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Zu: Thomas von Aquin, Summa theologica II.II.35: Der Überdruss

Seminararbeit 2005 10 Seiten

Theologie - Systematische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil
1 Biographische Angaben
2 Historischer Kontext
3 Das Werk summa theologica
3.1 Inhalt und Aufbau
3.1.1 Inhalt
3.1.2 Aufbau
3.2 Der Überdruss
3.2.1 Ist der Überdruss Sünde?
3.2.2 Ist er ein arteigenes Laster?
3.2.3 Ist er eine Todsünde?
3.3.3 Ist er ein Hauptlaster?

Zusammenfassung und Schluss

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Geschichte zeigt, dass sich immer wieder verschiedene Personen, wie etwa Evagrius Ponticus oder Johannes Cassian, mit den menschlichen Lastern auseinandergesetzt haben. Vorliegendes Referat beinhaltet das Ziel, die Sichtweise von Thomas von Aquin bezüglich des Lasters „Überdruss“ darzustellen.

In einem ersten Schritt soll kurz die historische Ausgangssituation dargestellt, sowie das Leben von Thomas beschrieben werden. Das Hauptaugenmerk des Referats liegt dann in der Darstellung von Inhalt und Aufbau des Werks „Summa theologica“, welches Thomas in den letzten Jahren seines Lebens verfasste. Besondere Berücksichtigung findet dabei wie erwähnt das menschlich Laster des Überdrusses, welches Thomas unter anderem nach bestimmten Kriterien auf Zugehörigkeit zu den Sünden oder gar Todsünden prüft.

Im Schlussteil werden die erarbeiteten Aspekte noch einmal kurz zusammengefasst, und die wichtigsten Argumentationen von Thomas hervorgehoben.

Hauptteil

1) Biographische Angaben

Das genaue Geburtsdatum von Thomas ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wurde er um die Jahreswende 1224/25 in Castello Roccasecca in der Nähe von Aquino, im heutigen Italien, geboren, was seinen Beinamen „von Aquin“ erklärt. Mit etwa 15 Jahren begann er an der Universität von Neapel das Studium der Freien Künste und der Philosophie. Letztere, lateinisch die artes liberales, können als Fächerkanon der damaligen Zeit angesehen werden. Sie sind unterteilt in das Trivium, das seinerseits aus den Fächern Grammatik, Dialektik und Rheotorik besteht, sowie das Geometrie, Astronomie, Arithmetik und Musikwissenschaften enthaltende Quadrivium. Zwischen 1239 und 1244 lernte Thomas den Dominikanerorden kennen, dem er 1244 beitrat. Im Jahre 1248 ging er nach Köln, wo er vermutlich bis 1252 als Assistent von Albertus Magnus arbeitete. Seine Priesterweihe fällt ebenfalls in diese Zeit. Darüber hinaus schloss Thomas wahrscheinlich auch in diesem Jahr sein Studium als Bakkalaureus in Paris ab.

Im folgenden hielt er sich wiederum in Köln und Paris, aber auch in Rom, auf, wo er von Papst Urban IV mit der Kommentierung der Evangelientexte beauftragt wurde und zudem weitere Schriften verfasste. In seinen letzten Lebensjahren 1268 bis 1273 schrieb er sein bedeutendstes Werk, die Summa theologica. Thomas starb am 7.3.1274 in Fossanova während seiner Reise zum Konzil von Lyon und wurde 1323 von Papst Johannes XXII heilig gesprochen.[1]

2) Historischer Kontext

Thomas von Aquin lebte zur Zeit der Scholastik, die sich vom 9. bis zum 15. Jahrhundert erstreckte. Letztere ist noch einmal unterteilt in Früh-, Hoch- und Spätscholastik, wobei hier das Zeitalter der Hochscholastik (12./13. Jahrhundert) von Bedeutung ist. In dieser Zeit leisteten die Ordensgemeischaften, darunter besonders Franziskaner und Dominikaner, durch ihre Schul- und Universitätsgründungen einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Wissen. Der in den Kosterschulen primär auf Glauben ausgerichteten Bildung, stand das in diese Zeit fallende Bekanntwerden der naturwissenschaftlichen Schriften des Aristoteles gegenüber, sodass Thomas es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Harmonisierung von Glauben und Wissen anzustreben.

3) Das Werk „Summa theologica“

3.1) Inhalt und Aufbau

3.1.1) Inhalt

Das Werk Summa theologica umfasst insgesamt 3 Bücher, in denen Thomas durch bestimmte Fragen, Stellung zu einzelnen Themen des Glaubens nimmt. Im ersten der Bücher, welches 119 Fragen enthält, behandelt Thomas u.a. das Dasein und das Wesen Gottes, dessen Willen, die Dreifaltigkeit, sowie die Schöpfung. Das zweite Buch ist nochmals in zwei Hälften geteilt; die erste beinhaltet 105 Fragen, wobei hier das Handeln des Menschen, die Leidenschaften, Sünde und Gottes Gesetz im Vordergrund stehen. In der anderen Hälfte geht Thomas in 189 Fragen auf die drei Kardinalstugenden von Glaube, Hoffnung und Liebe, sowie Gerechtigkeit und Gottesverehrung, ein. Im dritten Buch werden in 90 Fragen die Themen Menschwerdung Christi, Mutter Gottes, Feier der Eucharistie und die Sakramente Taufe, Firmung und Beichte erörtert. Zudem verfasste Thomas zu diesem Buch ein Supplement, in dem in weiteren 99 Fragen die übrigen Sakramente und die Auferstehung behandelt werden.

[...]


[1] Vgl.: Kettern, Bernd: Aquin, Thomas von. In: Bautz, Friedrich Wilhelm (Hg.): Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon. Bd. 11. Herzberg: Verlag Traugott Bautz, 1996

Details

Seiten
10
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638863858
ISBN (Buch)
9783638863919
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v80073
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Institut für Systematische Theologie
Note
1,7
Schlagworte
Thomas Aquin Summa Acedia Melancholie Schwermut

Autor

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Titel: Zu: Thomas von Aquin, Summa theologica II.II.35: Der Überdruss