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Der „Tag von Potsdam“ (21. März 1933) als Inszenierung symbolischer Politik

Hausarbeit 2007 32 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

0. Zur Einführung

1. Einordnung des Tages von Potsdam in den zeitgeschichtlichen Hintergrund

2. Vorbereitung und Ablauf des „Tages von Potsdam“

3. Der Höhepunkt des Tages von Potsdam: Die Reden von Hindenburg und Hitler

4. Symbolische Elemente und Bezüge der Inszenierung des Tages von Potsdam
4.1 Stiftung eines Gefühls der nationalen Einheit
4.2 Aufruf zu „preußischen Tugenden“ nach dem Vorbild Friedrichs II.
4.3 Bezüge zum Kaiserreich
4.4 Abgrenzung von der Weimarer Demokratie im „Geist von Potsdam“
4.5 Vollendung einer nationalen Revolution
4.6 Bekenntnis zu einem „neuen Deutschland“ im Zeichen des Nationalsozialismus

5. Die Profiteure des Tages von Potsdam

6. Ausblick: Die Ereignisse nach dem Tag von Potsdam
6.1 Reichstagseröffnung und Ermächtigungsgesetz
6.2 Das Ende der nationalkonservativen Bewegung

7. Ergebnisse und Folgerungen

Anhang
A. Begrüßungsansprache an den Reichstag von Reichspräsident Paul von Be­neckendorff und von Hindenburg, 21. März 1933
B. Regierungserklärung von Reichskanzler Adolf Hitler, 21. März 1933

Literaturangaben
A. Zeitungsausgaben
B. Akteneditionen und Quellensammlungen
C. Sekundärliteratur
D. Internetquelle

0. Zur Einführung

Der 21. März 1933 ist bis heute als „Tag von Potsdam“ im Gedächtnis der Deutschen erhalten geblieben. An jenem Dienstag zelebrierten in der Potsdamer Garnisonkirche Reichspräsident Paul von Beneckendorff und von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler die Eröffnung des am 5. März 1933 gewählten Reichstags. An der letzten Ruhestätte der preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. (der Große) reichten sich der 85-jährige Generalfeldmarschall und der Anführer der Nationalsozialisten im Beisein von Angehörigen des Hauses Hohenzollern, Adligen und Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft die Hand und inszenierten die „Vermählung […] zwischen den Symbolen der alten Größe und der jungen Kraft“[1]. Erstmals trat die Reichswehr zusammen mit Abteilungen des Stahlhelms, der SA und der SS auf.[2] Die gemeinsame Feier von Vertretern der alten, nationalkonservativen Eliten und der auf­stre­benden nationalsozialistischen Bewegung inszenierte Joseph Goebbels als einen sym­bo­lischen Versöhnungsakt, dessen propagandistische Nutzung in seiner Bekanntheit bis heute nach­wirkt.

Was sich am Tag von Potsdam im Einzelnen zugetragen hat, wurde bereits weitgehend er­schlos­sen.[3] Die vorliegende Arbeit deutet die Inszenierung als einen Akt symbolischer Politik. Da in den Medien und in der Propaganda die Feierlichkeiten in Potsdam die wichtigste Rolle spiel­ten, stehen auch hier die zentralen Ereignisse im Vordergrund. Ihre Untersuchung soll die we­sent­li­chen Elemente und Deutungsmuster der Symbolik des Tages von Potsdam aufzeigen und klären, worauf ihre nachhaltige Wirkung beruht. Dabei soll einerseits die besondere Bedeutung des Ta­ges von Potsdam für die Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft deutlich werden, an­derer­seits soll die Untersuchung zu allgemeinen Erkenntnissen über die Wirkmechanismen sym­bo­li­scher Politik führen.

Zunächst wird der 21. März 1933 in den zeitgeschichtlichen Hintergrund eingeordnet, dessen Kennt­nis für die Interpretation der Ereignisse notwendig ist. Ein zusammenfassender Überblick über die Vorbereitung und den Ablauf des Tages von Potsdam stellt die wesentlichen Elemente der Feierlichkeiten vor, auf die bei der Untersuchung der Symbolik verwiesen wird. Da die Reden von Hindenburg und Hitler in der Garnisonkirche im Mittelpunkt der Inszenierung standen, werden sie im nächsten Abschnitt zusammengefasst und analysiert.

