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Himmlers Schutzstaffel – Wie Geschichtsvorstellungen zum Mittelalter die SS-Ideologie prägten

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 40 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Methodische Vorüberlegung

2. Ideologie und Selbstverständnis der SS

3. Die Wewelsburg als kulturelles Zentrum der Identitätsstiftung
3.1. Der historische Kontext der Burg
3.2. Realisierungsformen vermeintliche mittelalterlicher Traditionen
3.2.1. Die Legenden und Spekulationen um die Burg
3.2.2. Bauliche Maßnahmen und Innenausstattung
3.2.3. Die Ahnenverehrung auf der Burg
3.3. Zwischenbilanz
3.4. Pseudoreligiosität – Brauchtümer des „neuen Glaubens“
3.4.1. Feiern der SS
3.5 Zwischenbilanz

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Methodische Vorüberlegung

Zu Beginn dieser Arbeit stellt sich folgende grundsätzliche Frage: Warum soll die Thematik politische Legitimation in Bezugnahme auf mittelalterliche Geschichte schwerpunktmäßig am Beispiel der SS verdeutlicht werden? Dafür sprechen folgende Gesichtspunkte:

Zum einen soll die Schutzstaffel hinsichtlich der benannten Thematik durchleuchtet werden, da sie den gesamten Polizeiapparat im nationalsozialistischen Deutschland vereinnahmte und dadurch über eine bedeutende politisch-militärische Machtstellung innerhalb des Regimes verfügte. Sie galt aufgrund dessen als Hauptträger des nationalsozialistischen Terrors. Da die Schutzstaffel der NSDAP jedoch nicht nur eine Organisation mit sicherheitsdienstlichen Funktionen war, sondern darüber hinaus einem pseudoreligiösen Orden mit eigenen absoluten Vorstellungen entsprach, bietet es sich an, in dieser Arbeit das Augenmerk auf die Schutzstaffel zu werfen. Zudem spricht dafür, dass es in der braunen Riege insbesondere Heinrich Himmler gewesen ist, der für die mittelalterlichen Traditionen und ihre Funktionalisierung empfänglich war. In seiner Vorstellungswelt verbanden sich pseudowissenschaftliche Rassentheorien, Runenverehrung, Germanenmystik sowie eine Affinitäten zum Ahnenkult zu einem gigantischen ideologischen Konstrukt.

Ausgehend von diesen irrationalen und pseudowissenschaftliche Anknüpfungspunkten, die von frühgermanischen bis hin zu mittelalterliche Vorbildern reichen, gilt es im Folgenden grundlegende mittelalterliche Vorstellungsbilder in der SS-Ideologie herauszuarbeiten, um im Weiteren ihre Funktion für diese Gesinnung aufzudecken.

In dieser Arbeit soll anhand von verschieden Beispielen verdeutlicht werden, inwieweit sich Himmlers „Orden“ (so nannte Himmler des öfteren seinen Schutzstaffel[1]) die mittelalterliche Geschichte instrumentalisiert hat und welche Absichten dadurch verfolgt wurden.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf zwei größeren Teilaspekten. Es gilt zum einen der Stellung und Bedeutung der Wewelsburg für Himmlers SS-Orden nachzuspüren. Zum anderen werden pseudoreligiöse Tendenzen in die Arbeit mit einbezogen, da insbesondere in der SS eine „neue“ Religiosität eine große Rolle spielen sollte.

Als Einstieg in die Thematik gilt es, sich zunächst ausführlich der Ideologie und dem Selbstverständnis der SS zu widmen, um die nachstehenden Ausführungen in ihrem Kontext und in ihrer Komplexität nachvollziehen zu können. Bereits in dieser Darstellung werden einige Anknüpfungspunkte zu mittelalterlichen Vorstellungen aufgezeigt. Daraufhin wird sich dem ersten Schwerpunkt der Arbeit gewidmet: Die Wewelsburg als kulturelles Zentrum der Identitätsstiftung. Nachdem die Geschichte der Burg skizziert wurde, sollen Realisierungsformen vermeintlich mittelalterlicher Traditionen und Vorstellungsbilder auf der Burg und ihre entsprechenden Funktionen für die SS dargestellt werden. In einer ersten Bilanz werden dann die gemachten Zwischenergebnisse festgehalten. Danach werden die pseudoreligiösen und romantischen Kultformen innerhalb der SS aufgezeigt. Neben dem Aspekt der Ahnenverehrung sowie dem germanischen Heldenkult (Heinrich I. und Widukind vs. Karl der Große) soll der kulturell-religiöse Rahmen unter besonderer Berücksichtigung der Feste thematisiert werden. Nachdem auch dieser Aspekt bilanziert wurde, gilt es in der Schlussbetrachtung ein Resümee der Arbeit zu ziehen. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung eine solche Kultstätte, wie die Wewelsburg, und die religiösen Tendenzen für das Selbstverständnis und die politische Praxis der SS-Weltanschauungspolitik haben konnten.

