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Das Leben des Vincent-Willen van Gogh

Referat / Aufsatz (Schule) 1999 6 Seiten

Kunst - Malerei

Leseprobe

Das Leben des Vincent-Willem van Gogh

Referat von Nina Hachtel, Klasse 10 a der Lise-Meitner-Realschule, Monheim am Rhein Vincent van Gogh zählt heute zu den populärsten Malern. Jetzt, mehr als 100 Jahre nach seinem Tod, erzielen seine Bilder auf Auktionen Rekordpreise von mehreren Millionen Dollar. Das war nicht immer so; Vincent van Gogh war zu seiner Zeit das Sinnbild eines verkannten Künstlers geworden. Erst nach seinem Tod wurde er durch seine Bilder berühmt. Am 30. März 1853 wurde Vincent als ältestes von 6 Kindern im niederländischen Dorf GrootZundert geboren. Sein Vater Theodorus van Gogh war protestantischer Pastor (geb. 1822, gest. 1885). Seine Mutter war Anna-Cornelia, geb. Carbentus (geb. 1819, gest. 1907).VincentWillem van Gogh hatte eigentlich 6 Geschwister. Sei älterer Bruder, der am 30. März 1852 geboren wurde, war eine Totgeburt. Zwei Jahre nach Vincent wurde seine Schwester AnnaCornelia, genannt ,,Anna", geboren. Wieder 2 Jahre später wurde Vincents ,,Lieblingsbruder" Theodore-Vincent, genannt ,,Theo", geboren. Er wird in späteren Briefen oft ,,Junge" von Vincent genannt. Das 5. Kind der van Goghs, Elisabeth-Huberta, genannt ,,Lies", wurde 1859 geboren. Wilhelmina-Huberta, genannt ,,Will", wurde 1862 geboren. Sie wurde 1902 in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Vincents jüngster Bruder, Cornelius-Vincent, genannt ,,Cor", wurde 1867 geboren. Er starb 1900 durch Selbstmord.

Vincent van Gogh ging von Januar 1861 bis Oktober 1861 in eine Dorfschule in Zundert. Danach wurde er durch eine Gouvernante zu Hause unterrichtet. Am 1. Oktober 1864 wird der elfjährige Vincent in ein Internat nach Jan Provily gebracht. Zwei Jahre später, im September, wechselt er die Schule und geht in eine staatliche Internatsschule nach Tilburg. Mit fast 15 Jahren kehrt er nach Zundert zurück. Er bleibt dort 1 ¼ Jahre. Ein Monat nach seinem 16. Geburtstag bekommt er eine Anstellung für 4 Jahre in Den Haag in der Pariser Bildergalerie Goupil & Cie. Ende Januar 1871 wird sein Vater nach Helvoirt versetzt. Seine ganze Familie zieht dorthin. Ein Jahr später besucht der nun 15jährige Theo seinen Bruder in Den Haag. Nach dem Besuch beginnt der rege Briefwechsel zwischen Vincent und Theo. In dieser Zeit schreibt Vincent mehr als 600 Briefe an Theo.

1873 kauft Vincents Vater Vincent vom Militärdienst für 625 Gulden frei. Im Mai des selbigen Jahres wird er nach London in eine andere Filiale versetzt. Dort verliebt er sich in die 19jährige Eugénie. Vincent nennt sie ,,Engel der Kleinsten", da sie Pflegerin in einem Säuglingsheim ist. Eines Tages bittet er sie um ihre Hand. Doch Eugénie hat Vincent zum Narren gehalten, da sie bereits verlobt ist. Vincent kehrt zu seinen Eltern nach Helvoirt zurück. Von Oktober bis Dezember 1874 ist er Angestellter im Stammhaus Goupil in Paris. Kurz nach Weihnachten geht er zurück in die Londoner Filiale. Er wird erneut von Eugénie abgewiesen. Im folgenden Jahr, am 15. Mai, wird er endgültig in das Stammhaus nach Paris versetzt. Er vernachlässigt seine Arbeit und besucht mit seinem Freund Harry Gladwell Galerien und Museen. Am 22. Oktober wird sein Vater nach Etten versetzt. Zu dieser Zeit liest sein Vater viel und wird dadurch immer religiöser und zurückgezogener. Im April 1876 wird Vincent rausgeworfen, nachdem er sagt, dass der Bilderhandel ,,organisierter Diebstahl" sei.

