ offen. Deshalb war es auch im Jahrhundert nach Marx für verschiedene Teile der marxistische Arbeiterbewegung möglich, unter Berufung auf verschiedene Stellen seines Werkes zu konträren Positionen und Vorgehensweisen zu gelangen.3

Marx und Engels beschäftigten sich insbesondere mit der Struktur bestimmter Gesellschaftsformen und ihrer geschichtlichen Entwicklung. Um sich ihrem Revolutionsbegriff zu nähern, sollte zunächst auf den Begriff des historischen Materialismus eingegangen werden.

2. Der historische Materialismus

a) Basis Überbau

Im Vorwort zur "Kritik der Politischen Ökonomie" charakterisiert Marx das Wesen der materialistischen Geschichtsauffassung. Er gibt in ihr die klassische Definition des historischen Materialismus.

"In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur einer Gesellschaft, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeßüberhaupt. Es ist nicht das Bewußtsein des Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt."4

Die Basis einer Gesellschaft sind die Produktionsvehältnisse. Von dieser Basis ist alles abzuleiten, auf sie erhebt sich der gesamte Überbau an Ideen, Rechtsverhältnissen, Staatsformen. Durch Untersuchung der Basis meint Marx den Ursprung, die Entwicklung und den Untergang einer bestimmten ökonomischen Gesellschaftsformation ableiten zu können. Wie auch aus dem letzten Satz des Marx-Zitats hervorgeht, können Revolutionen nach diesem Verständnis nicht durch eine geistige Entwicklung der Menschen, daßheißt durch Ideen hervorgebracht werden: Ideen an sich können überhaupt nichts ausführen, sie können keinen Zustand beseitigen.5 Es gibt keine "Revolution der Geister": Revolutionen entstehen aus bestimmten Formen gesellschaftlichen Seins.

b) Widerspruch Produktivkräfte Produktionsverhältnisse

Unter welchen Bedingungen in der Entwicklung der Basis kann es aber nun zu einer Revolution kommen? Marx schreibt:

"Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein."6

Der Konflikt zwischen Produktivkräften und Produktionsweise ist nicht einer, der nur in den Köpfen der Menschen besteht, sondern ein tatsächlicher, der vom Wollen der Menschen unabhängig ist.7 Das Ausbrechen einer Revolution hängt also von der Entwicklung der Produktionsweise und der Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte ab. Die zwei Entwicklungen spitzen sich zu einem Antagonismus zu. Der Gesellschaft ist aber die Lösung des Widerspruches immanent; die Lösung ist die Revolution, aus der neue Produktionsverhältnisse hervorgehen und eine neue Gesellschaft schaffen. Marx drückt das so aus: "Mit Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um."8

II. Revolutionsbegriff

1. Bedeutung der industriellen Revolution

Als wichtigste Änderung der Produktionsverhältnisse ihrer Zeit benennen Marx und Engels die sogenannte industrielle Revolution. Friedrich Engels erklärt:

"An die Stelle des Spinnrads, des Handwebstuhls, des Schmiedehammers trat die Spinnmaschine, der mechanische Webstuhl, der Dampfhammer; an die Stelle der Einzelwerkstatt, die das Zusammenwirken von Hunderten und Tausenden gebietende Fabrik. Und wie die Produktionsmittel, so verwandelte sich die Produktion selbst aus einer Reihe von Einzelhandlungen in eine Reihe gesellschaftlicher Akte und die Produkte aus Produkten einzelner in gesellschaftliche Produkte."9

Die Industrialisierung bewirkte, daßsich die Art der Produktion veränderte und damit auch - aus der Perspektive der Menschen - die Art der Arbeit. Aus der Einzelproduktion wurde gesellschaftliche Produktion. Durch Änderung der ökonomischen Grundlage veränderten sich die menschlichen Lebensbedingungen. Im Verlauf des späten 18. und 19. Jahrhunderts entstanden dadurch zwei Klassen: Das Proletariat und die Bourgeoisie. Marx führt aus:

