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Entwicklung eines Leitfadens zur Vergabe von Kopfnoten am Berufskolleg unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Berufskollegs Erkelenz

Examensarbeit 2007 53 Seiten

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

0 Erkenntnisleitende Fragestellung

1 Gründe für die Vergabe von „Kopfnoten“ am Berufskolleg

2 Der Komplex der Leistungsbewertung
2.1 Dimensionen schulischer Leistungsbeurteilung
2.2 Welche Funktionen verfolgt Leistungsbeurteilung und welche Ansprüche muss sie erfüllen?
2.3 Fehlerquellen bei der Leistungsbeurteilung
2.3.1 HALO Effekt
2.3.2 Wissen-um-die-Folgen-Fehler
2.3.3 Fehler durch Sympathie bzw. Antipathie

3 Begriffsklärung: Was versteht man unter Arbeits- und Sozialverhalten?
3.1 Festlegung von Kriterien zu den Oberbegriffen „Arbeits- und Sozialverhalten“
3.1.1 Zuordnung von Indikatoren zu den einzelnen Kriterien
3.2 Probleme bei der Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten

4 Mögliche Ausgestaltung der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens an Berufskollegs
4.1 Ablaufplan
4.1.1 Zuordnung von Messmethoden zu den einzelnen Kriterien
4.1.2 Entscheidung über die Dokumentation der Schülerleistungen auf den Zeugnissen: Textbaustein, individueller Kommentar oder einfach „Note“?
4.1.3 Festlegung von Kompetenzen bzw. Zuständigkeiten für die Schülerbewertung sowie Festlegung von Gewichtungsfaktoren
4.1.4 Festlegung von Beurteilungszeiträumen
4.2 Entwurf von möglichen Vordrucken
4.2.1 Beilage zum Zeugnis
4.2.2 Erfassungsbogen für Lehrer zur Dokumentation der Beobachtungen während der einzelnen Unterrichtsstunden
4.2.3 Diskussionsgrundlage: Formulierung möglicher Textbausteine zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens

5 Umsetzung der Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten am Berufskolleg Erkelenz
5.1 Besonderheiten des Berufskollegs Erkelenz
5.2 Textvorschläge zur Bekanntmachung der Bewertungsgrundlagen für die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens am Berufskolleg Erkelenz
5.2.1 Textvorschlag zur Aufnahme in die Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer (Klassenlehrermappe)
5.2.2 Textvorschlag zur Schülerinformation am Beginn des neuen Schuljahres
5.3 Terminplan für die Umsetzung

6 Anhang:
Anlage 1 Ermittlungsbogen zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens
Anlage 2:Übersicht über mögliche Messmethoden für die einzelnen Kriterien des Arbeits- und Sozialverhaltens
Anlage 3: Gruppenauswertungsbogen (Bewertung innerhalb der Gruppe)
Anlage 4: Auswertungsbogen für Präsentationen (Referate, Gruppenarbeiten, Projektergebnisse)
Anlage 5: Muster für einen möglichen Arbeitsplan der Schüler bei Referaten/Projektarbeiten
Anlage 6: Unterrichtsbeobachtungsbogen
Anlage 7: Eintrag für die Klassenlehrermappe
Anlage 8: Schülerinformation zur Vergabe von Kopfnoten am Berufskolleg Erkelenz
Anlage 9: Beilage zum Zeugnis
Anlage 10: Übersicht über mögliche Textbausteine zur Kommentierung des Arbeits- und Sozialverhaltens
Anlage 11: Übersicht über die Bildungsgänge am Berufskolleg Erkelenz
Anlage 12: Notenschlüssel der Höheren Berufsfachschule in NRW
Anlage 13: Beurteilungsbogen Arbeits- und Sozialverhalten für Praktikumsbetriebe

7 Literaturverzeichnis

Internetquellen

Erklärung über die eigenständige Leistung in der Hausarbeit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?

Abbildung 2: Messmethoden für das Arbeits- und Sozialverhalten

Abbildung 3: Übersicht über die Punkteverteilung entsprechend der Ausprägung der Häufigkeitsmerkmale:

Abbildung 4: Notenschlüssel zur Vergabe von Kopfnoten:

0 Erkenntnisleitende Fragestellung

Im Rahmen dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Entwicklung eines Leitfadens zur Vergabe von Kopfnoten am Berufskolleg. Die Idee, dieses Thema zum Inhalt meiner Hausarbeit gem. § 33 OVP zu machen, kam mir in der Lehrerkonferenz zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 auf der auf die Änderung des Schulgesetzes zum 01. August 2006 hingewiesen wurde. Im Rahmen dieser Änderung wurde die Aufnahme von Kopfnoten in die Zeugnisse des Berufskollegs beschlossen, jedoch herrschte, zumindest an unserer Schule, noch Unklarheit darüber, wie diese Gesetzesänderung in der Praxis umgesetzt werden soll bzw. kann.

