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Weg mit dem Ladenschluss! - Flexible Öffnungszeiten helfen dem heimischen Handel

Seminararbeit 2002 25 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Einleitende Worte
1.2 Themenabgrenzung

2 Datenerfassung / Datenerhebung
2.1 Ziel der Untersuchungsstudie
2.2 Quellen und Methoden der Durchführung
2.3 Pretest : Durchführungsprotokoll (Verbraucher)

3 Auswertung der erhobenen Daten
3.1 Allgemeine Aussagen zur Auswertung
3.2 Ergebnisaufbereitung der beiden Fragebögen (Verbraucher und Handel)
3.3 Fehlerquellen
3.4 Zusammenfassung, kritische Diskussion und daraus resultierende Schlussfolgerungen

4 Allgemeine Zusammenfassung

5 Anhang
5.1 Anlagen
5.2 Literaturverzeichnis
5.3 Verzeichnis der verwendeten Internetseiten bei der Recherche

1 Einführung

1.1 Einleitende Worte

Im Rahmen des Studienfaches „Methoden der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung“ haben wir die Aufgabe gestellt bekommen eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen. Da die Autoren in der Familie beziehungsweise im näheren Bekanntenkreis Verbindungen zum Handel haben, entschied man sich für das Thema „Weg mit dem Ladenschluß – flexible Öffnungszeiten helfen dem heimischen Handel“. Durch einen veröffentlichten Kommentar in den Print-Medien zu diesem Thema wurde das Interesse zusätzlich geweckt. Bei intensiveren Gesprächen zeigte ein Geschäft im kaufmännischen Einzelhandel stärkeres Interesse an unserer Untersuchung und zu den entsprechenden Ergebnissen. Das Unternehmen (namentlich nicht genannt aus Gründen des Datenschutzes) möchte auf die Bedürfnisse des Kunden intensiver eingehen können, doch nur durch solche Erhebungen könne man tiefgründiger analysieren – so die Filialleiterin des Geschäftes. Die Kernfrage, auf die zielstrebig durch statistische Methoden hingearbeitet werden soll, wurde somit gemeinsam mit dem Unternehmen beziehungsweise der Filiale in Zwickau formuliert.

1.2 Themenabgrenzung

Mit diesem Thema des Ladenschlussgesetzes in Deutschland stehen natürlich mehrere negative sowie auch positive wirtschaftliche Faktoren, wie beispielsweise flexibel gestaltbare Öffnungszeiten, Steigerung des Umsatzes, Belebung des Marktes, Erschließung neuer Käuferschichten und Erhöhung der Produktivität durch Nutzung der vorhandenen Kapazitäten, im Zusammenhang. Doch wir möchten uns in dieser Arbeit auf die Kernfrage(n) beziehen: zum einen würden die Verbraucher die verlängerten Öffnungszeiten überhaupt annehmen beziehungsweise aktiv nutzen und zum anderen ist es möglich, dass diese flexiblen Ladenschlußzeiten den Zwickauer Geschäften zu mehr Umsatz verhelfen könnten? Aber nach Meinungen von Experten ist nach heutiger Sichtweise trotz eventuell verlängerten Öffnungszeiten nicht mit mehr Einnahmen im Handel zu rechnen. Man kann nicht automatisch schlußfolgern, dass die Verbraucher mehr Geld in ihrem Geldbeutel haben. Die Kunden haben nur einmal einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung, wann und wo sie diese ausgeben ist dagegen nicht relevant – so die Argumente des Einzelhandels. Die Autoren vermuten dagegen, dass es eher zu einer Verschiebung der gewöhnlichen Einkaufszeiten der Kunden kommen würde. Die Kaufkraft muß durch andere Faktoren erhöht werden und nicht durch flexible Öffnungszeiten. Diese Aussage möchten wir versuchen mit Hilfe unserer Seminararbeit sowie statistischen Methoden zu erörtern.

