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Tabakrauchbelastung in der Gastronomie

Sind Gastronomieangestellte einem besonders hohen Gesundheitsrisiko durch Passivrauchen ausgesetzt? Eine systematische Übersichtsarbeit internationaler Studien zu Schadstoffmessungen und den Beschwerden von Gastronomiemitarbeitern

Diplomarbeit 2007 155 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Vorbemerkung

1 Einleitung
1.1 Wissenschaftliche und politische Einordnung des Themas
1.2 Untersuchungsgegenstand Passivrauchen
1.2.1 Was ist Passivrauchen?
1.2.2 Welche Auswirkungen hat Passivrauchen auf den menschlichen Organismus?
1.3 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit.

2 Recherche für die Identifizierung der relevanten Studien
2.1 Systematische Literaturrecherche..
2.1.1 Ziel, Datenbank, Suchstrategie und Schlagworte, Datenbankanfragen und Einschlusskriterien
2.1.2 Auswahl relevanter Studien nach dem QUOROM-Statement
2.2 Thematische Kategorisierung der gefundenen Studien

3 Luftqualität in Gastronomiebetrieben..
3.1 Schadstoffe in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben
3.2 Ergebnisse der relevanten Studien zur Innenraumluftqualität von Gastronomiebetrieben
3.3 Zusammenfassung: Gastronomiemitarbeiter sind im Vergleich zu Ange- stellten rauchfreier Arbeitsstätten einer deutlich erhöhten Schadstoffbe- lastung ausgesetzt.

4 Auswirkungen des Passivrauchen auf die Gesundheit von Gastronomieangestellten
4.1 Schadstoffe im Organismus von Gastronomieangestellten
4.2 Lungenfunktionstests bei Gastronomieangestellten: Funktionsweise und Aussagegehalt von Lungenfunktionstests
4.3 Gesundheitsstörungen durch Passivrauchen von Gastronomieangestellten: respiratorische und sensorische Irritationen
4.4 Ergebnisse der relevanten Studien zu Schadstoffen im Organismus von Gastronomieangestellten, Lungenfunktionstests und Gesundheits- störungen
4.4.1 Schadstoffe im Organismus von Gastronomieangestellten...
4.4.2 Lungenfunktionstests..
4.4.3 Respiratorische und sensorische Gesundheitsstörungen.
4.5 Zusammenfassung: Gastronomiemitarbeiter sind im Vergleich zu Ange- stellten anderer Berufe aufgrund von Tabakrauchbelastungen durch Passivrauchen einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt

5 Durch Passivrauchen bedingte Erkrankungen bei Angestellten in Gastronomiebetrieben
5.1 Herz-Kreislauferkrankungen.
5.1.1 Pathophysiologie der durch SHS bedingten Herz-Kreislauf- erkrankungen
5.1.2 Studienergebnis zu Herz-Kreislauferkrankungen
5.2 Krebserkrankungen: Toxizität und Studienbeschreibung
5.3 Zusammenfassung: Gastronomieangestellte sind im Vergleich zu Angestell- ten anderer Berufe einem erhöhten Risiko, an den Folgen von SHS beding- ten Herzerkrankungen und Lungenkrebs zu sterben, ausgesetzt.

6 Kritische Würdigung und Schlussfolgerungen
6.1 Innenraumluftqualität von Gastronomiebetrieben.
6.2 Schadstoffgehalte im Organismus von Gastronomieangestellten
6.3 Lungenfunktionstests bei Gastronomieangestellten
6.4 Subjektive Belastungen von Gastronomieangestellten.
6.5 Herz-Kreislauferkrankungen durch Passivrauchen
6.6 Lungenkrebs durch Passivrauchen..
6.7 Hypothesenkonsoliderung und Schlussfolgerungen..

Anhang.

Anhang 1: Wichtige Bestandteile des Nebenstromrauchs und deren Schwankungsbereich..

Anhang 2: QUOROM-Flowchart zur Identifizierung relevanter Studien.

Anhang 3: QUOROM-Checkliste zu den relevanten Studien.

Anhang 4: QUOROM-Checkliste...

Anhang 5: Überprüfungsmethoden der respiratorischen Lungenfunktion.

Anhang 6: Ausgewählte Referenzwerte, die die Lungenfunktion von weißen Erwachsenen in Amerika beschreiben.

Anhang 7: Fragebogen zu respiratorischen Erkrankungen nach der American Thoracic Society..

Anhang 8: Fragebogen zur chronischen Bronchitis nach dem British Medical Research Council (BMRC).

Anhang 9: Fragebogen zu Bronchialsymptomen nach der International Union Against Tuberculosis and Lund Diseases (IUATLD)...

Anhang 10: Repräsentative Quellen von leicht flüchtigen Substanzen in der Innenraumluft.

Literaturverzeichnis.

Danksagung.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorbemerkung

Die vorliegende Diplomarbeit wurde im Rahmen eines Praktikums vom Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg im Frühjahr 2007 unter der Leitung von Dr. med. Martina Pötschke-Langer (Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums und dem WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle) betreut. Für die fachliche und kompetente Unterstützung, sowie die Bereitstellung zahlreicher Ressourcen sei dem gesamten Team gedankt. Der strukturelle Aufbau und die methodische Vorgehensweise folgen den Informationen zum Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten nach Prof. F. Schulz-Nieswandt und den Anmerkungen zum Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten im IGKE nach PD Dr. M. Lüngen.1 Die Zitierweise wurde nach dem Buch „Wissenschaftliches Arbeiten“ von Manuel R. Theisen erweitert.2

Da zahlreiche englischsprachige Begriffe und Fachwörter in der Arbeit verwendet werden und damit eine Differenzierung zwischen deutscher und englischer Sprache gewährleistet werden kann, sind alle englischen Fachwörter, die nicht übersetzt wurden, kursiv und kleingeschrieben abgedruckt.

Der Arbeit ist eine CD-Rom beigefügt (siehe Innenseite des Bindungsrückens), die neben der zugänglichen verwendeten digitalen Literatur auch die Arbeit als PDFDatei beinhaltet.

1 Einleitung

Spätestens seit Beginn der 1980er Jahre konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Passivrauchen und den daraus folgenden gesundheitlichen Belastungen besteht.1 Zu den häufigsten Folgeerkrankungen zählen Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Lungenkrebs.2 Diese Gesundheitsbelastungen werden durch die mehr als 4.000 bekannten Chemikalien, aus denen sich der Tabakrauch zusammensetzt, begünstigt.3 Von diesen Schadstoffen sind 69 als Kanzerogene bekannt oder werden dies verdächtigt.4 Zahlreiche internationale Studien haben gezeigt, dass die höchsten durch Passivrauchen bedingten Schadstoffkonzentrationen, die sowohl in der Innenraumluft als auch im menschlichen Organismus gemessen wurden, bei Angestellten in Gastronomiebetrieben zu finden sind.5

1.1 Wissenschaftliche und politische Einordnung des Themas

Es ist von größter Bedeutsamkeit, dass auch in Deutschland ein einheitlicher Schutz der Angestellten und Gäste von Gastronomiebetrieben vor Passivrauchen auf gesetzlicher Grundlage gewährleistet und umgesetzt wird. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern, die bereits eine rauchfreie Gastronomie eingeführt haben, zeigen einen deutlichen Rückgang von Schadstoffgehalten in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben.6 Außerdem konnte nach Einführung einer rauchfreien Gastronomie eine eindeutige Reduzierung giftiger und krebserregender Schadstoffe in den Organismen bei Gastronomieangestellten festgestellt werden.7 Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse weiterer wissenschaftlicher Kohortenstudien, dass die Einführung einer rauchfreien Gastronomie neben einer Reduzierung der berichteten sensorischen und respiratorischen Gesundheitsbelastungen der Gastronomieangestellten auch eine Verbesserung der Lungenfunktion der Angestellten zur Folge hat.8 Außerdem konnte in einer umfangreichen Metaanalyse bewiesen werden, dass Angestellte in Gastronomiebetrieben durch Passivrauchen einer, im Vergleich zu Angestellten anderer Berufe, erhöhten Lungenkrebswahrscheinlichkeit ausgesetzt sind.9

