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Probleme beim Einsatz neuer Medien im Unterricht

Hausarbeit 2007 19 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Probleme der Bildschirmbearbeitung

3. Kosten neuer Medien

4. Softwareprobleme

5. Probleme der Internetnutzung

6. Probleme mit Hypertext/Hypermedien

7. Problembereiche computerunterstützten kooperativen Lernens
7.1 . Mangel an sozialer Präsenz
7.2 . Fehlende Gruppenkoordination
7.3 . Fehlende Abstimmung über gemeinsamen Wissenshintergrund
7.4 . Informationsüberangebot
7.5 . Nicht vorhandene Verbundenheit

8. Fazit

9. Quellen
9.1. Literaturquellen
9.2. Internetquellen

1. Einleitung

Neue Medien sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken, weshalb sie schon jetzt und auch in naher Zukunft eine, wenn nicht sogar die Rolle in der Schule einnehmen werden.

„Medienerziehung ist ein grundlegendes pädagogisches Erfordernis. Überlegter Medieneinsatz leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsverbesserung des Unterrichts. Die Befassung und der Umgang gerade mit neuen Medien sind zentrale Aspekte in der Weiterentwicklung von Schule.“

(URL:http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2884 [14.09.2007])

Das Seminar „Grundlagen der Mediendidaktik“ beschäftigt sich deshalb mit verschiedensten (multi-) medialen Lehr-/Lernarrangements. Neue (elektronische) Medien zeigen viele positive Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung auf, jedoch gibt es natürlich, wie bei allen Medien, auch negative Aspekte, die man immer berücksichtigen sollte. Das Referat „Probleme beim Einsatz neuer Medien im Unterricht“ beschäftigte sich mit den negativen Aspekten der Verwendung elektronischer Medien.

Der folgende Text soll die einzelnen Punkte des Referats, wie Probleme bei der Bildschirmarbeit, Verfügbarkeit/ Kosten neuer Medien, Probleme mit Soft- und Hardware, bei der Internetnutzung, mit Hypertexten/Hypermedien, computerunterstützten kooperativen Lernens noch einmal zusammenfassen.

2. Probleme bei der Bildschirmarbeit

Bei der Bildschirmarbeit treten unterschiedliche negative Effekte auf. Rückenschmerzen, Augenbrennen, Verspannungen oder Kopfschmerzen sind häufige Erscheinungsformen. Das liegt daran, dass wichtige ergonomische Aspekte aus Unkenntnis oder aus finanziellen Gründen nicht berücksichtigt werden (vgl. Poignée 2005, S.67). Die Ergonomie beschäftigt sich mit der Anpassung der Arbeitsbedingungen an die menschlichen Bedürfnisse und deren Eigenschaften.

Für Schmerzen in Nacken und in Gliedern können folgende Faktoren verantwortlich sein:

- falsches und zu langes Sitzen in gleicher Haltung
- der Körpergröße schlecht oder gar nicht angepasste Sitz- und Tischhöhe
- falsche Platzierung des Bildschirms
- fehlende ergonomische Arbeitshilfen (z. B. Handgelenkstütze für Tastatur und Maus)

Diesen Problemen kann durch geeignetes Mobiliar (z.B. höhenverstellbare Tische, verstellbare Stühle) und entsprechender Ausrichtung von Monitor, Tastatur, Maus und anderen Arbeitsmitteln entgegengewirkt werden.

In Klassen- bzw. Computerräumen spielt das Raumkonzept eine weitere wichtige Rolle, um Nackenschmerzen und Verspannungen vorzubeugen. Durch die Anordnung der einzelnen Arbeitsplätze muss es dem Schüler gestattet sein, an seinem Arbeitsplatz zu arbeiten und sich auch nach vorne zum Lehrer zu orientieren, ohne dabei in Zwangshaltungen zu verfallen.

Die Ursache für Augenbeschwerden ist in der erhöhten Belastung und Ermüdung der Augen zu suchen. Die erhöhte Belastung hat folgende Gründe:

- große Anforderung an Akkommodation und Adaption (Anpassung der Augen an wechselnde Distanzen und Helligkeiten)
- falsche Aufstellung des Bildschirms in Bezug auf Fenster und andere Lichtquellen, wodurch Blendungen und Spiegelungen sowie große Hell-Dunkel-Kontraste entstehen
- unbefriedigende formale Darstellung einzelner Schriftzeichen, einzelner Schriftzeilen oder ganzer Textseiten

(Vgl. Lips 2007, S.5)

Wenn Rechner und Zusatzgeräte in Betrieb sind, erhöht sich die Schadstoffkonzentration in der Luft und der Sauerstoffgehalt nimmt ab. Die Luft lädt sich elektrostatisch auf und trocknet außerdem durch die Erhitzung der Geräte aus. Dadurch erhöht sich der Bedarf an Sauerstoff im Arbeitsraum. Computerarbeitsräume sollten daher häufig gelüftet werden. Pflanzen können das Raumklima zusätzlich verbessern.

Außerdem sollten bei der Bildschirmarbeit regelmäßige Ruhepausen eingehalten werden. „Die Arbeitsmediziner empfehlen je voller Stunde PC-Arbeit 10 Minuten Entspannung.“ (Poignée 2005, S.69)

3. Verfügbarkeit/ Kosten neuer Medien

Die Verfügbarkeit von Hardware- und Softwareprodukten, wie Computer, Beamer, Lernsoftware usw., ist eines der Probleme von neuen Medien. Laut Schulen ans Netz e.V. hat sich die Anzahl der Computer in deutschen Schulen in den Jahren 2001 bis 2005 mehr als verdoppelt, sodass schon mehr als 1 Million Computer zur Verfügung stehen. Die Zahl der Computer pro Schüler ist zwar gestiegen, aber steht noch immer nicht jedem Schüler ein Computer zur Verfügung. Die Relation Schüler pro Computer betrug 2005 etwa 11:1. Zudem ist eine Zunahme bei der Benutzung von Lernsoftware und multimedialen Nachschlagewerken zu verzeichnen. Jedoch wird noch nicht an allen Schulen Lernsoftware eingesetzt.

(vgl.URL:http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=981704875&dok_var=d1&dok_ ext=pdf&filename=981704875.pdf [25.09.2007])

Das Hauptproblem, warum noch nicht mehr Hardware- und Softwareprodukte in Schulen vorzufinden sind, dürfte der finanzielle Aspekt solcher Anschaffungen sein.

„Es konnte festgestellt werden, dass vier der fünf Schulen überwiegend gespendete und veraltete Computer einsetzen, da der Schulträger finanziell nicht dazu in der Lage war, einen kompletten Computerraum mit mindestens 16 Computern zu finanzieren.“ (ebd.) Es sind jedoch nicht nur Beschaffungskosten, die finanziell gestemmt werden müssen, sonder auch Wartungs- und Servicekosten. Wenn sich in diesem Fall nicht Lehrer um die Probleme mit den Computern kümmern, muss eine Firma oder eine Privatperson mit der Reparatur beschäftigt werden. Sollte dafür jedoch das Geld fehlen, „so kann es vorkommen, dass einige defekte Computer nicht benutzt werden können oder dass die geforderte Software nur auf wenigen funktionierenden Computern installiert werden kann“, was dann wieder die Relation Schüler pro Computer erhöht. (ebd.)

[...]

Details

Seiten
19
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638906043
ISBN (Buch)
9783638906142
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v82620
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Note
"-"
Schlagworte
Probleme Einsatz Medien Unterricht Seminar

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Titel: Probleme beim Einsatz neuer Medien im Unterricht