2 Datenerfassung / Datenerhebung

2.1 Ziel der Untersuchungsstudie

Jetzt in der Adventszeit, wo die meisten Menschen auf der Suche nach dem richtigen Geschenk für die Lieben daheim sind, geraten die Ladenöffnungszeiten vermehrt in die Medien. Dazu haben wir Autoren uns das entsprechende Thema dazu gewählt : „Weg mit dem Ladenschluß – Flexible Öffnungszeiten helfen dem heimischen Handel“(1). In den letzten Wochen des Jahres und so kurz vor Weihnachten hoffen auch dieses Jahr die Händler in Zwickaus Innenstadt wieder auf gute Umsätze. Immer öfter wird die Diskussion nach verlängerten Öffnungszeiten angeregt. Ist dies der richtige und gleichzeitig entscheidende Weg zu höheren Umsätzen? „Die Stimmung der Kunden ist angesichts der wirtschaftlichen und politischen Krisensymptome gedrückt“(2).

Wie schon in den einleitenden Worten erwähnt wurde, haben sich die Autoren zur Problemstellung der Ladenschlusszeiten zwei zielstrebige Kernfragen gestellt. Mit dieser Studie und mittels eines Fragebogens für den Handel sowie die Konsumenten soll versucht werden herauszufinden, ob verlängerte oder auch flexible Öffnungszeiten dem Handel zu mehr Umsatz verhelfen und ob die Kunden die veränderten Ladenschlusszeiten in jedem Falle annehmen würden. Aber ganz speziell für das Unternehmen formuliert, welches unsere Untersuchungsergebnisse weiterverarbeiten möchte, bedeutet dies, dass durch eine Datenerhebung dieser Art mehr auf die Bedürfnisse des Kundenstammes reagiert werden kann und eventuell das Angebot sowie die Serviceleistungen verändert beziehungsweise entsprechend verbessert werden können.

Der momentan geltende Gesetzestext aus dem Ladenschlussgesetz könnte eventuell demnächst überarbeitet werden.

Kurze Auszüge aus dem Gesetz sollen als Grundlage für diese Seminararbeit dienen:

„ .. §3 LSchlG Verkaufsstellen müssen zu folgenden Zeiten für den gesetzlichen Verkehr mit Kunden geschlossen sein : 1. An Sonn- und Feiertagen,

2. Montags bis freitags bis 6 Uhr und ab 20 Uhr,

3. Samstag bis 6 Uhr und ab 16 Uhr

4. an den 4 aufeinander folgenden Samstagen vor dem 24.Dezember

bis 6 Uhr und ab 18 Uhr

5. am 24.Dezember, wenn dieser Tag auf einen Werktag fällt, bis 6

Uhr und ab 14 Uhr. ... „(3)

2.2 Quellen und Methoden der Datenerfassung

Um die Erhebung der Daten für diese wissenschaftliche Hausarbeit attraktiver, überschaubarer und zu dem auch regionalbezogen zu gestalten, haben die Autoren das Untersuchungsgebiet auf die Geschäfte der Innenstadt Zwickaus begrenzt. Dort gibt es durchschnittlich geschätzt über 90 Geschäfte aus den unterschiedlichsten Branchen. Mittels Zufallsprinzip hat man 30 Geschäfte aus den „gelben Seiten“ ausgewählt. Aufteilung nach Branchen siehe Darstellung : (laut statistischer Auswertung ) Die Angaben in (..) zeigen die Zahlen der befragten Geschäfte.

Diagramm a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um brauchbares Material zur Datenerhebung zu erhalten mobilisierte man potentielle Kunden den Fragebogen auszufüllen. Die Verbraucher wurden nicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt sondern stammen aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreises der Autoren, um eine hohe Sicherheit zu haben, dass die Fragebögen ordnungsgemäß ausgefüllt an die Autoren zurückgeschickt werden. Im Gegensatz zu den 30 ausgewählten Geschäften sollten doch entscheidend mehr Verbraucher stehen. 70 Personen unterschiedlichsten Alters wurden befragt.

