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Griechische Denkschriften des 4. Jahrhunderts: Demosthenes gegen Philipp

Essay 2006 11 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Biographie Demosthenes

2. Hauptteil
Die Unterschätzung Philipps
Die Philippika (Die Strafrede oder Scheltrede)
Olynth Krise

3. Schlussteil und Persönliche Meinung

4. Literaturverzeichnis und Quellen angaben

1. Biographie Demosthenes

Demosthenes wurde in Kalaureia 384 v.Chr. geboren. Demosthenes verlor seinen Vater, den Waffenschmied, im Alter von sieben Jahren. Nach dem Tod seines Vaters wurden er und sein väterliches Erbe an Vormünder übergeben, gegen die Demostenes als Dreiundzwangzigjähriger erfolgreich prozessierte, nachdem er sich in der Anwaltstätigkeit ausgebildet hatte. Sein Lehrer soll Isaios gewesen sein; sein Vorbild in der Redekunst Isokrates. Demosthenes übte zunächst vor allem die Tätigkeit eines Logographen , praktisch die eines Verteidigers aus, der die vom Klienten selbst vorzutragende Gerichtsrede lieferte; außerdem erteilte er Unterricht in der Rhetorik. Seine Erfolge darf man als Ergebnis zäher Übungsarbeit ansehen. Erst 355/354 v.Chr. trat er als Volksredner in politischen Prozessen auf, wobei er anfänglich in dem seit 357 akuten Konflikt mit Philipp II. von Makedonien und dem dadurch entfachten »Bundesgenossenkrieg« zur Mäßigung riet, um dann, als der Gegner in der Ägäis vordrang und Olynth angriff (349/348 v.Chr.), schärfsten Widerstand zu fordern (erste Philippika, drei olynthische Reden). 346 war er dann Mitglied der von Philokrates und Aischines geführten Gesandtschaft, die den Frieden mit dem Makedonen schließen musste. In der Folge erhob er vergebens Anklage gegen Aischines und vertrat einen feindlichen Kurs gegen Philipp (dritte und vierte Philippika). Als es 340 erneut zum Krieg kam, wurde er Flottenkommissar und konnte eine panhellenische Bewegung auslösen, doch brachte der Sieg Philipps bei Chaironeia am 02. August des Jahres 338 v.Chr. das Ende der politischen Macht der Griechen. 330 musste sich Demosthenes in einem von Aischines angestrengten Prozess verteidigen. Dann wurde er, in die Affären um Harpalos verwickelt, zu einer Geldstrafe verurteilt und, da er sie nicht bezahlen konnte, in einem Gefängnis inhaftiert. Er floh nach Troizen und propagiert nach Alexanders Tod den Aufstand gegen Makedonien, worauf ihn die athenische Kriegspartei im Triumph heimholt. Antipatros, der die Griechen im Lamischen Krieg noch einmal besiegt, fordert 322 v.Chr. die Auslieferung Demosthenes`.
Man ermöglichte es Demosthenes aus Athen zu fliehen. Als er aber im Poseidontempel auf Kalaureia gestellt wird, nimmt er sich im Jahre 322 v.Chr. selbst das Leben. So stirbt Demosthenes im Alter von 62 Jahren auf Kalaureia.[1]

2. Hauptteil

Die Unterschätzung Philipps

In den frühen politischen Reden spielt eine mögliche Bedrohung durch Philipp noch keine große Rolle, obwohl dieser bereits 357 v. Chr. mit den Athenern um Amphipolis in Konflikt geriet. Eine erste Erwähnung der zwischenzeitlichen Vorstöße Philipps findet sich zwei Jahre darauf in der Rede gegen Leptines[2]. Hier wie in den unmittelbar folgenden Reden steht das Thema jedoch noch nicht im Mittelpunkt, bei Demosthenes ist keine große Beunruhigung darüber zu erkennen.[3] Damit dürfte er eine in Athen damals weit verbreitete Einschätzung geteilt haben.[4]

Ein Wandel deutet sich 352 v. Chr. in der Rede gegen Aristokrates an: Philipp habe als Athens heftigster Gegner zu gelten.[5] Demosthenes erwähnt Philipps Interventionen in Thessalien. Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass Philipp dort dauerhaft seinen Einfluss halten könne[6] Hintergrund für diesen Optimismus[7] ist vielleicht, dass kurz zuvor die Athener durch Militärpräsenz an den Thermopylen Philipp von einem weiteren Vormarsch nach Süden abhalten konnten.

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Demosthenes

[2] Demosthenes (LCL) XX 63

[3] In seiner ersten Rede vor der Volksversammlung, Über die Symmorien (XIV), zählt Demosthenes Philipp nicht unter Athens Feinden auf. In der Rede für die Megalopolitaner (XVI) erwähnt er ihn gar nicht.

[4] Vgl. Ryder, Demosthenes and Philip, S. 46 ; Will, Propaganda, S. 55; Lehmann, Demosthenes, S. 75.

[5] Demosthenes (LCL) XXIII 121.

[6] Demosthenes (LCL) XXIII 111 ff.

[7] Vgl. Lehmann, Demosthenes, S. 85. Nach Ryder, Demosthenes and Philip, S. 50, ist allerdings zu bedenken, dass es sich um eine Auftragsrede handelt, die nicht Demosthenes’ Ansicht wiedergeben muss.

Details

Seiten
11
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638034968
Dateigröße
361 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v88930
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
2
Schlagworte
Griechische Denkschriften Jahrhunderts Demosthenes Philipp

Autor

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Titel: Griechische Denkschriften des 4.  Jahrhunderts: Demosthenes gegen Philipp