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Unterrichtseinheit: Beeing British - eine Einführungsstunde

Stundenentwurf für den Englischunterricht

Unterrichtsentwurf 2005 25 Seiten

Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 VORAUSSETZUNGEN

3 ÜBERSICHTSPLAN DER STUNDE

4 UNTERRICHTSPLANUNG
4.1 Zielsetzung
4.1.1 Vermittlung eines realistischen Bildes
4.1.2 Entwicklung eines differenzierten Problembewusstseins
4.1.3 Interkulturelles Lernen
4.2 Arbeitsform

5 PLANUNG

6 TATSÄCHLICHER VERLAUF DER STUNDE

7 EVALUATION DER STUNDE

BIBLIOGRAPHIE

1 EINLEITUNG

In nachfolgender Arbeit soll eine Einführungsstunde zum Thema BEING BRITISH, die in einer 11. Klasse am Gymnasium XY am 31.5.2005 gehalten wurde, genauer beleuchtet werden. Dabei wird zuerst auf die allgemeinen Vorraussetzungen wie Schule, Klasse und Lehrwerk eingegangen, bevor ein Übersichtsplan Zeitablauf, Lernziele und Medien skizziert. Im Kapitel ‚Unterrichtsplanung’ werden theoretischen Grundlagen dargelegt, die zur Zielsetzung und Wahl der Arbeitsform führten. Bei der Zielsetzung liegt der Schwerpunkt auf dem Interkulturellen Lernen, aber auch die Entwicklung eines Problembewusstseins und die Vermittlung eines realistischen landeskundlichen Grundwissens werden thematisiert. Anschließend wird die Planung der Stunde näher erläutert und im Folgenden der tatsächliche Ablauf der Stunde nachgezeichnet. Die Evaluation der Stunde schließt die Arbeit ab.

2 VORAUSSETZUNGEN

Das Gymnasium befindet sich in XY, einem südlichen Vorort Münchens. Das Einzugsgebiet reicht von Holzkirchen bis München, umfasst aber, bis auf den Brennpunkt Taufkirchen, vorwiegend Dörfer und Gemeinden mit Ein- und Mehrfamilienhausbebauung. Ca. 1200 Schüler werden von 90 Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet. Das Gymnasium bietet sowohl den mathematisch - naturwissenschaftlichen als auch den sprachwissenschaftlichen Zweig an.

Bei der Klasse handelt es sich um eine 11. Jahrgangsstufe, bestehend aus 17 Mädchen und 12 Jungen. Die Schüler sind 16 bis 18 Jahre alt. Eine Besonderheit ist die Zusammensetzung der Klasse aus 3 Schülern der 11c, des naturwissenschaftlichen Zweigs mit der Fächerfolge Englisch, Latein, Chemie, und 26 Schülern der 11b, des sprachwissenschaftlichen Zweigs mit der Fächerfolge Englisch, Latein und Italienisch oder Französisch Alle Schüler haben Englisch als erste Fremdsprache seit der 5. Klasse, das heißt sie befinden sich im 7. Lernjahr. Das Leistungsniveau ist recht unterschiedlich, da ein Schüler bereits ein Jahr in Kanada und ein anderer ein Jahr in den USA verbracht hat. Es gibt eine Halbamerikanerin mit der Muttersprache Englisch und einen thailändischen Austauschschüler, die aber beide gut in die Klassengemeinschaft integriert sind. Die Muttersprachlerin ist erwartungsgemäß den anderen weit voraus, aber sowohl sie als auch die beiden Rückkehrer versuchen nie sich oder ihr Englisch in den Vordergrund zu stellen. Alle Schüler kennen sich schon das ganze Schuljahr und eine natürliche Hierarchie ist vorhanden. Die Klasse so als eingespieltes Team übernehmen zu können, erleichtert den Anfang erheblich, da sich der Lehrer auf eine etablierte Klassengemeinschaft stützen kann, wenn es darum geht, kleinere, interaktive und effiziente Gruppen zu bilden. Kooperative Arbeitsformen wurden laut Auskunft des Englischlehrers nicht regelmäßig eingesetzt. Die Sprechbereitschaft ist unterschiedlich ausgeprägt und aktive Mitarbeit liegt bei ca. 20 %.

„English Eleven“ von Cornelsen erschienen 1994 steht als Lehrwerk zur Verfügung. Die im nächsten Teil dieser Arbeit vorgestellte Stunde stellt eine erste allgemeine Einführungsstunde in den Themenkomplex „Being British“ dar, der auch im Buch behandelt wird. Um jedoch authentisch und vor allem aktuell zu unterrichten, wird das Lehrwerk für diese Stunde durch anderes Unterrichtsmaterial ersetzt.

