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Der burische Nationalismus (1900-1930)

Hausarbeit 2005 31 Seiten

Geschichte - Afrika

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Das burische Volksbewusstseins bis zur Unionsgründung (1910)
1. Historische Voraussetzungen
2. Faktoren der Entwicklung des burischen Nationalismus
a. Religion und Rassismus
b. Mentalität und sozio - kulturelle Faktoren
c. „Poor Whites“
3. Vom Burenkrieg zur Unionsgründung

II. Bedingungen in der Union
1. Hertzogs Konzept der „Zwei Ströme“
2. Kultureller und politischer Nationalismus in der Union
a. Das Afrikaans als Mobilisierungsmittel
b. Die politische Anbindung des burischen Nationalismus

III. Die Radikalisierung des burischen Nationalismus
1. Voraussetzungen des Nationalismus
2. Der Afrikaner Broederbond

Exkurs: von einer auffälligen Analogie zu einem ungehörigen Vergleich

Ausblick

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Mitte der 1880er Jahre entdeckten Goldvorkommen am Witwatersrand und die dort im selben Jahr erfolgende Gründung von Johannesburg sollten bereits zur Jahrhundertwende die Stadt auf weit über einhunderttausend Bewohner anwachsen und die Region zum weltweit führenden Goldproduzenten werden lassen. Die dadurch geweckten Begehrlichkeiten provozierten innerhalb der weißen Siedlergesellschaft den zweiten Burenkrieg (1899-1902), in dem ein Zehntel der ca. eine Million Buren ums Leben kam.

Es gab im Transvaal, der bis ins frühe 19. Jahrhundert neben den verschiedenen afrikanischen Stämmen nur von einer handvoll Missionare bevölkert war, keine gefestigte weiße Tradition. Darum machten die britischen Kriegssieger den Buren bei der Unionsgründung erhebliche Zugeständnisse, da das gemeinsame Interesse der Siedler in der Niederhaltung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit bestand. Die entscheidenden Positionen in der Wirtschaft waren ohnehin von der britischstämmigen Bevölkerung besetzt.

Demzufolge bezeichnete C.W. de Kiewiet, der einflussreichste Historiker des sich seit den dreißiger Jahren entwickelnden klassischen Liberalismus, das seit dem Krieg aufstrebenden burische Nationalgefühl als „kulturelle Verteidigung gegen die Engländer und [...] rassische Verteidigung gegen die Eingeborenen.“

Für die Ausformung des burischen Selbstbewusstseins zum aggressiven Nationalismus bedurfte es bestimmter identitätsstiftender Faktoren, unter denen der gemeinsamen Sprache, dem Afrikaans, eine herausragende Rolle zufiel. Mit ihrer Verbreitung gelang die kulturelle Verankerung des burischen Nationalgefühls, die sich 1924 politisch in dem Wahlsieg der „Nationalen Partei“ unter General Hertzog manifestierte. Die 1929 erfolgende Gründung der „Federasie van Afrikaanse Kulturvereniginge“ (FAK) und die Folgen der im gleichen Jahr ausbrechenden Weltwirtschaftskrise verhalfen zur Etablierung des radikalen burischen Nationalismus in den städtischen Zentren, womit eine unabdingbare Voraussetzung erfüllt war, um künftig als Massenbewegung in Erscheinung zu treten.

I. Das burische Volksbewusstseins bis zur Unionsgründung (1910)

1. Historische Voraussetzungen

1652 gründete die niederländische East India Company auf dem am Südzipfel des afrikanischen Kontinents gelegenen Kap der guten Hoffnung eine erste Siedlung. Von den zumeist niederländischen Einwanderern, die als Soldaten oder Seeleute bei der Gesellschaft angeheuert hatten, wurde die Mitgliedschaft in der holländisch-reformierten Kirche gefordert.

