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"Low-Cost-Airlines vs. "Network Airlines"

Essay 2007 14 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Strategien
3.1 Strategie der Low-Cost-Airlines
3.2 Strategie der Network-Airlines

4. Perspektiven

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Business Design Low-Cost-Airlines

Abbildung 2: Das 2 Hub-Modell

Abbildung 3: Steigende Verbindungsmöglichkeiten durch Umsteigen an Hub

Abbildung 4: Entwicklung der Marktanteile im europäischen Luftverkehr

Abbildung 5: Marktanteile im europäischen Low-Cost Markt

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Steigende Verbindungsmöglichkeiten durch Umsteigen an Hub 10

1 Einleitung

In den vergangenen Jahren ließen sich im Luftverkehr interessante Beobachtungen machen. Es fällt auf, dass Low-Cost-Airlines immer mehr Marktanteil erreichen, wohingegen Netzwerk-Airlines nicht nur wegen Terror-Anschlägen und Ölpreisen mit sinkender Nachfrage zu kämpfen haben.

Auf dem europäischen Markt stellen Low-Cost-Airlines ein relativ neues Konzept der Fluggesellschaft dar. Tatsächlich gibt es diese Form aber bereits seit den 70er Jahren, anfangs vorwiegend in den USA, in den 80er Jahren auch in Großbritanien und seit geraumer Zeit auch in Kontinentaleuropa. Vom Grundprinzip her kennze- ichnen sie sich in erster Linie durch geringen Service (”No-Frills”) und niedrige Pre- ise.

Mit dem Zusammenschluß zu Netzwerken wollen Airlines Angebot und Auslastung verbessern. Daneben spielen vielfach auch juristische Gründe und länderspezifische Fluglizenzen eine Rolle.

Es wird interessant zu beobachten, wie sich dieser Markt künftig entwickelt. Gelingt es den Low-Cost-Airlines weitere Marktanteile zu gewinnen und welche Reaktionen werden die Netzwerk-Airlines auf diese Entwicklungen zeigen?

2 Historischer Hintergrund

Die Wiege der Low-Cost-Airlines befindet sich in den USA. Anfang der 70er Jahre führte die „Southwest Airlines“ erste Flüge durch. Ihr Ziel, attraktive Städte zu günstigen Konditionen zu verbinden, ermöglichte es, Kundenschichten zu erschließen, die zuvor nicht flogen oder andere Verkehrsmittel nutzten. Das sog. „Texas Triangle“ (Houston, Dallas, San Antonio) entstand.

In Europa fasste dieses Konzept zunächst auf den Britischen Inseln Fuß. Seit einigen Jahren bieten Low-Cost-Airlines ihre Dienste nun auch auf dem europäischen Fest- land an.1

Bei Netzwerken handelt es sich um Kooperationen verschiedener Fluggesellschaften unter Beibehaltung rechtlicher Autonomie. Die bedeutendsten Allianzen wurden Ende der 90er Jahre gegründet.2 Dieser Zeitpunkt steht im Zusammenhang mit der verbesserten IT-Struktur und Rechnerleistung. Im Rahmen dieser Allianzen werden Buchungssysteme, Vielfliegerprogramme, sowie Anschlussflüge durch rechenintensive Verfahren aufeinander abgestimmt. Über das sog. Codeshare-Verfahren teilen sich mehrere Fluggesellschaften einen Linienflug.3

Als weiterer Faktor spielten juristische Bestimmungen eine Rolle. Das Luftfahrtrecht ist national geregelt, und zwischen diversen Ländern bestehen keine Open-Sky- Abkommen. Die Lufthansa könnte einem Passagier, der von New York nach Paris möchte, diesen Flug nur über Allianz-Partner in den USA offerieren. Ihr selbst ist diese Verbindung nicht gestattet.4

3 Strategien

3.1 Strategie der Low-Cost-Airlines

Die Low-Cost-Airlines operieren i.d.R. nach einem relativ einheitlichen Konzept. Ihre Unternehmensstruktur ist gekennzeichnet durch Merkmale, die wir in vielen modernen Organisationen finden.

Es handelt sich bei diesen Airlines um hochintegrierte Unternehmen, die nur eine Dienstleistung anbieten und sich ausschließlich auf das Kerngeschäft fokussieren können (Convergence). Ihre Buchungssysteme sind vollkommen digitalisiert (Digita- lisierung) und andere Elemente der Wertekette, wie Reisebüros, sind nahezu kom- plett ausgeschaltet. Selbst auf die Ticket-Erstellung wird verzichtet, denn Vorlegen von Ausweis und Buchungsnummer am Check-In-Counter reichen aus (Disinterme- diation).5

Ihr Angebot richtet sich an flexible Personen, die nicht zu festgelegten Zeitpunkten vor Ort sein müssen. Sie beschränken sich ausschließlich auf Direktverbindungen zwischen Orten, Anschlussflüge sind ausgeschlossen.

Die Flugzeugstaffeln bestehen aus wenigen Flugzeugtypen. Daraus ergeben sich Vorteile in Bezug auf Personal und Technologie. Es ist sichergestellt, dass fast jede Besatzung jede Maschine fliegen kann, was die Personaleinsatzplanung enorm ver- einfacht. Daneben können sich bei den Mechanikern Lerneffekte einstellen, und die logistischen Aufwendungen der Ersatzteilbeschaffung können durch die homogene Flotte minimiert werden.

Ihren größten Vorteil spielen die Low-Cost-Airlines aber in der Luft aus. Sie bedienen vorwiegend Kurz- und Mittelstrecken und fliegen selten überfüllte Drehkreuze an. Mit dem Ausweichen auf kleinere Flughäfen minimieren sie sowohl Flughafengebühren, als auch lange Wartezeiten. Durch geringeres Flugaufkommen sind SlotKapazitäten frei, die Starterlaubnis ist schnell erteilt und die Maschinen können nach kurzer Zeit wieder starten. Der Verzicht auf Catering spart wiederum Zeit, denn letztlich ist ein Flugzeug nur rentabel, wenn es fliegt.6

[...]


1 Vgl. o.V. (2005a)

2 Star Alliance (1997) , Skyteam (2000), Oneworld Alliance (1999)

3 Vgl. Pompl (1998) S. 406 / Wikipedia (2004a)

4 Vgl. Pompl (1998) S. 333 / Wikipedia (2004b)

5 Tapscott (1996) S. 64-91

6 Vgl. Mercer Management Consulting (2002) S.2

Details

Seiten
14
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638827805
Dateigröße
638 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v77717
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Low-Cost-Airlines Network Airlines Bewerbungsessay Seminar

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Titel: "Low-Cost-Airlines vs. "Network Airlines"