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Die verschlafene Industrialisierung? Die verspätete Industrialisierung des Ruhrgebiets im Spiegel des regionalen Entwicklungsmusters der Saarregion

Seminararbeit 2007 72 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 „Institutionelle Revolution“ an Saar und Ruhr
2.1 Zum Konzept der „Institutionellen Revolution“ und ihre Auswirkung auf die Industrialisierung
2.2 „Institutionelle Revolution“ in der Saarregion
2.3 „Institutionelle Revolution“ im Ruhrgebiet

3 Steinkohlenbergbau als staatlich stimulierter Schlüsselsektor
3.1 Bedeutung der Steinkohle für die Industrialisierung
3.2 Saarbergbau
3.2.1 Lagerstätten und Beschaffenheit der Steinkohle
3.2.2 Der Einfluss des Staates auf den Saarbergbau
3.2.3 Absatzverhältnisse
3.2.4 Steinkohleveredlung
3.3 Ruhrbergbau
3.3.1 Lagerstätten und Beschaffenheit der Steinkohle
3.3.2 Der Einfluss des Staates auf den Ruhrbergbau
3.3.2.1 Die Einführung des Direktionsprinzips
3.3.2.2 Folgen des Direktionsprinzips
3.3.2.3 Widerstand gegen das Direktionsprinzip
3.3.2.4 Liberalisierung
3.3.2.5 Entfaltung des Ruhrbergbaus
3.3.3 Absatzverhältnisse
3.3.4 Steinkohleveredlung

4 Energieintensiver Branchen im regionalen Industrialisierungsprozess
4.1 Zur Rolle energieintensiver Branchen im Industrialisierungsprozess
4.2 Energieintensive Branchen in der Saarregion
4.2.1 Eisenindustrie
4.2.2 Glas- und Keramikindustrie
4.3 Energieintensive Branchen im Ruhrgebiet
4.3.1 Eisenindustrie
4.3.1.1 Eisenerzbasis
4.3.1.2 Eisengießerei, Puddel- und Gussstahlverfahren
4.3.1.3 Roheisenherstellung
4.3.2 Nichteisenmetall- und Glasindustrie
4.4 Geographische Voraussetzungen für energieintensive Branchen

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Eine trostlose Gegend! Unabsehbare Sandflächen, nur am Horizont hier und dort von kleinen Waldungen und einzelnen Baumgruppen unterbrochen. [...] Dann noch etwa jede Meile eine Hütte, vor deren Tür ein paar Kinder sich im Sande wälzen und Käfer fangen, und allenfalls ein wandernder Naturforscher, [...] und wir haben Alles genannt, was eine lange Tagesreise hindurch eine Gegend belebt, die keine andere Poesie aufzuweisen hat, als die einer fast jungfräulichen Einsamkeit [...].“[1] So beschreibt Annette von Droste-Hülshoff im Jahre 1845 die Gegend, auf der nur kurze Zeit später der bedeutendste Industriebezirk Europas entstehen sollte – das Ruhrgebiet. Allerdings wirkt die Industrie in den Beschreibungen von Droste-Hülshoff noch fern. Ähnlich wie in den Reisebeschreibungen Justus Gruners, des französischen Emigranten Pierre Paillot oder des Fürsten von Pückler fünfzig bzw. zwanzig Jahre zuvor wird auch hier das Ruhrgebiet weitgehend als einsam, malerisch und rückständig dargestellt.[2] Und dies zu einer Zeit, als an der Saar die Industrielle Revolution allen Anschein nach längst angelaufen zu sein scheint, wie ein verstörter Zeitzeuge zu berichten weiß: „Durch den schwarzen, fußhohen Kot watet man an zahllosen Fabrikgebäuden, Arbeiterwohnungen und Wirtshäusern vorüber bis nach dem preußischen Ort Sulzbach, wo die Industrie an allen Ecken und Enden ihren Wohnsitz aufgeschlagen hat. Der Ort ist bei unverstopfter Nase leicht zu finden [...].“[3] So war es auch Koks der Saarregion, mit der die erste deutsche Lokomotive von Nürnberg nach Fürth angetrieben wurde, zu einem Zeitpunkt als im Ruhrgebiet noch kein einziger Kokshochofen stand.[4] Diese zugegeben stark subjektiven Eindrücke können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ruhrgebiet im Vergleich zur Saarregion die Industrielle Revolution allen Anschein nach damals verschlafen hat, denn auch die moderne Wirtschaftsgeschichte bescheinigt dem Saarland einen wesentlichen Vorsprung hinsichtlich der Industrialisierung.[5]

Die vorliegende Arbeit verfolgt zwei Ziele. Zunächst die Erklärung des späten Einsetzens der Industrialisierung an der Ruhr durch den Vergleich mit der „Erfolgsstory“ der Saarregion.[6] Ein hierzu nötiger umfassender Vergleich beider Regionen würde den vorliegenden Rahmen sprengen, daher wird lediglich die industrielle Entwicklung an der Ruhr mit einigen Triebkräften im Entwicklungsmuster des Industrialisierungsprozesses der Saarregion verglichen. Im Folgenden sollen die von Banken für die Industrialisierung herausgearbeiteten Ursachen

- früher institutioneller Wandel,
- Bergbau als staatlich stimulierter Schlüsselsektor und
- das Vorhandensein energieintensiver Branchen

beschrieben und für das Ruhrgebiet in der Zeit von den 1790ern bis in die 1850er Jahre diese untersucht werden.[7] Wenn - wie im Falle der Industrialisierung des Ruhrgebiets - behauptet wird, dass etwas verschlafen wurde, so impliziert dies ein Vorliegen persönlichen Versagens.[8] In dieser Arbeit soll daher zudem überprüft werden, ob die späte Industrialisierung des Ruhrgebiets auf Versäumnisse innerhalb der Region zurückzuführen ist.

Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich in der Geschichtswissenschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass Industrialisierung zunächst ein regionales Phänomen war.[9] Dementsprechend ist die regionale Industrialisierung als Konzept in der heutigen Wirtschaftsgeschichte fest verankert, wodurch eine Vielzahl von Regionalstudien zur Industrialisierung entstanden sind, insbesondere zu den Führungsregionen, zu denen auch die Saarregion und das Ruhrgebiet zählen.[10] Als produktivster Ansatz innerhalb der Forschung zur regionalen Industrialisierung gilt die vergleichende Perspektive.[11]

Die Industrialisierung der Saarregion ist jüngst unter dem Gesichtspunkt der regionalen Industrialisierung vom Wirtschaftshistoriker Ralf Banken in einer „der herausragenden Veröffentlichungen zur deutschen Indus­trialisierungs­­­geschichte der letzten Jahre“ umfassend untersucht worden.[12] Eine vergleichbare Untersuchung zum Ruhrgebiet steht noch aus. Jedoch sind Beiträge zu seiner industriellen Entwicklung Legion und diese damit gut erforscht. Da die vorliegenden Arbeiten eher den Entwicklungs­sprung der Ruhrgebietswirtschaft behandeln, wird auf die Vorgeschichte der Industrialisierung insgesamt wenig eingegangen.[13] Beide Regionen sind bislang kaum miteinander verglichen worden.[14]