Vincent van Gogh verlässt Paris. Er bleibt einige Tage bei seinen Eltern. Am 16. April beginnt er als Hilfslehrer und Erzieher in einem Schulheim in Ramsgate, gegen Kost und Logie. Vincent gibt Sprachunterricht in Französisch und Deutsch (nur mäßige Kenntnisse). Später zieht er in das Pensionat nach Isleworth. Seit dem 1. Juli hatte er einen Job als Hilfslehrer und Hilfsprediger bei einem Methodistenpastor. Am 5. November hält Vincent seine erste Predigt. Ende Dezember geht er zurück zu seinen Eltern nach Holland. Vincents Onkel Vincent verschafft ihm ein 2. Mal einen Job, diesmal in einer Bücherei. Zu dieser Zeit möchte er ,,Handwerker des Christentums" werden. Doch dann spornt Vincents Zimmergenosse Gorlitz ihn an, sein Theologiestudium zu beenden und die Abgangszeugnisse zu erwerben. 1 ½ Jahre später fährt er zu seinem Onkel "Jan" Johannes um dort seine Vorstudien für ein späteres Theologiestudium fortzusetzen. Im Juni 1878 gibt er auf. Zitat von Vincent van Gogh: ,,Muss man so viel wissen, um Gottes Wahrheit zu vermitteln?". Anschließend wohnt er für 6 Wochen zu Hause in Etten.

