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Musik und ihre Internetpromotion

Multimediale Vermittlung von Musik und ihre Wirksamkeit

von K. Peukert (Autor) S. Baumbach (Autor) J. Reinsch (Autor) S. Wand (Autor)

Seminararbeit 2005 28 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung von Kristin Peukert

2. Projektpräsentation
2.1. Abstract
2.2. Kriterienkatalog und Kurzpräsentation
2.3. Struktureller Ansatz
2.4. Guideline
2.5. Symposium
2.5.1.Poster
2.5.1.a) Poster I
2.5.1.b) Poster II
2.5.1.c) Poster III
2.5.2. Erläuterungen zu den Postern
2.5.3. Der neue Kriterienkatalog
2.5.4. Die Websites

3. Resumée von Kristin Peukert

1. Einleitung von Kristin Peukert

Im Rahmen des Hauptseminars, welches die Thematik „Musik multimedial“ aufgreift, haben wir uns mit einer Projektgestaltung auseinander gesetzt. Unsere Projektarbeit wurde als ein Symposiumsbeitrag ausgearbeitet und interessierten Gästen an einem Posterstand im Audimax der TU Berlin am 29.01.2005 präsentiert. Die Einleitung soll einen Überblick über unser Vorhaben geben und Themenschwerpunkte einführend erläutern.

Das Internet als neu entstandenes Medium und Kommunikationsplattform von höchs- ter Aktualität bildet die Grundlage bezüglich unseres Projekts. Es bietet eine weltweit vernetzte, unerschöpfliche Quelle von Informationen, sowie die Möglichkeit des Da- tenaustausches und gilt mittlerweile als Standard in den meisten Haushalten. Als au- dio-visueller Kanal bezieht das Internet den Konsum von Musik mit ein aufgrund von entwickelten digitalen Audioformaten, wie z.B. MPEG, avi, wav, wma usw. Das Ab- spielen der Audiodateien im Internet erfolgt über zum Teil kostenloser Software, wie Real Player, Windows Media Player oder Quicktime Player. Der Computer gilt in un- serem multimedialen Zeitalter regelrecht als neues Instrument, unter anderem zum kreativen und kompositorischen Umgang mit Musik. Softwareprogramme fungieren als Mixer bzw. Mischpult mit deren Hilfe aufgenommene Elemente bzw. Instrumental- teile und Vocals zusammengeführt werden, z.B. ProTools, Fairlight. Über das Inter- net oder transportfähigen Speichermedien können die Audiodaten problemlos unter den beteiligten MusikerInnen ausgetauscht werden. Kurzum an eine Musikproduktion ohne Beteiligung des PCs ist kaum noch zu denken, und das gilt für jedes Musikgen- re.

Im Mittelpunkt unserer Betrachtung steht die Promotion bzw. Musikvermarktung, sowie Präsentation von KünstlerInnen der U-Musik über die entsprechende Internetseite. Die Materialansammlung ist dabei eine wichtige Voraussetzung und so wurden im Laufe unseres Projektes 130 Websites kategorisch untersucht.

Bei unserer ersten Zielsetzung galt es vorläufig die auditive Umsetzung im „World Wide Web“ (WWW) zu betrachten. Doch wir kamen zu dem Schluss, dass die visuel- le Gestaltung nicht außer Acht gelassen werden kann. Deshalb konzentrierten wir uns zunehmend auf den Gesamteindruck bzw. Inszenierung der KünstlerInnen im

WWW und starteten einen analytischen Versuch bezüglich des Gesamtaufbaus der Websites. Dazu haben wir uns zu Beginn verschiedene Genres herausgegriffen (E- lectro/ Dance, Pop, HipHop/ R’n’B, Alternative/ Independent, Metal/ Crossover, Punkrock/ Gothrock) und versucht, Kriterien zu finden, die eine vollständige Beschreibung der Webseiten liefern und als Hilfestellung zum Aufbau einer eigenen Seite dienen können. Die Websites der KünstlerInnen präsentieren sich hinsichtlich der gestalterischen Möglichkeiten sehr unterschiedlich, oft auch in Annäherung an die gewünschte Zielgruppe, womit wir uns ebenfalls genauer beschäftigt haben.

