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Die Geschichte der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland

Seminararbeit 2008 14 Seiten

Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands

Leseprobe

Gliederung:

EINLEITUNG

CDU

SPD

FDP

CSU

BÜNDNISS90/DIE GRÜNEN

DIE LINKE

LITERATURLISTE

Einleitung

Parteigründungen wurden von den Siegermächten USA, UdSSR, England und Frankreich ab dem 2. August 1945 wieder zugelassen, mussten jedoch von den Besatzungsmächten zunächst genehmigt werden. Voraussetzung hierfür war eine demokratische Ausrichtung der Partei

Seit 1945wurden im westen der Bundesrepublik etwa 150 Parteien und politische Gruppierungen gegründet[1]

Die bekanntesten und wichtigsten Parteien in der BRD sind die CDU/CSU und die SPD.

In der fast 60 jährigen Geschichte der BRD sind sie die dominantesten Parteien in den Landesparlamenten und dem Bundestag.

Des Weiteren spielt auch die FDP eine wichtige Rolle, da sie bis 1998 an fast allen Regierungen beteiligt war.

Neben den seit 1949 im deutschen Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU, SPD und FDP konnten bis 1982 jedoch nur in den ersten drei Bundestagen kleinere, heute zum teil vergessene Parteien unter „sonstige einziehen.[2]

Mit dem Einzug der Grünen 1983 in den deutschen Bundestag erschien eine vierte Partei auf dem bundespolitischen Parkett, und beendete die Phase des drei- Parteien Systems.

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands zog die PDS in den Bundestag ein, die später fusioniert mit der WASG, auch heute unter dem Namen die Linke vertreten ist.

CDU

Die Gründung der CDU ist, eine der wirklichen und wirkmächtigen Innovationen in der deutschen Parteiengeschichte.[3] Sie ist neben der SPD eine der zwei Volksparteien.

Bevor sich die CDU auf Bundesebene zusammenschloss, gingen diesem Zusammenschluss viele christ - demokratische Parteigründungen auf Landesebene voraus.

Der Anfang wurde von Andreas Hermes, dem Zweiten Bürgermeister Berlins gemacht, in dessen Haus sich ehemalige Mitglieder der Zentrumspartei, der Demokratischen Partei und Personen aus nichtparteigebundenen demokratisch-nationalen Lagern zusammenfanden.

Am 22.7. 1945 fand die Gründungsversammlung der CDU in Berlin statt, deren erster Vorsitzender Andreas Hermes wurde Am 2. September 1945 gründete sich eine rheinische Landespartei (aus 43 Gründungsgruppen) und eine westfälische Landespartei. Die beiden Landesparteien hatten starken Einfluss auf die Entwicklung der CDU.[4]

Am 5. Februar.1946 erfolgte im der Britisch besetzen Zone die Bildung eines Zonenverbandes mit Konrad Adenauer als Vorsitzendem.

In der amerikanischen und französischen Zone war eine Bildung eines Zohnenverbandes untersagt, und so trafen sich am 5.und 6. Februar. 1947 in Königstein Repräsentanten aus allen Zonen und vereinbaren die Gründung der Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU Deutschlands“.

Zum Generalsekretär wurde Bruno Dörpinghaus ernannt. Das Sekretariat unter seiner Leitung war die einzige zentrale Organisation der Unionsparteien. Es war unter anderem zuständig für die christlichen Parteien im Informationsaustausch zwischen den Parteigremien auf Zonen- und Länderebene und die Herstellung erster Kontakte zu Ausland.

Den Wahlkampf für die Bundestagswahl 1949 bestritt die „Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU Deutschlands". Die politische Existenz der CDU war mit dem Wahlerfolg oder der Niederlage Adenauers verbunden, denn die Partei konnte das Ansehen und den Bonus, den Konrad Adenauer als Kanzler besaß, für sich nutzen.

Daher kann die CDU für ihre Anfangszeit als ,,Kanzlerwahlverein" bezeichnet werden.[5]

Die Bundespartei wurde erst auf dem Bundesparteitag vom20. bis 22.Oktober 1950 in Goslar gegründet. Erster Vorsitzender der Bundespartei wurde Konrad Adenauer, der seit dem15. September. 1949 der erste Bundeskanzler geworden war.

In der vorhergegangenen Bundestagswahl erreichten die Unionsparteien mit 31.0 Prozent[6] die meisten Stimmen und wurden somit stärkste Fraktion im Bundestag, vor der SPD die 29,2 Prozent[7] der Stimmen hinter sich stellen konnte. Die Unionsparteien bildeten zusammen mit der FDP und der DP (Deutsche Partei) eine Koalition.

Die fünfziger Jahre waren durch das bestimmt, was schon zur damaligen Zeit als „Wirtschaftswunder“ galt, nämlich der vergleichsweise schnelle Wideraufbau und die Modernisierung der Industrie.[8] Dank dieser erfolgreichen Wirtschaftpolitik von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard erreichte die Union 1953 und 1957 abermals Wahlsiege, wobei 1957 sogar die absolute Mehrheit zustande kam.

