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Arbeitsmotivation durch Personalentwicklung in Pflegeberufen

Hausarbeit 2006 19 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs Motivation
2.1 Definition Motivation
2.2 Unterscheidung von Motiv und Motivation
2.3 Definition des Zusammenhangs Motivation und Arbeitsmotivation

3. Theorien der Arbeitsmotivation
3.1 Bedürfnis – Hierarchie – Theorie nach Maslow
3.1.1 Kritische Beurteilung der Theorie von Maslow
3.2 Zwei – Faktoren – Theorie nach Herzberg
3.2.1 Kritische Beurteilung der Theorie von Herzberg

4. Mitarbeitermotivation durch Personalentwicklung in Pflegeberufen

5. Personalentwicklung im Pflegeunternehmen
5.1 Ziele der Personalentwicklung

6. Ansätze und Konzepte der Personalentwicklung
6.1 Personalentwicklung durch Bildung
6.2 Personalentwicklung durch Mitarbeiterführung
6.3 Personalentwicklung und Beurteilung
6.4 Personalentwicklung und Entgeltpolitik

7. Mögliche Maßnahmen und Instrumente der Personalentwicklung
7.1 Personalentwicklung „on the job“
7.2 Personalentwicklung „off the job“

8. Trends in der Personalentwicklung
8.1 Neue Maßnahmen und Instrumente der Personalentwicklung
8.1.1 Distance Learning
8.1.2 E-Learning
8.1.3 Erlebnispädagogik, Edutainment und Infotainment
8.1.4 „Kreative Personalentwicklung“- Kunst als innovatives Instrument

9. Fazit

LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

Was bewegt uns Menschen eigentlich dazu, zu arbeiten? Sicherlich die notwendige Erfordernis eine eigene Existenzgrundlage durch ein selbst erwirtschaftetes Einkommen zu schaffen. Gibt es jedoch noch andere Faktoren sich in der Arbeitswelt zu engagieren? Sei es durch Weiterbildungen, besonderen persönlichen Einsatz oder einfach nur mit der Einstellung, seine Arbeit ordentlich und effizient verrichten zu wollen. Hierdurch stellt sich die Frage nach den grundsätzlichen Motiven, die uns Menschen zu besonderen Leistungen im Arbeitsleben bewegen. Diese Verhaltens- und Leistungsbereitschaft wird als Arbeitsmotivation bezeichnet.

In der hier folgenden Hausarbeit soll dargestellt werden, welche Möglichkeiten und Probleme sich bei einer Auswahl an herkömmlichen und neueren Maßnahmen zur Förderung der Motivation von Mitarbeitern ergeben. Eingeleitet wird diese Hausarbeit mit einer Definitionsabgrenzung, was unter dem Begriff Arbeitsmotivation im allgemeinen zu verstehen ist. Im Anschluss folgt eine Betrachtung von herkömmlichen Theorien der Arbeitsmotivation. Der letzte Teil dieser Hausarbeit betrachtet die Möglichkeiten der Motivation in Pflegeberufen durch die Personalentwicklung.

2. Definition des Begriffs Motivation

2.1 Definition Motivation

Allgemeinen kann die Motivation als aktivierte Verhaltensbereitschaft eines einzelnen Individuums im Hinblick auf die Erreichung bestimmter Ziele verstanden werden. Warum gewinnen bestimmte Situationen für bestimmte Personen eine Aufforderung oder Anreiz zum handeln?

Hiermit sind Situationen gemeint in denen die Person annimmt, dass erwünschte Zustände mit bestimmter Wahrscheinlichkeit erreichbar sind. Außergewöhnliche Situationen können somit zu außergewöhnlichen Handlungen führen, die von individuellen Wertungsdispositionen und Handlungsmöglichkeiten bestimmt sind. In der Person liegende Determinanten interagieren mit situativen Determinanten. Dieses Interaktionsprodukt wird als Motivation bezeichnet.[1]

2.2 Unterscheidung von Motiv und Motivation

Da es in unserem allgemeinen Sprachgebrauch häufig vorkommt, dass die Begriffe Motiv und Motivation sowie die damit verbundenen Begriffe in anderen Zusammenhängen verwendet werden, erfolgt hier nun eine Abgrenzung:

In der Definition des Begriffs Motivation von Rosenstiel handelt es sich um einen „doppelsichtigen“ Begriff.[2] Zum einen wird hierdurch ein beobachtbares Verhalten von Menschen erklärt, wobei die Motive nicht sichtbar oder unmittelbar sichtbar sind. Zum anderen dient der Begriff zum Ausdruck für direkt Erlebtes, denn eigenen Hunger könne man unmittelbar erleben und benennen. Für ihn seien Motive klar isolierte Beweggründe des menschlichen Verhaltens wie Durst, Hunger etc. und von Motivation könne man sprechen, wenn in konkreten Situationen aus dem Zusammenspiel verschiedener aktivierter Motive das Verhalten entstehe.[3]

2.3 Definition des Zusammenhangs Motivation und Arbeitsmotivation

Da die Motivation in allen Bereichen des Lebens großen Einfluss auf den Menschen hat, spielt sie auch im Arbeitsbereich eine sehr große Rolle. Die Arbeitsmotivation beschäftigt sich mit dem Aspekt der Motivation, „der mit dem Verhalten von

Individuen in hierarchischen und arbeitsteiligen Organisationen verbunden ist“[4]. Für die Betriebe ist es ein entscheidender Faktor zu der Erreichung von Organisationszielen. Arbeitsmotivation des Mitarbeiters ist die Bereitschaft, seine Leitungsfähigkeit zur Erfüllung der Organisationsziele einzusetzen, wobei beim Mitarbeiter Unzufriedenheit vermieden und Zufriedenheit erreicht werden sollen. Hierbei wird sogar eine besondere Anstrengung von Seiten des Mitarbeiters unternommen, um die Ziele zu erreichen.

