Lade Inhalt...

Sprachstörungen: Verschiedene Formen der Aphasie und Sprachtherapie

Hausarbeit 2007 14 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Das gesunde Gehirn

3. Das kranke Gehirn
3.1 Sprachstörungen

4. Aphasie
4.1 Verschiedene Formen der Aphasie
4.1.1 Die Broca-Aphasie
4.1.2 Die Wernicke-Aphasie
4.1.3 Die amnestische Aphasie
4.1.4 Die globale/ totale Aphasie
4.1.5 Die gemischte Aphasie

5. Sprachtherapie
5.1 Sprachtherapie für Aphasie-Patienten
5.2 Kommunikation mit einem Aphasiker

6. Literaturverzeichnis

1. Vorwort

„Was ist ein Wort? Die Abbildung eines Nervenreizes in Lauten“

Friedrich Nietzsche

Wie schon Nietzsche richtig deutete, ist ein Wort, rein physikalisch gesehen, nur eine Reaktion vom Gehirn bis zu den Lippen.

Sprache hängt in hohem Grad von biologischen Möglichkeiten ab.

Bei einem kranken Gehirn ist die Beziehung zwischen den Gehirnstrukturen, Gehirnprozessen, Sprachkenntnis und Sprachverhalten geschädigt. (Neurolinguistik, S.9)

2. Das gesunde Gehirn

Wenn wir sprechen, werden unterschiedliche Regionen im Gehirn in Anspruch genommen. Zudem müssen nicht nur die Atmung, die Zunge und die Lippen, sondern eine Menge andere Muskeln im ganzen Gesicht aktiviert und koordiniert werden. Über die Entscheidung, welche Regionen des Gehirns nun genau für die Sprache wichtig sind, gab es mehrere Diskussionen und Theorien.

Am Anfang der Sprachforschung standen die Arbeiten von Broca und Wernicke. Der Franzose Paul Broca beschrieb 1861 einen Patienten, der wegen eines Tumors im linken Stirnlappen nicht mehr sprechen konnte. Er folgerte, dass die Sprach-produktion in dieser Region stattfindet.

Karl Wernicke hingegen hatte Patienten beobachtet, die zwar fließend sprechen konnten, aber Sprache kaum verstanden. Bei ihnen war der linke Schläfenlappen verletzt.

Das Brocasche Zentrum, auch vorderes oder motorisches Sprachzentrum genannt, liegt im unteren hinteren Bereich des Stirnlappens und steuert die Satzsyntax bei der Satzproduktion und der Satzrezeption.

Das Wernickesche Zentrum, auch hinteres oder sensorisches Sprachzentrum genannt, steuert die Lautwahrnehmung und die Semantik.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/12/bs12-42.htm)

Bei sprachlichen Leistungen dominiert die linke Hirnhemisphäre. So ist bei etwa 95% der Menschen die linke die sprachdominante Hirnhemisphäre. (Sprachwissen und Sprachverhalten, S. 6)

Heute weiß man, dass nicht nur diese beiden Zentren, sondern mehrere Gebiete der linken Gehirnhälfte für die menschliche Sprachfähigkeit eine große Rolle spielen. Zudem ist die rechte Gehirnhälfte beim Sprechen auch aktiv, spielt aber meist nicht so eine große Rolle.

3. Das kranke Gehirn

Bei einem kranken Gehirn sind die Abläufe vom Gehirn zu den Lungen, Lippen und anderen Muskeln gestört. Abhängig von der Art der Krankheit ist ein bestimmter Teil oder manchmal sogar der gesamte Sprachablauf gestört.

Einige Menschen können, durch Krankheit oder einen Unfall ausgelöst, nicht mehr selber sprechen, haben Probleme bei der Wortfindung oder Grammatik oder können zwar noch selber sprechen, verstehen aber nicht, was ihnen andere Menschen mitteilen möchten. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die eine Störung der linken Hirnhemisphäre auslösen kann.

So kann eine Krankheit wie Multiple-Sklerose dazu führen, dass ein Mensch bedingt durch die fehlende Muskelkraft nicht mehr sprechen kann. Schlaganfälle, bei denen die mangelnde Durchblutung ausschlaggebend für eine Störung ist, können zu Wortfindungsschwierigkeiten bis hin zum kompletten Ausfall der Sprachfunktion führen. Möglich wäre aber auch die Krankheit Demenz oder ein Unfall, bei dem das Gehirn verletzt wurde.

[...]

Details

Seiten
14
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638009782
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v84694
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Schlagworte
Sprachstörungen Verschiedene Formen Aphasie Sprachtherapie Sprachphysiologie

Autor

Zurück

Titel: Sprachstörungen: Verschiedene Formen der Aphasie und Sprachtherapie