Der umfassende Begriff der Industrialisierung wird im Folgenden synonym zum Begriff der „Industriellen Revolution“ verwendet, der hier jedoch nur in engerem Sinne aus technisch-ökonomischer Sicht verwendet wird. Den Prozess kennzeichnet eine Zunahme mechanischer Herstellungsprozesse durch Einführung rationaler Techniken und Einspannung der Wissenschaft auf Kosten handwerklicher Tätigkeit durch Nutzung neuer Energiequellen und Rohstoffen, die ein wirtschaftliches Wachstum nach sich zieht.[15]

Die räumliche Ausdehnung beider Regionen ist nicht einheitlich definiert.[16] Im Folgenden wird der Begriff Saarregion nicht auf die politischen Verwaltungseinheiten Saarland oder Saargebiet bezogen, sondern auf die seit 1815 preußischen Kreise Saarbrücken, Saarlouis und Ottweiler.[17] Das Ruhrgebiet wird in dieser Arbeit gemäß der Definition Deges abgegrenzt: „Die Ausdehnung des Ruhrgebiets ist eine Folge des immer weiter ausgreifenden Kohlebergbaus. In der Ost-West-Erstreckung reicht es von den Städten Unna und Hamm bis zu den Ebenen westlich des Niederrheins.“[18] Seine Nordgrenze wird durch die Reviere nördlich der Lippe, seine Südgrenze durch die Reviere südlich der Ruhr markiert.[19] Dass beide Regionen durch diese Abgrenzung in ihrer Ausdehnung erheblich differieren, verhindert einen Vergleich insofern nicht, als dass hier ein funktionaler Raumbegriff zugrunde gelegt wird.[20]

2 „Institutionelle Revolution“ an Saar und Ruhr

2.1 Zum Konzept der „Institutionellen Revolution“ und ihre Auswirkung auf die Industrialisierung

Die ältere Forschung hat die Bedeutung des Staates, insbesondere des preußischen, im Industrialisierungsprozess stark überhöht.[21] Trotzdem halten die meisten Wirtschaftshistoriker daran fest, dass die Indus­trialisierung stark mit den Aktivitäten des Staates verbunden war.[22] Dabei werden weniger die direkten Handlungen des Staates gemeint als vielmehr die von ihm erlassene Wirtschaftsverfassung und den Wandel des institutionellen Arrangements. In Anlehnung an Douglass C. North entwickeln Wischermann und Nieberding ihr Konzept der „institutionellen Revolution“, die sie als entscheidende Zäsur im 19. Jahrhundert ansehen, während die „Industrielle Revolution“ nur die „Oberflächenerscheinung institutioneller Innovation“ gewesen sei.[23] Waren zuvor die Verfügungs­rechte einer starken Reglementierung unterworfen, so wurden Eigentums­rechte zumindest formal universell verteilt, Monopole und Vorrechte also beseitigt. Ein befreites „Geflecht von Verfügungsrechten“ war es dann auch, welches zum selbsttragenden wirtschaftlichen Wachstum beitrug.[24] Insbesondere die gesellschaftlichen Reformen im Gefolge der Französischen Revolution hatten auf diesen Wandel einen erheblichen Einfluss.[25] Für das Königreich Sachsen wurde der positive Einfluss des verfassungsmäßigen bzw. institutionellen Wandels auf die regionale Industrialisierung aufgezeigt.[26] Auch in Preußen wird das Wachstum bis 1848 mit den Verfassungsstrukturen in Verbindung gebracht.[27] Die Bedeutung der Gewerbefreiheit auf den Industrialisierungsprozess wird sehr unterschiedlich aufgefasst. Hahn sieht in ihr keine ausschließende Ursache, beschreibt sie dennoch als nicht belanglos für den Industrialisierungs­prozess.[28] Diese Sichtweise ist jedoch umstritten, schließlich hat Kaufhold nachgewiesen, dass die Einführung der Gewerbefreiheit in Preußen keine Auswirkungen auf Industrialisierung oder Wirtschaftswachstum besaß.[29] Neben der Bedeutung der Reformen sehen Wischermann und Nieberding die Wandlung des Gesellschaftsrechtes, insbesondere die Möglichkeit zur Bildung von Aktiengesellschaften, als „Schlüsselinnovation der modernen Wettbewerbswirtschaft“, da diese eine leichte Übertragbarkeit von Eigentum, eine erhöhte Mobilität von Kapital und eine begrenzte Haftung des Einzelnen ermöglichte.[30]

Die Ergebnisse der fachwissenschaftlichen Diskussion zum Verhältnis zwischen institutionellem Wandel und Industrialisierung sind wegen ihres übergreifenden Charakters allerdings nicht auf die regionale Indus­trialisierung anzuwenden, zumal bis 1845 innerhalb Preußens eine wirtschaftsrechtliche Vielfalt vorherrschte.[31] Hier gilt es, wie von Kiesewetter gefordert, institutionelle Besonderheiten auf regionaler Ebene zu berücksichtigen.[32]

Für Banken stellt die frühe Einführung einer liberalen Wirtschaftsverfassung eine der Ursachen der frühen Industrialisierung dar.[33] In diesem Kapitel wird daher die Entwicklung des institutionellen Wandels in der Saarregion und seine Auswirkungen auf den Industrialisierungsprozess eingehender untersucht und anschließend Ruhrgebiet unter demselben Aspekt. Zunächst betrachtet man zweckmäßiger Weise die Zeit der französischen Besatzung an der Saar und die Einbindung des Ruhrgebiets in den Rheinbundstaat Berg. Schließlich begannen die institutionellen Umwälzungen bereits in diesem Zeitraum. Ferner ist der Wandel der Institutionen in beiden Regionen bis 1850 zu verfolgen, wobei abschließend der Bedeutung des Gesellschaftsrechts ein besonderes Augenmerk gilt.

2.2 „Institutionelle Revolution“ in der Saarregion

Den Beginn der „Franzosenzeit“ in der Saarregion markiert das Jahr 1793, als napoleonische Truppen die Region besetzten. Endgültig in den französischen Staat aufgenommen wurde die Region offiziell spätestens 1801, womit sie in Staatsorganisation, Verwaltung und Verfassung dem revolutionären Frankreich gleichgesetzt wurde.[34] Wurde die Wirtschaft durch die Kriegshandlungen zunächst in Mitleidenschaft gezogen, verzeichnete sie doch bald darauf ein Wachstum.[35] Im Bergbau setzte eine Umorientierung an den französischen Markt ein. Auch andere Branchen fanden auf dem großen französischen Binnenmarkt ein zuvor nicht gekanntes Absatzfeld.[36] Ebenfalls von Vorteil für die Region war das Napoleonische Kontinentalsystem, welches jeden Handel mit dem industrialisierten Großbritannien untersagte. Zwar behinderte dieses die Industrialisierung des Kontinents insgesamt, stellte es aber zugleich auch einen Abschluss von technischem Import und Informationsfluss, von Imitation und Lernerfahrung dar.[37] Für die in Frankreich integrierten Regionen brachte sie jedoch klare Vorteile.[38] Branchen, die zuvor der englischen Konkurrenz ausgesetzt waren, konnten sich frei entwickeln. Dass die nicht-französische Konkurrenz klein gehalten wurde, um ein Wachstum des französischen Gewerbes nicht zu beeinträchtigen, welches durch die Kontinentalsperre angeschlagen war, trug ebenso zum Wachstum bei.[39] Insofern ist auch zu verstehen, dass diese Politik einen verstärkten Zuzug von Unternehmern in französisches Territorium nach sich zog.[40] Die Einführung steuerlicher Vereinheitlichung, einheitlicher Maße und Gewichte tat ihr Übriges zur Stimulierung der wirtschaftlichen Verflechtungen.[41]