Ende August wird er in einer kleinen Evangelistenschule des Pfarrers Bockmann in Laeken bei Brüssel, in der Missionare ausgebildet werden, aufgenommen. Doch auch in Laeken - wie bereits in Amsterdam - will er nicht den Sinn in bestimmten Lehrfächern einsehen. Seine Begeisterung für die Kunst manifestiert sich immer mehr in seinen Briefen an Theo. Nach seiner Probezeit in Laeken wird er nicht ernannt, dort zum Missionar ausgebildet zu werden. Er ist sehr niedergeschlagen. Aufbruch nach Pâturages in die Borinage als ,,Apostel". Vincent macht zu der Zeit schon sehr viele Zeichnungen, die sämtlich verlorengegangen sind. Ab Januar 1879 darf er im Auftrag des Brüsseler Evangelisationskomitees für 6 Monate in Wasmes als Laienprediger arbeiten. Er verdient 50 Francs pro Monat. Am 16. April 1879 gibt es eine Grubengas-Explosion in Frameries. Vincent hilft dort sehr aufopfernd. Seit August 1879 bis Juli 1880 beginnt van Gogh intensiv zu zeichnen. Monatelang irrt Vincent umher, ohne Ziel, ohne Arbeit, ohne Geld. Theo fängt an, Vincent finanziell zu unterstützen. Ab dem 15. Oktober 1880 studiert er an der Kunstakademie in Brüssel anatomisches und perspektivisches Zeichnen. Vincent ist nun 27 Jahre alt und er versucht, seine Zeichnungen zu verkaufen. Mitte April 1881 verlässt er Brüssel, um in Etten bei seinen Eltern zu zeichnen. Vincent zeichnet vor allem Landschaften. Ende August 1881 kommt Vincents 7 Jahre ältere Cousine Cornelia Adriane Vos, geborene Stricker, genannt ,,Kee", zu Besuch. Vincent verliebt sich in sie, doch er wird zurückgewiesen. Im Herbst 1881 arbeitet er mehr mit dem Kohlestift und dem Blei, ebenfalls Sepiazeichnungen und Temperatechnik. Er schreibt immer noch vergebliche Liebesbriefe an Kee. Im November besucht er Kee`s Familie in Amsterdam. Vincent will Kee einen Heiratsantrag machen, doch Kee lässt nicht mit sich sprechen. Vincent hält seine Hand über eine Lampenflamme, um seine Liebe zu beweisen. Mit gebrochenem Herzen kehrt er zurück nach Hause. Er wendet sich sogar von Gott ab. Im Dezember macht er erste Versuche mit Aquarell- und Ölmalerei. Weihnachten zerwirft er sich mit seiner Familie. Er geht wieder nach Den Haag. Jetzt hat er ein eigenes Atelier. Anfang 1882 hat Vincent Kontakte mit ,,der Bewegung 1880". Er hat erstmals Gesundheitliche Probleme. Im Februar verkauft Vincent eine Zeichnung für 10 Gulden an Herrn Tersteeg. Im Frühjahr zerwirft er sich mit seinen Malerkollegen. Er hat ein Verhältnis mit der schwangeren Prostituierten Clasina Maria Hoornik, genannt ,,Sien". Heer Tersteeg kauft ihm 10 Zeichnungen ab. Vincents Onkel Cornelius bestellt 12 Federzeichnungen für 30 Gulden und anschließend nochmal 7 für 20 Gulden. Dies waren für einige Zeit Vincents einzige Aufträge. Er will Sien im April / Mai heiraten. Theo und Tersteeg versuchen ihn davon abzubringen und das Verhältnis zu Sien abzubrechen. Die Familie überlegt, Vincent unter Kuratel zu nehmen (nach Gheel, in der Nähe von Antwerpen, wo sich eine Irrenanstalt befindet). Anfang Juni bekommt Vincent eine Geschlechtskrankheit Gonorrhöe (Tripper). Er muss für drei Wochen ins Krankenhaus. Vincent liest viel, z.B. Zola, Hugo, Dickens, Carlyle und Balzac. Am ersten Juni bekommt Sien ihr Kind. Im August besucht Theo Vincent und ermutigt ihn mit Ölmalerei zu beginnen. Im Sommer 1882 zieht der Vater mit der Familie nach Nuenen. Januar 1883 verliebt Theo sich in Marie, es gibt gewisse Parallelen zu Sien. Im Februar bekommt Vincent eine mehrwöchige Augenentzündung. Sieben Monate später trennt Vincent sich von Sien und geht in die Provinz Drenthe in Nordholland. Im Dezember 1883 zieht Vincent nach Nuenen und bleibt dort bis zum November 1885, in diesen 2 Jahren entstehen fast 200 Gemälde, sowie zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen. Kurz nach Neujahr bricht sich Vincents Mutter das Bein, er pflegt sie liebevoll. Im August verliebt sich die 43jährige Tochter einer Nachbarin - Vincent ist jetzt 31 Jahre alt - Margot Bengemann in Vincent. Sie wollen heiraten, doch beide Familien leisten großen Widerstand. Anfang September will sich Margot mit Strychnin vergiften. Ab November hat Vincent vier Malschüler. Am 27. März 1885 stirbt Vincents Vater Theodorus van Gogh nach einem Schlaganfall. An Vincents Geburtstag und dem Todestag des 1. Vincent (sein großer Bruder) wird Pastor van Gogh beerdigt. Im April gibt es einen heftigen Streit in der Familie, Vincent wird vorgeworfen, dass er keinen Anspruch auf irgendetwas hätte, da seine lange Ausbildung so teuer gewesen wäre. Vincent verzichtet dann auf seinen Erbanteil. Zwischen April und Mai malt er ,,Die Kartoffelesser", das Hauptwerk seiner holländischen Periode. Erstmals erregt seine Arbeit einige Aufmerksamkeit. Im August stellt der Farbenhändler Leurs in Den Haag erstmals einige von van Goghs Arbeiten in 2 Schaufenstern aus. Im November geht Vincent nach Antwerpen. 1886 im Januar schreibt er sich an der königlichen Kunstakademie ein und besucht dort die Malerei- und Zeichenklasse. Er lehnt jedoch das akademische Lernprinzip ab. Vincent hat zu der Zeit schwere Zahn- und Magenprobleme, evtl. auch Syphilis. Vincent studiert im Atelier Cormon. Durch Theo lernt er auch die Impressionisten kennen (Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley, Camille Pissaro, Edgar Degas, Paul Signac, Georges Seurat). Er schließt Freundschaft mit Pissaro. Im Mai 1886 zieht Vincents Mutter mit Will nach Breda um. Ein Trödler kauft die von Vincent zurückgelassenen, etwa 70 Bilder, für wenige Cent pro Stück, die übrigen Stücke verbrennt er.