"Der moderne Arbeiter, der Proletarier, ist ein Produkt der großen industriellen Revolution, welche namentlich in den letzten hundert Jahren in allen zivilisierten Ländern die ganze Produktionsweise, zuerst der Industrie und nachher auch des Ackerbaus, total umgewälzt hat und infolge deren an der Produktion nur noch zwei Klassen beteiligt sind: die der Kapitalisten, welche sich in Besitz der Arbeitshülfsmittel, der Rohmaterialien und der Lebensmittel befinden, und die der Arbeiter, welche weder Arbeitshülfsmittel noch Rohmaterialien, noch Lebensmittel besitzen, sonden sich diese letzteren mit ihrer Arbeit von den Kapitalisten erst erkaufen müssen."10

Die industrielle Revolution war also nach Marx und Engels der entscheidene Grund zur Bildung einer neuen Gesellschaftsstruktur mit neuen Schichten, die sie Klassen nennen. Die Klassen stehen sich ihrer Meinung nach in einem Klassengegensatz gegenüber. Wie kommt es aber von diesem Klassengegensatz zu einer Revolution?

2. Zur Verschwörungen und der Rolle der Kommunisten

"Die Kommunisten wissen zu gut, daßalle Verschwörungen nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich sind. Sie wissen zu gut, daßRevolutionen nicht absichlich und willkürlich gemacht werden, sondern daßsie überall und zu jeder Zeit die notwendige Folge von Umständen waren, welche von dem Willen und der Leitung einzelner Parteien und ganzer Klassen durchaus unabhängig sind."11

Marx und Engels haben sich immer stark gegen Geheimbünde und konspirative Organisationen ausgesprochen, für deren Bildung unter anderen die Bakunisten12 waren. Es ist unmöglich, eine Revolution einfach zu machen, daßheißt, eine revolutionäre Situation herzustellen. Grundlage einer Revolution sind die ökonomischen Verhältnisse. Der Klassengegensatz läßt sich nicht durch Verschwörungen oder reines Ausrufen der Revolution so zuspitzen, daßes dadurch tatsächlich zu einer Revolution kommen könnte. Marx und Engels sehen ihre Rolle darin, sich wissenschaftlich mit den ökonomischen Strukturen von Gesellschaften auseinanderzusetzen. Sie und die Kommunisten sollen die Ergebnisse ihrer Analyse den Arbeitern zugänglich machen und jene aufklären.13 Der moderne Sozialismus ist daher lediglich der Gedankenreflex des Konfliktes zwischen Produktionsweise und Produktivkräften und seine Rückspiegelung in den Köpfen der Betroffenen, der Arbeiterklasse, so Friedrich Engels.14

3. Minoritätenrevolution ?

Es kann erst zu dem Zeitpunkt zu einer proletarischen Revolution kommen, wenn das Proletariat die Mehrheit der Gesellschaft ausmacht. Eine Revolution durch eine Minorität ist unmöglich:

"Die Zeit der Überrumpelungen, der von kleinen bewußten Minoritäten an der Spitze bewußtloser Massen durchgeführten Revolutionen ist vorbei. Wo es sich um eine vollständige Umgestaltung der gesellschaftlichen Organisation handelt, da müssen die Massen selbst mit dabei sein, selbst schon begriffen haben, worum es sich handelt, für was sie mit Leib und Leben eintreten."15

Dieser Verweis auf die Anzahl der revolutionären Subjekte paßt in die Konzeption des historischen Materialismus: Erst wenn sich die Produktionsweise so weit entwickelt hat, daßviele Menschen in der industriellen Produktion gebraucht werden, wird das Proletariat als Klasse großgenug sein, um durch eine Revolution die Klassengegensätze aufzuheben.16

4. Die bürgerliche Revolution als Voraussetzung der proletarischen

Zu Marx und Engels Lebenszeit waren die verschiedenen Länder in Europa - im Sinne des historischen Materialismus - an unterschiedlichen Stufen ihrer gesellschaftlichen Entwicklung. In England und Frankreich hatte die Bourgeoisie bereits ihre Ansprüche geltend gemacht und die feudalen Machtstrukturen zurückgedrängt durch bürgerliche Revolutionen. In Deutschland sah die Situation anders aus: In Folge des bürgerlichen Aufbegehrens gegen die Macht des Adels kam es zur nationalen Vereinigung, nicht aber zu größeren politischen Freiheiten des Bürgertums. Trotzdem gab es aber im feudalen Deutschland schon eine große Arbeiterschaft, die unter ihren Arbeitsbedingungen zu leiden hatte. Marx und Engels waren der Meinung, daßes vor der proletarischen Revolution notwendigerweise eine bürgerliche Revolution geben müsse, in der die Bourgeoisie die feudalen Stände und die absolute Monarchie entmachten würde.

