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Grenzen und Möglichkeiten der Bildinterpretation in der Politikwissenschaft - ein Erklärungsversuch anhand Willy Brandts Kniefall in Warschau

Hausarbeit 2006 28 Seiten

Politik - Methoden, Forschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Pictorial Turn

2. Methodische Reflexion

3. Bildauswahl / Medienanalyse

4. Methodische Zugriffe
4.1 Sender / Produzentenebene
4.2 Empfänger / Rezipientenebene
4.3 Bildsysteme
4.4 Das Bild als Mythos, Ritual, Symbol
4.4.1 Mythos
4.4.2 Ritual
4.4.3 Symbol / symbolische Politik
4.5 Objektive Hermeneutik

5 Technische Zugriffe

6.Schlussfolgerung

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

9. Anlage: Bilder von Willy Brandts Kniefall in Warschau

1. Einleitung: Pictorial Turn

Die Kultur des ausgehenden 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts wird als "visuelle Kultur"1 bezeichnet. Diese Kultur beinhaltet eine Mediengesellschaft, in der Medienkommunikation eine alle Sphären des gesellschaftlichen Seins durchwirkende Prägekraft entfaltet. Um dieses neuartige Gesellschaftsphänomen wissenschaftlich adäquat zu analysieren, fordert Mitchell in seinem mittlerweile zum Klassiker gewordenen Buch „Picture Theory“ von 1994 einen Pictorial Turn in den Geisteswissenschaften. Nicht mehr der Text, sondern die Bilder sollen fortan im Zentrum des sozialwissenschaftlichen Erkenntnisinteresses stehen. Diese Wendung ist bis zum heutigen Tage weitgehend ausgeblieben2, sieht man von dem neuen Zweig der Medienwissenschaften und der Kunstgeschichte bzw. Geschichtswissenschaft3 ab. Letztere Fachdisziplinen fokussieren ihre Forschungen allerdings auf historische, gemalte Bilder und nicht auf photographische Abbildungen. Bildwissenschaft bleibt auch in der Politikwissenschaft ein Randphänomen, obwohl es nicht an Autoren wie z.B. Sarcinelli mangelt, die dieses Thema in ihren Publikationen aufgreifen.

Woran es aber nach Durchsicht der mir zur Verfügung stehenden Veröffentlichungen immer noch mangelt, ist ein systematischer politikwissenschaftlicher Zugang4 zum Phänomen „Bild“, der es erlaubt, Bilder anhand von definierten Kriterien zu analysieren.

Manche Autoren führen dies auf eine noch nicht geschehene Integrationsleistung von Ansätzen verschiedener Disziplinen zurück, die in einen politikwissenschaftlichen Zugriff münden soll- Dabei wird offengelassen, worin sich dieser Zugang von anderen Zugängen unterscheiden soll. Für mich scheint es sinnvoll, die Betonung auf einen Erkenntniszuwachs im politikwissenschaftlichen Sinne zu legen. Dazu zähle ich die Identifizierung von Faktoren, gesellschaftlichen Prozessen oder das Aufzeigen von Mechanismen in Bezug auf Bildinterpretationen und Bildeinsatz. Im Rahmen der Arbeit möchte ich das Sujet Bild auf photographische Abbildungen eingrenzen, da Photographien das bevorzugte Bildmedium der heutigen Gesellschaft darstellen und nicht mehr gemalte oder gedruckte Bilder wie im Mittelalter in Europa.

Somit sollten photographische und nicht gemalte Bilder im Zentrum politikwissenschaftlichen Erkenntnisinteresses stehen.

Ein Ansatz, der erklären kann, warum Bilder nicht im Zentrum stehen, möchte ich in meiner Arbeit untersuchen: In Anbetracht der Vielzahl sozialwissenschaftlicher Methoden ist deshalb noch kein einheitliches Analyseschema in den Sozialwissenschaften entwickelt worden, weil der Erkenntniszuwachs begrenzt ist. Die bildlich transportierten Informationen sind durch sozialwissenschaftliche Forschung bereits vorhanden.

Exemplarisch soll diese These anhand des berühmten und in einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommenen Kniefalls des damaligen Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau verworfen oder vorläufig bestätigt werden.

Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen: Nach einer methodischen Reflexion über die Arbeit soll eine Begründung der Bildauswahl gegeben werden; gefolgt vom Aufzeigen der Möglichkeiten einer Medienanalyse. Im zentralen dritten Abschnitt werden verschiedene methodische Zugriffe vorgestellt. Dabei soll ihre Anwendung demonstriert werden sowie Stärken und Schwächen der Ansätze erläutert werden. Näher eingegangen werden soll auf den Ansatz von Elder / Cobb (1983), der meiner Meinung nach den bisher ausgereiftesten analytischen Rahmen zur Bildanalyse liefert. Im Anschluss daran soll die technische Seite des Bildes zur Sprache kommen. Den Abschluss bilden die Schlussfolgerungen für die politikwissenschaftliche Bildinterpretation.

2. Methodische Reflexion

Am Anfang stand für mich die Überlegung, die qualitative Methode der Bildanalyse anzuwenden. Auf der Suche nach einem Ansatz der Bildanalyse, der einen spezifisch politikwissenschaftlichen Zugriff ermöglicht, stieß ich immer wieder auf Theoriebruchstücke, die aus anderen Wissenschaften stammen (z.B. aus der

Kunstwissenschaft), und deshalb nur sehr begrenzt in einem politikwissenschaftlichen Kontext nutzbar gemacht werden können.

Eine weitere „Merkwürdigkeit“ stellt das häufig beklagte Fehlen eine einheitlichen Schemas der Bildanalyse dar. Keiner der Autoren kann erklären, warum seit der Postulierung des „pictorial turns“ von Mitchell und trotz Forschung sowohl im deutschen als auch im englischen Sprachraum eine solche Theorie noch immer ausbleibt.

Dies waren für mich die Gründe zu untersuchen, ob dieses Schema überhaupt geleistet werden kann und ob sich daraus einen Erkenntniszuwachs generieren lässt. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso mehr musste ich feststellen, dass man sich sehr leicht von der eigentlichen Bildinterpretation wegbewegt und auf andere Methoden, z.B. Medienanalyse zubewegt.

3. Bildauswahl / Medienanalyse

Die Bildauswahl erfolgte nicht rein zufällig, sondern ist von folgenden Überlegungen bestimmt worden:

Das Bild des Kniefalls von Willy Brandt am 7.Dezember 1970 vor dem Mahnmal des Ghettos in Warschau erregte große mediale Resonanz und zog später auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Bildes nach sich. Deshalb halte ich diese Bild für besonders geeignet, die Möglichkeiten und Grenzen einer politikwissenschaftlichen Analyse zu demonstrieren. Ein weiterer Beweggrund liegt in der Zeit. Da Brandts Geste nun schon über 30 Jahre alt ist, kann zudem die zeitliche Veränderung der Interpretation eines Bildes angesprochen werden.

Nachdem ich mich für dieses Bild entschieden habe, entsteht die erste Schwierigkeit. Es gibt nicht das Bild, sondern die Bilder. Wie von allen Ereignissen kursieren mehrere perspektivisch aufgenommene Bilder5. Willy Brandt mit oder ohne Publikum, von der Seite, oder auch mit einem deutlich sichtbaren bewaffneten Militär. Es braucht also eine Entscheidung welches Bild man als Analyseeinheit heranziehen möchte. Je nach Auswahl wird dadurch aber die Interpretation teilweise vorgezeichnet. Ein deutlich sichtbarer Soldat oder sich drängende Photographen lassen beim Betrachter andere „Bilder“ entstehen als der isolierte Willy Brandt im Zentrum. Für politikwissenschaftliche Zwecke erscheint es sinnvoll das Bild zu nehmen, das im öffentlichen Diskurs dominiert. Insofern bietet sich das „Spiegel“ - Titelfoto vom Dezember 1970 an (siehe Bild II im Anhang). Jedoch kann sich die Bildauswahl anhand dieses Kriteriums bei einem Wechsel der nationalen zu einer internationalen Perspektive ändern. Brandts Kniefall stellt hierbei ein Extrem dar:

Eine Bildauswahl im damaligen „Ostblock“ fand gar nicht statt. Photographien von Brandts Kniefall wurden systematisch zensiert. Anhand dieser Überlegung wird deutlich welche entscheidende Rolle die Medien6 spielen. Ein überzeugendes Analyseschema sollten die Selektions- und Verbreitungsprozesse des jeweiligen Bildes darstellen können. Im Rahmen dieser Arbeit kann dies nicht erschöpfend geleistet werden. Anhand einer exemplarischen Fragestellung sollen aber die Umrisse einer solchen Analyse skizziert werden.

