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Rossinis Entwicklungsweg von 1817 bis 1829 an den Beispielen „La gazza ladra“ und „Guillaume Tell“

Hausarbeit (Hauptseminar) 1999 19 Seiten

Musikwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

I Vortwort

II Die frühen Opern

III Das italienische Konzertleben

IV La gazza ladra

V Die Ouvertüre von La gazza ladra

VI Von Italien nach Frankreich

VII Das französische Konzertleben

VIII Guillaume Tell

IX Die Ouvertüre von Guillaume Tell

X Rossinis Entwicklungswege

XI Literaturliste

I Vorwort

Die vorliegende Hausarbeit bezieht sich auf das Leben und das Schaffen des Komponisten Gioacchino Rossini. Analog zum besuchten Seminar liegt der Schwerpunkt der Betrachtung auf der Schaffensperiode von 1817 bis 1829, deren Anfangs- bzw. Endpunkt die Opern La gazza ladra und Guillaume Tell bilden.

Innerhalb dieser Zeitspanne ändert sich jedoch nicht nur der Kompositionsstil Rossinis, auch das Konzertleben (oder ganz allgemein die Musikanschauung) ist starken Änderungen unterworfen, weshalb ausführliche Berichte und Kritiken über die Uraufführung der oben genannten Opern ein Bestandteil der Hausarbeit sind.

Auf eine eingehende Analyse der Ouvertüren wird bewusst verzichtet, da man daraus nur zu einem gewissen Grad die allgemeinen Veränderungen innerhalb der betrachteten Zeitspanne erkennen kann - gleichwohl bilden die Ouvertüren ein unverzichtbares bipolares Beispiel für Rossinis Kompositionsstil(e).

II Die frühen Opern

Gioacchino Antonio Rossini kam am 29. Februar 1792 in der mittelitalienischen Küstenstadt Pesaro zur Welt. Es stammte aus einer Musikerfamilie: Sein Vater war Hornist, seine Mutter sang Nebenrollen am Theater. Der junge Rossini war ein musikalisch hoch begabtes Kind. Er sang, spielte Geige, Horn und Cembalo und komponierte schon im Alter von zwölf Jahren (darunter die berühmten Sonate a quattro). Trotz dieser musikalischen Leistungen bekam Rossini erst im Jahre 1806 regelmäßigen Musikunterricht, und zwar am Liceo musicale in Bologna.

1810 erhielt Rossini seinen ersten Opernauftrag. Er konnte für einen Komponisten am Teatro S. Moisè (Venedig) einspringen und komponierte La cambiale di matrimonio, eine komische Oper in einem Akt. Bereits 1812 komponierte Rossini für das Teatro alla Scala in Mailand, und seine Oper La pietra del paragone wurde begeistert aufgenommen. Im Alter von nur einundzwanzig Jahren war Rossini einer der meistgefeierten Komponisten seiner Zeit. Es fanden zahlreiche Opernuraufführungen in Venedig und Mailand statt, wie z.B. Tancredi (Rossinis erste große Opera seria) oder L'Italiana in Algeri (eine Opera buffa). Zur besseren Übersicht dient folgende Auflistung:

Abbildung 1: Rossinis Opern[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Jahre 1815 zog Rossini nach Neapel, wo er sich verpflichtete, jährlich zwei Opern zu übernehmen. Insgesamt wurden am Teatro S. Carlo zehn Rossini-Opern uraufgeführt (unter anderem so berühmte wie Otello, Armida und Mosè in Egitto), und allmählich entwickelte sich das Teatro zu einem der führenden Opernhäuser Europas. In Neapel lernte Rossini die Sängerin Isabella Colbran kennen, und im März 1822 heirateten die beiden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Rossini schon zweiunddreissig Opern komponiert. Dieses enorme Produktionstempo erklärt sich dadurch, dass er - bei allgemein schlechter Bezahlung - schon in frühen Jahren gezwungen war, sich selbst bzw. in zunehmenden Maße seine Eltern zu unterhalten: „Ganze Opern entstanden in einem Monat und Rossinis Meisterwerk Il barbiere di Siviglia nahm ihn gerade drei Wochen in Anspruch.“[2]

[...]


[1] http://www.rossinigesellschaft.de/data/werked.html (leicht gekürzt, M.S.)

[2] Gosset, Philip: Gioacchino Rossini. In: Gosset, Philip u.a.: Meister der italienischen Oper. Stuttgart: Metzler 1993,

Details

Seiten
19
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638105514
Dateigröße
621 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v864
Institution / Hochschule
Folkwang Universität der Künste – Fachbereich 2
Note
2,3
Schlagworte
Rossinis Entwicklungsweg Beispielen Tell“ Seminar Zehn Jahre Musik

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Titel: Rossinis Entwicklungsweg von 1817 bis 1829 an den Beispielen „La gazza ladra“ und „Guillaume Tell“