Ganz allgemein spielen die Elemente Klang, Bild und Text eine grundlegende Rolle bei der Konstruktion einer Website bzw. der Konfrontation mit dem Internet. Bewegte Bilder wirken auffallend und ziehen die Aufmerksamkeit des Internetusers auf sich. So lassen sich Filme, Videoclips und Computeranimationen darstellen, die in Echtzeit im WWW abgespielt werden können. Mit der Verschmelzung von Bild und Klang, der einerseits im Vordergrund und andererseits im Hintergrund stehen kann, ergeben sich Möglichkeiten zur Visualisierung von Musik. In den 80er Jahren entstand das Musikfernsehen (MTV) und der Videoclip wurde als neue Form der Musikvermark- tung und -verbreitung, sowie Präsentation der KünstlerInnen genutzt. Diese visuali- sierte Kunstform des Musikproduktes hat im heutigen digitalen Zeitalter Einzug in das Internet erhalten und wird auf den Webseiten zur Ansicht angeboten. Das gespro- chene Wort wird uns zusätzlich im WWW begegnen, teilweise in synthetisierter Spra- che. Der Text stellt die schriftliche Information dar, und es können ständig Eintragun- gen auf der Webseite gelöscht, erweitert und aktualisiert werden.

Bei Betrachtung des Internets kann man also von audio-visuellen Installationen sprechen mit relevanten Veränderungen z.B. im Vergleich zum Medium Fernsehen. Ein wichtiger Unterschied ist der aktive Kommunikationsprozess zwischen den Benutzern auf internationaler Ebene. Der Datenaustausch kann auf schriftlichem Weg (e-mail, Chat, Forum, Gästebuch, elektronische Postkarten), per Videoübertragung mit Hilfe sogenannter „webcams“ oder über die Internet-Telefonie, die bedeutend günstiger ist als herkömmliches Telefonieren, erfolgen. Die Interaktion über große Distanz hinweg zwischen mehreren Teilnehmern wird durch das Internet realisiert, wobei das Fernsehen nur den einseitigen Informationsfluss bieten kann.

Nach diesen grundlegenden Ausführungen zum Medium Internet sollen im folgenden Hauptteil Durchführung und Ergebnisse unserer Projektarbeit dargelegt werden.

2. Projektpräsentation

2.1. Abstract

In diesem Projekt werden die Webseiten von ca. 130 willkürlich ausgewählten Musikern bzw. Bands daraufhin untersucht, auf welche Art und Weise die Musik an sich auf den Webseiten präsentiert wird. Wir werden versuchen, einen Kriterienkatalog zu erstellen, der Aufschluss über verschiedene Absichten und Inszenierungsweisen der Künstler bzw. Plattenfirmen geben soll. Unser Projekt läuft zunächst unter dem Obertitel „Musik und ihre Internetpromotion“.

2.2. Kriterienkatalog und Kurzpräsentation

Unsere ersten Überlegungen galten der Erstellung eines vorläufigen Kriterienkataloges, um einen Forschungsansatz für die Analyse der Websites zu entwickeln. Wir sind dabei vorrangig auf die Musik und ihre Präsentation eingegangen.

Fragestellungen:

- Musik beim Öffnen der Seite?

Wird Musik beim Öffnen der ersten Seite präsentiert? Handelt es sich um ein Lied des Künstlers / der Künstlerin? In welcher Form erfolgt die Präsentation: Loop, Liedausschnitt oder ganz ausgespielt, Instrumental, Geräusche etc.?

- Musik leicht auffindbar?

Über welche und wie viele Links ist sie zu finden? Läuft sie im Hintergrund? Ist sie selbst anwählbar? Wie viele Lieder sind verfügbar? Werden sie ausgespielt? Jukebox/ Player? Ladezeiten? Qualität?