Konkret legt der Absatz 2 Nr.2 des §49 Schulgesetzes fest, dass mit Wirkung zum 01.08.2007 in die Zeugnisse mit aufzunehmen sind:

„Aussagen zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten, denen die Notenstufen „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“ und „unbefriedigend“ zu Grunde gelegt werden und die nach Entscheidung der Zeugnis- oder Versetzungskonferenz durch eine Beschreibung ergänzt werden können; die Schulkonferenz entscheidet, ob die Aussagen zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten an der Schule durch Beschreibungen ergänzt werden sollen und stellt Grundsätze für eine einheitliche Handhabung auf.“[1]

Es ist erklärtes Ziel dieser Arbeit, Vorschläge über die Ausgestaltung dieser Grundsätze zu unterbreiten.

Wie bereits im Gesetzestext verankert, obliegt es der einzelnen Schule die Notwendigkeit bzw. Praktikabilität der ergänzenden Beschreibungen zu prüfen. Dieser den Schulen gewährte Freiraum legitimiert meines Erachtens die Beschäftigung mit der Frage nach einer möglichen Umsetzung der Gesetzesvorgabe unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Berufskollegs Erkelenz im Rahmen dieser Hausarbeit.

Da durch die Gesetzesänderung grundsätzlich alle Schulen betroffen sind, ist die vorliegende Arbeit wie folgt strukturiert: der erste Teil beschäftigt sich mit allgemeinen Fragestellungen zur Leistungsbeurteilung – mit welchen sich letztlich jeder Lehrer im Rahmen seiner Lehrerfunktion „Leistung messen und beurteilen“ auseinandersetzen muss. Dieser Teil ist durchaus auf andere Schulen bzw. Schulformen übertragbar. Demnach bieten die Erkenntnisse dieser Arbeit auch anderen Schulen Anregungen zur Umsetzung der vorgenannten Gesetzesvorlage und sind nicht ausschließlich auf die Anwendbarkeit im Berufskolleg Erkelenz begrenzt.

Nach Klärung der wichtigsten, theoretischen Grundlagen erscheint eine Begriffsdefinition des Beurteilungsgegenstandes, nämlich des Arbeits- und Sozialverhaltens, erforderlich. Schließlich müssen – zunächst auf einer allgemeinen Ebene - Kriterien bzw. Indikatoren entwickelt werden, welche als Gütekriterien für eine Bewertung eines solchen Verhaltens dienen können. Im Abschnitt 4 werden dann konkrete Umsetzungsvorschläge für die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens für Schulen entwickelt. Bis zu dieser Stelle erscheinen die Erkenntnisse dieser Arbeit somit leicht auf andere Schulen übertragbar.

Im letzten Teil komme ich zur praktischen Umsetzung der Kopfnotenvergabe am Berufskolleg Erkelenz. Hier geht es darum, durch die in dieser Arbeit neu gewonnenen Erkenntnisse dem Kollegium einerseits einen Ablaufplan sowie andererseits konkrete Unterlagen/Vordrucke als Diskussionsgrundlage an die Hand zu geben, welche als Hilfe bei der Umsetzung der neuen Gesetzeslage dienen können.

Die Begleitung der endgültigen Umsetzung bzw. Entscheidung über diese Handlungsempfehlungen und deren Dokumentation ist zwar nicht Bestandteil dieser Arbeit, da es hier nur um die Entwicklung eines Leitfadens geht, wird jedoch von mir weiter fortgesetzt und betreut.

Meiner Vermutung nach liegt die besondere Wirkung bzw. die besondere Chance von Kopfnoten darin, dass hier nicht die Vergleichbarkeit der Leistungsbeurteilungen verschiedener Schüler im Vordergrund steht (wie häufig bei Ziffernnoten), sondern dass dieses Bewertungsinstrument sehr viel stärker die individuelle Bezugsnorm in den Fokus der Betrachtungen rückt. Daher vermute ich, dass sich hier auch Ansatzpunkte für die Lehrerfunktion „Erziehen“ bieten, von denen Schüler und Lehrer gleichermaßen profitieren können. Inwieweit sich diese Vermutung bestätigt, wird im Laufe dieser Arbeit zu klären sein.

1 Gründe für die Vergabe von „Kopfnoten“ am Berufskolleg

Den wohl wichtigsten Grund für die Vergabe von Kopfnoten am Berufskolleg stellt die bereits in der einleitenden Fragestellung erwähnte Änderung des Schulgesetzes dar. Allerdings war in der Allgemeinen Schulordnung bereits vorher die Vergabe von Kopfnoten auf Zeugnissen durchaus vorgesehen. Im Paragraph 26, Absatz 2 heißt es:

„In das Zeugnis, (…) können Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten aufgenommen werden.“[2]

Einige Schulen haben diese Möglichkeit bereits genutzt und Kopfnoten auf ihren Zeugnissen eingeführt. Dies scheinen jedoch eher Einzelfälle zu sein.