"Sie (die Arbeiter, A.d.V.) wissen, daßihr eigener Kampf mit der Bourgeoisie erst anbrechen kann an dem Tag, wo die Bourgeoisie gesiegt hat."17

Welche Rolle aber sollen die Arbeiter in der noch zu vollbringenden bürgerlichen Revolution in Deutschland spielen? Kann es sinnvoll sein, an einer Revolution mitzuwirken, die nur die Grundlage schafft für den eigentlichen Kampf des Proletariats? Oder ist es eventuell möglich, durch eine "permanente" Revolution die Phase der bürgerlichen Gesellschaft beschleunigt zu überwinden? Mit diesen Fragen sahen sich Marx und Engels konfrontiert und haben sich dazu zu verschiedenen Zeitpunkten widersprüchlich geäußert.

Im Werk "Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850" spricht Marx von einem revolutionären Sozialismus.18

"Dieser Sozialismus ist die Permanenzerklärung der Revolution, die Klassendiktatur des Proletariats als notwendiger Durchgangspunkt zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt, (...)."19

Auch im März 1850 sagt Marx schon, daßes das Interesse der Kommunisten sei, die Revolution so lange permanent zu machen, bis alle besitzenden Klassen von der Herrschaft verdrängt seien. Aber:

"Daßdie kleinbürgerliche Demokratie während der weiteren Entwicklung der Revolution für einen Augenblick den überwiegenden Einflußin Deutschland erhalten wird, unterliegt keinem Zweifel."20

Bei seiner "Ansprache der Zentralbehörde an den Bund der Kommunisten 1850" argumentiert Marx aber entschieden gegen eine Vereinigung mit den demokratischen Kleinbürgern: Das Proletariat dürfe seine selbständige Stellung nicht aufgeben und dürfe nicht wieder zum bloßen Anhängsel der bürgerlichen Demokratie herabsinken.21

"Da aber die Kommunisten nicht eher auf den entscheidenden Kampf zwischen ihnen selbst und der Bourgeoisie rechnen können, als bis die Bourgeoisie herrscht, so ist es das Interesse der Kommunisten, die Bourgeois sobald als möglich an die Herrschaft bringen zu helfen, um sie sobald wie möglich wieder zu stürzen."22

Am Beispiel der obigen Textstellen wird ersichtlich, daßsich Marx und Engels zeilweilig vom historischen Materialismus abgewandt haben: Hier scheint eine Beschleunigung des geschichtlichen Prozesses möglich zu sein durch ein bestimmtes Handeln von Menschen, unabhängig von der Entwicklung der Produktionsverhältnisse. Die gesamte Idee der "permanenten Revolution" spricht gegen den historischen Materialismus, da das Phasenmodell in ihr partiell aufgegeben wird. Rolf Peter Sieferle erklärt diesen Widerspruch damit, daßMarx und Engels innerhalb des Bundes der Kommunisten Konzessionen an die Fraktion der kommunistischen Handwerker um Willich und Schapper machen mußten.23 Die Perspektive des Phasenmodells und der langsamen Zuspitzung der Antagonismen innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft war für jene weniger vielversprechend als die Aussicht auf eine schnell zu erreichende proletarische Revolution und auf eine Diktatur des Proletariats. Die Realität erforderte es, daßMarx und Engels sich von ihren theoretischen Grundlagen entfernten - ohne dies jedoch offen zu erklären.

5. Krise

Eine weitere wichtige Grundbedingung für die Revolution ist eine akute und universelle Krise der bürgerlichen Gesellschaft:

"Eine neue Revolution ist nur möglich im Gefolge einer neuen Krise. Sie ist aber auch ebenso sicher wie diese."24

Es bedarf dieser ökonomischen Krise, damit der Bevölkerung die antagonistische Struktur der Klassengesellschaft evident wird. Marx und Engels bezeichneten die Welthandelskrise von 1847 als Grundlage der Februar- und Märzrevolution in Deutschland. Den Grund für das Neuerstarken der europäischen Reaktion sahen sie im wirtschaftlichen Aufschwung von 1849/50.25

6. Internationaler Charakter der Revolution

Eine soziale Revolution muß- um siegreich zu sein - zugleich eine internationale sein. Der Warentausch findet auf dem Weltmarkt statt, die Bourgeoisie ist international vernetzt.

