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Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Benchmarking

Hausarbeit 2007 10 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Allgemeine Beschreibung des Benchmarking

3. Probleme und Hindernisse
3.1 Planungsphase
3.2 Analysephase
3.3 Aktionsphase
3.4 Kontrollphase

4. Lösungsansätze in der Praxis

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der folgende Text beschäftigt sich mit den Problemen und Hindernissen des Benchmarking in der Praxis und mit den vorhandenen Lösungsansätzen.

Der Begriff des Benchmarking stammt aus der Entstehungsphase dieses Management-Tools in den siebziger Jahren und ist hergeleitet von dem englischen Wort „Benchmark“. Dieses bedeutet soviel wie Höhenmarke oder Orientierungswert und ist als Höhenunterschied zu einem gegebenen Punkt zu verstehen. Im wirtschaftlichen Zusammenhang steht der Begriff des Benchmarking somit für die Orientierung eines Unternehmens oder eines Unternehmensbereiches an einem besseren (oder dem Besten) Unternehmen oder Unternehmensbereich.

Dieses Bestreben nach dem Erreichen der „best practice“ bringt in der praktischen Umsetzung viele Probleme und Umsetzungshindernisse mit sich, die im Folgenden beschrieben werden. Einer kurzen allgemeinen Darstellung des Benchmarking folgt die Beschreibung der einzelnen Phasen des Benchmarking-Prozesses mit den jeweils ihnen eigenen Schwierigkeiten und Grenzen.

Ziel dieser Arbeit ist es allerdings nicht nur auf die Probleme hinzuweisen, sondern auch das Vorzuschlagen von Lösungsansätze und das Betrachten von Praxisbeispielen in Unternehmen, die das Benchmarking erfolgreich umgesetzt haben.

2. Allgemeine Beschreibung des Benchmarking

Das Benchmarking ist als ein Tool anzusehen, mit dessen Hilfe man systematisch von anderen Unternehmen oder Unternehmensbereichen lernen und eine kontinuierliche Verbesserung erreichen kann.[1]Man hat hierbei die Möglichkeit sich auf die unterschiedlichsten Komponenten eines Unternehmens zu beziehen, wie z.B. Produkte, Prozesse, Abteilungen oder das gesamte Unternehmen. Je größer das Verbesserungspotential ist, desto besser und schneller werden gute Erfolge mit dem Benchmarking erzielt werden. Daher bieten sich oft kunden-ferne Bereiche an, da diese so einem sonst nicht vorhandenen Wettbewerb ausgesetzt werden können.[2]

Es gibt fernerhin die Möglichkeit zwischen internen (also der Vergleich mit Komponenten des eigenen Unternehmen) und externen Benchmarking (dem Vergleich mit anderen Unternehmen) zu wählen. Das interne Benchmarking, wie Tchibo es zwischen seinen verschiedenen Distributionszentren macht, hat zwar den Vorteil das die Daten leicht zu generieren und meist auch gut vergleichbar sind, allerdings ist natürlich nie sicher, dass der Vergleichspartner wirklich Spitzenleistungen bringt. So kann man im externen Bereich nach den Spitzenkräften im benötigten Vergleich suchen, allerdings ist hier nicht immer gewährleistet, dass das andere Unternehmen mitarbeiten möchte.[3]Des Weiteren besteht hier die Schwierigkeit, dass die Qualität der zu erlangenden Daten nicht das benötigte Niveau haben.[4]

Das Benchmarking gliedert sich typischerweise in vier Hauptphasen: die Planungsphase, die Analysephase, die Aktionsphase und die Kontrollphase.[5]Im Folgenden werden diese Phasen beschrieben und auf die Probleme und Hindernisse an den verschiedenen Stationen des Benchmarking-Prozesses hingewiesen.

3. Probleme und Hindernisse

3.1 Planungsphase

In der Planungsphase geht es zunächst darum das Benchmarking-Objekt festzulegen, somit also darum, ob ein Produkt, ein Prozess ein Bereich oder das ganze Unternehmen verbessert werden soll. Ausschlaggeben für die Wahl können verschiedene Faktoren sein, wie zum Beispiel großes vermutetes Verbesserungspotential, aktuelle Probleme[6]oder der Kundennutzen.[7]Vor allem aber sollte das Objekt ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens darstellen.[8]

Anschließend wird ein Benchmarking-Team im Unternehmen gebildet, das den Prozess begleiten und durchführen soll. Hierbei ist das Problem, dass dieses Team im gesamten Unternehmen eine gute Akzeptanz des Projektes und der Ergebnisse erzielen muss. Hierfür bietet es sich an aus jedem relevanten Bereich des Unternehmens mindestens ein Mitglied in das Team zu integrieren. Es ist außerdem von Vorteil externe Berater mit einzubeziehen, da diese einen unvorhereingenommenen Blick auf das Unternehmen werfen können.[9]

Als nächster Schritt in dieser Phase folgt die Festlegung der Messungsgrößen. Diese beziehen sich stets auf die Zielvorstellungen, die das Unternehmen mit dem Benchmarking verbindet, wie beispielsweise Kosten-, Qualitäts-, Zeit- oder / und Kundenzufriedenheitsaspekte. Diese wiederum sind in Kennzahlen zu übersetzen, um die Vergleiche während des Prozesses zu gewährleisten. Hierbei ist darauf zu achte, ob zwischen den einzelnen Zielgrößen Beziehungen bestehen.[10]Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass Kennzahlen immer in konkreter Form, wesentliche Aussagen über das zahlenmäßig erfassbare betriebswirtschaftliche Sachverhalte enthalten.[11]

[...]


[1]Vgl. Wildemann, Controlling im TQM, Seite 163

[2]Vgl. Fischer, Kostencontrolling, Seite 365

[3]Vgl. Fischer, Kostencontrolling, Seite 366

[4]Vgl. Siebert, Kempf, Benchmarking, Seite 20

[5]Vgl. Götze, Kostenrechnung und Kostenmanagement, Seite 325

[6]Vgl. Götze, Kostenrechnung und Kostenmanagement, Seiten 325 & 326

[7]Vgl. Siebert, Kempf, Benchmarking, Seite 74 & 75

[8]Vgl. Götze, Kostenrechnung und Kostenmanagement, Seite 327

[9]Vgl. Götze, Kostenrechnung und Kostenmanagement, Seite 327

[10]Vgl. Götze, Kostenrechnung und Kostenmanagement, Seite 327

[11]Vgl. Bichler, Gerster, Reuter, Logistik-Controlling mit Benchmarking, Seite 51

Details

Seiten
10
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638040686
Dateigröße
351 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v89845
Institution / Hochschule
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Emden
Note
1,3
Schlagworte
Strategien Einsatz Benchmarking Controlling

Autor

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