Bei einer genauen Betrachtung der Ziele des Berufskollegs findet man in der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg - im Folgenden: APO-BK) unter §1, Absatz 1 „Bildungsziele des Berufskollegs“ die folgende Zielformulierung:

„Das Berufskolleg vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine umfassende berufliche, gesellschaftliche und personale Handlungskompetenz und bereitet sie auf ein lebensbegleitendes Lernen vor.“[3]

Die Erreichung dieses Ziels kann meiner Meinung nach nicht durch Ziffernnoten allein ausgedrückt werden. Diese beziehen sich meist nur auf die Fachkompetenz und lassen die gleichberechtigten Bildungsziele der gesellschaftlichen und personalen Handlungskompetenz weitestgehend außer Acht. Diese Aspekte fließen lediglich über den Bereich der Note für die „Sonstigen Leistungen“ mit ein, jedoch wird dieser Einfluss bisher nicht explizit auf den Zeugnissen dokumentiert, so dass es für Dritte schwierig, ja eigentlich unmöglich ist, derartige Kompetenzen zu beurteilen. Genau hier setzen Kopfnoten an und dokumentieren den Bildungserfolg des einzelnen Schülers bezogen auf diese Kompetenzen.

Die Aufnahme von Kopfnoten in die Zeugnisse am Berufskolleg zeigt somit deutlich, dass Berufskollegs ihren Bildungsauftrag ernst nehmen und Jugendliche beim Erwerb umfassender beruflicher, gesellschaftlicher aber auch personaler Handlungskompetenz unterstützen bzw. fördern.

Die ganzheitliche Bildung rückt durch die nunmehr gesetzlich vorgeschriebene Dokumentationspflicht für alle Kompetenzbereiche noch stärker in den Fokus der Betrachtung und zwingt gleichzeitig zu einer ganzheitlichen Gestaltung der Unterrichtsprozesse überhaupt.[4]

Demnach bietet die Wiedereinführung von Kopfnoten die Chance, Unterrichtsprozesse bzw. Unterrichtsalltag noch stärker am Ziel des ganzheitlichen Lernens auszurichten. Die bisherige, oftmals festzustellende Betonung der Fachkompetenz wird durch die neue Dokumentationspflicht auch der anderen Kompetenzbereiche, relativiert.

Eine weitere Rechtfertigung erfährt die Einführung von Kopfnoten am Berufskolleg durch die Erwartungen der Wirtschaft an die Schulabgänger.[5] Diese Erwartungen erstrecken sich ebenfalls auf alle drei Dimensionen der beruflichen Handlungskompetenz und werden in der folgenden Abbildung 1 übersichtlich zusammengefasst. Wenn die Wirtschaft demnach Anforderungen an alle drei Kompetenzbereiche stellt, so erscheint es sinnvoll, auch alle diese Kompetenzbereiche in Zeugnissen zu dokumentieren. Dies erleichtert künftigen Arbeitgebern die Auswahl geeigneter Auszubildender und ermöglicht den Schulabgängern, bzw. potentiellen Auszubildenden, eventuelle Schwächen in einem der drei Kompetenzbereiche durch gute „Leistungen“ in einem anderen Kompetenzbereich auszugleichen.

Abbildung 1: Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.ak-schulewirtschaft-regensburg.de/markt/ihk.pdf , eigene Grafik.

2 Der Komplex der Leistungsbewertung

Der Bereich der Leistungsmessung bzw. –bewertung ist ein sehr weites Feld und erstreckt sich auf verschiedene Teilkompetenzen.[6] So müssen Lehrer in der Lage sein, Verfahren für die Leistungsmessung und Kriterien für die Leistungsbeurteilung sinnvoll anzuwenden. Dies impliziert, dass Standards als Grundlage der Leistungsbeurteilung festgelegt sind und diese den Lehrern (aber auch Schülern) bekannt sind.[7]

Bezogen auf das Arbeits- und Sozialverhalten erfordert dies die Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Beurteilung eben dieses Verhaltens. Hierüber ist anschließend mit den Lehrern (und idealerweise auch mit den Schülern) abzustimmen. Allerdings könnte sich die Abstimmung mit den Schülern als schwierig erweisen, da die Zahl der Schüler (insbesondere in vollzeitschulischen Bildungsgängen) stetig steigt. Hier einen Konsens auf einheitliche Kriterien zu finden, dürfte äußerst mühselig sein. Dennoch sind die Kriterien in jedem Fall den Schülern gegenüber offen zu legen und zu begründen. Hier überlappt die Leistungsbewertungsfunktion mit der Erziehungsfunktion des Lehrers, indem er für bestimmte Werte eintritt und den Sinn dieser Werte bzw. Regeln gemeinsam mit den Schülern reflektiert. Dieser Aufgabe sollte zunächst der Klassenlehrer zu Beginn des Schuljahres nachkommen. Bei berechtigten Schülereinwänden sollten diese aufgegriffen und ggf. zur Diskussion gestellt werden.

Die festzulegenden Kriterien sind somit nicht als starre Bewertungsgrundlage zu verstehen, sondern sie unterliegen vielmehr einem ständigen Prozess, da sich die Werte in einer Gesellschaft ebenfalls permanent verändern.

Für die Abwicklung in der Schule erscheint es daher notwendig, ein Gremium zu bilden, welches den Sinn bzw. die Berechtigung der festgelegten Bewertungskriterien regelmäßig überprüft. Zu den weiteren Aufgaben dieses Gremiums und dessen Berechtigung wird im Abschnitt 4 im Rahmen der möglichen Ausgestaltung der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens genauer Stellung genommen.