Daher fordern zahlreiche deutsche Institutionen und ein Großteil der deutschen Bevölkerung einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen in gastronomischen Betrieben. So spricht sich der 108. Deutsche Ärztetag der Bundesärztekammer (BÄK) für einen Schutz vor Passivrauchen in der Öffentlichkeit aus und schließt sich damit dem internationalen Tabakkontrollabkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an.10 Die Senatskommission zur Prüfung gesundheitlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) legte 1998 wissenschaftlich fundierte Belege zur Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen vor und ordnete Tabakrauch der Kategorie 1 der krebserregenden und erbgutverändernden Stoffe zu.11 Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DFKZ) spricht sich für einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen aus und fordert unter Anderem die Einführung einer rauchfreien Gastronomie in Deutschland.12 Darüber hinaus zeigte eine repräsentative Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums, dass sich zwei Drittel der deutschen Bevölkerung eine rauchfreie Gastronomie wünschen.13

Derzeit besteht in Deutschland noch kein einheitlicher Schutz vor Passivrauchen in gastronomischen Betrieben. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am 23. Februar 2007 auf ein weit reichendes Rauchverbot geeinigt. Gaststätten und Diskotheken sollen grundsätzlich rauchfrei werden. Rauchen soll jedoch in abgetrennten Räumen möglich sein. Das Rauchverbot gilt auch für Schulen, Kindertagesstätten, Theater, Kinos und Museen, Krankenhäuser und Pflegeheime sowie Verwaltungseinrichtungen von Ländern und Kommunen.14

1.2 Untersuchungsgegenstand Passivrauchen

In der englischsprachigen Literatur sind diverse synonym verwendete Begriffe zur Beschreibung der Belastung der Luft mit Tabakrauch aufzufinden; tobacco smoke pollution, environmental tobacco smoke (ETS) oder secondhand tobacco smoke (SHS) beschrieben meistens dieses Forschungsfeld.15 Darüber hinaus bedient sich die gesundheitspolitische Fragestellung zur Gesundheitsbelastung des unfreiwillig tabakrauchexponierten Nichtrauchers der Begrifflichkeit des Passivrauchens, die im Englischen mit involuntary smoking oder passive smoking übersetzt wird.16 Da bisweilen eine wörtliche Übersetzung englischer Begriffe ins Deutsche kaum möglich ist, soll für die vorliegende Arbeit der Begriff secondhand tobacco smoke - kurz: SHS - verwendet werden. Der von der WHO empfohlene Begriff secondhand tobacco smoke lautet wörtlich übersetzt „Tabakrauch aus zweiter Hand“.17 Dieser Begriff existiert im deutschen Sprachgut nicht und wird umgangssprachlich nicht verwendet, kann allerdings synonym für die oben aufgeführten Begriffe verwendet werden.

1.2.1 Was ist Passivrauchen?

Während des Rauchens und Verglimmen von Zigaretten, Pfeifen, Zigarren und anderen Tabakprodukten entsteht Tabakrauch, der sich aus den Einzelkomponenten der vom Raucher ausgeatmeten Bestandteilen des Hauptstromrauchs und dem beim Verglimmen der Zigarette zwischen den Zügen entstehenden Nebenstromrauch zusammensetzt.18 In der Raumluft diffundierte Gase stellen einen weiteren Bestandteil des SHS dar.19 Der beim Ziehen an der Zigarette erzeugte und zunächst vom Raucher aufgenommene Hauptstromrauch entsteht bei bis zu 900 °C und enthält eine komplexe Mischung aus zellgiftigen und kanzerogenen Substanzen.20 Die Atemwege des Rauchers resorbieren nicht alle Substanzen des eingeatmeten Hauptstromrauchs, so dass der Raucher die übrigen Stoffe wieder ausatmet und es zu einer Vermischung mit dem sich in der Innenraumluft befindlichen Nebenstromrauch kommt. Diese Mischung wird als SHS bezeichnet, den Raucher sowie Nichtraucher in Form von Passivrauchen aufnehmen. Der volumenmäßig bedeutendere Nebenstromrauch entsteht beim Verglimmen der Zigarette bei einer Temperatur von circa 400 °C. Die quantitative und qualitative Zusammensetzung des Haupt- und Nebenstromrauchs unterscheiden sich aufgrund der unterschiedlichen Verbrennungstemperaturen erheblich voneinander; während die Zusammensetzung des Hauptstromrauchs stark von dem Zugvolumen, der Feuchtigkeit, der Porosität des Papiers und weiteren Faktoren abhängt, bleibt die Zusammensetzung des Nebenstromrauchs relativ konstant. In Bezug auf die Schadstoffkonzentrationen sind im Nebenstromrauch um bis zu 100-fach erhöhte Werte leicht flüchtiger Substanzen nachzuweisen und der Partikelstaub ist typischerweise kleiner, bei einem aerodynamischen Durchmesser von 0,01 bis 0,10 µm. Im Hauptstromrauch beträgt der Durchmesser etwa 0,10 bis 1,00 µm.21 Im Anhang 1 sind die Konzentrationen der wichtigsten bekannten Schadstoffe des Nebenstromrauchs aufgeführt.

1.2.2 Welche Auswirkungen hat Passivrauchen auf den menschlichen Organismus?

Passivrauchen ist gesundheitsgefährdend. Dies begründet sich darin, dass in dem komplexen Substanzengemisch des Tabakrauchs Gifte wie Blausäure, Ammoniak und Kohlenmonoxid enthalten sind, von denen einige krebserregend sind.22 Bereits kleinste Belastungen mit diesen krebserregenden Stoffen können zur Entstehung von Tumoren beitragen. Dementsprechend zeigte eine Reihe nationaler und internationaler Gremien und Forschungszentren, dass Passivrauchen beim Menschen krebserregend ist. So stufte der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin das Passivrauchen als krebserzeugend, erbgutverändernd und fruchtschädigend ein.23 Ebenso kam die International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2004 in einem umfassenden Bericht über die krebserzeugenden Risiken des Rauchens und des Passivrauchens zu dem Schluss, dass ausreichende Belege für den kausalen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Lungenkrebs vorliegen und stufte Passivrauchen als humanes Kanzerogen der Gruppe 1 ein.24 Außerdem fasste das amerikanische Gesundheitsministerium im Jahr 2006 in einem 700-seitigen Report die Gesundheitsgefahren des Passivrauchens zusammen und hielt darin fest, dass Passivrauchen Lungenkrebs, Herz-Kreislauferkrankungen sowie zahlreiche weitere Krankheiten verursacht.25

Passivrauchen ruft akute Beschwerden wie gereizte Atemwege, verringerte Lungenfunktion und Schädigungen des Blutgefäßsystems hervor.26 Die Blutplättchen verklumpen, die Blutgefäßwände verengen und entzünden sich und alle Organe, insbesondere der Herzmuskel, werden geringer durchblutet. Langfristig drohen Asthma, Lungenentzündung, chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, HerzKreislauferkrankungen und Krebs.27

1.3 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

Aufgrund der gravierenden gesundheitlichen Relevanz befasst sich die vorliegende Arbeit mit der zentralen Fragestellung, welche Auswirkungen die Einführung einer rauchfreien Gastronomie auf die durch Passivrauchen bedingten gesundheitlichen Belastungen der Gastronomiemitarbeiter hat. Diesbezüglich werden folgende Hypothesen aufgestellt: a. Die Einführung einer rauchfreien Gastronomie führt zu einer verbesserten Luftqualität und einer daraus folgenden verringerten Schadstoffbelastung in den Innenräumen von Gastronomiebetrieben.
b. Rauchfreie Arbeitsplätze in der Gastronomie reduzieren die im Organismus der Gastronomieangestellten gemessenen giftigen und krebserregenden Schadstoffe.
c. Gastronomieangestellte weisen an rauchfreien Arbeitsplätzen verbesserte Lungenfunktionen auf und haben weniger subjektive Beschwerden, wie respiratorische und sensorische Irritationen.
d. Die Einführung einer rauchfreien Gastronomie führt zu einer verringerten durch Passivrauchen bedingten Wahrscheinlichkeit an Herz- Kreislauferkrankungen oder Lungenkrebs zu erkranken.

