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Zwischen Etymologie und Wortgeschichte: Zur Wortgeschichte des Wortes "Aufklärung"

Referat (Ausarbeitung) 2003 20 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Grundsätzliches – „Begriffsklärung“
2.1. Was ist ein Wort?
2.1.1. Womit beschäftigt sich die Etymologie?
2.2. Was ist ein Begriff?
2.2.1. Womit beschäftigt sich die Begriffsgeschichte?
2.2.2. Historischer Blick auf den Begriff
2.3. Was beinhaltet nun eine „Wortgeschichte“?

3. Wortgeschichte des Wortes „Aufklärung“
3.1. Etymologie
3.2. Begriffsgeschichte

4. Zusammenfassung

5. Nachwort

6. Quellenverzeichnis

1. Vorwort

Die vorliegende Arbeit soll eine überblicksartige Darstellung der Geschichte des Wortes (etwa vom 13. Jahrhundert an) und des Begriffes „Aufklärung“ (vom 18. Jahrhundert an) vermitteln. Da das Referat im Seminar auch unter dem Oberbegriff „Quellenarbeit“ stand, soll auch in dieser Hausarbeit besonderen Wert auf die Darstellung verschiedner Quellen gelegt werden.

2. Grundsätzliches – „Begriffsklärung“

Die Exkurse zu Wort und Etymologie seien hier nur der Vollständigkeit halber behandelt, weshalb sie auch nur knapp gefasst sind und auf tiefergehende Definitionen verzichten. Schwieriger, weil wesentlich komplexer und dabei unschärfer, gestaltet sich die Frage: Was ist ein Begriff? Auch hier habe ich versucht, wesentliche Dinge herauszufiltern, um wenigstens etwas Klarheit in der Darstellung zu erreichen.

2.1. Was ist ein Wort?

Die Definition eines Wortes ist in der Sprachwissenschaft weitestgehend eindeutig, aber auch sehr komplex. Hier habe ich mich auf eine der grundlegendsten Definitionen beschränkt: Ein Wort ist ein elementares sprachliches Zeichen.[1] Etwas genauer: ein Wort ist die kleinste selbständige (...) Lautgruppe mit Bedeutung, (...)[2]

2.1.1. Womit beschäftigt sich die Etymologie?

Was Etymologie ist und womit sie sich beschäftigt, ist in der Linguistik ebenso eindeutig definiert. Die Etymologie ist die Lehre von der Herkunft, Grundbedeutung, formalen und inhaltlichen Entwicklung der Lexeme einer Sprache sowie ihrer Verwandtschaft mit Lexemen gleichen Ursprungs in anderen Sprachen; (...)[3]

2.2. Was ist ein Begriff?

In der Sprachwissenschaft gibt es keine allgemein akzeptierte Definition darüber, was ein Begriff ist.[4]

Hier sei eine Auswahl an Definitionen und Aspekten dargestellt.

Ein Begriff ist nicht die Bedeutung eines Wortes, sondern die Vorstellung von dieser Bedeutung.[5] Genauer: Die Projektion einer spezifizierten Merkmalmenge ins Bewusstsein.[6] Doch die Merkmalmenge kann nie bei allen Benutzern einer Sprache identisch sein.[7] Die Merkmalsmenge sollte allgemeine und gleichzeitig möglichst wesentliche Eigenschaften des Objektes angeben.[8]

Ein Begriff ist demnach ein Aggregat kategorialer oder relationaler Merkmale, das die Gegenstände, Zustände, Prozesse etc., denen die Merkmale zukommen, zu einer Klasse zusammenfasst und das mit einem kommunizierbaren, i.d.R. verbalen Ausdruck verknüpft ist;(...)[9]

Manchmal ist zur Begriffsbestimmung auch eine Definition notwendig, um den Begriff von anderen zu unterscheiden durch die Angabe des Rahmens und der Grenzen, in denen der Begriff gilt.[10]

2.2.1. Womit beschäftigt sich die Begriffsgeschichte?

Begriffsgeschichte und Historische Semantik werden oft synonym verwendet.[11]

Eine Bezeichnung bleibt oft über lange Zeit konstant, aber das, was damit bezeichnet wird,

verändert sich.[12] Ziel der historischen Semantik ist die Differenzen zu thematisieren und zu klären, die zwischen einer historischen und einer gegenwärtigen Begrifflichkeit herrschen, und ihre Entstehung zu rekonstruieren. (...)[13]

Ausgangsbasis für die Begriffsgeschichte sind Wörter, allg.: sprachliche Zeichen.[14] Ihre Aufgabe ist die Feststellung der Bedeutung dieser sprachlichen Zeichen.[15] Man kann die Geschichte eines Begriffs auch als die Summierung einzelner historischer Begriffsanalysen bezeichnen.[16]

[...]


[1] Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart; Weimar 2000, S. 792, Spalte 1

[2] Bertelsmann Lexikographisches Institut (Hrsg.): Goldmann Lexikon. München 1998, Band 24, S. 10816, Spalte 1

[3] Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart; Weimar 2000, S. 196, Spalte 2

[4] Hansack, Ernst: Bedeutung, Begriff, Name., S. 27

[5] Vgl. ebd.

[6] Vgl. ebd. S. 28

[7] Vgl. ebd. S. 31

[8] www.phillex.de Lexikon der Philosophie, Stichwort: Begriff

[9] Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart; Weimar 2000, S. 99, Spalte 1

[10] www.phillex.de Lexikon der Philosophie, Stichwort: Begriff

[11] Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart; Weimar 2000, S. 275, Spalte 2

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. ebd.

[14] Koselleck, Reinhart (Hrsg.): Historische Semantik und Begriffsgeschichte. Sprache und Geschichte. Stuttgart 1978, S. 123

[15] Vgl. ebd. S. 123

[16] Vgl. ebd. S.26

Details

Seiten
20
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638033015
ISBN (Buch)
9783638938907
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v87724
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Germanistik
Note
2,0
Schlagworte
Zwischen Etymologie Wortgeschichte Wortes Aufklärung Neuere Sprachgeschichte

Autor

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