Vincent malt mehrere Bilder in der Technik des Pointillismus. Vincent lernt weitere Künstler kennen. Ein Freund, Tanguys, malt Vincent für ein Honorar von 20 Francs. Im Winter freundet er sich mit Paul Gauguin an. Im Frühjahr des folgenden Jahres gibt es rege Diskussionen. Bernard und Gauguin betrachten den Impressionismus als Endstufe in der Entwicklung der Malerei; Vincent widerspricht. Im Dezember bilden Bernard, Gauguin, Toulouse-Lautrec und van Gogh die Gruppe ,,Peintres du Petite Boulevard" als Gegenpol zu der Gruppe ,,Peintre du Grand Boulevard". Im Februar 1888 verlässt er Paris und geht nach Arles (20.2.88) . In den 2 Jahren sind mehr als 200 Bilder entstanden. Anfang März werden auf dem Pariser ,,Salon des Artistes Indépendants" 3 Bilder van Goghs ausgestellt. 2 Monate lang war der dänisch Maler Christian Mourier Petersen sein einziger Gefährte. Nun sind mehrere Gemälde der ,,Bücke von Langlois in Arles" entstanden. Vincent mietet die rechte Hälfte des ,,gelben Hauses" in Arles (Er zog jedoch erst am 17. September 1888 ein) das er bis zum April 1889 bewohnte. Im April besucht ihn der amerikanische Maler Dodge Mac Knight. Vom 30.05. bis zum 2.6. macht er für ein paar Tage Urlaub in Saintes-Maries-de-laMer (Mittelmeer).

Im Juni wird er durch Mac Knight mit dem belgischen Dichter und Maler Eugene Boch bekannt gemacht (Villeroy und Boch). Vincent freundet sich mit dem Postmeister Joseph Roulin an. Er macht 6 Ölbilder und mehrere Zeichnungen von Roulin. Später malt er auch Bilder von Roulins Frau und dessen drei Kindern. Am 28. Juli 1888 stirbt Vincents gleichnamiger Onkel. Ab August malt er eine ganze Serie mit Sonnenblumen. Im September entsteht das ,,Nachtcafé" und die ,,Sternennacht über der Rhône". Am 23.10.1888 kommt Gauguin zu Besuch. Sie kochen, essen und malen zusammen. Der Zuavenleutnant Milliet zeichnet und malt das letzte halbe Jahr mit Vincent. Im Dezember gibt es heftige Auseinandersetzungen wegen unterschiedlicher, künstlerischer Meinungen. Am 23.Dezember 1888 geht Gauguin angeblich mit einem Rasiermesser auf Vincent los, worauf dieser in einem Gasthof übernachtet. Vincent schneidet sich den unteren Teil des linken Ohres ab. Er wickelt es in Zeitungspapier und bringt es der Prostituierten Rachal als ,,Geschenk" ins Bordell. Als Auslöser für die Ereignisse des 23.12.1888 kommen eine völlig körperliche Verausgabung in den letzten Monaten, die Spannungen mit Gauguin und evtl. die Botschaft der Verlobung Theos mit Jo in Frage. Gauguin reist ab. Anschliessend muss Vincent ins Krankenhaus. Theo kommt ihn für 1-2 Tage besuchen. Am 7. Januar wird Vincent aus dem Krankenhaus entlassen. Anfang Januar findet die offizielle Verlobung von Theo und Jo (Johanna-Gesina Bonger) in Amsterdam statt. Am 21. Januar wird Vincents Freund nach Marseille versetzt. Am 4. Februar erleidet Vincent van Gogh einen erneuten Anfall. Drei Tage später muss er abermals ins Krankenhaus. Er leidet an Schlaflosigkeit und Halluzinationen (er glaubt, man habe ihn vergiftet). Im März erwirken aufgebrachte Bürger eine Internierung im Krankenhaus für den ,,fou roux", den ,,Rothaarigen Verrückten". Sein Haus wird mit allen Bildern kurzfristig von der Polizei geschlossen. Lies und Will schicken einen Wechsel über 678,23 Francs (der von Vincent abgetretene Erbanteil) zur Finanzierung der Pflege von Vincent (schlechtes Gewissen). Im April räumt Vincent das ,,gelbe Haus". Durch ein nahes Hochwasser sind die Wände sehr feucht. Es gibt große Schäden an den zurückgelassenen Bildern.