Somit ist das Ziel dieser Arbeit die Identifizierung und Auswertung internationaler Studien zu der oben genannten Fragestellung und deren kritische Evaluierung hinsichtlich der Auswirkungen des Passivrauchens auf die Gesundheit von Gastronomiemitarbeitern.

1.4 Aufbau der Arbeit

Zunächst ordnet das einleitende Kapitel die Thematik wissenschaftlich und politisch ein und erläutert die Fragestellung sowie die Zielsetzung der Arbeit explizit. Anschließend wird das Vorgehen beschrieben, um einen systematischen Überblick über den Gesamtzusammenhang darzustellen. Außerdem wird ein kurzer Auszug den Untersuchungsgegenstand Passivrauchen definieren und die Auswirkungen des Passivrauchens auf den menschlichen Organismus im Allgemeinen erklären.

Daran anschließend beschreibt das zweite Kapitel die methodische Vorgehensweise: es wird eine systematische Übersichtsarbeit zu der eingangs beschrieben Fragestellung angewandt, die sich zur Evaluierung der identifizierten Literatur des QUOROM-Statements bedient.28 Somit sollen aus diesen Studien nur relevante und auf wissenschaftlicher Weise nachvollziehbare Arbeiten extrahiert und anschließend systematisch kategorisiert werden. Darauf aufbauend befasst sich das dritte Kapitel mit der Innenraumluftqualität von verrauchten Gastronomiebetrieben, die in zahlreichen internationalen Studien gemessen wurden und einen jeweiligen Kontrollvergleich zu rauchfreien Gastronomiebetrieben - vor und nach Einführung einer rauchfreien Gastronomie - oder rauchfreien Arbeitsplätzen anderer Gewerbe überprüft haben. Gemessen wurden diverse Schadstoffe in der Innenraumluft. Anschließend werden diese Ergebnisse kurz zusammengefasst.

Das vierte Kapitel befasst sich mit den Auswirkungen des Passivrauchens auf die Gesundheit von Gastronomiemitarbeitern. Dabei werden drei Teilbereiche beschrieben, analysiert und ausgewertet. Erstens: Messungen der Schadstoffgehalte im Organismus von Gastronomieangestellten. Hier dienen verschiedene gemessene Schadstoffe als Vergleichswert zwischen Angestellten in verrauchten und rauchfreien Gastronomiebetrieben. Zweitens: Durchgeführte Lungenfunktionstests bei Gastronomieangestellten aus internationalen Studien. Drittens: Ergebnisse der subjektiven Beschreibungen von Belastungen durch Passivrauchen bei Gastronomieangestellten, die sich in respiratorische und sensorische Irritationen untergliedern. Zu allen drei Analysen findet anschließend in der Ergebnisbeschreibung ein Vergleich zwischen der Tabakrauchbelastung in Gastronomiebetrieben und anderen Gewerben, in denen nicht geraucht wird, statt. Eine kurze Zusammenfassung dieser Ergebnisse bildet den Abschluss des vierten Kapitels.

In Kapitel fünf sollen weitere durch SHS bedingte Erkrankungen von Gastronomiemitarbeitern dargelegt werden. Dabei werden zunächst durch Passivrauchen verursachte Herz-Kreislauferkrankungen beschrieben und entsprechende Studienergebnisse diskutiert. Im zweiten Teil dieses Kapitels wird auf die Toxizität und die Studienergebnisse zu Lungenkrebs eingegangen. Den Abschluss bildet dann eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Abschließend würdigt Kapitel sechs die gesamten Ergebnisse der Arbeit kritisch und gibt eine zusammenfassende Schlussfolgerung zu den Ergebnissen dieser Arbeit.

2 Recherche für die Identifizierung der relevanten Studien

Dieses Kapitel beschreibt zunächst das systematische Vorgehen zur Identifizierung der relevanten Studien zu den in Kapitel 1.3. dargestellten Fragestellungen. Anschließend werden im zweiten Teil die gefundenen Studien den entsprechenden Teilgebieten zugeordnet.

2.1 Systematische Literaturrecherche

Für das systematische Vorgehen dieser Arbeit wurde das QUOROM-Statement verwendet, welches ursprünglich zur Durchführung und Verbesserung von Metaanalysen von randomisiert-kontrollierten Studien verfasst wurde.29 Die QUOROM-Group empfiehlt die Anwendung der QUOROM-Checkliste und des QUOROM-Flowcharts explizit auch für systematische Übersichtsarbeiten wie dieser. Ebenfalls folgt die strukturierte Darstellung von Methodik und Ergebnissen diesem Statement.

2.1.1 Ziel, Datenbank, Suchstrategie und Schlagworte, Datenbankanfragen und Einschlusskriterien

Ziel der Literaturrecherche

Um epidemiologische Studien ausfindig zu machen, die die gesundheitliche Belastung durch SHS bei Gastronomieangestellten und/oder deren symptomatischen Folgen erfassen, wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Explizit wurde nach Studien recherchiert, die Schadstoffkonzentrationen in der Innenraumluft von gastronomischen Betrieben oder im Organismus von Gastronomieangestellten gemessen haben. Darüber hinaus sollten Studien identifiziert werden, die anhand von Lungenfunktionstests und den berichteten respiratorischen und sensorischen Irritationen das Ausmaß der gesundheitlichen Belastung durch SHS bei Gastronomieangestellten überprüften. Außerdem wurde die systematische Literaturrecherche verwendet, um Studien zu identifizieren, die durch SHS bedingte Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs bei Gastronomieangestellten evaluierten. Das Ziel umfasst damit eine reproduzierbare Studienidentifizierung der letzten zehn Jahre, die sich mit den sechs genannten Teilfragestellungen befasst, und eine Darstellung der Studienergebnisse.

Datenbank

Um der medizinischen Dimension der Fragestellung gerecht zu werden, wurde für die Literaturrecherche die medizinische Referenzdatenbank PubMed gewählt. PubMed ist eine bibliographische Referenzdatenbank der U. S. National Library of Medicine. Sie umfasst circa 17 Millionen Dokumente aus circa 3.800 biomedizinischen Zeitschriften, die bis in die 1950er Jahre zurückführen.

Suchstrategie und Schlagworte

Die systematische Datenbankrecherche wurde auf die vergangenen zehn Jahre (vom 01.01.1997 bis 21.03.2007) und englisch- sowie deutschsprachige Literatur begrenzt. Es wurden zwei Suchstrategien angewendet, die im Folgenden kurz beschrieben werden.

Zunächst wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum folgende Suchbegriffe bestimmt: „secondhand smoke“, „environmental smoke“ und „health“ zu der gesundheitlichen Dimension der Fragestellung und „bar workers“, „hospitality workers“, „pub workers“ und „restaurant workers“ zur Eingrenzung der Angestellten in Gastronomiebetrieben. Diese Begriffe wurden dann in verschiedenen Kombinationen (siehe: Datenbankanfragen) und Schreibweisen für die Literaturrecherche in PubMed verwendet.