Mit der Einführung des „Code Civil“ bzw. des „Code de Commerce“ war der Grundstein für eine liberale Wirtschaftsverfassung in der Region gelegt.[42] Die nun verbriefte Gewerbefreiheit erfuhr auch dadurch eine stärkere Wirksamkeit, dass der französische Staat nicht nur Kirchengüter verkaufte; ganz im Sinne einer liberalen Weltanschauung privatisierte er ebenso Staatsgüter.[43] Auf diese Weise wurde das gesamte Eisengewerbe der Region, welches zuvor den verschiedenen Landesherren der Saarregion gehörte, privaten Händen übertragen.[44] Aufgrund der durch die Veräußerungen vermehrten Kapitalbildung in privaten Händen, wird diese auch bedeutend zum Entstehen eines Wirtschaftsbürgertums beigetragen haben.[45] Bereits das Saarbrücker Bürgertum war „freisinnig und weltoffen“ und den Reformen und Verkäufen alles andere als abgeneigt.[46] Das Verkaufen der Nationalgüter, vor allem der Eisenhüttenwerke, zog auch Unternehmer aus anderen Gegenden in die Region.[47] Durch diese neuen Möglichkeiten ist die Unternehmerfamilie Stumm die anschließend die Branche regional dominieren sollte, vom Hunsrück zur Saar gezogen.[48] Auch andere bedeutende Unternehmer wie Villeroy und Boch, mit deren Namen die Entstehung der Keramikbranche in Verbindung gebracht wird, wurden von den Vorgängen angezogen.[49] Die Privatisierung des Bergbaus wurde zwar angedacht, allerdings nie vollständig vollzogen. Lediglich die Grube Hostenbach ging in private Hände über.[50]

Mit der Niederlage des napoleonischen Frankreichs ging auch die französische Herrschaft in der Saarregion zu Ende. 1816 wurde die Saarregion offiziell Teil Preußens.[51] Dennoch blieben die neu eingeführten Rechtsinstitute in den ehemals in Frankreich einverleibten Territorien weitgehend als „rheinische Institutionen“ unberührt.[52] Entsprechend der Überschätzung der Rolle des preußischen Staates im Industrialisierungs­prozess wurde die Bedeutung der Franzosenzeit wie ihrer Nachwirkung in Form der „rheinischen Institutionen“ bis in die jüngste Zeit vernachlässigt.[53] Banken verweist vollkommen zu Recht auf ihre Bedeutung hin. Die „Franzosenzeit“ war zwar nicht Ursache für die Industrialisierung, sehr wohl aber ein Grund für ihr frühes Auftreten.[54]

Erst die Einführung des Code de Commerce ermöglichte die Gründung von dauerhaften Unternehmensformen, welche zuvor kaum möglich waren und auch nach der preußischen Übernahme garantiert wurden.[55] Erst jetzt konnten dauerhafte Unternehmensformen, wie Kommandit-, Aktien- oder Offene Handelsgesellschaften entstehen.[56] Die letztgenannte Unternehmens­form hatte bedeutenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Saarregion.[57] Bereits 1794 wurde die erste Offene Handelsgesellschaft gegründet, mit welcher die Keramikbranche in der Region Einzug hielt.[58] Diese sollte seither ausschließlich in dieser Unternehmensform organisiert bleiben, wodurch eine fortgesetzte Expansion bewirkt wurde.[59] Auch in der Glas- und besonders in der Eisenindustrie wurde die Form der Kapital­gesellschaft übernommen und ermöglichte nicht nur ein Überleben in Krisen­zeiten, sondern auch die Möglichkeit zur Expansion bzw. Indus­trialisierung.[60]

2.3 „Institutionelle Revolution“ im Ruhrgebiet

Anders als die Saarregion wurde das Ruhrgebiet nicht in den französischen Staat, sondern in das Großherzogtum Berg integriert, welches als Rheinbund­­­staat eine Pufferzone zwischen Frankreich und dem Rest Europas darstellte. Als „Normalschule für die übrigen Staaten des Rheinbunds“ stellte das Herzogtum Berg zwar formal den Anspruch ein Frankreich gleichgestaltiges Gesellschaftssystem einzuführen,[61] doch wurden die Reformen, so auch die Einführung des Code de Commerce, bis zuletzt nicht soweit verwirklicht wie in anderen Rheinbundstaaten geschweige denn wie in Frankreich selbst.[62] Schließlich stellte die französische Wirtschaft das Primat der napoleonischen Überlegungen dar. Reformen wurden in den Rhein­bundstaaten nur solange zugelassen wie sie die französische Wirtschaft nicht behinderten.[63] Dementsprechend stellte das Kontinental­system für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zunächst insgesamt eher einen Hemmschuh dar.[64] Eine Ausnahme bildete hingegen das Kohlen­handelszentrum Mülheim, in dem bereits seit dem 18. Jahrhundert eine weitgehende Gewerbefreiheit bestand. Die veränderten Verhältnisse führten hier zur Gründung neuer Firmen unter den Kohlehändlerfamilien und zum Aufschwung des Handels aufgrund weggefallener Grenzen.[65] Langfristig profitierte jedoch auch das gesamte Ruhrgebiet von der Franzosen­herrschaft.[66] Bereits Spethmann, der als erster eine Art Landesgeschichte des Ruhrgebietes schrieb, sah in ihr die Bereitstellung bedeutender Triebkräfte für die industrielle Entwicklung des Ruhrgebietes:[67] Die vormalige territoriale Zerrissenheit wurde aufgehoben, Maße und Gewichte vereinheitlicht sowie die Planung - wenn auch nicht verwirklicht - eines Ausbaus des Straßennetzes vollzogen.[68] Vor allem aber betont er die Bedeutung der Kontinentalsperre für die entscheidende Nacherfindung des Gussstahls durch Krupp, die ohne das Fehlen englischer Gussstahlprodukte nicht stattgefunden hätte.[69] Ebenso wurde die Gewerbefreiheit im Groß­herzogtum eingeführt.[70]

