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Arbeitszeitflexibilisierung als Work-Life-Balance-Maßnahme

Hausarbeit 2007 11 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept Work-Life-Balance

3.Arbeitszeitmodelle im Überblick
a) Teilzeitarbeit
b) Gleitzeit
c) Telearbeit

4. Arbeitszeitflexibilisierung als geeignete Maßnahme?

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Untersuchungen ergeben, dass nur ca. 15% der Mitarbeiter in Unternehmen ihr Berufs- und Privatleben miteinander vereinen können. Beide Bereiche aufeinander abzustimmen, stellt für viele ein großes Problem dar. Somit ist es umso erforderlicher, den Ausgleich zwischen Arbeit („Work“) und Privatleben („life“) zu unterstützen.[1]Denn je weniger sich die Arbeit mit dem Privatleben überschneidet, umso zufriedener ist ein Mensch mit seiner gesamten Situation.[2]

Damit jedoch eine nachhaltige Familienpolitik entsteht, muss nicht nur der Staat dabei tätig werden, sondern auch die Unternehmen ihren Beitrag dazu leisten. Mit Hilfe von geeigneten Maßnahmen sollten sie ihren Mitarbeitern dabei helfen, ihre Work-Life-Balance zu finden, um das Berufs- und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen.[3]

Doch welche Schritte sind hierfür erforderlich und wie leicht ist es, diese umzusetzen und anzuwenden? Die Flexibilisierung von Arbeitszeiten gilt als eines der bekanntesten Work-Life-Balance-Maßnahmen, bei der es nach Umfragen den größten Handlungsbedarf gibt.[4]In meiner Hausarbeit möchte ich untersuchen weshalb dieses Instrument sinnvoll ist und überprüfen welche Probleme dabei auftreten können.

2. Das Konzept Work-Life-Balance

Damit Unternehmen dabei helfen können, ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben entstehen zu lassen, muss berücksichtigt werden, dass es verschiedene Zielgruppen gibt. Hierzu gehören nicht nur Familien und allein stehende Mitarbeiter, sondern auch Führungskräfte, sowie ältere und auch jüngere Mitarbeiter. Die Arbeitszeitflexibilisierung ist vor allem bei Familien mit Kindern erwünscht, weshalb ich mich verstärkt auf diese Zielgruppe beziehe.[5]Im Hinblick darauf, definiere ich den Begriff “Work-Life-Balance” (deutsch: „Arbeit, Leben, Ausgeglichenheit“) als einen Ausgleich zwischen dem Berufs- und Familienleben.[6]

Viele Paare möchten aufgrund der immer steigenden Leistungsanforderungen in ihrem Beruf oftmals nur noch ein Kind haben, oder sogar ganz auf Kinder verzichten. Die Menschen, die sich für Kinder entschieden haben, stehen oftmals vor einigen Problemen, die bewältigt werden müssen, damit das Leben zwischen Beruf und Familie nicht aus den Rudern läuft.[7]

Bei dem Einsatz von verschiedenen Maßnahmen muss auf soziale, private und gesundheitliche Faktoren Rücksicht genommen werden, die in Einklang mit dem Beruf gebracht werden sollen, um den einzelnen Mitarbeitern eine ausgewogene Lebenshaltung zu bieten.[8]Aber nicht nur eine Betreuung und Beratung in bestimmten Lebensphasen, sowie eine finanzielle Unterstützung durch den Staat (zum Beispiel mit Hilfe des Kindergeldes), ein gutes Betriebsklima und die Möglichkeit der Kinderbetreuung in Form von z.B. Betriebskindergärten, sondern auch die Arbeitszeitflexibilisierung, dienen als Unterstützung der Work-Life-Balance.[9]

3.Arbeitszeitmodelle im Überblick

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen die bei den jeweiligen Unternehmen eingesetzt werden. Sie dienen als geeignete Maßnahme, den Mitarbeitern dabei zu helfen, ihre eigene Work-Life-Balance durch mehr Flexibilität zu finden, indem die Arbeitszeit auf einen bestimmten Zeitraum variabel verteilt werden kann.[10]Wie viel Flexibilität dadurch erreicht wird, hängt von den jeweiligen Parametern Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit ab.[11]

Bevor ich eine kritische Stellungnahme zu den flexiblen Arbeitszeitmodellen gebe, möchte ich einen groben Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung schaffen und die drei wichtigsten Modelle kurz vorstellen.

[...]


[1]Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb, PDF-Dokument siehe Anhang, Berlin 2006, S.6

[2]Vgl. Von Rosenstiel, Lutz: Motivation im Betrieb, Leonberg 2001, S. 184

[3]Vgl. Eichhorst, Werner: Vereinbarkeit von Familie und Beruf im internationalen Vergleich, Gütersloh 2007, S.96 und Vgl. Die soziale Situation in Deutschland –Lebensformen, Familie und Familienpolitik, www.bpb.de/wissen/9O5QVN,0,0,Lebensformen_Familie_und_Familienpolitik.html, Download v. 25.01.2008

[4]Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, a.a.O., S.8 und 14

[5]Vgl. Michalk, Silke und Nieder, Peter: Erfolgsfaktor Work-Life-Balance, Weinheim 2007, 1.Auflage, S.60ff.

[6]Vgl. Michalk, Silke und Nieder, Peter, a.a.O., S.21

[7]Vgl. Lange, Ursula: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Hamburg 2007, S.3

[8]Vgl. Michalk, Silke und Nieder, Peter, a.a.O., S.21ff. Vgl. Berlinpolis: Work-Life- Balance: Der neue Vertrag zwischen Mitarbeitern und Unternehmen, Sommer2002, www.berlinpolis.de/work_life_balance/BerlinPolis_work_Life_balance.pdf Vgl. De Micheli, Marco: Nachhaltige und wirksame Mitarbeitermotivation, Zürich 2006, 1.Auflage, S.74ff. Vgl. Klenner, Christina: Familienfreundliche Betriebe – Anspruch und Wirklichkeit, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, H.34/2007, S.18

[9]Vgl. Eichhorst, Werner, a.a.O., S.97 und Vgl. Michalk, Silke und Nieder, Peter , a.a.O. ,S.62

[10]Vgl. Wanger, Susanne: Flexible Arbeitszeitmodelle, Hamburg 2006, S.6 und 19

[11]Vgl. Wanger, Susanne, a.a.O., S.4

Details

Seiten
11
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638065153
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v92677
Institution / Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Arbeitszeitflexibilisierung Work-Life-Balance-Maßnahme Arbeit Wandel Aspekte

Autor

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Titel: Arbeitszeitflexibilisierung als Work-Life-Balance-Maßnahme