Brandts Bild im „Spiegel“ fokussiert auf die Person und lässt das Umfeld weg. Links auf dem Titelblatt ist eine rote Banderole mit der Frage „Durfte Brandt knien?“ abgedruckt. Ist dies nun ein Ausdruck dafür, dass ein eher linksliberales Blatt eine unerwartete kritische Haltung einnimmt, oder ist dies Ausdruck des starken nationalen Moments des Spiegels unter dem Herausgeber Rudolf Augstein? Reiht sich der Spiegel damit in das konservative Medienspektrum mit ihrer Kritik an dem Kniefall ein7 oder nicht?

Die medial verbreiteten Bilder von Brandts zeigen nicht das Mahnmal in Warschau, vor dem Brandt kniet. Geht es nur um die Person Brandt oder sind technische Aspekte ausschlaggebend? Fragen dieser Art sollte eine überzeugende Analyse beantworten können.

Eine weiterführende Medienanalyse kann darüber hinaus mittels sozialwissenschaftlichen Methoden eine Analyse der Kontexte leisten, indem das Bild verwendet wurde. Mittels dieser Methoden kann auch die mediale „Popularität“ und die Rezeptionsgeschichte des Bildes gemessen werden. Ebenso scheint es sinnvoll dadurch die später in der Arbeit vorgestellten Interpretationsgruppen zu identifizieren.

Zu beachten ist dabei aber, dass man sich dann vom eigentlichen Ziel einer originären Bildanalyse entfernt. Eine Analyse des photographischen Materials wird nicht geleistet. Vielmehr wird die Rezeptionsgeschichte des Bildes aufgearbeitet. Die Konfliktlinien der Interpretationsgemeinschaften werden anhand der Interpretation des Bildes sichtbar. Doch werden sich diese Linien auch bei anderen gesellschaftspolitischen Themen zeigen. Es wird demzufolge ein nur sehr kleiner Erkenntniszuwachs produziert.

4. Methodische Zugriffe

Will man nicht die mediale Resonanz, sondern das Bild selbst analysieren, so drängt sich einem zuerst die Unterscheidung zwischen Sender und Empfänger auf, um einen ersten methodischen Zugang zu finden. Um eine Interpretation weiterzuführen, stößt man auf „Etiketten“ wie Mythos, Symbol etc., die einem Bild quasi angeheftet werden können. Im Folgenden soll gezeigt werden, wie schwierig das Produzieren von Erkenntnissen durch diese Zugriffe sein kann.

4.1 Sender / Produzentenebene

Als erstes stellt sich die Frage nach den Intentionen des Handelnden.

Eine Möglichkeit dies herauszufinden ist den Sender direkt zu fragen. Brandt äußerte sich zu den Beweggründen folgendermaßen:

„ Am Abgrund der deutschen Geschichte und unter der Last der Millionen Ermordeten tat ich, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt.“8

Auch zu der Frage, ob sein Handeln geplant war oder nicht gibt er Auskunft:

„Heute morgen“, sagt er, obwohl Mitternacht lange vorüber ist, „heute morgen habe ich das gewußt: daß das nicht so einfach geht wie bei den anderen Kranzniederlegungen, nur so den Kopf neigen. Dies ist doch eine andere Qualität.“9

Wie ich später unter 4.2.3 zeigen möchte, sind diese Aussagen ein Indiz für die Popularität, die der Kniefall erlangt hat.

Problematisch ist hierbei allerdings die Antworten des Senders als wahr anzunehmen. Viele damalige Kommentatoren sahen in seinem Handeln eben nicht ein spontanes Handeln, sondern ein Signal, z. B. an konservative Widersacher in der BRD. Es lassen sich aber aufgrund der Aussagen Brandts die mitgeteilten Rechtfertigungen des Senders feststellen, die für eine Analyse interessant sind. Es kann z.B. untersucht werden, ob sich die Rechtfertigungen im Zeitverlauf geändert haben oder nicht bzw. ob diese sich je nach Kontext widersprechen.