Mit dem Wiener Kongress ging die Region vollständig in preußischen Besitz über. Die gewonnenen Freiheiten wurden auf dem Gebiet des ehemaligen Großherzogtums weitgehend übernommen.[71] In der neu gegründeten Provinz Westfalen wie in den Kreisen Essen und Duisburg, womit auch die Stadt Mülheim eingeschlossen war, wurde das Allgemeine Landrecht (ALR) eingeführt.[72] An den bestehenden Freiheiten rüttelte diese Revision nicht, wohl aber hemmte das ALR die Entstehung dauerhafter Unternehmensgesellschaften.[73] Bis zur Einführung des preußischen Aktien­gesetzes von 1843 war es in der Region nicht möglich eine Aktien­gesellschaft zu gründen.[74] Dabei sollten gerade die Aktien­gesellschaften für die spätere Entwicklung des Ruhrgebietes entscheidend mitgewirkt haben, da ohne sie das Kapital für die Expansion des Bergbaus und der Eisenindustrie nicht vorhanden gewesen wäre.[75] Ausschlaggebend für den späteren Erfolg der Gesellschaften war vor allem das nahe gelegene Bankenzentrum Köln, welches nicht nur einen Großteil des Kapitals beisteuerte, sondern vor allem Pionierleistungen in der Region finanzierte.[76]

3 Steinkohlenbergbau als staatlich stimulierter Schlüsselsektor

3.1 Bedeutung der Steinkohle für die Industrialisierung

Gemeinhin gelten trotz gewisser Skepsis Vorkommen fossiler Brennstoffe als Voraussetzung für die Industrialisierung.[77] Mit dem Aufkommen der Kokstechnologie konzentrierten sich zahlreiche Branchen, überwiegend das Hüttenwesen, auf Standorte in der Nähe der Steinkohlenlagerstätten.[78] Bereits in Großbritannien erwies sich die gemeinsame Nähe von Eisenerz- und Steinkohle­­vorkommen als entscheidender Vorteil für den Indus­trialisierungs­prozess; auf dem Kontinent war dieses gepaarte Auftreten eher die Ausnahme.[79]

Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass der Steinkohlenbergbau als Führungssektor bzw. als Teil eines Führersektorsyndroms im deutschen und im idealtypischen Industrialisierungsprozess angesehen wird.[80] Banken sieht den Saarkohlenbergbau nicht nur als Führungssektor, sondern geht noch einen Schritt weiter, indem er diesen als Schlüsselsektor herausstellt. Von ihm gingen nicht nur die stärksten Ausbreitungseffekte aus, auch besaß er initiierende Vorwärtskoppelungseffekte.[81] Ohne den Saarbergbau wären die für die Industrialisierung der Region bedeutsamen Branchen Eisen, Glas und Keramik nicht entstanden oder nur im Kleinen überlebensfähig gewesen.[82]

Einen wesentlichen belebenden Einfluss auf den Saarbergbau hatte der preußische Staat. Daher wird der Schwerpunkt dieses Kapitels auf dem Verhältnis zwischen bergbaulicher Entwicklung und staatlichem Einfluss liegen, zumal auch an der Ruhr der Staat die Geschicke des Bergbaus entscheidend mitbestimmt hat. Vorerst werden die geologischen Verhältnisse beider Regionen in Hinblick auf die Steinkohlelagerstätten und die Beschaffenheit der Steinkohle, insbesondere der verkokbaren Kohlen, verglichen. Schließlich haben diese Aspekte entscheidenden Einfluss auf die Ausgestaltung eines Bergbaureviers.[83] Der Export sowie die interne Nachfrage stellten für den Saarbergbau weitere wichtige Faktoren der Entwicklung dar. Von daher werden die Absatzverhältnisse beider Reviere näher betrachtet, schließlich gelten interregionaler Handel und die Exportfähigkeit einer Region als zentrale Faktoren ihrer industriellen Entwicklung.[84] Abschließend wird in diesem Kapitel die Entwicklung der Kohleveredlung in beiden Regionen näher beleuchtet, weil ohne sie eine weitgehende industrielle Verwendung der Kohle nicht denkbar gewesen wäre.

3.2 Saarbergbau

3.2.1 Lagerstätten und Beschaffenheit der Steinkohle

Die Steinkohlevorkommen in der Saarregion beschränken sich auf die Mager-, Flamm- und Fettkohlenflöze im Gebiet des Kohlenwaldes und des Warndt. Ein bedeutender Teil der Fettkohlenflöze lagert unmittelbar unter der Erdoberfläche, weshalb der älteste bekannte Bergbau durch einfaches Graben in Pingen vollzogen werden konnte.[85] Die dortigen Mager- und Flammkohlen gelten als nicht kokend, die Fettkohle lediglich als schwach kokend.[86] Der Standortvorteil, der durch die Kohle geschaffen wurde, ist somit differenziert zu betrachten.[87]

3.2.2 Der Einfluss des Staates auf den Saarbergbau

Der Bergbau an der Saar geht bis ins Mittelalter zurück. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der bis dahin ungeregelte Bergbau in der Region weitgehend verstaatlicht, wodurch die Einführung des Stollenbaus ermöglicht wurde.[88] Während der Franzosenzeit wurde die Privatisierung der Zechen zwar per Dekret beschlossen, vollzogen wurde sie jedoch nur auf der Zeche Hostenbach.[89] Mit dem 1801 eingeführten französischen Bergrecht herrschte offiziell Bergbaufreiheit in der Region vor.[90] Obwohl der Anschluss an den französischen Binnenmarkt eine wachsende Förderung ermöglichte, kam es in dieser Zeit nicht zu Investitionen in technische Neuerung.[91]

Als die Saarregion 1815 in preußischen Besitz überging, wurden die Pläne für eine Privatisierung der Branche eingestellt. Vielmehr war der preußische Staat an den großen Einnahmen des Bergbaus aus seiner neuen „Industriekolonie“ interessiert.[92] Die lange staatliche Tradition des Bergbaus und die Kleinräumigkeit des Reviers werden die Entscheidung zur Beibehaltung der Verhältnisse ebenso beeinflusst haben.[93] Die privatisierte Grube Hostenbach verblieb in Privatbesitz. Unter Sello, der das 1816 gegründete Saarbrücker Bergamt bis 1857 leitete, wurde eine kontinuierliche, marktwirtschaftlich orientierte Politik der Leistungs­steigerung und Rationalisierung betrieben, welche technische Innovationen nach sich zog.[94] Zum Beispiel wurde die fortschrittliche schienen­gebundenen Förderung eingeführt. Und bereits 1819, lange vor dem Anbruch des Eisenbahnzeitalters in Deutschland, wurden Versuche mit einem dampfbetriebenen Schienenwagen unternommen.[95]

[...]


[1] Zitat entnommen aus Droste-Hülshoff, Anette von: Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder (1845). in: Plachta, Bodo/Woesler, Winfried (Bearb.): Anette von Droste-Hülshoff. Sämtliche Werke Bd. 2. Frankfurt a. M. 1994, S. 63-191, S. 64f.

[2] Gruner, Justus: Meine Wallfahrt zur Ruhe und Hoffnung oder Schilderung des sittlichen und bürgerlichen Zustandes Westphalens am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Frankfurt 1802, passim. Paillot, Pierre-Hippolyte-Leopold: Journal d’un emigre. Paris 1909. übersetzt in: Boschmann, Werner (Bearb.): Zuflucht Rhein/Ruhr. Tagebuch eines Emigranten. Essen 1988 (LitRevier 2), passim. Pückler-Muskau, Herrmann Fürst von: Aus den Briefen eines Verstorbenen. Ein fragmentarisches Tagebuch aus Deutschland, Holland, England, Wales, Irland und Frankreich, geschrieben in den Jahren 1826 bis 1829. (1830) o. O. 1912, S. 280.

