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Anschließen einer Schutzkontaktsteckdose (Unterweisung Elektroniker / -in, Fachrichtung Betriebstechnik)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2008 26 Seiten

AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Elektroberufe

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1Thema der Unterweisung

2Rahmenbedingungen
2.1 Beschreibung der Auszubildenden
2.2 Beschreibung des Betriebes
2.3 Beschreibung des Ortes der Unterweisung
2.4 Ausgangssituation
2.4.1 Bewertungsmaßstab

3Lernziele
3.1 Unterweisungsmethode
3.2 Richtlernziel
3.3 Groblernziel
3.4 Feinlernziel
3.4.1– kognitives Feinkernziel (Erkenntnisse)
3.4.2– affektives Feinlernziel (Vorgang)
3.4.3– psychomotorisches Feinlernziel (Gesamtbild)
3.5 Schlüsselqualifikationen

4Unterweisungsablauf
4.1 Unterweisungsmethode (detailliert)
4.2 Handlungsablauf
4.2.11. Stufe – Vorbereiten
4.2.22. Stufe – Vormachen und Erklären
4.2.33. Stufe – Nachmachen und Erklären lassen
4.2.44. Stufe – Üben ,,Selbstständiges Anwenden,,
4.3 Lernzielkontrolle
4.4 Arbeitszeitgliederung
4.5 Verwendete Arbeitmittel

Anlage Montageanleitung für den Auszubildenden

Anlage VO über die Berufsausbildung in den industriellen

Elektroberufen …

1 Thema der Unterweisung

1Thema der Unterweisung

Zu den Aufgaben eines Elektronikers in der Fachrichtung Betriebstechnik, gehört z.B. das Anschließen von elektrischen Betriebsmitteln und das Verlegen von elektrischen Leitungen.

Darunter fällt auch das Anschließen von Schutzkontaktsteckdosen, wo man das Abmanteln von Installationskabeln, das Abisolieren und Anbringen von Einzeladern zur Anwendung bringt. Im heutigen Berufsleben und auch im häuslichen Gebrauch, ist es oft zwingend erforderlich, eine Stromversorgung für (ortsveränderliche) elektrische Betriebsmittel zu schaffen.

Die Lerninhalte sind im Teil des Ausbildungsrahmenplanes lfd. Nr.7; §11 Absatz 1 (Montieren und Anschließen von elektrischen Betriebsmitteln) des ersten Ausbildungsjahres, für diesen Berufszweig enthalten.

Eine nähere Beschreibung des Lernzieles erfolgt im Kapitel 3.

2 Rahmenbedingungen

In den folgenden Abschnitten, wird der Ausbilder kurz die Rahmenbedingungen vorstellen,

unter denen die Unterweisung stattfindet.

2.1 Beschreibung der Auszubildenden

Der zu unterweisende Auszubildende, Herr Strom ist 18 Jahre alt und befindet sich im 4 Monat seiner Berufsausbildung zum Elektroniker; Fachrichtung Betriebstechnik. Herr Strom befindet sich nicht mehr in der Probezeit. Er hat den mittleren Schulabschluss erworben und zeigte in der ersten Woche Berufsschule gute bis befriedigende Leistungen. Er nahm sehr interessiert und wissbegierig am Unterricht teil.

2.2 Beschreibung des Betriebes

Die Fa. Mustermann GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen von ca. 450 Mitarbeitern. Sie

stellt Rechnerschränke für elektronische Stellwerke für den Nah- und Fernverkehr her. Die Firma befindet sich im Aufschwung und hat die Absicht, Ihre Auszubildenden, für die Erweiterung ihres Produktionsumfanges in den kommenden 7 Jahren, nach der Ausbildung zu übernehmen. Bei entsprechend guter Leistung, in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Die Ausbildungsabteilung verfügt über alle nötigen Mittel, um den Auszubildenden alle nötigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten zu übermitteln. Hierfür stehen Ihnen 2 hauptberufliche Ausbilder zur Verfügung.