Leistungsbeurteilungen sind immer adressatengerecht zu begründen, was die individuelle Formulierung von Kommentaren erfordert. Während dies bei Ziffernnoten nur mündlich möglich war, bieten Kopfnoten die Möglichkeit, ein individuelles Schülerprofil zu erstellen, in dem sich der einzelne Schüler wieder erkennt.

Im Bereich von Kopfnoten wird der Lehrer durch seine Leistungsbeurteilung immer auch erzieherisch tätig.

Versteht man „Erziehung“ als Förderung eines jungen Menschen zu einem mündigen und sozial verantwortlichen Bürger, so melden Kopfnoten Schülern zurück, inwieweit sie dieses Ziel bereits erreicht haben. Voraussetzung hierfür ist, dass bei der Entwicklung der Bewertungskriterien für Arbeits- und Sozialverhalten Erziehungsziele, wie etwa das Einhalten von Regeln, ein gepflegtes äußeres Auftreten, respektvoller Umgang mit Dritten oder auch Toleranz, berücksichtigt werden.[8]

Die weitere Vorgehensweise in diesem Abschnitt kann wie folgt skizziert werden: zunächst werde ich auf die verschiedenen Dimensionen der Leistungsbeurteilung eingehen um dann genauer die mit der Leistungsbewertung verbundenen Funktionen zu skizzieren. Abschließend erscheint eine kurze Darstellung der häufigsten Fehlerquellen bei der Leistungsbeurteilung sinnvoll, um diese bei der Entwicklung des Leitfadens zu berücksichtigen.

2.1 Dimensionen schulischer Leistungsbeurteilung

Grundsätzlich lassen sich bei der Leistungsbeurteilung die Dimensionen „Beobachten, Beschreiben“ und „Bewerten“ unterscheiden. Dies impliziert, dass vor einer Bewertung immer eine Beobachtung im Sinne einer systematischen Datensammlung stehen muss.[9]

Beobachtung ist hierbei

„ein besonders planmäßiger, methodischer und andauernder sowie auf mittel- und langfristige Wahrnehmung angelegter Vorgang, eine Voraussetzung von Beschreibung und Dokumentation.“[10]

Sie ist die Grundlage der Leistungsbeschreibung. Die im Anschluss an die Beobachtung erforderliche Dokumentation kann in verschiedenen Formen erfolgen. Hier wird vermutlich jeder Lehrer eine für sich praktikable Form der Dokumentation (etwa mittels Beobachtungsbogen, individuellen Notizen, usw.) entworfen haben. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Dokumentation der Beobachtungen in einer systematischen Art und Weise vorzunehmen, so dass die Dokumentationsunterlagen später auch zur Legitimation der abschließenden Beurteilung genutzt werden können. Dies empfiehlt sich insbesondere daher, da Leistungsbeurteilungen für den Bewerteten immer nachvollziehbar sein müssen.

Die Dokumentation der eigenen Beobachtungen führt gleichzeitig zu einer Distanz, welche mögliche, subjektive Verzerrungen offen legt. Dies erscheint besonders wichtig, da gerade der Bereich der Beobachtung vielen möglichen Fehlerquellen unterliegt.

Bei der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens besteht zusätzlich die Besonderheit, dass sich mehrere Fachlehrer abschließend auf eine gemeinsame Beurteilung des gezeigten Verhaltens einigen müssen. Die Entwicklung einer gemeinsamen Beobachtungsgrundlage scheint sinnvoll, da hierdurch die Eindrücke der am Bewertungsprozess beteiligten Lehrer vergleichbarer werden.

Die Nutzung eines einheitlichen Dokuments zur Datenerhebung erleichtert die abschließende Bewertung und die unter Umständen erforderliche Legitimation dieser Bewertung in einer möglicherweise aufkommenden Diskussion der Fachlehrer untereinander. Bei der Entwicklung eines solchen Dokumentationsbogens gilt es allerdings zu beachten, dass der Fokus der Beobachtung stark durch die in einem solchen Bogen berücksichtigten Kriterien gesteuert wird. Hier ist daher große Sorgfalt angebracht, um ein möglichst umfassendes Bild des jeweiligen Schülers einzufangen. Dennoch wird die Häufigkeit der Notizen zu den einzelnen Kriterien letztlich jedem Fachlehrer überlassen bleiben – ähnlich der bisherigen Vorgehensweise bei der Dokumentation und Bewertung der Sonstigen Leistungen. Letztlich wird der Unterrichtsablauf die Häufigkeit der Dokumentationen entscheidend mitbestimmen.[11]

Die genaue Auswahl der Kriterien für die Erstellung dieses Beobachtungsbogens wird in Abschnitt 4.2.2 vorgenommen. Das aus diesen Überlegungen entstandene Handlungsprodukt, der Beobachtungsbogen, ist im Anhang als Anlage 6 beigefügt.

