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Ein Vergleich der Beiträge von Karl Marx, Emil Durkheim, Max Weber und Norbert Elias hinsichtlich ihrer Vorstellung von sozialer (gesellschaftlicher) Differenzierung

Hausarbeit 2007 10 Seiten

Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
II.1 Emile Durkheim
II.2 Norbert Elias
II.3 Karl Marx
II.4 Max Weber

III. Schluss

IV. Literaturangabe

I. Einleitung

Im folgendem werde ich die Beiträge von Karl Marx, Emil Durkheim, Max Weber und Norbert Elias hinsichtlich ihrer Vorstellung von sozialer ( gesellschaftlicher ) Differenzierung vergleichen. Des Weiteren wird in dieser Arbeit das jeweils leitende Verständnis von Gesellschaft der oben genannten Klassikern verdeutlicht.

II. Hauptteil

„ Soziale Differenzierung ist der Prozess gesellschaftlicher Teilung und der daraus resultierenden Entwicklung von komplexen Strukturen wie z.B. von spezifischen sozialen Rollen und Verhaltenserwartungen , in denen Arbeitsteilung und Spezialisierung wirksam und als Verhaltenserwartungen institutionalisiert werden.“ (Reinhold 1992:108)

II.1 Emile Durkheim

Im Zentrum Emile Durkheims Betrachtungen, steht die Fortentwicklung der Arbeitsteilung und der damit einhergehende Wandel des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Moral. Er sieht in der Arbeitsteilung die Möglichkeit schlechthin zur Entwicklung einer modernen Gesellschaft, in der der ,,lange gehegte Traum der Menschen [...], endlich das Ideal der menschlichen Brüderlichkeit zu verwirklichen“ (vgl. Durkheim 1999: 475 ), realisiert werden kann. Diese menschliche Brüderlichkeit bedeutet für ihn friedliches Zusammenleben ohne Krieg, eine Zusammenarbeit aller Menschen am gleichen Werk und ein System, welches trotz eines Gruppenzusammenhalts Freiraum für Individualität bietet. Seine grundsätzliche Fragestellung also lautet: ,,Wie müsste eine dynamische und gerechte Gesellschaft aussehen, die soziale Ordnung und individuelle Freiheit ermöglicht, die soziale Solidarität und moralische Autonomie eröffnet (vgl. Kaesler 2006: 150 )?“ Er sieht die Soziologie als die Wissenschaft von den Institutionen, deren Entstehung und Wirkungsart. Gesellschaften bestehen aus einer begrenzten Zahl von Strukturvariationen gewisser Elemente und sind charakterisierbar durch die Rekombination dieser Elemente und der Art ihrer Zusammensetzung. Wo für Marx aus Arbeitsteilung Klassenbildung und Ausbeutung resultieren, sieht Durkheim soziale Differenzierung als positives Strukturprinzip moderner Gesellschaften. Differenzierung und Funktionalisierung ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, dessen sichtbarste Ausprägung in der Organisation der Arbeit und Produktion liegt. In Durkheims Worten: ,,Wir haben zwei Bewusstseinsweisen in uns: die eine enthält Zustände, die nur jedem von uns eigen sind und die uns charakterisieren, während die der anderen jedem Mitglied der Gesellschaft gemeinsam sind. Die erste stellt nur unsere individuelle Persönlichkeit dar und konstituiert diese; die zweite stellt den Kollektivtyp dar und folglich die Gesellschaft, ohne die er nicht existieren würde (vgl. Durkheim 1999: 156).“ In der frühzeitlichen Gesellschaft waren nun eben diese Zustände, die jedem Mitglied der Gesellschaft gemeinsam sind, dominierend. Durkheim bezeichnet sie als“ segmentierte Gesellschaft“ in der die mechanische Solidarität herrscht. Hier hat das Kollektivbewusstsein eine allgemeine Bedeutung und ist sehr intensiv ausgeprägt. Religiöse Vorstellungen dominieren und die Bedeutung der Gesellschaft steht für die Individuen im Vordergrund. Unter dem Begriff der organischen Solidarität, die in der „arbeitsteiligen Gesellschaft“ herrscht, versteht Durkheim moderne Gesellschaften in denen die Arbeitsteilung immer weiter ausdifferenziert wird und das Kollektivbewusstsein in den Hintergrund tritt ( vgl. Kaesler 2006: 159). Im Gegensatz zur segmentären Gesellschaft hat hier die Religion sehr wenig Einfluss auf die Menschen. Dafür wird menschenorientierte Wissenschaft immer bedeutender. In dieser Gesellschaft haben „Würde“ und „Gleichheit“ des Menschen eine große Bedeutung. Durkheim erläutert die Verdinglichung der sozialen Gegebenheiten als soziale Tatsachen zum Grunderfordernis der der objektiven wissenschaftlichen Betrachtungsweisen, und erläutert weiterhin, dass „die sozialen Erscheinungen Dinge (sind) und wie Dinge behandelt werden ( müssen) ( vgl. Durkheim 1961: 125 )“. Ein Ding ist alles was gegeben ist, was sich der Beobachtung anbietet oder vielmehr sich ihr aufdrängt (ebd.). Somit sind Werte und Moral nach Durkheim als Dinge zu betrachten.

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Details

Seiten
10
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638020237
ISBN (Buch)
9783638922951
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v84975
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,3
Schlagworte
Vergleich Beiträge Karl Marx Emil Durkheim Weber Norbert Elias Vorstellung Differenzierung

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Titel: Ein Vergleich der Beiträge von Karl Marx, Emil Durkheim, Max Weber und Norbert Elias hinsichtlich ihrer Vorstellung von sozialer (gesellschaftlicher) Differenzierung