Die Untersuchung wird nicht zum Geschichtsdenken im Nationalsozialismus und deren Geschichtsbild insgesamt Stellung beziehen. Eine Analyse der mittelalterlichen Geschichtsvorstellungen im gesamten nationalsozialistischen Regime würde den Rahmen dieser Arbeit bei weitem übersteigen.[2] Mit der Untersuchung der Einflüsse mittelalterlicher Geschichtsvorstellungen auf die Schutzstaffel soll vielmehr die Auslegungen des Mittelalterbildes in der SS-Propaganda nachvollziehbar gemacht werden. Außerdem soll verdeutlicht werden, dass die Geschichte in den weltanschaulichen Gedanken der SS kein konstitutives Element war, sondern stattdessen als Legitimierung, als Bestätigung der Richtigkeit des politischen Handelns, fungieren sollte.

Abschließend ist noch auf Folgendes hinzuweisen: Auch wenn der Schwerpunkt auf der Herausstellung mittelalterlicher Vorbilder liegt, ist für das Gesamtverständnis ein Ausschluss anderer historischer Vorbilder nicht möglich. Es wird somit stellenweise immer wieder auch auf andere historische Entlehnungen verwiesen. Aus der Komplexität der Thematik ergibt sich zudem die Problematik, dass eine stringente Abgrenzung der einzelnen Beispiele nicht vollständig gewährleistet werden kann. Es kommt vor, dass sich einzelne Aspekte zum Teil überschneiden und ineinander greifen. Einige erwähnenswerte Punkte werden aufgrund ihrer textuell geringen Ergiebigkeit in den Fließtext mit einbezogen und nicht als eigenes Unterkapitel aufgeführt. Dies gilt beispielsweise für die Bedeutung des Ritterordens oder die Handhabung von Runen.

2. Ideologie und Selbstverständnis der SS

Bereits 1923 wurde zum persönlichen Schutz Hitlers eine Stabswache aufgestellt, die noch im selben Jahr zum Stoßtrupp Hitler ausgeweitet wurde. Nach dem gescheiterten Putschversuch von München (9.11.1923) wurde die NSDAP zusammen mit ihrer Gliederung zwar verboten und aufgelöst, aber nach Hitlers vorzeitiger Haftentlassung (Dezember 1924) wurde die NSDAP wieder neugegründet. Die ehemalige Stabswache wurde von Julius Schreck bereits 1923 wiederbegründet, in Schutzstaffel (SS) umbenannt und in verschiedenen Städten aufgebaut.[3]

Die ersten Jahre ihres Bestehens stand die Schutzstaffel ganz im Schatten der Sturmabteilung ( SA), da sie dieser seit 1926 unterstellt war. Heinrich Himmler wird zwar bereits 1929 Reichsführer-SS und ihm gelingt es, die Mitgliederzahlen von 270 (1929) auf 52.000 (1933) SS-Männer zu steigern[4], aber erst als die SS die SA-Führung auf Geheiß Hitlers und unter dem Druck der Reichswehr durch den sogenannten Röhmputsch (30.6.1934) ausgeschaltet hatte, begann der rasante Aufstieg und Ausbau der SS zur mächtigsten NS-Organisation. Als Dank für die „Säuberungsaktion“ wurde die Schutzstaffel am 20.7.1934 von Hitler zur selbständigen Organisation innerhalb der NSDAP erhoben. In wenigen Jahren wurde aus einer Form der Parteipolizei und aus Hitlers Leibgarde eine geheimdienstliche, militärische und wirtschaftliche Macht mit eigenen Unterorganisationen.[5] Auch wenn zu Beginn des NS-Regimes nur unmittelbar Betroffene die SS mit den Begriffen „Terror“ oder „Inkarnation des Bösen“ (Dietrich Bonhoeffer) in Verbindung brachten, sollte dieser „vielarmige Polizeipolyp“[6] die deutsche Gesellschaft und Europa bis zum Ende des 2. Weltkrieges in Atem halten. Von einem SS-Kult waren allenfalls Ansätze zu erkennen. Dieser entwickelte sich erst im Laufe der Zeit, was sich insbesondere anhand der ideologischen Zielsetzung aufzeigen lässt.