3 ÜBERSICHTSPLAN ÜBER STUNDE

Unterrichtsskizze: 11. Klasse; Dienstag, den 31. Mai 2005

Thema der Stunde: Being British

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4 UNTERRICHTSPLANUNG

4.1 Zielsetzung

4.1.1 Vermittlung eines realistischen Bildes

Die meisten Englischbücher spiegeln ein stark verzerrtes Bild Großbritanniens wieder, das sich vor allem auf das ‚Großbürgertum’ bezieht. Zahlreiche Besuche in England zeigten immer wieder überraschend wie wenig realistisch mein durch die Schule geprägtes Wissen über Großbritannien war. Bei dem in der Stunde als Einstieg gezeigten Test der BBC, der sich mit dem Image eines ‚typischen’ Briten befasst, entschieden sich ¾ der Klasse für einen ‚typischen’ Briten, den es so nicht (mehr) gibt. Dies bestätigte meinen Eindruck, dass Schulen und Schulbücher nicht immer ein aktuelles authentisches Bild vermitteln.

4.1.2 Entwicklung eines differenzierten Problembewusstseins

Der Lehrer orientierte sich außerdem am Unterrichtsplanungskonzept von Wolfgang Klafki. Dieser hält es für unabdingbar, dass jeder Mensch sich mit einigen Schlüsselproblemen, wie in unserem Fall einem durch die Gesellschaft geschaffenem Ungleichgewicht, im Sinne des entdeckenden Lernens gründlich auseinandersetzt. Verbindlich daran sei die Anforderung, problemsichtig zu werden, ein differenziertes Problembewusstsein zu gewinnen[1]. Blankertz greift diesen Gedanken auf: „Demzufolge ist von den gesellschaftlich angewiesenen Unterrichtsinhalten zu fordern, dass sie repräsentativ sind für grundlegende Sachverhalte, die ein Gesamtverständnis der Welt eröffnen und sowohl in ihrer traditionsstiftenden als auch in ihrer zukunftsweisenden Funktion erfahrbare Sinnhaftigkeit zulassen“[2]. Zentrale Aufgabe des Unterrichts muss es sein, alternative Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten aufzuzeichnen, die sich aus unterschiedlichen Sichtweisen eines Problems oder Sachverhalts ergeben und damit zu unterschiedlichen Perspektiven und Interessen führen, welche immer wert- und vorurteilsbesetzt sind[3]. Es bot sich deshalb für mich an, auf die Asiatischen und Karibischen Minderheiten einzugehen und Schüler zum Nachdenken über Gleichheit, Nationalität und multikulturelle Gesellschaft anzuregen. Klafkis Argumentation zufolge müsste eine Diskussion über Großbritanniens Einwanderer verschiedenster Nationalitäten und Religionen und das sich daraus ergebende Konfliktpotential die Schüler befähigen, die Situation auch auf andere Länder anzuwenden. Klafki betont, es könne „nicht um die Festlegung auf eine einzige Sichtweise und einen bestimmten der in Diskussion befindlichen Problemlösungsvorschläge“ gehen, weil dies mit dem Anspruch auf Entwicklung der Selbstbestimmungsfähigkeit unvereinbar wäre[4] und Fragen sollten stets so formuliert werden, dass Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs-, und Solidaritätsprinzip eingehalten werden[5]. Ich versuchte deshalb, das Unterrichtskonzept und insbesondere alle Fragen an die Schüler sehr offen zu formulieren um ganz unterschiedliche Meinungen und Auslegungen zu erlauben. Dies ermöglicht es ebenfalls, die Unterrichtsplanung dann entsprechend der Auffassungen der Schüler weiterzuentwickeln und relativ flexibel auf Meldungen eingehen zu können.

[...]


[1] Wolfgang Klafki, Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik ,3. Auflage, Weinheim 1994, 62.

[2] H. Blankertz, Theorien und Modelle der Didaktik, Weinheim (1986), 45.

[3] Vgl. Wolfgang Klafki, Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik, Weinheim (1985), 198 - 208.

[4] Klafki, (1994), Seite 62.

[5] Klafki, (1985), Seite 208ff.

Details

Seiten
25
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638829168
ISBN (Buch)
9783638832885
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v81069
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Institut für Anglistik und Amerikanistik
Note
1,00
Schlagworte
Unterrichtseinheit Beeing British Einführungsstunde Hauptseminar Praktikum

Autor

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Titel: Unterrichtseinheit: Beeing British - eine Einführungsstunde