Auch die Frage nach dem Adressaten der Demutsgeste kann nicht unvoreingenommen aus der Antwort des Senders übernommen werden. Allgemein wird im Kniefall eine Anerkennung bzw. Entschuldigung der deutschen Verbrechen im II. Weltkrieg gesehen. Wie wir im Folgenden sehen, ist diese Intention des Senders nach heutigen Erkenntnissen fraglich. Die Selbstauskunft des Senders wäre folglich falsch:

Wie Ruf (1973:78) richtig feststellt, ist es möglich, dass Bilder einem Wandel unterliegen (oder eben nicht). Willy Brandts Kniefall unterliegt gegenwärtig einem solchen Wandel bzw. einem neuen Interpretationsansatz, der medial durchaus einige Aufmerksamkeit erregt hat.10 Der Historiker Wolffsohn von der Bundesuniversität München unterzieht diese Bild einem Bedeutungswandel. Nicht mehr die Interpretation von Brandts Geste „an die Kämpfer des Warschauer Ghetto- Aufstandes“ und „die Opfer des Holocausts im Allgemeinen“11 steht im Vordergrund, sondern ein außenpolitisches Signal an den Staat Israel. Der Kniefall ist danach nicht mehr eine Entschuldigungsgeste gegenüber den Opfern des II. Weltkrieges sondern das Versichern der bundesdeutschen Unterstützung für Israel.

4.2 Empfänger / Rezipientenebene

Für den Empfänger gibt es mehrere Möglichkeiten der Aufnahme des Bildes.

Nach Ruf (1973:80) enthalten Bilder bzw. Bildsysteme Verhaltensmuster - und anweisungen.

Demzufolge wären bestimmte Handlungen eines Individuums, das diesem Bild zustimmend oder ablehnend gegenübersteht, voraussagbar.

Bezogen auf die Wirkung auf Rezipienten kommen zwei Aspekte ins Spiel die ich „kulturelle Information“ bzw. „kulturelle Rahmung“ nennen möchte. Die Aussagekraft eines Bildes hängt, meiner Meinung nach, entscheidend von der Vergegenwärtigung des kulturellen Rahmens ab. Am deutlichsten wird dies bei mittelalterlichen Gemälden, die meist mit einer Allegoriesprache aufgeladen sind, die sich heutigen Betrachtern meist nicht erschließt. Es werden Szenen, Handlungen und Personen dargestellt, die im heutigen Kontext dem Bild keine Bedeutungskraft mehr verleihen. Genauso verhält es sich mit Brandts Kniefall. Die Wirkung des Bildes hängt entscheidend von kulturellen Informationen ab. Verdeutlicht werden kann dies anhand eines „naiven“ Zugangs. Der Betrachter sieht einen knieenden Mann und je nach Bild eine Menschenmenge oder nicht. Eine an diesem Punkt ansetzende Interpretation hängt entscheidend von Informationen über die Kultur ab, innerhalb der das Bild entstanden ist. Kulturelle Informationen sind z.B. dass Niederknien eine Demutsgeste im westlichen Verständnis darstellt, dass ein deutscher Bundeskanzler als Repräsentant eines Volkes kniet, dass dieses Bild wenige Jahre nach dem Ende eines Weltkrieges entstand. Je mehr kulturelle Informationen dem Betrachter vorliegen, desto mehr verändert sich der Eindruck des Bildes. Ist man z.B. über die Lebensgeschichte Brandts als Emigrant informiert, so ergibt sich ein anderes Verständnis des Bildes. Es kniet nicht ein Repräsentant der deutschen Aggression im II. Weltkrieg sondern ein Vertreter des oppositionellen Deutschlands. Er entschuldigt sich also nicht persönlich, wie man auf den ersten naiven Blick vermuten könnte, sondern er tut dies stellvertretend für das politische Gemeinwesen, das er vertritt. Ohne diese Informationen kann es keine Interpretation geben. Neben diesen kulturellen Informationen, die von allen Rezipienten geteilt werden, entsteht durch unterschiedliche „kulturelle Rahmungen“ eine Pluralisierung der Interpretationen. Unter kulturellen Rahmungen sollen verschiedene Weltbilder in Bezug auf politische, gesellschaftliche und soziale Vorgänge verstanden werden. Wir haben also nicht einen Rezipienten, sondern mehrere Rezipientengruppen. Diese Interpretations- gemeinschaften lassen sich durch eine Medienanalyse oder durch hermeneutische Verfahren identifizieren. Interessant ist zu untersuchen, warum sich die positive Auffassung des Kniefalles durchgesetzt hat. Man könnte vermuten, dass sich das gesellschaftliche Koordinatensystem geändert hat und mit ihm die Einstellungen gegenüber dem Kniefall.