2.3 Beschreibung des Ortes der Unterweisung

DiepraktischeUnterweisung findet in der eigenen Ausbildungswerkstatt der Firma Mustermann GmbH statt. Hier stehen ihm Werkbänke zur Verfügung, die für jegliche elektrotechnische Standart´s ausgerüstet sind. Wie z.B. für Installation-, Mess- und Prüftechniken.

Für dentheoretischenUnterricht, stehen dem Auszubildenden helle, freundliche Seminar-räume mit allen nützlichen Hilfsmitteln zur Verfügung. Darunter stehen z.B. Overhead Projektoren, Beamer, Flip Chart, Tafeln, große Arbeitstische und eigene Fachbibliothek zur Nutzung bereit.

2.4 Ausgangssituation

Am heutigen Tag ist Herr Müller (Ausbilder des 1. Ausbildungsjahres) erkrankt und hat Herrn Treptow (Ausbilder des 2. Lehrjahres) beauftragt, das erste Ausbildungsjahr zu vertreten. Organisatorisch stellt dieses keine Probleme dar, weil die höhere Ausbildungsstufe in dieser Woche, die Berufsschule aufsucht.

Herr Müller hat telefonisch die Anweisung gemacht, dass auf Grund der parallel schulischen Ausbildung (duale System), bereits Grundkenntnisse bei Leitungs- und Verlegearten erworben worden sind. Um die Theorie etwas zu vertiefen, soll der Auszubildende anhand eines praktischen Beispiels die erworbenen Kenntnisse richtig anwenden. (…)

(…) Herr Müller bittet Herrn Treptow um folgende Arbeitsaufträge.

- Anschließen einer Aufputzschutzkontaktsteckdose (IP 54) mit PVC - Mantelleitung (nach VDE 0250) NJM-J 3x1,52
- Die nötigen Unfallverhütungsvorschriften UVV zu vermitteln
- Die Einhaltung der Hygiene – und Umweltvorschriften aufzuweisen

Der Auszubildende trägt die von seinem Ausbildungsbetrieb gestellten vorschriftsmäßigen Schutzkleidungen, Kittel und Sicherheitsschuhe (EGB geprüft). Dem Auszubildenden wird erklärt, dass an der anzuschließenden Leitung, unter Einhaltung der 5 Sicherheitsregeln, keine Spannung anliegen und vorhanden sein darf, um somit den Schutz einer gefahrlosen Montage, an den jeweiligen Betriebsmitteln, zu gewährleisten.

2.4.1 Bewertungsmaßstab

Das Ziel ist dann erreicht, wenn die Auszubildenden nach der Unterweisung, selbstständig und fachgerecht eine Aufputzsteckdose unter Einhaltung aller Vorschriften, richtig anschließen können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenSicherheitsschuhe (EGB)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenArbeitskittel

Lernziele_

3 Lernziele

3.1 Unterweisungsmethode

Die Unterweisung erfolg nach derVier – Stufen – Methode.

Eine klar definierte Gliederung

DieVier-Stufen-Methodebietet dem Auszubildenden eine klare übersichtliche Struktur

während der Unterweisung. Der definierte Ablauf der Unterweisung ist wichtig, da

der Auszubildende eine gewisse Führung benötigt, um seine autodidaktische Arbeitsweise zu optimieren.

Demonstration des Ausbilders

DieVier-Stufen-Methodebeginnt nach der Einführung direkt mit einer Vorstellungsphase, in der der Ausbilder den zu erlernenden Arbeitsvorgang demonstriert und erläutert.

Dadurch bekommt der Auszubildende gleich die im Unternehmen verwendete

Vorgehensweise gezeigt und kann von der Erfahrung des Ausbilders profitieren. Es steigert sogleich seine Motivation, das gerade Erlernte gezielt umzusetzen.

Gezielte Hilfestellungen

DieVier-Stufen-Methodebietet somit gleich eine Gewährleistung dafür, das der Auszubildende auf die Optimierung der bereits vorhanden Fähigkeiten wert legt und das der Ausbilder in der vorletzten Phase, dem Nachmachen und Erklären lassen, direkt während der Auszubildende die ihm gezeigten Arbeitsschritte nachmacht, diesen stets in seiner Vorgehensweise Unterstützung bietet und ihm auf eventuelle Fehler hinweist.