Nach der schrittweisen Unterwerfung der Khoisan, den Nachkommen der Urbevölkerung des westlichen Kaplandes, wurden diese als Sklaven oder halbfreie Diener auf die Farmen verteilt. Ihr vereinfachtes Holländisch entwickelte sich im Laufe der Generationen zum Afrikaans.[1]

1795 -und ab 1806 dauerhaft - eroberten die Briten das Kapland. Alsbald war Englisch sowohl in der Verwaltung als auch in den offiziellen Handels- und Geschäftsbeziehungen die dominante Sprache. Nach der Verabschiedung einer Reihe von Gesetzen (1823, 1825 und 1827) wurde die Sprache der neuen Herren auch in den Schulen obligatorisch.[2] Die im Jahr 1832 verfügte Abschaffung der Sklaverei durch das britische Empire nahm den Buren eines ihrer als natürlich angesehenen Rechte, ohne den von den Briten versprochenen Ersatz an Arbeitskräften zu schaffen.[3]

Die Buren reagierten noch im selben Jahrzehnt mit einer als „Großer Treck“ bezeichneten friedlichen Revolte, indem sie nordostwärts ins Landesinnere zogen. Fast jeder zehnte Bure[4] verließ in den folgenden Jahren die Kapkolonie, um der britischen Herrschaft zu entfliehen.[5] Der Hauptteil versuchte, im späteren Natal zu siedeln, das über fruchtbaren Boden für die aufwändige Viehzucht verfügte und durch die Hafenstadt Port Natal (später Durban) Aussicht auf den wichtigen Zugang zum Meer bot.

In der Schlacht vom Blood River am 16. Dezember 1838, die einige Generationen später einen der Schöpfungsmythen des burischen Nationalismus begründen sollte, besiegten die Buren unter dem Kommando von Andries Pretorius mit den Zulus die stärkste kriegerische Macht im südlichen Afrika.

Die 1839 gegründete Republik Natalia wurde in den nächsten Jahren zur Ausgangsbasis für die burische Treckgemeinschaft.[6] Im Februar 1839 besuchte Pretorius die Trekker, die unter Hendrik Potgieter weiter nordwärts über den Vaal- Fluss gezogen waren, um die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit zu sondieren. Zwei Jahre später, 1841, wurde in Potchefstroom (Transvaal) ein Adjunktiver Rat (Adjunkt Raad) etabliert, der nach der Kapitulation des Nataler Volksrates gegenüber den Briten (15. Juli 1842) zur Keimzelle einer künftigen Burenrepublik wurde.[7]

Die Mitglieder des Nataler Volksrates zogen in der Folgezeit in den südlichen Transvaal, wo sie unter Andries Pretorius 1852 die Südafrikanische Republik (Transvaal) gründeten. Potgieter, der weiter nach Norden gezogen war, unterlag im selben Jahr mit 300 Mann[8] den Pedis unter Sekwati (1824-1860).[9] Den Zugang zum Meer (im heutigen Mozambique) sollte auch er nicht erreichen.

Zwei Jahre später, 1854, wurde nach Verhandlungen mit den Briten auch der Oranje Freistaat unabhängig, der nördlich des Oranje- und südlich des Vaal-Flusses entstand. Allerdings war die weiße Besiedlung und entsprechend auch der Staatsaufbau in den beiden neugegründeten Republiken äußerst unterentwickelt.

Von einem Parlament, wie es 1853 die fortan als selbstverantwortliche Regierung (representative government) bezeichnete Kapkolonie erhielt,[10] konnte keine Rede sein. Noch 1870 standen den 200.000 europäisch-stämmigen Bewohnern der Kapkolonie, die zwei Jahre später als „responsible government“ die interne Autonomie erreichte, erst etwa 45.000 Siedler in den beiden abgelegenen Provinzen gegenüber.[11]

Natal, das zunächst ein Teil der Kapkolonie gewesen war, wurde 1856 zu einer eigenen Kolonie („representative government“). Das Wahlrecht wurde 1865 an einen höchst komplizierten Nachweis der „Europäisierung“ gebunden, der lediglich zweien der 250.000 Schwarzen (1871) in den folgenden dreißig Jahren zugestanden wurde.[12]

Den während der kurzen Burenherrschaft aufgetretenen Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen versuchten die Briten durch ein Konzept der getrennten Entwicklung zu begegnen. Zwischen 1845 und 1875 war Theophilus Shepstone führender Verfechter dieser Politik im Natal. Er setzte als Beauftragter für die Beziehungen zu den Schwarzen den Ausbau der ab 1847 eingerichteten Reservate durch.