In einem zweiten Schritt wurde der von PubMed verwendete MeSH-Thesaurus (Medical Subject Heading), der das kontrollierte Vokabular der U. S. National Library of Medicine umfasst, verwendet. Er besteht aus hierarchisch geordneten Sätzen und Deskriptoren, die eine Suche auf verschiedenen Spezifitätsebenen erlauben. Der MeSH-Thesaurus beinhaltet circa 23.000 Deskriptoren und zahlreiche Querverweise, mit denen es möglich ist, das am besten passende MeSH-Keyword auszuwählen.30 Im Allgemeinen sollten alle Dokumente identifiziert werden, in denen Passivrauchen ein zentraler inhaltlicher Bestandteil ist. In MeSH deckt der Begriff „Tobacco Smoke Pollution“ dieses Gebiet ab, da er die Kontamination der Luft durch Tabakrauch beschreibt. Das zweite Suchkriterium beinhaltet die gesundheitlichen Belastungen der Angestellten, die mit dem MeSH-Keyword „Health“ eingeschlossen werden. Hierbei wird der Zustand des Organismus bei optimaler Funktion und ohne Anzeichen von Erkrankungen beschrieben. Das dritte Kriterium sollte die identifizierten Dokumente auf gastronomische Betriebe beschränken. Diesbezüglich wurde das MeSH-Keyword „Restaurants“ gewählt, welches „Food Industry“ umschließt und damit alle Betriebe umfasst, die Getränke und Speisen anbieten. Über diese beiden strategischen Literaturrecherchen hinaus, konnten einige Dokumente, die nicht in PubMed gefunden wurden, durch individuelle Handrecherche und anhand von Literaturverweisen identifiziert werden.

Datenbankanfragen

Bei der PubMed-Anfrage der Stichwörter, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum bestimmt wurden, konnten die in Tabelle 1 aufgeführten Trefferanzahlen gefunden werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieser erste Rechercheschritt erfolgte am 21.03.2007 und ergab 208 Treffer. Wie die unterschiedlichen Trefferanzahlen zeigen, ist die Wahl verschiedener Schreibweisen sinnvoll. Die Stichwörter wurden mit „AND“, also einer Und-Verknüpfung, verbunden, um folglich präzise und eingeschränkte Suchergebnisse zu erhalten. Um eine möglichst vollständige und präzise Suchanfrage durchzuführen wurde als nächstes eine PubMed-Anfrage mit verschiedenen Kombinationen von MeSH-Keywords durchgeführt, die auf der Booleschen Verknüpfung von Stichwörtern beruht. Diese besitzt unter Anderem die Qualitätsmaße Vollständigkeit und Präzision. Unter Vollständigkeit versteht man den Anteil der relevanten gefundenen Dokumente an allen relevanten Dokumenten, die sich durch eine Oder-Verknüpfung realisieren lässt. Die Präzision hingegen beschreibt den Anteil der relevanten gefundenen Dokumente an allen gefundenen Dokumenten. Präzisere Suchanfragen können durch eine Und-Verknüpfung gefunden werden.

Für die Suchanfrage in PubMed wurden zuerst inhaltlich zusammengehörige Stichwörter mir „OR“ verknüpft: „Tobacco Smoke Pollution“ [MeSH] OR „Health“ [MeSH]. Für eine präzisere Anwendung dieser Ergebnisse auf Gastronomiebetriebe, wurde diese kombinierte Suchanfrage mit einer UND-Verknüpfung erweitert: „Tobacco Smoke Pollution“ [Mesh] OR „Health“ [Mesh] AND „Restaurants“ [Mesh]. Tabelle 2 zeigt, die Anzahl der gefundenen Dokumente in Bezug auf kombinierte und einzelne MeSH-Keywords.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit der Limitierung der Suchergebnisse auf den Zeitraum vom 01.01.1997 bis zum 21.03.2007 und den Publikationssprachen Englisch und Deutsch ergab sich folgende Suchanfrage mit 170 Treffern: („Tobacco Smoke Pollution“ [Mesh]) OR („Health“ [Mesh]) AND („Restaurants“ [Mesh]) AND (("1997/01/01" [PDAT] : "2007/03/21" [PDAT]) AND (English [lang] OR German [lang])).

Abschließend konnten bei der individuellen Handrecherche und den Literaturverweisen 15 weitere relevante Studien identifiziert werden.

Einschlusskriterien

Einschlusskriterien waren Original-Beiträge aus den Publikationsjahren 1997-2007, welche in englischer oder deutscher Sprache publiziert wurden und bei denen die oben genannten Suchbegriffe im Titel und/oder im Abstract vorkamen. Dabei wurden ausschließlich Beiträge berücksichtigt, deren Grundgesamtheit aus Gastronomieangestellten bestand, in denen SHS-Belastungen untersucht wurden und die sich mit den eingangs formulierten Fragestellungen befassten.

2.1.2 Auswahl relevanter Studien nach dem QUOROM-Statement

Die QUOROM-Group empfiehlt die Anwendung eines QUOROM-Flowcharts und einer QUOROM-Checkliste, um die Qualität von systematischen Übersichtsarbeiten zu verbessern und ein reproduzierbares sowie nachvollziehbares Vorgehen darzustellen. Die graphische Darstellung in Form eines Flussdiagramms folgender Beschreibung kann im Anhang 2: QUOROM-Flowchart zur Identifizierung relevanter Studien eingesehen werden.

Die insgesamt 378 Treffer reduzierten sich nach dem Ausschluss von doppelten Dokumenten auf 252 Beiträge. Von diesen nur einmal vorkommenden mit potentieller Relevanz identifizierten Dokumenten wurden anhand der Titels zunächst 165 und anhand der Abstracte schließlich weitere 47 Beiträge ausgeschlossen, so dass 40 relevante Studien zur weiteren Evaluierung beschafft wurden. Um der inhaltlichen Gliederung der vorliegenden Arbeit gerecht zu werden, wurden diese Studien nach den sechs Teilfragestellungen eingeteilt. Diese thematische Einteilung ergab jeweils 19 Studien zu den gemessenen Schadstoffen in der Innenraumluft und im Organismus von Gastronomieangestellten, sechs Studien zu den Lungenfunktionstests, zehn zu den berichteten respiratorischen und sensorischen Gesundheitsbelastungen und jeweils eine Studie zu den Herz-Kreislauferkrankungen und dem Lungenkrebs. Über diese systematische Literaturrecherche hinaus, konnten bei der individuellen Handrecherche weitere elf Studien zu den Schadstoffmessungen in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben, eine Studie zu den Schadstoffmessungen im Organismus von Gastronomieangestellten und drei Studien zu Lungenkrebs mit einbezogen werden.

Anschließend wurden die 55 auszuwertenden Studien nach der QUOROMCheckliste kontrolliert. Das Ergebnis kann im Anhang 3: QUOROM-Checkliste zu den relevanten Studien eingesehen werden. Die Kontrollliste wurde ins Deutsche übersetzt und spezifische Fragen zu Metaanalysen wurden ausgelassen (siehe Anhang 4: QUOROM-Checkliste).31

2.2 Thematische Kategorisierung der gefundenen Studien

Die identifizierten Studien lassen sich in sechs Teilgebiete einteilen: (a) Schadstoffmessungen in Innenräumen von Gastronomiebetrieben, (b) gemessene Schadstoffkonzentrationen im Organismus von Gastronomieangestellten (c) Lungenfunktionstests, (d) berichtete respiratorische und sensorische Gesundheitsbelastungen von Gastronomieangestellten, (e) Herz- Kreislauferkrankungen und (f) Krebserkrankungen durch SHS bei Angestellten in gastronomischen Betrieben.

Die thematische Zuordnung der identifizierten Studien kann der Tabelle 3 entnommen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Summe aller gefundenen Studien (55 Studien) nicht mit der Summer (71 Studien) aller relevanten Studien über alle Teilgebiete hinweg übereinstimmt. Der Grund dafür liegt darin, dass zehn Studien zwei Teilfragestellungen untersuchen und drei Studien sich mit drei übergreifenden Fragestellungen befasst haben.

3 Luftqualität in Gastronomiebetrieben

Folgendes Kapitel identifiziert und beschreibt zunächst Schadstoffe zur Bestimmung der durch Tabakrauch verursachten Belastung der Innenraumluft. Anschließend werden die Ergebnisse internationaler Studien in Gastronomiebetrieben, die sich mit dieser Fragestellung auseinander gesetzt haben, explizit dargestellt und erläutert. Den Abschluss dieses Kapitels bildet dann eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.

