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Perspektiven der Professionalisierung in den pädagogischen Handlungsfeldern Schule und Erwachsenenbildung

Essay 2006 5 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

0. Einleitung

Ziel des vorliegenden Essays ist es, verschiedene Perspektiven der Professionalisierung in den pädagogischen Handlungsfeldern Schule und Erwachsenenbildung zu erörtern. Dabei sollen insbesondere die Arbeiten Karl-Oswald Bauers („Kompetenzprofil: LehrerIn“) für den Bereich der Schule, sowie Sylvia Kades („Professionalisierung in der Erwachsenenbildung“) und Jürgen Wittpoths („Erwachsenenbildung als Beruf“) in Bezug auf die Erwachsenen-bildung als Grundlage dienen.

In einem ersten Schritt soll dazu eine Definition des Begriffs „Professionalisierung“ vorgenommen werden, ehe im zweiten Kapitel die Professionalisierung des Lehrerberufs untersucht wird. Das dritte Kapitel behandelt dann Kades und Wittpoths Ausführungen zum Thema der Professionalisierung der Erwachsenenbildner, bevor abschließend ein vergleich-artiges Fazit gezogen wird.

1. Professionalisierung – was ist das?

Es erscheint sinnvoll, einer Erörterung über Perspektiven der Professionalisierung verschiedener pädagogischer Handlungsfelder zunächst einmal den Versuch einer Definition dieses komplexen Begriffs voranzustellen.

Dieter Nittel nimmt eine Dreiteilung vor, welche die Begriffe Profession, Professionalität und Professionalisierung umschließt. „Unter Profession verstehen wir einen ,besonderen’, in der Regel akademischen Beruf“[1], der, so Nittel weiter, im Besitz „eines gesellschaftlichen Mandats“[2] ist und sich durch die Ausrichtung am, sowie dem Vertrauen des Klienten auszeichnet. Zudem ist eine Profession „nicht ausschließlich an kommerziellen Interessen“[3] orientiert und steht im engen Bezug zu „einer akademischen Leitdisziplin, welche sie mit Reflexions- und Fachwissen versorgt“[4]. Im Gegensatz zu dieser eher gesellschafts-theoretischen Definition deutet Nittel den Begriff der Professionalität eher in Bezug auf Handlungskompetenz. Professionalität „beschreibt die besondere Qualität einer personen-bezogenen Dienstleistung“[5] und definiert sich über die individuellen Kompetenzen und Eigenschaften des Handelnden, sowie über „die nur schwer bestimmbare Schnittmenge aus Wissen und Können“[6]. Professionalisierung schließlich, bezeichnet nach Nittel „Prozesse der Verberuflichung, ohne dass diese einer bestimmten [...] Ablauflogik unterworfen wären“[7]. Weiter schreibt er, Professionalisierung bezeichne vor allem den Konstitutionsvorgang eines „besonderen Berufs“. Als Problem gibt er zu bedenken, dass „rechtliche, staatliche, wissenschaftliche oder andere Instanzen“[8] häufig größeren Einfluss auf den Verberuflichungs-

[...]


[1] Nittel, Dieter: Die Pioniergeneration der Diplompädagogen als „knowledge worker“? In: Fabel, Melanie/Tiefel, Sandra (Hrsg.): Biographische Risiken und neue professionelle Herausforderungen. Wiesbaden, 2004, S.94, f.

[2] ebd.

[3] ebd.

[4] ebd.

[5] ebd.

[6] ebd.

[7] ebd.

[8] ebd.

Details

Seiten
5
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638804714
ISBN (Buch)
9783668148437
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v76367
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Institut für Pädagogik
Note
2,3
Schlagworte
Perspektiven Professionalisierung Handlungsfeldern Schule Erwachsenenbildung Proseminar Felder Formen Handelns Sommersemester

Autor

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Titel: Perspektiven der Professionalisierung in den pädagogischen Handlungsfeldern Schule und Erwachsenenbildung