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Möglichkeiten und Grenzen von E-Learning

Hausarbeit 2005 29 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. E-Learning – zwischen Euphorie und Ernüchterung

2. Grundlagen des E-Learning
2.1 Definition des Begriffs E-Learning
2.2 Erscheinungsformen des E-Learning
2.3 Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von E-Learning

3. Möglichkeiten durch E-Learning
3.1 Flexibilität und Individualisierung
3.2 Kostenvorteile
3.3 Zauberformel Blended Learning

4. Grenzen von E-Learning
4.1 Ungewohnte Lernkultur
4.2 Technische Probleme

5. E-Learning am praktischen Beispiel: „elba - E-Learning by Aral“
5.1 Ausgangssituation der Aral Lubricants GmbH
5.2 Ziele des Programms „elba - E-Learning by Aral“
5.3 Aufbau des Programms „elba - E-Learning by Aral“
5.4 Inhalt des Programms „elba – E-Learning by Aral“
5.5 Möglichkeiten und Grenzen von „elba - E-Learning by Aral“

6. E-Learning – auch in Zukunft kein Selbstläufer

Literaturverzeichnis

Bücher und Fachzeitschriften

Verzeichnis der Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Charakteristische Merkmale von Formen des E-Learning,
Quelle: Riekhof, H.-C./Schüle, H.: E-Learning in der Praxis, S. 48

Abbildung 2: Weiterbildungsthemen im E-Learning Angebot – im Vergleich zu den Themen der allgemeinen betrieblichen Weiterbildung,
Quelle: http://www.mmb-michel.de/New_Learning_Zusammenfassung.pdf: E-Learning zwischen Euphorie und Ernüchterung – Eine Bestandsaufnahme zum E-Learning in deutschen Großunternehmen, Zugriff: 23.04.05

Abbildung 3: Screenshot Startseite „elba“,
Quelle: http://www.aral-lubricants.de-elba_log_in, Zugriff: 10.05.05

Abbildung 4: Screenshot Inhaltsverzeichnis Verkaufsschulung Aral Partner,
Quelle: http://www.aral-lubricants-elba_log_in, Zugriff: 10.05.05

1. E-Learning – zwischen Euphorie und Ernüchterung

In vielen deutschen Unternehmen spielt E-Learning eine große Rolle, und ist ein wichtiger Bestandteil in der betrieblichen Weiterbildung.[1]

So müssen Mitarbeiter von Unternehmen permanent geschult werden, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, und mit den schnellen Veränderungen der Arbeitswelt und der Märkte standhalten.[2] Organisationen müssen immer mehr zu lernenden Organisationen werden, um einem zunehmenden Bildungsbedarf gerecht zu werden.[3]

Mit der Einführung von E-Learning in den 90er Jahren waren viele Unternehmen der Überzeugung, ein Wundermittel für besseres und schnelleres Lernen gefungen zu haben. Doch der Euphorie folgte eine Ernüchterungsphase, in der die Unternehmen feststellten, dass E-Learning nicht die gewünschten Effekte erzielen konnte.[4]

Trotz dieser Erfahrungen wird von wissenschaftlichen Studien durchaus ein Wachstum dieses Weiterbildungstools prognostiziert. So geht z.B. die Studie „E-Learning als Wettbewerbsvorteil“ der TU Dresden aus dem Jahr 2002 davon aus, dass 40 % der Großunternehmen E-Learning einführen werden.[5] Eine andere Unternehmensbefragung in der Metall- und Elektro-Industrie mit 426 teilnehmenden Unternehmen aus dem Jahr 2003 bestätigt dem E-Learning ebenfalls Wachstumspotenzial.[6]

Auch in Fachzeitschriften ist E-Learning ein viel diskutiertes Thema, das in negativen und positiven Facetten in Erscheinung tritt.

Doch was bringt E-Learning wirklich? Welche Chancen und Risiken gibt es bei dem Einsatz von E-Learning?

Anhand dieser Hausarbeit werden die Grundlagen dargestellt und sowohl Chancen als auch Risiken von E-Learning beleuchtet und an praktischen Beispielen erläutert.