Die Männer dieser Formation wurden militärisch ausgebildet und sie verpflichteten sich zum bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem Führer: „Ich schwöre Dir, Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Reiches Treue und Tapferkeit. Ich gelobe Dir und den von Dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod, so wahr mir Gott helfe.“[7] Im Weiteren sollte die Schutzstaffel eine Elite, „eine etwas vornehmere Variante der als plebejisch geltenden _SA“[8] darstellen. Dieses Elitegefühl fand ihren Ausdruck zum einen in dem äußeren Erscheinungsbild der SS-Männer. Die SS-Dienstbekleidung sah im Unterschied zum plebejischen Braun der SA-Trupps eine schwarze Uniform, eine schwarze Mütze mit Totenkopf, einen schwarzen Binder zum Braunhemd, eine schwarzumränderte Armbinde mit Hakenkreuz, schwarze Stiefel und weiße Handschuhe vor.[9] Zusätzlich konnten drei Ehrensymbole (Totenkopfring, Dolch und Degen) als zusätzliches äußeres Zeichen für besondere Leistungen verliehen werden.

Mit ihrem elitären Anspruch hat die Schutzstaffel auf viele Menschen unterschiedlichster gesellschaftlicher Schichten anziehend gewirkt. Das Mitgliedermilieu umfasst neben der anpassungswilligen Oberschicht des Reiches (deutscher Adel, bürgerliche Oberschicht) ebenso ehemalige Freikorps, kleinbürgerliche Parteiveteranen, Akademiker mit meist juristischer Ausbildung, junge Wirtschaftswissenschaftler, bürgerliche Offizierkorps der Reichswehr, Opfer der Weltwirtschaftskrise und Bauern.[10] „Keinesfalls war die SS eine Einheit wie sie beispielsweise der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg sah, sondern sie bot in ihren unzähligen Gebilden und Grüppchen eher das Bild einer gewollten Zusammenkleisterung verschiedenster Elemente, die sich nicht selten konträr gegenüberstanden.“[11]

Indes lässt sich annehmen, dass der aus so verschiedenartigen Elementen zusammengesetzten SS eine innere Geschlossenheit fehlen musste. Um dem elitären Gedanken, dem exklusiven Profil der SS gerecht zu werden und um der „Zusammenkleisterung“[12] verschiedenartiger Elemente entgegen zu wirken, wollte Himmler durch rassische Komponenten den normierten SS-Mann dieser Uneinheitlichkeit gegenüberstellen. Demgemäß verstand er seinen „soldatischen Orden“ als rassische Elite der gesamten nationalsozialistischen Bewegung, die das völkische Werk der Ausrottung aller als „rassischminderwertigen Menschengruppen und gleichzeitig der Aufnordung der Menschen durch Züchtung betreiben“[13] sollte. Himmler übertrug diese persönliche Affinität[14] der biologischen Weltanschauung auf seinen SS-Orden und betrieb bei den Anwärtern auf die SS-Mitgliedschaft eine strenge Auslese, die vorwiegend nach eben solchen rassistischen Gesichtspunkten durchgeführt wurde und wiederum dem Eliteanspruch der Formation unterstreichen sollte. Die Kriterien sahen die Überprüfung der körperlichen Merkmale (Mindestgröße von 1,70 m, blonde Haare, blaue Augen, tadellose Haltung, wohlproportionierter Körperbau) und den Nachweis der arischen Abstammung vor.[15] Zudem wurden die SS-Anwärter erst nach einer zweijährigen Bewährungszeit durch eine an romantische Ritterideale des Mittelalters anknüpfende Schwertleite aufgenommen.[16] Mit der nachstehenden Aussage unterstreicht Himmler die von ihm immer wieder betonte These, dass nicht geistige Stärke bzw. der Verstand und menschliches Mitgefühl ausschlaggebend für seine Ordensangehörigen, aber auch für den politischen und geschichtlichen Fortgang wären, sondern der tierische Instinkt, „die Geringschätzung des Lebens überhaupt“[17].

Blut, Auslese, Härte. Das Gesetz der Natur ist eben dies: Was hart ist, ist gut, was kräftig ist, ist gut, was aus dem Lebenskampf körperlich, willensmäßig, seelisch sich durchsetzt, das ist das Gute, - immer auf die Länge der Zeit gesehen.[18]

Durch die strukturelle Selektion und soziale „Säuberung“ (insbesondere Verfolgung Homosexueller) allein konnte die Verschiedenartigkeit jedoch nicht ausgeglichen werden. Deshalb sollten zum anderen Rituale und althergebrachte Konventionen, aber auch die Ideologie und die Handlungsnormen dieses Problem beseitigen, damit eine gemeinsame Basis geschaffen werden konnte.