3.1 Schadstoffe in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben

Wie eingangs bereits beschrieben (vgl. Kapitel 1.2.1.) setzt sich der Tabakrauch aus einer Vielzahl bekannter Inhaltsstoffe, die sowohl zellgiftige als auch krebserregende Substanzen umfassen, zusammen.32 Somit sollte in der Forschung berücksichtigt werden, dass secondhand tobacco smoke (SHS) nicht als eine einzelne Substanzeinheit analysiert und definiert werden kann, sondern aus einem Gemisch zahlreicher Substanzen entsteht. Ein derzeitiger und auch als valide anerkannter Konsens zur Bestimmung von SHS besteht in der Identifizierung individueller Bestandteile des Tabakrauchs in der Luft und einer entsprechenden quantitativen Zuordnung dieser Schadstoffe als Quelle des Tabakrauchs.33

Zur Bestimmung der durch SHS verursachten Belastung der Innenraumluft können unterschiedliche Schadstoffe benutzt werden. Dabei ist aufgrund des sich aus einer Vielzahl von Substanzen zusammensetzenden Tabakrauchs zu beachten, dass vorzugsweise spezifische und eindeutig zuzuordnende Bestandteile gemessen werden sollten, die in ausreichender Quantität erfassbar sind.34 Ebenso ist zu berücksichtigen, dass die SHS-Innenraumluftkonzentration durch zahlreiche Einflussfaktoren determiniert wird: Anzahl der Raucher und gerauchten Zigaretten, Raumgröße und -volumen, Austausch leicht flüchtiger Substanzen zwischen Gas-und Partikelphase35 des Tabakrauchs, Depositions- und Re-Emissionsrate von Partikelstaub auf Oberflächen oder chemische Veränderungen über die Zeit.36 Des Weiteren sind zur Messung der Schadstoffkonzentrationen in der Luft zwei unterschiedliche Verfahren bekannt, die in der Praxis häufig Anwendung finden: Bestimmung der SHS-Bestandteile in der Luft (a) mittels an der Kleidung befestigter Messgeräte (personal monitoring) oder (b) via fest installierter, unbeweglicher Messgeräte (area monitoring).37 Außerdem können beide Methoden mittels aktiver (Ansaugen der Luft mit einer strombetriebenen Pumpe) oder passiver (Installation des Messgerätes, das irreversibel adsorbiert und absorbiert) Probenahme durchgeführt werden.38

Konkret wurden in den vergangenen zwei Dekaden diverse Schadstoffe identifiziert, um die Belastung der Innenraumluft mit Tabakrauch in Fall-Kontroll-Studien oder epidemiologischen Studien zu messen und SHS-Bestandteile zu analysieren. Carbon monoxide (CO) und respirable suspended particulate (RSP)39 finden in diesem Forschungsfeld häufig Anwendung. Nicotine in air und 3-ethenylpyridine (3-EP) wurden in ihrer Eigenschaft in der Gasphase des Tabakrauchs in zahlreichen internationalen Studien untersucht. Darüber hinaus haben die aus dem Verbrennungsprozess entstammenden Partikelstäube fluorescing particulate matter (FPM) und UV-absorbing particulate matter (UVPM) an Bedeutung gewonnen. Auch solanesol - ein Alkohol mit schwerem molekularem Gewicht - wird häufig zur Bestimmung der Belastung der Innenraumluft mit Tabakrauch verwendet.40 Des Weiteren können oxides of nitrogen (Stickoxide)41, Schwermetalle, volatile organic compounds (VOC) und polycyclic aromatic hydrocarbons (PAH) gemessen und untersucht werden.

Um ein grundlegendes Verständnis zur Anwendung und Auswahl dieser Bestandteile des Tabakrauchs zu gewährleisten, sollen sie im Einzelnen kurz erläutert und definiert werden. Detailiertere Angaben sind den jeweiligen Quellen zu entnehmen.

Carbon monoxide (CO)

CO ist ein geruchs- und farbloses Gas, das einerseits durch die Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen und andererseits im menschlichen Stoffwechsel produziert werden kann.42 Dabei reagiert das Kohlenmonoxid schnell mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin (Hb), der für den Transport und die Bindung des Sauerstoffs im Körper verantwortlich ist,43 zu carboxy-hemoglobin (COHb). Die Affinität des Hämoglobins zu CO ist circa 200- bis 250-mal höher als zu Sauerstoff, so dass diese Verbindung die Sauerstofftransportkapazität des Blutes verringert und folglich akute hypoxische Symptome auftreten können.44 CO ist einer der am häufigsten untersuchten Bestandteil des Tabakrauchs und entsteht hauptsächlich im Nebenstromrauch. So entstammen bei bekannten amerikanischen Filterzigaretten rund 15 mg CO dem Hauptstromrauch und circa 50 mg CO dem Nebenstromrauch.45 Jenkins, R. et al. fassen zusammen, dass Gäste und Kunden in öffentlichen Einrichtungen unter der Annahme einer angemessenen Luftaustauschrate zu jeder Zeit keiner höheren CO-Konzentration als 4 ppm CO ausgesetzt sind.46 Allerdings variieren diese Wert von 2 bis 3 ppm in Büros und von 4 bis 5 ppm in Restaurants. CO-Konzentrationen, die den ASHRAE Standard von 9 ppm überschreiten,47 sind vergleichsweise selten und meistens in schlecht belüfteten Innenräumen mit einer hohen Anzahl von Gästen oder Kunden und - neben dem Tabakrauch - weiteren Expositionsquellen zu finden.48

Particulate matter (PM)

Schwebstaub oder das atmosphärische Aerosol wird in der Wissenschaft international als particulate matter (PM) bezeichnet. Die Größe und die chemische Zusammensetzung der Staubteilchen bestimmen die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Schwebstaubs,49 so dass sich der durch die Luft übertragene Partikelstaub aus einer komplexen Mischung fester und flüssiger Schwebestoffe zusammensetzt, die in Gasen suspendiert sind.50 Dabei können die am aerodynamischen Durchmesser gemessenen Größen der Partikel von 0,005 bis 100 µm variieren, was einen entsprechenden Einfluss auf die gesundheitliche Belastung der einatmenden Person hat.51 In Abhängigkeit der Größe lässt sich der Partikelstaub in folgende Fraktionen einteilen: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abschließend soll darauf hingewiesen werden, dass Partikelstaub kein spezifischer Schadstoff zur Belastungsmessung der Innenraumluft mit SHS ist.52 Weitere Expositionsquellen, wie Holzöfen, Kochstellen, Autoabgase und Eigenschaften von Ventilationssystemen sind bekannt.53

Ende der 1980er Jahre wurden verbesserte Methoden entwickelt, die auf UV- Absorption und Fluoreszenz basieren und zur Messung der Innenraumluftbelastung mit aus dem Verbrennungsprozess entstammenden Partikelstaub Anwendung finden.54 Diesbezüglich können so genannte fluorescing particulate matter (FPM) und UV-absorbing particulate matter (UVPM), die in der Partikelphase des Tabakrauchs entstehen,55 benutzt werden, um respirable particulate matter (RSP) zu messen.56 Dabei werden UVPM mittels ultravioletter Absorption eines Methanolextraktes des gesammelten Partikelstaubs gemessen, wohingegen FPM auf der Fluoreszenz eines Methanolextraktes von Filtern, die für die Beschaffung gravimetrischer RSP-Bestimmung benutzt werden, basiert.57 Darüber hinaus wird auch solanesol zur Messung der Schadstoffbelastung eingesetzt. Diese schädliche Substanz entstammt der Gasphase des Tabakrauchs und wird als azyklischer Trisesquiterpenalkohol mit der lipiden Fraktion des Tabakblattes in Verbindung gebracht.58 Ebenso kann solanesol in der Partikelphase des Tabakrauchs entstehen und wird dann als solanesol particulate matter (Sol-PM) bezeichnet.59