[3] Zitat entnommen aus Becker, August: Die Pfalz und die Pfälzer (1857). Landau i. d. Pfalz 1988, S. 388f.

[4] Klein, Hanns: Die Saarlande im Zeitalter der Industrialisierung. in: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend 29 (1981), S. 93-121, S. 104.

[5] Vgl. Banken, Ralf: Die Industrialisierung der Saarregion 1815-1914. Band 2: Take-Off-Phase und Hochindustrialisierung 1850 - 1914. Stuttgart 2003 (Regionale Industrialisierung 4), S. 610.

[6] Banken, Ralf: Die Industrialisierung der Saarregion 1815-1914. Band 1: Die Frühindustrialisierung 1815-1850. Stuttgart 2000 (Regionale Industrialisierung 1), S. 481: „Die wirtschaftliche Entwicklung der Saarregion vor 1850 war eine ,Erfolgsstory’.“

[7] Zu den Ursachen siehe Banken: Take-Off-Phase, S. 611-617. Als weitere Ursachen, die im Folgenden aber nicht eingehender bzw. untersucht werden nennt Banken, Frühindustrialisierung, S. 477f. einen an gewerbliche Tätigkeit gewöhnten Facharbeiterstamm, ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten und die für die erste Jahrhunderthälfte akzeptablen Verkehrsverhältnisse.

[8] Laut Wehrle, Hugo/Eggers, Hans: Deutscher Wortschatz. Ein Wegweiser zum treffenden Ausdruck. 12. Aufl., Stuttgart 1961, S. 40. ist „verschlafen“ sinnverwandt mit „verpassen“, „versäumen“, „verfehlen“.

[9] Pollard, Sidney: Industrialization and the European Economy. in: The Economic History Review 26 (1973), S. 636-648.

[10] Zum Konzept der regionalen Industrialisierung siehe Hahn, Hans-Werner: Die industrielle Revolution in Deutschland. München 1998 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 49), S. 98-107. Banken, Frühindustrialisierung, S. 17-33. Pierenkemper, Toni: Gewerbe und Industrie im 19. und 20. Jahrhundert. München 1994 (Enzyklopädie deutscher Geschichte 29), S. 100-104. Eine Fülle an theoretischen Überlegungen zur regionalen Industrialisierung stellt der Eichstätter Sozial- und Wirtschaftshistoriker sowie Geschichtstheoretiker Hubert Kiesewetter zur Verfügung, die er in einem Modell zur regionalen Industrialisierung vereint (Kiesewetter, Hubert: Erklärungshypothesen zur regionalen Industrialisierung in Deutschland im 19. Jahrhundert. in: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 67 (1980), S. 305-333. Kiesewetter, Hubert: Region und Industrie in Europa 1815-1995. Stuttgart 2000 (Grundzüge der Modernen Wirtschaftsgeschichte 2). Kiesewetter, Hubert: Industrielle Revolution in Deutschland. Regionen als Wachstumsmotoren. Stuttgart 2004. Kiesewetter, Hubert: Raum und Region. in: Gerold Ambrosius/Dietmar Petzina/Werner Plumpe (Hg.): Moderne Wirtschaftsgeschichte. Eine Einführung für Historiker und Ökonomen. 2. Aufl., München 2006, S. 117-134.)

[11] Pierenkemper, Gewerbe, S. 110.

[12] Zitat entnommen aus Ziegler, Dieter: Rezension zu: Banken, Ralf: Die Industrialisierung der Saarregion 1815-1914. Band 1: Die Frühindustrialisierung 1815-1850. Stuttgart 2000. in: H-Soz-u-Kult, 07.03.2002, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/NG-2002-029>.

Als Doktorand von Toni Pierenkemper steht Banken in der Tradition des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Münster unter Richard Tilly. Neben den Forschungen zu industriellen Führungssektoren, wandte sich die „Münsteraner Schule“ Ende der 1970er Jahre dem Konzept der regionalen Industrialisierung zu. So befasste sich Pierenkemper mit den schwerindustriellen Regionen Ruhrgebiet und Oberschlesien, ehe er die Forschungen zum Saarland seinem Mitarbeiter Banken an der Universität Saarbrücken übergab. Neben Banken hat sich der Aachener Sozial- und Wirtschaftshistoriker Paul Thomes näher mit der Saareisenindustrie befasst (Thomes, Paul: Zwischen Staatsmonopol und privatem Unternehmertum. Das Saarrevier im 19. Jahrhundert als differentielles Entwicklungsmuster im Typus montaner Industrialisierung. in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1992, Heft 1, S. 57-78. Thomes, Paul: Die Saareisenindustrie im 19. und 20. Jh. Innovative Unternehmer am suboptimalen Standort? in: Hans-Werner Herrmann (Hg.): Wandlungen der Eisenindustrie vom 16. Jahrhundert bis 1960. Namur 1997, S. 293-309.)

[13] Vgl. hierzu Hahn, Revolution, S. 104. Das Ruhrgebiet war auch Gegenstand der Forschungen des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeschichte in Münster. So etwa die Untersuchung des dortigen Kapitalbestands während der Industialisierung durch Richard Tilly (Tilly, Richard: Die Industrialisierung des Ruhrgebiets und das Problem der Kapitalmobilisierung. Dortmund 1969 (Vortragsreihe der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte 15)) sowie mehrere Untersuchungen durch Toni Pierenkemper (z. B. Pierenkemper, Toni: Struktur und Entwicklung der Schwerindustrie in Oberschlesien und im westfälischen Ruhrgebiet 1852-1913. in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 24 (1979), Heft 2, S. 1-28). Ebenso wurde die die Dissertation von Carl-Ludwig Holtfrerich zum Ruhrbergbau als Führungssektor an diesem Lehrstuhl betreut (Holtfrerich, Carl-Ludwig: Quantitative Wirtschaftsgeschichte des Ruhrkohlenbergbaus im 19. Jahrhundert. Eine Führungssektorenanalyse. Dortmund 1973 (Untersuchungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte 1)).

