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Unterschiedliche Geschäftsmodelle und Unternehmenskonzepte im E-Business. Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteile im Vergleich zur Old Economy am Beispiel von eBay.

Hausarbeit (Hauptseminar) 2001 25 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.1 Abkürzungsverzeichni

1.2 Abbildungsverzeichni

2 Grundlagen der Arbeit
2.1 Fragestellung und Ziele
2.2 Vorgehensweise

3 Überblick und Einordnung der Begriffe
3.1 New Economy, E-Commerce und E-Busines
3.2 Internet-Marktplätze und Portale
3.3 Kriterien für Analyse, Bewertung und Erfolg

4 eBay im Vergleich zur Old Economy
4.1 Die Entstehung von eBay
4.2 Wie verläuft eine Auktion bei eBay?
4.3 Wertreiber und Erfolgsfaktoren von eBay
4.4 Probleme beim Handel im Internet

5 Zusammenfassung und Ausblick

6 Literaturverzeichni

1.1 Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vier Phasen der e-Business Evolution

Abbildung 2: Verlauf einer Auktion

Abbildung 3: Das Zusammenwirken der Wertsteigerungspotentiale

Abbildung 4: Grundsätze der Gemeinschaft

Abbildung 5: Tipps zur Vermeidung von Betrugsfällen

2 Grundlagen der Arbeit

2.1 Fragestellung und Ziele

„Es hat eine ganze Weile gedauert, doch jetzt ist der Begriff auch in der Alten Welt angekommen: New Economy.“[1] Doch was ist New Economy? Was ist E-Business? Was versteht man unter Handelsplattformen? Diese und weitere Fragen sollen in der folgenden Arbeit zunächst einmal geklärt werden.

Hauptsächlich wird aber in der folgenden Ausarbeitung auf das Unternehmenskonzept des Internetauktionshauses eBay sowie dessen Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteilen im Vergleich zur Old Economy eingegangen. Ebenso sollen die Nachteile des Handelns im Internet aufgezeigt werden.

2.2 Vorgehensweise

Zu Beginn des Bearbeitungszeitraumes galt das Hauptaugenmerk dem Studium der vorhandenen Literatur. Zunächst wurde in den großen Tageszeitungen von Deutschland nach Artikeln über eBay und E-Business allgemein recherchiert. Ebenso wurde die Internetseite von eBay genau untersucht. Dies führte zu einer zweiten Seite, die sich mit Betrugsfällen im Internet, insbesondere bei Internetauktionen beschäftigt. Nach Sichtung der Quellen wurde die Gliederung erstellt um ein Grundgerüst für die Arbeit zu schaffen.

Um einen möglichst einfachen Einstieg in das Thema zu ermöglichen widmet sich das zweite Kapitel zunächst den wichtigen Begriffen der New Economy und den für das Thema relevanten kritischen Punkten. Weiterhin werden die Kriterien für Analyse, Bewertung und Erfolg herausgearbeitet. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Unternehmenskonzept von eBay sowie dessen Unterschieden zur Old Economy. Des weiteren werden die Wertreiber des Unternehmens analysiert. Am Ende des Kapitels sollen die Probleme des Handels im Internet aufgezeigt werden und mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung gefunden werden.

3 Überblick und Einordnung der Begriffe

3.1 New Economy, E-Commerce und E-Business

New Economy bedeutet im Grunde genommen, dass in der Wirtschaft und der Gesellschaft immaterielle Werte eine wachsende Rolle spielen und damit vertraute Wertmaßstäbe und ökonomische Regeln ihre Bedeutung verlieren. Denn eine Ökonomie, deren wichtigstes Produkt leicht kopierbare Informationen sind, funktioniert nach anderen Regeln als eine Wirtschaft, in der unter Einsatz von Rohstoffen, Kapital und Arbeit materielle Güter hergestellt werden.[2]