2. Grundlagen des E-Learning

2.1 Definition des Begriffs E-Learning

„E-Learning kann begriffen werden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien (Basis- und Lerntechnologien) respektive mit darauf aufbauenden (E-Learning-) Systemen unterstützt bzw. ermöglicht wird.“[7]

Durch diese Unterstützung unterscheidet sich E-Learning vom klassischen Lernen wie z.B. Präsenzseminaren oder Lernen aus Büchern und Skripten.[8]

E-Learning besteht mindestens aus drei Elementen:

- der technischen Plattform
- dem Lerninhalt, auch als Lern-Content bezeichnet
- und dem Lern-Prozess

Die technische Plattform bietet dem Nutzer eine Zugriffsmöglichkeit auf elektronisch gespeicherte Lerninhalte. Die Lerninhalte, die in unterschiedlicher Form vorliegen (z.B. als Text- oder Grafikdateien), beinhalten die Themen, die geschult werden. Der Lernprozess resultiert unternehmensindividuell aus dem Zusammenspiel von Aus-/Weiterbildungsbedarf, technischer Plattform, Lern-Content und Lernenden.[9]

2.2 Erscheinungsformen des E-Learning

E-Learning wird durch unterschiedliche Formen realisiert. Um diese Formen zu charakterisieren, bieten sich u.a. Merkmale wie Kommunikationsfähigkeit der Lernenden sowie ein Zeitbezug zwischen Angebot und Nachfrage der Lerninhalte an.

Die Kommunikationsfähigkeit meint die Möglichkeit der Lernenden, sich während des Lernprozesses mit anderen Lernenden auszutauschen. Der zeitliche Bezug gibt an, ob Angebot und Nachfrage der Lerninhalte zusammen liegen (synchron) oder auseinander fallen (asynchron).

Anhand dieser Merkmale lassen sich vier Formen des E-Learning unterscheiden:[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Charakteristische Merkmale von Formen des E-Learning,
Quelle: Riekhof, H.-C./Schüle, H.: E-Learning in der Praxis, S. 48

CBT (Computer Based Training)

Unter Computer Based Training versteht man eine Lern-Software auf festen Datenträgern wie CD-ROM oder DVD, die das selbstständige Lernen des Benutzers ermöglicht.[11]

Der Lernende interagiert somit ausschließlich mit dem Programm, wobei Lernort und -zeit individuell durch den Lernenden bestimmt werden.[12]

WBT (Web Based Training)

Web Based Trainings sind Lernprogramme, die über das Internet zugänglich sind, von Printmedien bis hin zu interaktiven Schulungsfilmen.[13] Normalerweise bearbeiten Lernende den Lerninhalt alleine - die Möglichkeit zu einem Austausch mit anderen Lernenden ist aber gegeben, synchrone oder asynchrone Kommunikation ist mithin möglich.

Die sog. Teletutoren beantworten Fragen der Lernenden und geben ihr Feedback zu Übungsaufgaben.[14]

Ein Vorteil von WBTs ist, dass die Lerninhalte, bei entsprechender Redaktion, ständig aktualisiert werden.[15]

Business TV

Business TV meint einen unternehmensinternen und unternehmenseigenen Fernsehkanal. Die Lerninhalte werden dabei via Satellit an die Teilnehmer im Unternehmen gesendet, wobei die Decodierung und die Visualisierung über Fernsehgeräte oder PCs ermöglicht wird.[16]

Virtuelle Seminarräume

Unter virtuellen Seminaren sind solche Lösungen zu verstehen, bei dem ein aus Präsenzveranstaltungen bekanntes Seminar über elektronische Wege, z.B. über das Internet oder das Intranet, auf den heimischen PC oder den PC am Arbeitsplatz der Teilnehmer übertragen wird. Diese Form des E-Learnings erlaubt somit eine ortsunabhängige Schulung mehrerer Teilnehmer.[17] Durch synchrone Kommunikation besteht für die Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, dem Trainer Fragen zu stellen, die dieser dann in seinem Seminar unterbringen kann.[18]

Die von unicmind.com in Auftrag gegebene Studie „E-Learning und Wissensmanagement in deutschen Großunternehmen“ betrachtet die Einsatzhäufigkeit der verschiedenen o.g. Erscheinungsformen des E-Learning. Die Befragung der Top-350 Unternehmen der deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2001 ergab, dass 88% der befragten Unternehmen E-Learning einsetzen. Hiervon entschieden sich mit 93 % ein Großteil der Unternehmen für den Einsatz von CBTs. Nur 25 % der Unternehmen hingegen ziehen das WBT als Weiterbildungstool in Betracht. Virtuelle Seminarräume und Business TV-Lösungen spielen laut der Studie eine untergeordnete Rolle.[19]

2.3 Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von E-Learning

Im Rahmen betrieblicher Aus- und Weiterbildungskonzepte werden computergestützte Lernmedien zur Vermittlung von Wissen und zur Unterstützung des Lerntransfers verwendet. Dabei findet E-Learning den größten Einsatzbereich in der Vermittlung von Faktenwissen und Fachkompetenzen z.B. Vermittlung von Softwarekenntnissen oder Produktschulungen.[20]