"Die große Industrie hat schon dadurch, daßsie den Weltmarkt geschaffen hat, alle Völker der Erde (...) in eine solche Verbindung gebracht, daßjedes einzelne Volk davon abhängig ist, was bei einem andern geschieht."26

Eine wirklich universelle Revolution mußdaher auch ein universelles Terrain haben und kann sich nicht auf ein einzelnes Land beschränken. Friedrich Engels ist der Überzeugung, daßdie Revolution mindestens in England, Amerika, Frankreich und Deutschland gleichzeitig erfolgen müsse.27 Er hält es sogar für unzulässig, daßeine Nationalität allein öffentlich die Initiative ergreift und dann alle anderen auffordert, ihr zu folgen.28

7. Die Besonderheit der proletarischen Revolution

Mit Äußerungen über den Aufbau der Gesellschaft nach der proletarischen Revolution halten sich die Theoretiker der Arbeiterbewegung sehr zurück. Ein ausgefeiltes Bild davon zu entwerfen, wie sie aussehen würde, wäre für Marx und Engels ein falsches, weil utopistisches Vorgehen. Das, was die proletarische Revolution aber von den vorhergehenden unterscheidet, ist, daßsie keine neuen Klassengegensätze schafft, sondern eine klassenlose Gesellschaft hervorbringt:

"Nur bei einer Ordnung der Dinge, wo es keine Klassen und keinen Klassengegensatz gibt, werden die gesellschaftlichen Evolutionen aufhören, politische Revolutionen zu sein."29

In allen vorherigen Revolutionen blieb die Art der Tätigkeit stets unangetastet, es handelte sich lediglich um eine andere Distribution der Arbeit auf andere Personen,

"(...) während die kommunistische Revolution sich gegen die bisherige Art der Tätigkeit richtet, die Arbeit beseitigt und die Herrschaft aller Klassen mit den Klassen selbst aufhebt, (...)"30

III. Revolution bei Luxemburg und Lenin

Rosa Luxemburg und Wladimir Ilitsch Lenin waren zwei bedeutsame Politik Schaffende, die versucht haben, die Theorien von Marx und Engels auf die historische Situation ihrer politischen Umgebung praktisch anzuwenden.

1. Rosa Luxemburg: Revolution durch Massenbewegung

Das Engagement von Rosa Luxemburgs, 1871 in Zamosc geboren, spielt sowohl in der polnischen Arbeiterbewegung als auch in der deutschen SPD, später in der KPD, eine herausragende Rolle. Sie wendet sich bereits 1900 mit der Schrift "Sozialreform oder Revolution"31 gegen den Revisionismus Eduard Bernsteins. Dieser strebt einen Sozialismus an, der durch Reformen innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft und Ausweitung der demokratischen Elemente erzeugt wird. Er geht nicht mehr vom Zusammenbruch des kapitalistischen Systems aus, sondern von einem graduellen Überwachsen in den Sozialismus.32 Damit wendet er sich vom historischen Materialismus ab. Rosa Luxemburg wirft ihm vor:

"(...) er will nicht die kapitalistischen Widersprüche zur vollen Reife gelangen lassen und durch den revolutionären Umschlag auf der Spitze aufheben, sondern ihnen die Spitze abbrechen, sie abstumpfen."33

Für Luxemburg mußein revolutionärer Umschlag erfolgen, damit die sozialistische Gesellschaftsordnung als neue Qualität entstehen kann. Die Revolution liegt jenseits der quantitativ kumulierten Reformschritte.34 Luxemburg wendet sich - gewissermaßen als orthodoxe Marxistin - gegen die von weiten Teilen der SPD vertretene These des Abwartens (bis die Entwicklung der kapitalistischen Widersprüche ihre äußere Spitze erreicht hat) und gegen die Reformpolitik der Gewerkschaften.

