Lade Inhalt...

Nutzungsänderungen in den Duisburg-Ruhrorter Häfen

Hausarbeit 2004 17 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Ruhrorter Hafen von seiner Entstehung bis zum Zweiten Weltkrieg
2.1 Der Hafen vor der Industrialisierung
2.2 Die Erweiterungen der Häfen seit Beginn der Industrialisierung

3 Die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet auf den Hafen
3.1 Bedeutungsverlust des Hafens
3.2 Veränderungen der Flächennutzung und Modernisierungsmaßnahmen

4 Der multimodale Logistikstandort duisport
4.1 Die heutige Struktur des Hafens. Neue Nutzungskonzepte
4.2 Bedeutung der Werkshäfen am Rhein
4.3 Der logport. Musterprojekt eines modernen Logistikstandortes

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der Duisburger Hafen ist, gemessen an seinem Gesamtumschlag von 47,1 Mio. Tonnen im Jahr 2002, der größte Binnenhafen der Welt[1] und weist die größte Binnenschifffahrtsdichte der Welt auf[2]. Der Grund für seine Entwicklung liegt in der Industrialisierung des Ruhrgebiets. Seine Struktur unterliegt einem ständigen Wandel seit Beginn der Ruhrgebietsindustrie bis zur heutigen wirtschaftlichen Veränderung.

In dieser Hausarbeit wird untersucht auf welche Weise sich der Strukturwandel im Duisburger Hafen auswirkt. Es wird dargestellt welche Änderungen der Nutzung stattgefunden haben, wie der Hafen aktuell genutzt wird und wie er in Zukunft aussehen wird. Ist der Duisburger Hafen in seiner jetzigen und zukünftigen Entwicklung weiterhin von der Struktur des Ruhrgebiets abhängig? Im Rahmen dieser Hausarbeit werden sämtliche industriell und logistisch genutzten Häfen im Duisburger Stadtgebiet untersucht. Dazu zählen zum einen die öffentlichen Häfen des duisport, zum anderen die privaten Werkshäfen am Rhein.

Zunächst wird ein kleiner Überblick über die Geschichte des Hafens gegeben. Danach wird auf den Beginn des Strukturwandels in den 1950er Jahren eingegangen und schließlich die aktuelle Situation und das konkrete Beispiel des logports dargestellt.

Zur Erstellung der Hausarbeit wurde für den historischen Teil auf Literatur, die zahlreich vorhanden war, zurückgegriffen. Für die Zeit seit Einsetzen des Strukturwandels in den 1960er Jahren, vor allem aber für aktuelle Entwicklungen war weniger Literatur vorhanden. Hierfür wurden überwiegend Recherchen im Internet (duisport, Stadt Duisburg) und in Tageszeitungen (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und Vor-Ort-Recherchen durchgeführt.

Abbildung 1: Lageplan Duisburger Häfen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Duisburger Hafen AG (Hg.): Verkehrsanbindungsplan.

http://www.duisport.de/de/logistik_transport/allgemeines/verkehrsanbindungsplan/images/verkehrsanbindungsplan.pdf

letztes Update: unbekannt b, Datum der Recherche: 02.04.2004

2 Der Ruhrorter Hafen von seiner Entstehung bis zum Zweiten Weltkrieg

2.1 Der Hafen vor der Industrialisierung

Aufgrund seiner Lage an der Mündung der Ruhr in den Rhein hatte die Schifffahrt für Ruhrort schon immer eine wichtige Bedeutung. Bereits 1392 wurde zum ersten Mal ein Hafen in Ruhrort erwähnt[3]. Dieser lag am Ufer des Rheins und der Ruhr. Das erste Hafenbecken, der heutige Hafenmund, entstand 1716 in einem alten Ruhrarm. Er entstand, als die Ruhr ihr Bett nach Süden verlagerte. In Duisburg existierte bis Anfang des 13. Jahrhunderts ein Hafen am Rheinufer, bis dieser sein Bett 2,5 km nach Westen verlegte.

Als der Kohlenhandel im Ruhrgebiet aufblühte, wurde der Ruhrorter Hafen erweitert. 1820-1825 entstand der Werfthafen, 1837-1842 der Bunkerhafen. Die Häfen dienten zum Umschlag von Steinkohle und Holz. Diese wurden über die Ruhr nach Duisburg geschifft und auf Rheinschiffe umgeladen, um sie nach Süddeutschland oder in die Niederlande zu transportieren[4].