Verdient gemacht um die Forschung zur Industrialisierung des Ruhrgebietes haben sich zudem die beiden Lehrstühle für Wirtschafts-, Sozial-, und Technikgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Hier sind vor allem die Werke der Lehrstuhlinhaber Hans Köllmann und Wolfhard Weber im ersten Band des Sammelbands „Das Ruhrgebiet im Industriezeitalter“ zu nennen. Weber, dessen Forschungsschwerpunkt die Eisenindustrie der Region ist, betrachtet die Industrialisierung unter Technikgeschichtlichen Vorzeichen, Köllmann, der als einer der Pioniere der Sozial-, Bevölkerungs- und Ruhrgebietsgeschichte gilt, legt eine sozialgeschichtliche Sicht des Ruhrgebiets vor. (Weber, Wolfhard: Entfaltung der Industriewirtschaft. in: Wolfgang Köllmann u. a. (Hg.): Das Ruhrgebiet im Industriezeitalter Bd. 1. Düsseldorf 1990, S. 199-336. Köllmann, Wolfgang: Beginn der Industrialisierung. in: Wolfgang Köllmann u. a. (Hg.): Das Ruhrgebiet im Industriezeitalter. Geschichte und Entwicklung Bd. 1. Düsseldorf 1990, S. 11-80). Dank Dietmar Bleidick, der am örtlichen Lehrstuhl für Technikgeschichte promovierte, liegen neuere Untersuchungen zur Geschichte des Ruhrbergbaus vor (Bleidick, Dietmar: Steinkohlenbergbau in Mülheim 1800-1870. Die Anfänge des Tiefbaus und das Aufkommen der Mergelzechen. in: Geschichtsverein Mülheim a. d. Ruhr (Hg.): 900 Jahre Mülheim an der Ruhr 1093-1993. Mülheim 1993, S. 363-386. Bleidick, Dietmar: Die Hibernia-Affäre. Der Streit um den preußischen Staatsbergbau im Ruhrgebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bochum 1999 (Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 83/Schriften des Bergbau-Archivs 9).

Eine Übersicht über die wichtigste Literatur liefern ferner: Petzina, Dietmar: Entwicklungslinien der Ruhrwirtschaft. in: Bernd Faulenbach/Franz-Josef Jelich (Hg.): Literaturwegweiser zur Geschichte an Ruhr und Emscher. Essen 1999, S. 119-126. Gladen, Albin: Vom Beginn der Industrialisierung bis zum Ersten Weltkrieg. in: Bernd Faulenbach/Franz-Josef Jelich (Hg.): Literaturwegweiser zur Geschichte an Ruhr und Emscher. Essen 1999, 35-39.

[14] Ein knapper Vergleich findet sich bei Banken, Frühindustrialisierung, S. 479-481 und passim. Ausführlicher ist Pierenkemper, Toni: Die schwerindustriellen Regionen Deutschlands in der Expansion: Oberschlesien, die Saar und das Ruhrgebiet im 19. Jahrhundert. in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1992, Heft 1, S. 57-78. Auch wenn hier nur der westfälische Teil des Ruhrgebiets untersucht wird.

[15] Siegenthaler, Hansjörg: Art. Industrielle Revolution. in: Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaften 4 (1988), S. 142-159, S. 142f. Für Kiesewetter, Revolution, S. 20f. umfasst der Begriff der Industrialisierung gleichsam politische und soziale Veränderungen, Reformen, Wandel von Rechts- und Eigentumsverhältnisse ebenso selbst Klima und Geographie.

[16] Blotevogel, Hans Heinrich: Die Region Ruhrgebiet zwischen Konstruktion und Dekonstruktion. in: Westfälische Forschungen 52 (2002), S. 453-488. Laufer, Wolfgang: Der Weg zum „Saarland“. Beobachtungen zur Benennung einer Region. In: Wolfgang Haubrichs u. a. (Hg.): Zwischen Saar und Mosel. Festschrift für Hans-Walter Herrmann zum 65. Geburtstag. Saarbrücken 1995 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 24), S. 367-380. Banken, Frühindustrialisierung, S. 33-43.

[17] Vgl. die Auflistung der Kreise in Banken, Frühindustrialisierung, S. 36f.

[18] Dege, Wilhelm/Dege, Wilfried: Das Ruhrgebiet. 3. Aufl., Stuttgart 1983 (Geocolleg 3), S. 9.

[19] Dege/Dege: Ruhrgebiet, S. 9.

[20] „Regionen (...) können auch höchst unterschiedlich in ihrer räumlichen Ausdehnung sein, je nach Erkenntnisinteressen und Fragestellung (…).“ Zitat nach Schulze, Rainer: Region – Industrialisierung – Strukturwandel: Annäherung an eine regionale Perspektive sozio-ökonomischen Wandels. in: Industrieregionen im Umbruch. Historische Voraussetzungen und Verlaufsmuster des regionalen Strukturwandels im europäischen Vergleich. Essen 1993 (Veröffentlichungen des Instituts zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung A3), S. 14-34, S. 23. Genauso sieht dies Pollard, Sidney: Einleitung. in: Sidney Pollard/Lucian Hölscher (Hg.): Region und Industrialisierung. Studien zur Rolle der Region in der Wirtschaftsgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Göttingen 1980, (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 42), S. 33-49, S. 12.

[21] Hahn, Revolution, S. 76f.

[22] Vgl. Hahn, Revolution, S. 79. Kiesewetter, Revolution, S. 19.

[23] Zitat entnommen aus Wischermann, Clemens/Nieberding, Anne: Die institutionelle Revolution. Eine Einführung in die Wirtschaftsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Stuttgart 2004 (Grundzüge der modernen Wirtschaftsgeschichte 5).

[24] Zitat entnommen aus Wischermann/Nieberding, Revolution, S. 25.

[25] Wischermann/Nieberding, Revolution, S. 30-78.

[26] Kiesewetter, Hubert: Verfassung und Industrialisierung. Vom Einfluss politischer Reformen auf den industriellen Wandel. in: Sächsische Heimatblätter 37 (1991), Heft 4, S. 211-216.

[27] Harnisch, Hartmut: Wirtschaftspolitische Grundsatzentscheidungen und sozialökonomischer Modernisierungsprozess in Preußen während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. in: Hans-Peter Ullmann/Clemens Zimmermann (Hg.): Restaurationssystem und Reformpolitik. Süddeutschland und Preußen im Vergleich. München 1996, S. 163-188, S. 165.

[28] Hahn, Revolution, S. 80.

[29] Kaufhold, Karl-Heinz: Gewerbefreiheit und gewerbliche Entwicklung in Deutschland im 19. Jahrhundert. in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 118 (1982), S. 73-114, S. 114.

[30] Zitat entnommen aus Wischermann/Nieberding, Revolution, S. 91.

[31] Vgl. Steindl, Harald: Die Einführung der Gewerbefreiheit. in: Helmut Coing (Hg.): Handbuch der Quellen und Literatur der neueren europäischen Privatrechtsgeschichte Bd. III/3: Das 19. Jahrhundert Teilbd. 3: Gesetzgebung zu den privatrechtlichen Sondergebieten. München 1986, S. 3527-3634, S. 3565.

[32] Kiesewetter, Erklärungshypothesen, S. 324-326.

[33] Banken, Take-Off-Phase, S. 613.

[34] Sieburg, Heinz-Otto: Die Saar-Region im Zeitalter der Französischen Revolution (1789-1815). in: Wolfgang Haubrichs u. a. (Hg.): Zwischen Saar und Mosel. Festschrift für Hans-Walter Herrmann zum 65. Geburtstag. Saarbrücken 1995 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 24), S. 277-290, S. 280 u. 282.

[35] Sieburg, Saar-Region, S. 287. Hoppstädter, Kurt: Von der Revolutions- zur Preußenzeit. in: Saarbergwerke Aktiengesellschaft (Hg.): Saarbrücker Bergmannskalender 1962. Saarbrücken 1961, S. 73-77, S. 73.