Sie glaubt wie Marx an den objektiven Charakter von Revolutionen, abhängig vom Reifegrad der historischen Entwicklung, akzentuiert jedoch stark das subjektive Element, die aktive Teilnahme der Massen. Als wichtigstes Mittel zur Schaffung von Klassenbewußtsein sieht sie den Massenstreik:

"(...) er ist die Bewegungsweise der proletarischen Masse, die Erscheinungsform des proletarischen Kampfes in der Revolution.35

Der Massenstreik ist für die Marxistin das natürliche Mittel, die proletarischen Schichten zu rekrutieren und zu revolutionieren, um damit die alte Staatsgewalt zu unterhöhlen.36 Das Klassenbewußtsein ist eine Voraussetzungen zum Gelingen der Revolution. Es wird erzeugt durch politische Schulung und langen Kampf der organisierten wie unorganisierten Massen. Luxemburg wendet sich gegen das Leninsche Modell einer revolutionären Avandgarde. Kurt Lenk faßt zusammen:

"Revolutionen können nicht auf Beschlußeiner Parteibehörde ausgerufen oder abgeblasen werden, sondern sie brechen unter bestimmten historischen Bedingungen zunächst spontan hervor, ungestüm, unreglementiert und elementar."37

Die Partei soll dabei die Aufgabe haben, sich an den spontanen Eigenbewegungen des Volkes zu orientieren, die politische Linie als aufgeklärteste Vorhut des Proletariats vorzuzeichnen und die Entwicklung der Dinge zu beschleunigen.38

In Lenins straff organisierter Kaderpartei unter der Leitung eines Zentralkomitees sieht Luxemburg die Gefahr, daßdiese zu einem Selbstzweck, zum höchsten Gut wird, dem die Interessen des Kampfes vielfach untergeordnet seien.39 Parteiorganisation als Mittel des Kampfes sei legitim, dürfe aber nicht den Opportunismus fördern gegen den eigentlichen Zweck, der Herbeiführung der Revolution. Sie forderte eine offene und demokratische Partei mit dem Ziel eines demokratischen Sozialismus:

"Fehltritte, die eine wirkliche revolutionäre Arbeiterbewegung begeht, sind geschichtlich unermeßlich fruchtbarer und wertvoller als die Unfehlbarkeit des allerbesten Zentralkomitees."40

"Freiheit für die Anhänger einer Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."41

Die sozialistische Umwälzung ist keine Sache, die als fertiges Modell in der Tasche einer Revolutionspartei liegt, und nur mit Energie zu verwirklicht werden braucht. Nach Luxemburgs Meinung kann das sozialistische Gesellschaftssystem nur ein geschichtliches Produkt sein, welches erst in der Stunde der Erfüllung entsteht, sich nicht oktroyieren läßt.42

2. W.I. Lenin: Revolution als Beruf

Wladimir Iljitsch Lenin, geboren 1870 in Simbirsk/Rußland, gilt als Schöpfer der bolschewistischen Sozialdemokratie. Der Kern seines Wirkens ist die praktische Politik, nicht seine theoretischen Verdienste, die kaum auf gedankliches Neuland vorstoßen. Er paßt den westeuropäischen Sozialismus den sozioökonomischen und politischen Eigenarten Rußlands an.43 Lenin bricht vollkommen mit der evolutionären, sozialreformerischen Auslegung des Sozialismus und setzt auf die planvoll bewußte Revolutionierung des alten Zarenreiches.44 Während Luxemburg der hierarchisch verfestigten Parteibürokratie der SPD das spontane Element der Massenbewegung entgegensetzen will, sieht Lenin für Rußland eher die Gefahr einer zu großen Zersplitterung der sozialistischen Bewegung, was zu seinem Konzept eines zentralistischen Parteiapparates führt.

Lenin ist der Meinung, daßeine Revolution gelenkt werden kann. In seiner 1902 herausgebrachten Schrift "Was tun?" trennt er die proletarisch-sozialen Bewegung in eine Avantgarde-Partei und die diffuse Masse der Arbeitenden.45 Die Partei und ihre geschulten Kader, die Berufsrevolutionäre, haben die Aufgabe, das notwendige politische Bewußtsein von außen in die Arbeiterschaft hineinzutragen, sich ihrer zu bedienen und sie zur Revolution zu führen. Das Zentralkomitee definiert die objektiv richtigen Ziele der Bewegung.46 Damit fördert Lenin - entgegen Marx - eine Revolution, die durch eine Minorität vollbracht wird: Eine äußerst kleine, autonome Gruppe von Revolutionären, die konspirativ agiert, bringt eine Revolution hervor. Nicht nur in diesen Punkten paßt Lenin die Marxsche Theorie den russischen Verhältnissen an. Zwar spricht er sich zunächst für eine Revolution mit demokratisch-liberalem Charakter aus (gemäßdem Phasenmodell von Marx). Er folgt aber 1917 Trotzkis Konzept der permanenten Revolution, als er erkennt, daßdie Bourgeoisie, vertreten durch die liberalen Parteien, zu schwach sein würde, um ihre eigene Revolution durchzuführen.47