(Angaben laut statistischer Auswertung)

Diagramm b)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe eines erstellten Fragebogens (es wurden häufig direkte Sachfragen gestellt, die durchschnittlich 3 Antwortmöglichkeiten offen ließen) und bedeutet somit eine primärstatistische Informationsquelle für die mitwirkenden Autoren. Zur Methode der Durchführung kann jedoch nur soviel gesagt werden, dass die Personen sowie Handelsvertreter in gewohnter Umgebung (Arbeitsplatz oder eigene Wohnung) befragt wurden beziehungsweise den Fragebogen selbst schriftlich beantworteten ohne Einfluß andere Personen oder gar den Verfassern. Abschließend kann an dieser Stelle schon ein kleiner Hinweis auf die Auswertungsmethode gegeben werden. In dieser Arbeit soll die quantitative Analyse im Vordergrund stehen, dass bedeutet es werden vermehrt Häufigkeits- sowie Verteilungsanalysen verwendet (à Modus/ relative Häufigkeit).

2.3 Pretest

Protokoll des Interviews anhand einer Versuchsperson ( Verbraucher )

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erläuterungen zum durchgeführten Pretest :

Die Autoren wählten aus einer Reihe der potentiell befragten Personen zufällig eine Person aus. Dabei spielten Alter sowie Geschlecht keine Rolle. Die Beobachtung fand in der gewohnten Umgebung der Befragten (das heißt ihre eigene Wohnung) statt. Ihr wurde genügend Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens gelassen und es gab keine Beeinflussung durch die anwesenden Personen. Nach aufmerksamen und interessierten Durchlesen des Deckblattes wurde mit der Beantwortung der Fragen begonnen. Die Fragen im Allgemeinen stellten keinerlei Schwierigkeiten dar (keine Anmerkung oder Fragen dies bezogen). Auffällig war nur die Unsicherheit bei der Frage (8), denn dort war die eigene Stellungnahme zur Struktur der Ladenöffnungszeiten in Deutschland gefordert. Es fiel schwer die eigenen Gedanken in Worte zu formulieren, weil die Autoren die offene Frageform wählten und keine Auswahlmöglichkeiten zum ankreuzen vorgegeben hatten. Abschließend ist zu bemerken, dass der Fragebogen korrekt und vollständig ausgefüllt wurde und es keine offenen Fragen gab. Laut der Befragten sei das Thema zeitgemäß und interessant für Bevölkerung.

3 Auswertung der erhobenen Daten

3.1 Allgemeine Aussagen zur Auswertung

Die Autoren stellten an sich selbst eine hohe Anforderung was die Datenanalyse betrifft, wobei eine Rücklaufquote der befragten Personen und deren Fragebögen maximal werden sollte. Doch schon im Vorfeld wurden durch gezielte Beobachtungen kritische Aussagen zur Rücklaufquote vernommen. Als die Fragebögen an die Vertreter des Handels sowie den Kunden ausgegeben wurden, war von mehren die Auskunft zu vernehmen, dass dies wohl nicht der richtige Zeitpunkt für solch eine Umfrage wäre, da jetzt in den letzten Wochen des Jahres das Weihnachtsgeschäft an erster Stelle stehe. [obwohl die Autoren den Befragten eine Woche und mehr Zeit zum Ausfüllen ließen!] So war dann das entsprechende Resultat – es kam eine Quote von etwa 50 % beim Handel und erfreulich hoch bei den Kunden mit 100 % zustande. Die niedrige Zahl beim Handel erschwert natürlich eine objektive korrekte Auswertung und Aufbereitung der Daten. Die Überlegungen im Vorfeld haben ergeben, dass sich eine Analyse der Häufigkeiten sowie der Verteilungsmerkmale in diesem Fall am besten dazu eignet. Zu diesen Merkmalsanalysen beziehungsweise Ausprägungen werden dann jeweils gruppen- oder geschlechtsspezifische Verbindungen im Zusammenhang dargestellt.

Zusätzliche statistisch ausgewertete Informationen :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


(1) und (2) vgl. Christoph Ulrich , Kommentar auf der Lokalseite Zwickau, FREIE PRESSE Chemnitz (03.11.2001)

- Anhang siehe Seite 23 -

(3) siehe Gesetz über den Ladenschluss, NWB-Textausgabe, 13.Auflage, 2001 Berlin

Details

Seiten
25
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638153638
Dateigröße
690 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v8380
Institution / Hochschule
Westsächsische Hochschule Zwickau, Standort Zwickau – Wirtschaftswissenschaften
Note
2,4
Schlagworte
Ladenschluss Flexible Handel Empirische Methoden Wirtschafts- Sozialforschung

Autor

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