- Musikvideos?

Über welche und wie viele Links sind sie zu finden? Wie viele Videos sind verfügbar? Ladezeiten? Qualität?

- Besonderheiten?

Remix - Tools? Verschickbare Songlists? E-Cards? Spiele? Soundapplikationen? Klingeltöne?

- wenig Musik

Wird der Künstler mehr präsentiert als seine Musik? Wenn ja, wodurch?

Die vorläufigen Ergebnisse unserer Untersuchung wurden in einer Kurzpräsentation zusam- mengefasst und im Seminar vorgestellt. Das Handout zur Kurzpräsentation enthält die oben aufgeführten Fragestellungen. Der daraus resultierende Kriterienkatalog ist unter dem Punkt

2.5.3. zu finden.

Die Forschungsarbeiten mit diesem Kriterienkatalog haben folgende Probleme ergeben:

- Auf über 90% der Websites ist die Musik nur in geringem Maße verfügbar. So ist es meist nicht möglich, ein Lied länger als eine Minute anzuhören. Der Websitebesucher wird zum CD-Kauf animiert.
- Ladezeiten und Qualität sind abhängig vom Internetanschluss und Zustand des Be- triebssystems und können somit nicht als Bewertungskriterien gelten.
- Je nach Musikstil und -richtung werden unterschiedliche Schwerpunkte bei der Gestal- tung der Websites gesetzt. So werden zum Beispiel Remix-Tools nur auf Websites e- lektronischer Musik angeboten oder die Informationen durch ein vorheriges Login vorenthalten.
- Auffallend ist auf deutschen Seiten der „Mainstream-Musik“, d.h. sehr populärer und in den Charts vertretender Musik, die Vermarktung über den Onlineanbieter „Ama- zon“ (www.amazon.de). Auf internationalen Seiten und bei weniger populären Musi- kerInnen erfolgt die Vermarktung individueller, z.B. durch direkten Verkauf auf der Seite (www.neubauten.org) als „digital downloads“ im mp3-Format.
- Die beiden vorhergehenden Punkte, sowie umfassende Informationen über den Künst- ler / die Künstlerin spielen bei der Websitegestaltung offensichtlich eine große Rolle, finden aber in unserem Katalog keine Berücksichtigung.
- Wir mussten feststellen, dass unsere Annahme, die Musik stünde im Vordergrund, größtenteils nicht zutreffend ist. Somit musste unser eigentliches Forschungsziel überdacht und erweitert werden.

Das Forschungsobjekt der Musikpräsentation erwies sich als unzureichend und wir mussten auf wissenschaftstheoretischer Basis das Gesamtkonzept einer Website genauer untersuchen.

Dazu gehörte auch die Umbenennung unseres Projektthemas in den Untertitel:

„Künstlerwebsites der U-Musik: Ein Strukturvergleich“. Unser neu definiertes Thema ordnet sich weiterhin unter dem Oberbegriff „Musik und ihre Internetpromotion“ ein.

Daraufhin haben wir versucht auf struktureller Ebene die wichtigsten Aspekte des Websiteaufbaus herauszufiltern.

[...]

Details

Seiten
28
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638741682
ISBN (Buch)
9783640556755
Dateigröße
622 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v74953
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin
Schlagworte
Musik Internetpromotion Online Webseiten Promotion Internet Popmusik multimedial Ästhetik Funktion Wirkung Vermittlung Musikwissenschaft Bands Musikfernsehen Musik und Internet Medien visuell Onlinepromotion Gestaltung Untersuchung Inszenierung Kriterien Symposium Berlin meets Bern Klang und Bild Multimedia Musikvermarktung Musik und Werbung Musik und Medien

Autoren

  • K. Peukert (Autor)

    7 Titel veröffentlicht

  • S. Baumbach (Autor)

  • J. Reinsch (Autor)

  • S. Wand (Autor)

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