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Regionale Windsysteme in Gebirgen und an Küsten

Seminararbeit 2007 10 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Tagesperiodische Winde
2.1 Land-See-Wind-System
2.2 Berg-Tal-Wind-System
2.3 Flurwind

3 Synoptische Winde
3.1 Synoptische Winde im Mittelmeerraum
3.2 Fallwinde

4 Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, verschiedene regionale bzw. lokale Windsysteme der Erde zu analysieren. Dabei werden sowohl tagesperiodische Winde, synoptische Winde als auch reine Fallwinde thematisiert. Als Beispiele werden vorwiegend Wind-systeme aus Mitteleuropa sowie aus dem Mittelmeerraum genannt, um die theo-retischen Erläuterungen zu veranschaulichen.

2 Tagesperiodische Winde

Die grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung eines relativ kleinräumigen regionalen Windsystems ist die unterschiedlich starke Erwärmung von Flächen, die somit zueinander in Differenz stehen. Eine solche Erwärmung tritt bevorzugt bei Strahlungswetterlagen auf, bei denen die Sonneneinstrahlung hoch ist (vgl. Lauer & Bendix 2006:160) – so auch beim Land-See-Wind-System.

2.1 Land-See-Wind-System

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: See-Land-Windsystem

http://www.m-forkel.de/klima/winde.html.de (abgerufen am 5.3.2007)

Hierbei erhitzt sich das Land aufgrund seiner höheren Wärmeleitfähigkeit durch die auftreffende Sonnenstrahlung rascher als das angrenzende Wasser. Die Folge ist die Entstehung einer thermischen Zirkulation: Durch das Aufsteigen warmer Luft über der Landfläche fällt hier der Luftdruck; umgekehrt steigt der Luftdruck über der Wasser-fläche – somit bildet sich über dem Land ein Tief- und über dem Meer ein Hochdruck-gebiet aus. Zwischen diesen beiden Druckfeldern sorgt der Seewind vom Meer zum Land für den nötigen Luftdruckausgleich.

Wetterwirksame Folgen des Seewindes sind häufig eine deutliche Abkühlung und eine Zunahme der Luftfeuchtigkeit, die oft mit Konvektion und damit verbundenen Nieder-schlägen einhergeht, der sogenannten „Seewindfront“ (vgl. Lauer & Bendix 2006:160). Über der See bewirkt die absinkende Luft dagegen meist Wolkenauflösung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Schema zur Land-Seewindzirkulation

Bendix 2004:155

Mit abnehmender Sonnenstrahlung kehrt sich die thermische Zirkulation in der Däm-merungszeit um und es entsteht ein Landwind von der Land- zur Wasserfläche. Die tagsüber gespeicherte Wärme des Wassers ist durch die verstärkte Wärmeabgabe während der Nacht für die Ausbildung des dortigen Tiefdruckgebietes verantwortlich; über der Landfläche bildet sich demzufolge ein Hochdruckgebiet. Der entstehende Landwind ist von Nöten, um die Luftdruckdifferenz auszugleichen.

Auch hierbei gehen häufig Wetteränderungen einher: Es entsteht die sogenannte „Landwindfront“, die nahezu das Funktionsprinzip der „Seewindfront“ aufweist.

2.2 Berg-Tal-Wind-System

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Berg-Tal-Windsystem

http://www.m-forkel.de/klima/winde.html.de (abgerufen am 5.3.2007)

Beim Berg- und Talwind tritt eine Erwärmung der Berggipfel und –hänge auf, während am Vormittag die schwere Kaltluft ins Tal absinkt. Demzufolge bildet sich im Tal ein Hoch- und auf dem Berg ein Tiefdruckgebiet. Der Talwind, der hangaufwärts weht, soll den Druckunterschied ausgleichen.

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Details

Seiten
10
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638837248
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v78279
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Geographisches Institut
Note
2,3
Schlagworte
Regionale Windsysteme Gebirgen Küsten Grundseminar Physische Geographie

Autor

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Titel: Regionale Windsysteme in Gebirgen und an Küsten