Nicotine in air

Nikotin [3-(1-methyl-2-pyrrolidinyl)-pyridine] ist ein eindeutiger und somit spezifischer Schadstoff zur Messung von SHS und entspringt bei dem Verbrennungsprozess des Tabaks sowohl dem Neben- als auch dem ausgeatmeten Hauptstromrauch.60 Dabei lässt sich die Nikotinkonzentration in der Luft quantitativ mittels etablierter Messverfahren leicht erfassen, so dass analytische Vergleiche der Belastung der Luft mit Nikotin und dessen Abbauzwischenprodukte in physiologischen Flüssigkeiten (vgl. Kapitel 4.1.) durchgeführt werden können.61

3-ethenylpyridine

Ein weiterer der Gasphase des SHS entstammender Schadstoff ist 3-ethenylpyridine (3-EP). 3-EP ist ein Pyrolyseprodukt der Nikotindegradation während des Rauchens. Im Vergleich zu Nikotin in der Luft lagert sich 3-EP nicht so stark auf Oberflächen von Gegenständen ab und interagiert weniger mit Ventilationssystemen. Auch 3-EP kann mit derselben Methodik, wie bei Nikotinmessungen, gesammelt und analysiert werden.62

Stickoxide

Im Englischen werden Stickoxide mit oxides of nitrogen (NOx) bezeichnet. NOx entstehen grundsätzlich bei der Verbrennung stickstoffhaltiger Bestandteile von Brennstoffen und bei hoch temperierter Oxidation von Stickstoffen. Der Großteil der dem Tabakrauch entstammenden Stickoxide - Stickstoffmonoxid (NO), Distickstoffmonoxid (N2O) und Stickstoffdioxid (NO2) - entsteht bei der Oxidation von Stickstoff, die anhand von verschiedenen stickstoffhaltigen Tabakbestandteilen, wie alkaloides Nikotin, Aminosäuren und Proteine, abgegrenzt werden. NO und NO2 erfassen gemeinsam mehr als 90 Prozent der Stickoxide des Zigarettenrauchs.63 In der Gruppe der Stickoxide ist nur Stickstoffdioxid (NO2) als gesundheitsschädigend bekannt.64 Die akuten und chronischen Gesundheitsbelastungen umfassen: Bronchitis, Nasen- und Halsirritationen, erhöhte Anfälligkeit für respiratorische Infektionen, blockierter Sauerstofftransfer über das Blut und Reizungen der Haut und Augen.65

Schwermetalle

Mit der Ausnahme von Quecksilber sind aufgrund ihres hohen Schmelzpunktes (> 200 °C) die meisten Metalle als Partikelstaub im Tabakrauch zu identifizieren.66 Ein der am häufigsten untersuchten Schwermetalle ist Cadmium, dessen Partikel bei Inhalation zu 30 bis 60 Prozent in den Alveolen deponiert und von dort aus vollständig resorbiert werden. Nichtraucher nehmen etwa 10 bis 20 ng, Raucher mit einem täglichen Konsum von 20 Zigaretten circa 1000 bis 2000 ng Cadmium pro Tag auf.67 Für den Menschen wird eine inhalative Dosis von 5 bis 6 mg pro m3 pro 8 Stunden als letale Dosis angesehen. Cadmium-Konzentrationen im Bereich von 1 mg pro m3 pro 8 Stunden führen zu klinischen Vergiftungserscheinungen. Bei oraler Aufnahme treten Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und kolikartige Schmerzen auf. Chronische Vergiftungen geben sich durch Anosmie (Verlust des Riechsinns), Gelbfärbung der Zahnhälse, Anämie und Wirbelschmerzen und in fortgeschrittenem Stadium durch Knochenmarksschädigungen zu erkennen.68 Cadmium wird darüber hinaus von verschiedenen internationalen Gremien als krebserzeugender anorganischer Schadstoff eingestuft. So kategorisiert der Ausschuss für Gefahrstoffe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Cadmium als krebserzeugenden Schadstoff der Kategorie 2.69 Auch die Arbeitsgruppe IARC70 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert Cadmium als beim Menschen krebserzeugende Substanz (IARC Kategorie 1).71

Volatile organic compounds (VOC)

Im Deutschen werden VOC als leicht flüchtige organische Substanzen bezeichnet, die die chemischen Hauptbestandteile in der Gasphase des Tabakrauchs ausmachen. Es sind über 235 verschiedene chemische Substanzen, die in elf chemische Klassen eingeteilt werden können, bekannt: aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe und Halogenkohlenwasserstoffe, Ester, Alkohole, Phenol, Ketone, Aldehyde, Ether, Epoxide, Karbonsäure, Schwefel- und Stickstoffbestandteile.72 VOC sind nicht zu vernachlässigende Bestandteile der Innenraumluft, da sie allgegenwärtig sind und einige chemischen Substanzen verdächtig sind beim Menschen Krebs zu erzeugen - zum Beispiel Formaldehyd und Benzol.73 Gorini, G. et al. fassen zusammen, dass VOC, wie Benzol, Styrol, Formaldehyd, Butadien, Azeton, Toluen, Ethylbenzol, Dimethylbenzol, N-nitrosamine und andere leicht flüchtige Bestandteile, den Hauptteil der organischen Masse des SHS formen und viele Bestandteile dieser Fraktion als krebserzeugend bekannt sind.74 Des Weiteren entstehen bei der Verbrennung des Tabaks mehr als 35 verschiedenen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH), von denen mehrere als kanzerogen eingestuft sind - unter Anderem: benzo[a]pyren (BaP).75 Studien, die PAH in der Innenraumluft untersuchen, diskutieren häufig gemessene BaP-Konzentrationen oder total PAH. Ersteres ist von hoher Relevanz, da BaP eine hohe kanzerogene Aktivität in Tierversuchen aufweist und gleichzeitig als menschliches Konzerogen wirkt.76 Letzterem kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu, allerdings muss klar definiert sein, welche chemischen Substanzen im Detail analysiert werden, da total alle polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe umfasst.77

Weiterhin soll zur Evaluierung der meisten hier aufgeführten Schadstoffe folgende Tabelle einen kurzen Überblick gewährleisten: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Sensitivität bezieht sich auf die Fähigkeit zuverlässige Messergebnisse geringer SHS-Belastungen zu liefern und gleiche Werte bei konstantem Belastungslevel. Ein Schadstoff der Innenraumluft ist SHS spezifisch, wenn er vorwiegend dem SHS zuzuschreiben ist und es keine weiteren Expositionsquellen gibt. Die Expositionsdauer nach Belastung bezieht sich auf den Zeitraum nach der direkten Exposition. Die Probe- und Laborqualitäten informieren über die Eigenschaften der Labortechniken (Sensibilität und Reproduzierbarkeit) und die Kosten und Bedienerfreundlichkeit der Probenahme. Schließlich verweist die Quelle auf das Wissen der Methodeneigenschaften und deren Anwendung in vorherigen und vergleichbaren Studien.78

Abschließend soll darauf hingewiesen werden, dass für die im Tabakrauch enthaltenen Kanzerogene, die zu irreversiblen DNA-Schäden (Mutationen) führen, keine Wirkgrenzen definiert werden können, unterhalb derer eine Gesundheitsunbedenklichkeit feststellbar wäre.79 Zwar sinkt mit abnehmender Belastung das Risiko, es wird jedoch unterhalb des experimentell zugänglichen Nachweisbarkeitsbereiches nicht null.80 So können auch geringste Mengen gentoxischer Kanzerogene die Erbsubstanz schädigen. Diese Schädigungen führen zwar noch nicht zu einem Tumor, sind aber irreversibel, da sie bereits nach der ersten Zellverdopplung als DNA-Mutation „festgeschrieben“ sind und folglich an sämtliche Tochterzellgenerationen weitergereicht werden.81 Im Experiment konnte nachgewiesen werden, dass sich solche irreparablen Erbgutschäden bei wiederholter Einwirkung des Kanzerogens aufaddieren. Somit können auch kleinste Belastungen mit den im Tabakrauch enthaltenen gentoxischen Kanzerogenen zur Entwicklung von Tumoren führen.82

3.2 Ergebnisse der relevanten Studien zur Innenraumluftqualität von Gastrono- miebetrieben

Folgendes Kapitel beschreibt die Ergebnisse internationaler Studien zwischen 1997 und 2007 zu den Schadstoffgehalten in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben.83 Die quantitativen Messergebnisse sind in Tabelle 6 aufgelistet und werden im Folgenden zusammengefasst.