Der Hauptteil geht auf verschiedene Aspekte der Symbolik ein. Als „Symbole“ gelten „codierte Signale, deren Sinn nur der versteht, der den Code entschlüsseln kann“[4]. Daher stützt sich die Darstellung immer wieder auf zeitgenössische Aussagen, in denen Politiker und Journalisten ihre Interpretation des Tages von Potsdam erkennen ließen.

Der darauf folgende Abschnitt erläutert, wie die Nationalsozialisten durch ihre inszenierte Annäherung an das nationalkonservative Lager und eine monatelange Propagandawelle Politiker und Bürger über die Willkür und die Rigorosität ihrer Herrschaft hinwegtäuschten, die sich in den anschließend vorgestellten Ereignissen nach dem Tag von Potsdam offenbaren sollten. Zu­letzt werden die Ergebnisse und Folgerungen der Untersuchung systematisch zusammen­ge­fasst.

1. Einordnung des Tages von Potsdam in den zeitgeschichtlichen Hintergrund

Bei den Feiern zur Reichstagseröffnung 1933 bekannten sich die alten und die neuen politischen Eliten zur Einigkeit im Geiste der Tradition. Wel­che Bedeutung der Tag von Potsdam für die beteiligten Akteure hatte, wird jedoch erst nach einem Blick auf deren Interessen und auf die vorausgehenden Ereignisse deutlich.

Als „nationalkonservativ“ lassen sich nach Klaus-Jürgen Müller annäherungsweise die „traditionellen Elitegruppen von Adel, Bildungs- und Besitzbürgertum“ und die Militärelite des preußisch-deutschen Reiches bezeichnen.[5] Anfang der 1930er-Jahre verfügten diese Gruppen nur noch über einen geringen Rückhalt in der Bevölkerung.[6] Von den Parteien, die in der Weimarer Republik die Interessen der alten, antiparlamentarisch gesonnenen Oberschicht vertraten – für den protestantischen Teil handelte es sich hauptsächlich um die DNVP und die DVP, für den katholischen um das Zentrum –,[7] konnte nur die DNVP ihren politischen Einfluss bis zu Hitlers Reichskanzlerschaft behaupten.[8] Ein Teil der Nationalkonservativen hoffte, durch ein Bündnis mit Hitler wieder eine gesellschaftliche Basis zu gewinnen.[9] Da von der NSDAP neben Hitler nur Hermann Göring und Wilhelm Frick der neuen Regierung an­ge­hör­ten, glaubten sie, dass die Nationalsozialisten durch die Minister aus den Reihen der DNVP und des Stahlhelms und durch die parteilosen Fachminister leicht zu kontrollieren wären.[10]

Reichspräsident Hindenburg war eine Hoffnungsfigur für viele monarchistisch eingestellte National­kon­ser­va­ti­ve.[11] Der Ge­neral­feld­mar­schall, der aufgrund seiner militärischen Erfolge in den Kriegen von 1866, 1870/71 und 1914 bis 1918 großes An­se­hen genoss,[12] hoffte zeit seines Lebens auf eine Wie­der­her­stel­lung der Hohen­zollern­monar­chie.[13] Hitlers Aufstieg betrachtete er mit Skepsis.[14] Bei ihrem ersten Treffen am 10. Oktober 1931 kritisierte der Reichspräsident die Radikalität der national­sozialis­tischen Bewegung.[15] Er hielt den „böhmischen Gefreiten“ noch zu jung für große Politik; er müsse sich erst „im Staate hinauf­dienen“.[16] Der Kreis seiner engsten Berater sorgte dafür, dass er sich der Gefahr, die von ei­ner Regierungsbeteiligung der NSDAP ausging, nie bewusst wurde.[17] Da er Hitlers „nationale Ab­sichten“ und seinen „ehrlichen deutschen Eifer“ anerkannte,[18] war er bereit, ihm am Tag von Potsdam die Hand zu reichen, zu­mal ihm sein Auftreten in der Uniform des General­feld­marschalls[19] die größte Aufmerksamkeit si­cher­te. Zudem konnte er mit der Garnisonkirche Erin­nerungen an die Anfänge seiner mi­li­tä­ri­schen Karriere verknüpfen: Als siegreicher Garde­leut­nant hatte er sie 1866, wenige Jahre später als Oberleutnant nach dem Sieg über Frankreich (1871) besucht.[20]