Theo heiratet am 18.4.1889 in Amsterdam Johanna Bonger. Am 8. Mai 1889 geht Vincent wegen wiederholten schweren Krisen und Ohnmachtsanfällen auf eigenen Wunsch in das Asyl für geistig Kranke. Der leitende Arzt Dr. Peyron diagnostiziert Epilepsie. Vincent darf weiterhin malen. Ab Juni darf Vincent - in Begleitung - ausserhalb des Asylbereichs malen. Im August ein erneuter Anfall beim Malen im Freien. Er darf 6 Wochen das Haus nicht mehr verlassen. Als im September 2 Bilder von van Gogh ausgestellt werden, spricht Theo Pissaro darauf an und Pissaro empfiehlt einen Umzug für Vincent nach Auvers zu Dr. Gachet. Ende Dezember versucht Vincent sich abermals durch das Verschlucken von Farbe zu vergiften. Am 18. Januar 1890 findet die Ausstellungseröffnung der Gruppe ,,Les Vingt" in Brüssel statt. Darunter werden auch 6 Bilder von van Gogh ausgestellt. Durch eine abfällige Äußerung eines anderen Malers gibt es ein Duell. Erstmals wird außerhalb Hollands ein begeisterter Artikel des Kunstkritikers Albert Aurier im ,,Mercure de France" veröffentlicht.

Am 31. Januar bekommen Theo und Jo einen Sohn, der den Namen seines Onkels und Paten Vincent-Willem van Gogh erhält. Im Februar 1890 verkauft Vincent das Gemälde ,,Der rote Weinberg" für 400 Franc an Anne Doch. Es ist das einzige Gemälde, das je selbst verkauft hat. Ende Februar hat Vincent einen erneuten Anfall nach einem Besuch in Arles. Er muß fast 2 Monate im Krankenhaus bleiben. Im März ist Vincent beim ,,Salon des Artistes Indépendants" in Paris mit 10 Gemälden vertreten. Es wird ein großartiger Erfolg bei der Ausstellungseröffnung am 19. März. Monet hält seine Bilder für die besten auf der Ausstellung. Am 20. Mai 1890 reist Vincent nach einem kurzen Abstecher in Paris bei Theo und dessen Familie nach Auvers-sur-Oise. Er wohnt dort in einem kleinen Café des Ehepaares Rovoux und wird von Dr. Gachet betreut. In den 2 Monaten, die er noch zu leben hat, malt er über 80 Gemälde. Im Juni erteilt Dr. Gachet dem 37jährigen Vincent Hausverbot, da er eine Liebesbeziehung zu seiner 21jährigen Tochter Marguerite Gachet führt. Am 24. Juli schreibt Vincent den letzten Brief an Theo. Zwei Tage später kommt er erst spät am Abend von einem Spaziergang nach Hause. Das Ehepaar Ravoux bemerkt, dass er an Schmerzen leidet, und holt den Ortsarzt Dr. Mazery und auch Dr. Gachet. Vincent gesteht, dass er sich eine Kugel in die Brust geschossen hat, die aber nicht entfernt werden kann. Die aktuellen Auslöser waren in erster Linie die letzten vergeblichen Chancen, doch noch ein bürgerliches Leben zu führen und auch der Keil, der von Jo zwischen ihn und Theo getrieben wurde. Am 29. Juli gegen ein Uhr dreißig morgens erliegt Vincent van Gogh im Beisein von Theo seinen Verletzungen. Da der katholische Pfarrer von Auvers den Leichenwagen der Gemeinde für einen Selbstmörder nicht zur Verfügung stellt, wird einer aus der Nachbargemeinde besorgt. Am nächsten Tag wird Vincent van Gogh gegen 15 Uhr auf dem am Rande der Felder liegenden Friedhof von Auvers beigesetzt. Ein halbes Jahr später stirbt Theo als ein gebrochener Mann in einer Utrechter Klinik, nachdem sich seine Krankheit verschlimmert hat (Syphiliserkrankung seit Oktober 1890). 1914 werden Theos Gebeine nach Auvers überführt.

12. September 1999

Details

Seiten
6
Jahr
1999
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v94865
Note
Schlagworte
Leben Vincent-Willen Gogh Kunstunterricht

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Titel: Das Leben des Vincent-Willen van Gogh