[36] Hoppstädter, Preußenzeit, S. 76. Crouzet, François: Kriege, Kontinentalsperre und wirtschaftliche Veränderungen in Europa 1792 – 1815. in: Seiburg, Heinz-Otto (Hg.): Napoleon und Europa. Köln/Berlin 1971 (Neue Wissenschaftliche Bibliothek 44), S. 231-250, S. 245.

[37] Wehler, Wehler, Hans-Ulrich: Wirtschaftlicher Wandel in Deutschland 1789-1815. in: Helmut Berding (Hg.): Deutschland und Frankreich im Zeitalter der Französischen Revolution. Frankfurt a. M. 1989, S. 100-120, S. 113. Crouzet, Kontinentalsperre, S. 236.

[38] Crouzet, Kontinentalsperre, S. 247.

[39] Dufraisse, Roger: Die „hegemoniale“ Integration Europas unter Napoleon I. in: Helmut Berding (Hg.): Wirtschaftliche und politische Integration in Europa im 19. und 20. Jahrhundert. Göttingen 1984 (Geschichte und Gesellschaft Sonderheft 10), S. 34-44, S. 42. Crouzet, Kontinentalsperre, S. 237f.

[40] Saalfeld, Diedrich: Die Kontinentalsperre. in: Hans Pohl (Hg.): Die Auswirkungen von Zöllen und anderen Handelshemmnissen auf Wirtschaft und Gesellschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart 1987 (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Beiheft 80), S. 121-139, S. 134.

[41] Banken, Frühindustrialisierung, S. 59.

[42] Banken, Frühindustrialisierung, S. 59.

[43] Kube, Alfred/Schieder, Wolfgang: Säkularisation und Mediatisierung. Die Veräußerung der Nationalgüter im Rhein-Mosel-Departement 1803-1813. Boppard a. Rhein 1987 (Forschungen zur deutschen Sozialgeschichte 4).

[44] Banken, Frühindustrialisierung, S. 59.

[45] Sante, Georg Wilhelm/Herrmann, Hans-Walter: Geschichte des Saarlandes. Würzburg 1972, S. 24.

[46] Zitat entnommen aus Hellwig, Fritz: Das Wirtschaftsbürgertum an der Saar im 19. Jahrhundert. in: Karl Möckl (Hg.): Wirtschaftsbürgertum in den deutschen Staaten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. München 1996 (Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit 21), S. 109-144, S. 134. Horch, Hans: Vom Agrarland zum Industrierevier. Wirtschaft und Gesellschaft 1815-1918. in: Mechthild Sander/Dagmar Herwig (Hg.): Das Saarland. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. Saarbrücken 1991, S. 51-63, S. 51.

[47] Horch, Industrierevier, S. 53.

[48] Thomes, Staatsmonopol, S. 59.

[49] Hellwig, Wirtschaftsbürgertum, S. 119.

[50] Hoppstädter, Preußenzeit, S. 73-77.

[51] Klein, Industrialisierung, S. 93f. Dies bezieht sich selbstverständlich nur auf den hier definierten Untersuchungsbereich. Angrenzende Gebiete gingen an Bayern und Lothringen.

[52] Steindl, Gewerbefreiheit, S. 3562.

[53] Sieburg, Heinz-Otto: Die Auswirkungen des napoleonischen Herrschaftssystems auf die Verfassungsentwicklung in Deutschland. in: Heinz-Otto Sieburg (Hg.): Napoleon und Europa. Köln/Berlin 1971 (Neue Wissenschaftliche Bibliothek 44), S. 201-220, S. 202. Noch 1972 schreibt Herrrmann: „Preußen, seine Größe und Macht im besonderen, sind die allgemeine Vorraussetzung für den Aufschwung, den die Saarlande im Laufe des 19. Jh. nehmen.“ Sante/Herrmann, Saarland, S. 11. Die Franzosenzeit stellte für ihn lediglich einen „Zwischenakt“ dar, ebd, S. 14. Zur negativen Sicht auf das französischen Rechts in der deutschen Geschichtsschreibung siehe Schulze, Reiner: Preußisches Allgemeines Landrecht und rheinisch-französisches Recht. in: Barbara Dölemeyer/Heinz Mohnhaupt (Hg.): 200 Jahre Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten. Wirkungsgeschichte und internationaler Kontext. Frankfurt a. M. 1995 (Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte 75), S. 387-414, S. 389ff.

[54] Banken, Take-Off-Phase, S. 616.

[55] Wischermann/Nieberding, Revolution, S. 84. Bösselmann, Kurt: Die Entwicklung des deutschen Aktienwesens im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Frage der Finanzierung gemeinwirtschaftlicher Unternehmungen und zu den Reformen des Aktienrechts. Berlin 1939, S. 63.

[56] Bösselmann, Entwicklung, S. 63.

[57] Banken, Take-Off-Phase, S. 611.

[58] Banken, Frühindustrialisierung, S. 432 u. 445.

[59] Banken, Frühindustrialisierung, S. 428 u. 459f. Reiter, Hans J.: Die Handelsgesellschaft Villeroy und Boch von der Gründung 1838 bis zum Jahr 1878. Frankfurt/Main 1992 (Rechtshistorische Reihe 96), S. 67-74.

[60] Martin, Paul Christoph: Die Entstehung des preußischen Aktiengesetzes von 1843. in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 56 (1969), S. 499-542, S. 515. Thomes, Saareisenindustrie, S. 298 Anm. 16.

[61] Zitat entnommen aus Engelbrecht, Jörg: Das Großherzogtum Berg als napoleonischer Modellstaat. in: Harm Klueting (Hg.): 200 Jahre Reichsdeputationshauptschluss. Säkularisation, Mediatisierung und Modernisierung zwischen Altem Reich und neuer Staatlichkeit. Münster 2005, S. 253-264, S. 254.

[62] Wischermann, Clemens: Preußischer Staat und westfälische Unternehmer zwischen Spätmerkantilismus und Liberalismus. Köln 1992 (Münstersche historische Forschungen 2), S. 44. Lahrkamp, Monika: Die französische Zeit. in: Kohl, Wilhelm (Hg.): Westfälische Geschichte Bd. 2: Das 19. und das 20. Jahrhundert. Politik und Kultur. Düsseldorf 1983, S. 1-44, 26f.

[63] Engelbrecht, Großherzogtum, S. 260. Dufraisse, Integration, S. 42.

[64] Vgl. Crouzet, Kontinentalsperre, S. 246. Richtering, Helmut: Das Ruhrdepartement im Herbst 1809. Ein Reisebericht des Präfekten von Romberg. Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark 55 (1958), S. 65-105, S. 100ff. Lahrkamp, Zeit, S. 35.

[65] Bleidick, Mülheim, S. 364ff.

[66] Vgl. Lahrkamp, Zeit, S. 36.

[67] Als Geograph war Hans Spethmann um eine „dynamische Landeskunde“ bemüht, die sich als umfassende Wirtschaftsgeschichte des Ruhrgebietes präsentiert (Spethmann, Hans: Das Ruhrgebiet im Wechselspiel von Land und Leuten, Wirtschaft, Technik und Politik. 3 Bde, Berlin 1938). Nach seiner Verabschiedung von der geographischen Lehrtätigkeit, befasste er sich im Auftrag des Vereins für die bergbaulichen Interessen mit der Geschichte des Ruhrbergbaus.