Er nutzt auch die nationalistischen Strömungen der einzelnen Volksgruppen im Zarenreich und kannte daher in der Oktoberrevolution 1917 mit den nationalen Befreiungsbewegungen des Vielvölkerstaates koalieren. Das bringt ihm die Kritik Luxemburgs ein, die die Meinung vertritt, daßallein das Klasseninteresse des Proletariats ausschlaggebend für den politischen Kampf sein könne und die das Selbstbestimmungsrecht von Nationen ablehnt (die ein Element des aufstrebenden Kapitalismus seien). In der großen Unzufriedenheit der armen Bauern sieht der Pragmatiker ein enormes Gewaltpotential, was ihn dazu veranlaßt, diese als revolutionäre Kraft anzuerkennen und als Ziel der Bewegung die "revolutionär-demokratische Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft" zu formulieren.48 Auch das war eine große Abweichung von der Marxschen Konzeption der Revolution: Bei Marx und Engels spielen die Klassengegensätze zwischen feudalen Herrschern und Bourgeoisie, beziehungsweise zwischen Bourgeoisie und Proletariat eine Rolle. Die Bauern treten in diesen zwei Phasen des historischen Materialismus völlig in den Hintergrund.

C. ZUSAMMENFASSUNG:

Es wurde gezeigt, unter welchen Bedingungen es nach Marx und Engels - aufbauend auf den historischen Materialismus - zu einer sozialen Revolution kommt. Wann und wo diese auftritt, läßt sich nicht abstrakt, sondern nur auf der Grundlage einer Analyse der jeweiligen sozioökonomischen Gesellschaftsverhältnisse ausmachen.49 Als Voraussetzungen für eine proletarische Revolution nennen Marx und Engels die fortgeschrittene Industrialisierung beziehungsweise die Maschinisierung und ein klassenbewußtes Proletariat, welches die Mehrheit der Gesellschaft ausmacht. Eine bürgerliche Revolution soll stattgefunden haben, das Proletariat führt schließlich - ausgelöst durch eine akute Wirtschaftskrise - die soziale Revolution möglichst auf internationaler Ebene durch. Die durch die proletarische Revolution geschaffene Gesellschaft unterscheidet sich von allen vorhergehenden insbesondere dadurch, daßkeine neuen Klassengegensätze entstehen. Die neue klassenlose Gesellschaft würde dann keine Revolution mehr nötig haben.

Rosa Luxemburg begreift die Revolution als spontane Aktion des gesamten Proletariats, die vor allem durch das Mittel des Massenstreiks intoniert werden kann. Im Gegensatz dazu sieht Wladimir I. Lenin in der Durchführung der Revolution vor allem ein Organisations- und Machtproblem. Er vertritt den Standpunkt, daßdie Revolution in Rußland durch eine zentral organisierte Partei konstruiert werden kann. Die Arbeitenden dienen den Berufsrevolutionären dabei - überspitzt formuliert - als Werkzeuge. Mit seinem Konzept weicht Lenin vom geschichtlichen Materialismus ab. Er gibt nicht nur das Phasenmodell auf, sondern befürwortet eine Minoritätenrevolution, initiiert durch eine konspirative Gruppe.

Heute sind die marxistischen Revolutionskonzepte für die industrialisierten Länder faktisch bedeutungslos geworden. Es fällt schwer, in der Gegenwart noch von Klassengegensätzen und Klassenkampf zu sprechen. Obwohl die Widersprüche innerhalb des kapitalistischen Systems täglich evident sind, haben die Arbeitenden offensichtlich ihre Lebenssituation als "naturwüchsig" akzeptiert, so daßkeine nachkapitalistische Perspektive mehr erforderlich scheint.50 In Deutschland setzen Gewerkschaften und PDS heute auf einen reformistischen Kurs innerhalb der Grenzen der sozialen Marktwirtschaft. Die SPD hat sich ganz dem Neoliberalismus verschrieben.

