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Lieferantenbewertung (Unterweisung Bürokaufmann / -kauffrau)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2007 17 Seiten

AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2. Themenwahlbegründung

3. Sachanalyse
3.1 Sachstruktur
3.2 Strukturbild
3.3 Arbeitszergliederung

4. Didaktische Analyse
4.1 Themenauswahl
4.2 Analyse der Lern- und Lehrbedingungen
4.3 Entscheidungsanalyse

5. Lernzielfestlegung

6. Methodische Festlegungen
6.1 Unterweisungskonzept
6.2 Stufung
6.3 Sozialformen
6.4 Aktionsformen
6.5 Planung der Lern- und Motivationshilfen
6.6 Planung der Lernerfolgskontrolle

7. Unterweisungsmittel

8. Ablaufplanung

9. Literaturverzeichnis

2. Themenwahlbegründung

Ein Großlieferant, der sich flexibel den Bedarfsschwankungen des Nachfragers anpassen kann, nimmt in der Prioritätenliste des nachfragenden Unternehmens einen höheren Stellenwert ein als ein Kleinanbieter, der bei stoßweiser Nachfrage im Saisongeschäft mangels Produktionskapazität schnell in Lieferschwierigkeiten kommt.

Schon diese wenigen Beispiele machen deutlich, dass der Aufbau langfristiger Lieferbeziehungen notwendig und dass damit die Lieferantenauswahl ein strategisches Entscheidungsproblem ist. Diesbezüglich wurde die Lieferantenbewertung als überaus wichtige Grundfertigkeit erkannt.

In der Ausbildungsordnung für die Berufsausbildung zum Bürokaufmann/ zur Bürokauffrau wird innerhalb des ersten Ausbildungsjahres auf die Thematik der Lagerhaltung verwiesen (§3 Nr. 8.2). Neben dem Erkennen der Bedeutung dieser ist die Erfassung, Bearbeitung und Kontrolle der Lieferanten, beziehungsweise der Waren- und/oder Materialeingänge allgemein ein essentieller Bestandteil des Beschaffungsmarketing, welche die Auszubildenden als überaus wichtige Fertigkeit vermittelt bekommen sollen.

3. Sachanalyse

3.1 Sachstruktur

Hintergrund

Just-in-Time-Beschaffung, strategische Wertschöpfungspartnerschaft oder Single Sourcing : Die Bindung der Lieferanten an das eigene Unternehmen wird immer enger. Vor diesem Hintergrund wird die Auswahl und Pflege des „richtigen“ Lieferanten mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Gleichzeitig ist es immer schwieriger geworden, in dem breiten Informationsangebot die entscheidenden Daten zu finden, aufzubereiten und zu analysieren. Das Internet und die global operierenden Logistik- Dienstleister haben den Zugang zu den neuen Märkten eröffnet.

Dem Prozess des Lieferantenmanagement, der Beurteilung der Lieferanten im Speziellen kommt daher mehr denn je eine wettbewerbsentscheidende Bedeutung bei. Dieser Prozess beginnt mit der Identifikation von potenziellen Lieferanten, umfasst die fundamentale Analyse der wichtigsten Entscheidungskriterien und die Verarbeitung der aufbereiteten Daten in der Lieferantenbewertung.

Im Speziellem

Einer Lieferantenbewertung liegen Wareneingänge zugrunde, die mittels Lieferscheine und Rechnungen erfasst wurden. Jeweils nach einem Wareneingang wird die gesamte Lieferung nach Kriterien wie Vollständigkeit und Qualität aber auch anhand der Schnelligkeit der Lieferung sowie der Kompetenz des Lieferanten beurteilt. Dabei ist es wichtig, stets Soll- Ist- Werte als Anhaltspunkte zu fixieren, um die Bewertung so realitätsgetreu wie möglich zu gestalten.

Die Lieferantenbewertung wird in Form eines Formblattes vom Qualitätsmanagementbeauftragten übergeben.

Im Kopf des Beurteilungsblattes werden Name des Erstellers, die zuständige Abteilung sowie das Datum vermerkt. Anschließend werden die sogenannten Hard Facts in Tabellenform eingetragen. Dabei handelt es sich um Lieferantennamen, Geschäftssitz sowie der Art und Weise der Lieferung.

Die nachfolgenden Soft Facts beinhalten die Qualitätsfähigkeit, Termintreue, Preisgestaltung sowie das Firmenprofil des zu beurteilenden Lieferanten.

Der gesamten Beurteilung liegen die drei Bewertungsschlüssel: gut, ausreichend, schlecht zugrunde, die bei jedem hinterfragtem Punkt vergeben und anschließend zu einem Mittelwert addiert werden. Die Vergabe der Schlüssel erfolgt mit einem X, welche von den Auszubildenden nach eingehender Überlegung an entsprechender Stelle hinterlegt werden.

Am Ende der Auswertung werden dann diese einzelnen Mittelwerte zusammen addiert und mit Hilfe einer Auswertungslegende die entsprechende Punktzahl vergeben. Aufgrund dieser Vorgehensweise ist ähnlich wie in den meisten Schulsystemen eine exakte Benotung möglich, die aber nicht nur auf einen momentanen Zustand hindeutet, sondern Entwicklungen mit berücksichtigt. Werden regelmäßig adäquate Lieferanten des Unternehmens miteinander verglichen, ist es sehr schnell möglich fehlerhafte beziehungsweise qualitätsarme Firmen auszusondern und einen kompetenten Lieferantenstamm aufzubauen.

Erläuterung

In der Lehrunterweisung wird das Thema „Lieferantenbewertungsformular - Ausfüllen des Formblatt- Kopfes und dem Kriterium der Qualitätsfähigkeit“ behandelt.

Auf die verbleibenden Bewertungspunkte zur Lieferantenbewertung soll anschließend in weiteren Unterweisungen eingegangen werden.

3.2 Strukturbild

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
17
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638857314
ISBN (Buch)
9783640858552
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v79578
Note
1,2
Schlagworte
Lieferantenbewertung Bürokaufmann

Autor

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Titel: Lieferantenbewertung (Unterweisung Bürokaufmann / -kauffrau)