Um jedoch soziale und personale Kompetenzen (soft skills) wie z.B. Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu vermitteln, ist das klassische E-Learning (CBT, WBT) weniger geeignet. Wenn der Lernende seine sozialen Fähigkeiten erweitern möchte, ist dieser auf ein direktes soziales Umfeld, welches E-Learning nicht bietet, angewiesen. Dieses soziale Umfeld bietet dem Lernenden nämlich die Möglichkeit, sein Verhalten zu üben und Feedback anderer Teilnehmer zu erhalten.[21]

Diese Erkenntnisse spiegeln sich auch in den Ergebnissen der von KPMG Consulting im Jahr 2001 in Auftrag gegebenen Studie „E-Learning zwischen Euphorie und Ernüchterung – Eine Bestandsaufnahme zum E-Learning in deutschen Großunternehmen“ auf der Basis von 604 Unternehmen wider.[22]

Wie die folgende Abbildung der o.g. Studie zeigt, spielt bei dem Einsatz von E-Learning die Vermittlung von IT-Standardanwendungen und von Fachkompetenzen in Unternehmen eine größere Rolle als die Schulung von soft skills. Der Bedarf an soft skill-Schulungen wird bereits durch das herkömmliche Weiterbildungsangebot abgedeckt.

[...]


[1] Vgl. Rosenstiel, L. v./Regnet, E./Domsch, M.: Führung von Mitarbeitern, S. 86

[2] Vgl. Schulz, P.: Investitionsgrab Selbstlernruine, Personalwirtschaft, Heft 12/2004, S. 35

[3] Vgl. Dittler, U.: E-Learning, S. 15

[4] Vgl. Dehnbostel, P./Dippl, Z./Elster, F./Vogel, T.: Perspektiven moderner Berufsbildung, S. 111

[5] Vgl. http://www.e-learn.de/downloads/download/elearning/TU_Dresden-Studie2002.pdf: E-Learning

als Wettbewerbsvorteil: Umsetzungsstand, Erwartungen und Erfahrungen, Zugriff: 27.04.05

[6] Vgl. Klein, H.E.: Vorsichtige Annnäherung, Personal, Heft 02/2005, S. 6

[7] Back, A./Bendel, O./Stoller-Schai, D.: E-Learning im Unternehmen, S. 35

[8] Vgl. Riekhof, H.-C./Schüle, H.: E-Learning in der Praxis, S. 47

[9] Vgl. ebenda

[10] Vgl. Riekhof, H.-C./Schüle, H.: E-Learning in der Praxis, S. 48

[11] Vgl. Olfert, K.: Personalwirtschaft, S. 485

[12] Vgl. Rosenstiel, L. v./Regnet, E./Domsch, M.: Führung von Mitarbeitern, S. 88

[13] Vgl. Köllinger, P.: E-Learning in deutschen Unternehmen, S. 97

[14] Vgl. http://www.e-learn.de/elearning/elearningfrm.html: Formen von E-Learning, Zugriff : 28.04.05

[15] Vgl. Dehnbostel, P./Dippl, Z./Elster, F./Vogel, T.: Perspektiven moderner Berufsbildung, S. 109

[16] Vgl. Riekhof, H.-C./Schüle, H.: E-Learning in der Praxis, S. 49

[17] Vgl. Dittler, U.: E-Learning, S. 16

[18] Vgl. http://www.bibb.de/dokumente/pdf/wd_68_netzbasiertes-lernen.pdf: Netzbasiertes Lernen in
der beruflichen Praxis: Zur Bedeutung des Bildungspersonals, Zugriff: 25.04.05

[19] Vgl. http://www.unicmind.de/elearningstudie.pdf: E-Learning und Wissensmanagement in deutschen Großunternehmen, Zugriff: 12.04.05

[20] Vgl. Rosenstiel, L. v./Regnet, E./Domsch, M.: Führung von Mitarbeitern, S. 89

[21] Vgl. ebd.

[22] Vgl. http://www.mmb-michel.de/New_Learning_Zusammenfassung.pdf: E-Learning zwischen Eu-
phorie und Ernüchterung – Eine Bestandsaufnahme zum E-Learning in deutschen Großunterneh-
men, Zugriff: 23.04.05

Details

Seiten
29
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638819299
Dateigröße
937 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v77373
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,0
Schlagworte
Möglichkeiten Grenzen E-Learning

Autor

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