2.2 Die Erweiterungen der Häfen seit Beginn der Industrialisierung

Nach der Inbetriebnahme des ersten Hüttenwerks in Ruhrort, dem Werk Phönix, wurden 1860-1868 der Nord- und der Südhafen eröffnet. Hier wurden Steinkohle und Erze für das Werk umgeschlagen. Während der Gründerzeit, als die Ruhrgebietsindustrie ihr größtes Wachstum erlebte, wurden massive Ausbaumaßnahmen notwendig, um genügend Transportkapazitäten zu schaffen. Durch Anlage des zum Hafenmund parallel liegenden Kaiserhafens und des Hafenkanals in den Jahren 1872-1890 wurde die Kailänge des Hafens verdoppelt. Zwischen 1903 und 1908 entstanden die Hafenbecken A, B und C, an deren Kais Steinkohle umgeschlagen wurde. Der Erzumschlag fand auf der Landzunge zwischen Hafenmund und Kaiserhafen statt. Die letzte Ausbaumaßnahme war der direkte Anschluss des Rhein-Herne-Kanals an den Hafen (1912-1914). Über diesen wurde seit Ende der Ruhrschifffahrt im Jahre 1890 immer mehr Steinkohle aus dem Ruhrgebiet und Erze für die Hüttenwerke im Ruhrgebiet transportiert.

In Duisburg wurde erst 1831 der spätere Innen- und Außenhafen fertig gestellt, 1898 der Parallelhafen[5]. Der Duisburger Hafen hatte gegenüber dem in Ruhrort eine geringere Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts gab es Pläne einen Hafen in den Ruhrauen, nahe der Mündung in den Rhein, zu bauen. Doch Duisburg und Ruhrort standen in Konkurrenz um öffentliche Gelder. Daher entschlossen sich beide Städte zu kooperieren und ihre Häfen zusammenzulegen; realisiert wurden die Pläne des Ruhrorter Hafens (Hafenbecken A, B, C). Schließlich wurde Ruhrort 1905 nach Duisburg eingemeindet, was zur endgültigen Hafenzusammenlegung und zur Gründung der Duisburg-Ruhrorter Häfen AG (heute Duisburger Hafen AG) führte.

3 Die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet auf den Duisburger Hafen

3.1 Bedeutungsverlust des Hafens

Nach dem Wiederaufbau in Folge des Zweiten Weltkriegs, sank in Deutschland Ende der 1950er Jahre die Nachfrage nach Stahl und Steinkohle. Erdöl wurde zu einem wichtigen Energieträger der Stromgewinnung und dadurch der Kohle zur Konkurrenz. Das Ruhrgebiet erlebte seine erste wirtschaftliche Krise und es folgte ein bis heute andauernder Strukturwandel.

[...]


[1] vgl. Deilmann, Benedikt: Größter Binnenhafen der Welt. Rhein-Ruhr-Hafen Duisburg. In: Duckwitz, Gert; Hommel, Manfred; Kommunalverband Ruhrgebiet: Vor Ort im Ruhrgebiet. Ein geographischer Exkursionsführer. 3. überarb. Aufl., Essen 2002, S. 170

und Duisburger Hafen AG (Hg.): Lösungen. Geschäftsbericht 2002 der Duisburger Hafengruppe. Duisburg 2003, siehe Umschlagsseite

http://www.duisport.de/de/duisport_gruppe/aktuelles_archiv/geschaeftsbericht/pdf/GB_2002_de.pdf

letztes Update: unbekannt, Datum der Recherche: 02.04.2004

[2] vgl. Hottes, Karlheinz: Größter Binnenhafen der Welt. Rhein-Ruhr-Hafen Duisburg. In: Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum; Kommunalverband Ruhrgebiet (Hg.): Vor Ort im Ruhrgebiet. Ein Geographischer Exkursionsführer. Essen 1993, S. 138

[3] vgl. Landschaftsverband Rheinland (Hg.): Ruhrort. = Rheinischer Städteatlas, Lieferung XV, Nr. 83, 2003. Köln 2004, S. 17

[4] vgl. Richartz, Erika: Duisburg-Ruhrort in seiner wirtschafts- und sozialgeographischen Struktur. In: Stadtarchiv Duisburg (Hg.): Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde, Band 4. Duisburg 1961, S. 154

[5] vgl. Landschaftsverband Rheinland (Hg.): Duisburg. = Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 21, 1978. 2. verbesserte und ergänzte Aufl., Köln 1985, S. 1

Details

Seiten
17
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638898799
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v83146
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Geographisches Institut
Note
1,3
Schlagworte
Nutzungsänderungen Duisburg-Ruhrorter Häfen Einführung Arbeiten Strukturwandel Geschichte Duisburg Ruhrort Hafen logport Rhein Ruhr

Autor

Zurück

Titel: Nutzungsänderungen in den Duisburg-Ruhrorter Häfen