2.2 Welche Funktionen verfolgt Leistungsbeurteilung und welche Ansprüche muss sie erfüllen?

Leistungsbewertung bzw. –beurteilung erfüllt immer drei Funktionen:

- die pädagogische,
- die didaktische
und
- die gesellschaftlich- selektive Funktion.

Die pädagogische Funktion dient der Ermunterung von Schülern zu weiteren Anstrengungen während die didaktische Funktion dem Lehrer als Rückmeldung über den Leistungsstand der Schüler dient und somit Grundlage für die weitere Unterrichtsplanung ist. Die gesellschaftlich-selektive Funktion der Leistungsbewertung sorgt dafür, dass die Schule Berechtigungen erteilt bzw. verweigert.[12]

Diese Funktionen können Zeugnisse jedoch nur dann erfüllen, wenn sie aussagekräftig sind. Die größte Akzeptanz bezüglich des Informationsgehalts von Zeugnissen erhielten im Projekt „LeiHS“ (Leistungsbeurteilung und –rückmeldung an Hamburger Schulen) Zeugnisse, welche aus Noten mit zusätzlichen verbalen Erläuterungen zum Arbeits- und Sozialverhalten bestanden.[13]

Vor dem Hintergrund, dass die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens auf Zeugnissen potentiellen Arbeitgebern auch dazu dient, sich ein Bild über die Persönlichkeit des Schülers, neben den rein fachlichen Kompetenzen machen zu können, kommt der gesellschaftlich-selektiven Dimension bei der Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten eine große Bedeutung zu.[14]

Generell gilt für Verbalbeurteilungen, dass diese „ein differenziertes Bild der Lernentwicklung zeichnen“[15] müssen. Hierbei sollen sie sich einer für Eltern, Schüler oder auch potentielle Arbeitgeber verständlichen Sprache bedienen und dabei die Schüler persönlich ansprechen.[16]

Die Einhaltung der Schreibstandards „Angemessenheit, Transparenz, Verständlichkeit und diagnostischer Gehalt“[17] sind hierbei elementar.

Bezogen auf den Punkt „Angemessenheit“ ist darauf zu achten, dass Aussagen besonders problematischer Art (wie etwa Diebstahl oder ähnliches) nicht im Zeugnis dokumentiert, sondern in einem persönlichen Gespräch thematisiert und nach Möglichkeit geklärt werden. Auch die Formulierung von Kritik ist sachlich zu gestalten.[18]

Sinnvoll für die Einhaltung der vorgenannten Standards erscheint die vorherige Festlegung von gemeinsamen Bezugsnormen, an denen sich die betroffenen Lehrer (bzw. Adressatengruppen) orientieren können. Dies leitet sich bereits aus dem Anspruch nach Transparenz und Verständlichkeit ab. Das im Anhang als Anlage 8 beigefügte Informationsblatt für Schüler dient diesem Zweck.

Während sich dieses Schreiben vorwiegend am lernzielorientierten Maßstab für Bezugsnormen orientiert, ist grundsätzlich auch eine Orientierung an den zwei weiteren, möglichen Bezugsnormen denkbar. So gäbe es auch die Möglichkeit, den individuellen oder sozialen Maßstab für die Festlegung der Bezugsnormen heranzuziehen.

Im Folgenden sollen die Eignung bzw. die Stärken oder Schwächen der jeweiligen Bezugsnorm zur Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens genauer untersucht werden.

Der individuelle Maßstab lässt sich bei einer Entscheidung für Kommentare zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens gut durchsetzen. Für die mit der Leistungsbeurteilungsfunktion verknüpfte Beratungsfunktion des Lehrers bietet eine individuelle Formulierung gegenüber Ziffernnoten eine verbesserte Basis. Eine solche Beratung (sowohl des Schülers, als auch von Dritten (wie etwa Eltern, potentiellen Arbeitgebern, usw.)) ist umso leichter möglich, je detaillierter und individueller die Kommentare bezüglich des Arbeits- und Sozialverhaltens formuliert sind.[19] Die individuelle Bezugsnorm rückt die individuelle Leistungsänderung des Schülers in den Mittelpunkt anstatt die gezeigte Leistung „nur“ mit den Mitschülern der Klasse in Relation zu setzen, d.h. die soziale Bezugsnorm zu Grunde zu legen.[20] Diese individuelle Beurteilung wird dem Grundsatz der Leistungsbewertung als „Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers“[21] zu dienen wesentlich besser gerecht. Hierbei sind insbesondere auch die positiven, motivierenden Effekte einer individuellen Rückmeldung zu berücksichtigen.[22] Eine individuelle Bewertung des Schülers im Sinne einer Kommentierung seines individuellen Lernfortschritts spricht den Schüler wesentlich mehr an, als die Zusammenfassung seiner Leistungen in einer „neutralen“ Note. Auch die Außenwirkung einer solchen Beurteilung ist wesentlich höher, da sie wesentlich mehr Informationsgehalt bietet als es etwa Ziffernnoten tun. So kann selbst ein objektiv recht schlechtes Ergebnis noch in ein positives verkehrt werden, wenn aus dem individuellen Kommentar erkennbar ist, dass der Schüler sich auf einem guten Weg befindet und individuell große Fortschritte gemacht hat. (Natürlich gilt dies auch in die umgekehrte Richtung, so dass das individuelle Verhalten für den Schüler weiter wichtig bleibt und die oftmals bei Ziffernnoten feststellbare Fixierung auf die Note entfällt).