Ausgedehnte Übungsphase

Um im späteren Berufsleben die erlernten Fähigkeiten selbstständig auf andere Anforderungen übertragen zu können, muss in der letzten Phase derVier-Stufen-Methode, der Übungsphase, dem Auszubildenden die Möglichkeit eingeräumt werden, sein neu erworbenes Wissen zu vertiefen. Hier soll der Auszubildende selbstständig und fachgerecht das Erlernte umsetzen, wobei der Ausbilder nur noch bei absolut groben Fehlern einzugreifen hat.

Abschluss der Übungsphase

Am Ende der Unterweisung wird noch einmal auf das Erlernte eingegangen. Dort kann der Auszubildende dem Ausbilder gezielte Fragen zum Arbeitsablauf stellen. Danach könnten beide gemeinsam eine Bewertung zum Ablaufprozess machen.

Dadurch könnte der Auszubildende das Gefühl bekommen, auch aktiv etwas ändern und verbessern zu können.

Lernziele

3.2 Richtlernziel

Der Auszubildende soll, wie im Ausbildungsrahmenplan beschrieben, elektrische Betriebsmittel anschließen können.

3.3 Groblernziel

Anschließen von elektrischen Betriebsmitteln mit bestimmter Anschlusstechnik

3.4 Feinlernziel

Der Auszubildende soll selbständig und fachgerecht ein Installationskabel

(PVC – Mantelleitung NYM-J 3x1,52 ) abisolieren und an eine

Aufputz-Schutzkontaktsteckdose mittels Schraubklemmtechnik anschließen können.

-Die Feinlernziele untergliedern sich in die folgenden Bereiche

Feinlernzielbereiche

3.4.1 Kognitives Feinlernziel

- Der Auszubildende soll die einzelnen Schritte der korrekten Installation einer

Schutzkontaktsteckdose nennen können.

- Er soll die Arbeitsmittel und ihre Verwendung nennen können.
- Er hat Kenntnisse über die Unfallverhütungsvorschriften.
- Er hat Kenntnisse über die Hygiene- und Umweltvorschriften

3.4.2 Affektives Feinlernziel

- Der Auszubildende soll von der Notwendigkeit der gewissenhaften Durchführung seiner

Arbeit überzeugt werden.

- Er erkennt, warum er sorgfältig und verantwortungsbewusst mit den Arbeitsmitteln

umgehen soll.

3.4.3 Psychomotorisches Feinlernziel

- Der Auszubildende soll ein Installationskabel mit Hilfe eines Kabelmessers abmanteln.
- Er soll die Einzeladern der Leitung mit Hilfe einer Abisolierzange abisolieren.
- Er soll die abisolierten Adern mittels Klemmentechnik mit den Anschlüssen der

Steckdose verbinden.

Lernziele_

3.5 Schlüsselqualifikationen

Dem Auszubildenden sollen neben der fachlichen Kompetenz auch übergeordnete Fähigkeiten bzw. Qualifikationen vermittelt werden. Die Individualkompetenz ist Vorraussetzung zur Entwicklung der Sozial-. Methoden- und Fachkompetenz.

-Fachkompetenz

Die übermittelten fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen, sollte der Auszubildende auch in anderen Abteilungen des Ausbildungsbetriebes anwenden können.

-Methodenkompetenz

Durch das Nachmachen, Üben und Kommentieren der einzelnen Arbeitsschritte, soll der

Auszubildende zur Selbständigkeit der Arbeitsausführung angewiesen werden.

-Sozialkompetenz

Durch das Gespräch mit dem Ausbilder soll die Kommunikationsfähigkeit des Auszubildenden gefördert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Details

Seiten
26
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783638072380
Dateigröße
5.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v92020
Note
1,0
Schlagworte
Anschließen Schutzkontaktsteckdose Elektroniker Fachrichtung Betriebstechnik) Ausbildung Ausbilder

Autor

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