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Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation.

Seminararbeit 2008 10 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Gebärdensprache was ist das?

2. Geschichte der Gebärdensprache

3. Gebärdenschrift

4. Arten der Gebärdensprache
4.1. Primäre Gebärdensprache
4.2. Sekundäre Gebärdensprache Aboriginies
4.3. Künstliche Gebärdensprache Fingeralphabet

5. Übersicht der Sprachinstrumente für Gebärdensprachen

6. Eigenständige Sprache und Verhältnis zur Lautsprache

7. Resümee

8. Literaturverzeichnis

Gebärdensprache

1. Gebärdensprache was ist das?

Die Gebärdensprache ist eine eigenständige, visuell wahrnehmbare natürliche Sprache, welche insbesondere von Gehörlosen und stark schwerhörigen Menschen zurr Kommunikation genutzt wird. Sie besteht aus kombinierten Zeichen (Gebärden), welche mit den Händen in Verbindung mit Mimik und Mundbild (lautlos gesprochene Wörter oder Silben) und im Kontext mit der Körperhaltung gebildet werden, es wird das gesamte Ausdrucksrepertoire ausgeschöpft.. Bei der taktilen Gebärdensprache für blinde Gehörlose werden die Gebärden gefühlt. Dabei nimmt der Sprecher oder Dolmetscher die Hände des blinden Gehörlosen in seine eigenen.

2. Geschichte der Gebärdensprache

Wann genau die Gebärdensprache erfunden wurde, ist nicht bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass es sie gibt, seitdem Menschen existieren, da die ersten Wesen erst eine Lautsprache entwickeln mussten, um zu kommunizieren.

Früher wurden gehörlose Menschen oft ausgeschlossen, denn sie galten als nicht bildbar.

Im 16. Jahrhundert lebten sie arm und ausschließlich vom Betteln. Sie lebten ein unerfülltes Leben, denn ihre Ausdrucksmöglichkeiten beschränkten sich auf selbsterfundene Zeichen und Gesten. Nur wer reich war, hatte Glück. Denn reiche Familien schickten ihre gehörlosen Kinder zu einem Lehrer, der ihnen Unterricht in Lesen und Sprechen gab. So wurde die Person vor dem Gesetz anerkannt und nur so konnte sie Vermögen und Titel erben.

Das Interesse an Taubstummen wurde in der Aufklärungszeit geweckt, als man nach dem natürlichen Menschen suchte. Da Taubstumme durch ihres Nichtsprechens nur beschränkt sozialisierbar waren, meinte man, dass sie durch die Kultur so auch nicht verdorben wurden und ernannte sie zu den natürlichsten Menschen.

Es entstand eine Entdeckerfreundlichkeit für Gesellschaftsoriginale, in denen neue utopische und idealistische Vorstellungen verwirklicht werden sollten.

Man ging davon aus, dass Tugenden durch Erziehung gefördert werden würden und so wurde der Bildungsprozess für dem Menschen miteinbezogen.

Auch Menschen mit Behinderung wurden unterstützt und gefördert, indem man Sonderschulen eröffnete.

Wichtig für die institutionelle Erziehung von gehörlosen Kindern waren zwei Impulse[1]:

1. Gehörlose Menschen gelten nicht als verdorben von der Zivilisation
2. Die Pflicht des Bürgers ist es, für die Gemeinschaft nützlich zu sein. Man soll alle Menschen in die Gesellschaft aufnehmen.

1770 gründete Abbé de l’Epee die erste Schule für Gehörlose, in denen neue Methoden, auf Gebärden gestützt, unterrichtet werden sollten.

Durch Beobachtungen der Gehörlosen in der Umgebung lernte Abbé und es entstanden „echte“ Gebärden, die als Grundwortschatz dienen sollten. Um die Gebärden an die französische Sprache anzupassen, fügte Abbé einige weitere Ergänzungen hinzu.

Diese Methoden ergaben gute Erfolge und schnell entstanden immer mehr Schulen und verbreiteten sich in der ganzen Welt.

[...]


[1] Adam, H. 1993: Mit Gebärden und Bildsymbolen kommunizieren (S.116)

Details

Seiten
10
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783638072045
ISBN (Buch)
9783640335732
Dateigröße
682 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v93952
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
Schlagworte
Nonverbale Kommunikation Gebärdensprache

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Titel: Gebärdensprache. Nonverbale Kommunikation.