Hitler war in der Krisenzeit der Weimarer Republik zur Leitfigur eines wachsenden Teils der Bevölkerung geworden. Die NSDAP hatte ihren Stimmenanteil bei den Reichstagswahlen in kurzer Zeit von 2,6 % (1928) auf maximal 37,3 % (Juli 1932) gesteigert.[21] Allerdings hatte Hindenburg nach der Vereidigung des Kabinetts Hitler seine Zustimmung zu dessen Fortsetzung davon abhängig gemacht, dass es bei den Reichstagswahlen eine absolute Mehrheit erzielen würde. Dies gelang der NSDAP jedoch nur mit den Wählerstimmen der „Kampffront Schwarz-Weiß-Rot“ aus der DNVP und dem Stahlhelm, für die 8 % der Wähler gestimmt hatten.[22] Um an die Macht zu gelangen, musste Hitler also mit den alten Eliten zusammenarbeiten, die während der Amtszeit Hindenburgs als Reichspräsident wieder an politischem Einfluss gewonnen hat­ten.[23] Seine Bereitschaft dazu konnte er am Tag von Potsdam symbolisch demonstrieren.

Somit verbanden Nationalkonservative und Nationalsozialisten mit dem Tag von Potsdam den An­spruch, Deutschland in einem anderen Geist gemeinsam in die Zukunft zu führen. Durch das Bekenntnis zur Tradition konnten beide Seiten je nach ihrer politischen Haltung auf eine Wie­derherstellung der Monarchie oder auf die Etablierung eines autoritären Führerstaates hof­fen.

2. Vorbereitung und Ablauf des „Tages von Potsdam“

Bevor sich der nächste Abschnitt mit der Symbolik des Tages von Potsdam befasst, soll eine Chro­nologie es ermöglichen, die später angedeuteten Elemente in den Ablauf der Ereignisse ein­zu­ordnen.

Durch den Brand am 27. Februar 1933 fiel der Reichstag auf längere Sicht als Tagungsort aus.[24] Be­reits am nächsten Tag schlug Hitler bei einer Ministerbesprechung das Stadtschloss in Pots­dam als Versammlungsort des Reichstags vor.[25] Weil dort jedoch nicht genügend Plätze zur Ver­fü­gung standen, bat das Innenministerium am 1. März den Potsdamer Obermagistrat Friedrich Bestehorn um einen Vorschlag für eine geeignete Alternative. Er hatte die Idee, den neuen Reichstag in der Garnisonkirche zusammentreten zu lassen.[26] Hitler und das Reichs­ka­binett waren mit diesem Vorschlag „sehr einverstanden“.[27] Der Widerstand des Oberkirchenrates führte jedoch letztendlich dazu, dass die Garnisonkirche nur für den Festakt genutzt wurde.[28]

Hitler, Göring und Frick entschieden sich bei einem Besuch der Garnisonkirche am 8. März 1933 dafür, die Feier nicht, wie ursprünglich geplant, Anfang April[29] stattfinden zu lassen, sondern bereits am 21. März 1933, und legten die Berliner Kroll-Oper als künftigen Versammlungsort des Reichstags fest.[30] Nach der Wahlkampagne für den 5. März 1933 widmete sich Goebbels verstärkt den Vorbereitungen der Feierlichkeiten, die in Potsdam und anderen Städten stattfinden sollten.[31] Viele Punkte wurden vorab bis ins Kleinste geregelt, beispielsweise der genaue Einsatzort der Polizisten, die Spalierbildung und die Zuweisung der Plätze für die ge­la­denen Gäste.[32]