D. LITERATURVERZEICHNIS:

Primärtexte:

Engels, Friedrich und Marx, Karl: Marx Engels Werke. Bände 2, 3, 4, 7, 13, 16, 20, 22, 39.

Berlin: Dietz Verlag 1959-1968.

MEW 2: "Die heilige Familie"

MEW 3: "Deutsche Ideologie"

MEW 4: "Das Elend der Philosophie"

"Die moralisierende Kritik und die kritisierende Moral"

"Grundsätze des Kommunismus"

MEW 7: "Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850"

"Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850"

MEW 13: "Zur Kritik der Politischen Ökonomie - Einleitung"

MEW 16: "Die preußische Militärfrage und die deutsche Arbeiterpartei"

MEW 20: "Anti-Dühring"

MEW 22: "Klassenkämpfe in Frankreich - Vorwort"

MEW 39:

Lenin, W. I.: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung. In: Lenin: Werke. Bd. 5. Berlin: Dietz Verlag4 1966, SW. 355-349.

Luxemburg, Rosa: Schriften zur Theorie der Spontaneität. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1970.

Sekundärliteratur:

Grebing, Helga: Rosa Luxemburg. In: Walter Euchner (Hg.): Klassiker des Sozialismus. Bd. II. München: Beck 1991. S. 58-71.

Griewank, Karl: Der neuzeitliche Revolutionsbegriff. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1973.

Hildermeier, Manfred: W. I. Lenin. In: Walter Euchner (Hg.): Klassiker des Sozialismus. Bd. II. München: Beck 1991. S. 27-43.

Kritisches Wörterbuch des Marxismus. G. Labica/G. Benesussen (Hgg.). Deutsche Fassung hg. von Fritz Haug. Bände 1-8. Berlin: Argument Verlag 1983-1989.

Krumwiede, H.-W. und Thibaut, B.: Revolution/Revolutionstheorien. In: Wörterbuch Staat und Politik. Hg. von Dieter Nohlen. München: Pieper 1991.

Lenk, Kurt: Theorien der Revolution. München: Wilhelm Fink Verlag 1973.

Marxistisch-Leninistisches Wörterbuch der Philosophie. Hg. von Klaus, G. und Buhr, M.. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt 1972. (Originalausgabe: Philosophisches Wörterbuch. VEB Bibliographisches Institut Leipzig. Erste Auflage 1964.)

Revolution und Gesellschaft. Theorie und Praxis der Systemveränderung. Hg. von Theodor Schieder. Freiburg: Herder Verlag 1973.

Sieferle, Rolf Peter: Die Revolution in der Theorie von Karl Marx. Frankfurt am Main, Berlin, Wien: Ullstein Verlag 1979.

Thiel, Manfred: Marx, Engels, Lenin, Stalin. Eine analytische Gesamtdarstellung. 2 Bände. Heidelberg: Elpis Verlag 1982.

[...]


1 Kurt Lenk: Theorien der Revolution. München: Fink Verlag 1973.

2 Rolf Peter Sieferle: Die Revolution in der Theorie von Karl Marx. Frankfurt a.M./Wien/Berlin: Ullstein 1979, S. 7.

3 Siehe ebenda.

4 Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort (1859). In: Marx Engels Werke Bd. 13. Berlin: Dietz Verlag 1960, S. 8f. (Im folgenden werde ich zu "MEW" abkürzen, den benutzten Band direkt nachstellen und auf Angabe von Ort und Verlag verzichten.)

5 Siehe dazu auch Engels/Marx: Die heilige Familie (1845). In: MEW 2, S. 126.

6 Marx: MEW 13, S. 9.

7 Siehe Engels: Anti-Dühring (1878). In: MEW 20, S. 250. Siehe auch Revolution und Gesellschaft. Theodor Schieder (Hg.). Freiburg: Herder 1973, S. 31f.