[68] Spethmann, Hans: Das Ruhrgebiet im Wechselspiel von Land und Leuten, Wirtschaft, Technik und Politik Bd. 1: Von der Vorrömerzeit bis zur Gestaltung eines Reviers in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Berlin 1933, S. 172ff.

[69] Vgl. Spethmann, Ruhrgebiet, S. 182.

[70] Lahrkamp, Zeit, S. 35.

[71] Wischermann, Staat, S. 53ff.

[72] Lademacher, Horst: Die nördlichen Rheinlande von der Rheinprovinz bis zur Bildung des Landschaftsverbandes Rheinland (1815-1953). in: Georg Droege/Franz Petri (Hg.): Rheinische Geschichte Bd. 2: Neuzeit. 2. Aufl., Düsseldorf 1976, S. 475-866, S. 509. Wischermann, Staat, S. 49 u. Anm. 73. In einigen Teilen der Region bestand das ALR bereits vor der Eingliederung in das Großherzogtum Berg.

[73] Wischermann/Nieberding, Revolution, S. 84.

[74] Vgl. Hadding, Walther/Kießling, Erik: Anfänge deutschen Aktienrechts. Das Preußische Aktiengesetz vom 9. November 1843. in: Jörn Eckert (Hg.): Der praktische Nutzen der Rechtsgeschichte. Festschrift für Hans Hattenhauer. Heidelberg 2003, S. 159-190, S. 161ff. Bösselmann, Entwicklung, S. 67-74. Eine Ausnahme stellte die erste Aktiengesellschaft im Ruhrgebiet, die „Hardenbergsche Kohlebergwerke“, dar, die bereits 1840 vom preußischen Staat konzessioniert und mit französischem und belgischem Kapital ermöglicht wurde, siehe Kellenbenz, Hermann: Wirtschafts- und Sozialentwicklung der nördlichen Rheinlande seit 1815. in: Georg Droege/Franz Petri (Hg.): Rheinische Geschichte Bd. 3: Wirtschaft und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Düsseldorf 1979, S. 9-192, S. 36.

[75] Luda, Manfred: Das Werden der Schwerindustrie im Ruhrgebiet und das märkisch-bergische Kleineisengewerbe 1800-1870. in: Der Märker 55 (2006), Heft 1/2, S. 56-72, S. 71. Bösselmann, Entwicklung, S. 90 u. 93. Tilly, Kapitalmobilisierung, S. 12. Troitzsch, Ulrich: Innovation, Organisation und Wissenschaft beim Aufbau von Hüttenwerken im Ruhrgebiet. Dortmund 1977 (Vortragsreihe der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte 9), S. 7. Andere Gesellschaftsformen spielten im Ruhrgebiet weit weniger eine Rolle.

[76] Weber, Entfaltung, S. 214. Tilly, Kapitalmobilisierung,, S. 15f.

[77] Kiesewetter, Industrialisierung, S. 110.

[78] Brücher, Wolfgang: Industriegeographie. Braunschweig 1982, S. 125.

[79] Fremdling, Rainer: Technologischer Wandel und internationaler Handel im 18. und 19. Jahrhundert. Die Eisenindustrien in Großbritannien, Belgien, Frankreich und Deutschland. Berlin 1986 (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 35), S. 372f. Die Bedeutung dieser Paarung sieht auch Kiesewetter, 1980, S. 322.

[80] Kiesewetter, Steinkohlenvorkommen, S. 66-70. Kiesewetter, Erklärungshypothesen, S. 322. Hahn, Revolution, S. 109

[81] Banken, Ralf: Die Industriezweige der Saarregion im 19. Jahrhundert. Wirtschaftliche Interdependenzen verschiedener Branchen während der Industrialisierung. in: René Leboutte (Hg.): Passé et avenir des bassins industriels en Europe. Luxemburg 1995, S. 39-60, S. 45-54.

[82] Banken, Take-Off-Phase, S. 615.

[83] Fleischmann, Robert/Haas, Hans-Dieter: Geographie des Bergbaus. Darmstadt 1991 (Erträge der Forschung 273), S. 46. Kiesewetter, Steinkohlenvorkommen, S. 70. Bleidick, Mülheim, S. 369.

[84] Vgl. Kiesewetter, Raum, S. 122ff. u. S. 128ff. Pierenkemper, Gewerbe, S. 102f. Hahn, Revolution, S. 102.

[85] Walter, Wilhelm: Die Flözzüge des Saarkohlenbezirks. in: Herrmann Overbeck/Georg Wilhelm Sante (Hg.): Saar-Atlas. Gotha 1934, S. 72-73, S. 72f. u. Tafel 23.2.

[86] Cartellieri, Wirtschaftskunde, S. 19. Thiel, Heribert: Lagerstätten. in: Karl Mathias (Hg.): Wirtschaftsgeographie des Saarlandes. Saarbrücken 1980, S. 56-66, S. 65. Diese Klassifizierung unterscheidet sich damit von jener der Ruhrkohle.

[87] Vgl. Pierenkemper, Regionen, S. 51.

[88] Banken, Frühindustrialisierung, S. 69ff.

[89] Hoppstädter, Preußenzeit, S. 73-77.

[90] Milkereit, Gertrud: Wirtschafts- und Sozialentwicklung der südlichen Rheinlande seit 1815. in: Georg Droege/Franz Petri (Hg.): Rheinische Geschichte Bd. 3: Wirtschaft und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Düsseldorf 1979, S. 193-328, S. 222.

[91] Banken, Frühindustrialisierung, S. 80.

[92] Zitat entnommen aus Mallmann, Klaus-Michael: Die heilige Borussia. Das Saarrevier als preußische Industriekolonie. in: Klaus-Michael Mallmann u. a. (Hg.): Richtig daheim waren wir nie. Entdeckungsreisen ins Saarrevier 1815 – 1955. Bonn 1995, S. 16-20, S. 16.

[93] Klein, Ernst: Der Staat als Unternehmer im Saarländischen Steinkohlenbergbau (1750-1850). in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 57 (1970), S. 323-349, S. 341-343. Mallmann, Klaus-Michael: Lohn der Mühen. Geschichte der Bergarbeiter an der Saar. München 1989, S. 25-28.

[94] Thomes, Staatsmonopol, S. 64. Banken, Frühindustrialisierung, S. 206.

[95] Weber, Wolfhard: Preußische Transferpolitik 1780 bis 1820. in: Technikgeschichte 50 (1983), Heft 3, S. 181-196, S. 189f.

Details

Seiten
72
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638835640
ISBN (Buch)
9783638835718
Dateigröße
850 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v81190
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Historisches Institut
Note
1,3
Schlagworte
Industrialisierung Saarregion Ruhr Saar Ruhrgebiet Saargebiet Wirtschaftsgeschichte

Autor

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Titel: Die verschlafene Industrialisierung? Die verspätete Industrialisierung des Ruhrgebiets im Spiegel des regionalen Entwicklungsmusters der Saarregion