Am 21. März 1933 marschierten ab 6 Uhr uniformierte Angehörige der Reichswehr, der Schutzpolizei, der SA, der SS und des Stahlhelms zu ihren Stellplätzen in der Innenstadt.[33] Eine hal­be Stunde später begann das Konzert zweier Musikkapellen im Lustgarten, das vom Rundfunksender Berlin bis 8.15 Uhr übertragen wurde.[34] Gegen 10 Uhr kamen die Reichstagsabgeordneten in Postomnibussen vor der evangelischen Nikolaikirche an;[35] die SPD-Fraktion blieb dem Festakt geschlossen fern.[36] Hindenburg betrat kurz vor Beginn des Gottesdienstes um 10.30 Uhr die reich geschmückte Kirche.[37] Generalsuperintendent Otto Dibelius predigte über den Bibelvers „Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?“ (Römer 8,31), wobei er denselben Spruch wählte wie der Hofprediger Ernst von Dryander bei der Reichstagseröffnung am 4. August 1914.[38]

Eine „amtliche Erklärung“ sollte nachträglich rechtfertigen, weshalb Hitler und Goebbels entgegen der allgemeinen Erwartung[39] am zeitgleich stattfindenden Gottesdienst in der katho­li­schen Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul nicht teilnahmen: Die katholischen Bischöfe hätten Führer und Mitglieder der NSDAP als „Abtrünnige der Kirche“ bezeichnet; daher hätten sie unterdessen die Gräber der ermordeten SA-Kameraden auf dem Luisenstädtischen Friedhof in Ber­lin besucht.[40] Nach dem Ende des katholischen Gottesdienstes um 11.30 Uhr gingen die Teil­nehmer unter dem Geläute aller Potsdamer Kirchenglocken auf die St.-Nikolai-Kirche zu, von wo aus sie mit den dort versammelten Gläubigen gemeinsam zur Garnisonkirche zogen.[41] An­ders als die übrigen, braun gekleideten NSDAP-Mitglieder traf Hitler dort wie sämtliche Reichs­minister in Zylinder, Mantel und Gehrock ein.[42] Millionenfach verbreitet wurde das Foto, auf dem er in unterwürfig vorgebeugter Haltung beim Händedruck mit Hindenburg zu sehen ist.[43]

Die Platzverteilung in der Garnisonkirche war genau festgelegt.[44] Der herausragende Platz gegenüber dem Altar fiel dem Reichspräsidenten zu, rechts bzw. links von ihm nahmen Hitler und Reichstagspräsident Göring Platz. Hinter ihm saßen in der Kaiserinloge Kronprinz Wilhelm, die Spitzen der Verwaltung von Potsdam, Berlin, Brandenburg und Preußen, die höchsten Ver­tre­ter der evangelischen und katholischen Kirche, der Justiz und der Wirtschaft sowie der „va­ter­län­dischen Verbände“ (SA, Kyffhäuserbund und Stahlhelm). Bestimmte Bereiche wurden au­ßer­dem folgenden geladenen Gästen zugewiesen: den Abgeordneten des Reichstags, des Land­tags und des Reichswirtschaftsrats; den Vertretern der Ministerien, verschiedener Reichs­be­hör­den, der Justizbehörden, des Diplomatischen Korps und des Militärs; Künstlern und Wis­sen­schaftlern; den Führern der „nationalen Verbände“. Zu den Gästen, die nicht aufgrund ihrer administrativen Rang­stellung oder gesellschaftlichen Funktion in die Garnisonkirche geladen wurden, zählten die An­ge­hörigen der Abgeordneten, die Vertreter der in- und ausländischen Presse sowie einige Pots­damer Bürger und Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde. Insgesamt waren also Ver­treter aller gesellschaftlichen und politischen Eliten und Interessengruppen eingeladen worden, die von einem solchen Ereignis berührt wurden, wobei der Einbezug der vaterländischen und na­tio­na­len Verbände den politischen Richtungswechsel sicht­bar machte.