Zu dem Aufbau der Tabelle

Die Tabelle 6 besteht aus fünf Spalten, die die notwendigen Parameter zur Beschreibung der jeweiligen Studie beinhalten. Zunächst umfasst die erste Spalte den Namen des erstgenannten Autors und das Publikationsjahr der Studie. Spalte zwei beschreibt das Land und die zugehörige Stadt, in dem die Studie durchgeführt wurde sowie den Erhebungszeitraum. Anschließend werden das Studiendesign und die Zielpopulation kurz beschrieben. Die vierte Spalte listet die gemessenen Effektparameter (gemessene Schadstoffe in der Innenraumluft) und deren physikalischen Einheiten auf. Die letzte Spalte umfasst vier Bereiche, in denen das jeweilige Studienziel, die quantitativen Messergebnisse,84 der Zeitraum der Probenahme und die Verwendung der Messapparatur, sowie bei Bedarf sonstige kurze Erläuterungen beschrieben werden. Darüber hinaus ist darauf zu verweisen, dass bei fehlenden Daten (z. B. keine Angabe zum Einsatz von aktiven oder passiven Messverfahren; siehe Seite 16) keine zusätzlichen Angaben in der Tabelle gemacht wurden.

Des Weiteren ist die Tabelle in vier Zeilenüberschriften stratifiziert, die das Studiendesign hervorhebt. Dies dient der Übersichtlichkeit und wird im anschließenden Text aufgegriffen. Die Studien erstrecken sich über Europa, Nordamerika, die Vereinigte Staaten von Amerika, Asien, Australien oder über mehrere Länder gleichzeitig (Multicenterstudien). Am Ende der Tabelle befindet sich eine Legende, die die hochgestellten Buchstaben erläutert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die aufgeführten Studienergebnisse lassen keinen studienübergreifenden Vergleich zu, da einerseits weitere nicht SHS bezogene Expositionsquellen, wie geografische Lage, Kochstellen, Heiz- und Ventilationssysteme oder auch die Uhrzeit und Methode der Messverfahren unterschiedlich ausfallen und andererseits aufgrund der statistischen Ergebniszusammenfassungen mittels des arithmetischen oder geometrischen Mittels, des Medians oder Min- und Max-Werte keine eindeutigen Vergleiche möglich sind.85 Daher werden die Ergebnisse größtenteils in ihrer prozentualen Veränderung und damit ihrer Tendenz interpretiert.

Zu den Kohortenstudien

Die systematische Identifizierung relevanter Studien zur Schadstoffbelastung in der Innenraumluft von Gastronomiebetrieben ergab neun Kohortenstudien, die sich mit dieser Fragestellung befassen (siehe Tabelle 6). Alle Studien messen jeweils ein oder mehrere verschiedene SHS-Bestandteile, um die Auswirkung der Einführung einer rauchfreien Gastronomie zu evaluieren und alle neun Studien befassen sich gleichermaßen mit Messungen vor und nach der Einführung einer rauchfreien Gastronomie. Ellingsen, D. et al. identifizieren einen Rückgang von 97,90 Prozent der Nikotinkonzentration in der Innenraumluft.86 Mulcahy, M. et al. messen eine Verringerung des Nikotingehalts von 83,25 Prozent.87 Eine weitere Studie, die leicht flüchtige organische Substanzen analysiert hat, zeigt eine Verminderung von 94,46 Prozent (1,3-Butadiene) und 88,84 Prozent (Benzol).88 Semple, S. et al. können eine Verbesserung der Luftqualität (PM2,5-Partikelstaub) um 91,87 Prozent feststellen.89 Eine weitere Studie von Goodman, P. et al. zeigt, dass die Benzol-Konzentration um 80,32 Prozent, der PM2,5-Partikelstaub um 83,66 Prozent und der PM10-Partikelstaub um 36,89 Prozent nach Einführung einer rauchfreien Gastronomie abnahmen.90 Repace, J. konnte 2004 einen Rückgang der alveolengängigen Fraktion des Partikelstaubs (RSP als > PM3,5-Partikelstaub) um 90,60 Prozent und der partikelförmigen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PPAH) um 95,30 Prozent identifizieren.91

[...]


1 Vgl. Schulz-Nieswandt, F. (2007) und Lüngen, M. (2007).

2 Vgl. Theisen, M. (2005).

1 Vgl. McNeill, A. (2004), S. 33 f.

2 Vgl. British Medical Association (2002), S. 3.

3 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 49. Anmerkung: in der Literatur tauchen verschiedene Angaben über die Anzahl der Substanzen im Tabakrauch auf. Smith, C. et al. schätzen 4.800 Substanzen (vgl. Smith, C., Perfetti, T., Garg, R. et al. (2004), S. 10), 4.500 Substanzen werden von Hoffmann, B. et al. angegeben (vgl. Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), S. 1.) und zahlreiche Autoren sprechen vorsichtiger von mindestens 4.000 Substanzen (vgl. exemplarisch Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 49 oder vgl. British Medical Association (2002), S. 1).

4 Vgl. International Agency for Research on Cancer (2004a), S. 60.

5 Vgl. Bates, M., Fawcett, J., Dickson, S. et al. (2002), Laranjeira, R., Pillon, S. und Dunn, J. (2000), Akbar-Khanzadeh, F. (2003) und Jenkins, R., Finn, D., Tomkins, B. et al. (2001).

6 Vgl. Johnsson, T., Tuomi, T., Riuttala, H. et al. (2006) und McNabola, A., Broderick, B, Johnston, P., et al. (2006).

7 Vgl. exemplarisch Allwright, S., Paul, G., Greiner, B. et al. (2005), Skogstad, M., Kjaerheim, K., Fladseth G. et al. (2006) und Goodman, P., Agnew, M., McCaffrey, M. et al. (2007).

8 Vgl. Menzies, D., Nair, A., Williamson, P. et al. (2006).

9 Vgl. Stayner, L., Bena, J., Sasco, A. et al. (2007).

10 Vgl. Bundesärztekammer (2005), S. 53.

11 Vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft (2006).

12 Vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum (2006b).

13 Vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum (2006c), S. 1.

14 Die Bundesregierung (2007).

15 Vgl. Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), S. 1.

16 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 2.

17 Vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum (2007a), S. 1.

18 Vgl. International Agency for Research on Cancer (2004a), S. 1191.

19 Vgl. Zeise, L. und Dunn, A. (1997), S. 2.

20 Vgl. U. S. Department of Health and Human Services (1986), S. 127 f.

21 Vgl. in Bezug auf die vorangehenden sechs Sätze Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), Kapitel VI-2, S. 1.

22 Vgl. Smith, C., Perfetti, T., Garg, R. et al. (2004), S. 10.

23 Vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2005), S. 12.

24 Vgl. International Agency for Research on Cancer (2004b), S.12. Die Klassifizierung in Gruppe 1 beinhaltet einen hinreichenden Nachweis der Karzinogenität auf Menschen. Vgl. hierzu International Agency for Research on Cancer (2006), S. 22.

25 Vgl. U.S. Department of Health and Human Services (2006), S. 12 ff.

26 Vgl. Allwright, S., Paul, G., Greiner, B. et al. (2005), S. 1120 und Farrelly, M., Nonnemaker, J., Chou, R. et al. (2005), S. 240.

27 Vgl. Haroun, L., Dunn, A. und Ting, D. (1997), S. ES-2.

28 Vgl. Moher, D., Cook, D., Eastwood, S. et al. (1999) unter Verwendung des QUOROM-Flowcharts und der QUOROM-Checkliste.