Für e-Commerce können eine akademische und eine praxisorientierte Definition gefunden werden. Hauptbestandteil des e-Commerce „...sind die elektronische Abbildung von Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen (Business-to-Business) und zwischen Unternehmen und Verbrauchern (Business-to-Consumer) und das effiziente Management der gesamten Geschäftsbeziehung zwischen den Beteiligten.“[3] So kann der Begriff e-Commerce wie folgt definiert werden:

„Electronic Commerce ist ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse und zum Management von Geschäftsbeziehungen.“[4]

In der Praxis bedeutet e-Commerce der Verkauf über das Internet, der Austausch von Informationen über das Internet sowie eine umfassende Betreuung des Kunden über das Internet.[5]

Im Gegensatz zu e-Comerce liegt der Schwerpunkt bei e-Business „...auf der Generierung von Geschäft und weniger stark auf der Technologie.(...) Wird e-Business als ein wichtiger Bestandteil der fundamentalen Unternehmensphilosophie verstanden, dann kann dies zu einer geschäftlichen Transformation führen, in dem die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle, Unternehmenskultur, Beziehungen zu Kunden und Partnern neu definiert werden.“[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Vier Phasen der E-Business Evolution[7]

Abbildung 1 zeigt die 4 Phasen der e-Business-Evolution. In Stufe 1 wird das Internet als Marketing- und Vertriebskanal genutzt. Die Reichweite des Unternehmens erhöht sich, führt aber häufig auch zu Konflikten im Bereich der Vertriebskanäle. Der Vertriebskanal Internet wird in Stufe 2 technisch und organisatorisch in die unternehmenseigenen Prozesse integriert. So werden Kunden, Händler und Lieferanten elektronisch eingebunden. Damit ist der Vertriebskanalkonflikt aus Stufe 1 wieder aufgelöst worden. Die Integration der Wertschöpfungsketten wirkt sich positiv auf die Kosten aus. Die Plattform unternehmensübergreifender Wertschöpfungsketten stellen in Stufe 3 die Internet-Technologien dar. Dadurch kann das Unternehmen einfacher für bestimmte Prozesse auf Spezialisten zurückgreifen. Hier wurde die Wertschöpfungskette komplett restrukturiert und den neuen Anforderungen angepasst. Die Branchenkonvergenz in der Stufe 4 stellt die Verschmelzung von Dienstleistungen verschiedener Branchen zu neuen, hybriden oder branchenübergreifenden Dienstleistungen dar.[8]

3.2 Internet-Marktplätze und Portale

„Ein Online-Marktplatz bzw. Portal ist eine Internet-Plattform, die den Teilnehmern ermöglicht, ihre Geschäfte effizienter abzuwickeln.“[9] Das bedeutet, Ein- und Verkäufer können durch das Internet Zeit und Geld einsparen. Außerdem gewinnen die Teilnehmer am Online-Handel entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber den Unternehmen, die ihre Geschäfte auf traditionelle Weise abwickeln.

„Das Handelsvolumen auf elektronischen Marktplätzen wächst in den kommenden Jahren exponentiell, gleichzeitig aber wird die Zahl dieser Handelsplattformen sinken.“[10] Das könnte bedeuten, dass in Amerika die Zahl der Marktplätze auf weniger als 200 fallen. Nach Ansicht der Forrester Research werden vor allem vertikale Marktplätze, auf denen die Produkte einer Branche gehandelt werden, überleben. Daneben werden sich auch einige Dutzend branchenübergreifende horizontale Plattformen etablieren, auf denen zum Beispiel Strom, Büromaterialien oder Transportkapazitäten gehandelt werden.[11]

Portale dienen als Treffpunkte und Startrampen ins Internet.[12] In der Praxis haben sich zwei Typen besonders hervorgebildet: Informations-Portale und Knowledge-Portale, sowie Transaktions-Portale. Die Informations-Portale ermöglichen den einfachen und unkomplizierten Austausch von Wissen und Information. Die Transaktions-Portale ermöglichen die Abwicklung von Bestellungen und sonstigen Geschäftstransaktionen.