Problematisch bei der Anwendung des individuellen Maßstabs erscheinen einerseits der Zeitaufwand und andererseits die möglicherweise abweichende Wahrnehmung bezüglich der Entwicklung des Schülers durch die verschiedenen beteiligten Fachkollegen. Die Entwicklung entsprechender Textbausteine, welche die individuelle Entwicklung des Schülers berücksichtigen, scheint ein möglicher Mittelweg.

Unter dem sozialen Maßstab versteht man, den Vergleich der Schülerleistung mit der Leistung seiner Mitschüler. Dieser Maßstab ist jedoch insofern problematisch, als dass er nur insofern Aussagekraft besitzt, inwieweit die jeweilige Klassengemeinschaft betroffen ist und sich nicht auf einen Vergleich mit anderen Schulen ausweiten lässt. Dennoch wird dieser Maßstab im Klassenraum immer Anwendung finden.[23] Dies gilt insbesondere bei der Einbeziehung von Schülern in den Leistungsbeurteilungsprozess.[24] Schüler werden immer die Leistungen der beteiligten Schüler zueinander in Relation setzen um zu einer Bewertung zu gelangen. Letztlich hilft der soziale Maßstab Schülern, ihre Leistung in die Leistung einer ihnen bekannten Lerngruppe einzuordnen. Dies trägt zu einer realistischen Selbsteinschätzung der eigenen Leistung bei.

Schließlich kann noch der lernzielorientierte Maßstab angewendet werden. Hierbei steht die Erreichung eines vorher festgelegten Lernziels im Zentrum des Interesses. Für den Unterricht werden Lernziele – verbunden mit Indikatoren – formuliert, und anschließend kann anhand der Indikatoren eine Aussage darüber getroffen werden, inwieweit die Schüler das formulierte Lernziel erreicht haben. Der Zielerreichungsgrad wird dann durch einen Bewertungskommentar bzw. durch eine Note im Zeugnis ausgedrückt. Die Mitberücksichtigung dieses Maßstabs erscheint zwingend erforderlich, damit durch den hier vorhandenen Sachbezug zumindest zu einem gewissen Grad Objektivität in die Beurteilung von Arbeits- und Sozialverhalten gebracht werden kann. Weiterhin bietet sich bei der Festlegung der Lernziele für jede Schule die Chance, die von ihr besonders vertretenen Werte als klar anvisierte Lernziele festzulegen.

Es zeigt sich, dass jeder der drei Maßstäbe, d.h. sowohl der individuelle, als auch der soziale und der lernzielorientierte Maßstab, seine Vorzüge auch in Bezug auf die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens in sich birgt und dass daher eine Kombination dieser drei Maßstäbe angebracht erscheint.

Orientiert sich der Beobachter (Fachlehrer) an konkreten Verhaltens- bzw. Unterrichtssituationen und behält er hierbei den unterrichtlichen Kontext im Auge, werden automatisch alle drei Maßstäbe gleichzeitig berücksichtigt.[25]

So wird etwa im Rahmen der Auswertung einer Gruppenarbeit der soziale Maßstab angewandt, indem die Leistung eines einzelnen Schülers zu den Leistungen der anderen Schüler innerhalb der Gruppe bzw. der Klasse in Bezug gesetzt wird. Der lernzielorientierte Maßstab kommt durch den Abgleich des gezeigten mit dem erwarteten Verhalten ebenfalls zur Anwendung. Schließlich wird der Lehrer den individuellen Maßstab anwenden, indem er die gezeigte Leistung eines Schülers mit dessen früheren Leistungen in Bezug setzt.

Ein solches Vorgehen bietet einen hohen Grad an Transparenz und demzufolge einen hohen diagnostischen Gehalt.[26] Ein weiterer, angenehmer Nebeneffekt von der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens anhand konkreter Unterrichtssituationen besteht darin, dass eine solche Orientierung sicherstellt, dass nur das bewertet wird, was auch gelernt werden kann. Das bedeutet: wenn in der Schule Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler bewertet und dokumentiert werden soll, so müssen Schüler auch Gelegenheit erhalten, dieses Arbeits- bzw. Sozialverhalten zu demonstrieren bzw. zu erlernen.[27] Dies bezieht sich sowohl auf die Ausgestaltung der Unterrichtsstunden als auch auf die Gestaltung des Schullebens allgemein. Schule muss Schülern Gelegenheit bieten Verhaltensweisen wie etwa: Engagement, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, usw. zu demonstrieren. Eine diesbezügliche Überprüfung der Schulkultur erscheint demnach unumgänglich. Eine Überprüfung der Möglichkeiten am Berufskolleg Erkelenz findet in Abschnitt 5.1 statt.