In der folgenden Phase 1961 bis 1969 rückten innenpolitische Konflikte und Probleme in den Vordergrund.[9] Diese führte bei den Bundestagswahlen 1961 zu Verlusten, dennoch wurde K. Adenauer als Bundeskanzler bestätigt.

1963 folgte Ludwig Erhard, K. Adenauer ins Kanzleramt, der zu seinen Gunsten zurückgetreten war. Nach den Bundestagswahlen 1965 koalierte die Union mit der FDP.

Differenzen über den Ausgleich des Haushaltes führten dann im Herbst 1966 zum Austritt der FDP- Minister aus der Bundesregierung.[10]

Kurt Georg Kiesinger bildete darauf hin mit der SPD die erste Große Koalition auf Bundesebene.

Obwohl die CDU/CSU aus der Bundestagswahl 1969 als stärkste Partei hervorgegangen war, bildeten SPD und FDP die neue Bundesregierung.[11] Die Union fand sich zum ersten Mal in der Rolle der Opposition wieder. Doch der Übertritt einiger Abgeordneter von SPD und FDP zur Union schwächte die Koalition, aber der Versuch im Frühjahr 1972, Willy Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum abzulösen, scheiterte, da zwei Mitglieder aus der eigenen Fraktion gegen Rainer Barzel, CDU-Vorsitzender seit 1971, stimmten.

Da aber die sozialliberale Koalition ebenfalls nicht über die parlamentarische Mehrheit verfügte, wurden Neuwahlen unumgänglich.[12]

Bei den Bundestagswahlen 1972 erfolgte eine deutliche Niederlage, denn zum ersten Mal stellten CDU/CSU nicht mehr die stärkste Fraktion. Rainer Barzel, verzichtete 1973 auf eine zweite Wahlperiode und übernahm die Verantwortung für die Wahlniederlage.

Also ging die CDU nach der eklatanten Wahlniederlage 1972 daran, sich ein neues, ein modernes Profil zu geben, das nicht nur rückwärts, sondern nach vorwärts gerichtet ist.[13]

Sein Nachfolger wurde Helmut Kohl. Bei den Bundestagswahlen 1976 verpasste man mit 48,6 Prozent knapp die absolute Mehrheit, konnte sich aber dennoch nicht gegen die Koalition der SPD und FDP durchsetzen.

Bei der Bundestagswahl 1980 unterlag der CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strauß als gemeinsamer Kanzlerkandidat der beiden Unionsparteien dem amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die Union wurde dennoch wieder Stärkste Fraktion.

1982 beendete Bundeskanzler Helmut Schmidt, nach Differenzen in der Wirtschaftspolitik die Koalition mit der FDP und schlug Neuwahlen vor, Dieses Angebot wurde von der CDU/CSU und Teilen der FDP nicht angenommen, stattdessen brachten sie ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Kanzler ein, was zur folge hatte das Helmut Kohl neuer Bundeskanzler wurde.

1982 stellte kohl die Vertrauensfrage welche er absichtlich verlieren lies, worauf der Bundespräsident Neuwahlen anordnete. Die neue Koalition aus CDU/CSU und FDP fand eine eindrucksvolle Bestätigung.[14]

CDU und CSU erzielten mit 48,8 Prozent das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte auf Bundesebene.[15]

Nach der Wiedervereinigung konnte Helmut Kohl, bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen 1990 dank der Wiedervereinigung, denn er hatte den Umfragen nach bereits zurückgelegen, einen deutlichen Wahlsieg erringen.

[...]


[1] M. Rowold, Im Schatten der Macht. Nichtetablierte Kleinparteien, in H. Oberreuter/A. Mintzel, Parteien in der BRD, S. 311

[2] G. Olzog/H.-J Liese, Die Politischen Parteien in Deutschland, S.55

[3] U. v. Alemann: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 2000, S. 48.

[4] A. Biefang: Die Wiederentstehung politischer Parteien in Deutschland nach 1945. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 18/19 1995, S. 34 - 46, hier S. 37

[5] U. v. Alemann, a.a.O, S.50

[6] http://www.bundeswahlleiter.de/ergebalt/d/t/bt-int49.htm

[7] http://www.bundeswahlleiter.de/ergebalt/d/t/bt-int49.htm

[8] P. Lösche, Kleine Geschichte der Deutschen Parteien, S. 107

[9] P. Lösche, a.a.O,, S. 108

[10] E. Jesse, Die Entwicklung des Parteiensystems und der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland vom Beginn der zweiten hälfte der vierziger Jahre bis zur Gegenwart, In: Parteien und Wahlen in Deutschland, S. 34

[11] Olzog/H.-J Liese, a.a.O,, S. 91

[12] E. Jesse, , a.a.O , S. 36

[13] K. Sontheimer, Grundzüge des politischen Systems der neuen Bundesrepublik Deutschland, S. 140

[14] H.-D. Klingemann/M. Kaase, Wahlen und politischer Prozess. Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 1983

[15] E.Jesse, , a.a.O, S. 40

Details

Seiten
14
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640106011
ISBN (Buch)
9783640116690
Dateigröße
415 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v94341
Institution / Hochschule
Hochschule für Politik München
Note
2,3
Schlagworte
Geschichte Parteien Bundesrepublik Deutschland System

Autor

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