Um 11.50 Uhr begann der Festakt in der Garnisonkirche.[45] Nach einem Orgelvorspiel und ei­nem Choral­gesang des Staats- und Domchors hielt Hindenburg eine kurze Be­grü­ßungs­an­spra­che an den Reichstag; anschließend verlas Hitler seine Regierungserklärung.[46] Hindenburg leg­te an den Sär­gen der Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. jeweils einen Kranz nie­der, worauf 21 Schüsse Salut abgefeuert wurden. Die Orgel spielte zum Abschluss die Me­lo­die „Wir treten zum Beten“.[47]

Nach der Feier fanden rund 900 ranghohe Zuschauer aus Politik und Verwaltung Platz auf einer neben der Garnisonkirche aufgebauten Tribüne.[48] Kurz nach 13 Uhr begann eine Parade von Truppen der Reichswehr, Abteilungen der Schutzpolizei, Abordnungen der SA und SS, des Stahlhelms und weiterer Verbände wie der Hitlerjugend und dem Bund Deutscher Mädel. Während für Hindenburg ein Holzpodest vor der Tribüne errichtet worden war, stand Hitler bei seinen Ministern einige Reihen hinter den militärischen Ehrengästen.[49] Ab 14 Uhr fuhren die meisten auswärtigen Gäste wieder ab.[50]

Um 17 Uhr begann die erste Reichstagssitzung in der Berliner Kroll-Oper.[51] Reichs­tags­prä­si­dent Göring erläuterte in seiner Eröffnungsrede, welchen symbolischen Gehalt die Nationalsozialisten dem Tag von Potsdam zuschrieben.[52] Er erinnerte daran, dass am 21. März 1871 der erste deutsche Reichstag eröffnet worden war und dass auch 1919 die Nationalversammlung außerhalb von Berlin getagt hatte, wobei er eine Anknüpfung an das Kaiserreich und eine Abgrenzung von Weimar propagierte.[53]

[...]


[1] Hitler bei seiner Rede in der Garnisonkirche am Tag von Potsdam (siehe Anhang B).

[2] Scheel (1996), Klappentext. – Zur Erläuterung der Kurztitelangaben siehe das Literaturverzeichnis.

[3] Eine zusammenfassende Darstellung der Hintergründe, des Ablaufs und der Auswirkungen des „Tages von Potsdam“ mit einer umfassenden Quellensammlung bietet Scheel (1996).

[4] Voigt (1989), S. 14, unter Verweis auf Axel Görlitz: Symbol, in: Greiffenhagen, Martin/Greiffenhagen, Sylvia/Prätorius, Rainer (Hgg.): Hand­wörter­buch zur politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1981, S. 482 ff.

[5] Müller (1986), S. 40 f. (Zitat S. 40).

[6] Ebd., S. 41 f.

[7] Sturm (1998 a), S. 35 f.

[8] Sturm (1998 b), S. 63.

[9] Müller (1986), S. 42.

[10] Sturm (1998 b), S. 63.

[11] Scheel (1996), S. 31.

[12] Ebd., S. 31.

[13] So prophezeite er am Ende seiner Autobiographie die Rückkehr des deutschen Kaisertums, wenn sich die „Sturm­flut wilder politischer Leidenschaften […] wieder verlaufen“ habe (von Hindenburg [1933], S. 315 f., Zitat S. 315).

[14] Scheel (1996), S. 32.

[15] Schultze-Pfaelzer (1933), S. 114 f.

[16] Ebd., S. 115.

[17] Wheeler-Bennett (1969), S. 449.

[18] Schultze-Pfaelzer (1933), S. 114.

[19] Scheel (1996), S. 40.

[20] Wheeler-Bennett (1969), S. 450.

[21] Hitlers Aufstieg in der Endphase der Weimarer Republik wird dargestellt von Thamer (1996 a).

[22] Höhne (1991), S. 69.

[23] Müller (1986), S. 42; zum Wiederaufstieg der traditionellen Eliten siehe Sturm (1998 a), S. 35.

[24] Scheel (1996), S. 19.

[25] Akten der Reichskanzlei, S. 129 (Nr. 32).

[26] Bestehorn (1933/1939), S. 219 f.

[27] Akten der Reichskanzlei, S. 151 (Nr. 41).

[28] Bestehorn (1933/1939), S. 221 f.

[29] Sabrow (2003), S. 9.