Bei einer Auseinandersetzung mit den Gütekriterien der Leistungsbeurteilung - Auswertungsobjektivität, Validität und Reliabilität[28] – zeigt sich, dass die Einhaltung dieser Kriterien bei der Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten einige Probleme mit sich bringt. Die Art dieser Probleme wird im folgenden Abschnitt näher erläutert.

2.3 Fehlerquellen bei der Leistungsbeurteilung

Im Rahmen dieser Arbeit kann und soll zwar keine abschließende Auseinandersetzung mit dem Komplex der möglichen Fehlerquellen bei der Leistungsbeurteilung erfolgen, doch sollen diejenigen Fehlerquellen, welche besonders für eine Verzerrung der Beobachtungseindrücke beim Arbeits- und Sozialverhalten verantwortlich sind, zumindest erwähnt werden. Hieraus sind dann Konsequenzen für die Erstellung der Beobachtungsbögen bzw. der Informationsunterlagen für die Lehrer abzuleiten.

Als besonders relevant erscheinen vor diesem Hintergrund die folgenden Fehlerquellen:[29]

2.3.1 Halo Effekt

Hierbei bestimmt der Allgemeineindruck einer Person die Wahrnehmung einzelner Merkmale und beeinflusst so die Beurteilung von schulischen Fachleistungen. Manchmal kann auch eine besonders gute oder schlechte Eigenschaft der Leistung andere Merkmale beeinflussen.

Beim Halo Effekt liegt die besondere Gefahr darin, dass etwa besonders gute fachliche Leistungen dazu führen, das gezeigte Arbeits- und Sozialverhalten des betreffenden Schülers zu positiv zu bewerten. Das Gütekriterium der Objektivität wäre demnach nicht gegeben. Soll die Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten jedoch aussagekräftig sein, so ist diese unbedingt losgelöst von den fachlichen Leistungen durchzuführen. Dies steht im Gegensatz zur bisherigen Bewertungspraxis bei den Sonstigen Leistungen, welche sowohl die fachliche Qualität der Aussagen als auch die personalen Kompetenzen mit einbezogen. Hier ist künftig eine Trennung vorzunehmen.

Eine Entschärfung dieses Effekts scheint jedoch bereits dadurch gegeben, dass sich mehrere Kollegen auf einen Kommentar/eine Note verständigen müssen und die Eindrücke unterschiedlicher Personen durchaus voneinander abweichen können.

Der bereits unter Punkt 2.2 geforderte Bezug auf konkrete Unterrichtssituationen zwingt den Lehrer ebenfalls zu einer gewissen Grundobjektivität.

Der angedachte Einbezug der Schüler in den Beurteilungsprozess entschärft diese Fehlerquelle zusätzlich. Zwar besteht objektiv die Gefahr, dass Schüler sich nach bestehenden Sympathien bzw. Antipathien beurteilen, doch zeigt die bisherige Unterrichtserfahrung mit dem Einsatz von Gruppenreflexionsbögen, dass Schüler ihrer Beurteilerrolle gewissenhaft nachkommen und meist sogar kritischer sind als Lehrer.[30]

[...]


[1] §49 Abs.2 Nr. 2 Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005 (GV.NRW.S.102), zuletzt geändert am 27. Juni 2006 (GV.NRW.S.278).(Im Folgenden zitiert als SchulG NRW)

[2] http://sgv.im.nrw.de/gv/frei/2002/Ausg19/AGV19-3.pdf

Bekanntmachung der Neufassung der Allgemeinen Schulordnung (AScho) vom 25.06.2002; S. 12.

[3] http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/APOen/APOBK_neu.pdf

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg – APO-BK) vom 05.05.2006; S. 1.

[4] Zum Zusammenhang von Unterrichtsprozessen und Leistungsmessung siehe auch:

http://bscl.fit.fraunhofer.de/bscl2/bscl.cgi/0/21673193

Seminar für das Lehramt an Berufskollegs Aachen, Modultag Leistungsbewertung, Literatur: Grunder/Bohl: Neue Formen der Leistungsbewertung, S. 3. (im Folgenden zitiert als: GRUNDER/BOHL: Neue Formen der Leistungsbewertung)

[5] Vgl.:www.ak-schulewirtschaft-regensburg.de/markt/ihk.pdf

IHK Nordrhein-Westfalen; Faltblatt: Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?

[6] Ziegenspeck teilt den Vorgang der Leistungsdiagnose in die Phasen der Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung auf. Hierzu hält er fest, dass man nur das bewerten kann, was man auf eine Norm beziehen kann. Vgl.: ZIEGENSPECK, J.W.: Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule; Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn/Obb., 1999, S. 129 ff. (Im Folgenden zitiert als: ZIEGENSPECK, J.W .: Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule)

[7] Vgl.: RHEINBERG, F.: Leistungsbeurteilung im Schulalltag: Wozu vergleicht man was womit? in: Weinert, F.E. (Hrsg.): Leistungsmessungen in Schulen, Weinheim, 2001. (Im Folgenden zitiert als: RHEINBERG: Leistungsbeurteilung im Schulalltag)

(s. auch: http://bscl.fit.fraunhofer.de/bscl2/bscl.cgi/0/21673193;

Seminar für das Lehramt an Berufskollegs – Aachen; Modultag Leistungsbewertung; Leistungsbeurteilung pdf., S.1.)

