Lade Inhalt...

Einige mikroökonomische Überlegungen zu Eltern-Kind-Beziehungen und deren Auswirkungen am Beispiel des Kinderschänders Jürgen Bartsch

Wissenschaftlicher Aufsatz 2007 6 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Einige mikroökonomische Überlegungen zu Eltern-Kind-Beziehungen und deren Auswirkungen am Beispiel des Kinderschänders Jürgen Bartsch

„Alles messen, was meßbar ist,

und versuchen meßbar zu machen,

was es noch nicht ist.“

Galilei

Kann man die Beziehung zwischen Eltern und Kind ökonomisch betrachten und darf man darüber hinaus sogar so weit gehen, diese zu monetarisieren und eine Kosten-Nutzen-Analyse anzustellen. Gemäß dem oben zitierten Imperativ Galileis bereits vor etwa 300 Jahren soll man das auf jeden Fall versuchen.

In diesem Aufsatz wird ein bislang ungewohnter mikroökonomischer Schritt in diese Richtung gewagt und versucht, die Eltern-Kind-Beziehung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Eine Monetarisierung wird jedoch sicher noch eine Weile auf sich warten lassen.[1] Erst wenn es gelingt, die Nutzen bzw. Kosten von Einzelnen konkret in monetärer Form zu beziffern, wird man demnach auch Wohlfahrtsfunktionen, beispielsweise in der Form

W = W (U1, ..., Um)

maximieren können.

Es war zunächst Garry S. Becker, der mit seiner Ökonomischen Erklärung menschlichen Verhaltens[2] bei so manchem, auch bei so manchem Ökonomen, Aversion und Widerspruch hervorrief, und bis heute gilt sein Werk - vor allem im deutschen Sprachraum - als äußerst umstritten.[3]

In diesem Aufsatz wird die Behauptung aufgestellt, dass Babies von der Natur quasi mit einem natürlichen Budget ausgestattet sind. Zu diesem Budget zählt beispielsweise die Möglichkeit eines Kleinkindes, seine Bezugspersonen anzulächeln und damit diese für ihre Fürsorge zu entschädigen, denn normalerweise empfindet ein Erwachsener Freude (und gewinnt aus dieser Freude einen Nutzen), wenn das Baby zufrieden lächelt.

[...]


[1] Wenn eines Tages gemäß dem Ausspruch Galileis die Nutzen der Individuen gemessen können, die sie aus einzelnen Gütern ziehen, dann kann man nämlich auch eine Wohlfahrtsfunktion beispielsweise in der Art aufstellen, W = W(U1, ... , Um), wobei gilt Uj = Uj(x1j, x2j, ..., xnj), und unter gewissen Nebenbedingungen maximieren. Zum Beispiel könnte man dann festlegen, dass sich die Nutzen nicht um mehr als das 2fache unterscheiden dürfen. xij £ 2xkj, k ¹ i. Nichts desto Trotz handelt es sich bei Wohlfahrtsfunktionen generell um Werturteile, die deshalb wissenschaftlich nicht begründbar sind. Vgl. zu Wohlfahrtsfunktionen und Werturteile Sohmen, E. (1976), S. 15 ff.

[2] Vgl. Becker, G.S. (1993). Seit dem Erscheinen zunächst der Originalausgabe The Economic Approach to Human Behavior im Jahr 1976 wird nicht selten und häufig mit negativem Unterton vom sogenannten ökonomischen Imperialismus gesprochen.

[3] Vgl. Pies, I (1998) S. VII. Manch einer lehnt Kosten-Nutzen-Analysen sogar vollständig ab mit dem Argument, dass manche Werte von vorne herein nicht vergleichbar seien wie beispielsweise der Nutzen aus dem Straßenbau mit dem Wert (Nutzen), den man einer schönen Landschaft beimisst. Vgl. Schaber, P. (1994).

Details

Seiten
6
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638007627
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v88478
Institution / Hochschule
Technische Universität Clausthal
Note
Schlagworte
Einige Eltern-Kind-Beziehungen Auswirkungen Beispiel Kinderschänders Jürgen Bartsch

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Einige mikroökonomische Überlegungen zu Eltern-Kind-Beziehungen und deren Auswirkungen am Beispiel des Kinderschänders Jürgen Bartsch