Die Entdeckung von Diamanten in Griqualand West (1867)[13] und im Oranje Freistaat (1869) setzte einen rasanten Wandel der Wirtschaft Südafrikas in Gang.[14] Die Auseinandersetzung über die Besitzverhältnisse, in der die Briten gegenüber den Ansprüchen der Buren die Oberhand behielten, ließ zum ersten Mal so etwas wie ein burisches „Nationalgefühl“[15] entstehen.

Da die Wanderarbeiter sich nunmehr in die Diamantenfelder begaben,[16] litt der in den sechziger Jahren einsetzende großflächige Zuckerrohranbau Natals unter einem akuten Arbeitskräftemangel. Als die Situation sich 1873 durch Goldfunde im östlichen Transvaal[17] und bald darauf im nördlichen Transvaal[18] weiter verschärfte, traf sich Shepstone 1876 in London mit dem britischen Kolonialminister Lord Carnavon.[19] Der ernannte Shepstone zum speziellen Kommissar Ihrer britischen Majestät und erteilte ihm die Vollmacht zur Besetzung Transvaals, die im April 1877 ohne nennenswerten Widerstand abgeschlossen war. Diese nordwärts gerichtete Ausweitung der Einflusszone ( inclusive des nördlichen Zulu-Territoriums und der Lydenburger Goldfelder) wurde von E.H. Brookes später als Gewinn „nicht für das Britische Empire, sondern für Natal, durch Natals ungekrönten König“[20] (das meint Theophilus Shepstone) bezeichnet.

Auf längere Sicht entfaltete es noch eine ganz andere Wirkung; nämlich die Entwicklung eines burischen Nationalbewusstseins, das unter Führung Paul Krugers dem britischen Empire Paroli bieten sollte.

2. Faktoren der Entwicklung des burischen Nationalismus

a. Religion und Rassismus

Die Auswanderungsbewegung der Buren seit den 1830er Jahren war insbesondere von der Niederländisch - Reformierten Kirche („Nederduitse Gereformeerde Kerk“) kritisiert worden, „ die den Trek als Flucht aus der Zivilisation verurteilte.“[21] 1853, im Jahr der Ausrufung der Südafrikanischen Republik (Transvaal), formierte sich ebendort eine unabhängige Kirche, die Hervormde Kerk. Ihre Exklusivität wurde folgerichtig in der neuen Verfassung verankert und „...der Westen der Republik von Missionaren gesäubert.“[22]

Beide Kirchen waren der Theologie des Reformators Johann Calvin(1509-1564) verpflichtet, der in seiner Lehre zwischen dem individuellen Ruf nach Erlösung und der Berufung eines von Gott auserwählten Volkes unterschied. Als Glaubenssystem betonte der Calvinismus einen kollektiven Individualismus, der sich in strenger Disziplin den Regeln der christlichen Gemeinschaften unterwarf.[23]

Diese bestanden in der neugegründeten Südafrikanischen Republik als Treck- und Siedlergemeinschaften, deren Machtkämpfe eher das Bild einer neuzeitlichen „Adelsanarchie“ als das eines Staates boten.[24] 1857 konnte ein bereits erklärter Krieg zwischen M.W. Pretorius (dem Sohn des ersten Präsidenten Andries Pretorius) und Stephanus Schoemann (der Nachfolger Hendrik Potgieters im östlichen Transvaal) durch Vermittlung Paul Krugers gerade noch beigelegt werden.[25]

Nach Auseinandersetzungen über die Frage, wie und durch wen der Mangel an Geistlichen zu beheben sei, bildete sich 1859 die Gereformeerde (Dopper) Kerk.[26] Diese konservative Religionsgemeinschaft, der vornehmlich die Teilnehmer des ehemaligen Potgieter-Treks verbunden waren, bildete den Ausgangspunkt für den Aufstieg Paul Krugers.[27] Obwohl die Gereformeerde (Dopper) Kerk und die Hervormde Kerk alsbald zu einer Einigung fanden, konnte der burische Bürgerkrieg erst im Januar 1864 beendet werden.