[30] Scheel (1996), S. 22 f.; vgl. die ebd., S. 89 f., abgedruckte einschlägige Pressemitteilung, die die DAZ am 10. März 1933 veröffentlichte.

[31] Scheel (1996), S. 33.

[32] Ebd., S. 34—38.

[33] Ebd., S. 39.

[34] Ebd., S. 39; vgl. VB vom 21. März 1933, Artikel „Der Festablauf am 21. März“ und „Das Programm des Rund­funks“.

[35] Scheel (1996), S. 39 f.; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „In Potsdam“.

[36] Scheel (1996), S. 40.

[37] Ebd., S. 40; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „In Potsdam“.

[38] Scheel (1996), S. 40; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „In der Nikolaikirche“. Ein Auszug aus der Predigt ist abgedruckt in: Scheel (1996), S. 112 f.

[39] DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „In der Katholischen Pfarrkirche“.

[40] Scheel (1996), S. 41 und 115; VB vom 22. März 1933, Artikel „Die Haltung der Bischöfe gegen die N. S. D. A. P. verbot dem Kanzler die Teilnahme am Gottesdienst“. Eine rasche Gegendarstellung der katholischen Kirche, wonach NSDAP-Mitglieder nicht pauschal als Abtrünnige bezeichnet würden (abgedruckt in: Scheel [1996], S. 115), legt den Schluss nahe, dass es sich dabei um eine Ausflucht handelte.

[41] Scheel (1996), S. 42; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „In der Katholischen Pfarrkirche“.

[42] Scheel (1996), S. 42.

[43] Thamer (1986), S. 271. – Eine Abbildung stellt z. B. Scheel (1996) dem Inhaltsverzeichnis voran.

[44] Dieser Abschnitt folgt den Erläuterungen in der DAZ vom 21. März 1933 (Morgenausgabe), Artikel „In der Garnisonkirche“.

[45] Sofern nicht anders angegeben, folgt dieser Abschnitt Scheel (1996), S. 44; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „Die Weihestunde des deutschen Volkes“.

[46] Der Wortlaut beider Reden wurde in zahlreichen Zeitungen abgedruckt, siehe z. B. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „Die Weihestunde des deutschen Volkes“; Kreuz-Zeitung vom 22. März 1933, Artikel „Reichspräsident fordert Mitarbeit“ und „Hitlers Huldigung an Hindenburg“; VB vom 22. März 1933, Artikel „Ehrfurchtsvolle Huldigung für den greisen Marschall, jubelnde Begeisterung für den Volkskanzler“ und „‚Wir wollen an die Stelle des ewigen Schwankens die Festigkeit der Regierung setzen!’“. Verweise auf die beiden Reden beziehen sich in dieser Arbeit auf den in der DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe) abgedruckten Wortlaut (Anhang A und B). – Zu den Reden siehe unten S. 7—9.

[47] Scheel (1996), S. 45, behauptet, dass die Salutschüsse nach dem Orgelspiel abgefeuert worden wären, wäh­rend sich die hier erwähnte Reihenfolge an die Angaben aus der DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „Die Weihestunde des deutschen Volkes“, hält.

[48] Zur Parade siehe Scheel (1996), S. 46, und Sabrow (2003), S. 7; vgl. DAZ vom 21. März 1933 (Abendausgabe), Artikel „Die Parade“.

[49] Kershaw (1998), S. 589.

[50] Scheel (1996), S. 47.

[51] Ebd., S. 50; zum Ablauf der Sitzung siehe Kreuz-Zeitung vom 22. März 1933, Artikel „Führung und Dienst“.

[52] Verweise auf Görings Eröffnungsrede beziehen sich in dieser Arbeit auf den in der DAZ vom 22. März 1933 (Morgenausgabe), Artikel „‚Einigung im Geist von Potsdam’“, abgedruckten Wortlaut.

[53] Zu diesen symbolischen Deutungen siehe unten S. 13—15.

Details

Seiten
32
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638885669
ISBN (Buch)
9783638886727
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v82076
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,3
Schlagworte
Potsdam“ März Inszenierung Politik

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Titel: Der „Tag von Potsdam“ (21. März 1933) als Inszenierung symbolischer Politik