3. Theorien der Arbeitsmotivation

Die Inhaltstheorien der Motivation suchen nach den Zusammenhängen von Motivinhalten. Es wird versucht zu beschreiben, welche angeborenen oder erlernten Motivziele vom Menschen angestrebt werden. Das Interesse dieser Forschung gilt den individuellen Zielen und den Anreizen, die bei individuellen Verhalten ausgelöst werden.

3.1 Bedürfnis – Hierarchie – Theorie nach Maslow

Am Anfang war die Bedürfnishierarchie von Maslow nicht als Theorie für die Arbeitsmotivation konzipiert worden. Dennoch hat sie mittlerweile in der Organisationspsychologie und auch in der Betriebswirtschaftslehre eine sehr starke Beachtung gefunden. Die von Maslow konzipierte Bedürfnishierarchie, geht von der Grundannahme aus, dass die Bedürfnisse die Motive des Handelns sind und ein bereits befriedigtes Bedürfnis nicht mehr motivieren kann. Diese bereits befriedigten Bedürfnisse aktivieren aber die nächsten Stufen. Diese werden somit akut, sobald die Bedürfnisse der niedrigen Stufen befriedigt worden sind.[5] Die Bedeutung der angegebenen Bedürfnisse leitet er aus den evolutionären Entwicklung ab. Je höher das einzelne Bedürfnis, desto spezifisch menschlicher soll es sein und umso entwickelter ist die individuelle Persönlichkeit.

Das Motivationsmodell wurde bereits im Jahr 1954 von Maslow entwickelt. Es besteht aus fünf Motivgruppen, die Maslow bei jedem Menschen potentiell angelegt sind:

1) physiologischen Bedürfnissen (wie Nahrung, Wohnung, Schlaf, Sexualität),
2) Sicherheitsmotiven (nach materieller und existentieller Sicherheit),
3) sozialen Motiven (nach sozialer Integration, Liebe und Zuneigung),
4) Ich-Motive (nach Achtung, Anerkennung und Wertschätzung durch andere und sich selbst) und
5) Selbstverwirklichung (verstanden als Autonomie, Aktualisierung des eigenen Potentials)

Für den betrieblichen Bereich lassen sich diese Motivgruppen entsprechend erweitern, um
1) die bestmögliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen,
2) langfristige Arbeitsverträge, Krankheits- und Alterssicherung und Unfallschutz,
3) ein gutes Betriebsklima, Teamarbeit und Weiterbildungsmöglichkeiten,
4) die Anerkennung durch Vorgesetzte, Kollegen und Gruppen, den Schutz vor Mobbing,
5) die Selbständigkeit des Arbeitsbereiches, kreative Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsbereiches und Freiräume durch Delegation von Verantwortung und Dezentralisation.

In der Theorie von Maslow gibt es fünf inhaltlich voneinander teilbare Motivgruppen, die allerdings nicht gleichwertig nebeneinander stehen, sondern hierarchisch angeordnet sind. Die vier unteren Motivgruppen stellen Defizitmotive dar. Langfristige Frustration innerhalb dieser Motive soll demnach zu Krankheit, ihre Befriedigung zu Gesundheit führen. Die Motivgruppen der Grundbedürfnisse haben eine vorrangige Stellung, so dass die nächst höheren erst wirksam werden, sobald die vorhergehenden befriedigt werden. Die Erfüllung der darüber befindlichen Wachstumsmotivation baut auf den zuvor erfüllten Grundbedürfnissen auf. Erst wenn die zuvor erreichte Sättigung einer Gruppe in Frage gestellt wird, wendet sich das Interesse an der beürfnisbefriedigung wieder dieser ,,niedrigeren" Gruppe zu. Unter Selbstverwirklichung versteht Maslow, seiner eigenen Natur treu zu bleiben, seine Möglichkeiten zu aktualisieren, eine in jedem Menschen angelegte günstige Zielsetzung, bei der auch die höheren Bedürfnisse befriedigt werden sollen. Für Maslow ist das Erreichen der höchsten Aktivierungsstufe Ausdruck einer gesunden psychologischen Entwicklung, die zu unverzerrter Realitätswahrnehmung, Selbstakzeptanz, Spontaneität, einer intensiven Aufgabenzuwendung gegenüber der Ich-Fixierung, zu Identifizierungs- wie Distanzierungsfähigkeit, Unabhängigkeit, Kreativität und einer nicht- autoritären Charakterstruktur führt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Bedürfnispyramide nach Maslow

[...]


[1] Vgl. Heckhausen, H., (2003), S.3

[2] Vgl. Rosenstiel, L., (2001), S.5

[3] Vgl. Rosenstiel, L., (2001), S.6

[4] Vgl. Kleinbeck ,U., (1996), S. 14

[5] Vgl. Wunderer, R., (2006), S.176f.

Details

Seiten
19
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638047456
ISBN (Buch)
9783638943031
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v90373
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,3
Schlagworte
Arbeitsmotivation Personalentwicklung Pflegeberufen

Autor

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