In der nun beginnenden siebenjährigen Präsidentschaft des Martinus Wessel Pretorius sollte sich neben dem Krieg mit den Vendas[28] die Wiedergründung (1866) der Niederländisch- Reformierten Kirche im Transvaal als folgenreichstes Ereignis erweisen. Sie symbolisierte den institutionalisierten Widerstand gegen die mannigfachen Misshandlungen von Schwarzen, die unter den Buren „unsägliches Elend“[29] erlitten. In ihrem Einsatz für die Rechte der schwarzen Bevölkerung wurde die der liberalen Tradition der Kap-Kolonie verpflichtete Niederländisch Reformierte Kirche von zahlreichen Missionaren unterstützt, die „[...] dem christlichen Teile des englischen Volkes die Missstände vorlegten und so die englischen Behörden, [...], zum Einschreiten reizten.“[30]

Die häufig brutale Behandlung der Schwarzen durch die Buren wurde nicht nur von zeitgenössischen Autoren als Hauptgrund für die britische Besetzung des Transvaal ausgemacht.[31] In diesem Zusammenhang wurde neben der Schlüsselrolle der weißen Prediger auch noch deren Allianz mit den Goldsuchern im Transvaal hervorgehoben, wobei diesen sporadischen Bündnissen kaum eine strukturelle Bedeutung zuerkannt werden sollte.[32]

[...]


[1] Die Sprache wurde von den Zeitgenossen als Hottentotten-Holländisch bezeichnet (Merensky, Alexander: Mein Missionsleben in Transvaal, edition ost (Neuauflage der 1899 erschienenen zweiten Auflage), Berlin 1996, S.117).

[2] Du Toit, Brian M.: Afrikaners, Nationalists and Apartheid, in: The Journal of Modern African Studies, Volume 8, Number 4, Dez. 1970, S.534

[3] Moodie, T.Dunbar: The Rise of Afrikanerdom, University of California Press, London 1975, S.4 ff

[4] Davenport, T.R.H.: South Africa-A Modern History, The Macmillan Press Ltd., London 1987, S.50. Die Schätzungen über die Anzahl der Buren, die zwischen 1834 – 1840 die Kapkolonie verließen, schwanken zwischen 5.000 und 15.000 (ebd.). Neuere Untersuchungen beziffern die Auswanderungsbewegung in den 1830er Jahren auf ca. 12.000 (vgl.: Marx, Christoph: Im Zeichen des Ochsenwagens – Der radikale Afrikaaner-Nationalismus in Südafrika und die Geschichte des Ossewabrandwag, LIT-Verlag, Münster 1998, S.1).

[5] 1840-1845 folgten noch einmal ca. 10.000 Buren (vgl.: Fisch, Jörg: Geschichte Südafrikas, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1990, S.131).

[6] Davenport, South Africa, S.79

[7] ebd., S.80

[8] Trotz der Unterstützung von 1200 Matebelen (vgl.: Wangemann, Theodor: Geschichte der Berliner Missionsgesellschaft, Vierter Band, Die Geschichte der Berliner Mission im Bassutolande, Selbstverlag des Evangelischen Missionshauses, Berlin 1877, S.47)

[9] Davenport, South Africa, S.59

[10] Fisch, Geschichte, S.152; allerdings war das Parlament nur gesetzgebend, die Regierung wurde von London eingesetzt.

[11] ebd., S. 144; die Regierung war nunmehr dem Parlament gegenüber verantwortlich und London hauptsächlich für die Außenbeziehungen zuständig. Verwaltung und Armee fielen nun ganz zu Lasten des Kaps.

[12] ebd., S. 154ff; denen standen lediglich 18.000 Weiße gegenüber.

[13] Über das der Freistaat 1871 die Kontrolle erlangte ( Davenport, South Africa, S.84 ).

[14] ebd., S.162ff. Die Exporterlöse wurden noch 1866 zu 80% durch die Ausfuhr von Wolle bestritten. 1886-1890 überstieg der Wert der ausgeführten Diamanten den aller landwirtschaftlichen Exporte.

[15] ebd., S.165

[16] Davenport, South Africa, S.194. Die kamen vornehmlich aus den nördlich gelegenen Küstenregionen (Zululand, Swaziland, Basutoland und dem von Portugal beherrschten Mozambique).

[17] ebd., S.194 ; die Goldfelder wurden in der Lydenburger Region und bei Pilgrim`s Rest eröffnet.