3.3 Kriterien für Analyse, Bewertung und Erfolg

Um ein Unternehmenskonzept zu analysieren und zu bewerten, bedarf es gewisser Kriterien. Diese sollen im vorliegenden Fall außerdem dazu dienen, das Unternehmenskonzept von eBay mit dem der Old Economy zu vergleichen.

Zur Analyse sollen folgende Kriterien herangezogen werden, bzw. folgende Fragen beantwortet werden: Wie ist eBay entstanden? Wie verläuft eine Auktion bei eBay? Wie verläuft eine klassische Auktion? Dabei soll auch genauer auf das Produkt, die Zeit einer Auktion, die Zahlweise sowie die Rolle von eBay bzw. dem Auktionator allgemein eingegangen werden. Welche Wertreiber hat eBay? Zu welchen Erfolgsfaktoren führen diese? Welche Problem können bei Auktionen im Internet auftreten? Wie können diese behoben werden?

4 eBay im Vergleich zur Old Economy

4.1 Die Entstehung von eBay

Angefangen hat alles mit der Sammelleidenschaft der Frau von eBay-Gründer Pierre Omidyar. Er wollte ihr eigentlich nur einen Gefallen tun, als er ihr auf einer Website eine Ecke einrichtete, in der sie mit aller Welt Pez-Bonbonspender tauschen konnte. „Was sich kurze Zeit später auf der privaten Website abspielte, hatte die Internet-Gemeinde so noch nicht gesehen, aber bis dahin offensichtlich schmerzlich vermisst.“[13] eBay hatte seine erste Fangemeinde. Werbung im klassischen Sinne wurde nicht betrieben. Es gab nur Mund-zu-Mund-Propaganda. Dies wurde durch Margareth Whitman geändert. Sie holte erfahrene Manager von Konzernen wie Pepsico und Disney an Bord und formte ein schlagkräftiges Führungsteam.[14] Des weiteren gab sie „...der Website eine freundlichere Optik und führte höhere Qualitätsstandards ein, um die Gefahr von Missbräuchen zu minimieren.“[15]

[...]


[1] Klotz, U. [2000]: Die neue Ökonomie, in FAZ, Betrieb und Praxis im Überblick, Frankfurt 25.04.2000,

[2] vgl. ebenda

[3] o.V. [2001]: Was ist e-Commerce? (Akademische Definition), in

http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/ak981021.htm, 30.05.2001

[4] ebenda

[5] Vgl. o.V. [2001]: Was ist e-Commerce? (Praxisorientierte Definition), in

http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/ak981021.htm, 30.05.2001

[6] o.V. [2001]: E-Business: Überblick und Abgrenzung, in

http://www.squeaker.net/sqn/index.php?index=122&textid=103, 2001

[7] Quelle: o.V. [2001]: New Economy Insider, in

http://www.squeaker.net/sqn/index.php?index=122&textid=104, 2001

[8] Vgl. ebenda

[9] o.V. [2001], Internet-Marktplätze und Portale: Hype oder Erfolgsrezept, in

http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/portale.htm, 30.05.2001

[10] o.V. [2000]: Die Konsolidierung unter den Internet-Marktplätzen hat bereits begonnen, in FAZ, Netzwirtschaft im Überblick, Frankfurt 07.09.2000,

[11] Vgl. ebenda

[12] Vgl. Schildhauer, T. [2001]: Eingangstore zum Internet – Die Schlüssel für den Erfolg von Web-Portalen, in Computerwoche Nr. 01, Internet, o.O. 05.01.2001, Seite 17-18

[13] Kegel, S. [1999]: der diskrete Charme des Angelständers, in FAZ, Medienforum, Frankfurt 27.07.1999,

[14] Vgl. Rheker, D. [2001]: Omidyar meets Whitman, in E-Business Nr. 008, o.O. 09.04.2001,

[15] Dries, F. [2001]: Die Köpfe hinter den Kursen, in FAZ, Finanzmärkte und Geldanlage, Frankfurt 13.01.2001,

Details

Seiten
25
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638105682
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v889
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Lehrstuhl für Marktorientierte Unternehmensführung
Note
1,7
Schlagworte
eBay

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