Sowohl bei hermeneutischen Verfahren und als auch bei der Untersuchung der Verschiebung gesellschaftlicher Werte entsteht jedoch kein Erkenntniszuwachs. Rezipientengruppen in Bezug auf Brandts Kniefall werden sich auch in der Stellung gegenüber anderen Themen unterscheiden und mittels anderer sozialwissenschaftlicher Methoden aufzeigbar sein.

Die beiden eingeführten Begriffe finden eine Entsprechung in der Literatur. Edelman (1964:6) spricht von „cultural condition“ (hier: kulturelle Informationen). Elder/ Cobb (1983: 55) benutzen in ihrem Erklärungsansatz die Begriffe der „social patterns“ (hier: kulturelle Rahmungen) und die Formulierung „kognitive Komponente“ (hier: kulturelle Informationen). Auch Schneider (2004) verwendet inhaltlich gleiche Begrifflichkeiten.

Neben dem Wandel der Interpretation- bezeichnet als (In-)Stabilität kann einem Bild bzw. Symbol auch eine Veränderung des Gewichts zugeschrieben werden, das durch die Rezipienten verliehen wird. Unter Gewicht möchte ich im Sinne von Merelman (1966:556) die Anzahl von Problemfeldern, die Kontexte in denen das Bild bzw. Symbol verwendet wird und die Intensität der Reaktion der Rezipienten verstehen. Diese Zeitlichkeit sollte in einer Interpretation berücksichtigt werden. Eine Interpretation ist immer zeitgebunden und wird sich im Zeitverlauf verändern.

4.3 Bildsysteme

Verschiedene Autoren12 rekurrieren immer wieder auf den Begriff „Bildsystem“. Damit soll eine Reihe von Bildern gemeint sein, die wie auch immer definierte Gemeinsamkeiten aufweisen.

[...]


1 Zitiert nach : Rehkämper / Sachs-Hombach (2000:9)

2 Vgl. Fuhs (1997:275)

3 Vgl. Bader (2003)

4 Dies stellt auch Lesske (2005:236) fest

5 Eine Auswahl wird im Anhang dieser Arbeit aufgeführt

6 Über die Rolle der Medien in Deutschland vgl. die beiden Sammelbände von Sarcinelli (1998) und Wilke (1999) sowie die Monographie von Schulz (1997)

7 Gemeint sind hier vor allem die kritischen Kommentare in der Tageszeitung „Die Welt“. Vgl. Rauer (2004:153/Fußnote 54)

8 Zitiert aus: Brandt (1994:214)

9 Zitat Brandt aus: Der Spiegel (1970/Heft 51).Vgl. http://abo.spiegel.de/disp/leseprobe_03_1

10 Unter anderem an den Rezensionen des Buches von Wolffsohn über den Kniefall ablesbar Vgl.http://www.wolffsohn.de/MW/Publik_MW/publik_mw.html,http://www3.mdr.de/kulturreport/111205/brand t.html

11 Zitiert aus: Rauer (2004:134)

12 z.B. Ruf (1973)

Details

Seiten
28
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638020268
ISBN (Buch)
9783638923002
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v85271
Institution / Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,7
Schlagworte
Grenzen Möglichkeiten Bildinterpretation Politikwissenschaft Erklärungsversuch Willy Brandts Kniefall Warschau Eingereicht Hausarbeit Kurs Qualitative Politikforschung

Autor

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