[18] Götz, Joseph: Untersuchung einer Gesteinssuite aus der Gegend der Goldfelder von Marabastad im nördlichen Transvaal, Inaugural Dissertation an der Kaiser-Wilhelms-Universität Strassburg, E.Schweizerbart`sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1885, S.60. „ In allen drei Varietäten lassen sich schon mit unbewaffnetem Auge grössere Partien bis feine Flitterchen von Gold wahrnehmen“ (die Untersuchungsstücke waren vom Doktorvater Prof. Cohen in Südafrika gesammelt worden).

[19] Roorda Smit, J.A.: Die Transvaal-Republik und ihre Entstehung – Ein historisches Dokument zur Begründung des guten Rechts der Bauern (Boeren), Verlag von Eduard Heinrich Mayer, Köln 1881, S.73ff. Shepstone, der sich für eine Bahnverbindung von Natal nach Pretoria (Delagoa-Bahn) einsetzte, hatte zuvor die Gouverneure von Natal und der Kapkolonie von der Notwendigkeit einer Besetzung Transvaals überzeugt. Letzterer (Sir Barkly) sandte während Shepstones Aufenthalt eine übertriebene Depesche an Lord Carnavon, in der er von Angriffen der Pedi unter Sekukuni (dem Nachfolger Sekwatis; vgl. Anm. 7) berichtete und behauptete, daß „ die Bauern durch die Secoecoeni ganz geschlagen seien und einige tausend Kaffern gegen Pretoria aufmarschierten.“(ebd.).

19 „White Rule in South Africa“ (1974); zitiert in: Davenport, South Africa, S.194 (eigene Übersetzung)

[21] Fisch, Geschichte, S.131; erst 1848 stellte sie den Ausgewanderten Pfarrer zur Verfügung (ebd.), obwohl sie bereits seit 1842 in verschiedenen Transvaaler Ortschaften Kirchen hatte errichten lassen (Davenport, South Africa, S.86).

[22] Wangemann , Missionsgesellschaft, S.52/53. Nach Abschluss des Vertrages waren sofort Livingstones Missionsstation in Koloburg verwüstet und etliche Hochverratsprozesse eingeleitet worden (ebd.).

[23] Moodie, Afrikanerdom, S.24 ff.

[24] Marx, Ochsenwagen, S.36/37

[25] Davenport, South Africa, S.87

[26] ebd., S.89

[27] Marx, Ochsenwagen, S.36ff . Kruger, der während des Bürgerkrieges oberster militärischer Führer („Commandant-General“)war, wurde in einem Brief von 1862 wie folgt charakterisiert: „Herr Kruger sagt, als Gott ihm ein neues Herz gab, war es, als wenn er jedem über Jesus Liebe erzählen wollte, [...].“ (Moodie, Afrikanerdom, S.26; eigene Übersetzung).

[28] Allerdings auch mit den Pedi. 1864 mußte der einflussreiche Berliner Missionar Merensky vor den Pedi aus dem östlichen Transvaal nach Botschabelo fliehen. In den 1870er Jahren verschärften sich die Auseinandersetzungen mit den Pedi (nördliche Sotho) in der goldreichen Lydenburger Region. Die Pedi weigerten sich, für die Transvaaler zu arbeiten oder Steuern an sie zu bezahlen. Stattdessen stellten sie in diesen Jahren den größten Anteil schwarzer Arbeiter auf den Diamantenfeldern im Freistaat. (Davenport, South Africa,S.158).

[29] Bangemann , Missionsgesellschaft, S.51. Das durch die Briten festgelegte Sklavenverbot umgingen die Buren, indem sie Kinder, die die Swazi von den Pedi entführt hatten, als „schwarzes Elfenbein“ kauften. Die Namen der Waisen trugen sie in ein Buch ein („inboekde“) und gaben die versklavten „Ingeboekten“ frühestens mit 25 Jahren frei (ebd.).

[30] Merensky, Missionsleben, S.25

[31] z.B. auch von Dunbar Moodie, Afrikanerdom, S.7

[32] S.P. Engelbrecht, Geskiedenisvan die NederduitsHervormde Kerk van Afrika (1953), in: Davenport, South Africa, S.90

Details

Seiten
31
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638067805
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v87433
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen
Schlagworte
Nationalismus

Autor

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Titel: Der burische Nationalismus (1900-1930)