[8] Zu den Ausführungen dieses Abschnitts vgl.

http://www.studienseminare-berufskolleg.nrw.de/ac/ueberuns/regelausbildung.php;

Seminar für das Lehramt an Berufskollegs – Aachen - :Standards der Lehrerausbildung.]

[9] Vgl.: BEHÖRDE FÜR BILDUNG UND SPORT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens; Hinweise zur Lernentwicklung; Handreichung und Arbeitshilfe für die Schulen; November 2003, S.12. (im Folgenden zitiert als: HANSESTADT HAMBURG: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens)

[10] Ebd., S.12.

[11] Vgl. Abschnitt 4.1.1 „Zuordnung von Messmethoden zu den einzelnen Kriterien“.

[12] DIEHL, T./FRENZ; M.: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens in Bildungsgängen beruflicher Schulen in: Die berufsbildende Schule, Heft 56, 2/2004, S. 42. Zwar bezeichnen Diehl und Frenz die Funktionen als Dimensionen, jedoch hat dieser Unterschied keine Auswirkungen auf die in diesem Abschnitt getroffenen Schlussfolgerungen. (im Folgenden zitiert als: DIEHL,T./FRENZ, M.: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens in Bildungsgängen beruflicher Schulen)

[13] Vgl.: LÜTGERT, W./TILLMANN, K.J. u.a..: Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung an Hamburger Schulen; Bericht über ein Forschungsprojekt; Freie und Hansestadt Hamburg (Hrsg.), 2001, S. 17.

[14] http://www.callnrw.de/broschuerenservice/download/830/Download_PDF.pdf

MINISTERIUM FÜR SCHULE, JUGEND UND KINDER DES LANDES NRW: Hinweise zur Förderung und Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens sowie zur Würdigung außerunterrichtlichen und außerschulischen ehrenamtlichen Engagements, S.4.

[15] HANSESTADT HAMBURG: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens; S. 8.

[16] Vgl. ebd., S. 8.

[17] Vgl. ebd., S. 14.

[18] Vgl. ebd., S. 20.

[19] Zur Notwendigkeit bzw. zum Sinn einer solchen Beratung s. ZIEGENSPECK, J.W.: Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule; S. 106.

[20] Zu den Begriffen „individuelle“ und „soziale Bezugsnorm“ vgl.: RHEINBERG: Leistungsbeurteilung im Schulalltag, S. 3 bzw. S. 10.

[21] §48 Abs.1 SchulG NRW.

[22] Zur Wirkung unterschiedlicher Leistungsbeurteilungen siehe auch: RIEGEL, E.: Schule kann gelingen, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, Schriftenreihe, Band 446, 2004, S. 136 ff. (Im Folgenden zitiert als: RIEGEL, E.: Schule kann gelingen)

[23] Für weitere Ausfühungen zum Konflikt zwischen individueller und sozialer Bezugsnorm siehe: GRUNDER/BOHL : Neue Formen der Leistungsbeurteilung, S. 1und 2.

[24] Vgl. Abschnitt 4.1.1 „Zuordnung von Messmethoden zu den einzelnen Kriterien“ und Anlage 3 des Anhangs „Gruppenauswertungsbogen“.

[25] Vgl. DIEHL, T./FRENZ, M.: Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens in Bildungsgängen beruflicher Schulen, S. 44.

[26] Vgl. ebd., S. 14.

[27] Vgl. http://www.learn-line.nrw.de/angebote/arbeitsundsozialverhalten/kompetenzen.pdf

LANDESINSTITUT FÜR SCHULE: Soziale und personale Kompetenzen; Indikatoren zur Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens; Formen der Ergebnisrückmeldung; Soest 2003.

[28] Unter dem Begriff der Auswertungsobjektivität versteht man, dass das Ergebnis unabhängig vom Untersucher ist, Validität meint das Verhältnis des angenommenen zum tatsächlich bewerteten Merkmal und Reliabilität bezieht sich auf die Stabilität der Ergebnisse bei wiederholter Bewertung.

[29] MOSER, U./RHYN, H.: Schülerinnen und Schüler beurteilen, in: Rhyn, H.: Beurteilung macht Schule; Haupt Verlag, Bern, 2002, S. 26.( im Folgenden zitiert als: MOSER,U./RHYN,H.: Schülerinnen und Schüler beurteilen)

[30] Geeignete Reflexionsbögen sind in den Anlagen 3 und 4 des Anhangs dargestellt.

Details

Seiten
53
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638743112
Dateigröße
740 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v76783
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Studienseminar für Lehrämter an Schulen - Aachen
Note
1,7
Schlagworte
Entwicklung Leitfadens Vergabe Kopfnoten Berufskolleg Berücksichtigung Besonderheiten Berufskollegs Erkelenz

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Titel: Entwicklung eines Leitfadens zur Vergabe von Kopfnoten am Berufskolleg unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Berufskollegs Erkelenz