8 Marx: MEW 13, S. 9.

9 Engels: MEW 20, S. 250.

10 Marx: Die preußische Militärfrage und die deutsche Arbeiterpartei. In: MEW 16, S.66f.

11 Engels: Grundsätze des Kommunismus. In: MEW 4, S. 372.

12 Bakunin: (1814-1876) Russischer Theoretiker des Anarchismus, Marx und Engels haben sich stark abgegrenzt von ihm und ihn und seine Anhänger aus der I. Internationale ausgeschlossen. Siehe dazu Lenk: Theorien, S. 70-91.

13 13Siehe ebenda, S. 56f.

14 Siehe Engels: MEW 20, S. 250.

15 Marx: Klassenkämpfe in Frankreich. Vorwort. In: MEW 22, S. 523.

16 Siehe auch Engels: MEW 20, S. 261.

17 Marx: Die moralisierende Kritik und die kritisierende Moral (1847). In: MEW 4, S. 352.

18 Siehe Marx: Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850 (1850). In: MEW 7, S. 89.

19 Ebenda

20 Engels/Marx: Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850. In: MEW 7, S. 248.

21 Siehe ebenda.

22 Engels: MEW 4, S. 379.

23 Sieferle: Revolution, S. 93.

24 Marx: MEW 22, S. 511.

25 Siehe Lenk: Theorien, S. 67. Siehe auch Schieder: Revolution, S. 34.

26 Engels: MEW 4, S. 374.

27 Siehe ebenda, S. 374-375.

28 Siehe Engels: MEW 39, S. 190. siehe auch Manfred Thiel: Marx, Engels, Lenin, Stalin. Eine analytische Gesamtdarstellung. Bd.1. Heidelberg: Elpis 1982, S. 79.

29 Marx: Das Elend der Philosophie. In: MEW 4, S. 182.

30 Engels/Marx: Deutsche Ideologie. In: MEW 3, S. 69f.

31 Rosa Luxemburg: Sozialreform oder Revolution. In: Susanne Hillmann (Hg.): Schriften zur Theorie der Spontaneität. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1970, S. 7-67.

32 Siehe Lenk: Theorien, S. 146ff..

33 Luxemburg: Sozialreform, S. 33.

34 Siehe Lenk: Theorien, S. 149

35 Rosa Luxemburg: Massenstreik, Partei und Gewerkschaften (1906). In: S. Hillmann (Hg.): Schriften zur Theorie der Spontaneität, S. 89-162, S. 117f.

36 Siehe Helga Grebing: Rosa Luxemburg. In: Walter Euchner (Hg.): Klassiker des Sozialismus. Bd. II. München: Beck 1991. S. 58-71, S. 62.

37 Lenk: Theorien, S. 155. Siehe dazu Luxemburg: Massenstreik, S. 123.

38 Siehe Luxemburg: ebenda, S. 125.

39 Ebenda, S. 154.

40 Rosa Luxemburg: Organisationsfragen der russischen Sozialdemokratie (1904). In: S. Hillmann (Hg.): Schriften zur Theorie der Spontaneität. S. 69-88, S. 88.

41 Rosa Luxemburg: Die russische Revolution (1918). In: S. Hillmann (Hg.): Schriften zur Theorie der Spontaneität. S. 163-194, S. 186.

42 Siehe ebenda, S. 187.

43 Siehe Manfred Hildermeier: W. I. Lenin. In: Walter Euchner (Hg.): Klassiker des Sozialismus. Bd. II. München: Beck 1991. S. 27-43, S. 27.

44 Siehe Karl Griewank: Der neuzeitliche Revolutionsbegriff. Entstehung und Geschichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1969, S. 221.

45 Siehe Wladimir I.Lenin: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung. In: Lenin: Werke. Bd. 5. Berlin: Dietz Verlag 41966. S. 355-549, S. 468.

46 Siehe Lenk: Theorien, S. 159.

47 Siehe Hildermeier: Lenin, S. 34f..

48 Siehe ebd.

49 Siehe Lenk: Theorien, S. 68.

50 Siehe Sieferle: Revolution, S. 8.

Details

Seiten
20
Jahr
1996
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v95194
Note
1,5
Schlagworte
Revolutionsbegriff Theorie Marx Engels Lenin Luxemburg Proseminar Revolution Versuch Annäherung Prozeß

Autor

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Titel: Der marxistische Revolutionsbegriff in der Theorie von Marx und Engels und bei Lenin und Luxemburg