Neben dem bereits erwähnten rassischen Denken war die SS dem Grundgedanken verpflichtet, die Eroberung von Siedlungsraum im Osten vorzunehmen, um dauerhaft ein „Großgermanisches Reich“ zu begründen. Dafür wurde auch die Konsequenz in Kauf genommen, dass die Bevölkerung der eroberten Gebiete zu ermorden seien. Zur Legitimierung deutscher Gebietsansprüche im Osten wurde u.a. der angeblich schon immer währende deutsche Einfluss auf diese Gebiet versucht aufzuzeigen, der unter dem Schlagwort „Der deutsche Drang nach Osten“ geführt wurde. Die Herkunft der nationalsozialistischen Bewegung und die Legitimation des Vorgehens der SS sollte, so Bork, „krampfhaft“[19] aus der nordisch-germanische Vorgeschichte hergeleitet werden.

[...]


[1] Vgl. Himmler in Josef Ackermann: Heinrich Himmler als Ideologe. Göttingen 1970, 107.

[2] Näheres zur gesamten nationalsozialistischen Geschichtsauffassung bei Gordon Wolnik: Mittelalter und NS-Propaganda. Mittelalterbild in den Print-, Ton- und Bildmedien des Dritten Reiches. Frankfurt a.M. 2003.

[3] Bei der Entstehung der SS, ihrer Entwicklung und ihren ideologischen Grundsätzen orientiere ich mich im Wesentlichen an den Darstellungen von Ackermann und Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf. Die Geschichte der SS. Hamburg 1966.

[4] Die Zahl der Mitgliedschaften stieg während Himmlers 16-jähriger Amtszeit kontinuierlich an. Er stockte den Mannschaftsbestand um weit über eine ¾ Million auf, wodurch die SS zu einem idealen Machtinstrument zur Durchsetzung seiner und Hitlers Ziele wurde. Vgl. Karl Hüser: Wewelsburg 1933 – 1945. Kult- und Terrorstätte der SS. Eine Dokumentation. Paderborn 1982 2, 411; Ackermann, 97.

[5] Sicherheitsdienst (SD), Gestapo, Ahnenerbe, Lebensborn, Rasse- und Siedlungshauptamt, Waffen-SS, Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, SS-Totenkopfverbände. Vgl. Peter Reichel: Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus. Wien 1991, 223.

[6] Höhne, 8.

[7] Eidesformel der Waffen-SS. Zitiert in Wolfgang Kratzer: Feiern und Feste der Nationalsozialisten. Aneignung und Umgestaltung christlicher Kalender, Riten, Symbole. München 1998, 137. Kratzer merkt dazu bissig an: „Wie man sieht, kam nicht einmal die SS bei der Eidesleistung ohne Gott aus.“ (137)

[8] Buchheim zitiert in Ackermann, 99.

[9] Vgl. Hüser, 411.

[10] Zur Zusammensetzung des Mitgliedermilieus und ihren Einsatzbereichen in der SS vgl. Höhne, 126-129.

[11] Ackermann, 100.

[12] Ackermann, 100.

[13] Wolnik, 48.

[14] Richard Walther Darré, Alfred Rosenberg und Hitler sahen ebenfalls in der Rassefrage/Rassenmythos den „Schlüssel zur Weltgeschichte“. Hitlers Mein Kampf zitiert in Wolnik, 37.

[15] Eine detaillierte Beschreibung der Rassetabellen befindet sich bei Höhne, 137.

[16] „Damals wurde der junge Knappe durch die feierliche Umgürtung mit dem Schwert zum Ritter erhoben. In der SS symbolisierte die feierliche Aushändigung des SS-Dolches die endgültige Übernahme des SS-Anwärters in den SS Orden oder- wie Himmler auch gern zu sagen pflegte – in seine neue „Ritterschaft“.“ Himmler zitiert in Ackermann, 107. Näheres zum „Weg des SS-Mannes“ bei Ackermann, 106/107.

[17] Reichel, 229.

[18] Himmler in Ackermann, 125.

[19] Bork, 68.

Details

Seiten
40
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638011723
ISBN (Buch)
9783656869993
Dateigröße
627 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v85522
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Historisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
Himmlers Schutzstaffel Geschichtsvorstellungen Mittelalter SS-Ideologie Mittelalter“ Rezeption Wirkungsgeschichte Mittelalters

Autor

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