29 Vgl. Moher, D., Cook, D., Eastwood, S. et al. (1999), S. 1896 f.

30 Vgl. U. S. National Library of Medicine (2007).

31 Zur Ansicht der original englischsprachigen QUOROM-Checkliste siehe Moher, D., Cook, D., Eastwood, S. et al. (1999), S. 1897.

32 Vgl. Thielmann, H., Schulze, A., Pötschke-Langer, M. et al., Deutsches Krebsforschungszentrum, (2006), S. 10.

33 Vgl. in Bezug auf die beiden vorangehenden Sätze Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 1.

34 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 90 f.

35 Erläuterung zu den Phasen: Die Unterscheidung zwischen Bestandteilen des Tabakrauchs der Partikel- und Gasphase ist für eindeutig nicht-flüchtige (multifunktionale organische Substanzen mit olekularem Gewicht und die meisten Metalle) und für eindeutige Gase (zum Beispiel Karbonmonoxid) zweckmäßig. Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 55. Weitere Merkmale der Gas- und Partikelphase des Tabakrauchs sind Freundt, K. und Wiebel, F. (2000), S. 802 zu entnehmen.

36 Vgl. Fromme, H. (2006), S. 715 und vgl. U.S. Department of Health and Human Services (2006), S.

37 Vgl. Gorini, G., Gasparrini, A., Fondelli, M. et al. (2005), S. 13. Zur Bewertung der Vor- und Nachteile dieser Messmethoden vgl. Maskarinec, M., Jenkins, R., Counts, R. et al. (2000), S. 37 oder vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 120.

38 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 110 f.

39 RSP entspricht der alveolengängigen Fraktion des Partikelstaubs. Übersetzt nach Fromme, H. (2006), S. 715.

40 Vgl. in Bezug auf den vorangehenden Absatz Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 98 f.

41 Stickoxide (NOx) umfassen unter Anderem Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 249.

42 Vgl. Health Canada (1995), S. 9.

43 Vgl. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch (1998), S. 617 in Bezug auf die Funktion des Hämoglobins.

44 Vgl. Tomaszewski, C. (1999), S. 39 ff. und Hardy, K. und Thom, S. (1994), S. 616 f. Anmerkung: Hypoxie bezeichnet die Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im arteriellen Blut und die Sauerstoffversorgung im Gesamtorganismus oder bestimmter Körperregionen. Vgl. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch (1998), S. 732.

45 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 215.

46 Anmerkung: ppm = parts per million oder Teile pro Millionen.

47 Vgl. ASHRAE (2004), S. 26. Health Canada veröffentlichte in ihrem Report eine akzeptierte Kurzzeitbelastung durch CO von höchstens 11 ppm bei einer 8-Stunden-Durchschnittskonzentration und höchstens 25 ppm bei einer 1-Stunden-Durchschnittskonzentration. Vgl. Health Canada (1995), S. 9.

48 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 232.

49 Vgl. Umweltbundesamt, Für Mensch und Umwelt (2005), S. 2.

50 Vgl. Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), Kapitel VI-2, S. 1.

51 Vgl. Health Canada (1995), S. 10. Das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit gibt sogar eine Größenspannweite von 0,001 bis 100 µm an. Vgl. Koller, U. (2005). Anmerkung: detaillierte Angaben zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Partikelstaubbelastung können Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), Kapitel VI-2, S. 4 f. entnommen werden.

52 Vgl. Gorini, G., Gasparrini, A., Fondelli, M. et al. (2005), S. 22.

53 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 163.

54 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 91.

55 Vgl. Maskarinec, M., Jenkins, R., Counts, R. et al. (2000), S. 36 in Bezug auf den Halbsatz.

56 Vgl. Nelson, P., Conrad, F., Kelly, S. et al. (1997), S. 48.

57 Vgl. LaKind, J., Jenkins, R., Naiman, D. et al. (1999), S. 361.

58 Vgl. Nelson, P., Heavner, D., Collie, B. et al. (1992), S. 1909.

59 Vgl. Bohanon, H., Piadé, J.-J., Schorp, M. et al. (2003), S. 379.

60 Vgl. Leaderer, B. (1992), Kapitel 3, S.19.

61 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 173.

62 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 95.

63 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 239 in Bezug auf den vorangehenden Absatz.

64 Vgl. Health Canada (1995), S. 9.

65 Vgl. ASHRAE (2004), S. 30.

66 Vgl. Landsberger, S. und Wu, D. (1995), S. 323.

67 Zusatz: Die International Agency for Research on Cancer schätzt bei Rauchern, die täglich 20 Zigaretten konsumieren, eine tägliche Cadmium-Aufnahme von 2000 bis 4000 ng und eine akkumulierte jährliche Aufnahme von 0,5 mg. Vgl. International Agency for Research on Cancer (1993), S. 141.

68 Vgl. in Bezug auf die akuten und chronischen Wirkungen sowie die Resorption des Cadmiums RÖMPP Online (2007), Suchwort: Cadmium.

69 Vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2007a), S. 13. Anmerkung: Kategorie 2 beinhaltet die Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzungsfähigkeit (Fruchtbarkeit) und eine reproduktionstoxische fruchtschädigende Wirkung. Vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2007b), Anhang VI, S. 39.

70 IARC = International Agency for Research on Cancer.

71 Vgl. International Agency for Research on Cancer (2007a). Anmerkung: Kategorie 1 beinhaltet Substanzen, die bei Menschen Krebs erzeugen. Vgl. International Agency for Research on Cancer (2007b).

72 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 28 ff.

73 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 267.

74 Vgl. Gorini, G., Gasparrini, A., Fondelli, M. et al. (2005), S. 20.

75 Vgl. Hoffmann, B., Jöckel, K.-H., Straif, K. et al. (2006), Kapitel VI-2, S. 1.

76 Vgl. International Agency for Research on Cancer (2007a).

77 Vgl. Jenkins, R., Guerin, M. und Tomkins, B. (2000), S. 290.

78 Vgl. Gorini, G., Gasparrini, A., Fondelli, M. et al. (2005), S. 51.

79 Vgl. Freundt, K. und Wiebel, F. (2000), S. 808 und Wigle, D. und Lanphear, B. (2005), S. 1234.

80 Vgl. Wigle, D. und Lanphear, B. (2005), S. 1233.

81 Vgl. Woitowitz, J., Thielmann, H., Norpoth, K. et al. (2003), S. 126.

82 Vgl. Deutsches Krebsforschungszentrum (2007c), S. 1.

83 Anmerkung: zwei Studien wurden 1993 durchgeführt. Sie fallen nicht in die Einschränkung der Suchkriterien in PubMed (vgl. Kapitel 2.1.1.), sondern entstammen Literaturverweisen. Eine weitere Studie ist bisher noch unveröffentlicht, allerdings konnte mit den Autoren Kontakt aufgenommen werden, die der Verwendung der Ergebnisse zugestimmt haben.

84 Die quantitativen Ergebnisse umfassen ausschließlich - sofern in der Studie angegeben -signifikante Messergebnisse.

85 Zur kritischen Bewertung der weiteren Expositionsquellen siehe Kapitel 6.1.

86 Vgl. Ellingsen, D., Fladseth, G., Daae, H. et al. (2006), S. 365.

87 Vgl. Mulcahy, M., Evans, D. Hammond, S. et al. (2005), S. 385 f.

88 Vgl. McNabola, A., Broderick, B., Johnston, P. et al. (2006), S. 804.

89 Vgl. Semple, S., Creely, K., Naji, A. et al. (2007), S. 128.

90 Vgl. Goodman, P., Agnew, M., McCaffrey, M. et al. (2007), S. 842

91 Vgl. Repace, J. (2004), S. 895.

Details

Seiten
155
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638891387
ISBN (Buch)
9783638891424
Dateigröße
2.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v85105
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Schlagworte
Tabakrauchbelastung Gastronomie

Autor

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Titel: Tabakrauchbelastung in der Gastronomie