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Praga, caput regni - Die Kultur des Prager Bürgertums zur Zeit Rudolfs II.

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 36 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Prag
1.1 Die Prager Agglomeration
1.2 Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz
1.3 Prag unter Rudolf II

2. Das Prager Bürgertum

3. Die bürgerliche Kultur
3.1 Bildung
3.1.1 Das Prager Schulsystem, schulische Ausbildung und Studium
3.1.2 Sprachkenntnisse
3.2 Die Buchkultur
3.2.1 Das Leseverhalten der Bürger
3.2.2 Exkurs: Die einheimische Bücherproduktion
3.3 Bürgerliche Hausgalerien
3.4 Musik
3.5 Architektur
3.5.1 Die bauliche Gestaltung
3.5.2 Interieur und Haushaltsgegenstände
3.6 Mode

Schlussbetrachtung

Literatur:

Abb. 1 (Titelseite):

Emblem der Prager Altstadt, aus: Bohatcová, Mirjam, Buchdruck und Publikationswesen im Prag der Jahre 1550-1650, S. 336.

Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kultur des Prager Bürgertums zur Zeit der Anwesenheit Rudolfs II. in Prag, also von 1583 bis zu seinem Tod 1612.

Betrachtet man die Kultur des Bürgertums um 1600, so ist es nicht möglich, diese auf wenige Bereiche wie Kunst, Literatur oder Musik zu beschränken. Vielmehr ist der Begriff ‚Kultur’ hier mit ‚Lebensstil’ zu übersetzen. Im Folgenden soll versucht werden, zunächst ein geschlossenes Erscheinungsbild Prags im Untersuchungszeitraum zu entwerfen und vor diesem Hintergrund die bürgerliche Kultur greifbar zu machen.

Die Literaturlage gestaltet sich dabei als nicht einfach, da viele einschlägige Abhandlungen ausschließlich auf Tschechisch veröffentlicht wurden. Auch gibt es kaum umfassende Betrachtungen zur bürgerlichen Kultur, die meisten Autoren beschäftigen sich nur mit einem oder wenigen Einzelaspekten. Hervorzuheben sind die Arbeiten von Jiří Pešek, welcher schon seit mehreren Jahren zum Prager Bürgertum forscht. Doch auch in seiner umfassendsten Arbeit zur bürgerlichen Alltagskultur[1] beschäftigt er sich nur mit den Bereichen der Schulbildung und der Rezeption der klassischen Kulturbestandteile Musik, Literatur und Kunst.

Grundlage der meisten Untersuchungen bilden bürgerliche Nachlassinventare oder Testamente. Zu beachten ist hier, dass diese stets nur einen Teil des Bürgertums beleuchten, nämlich Personen mit komplizierten Besitzverhältnissen bzw. verzeichnungswürdigem Vermögen. Doch auch wenn die Inventare nur einen Teil der bürgerlichen Schicht beleuchten, so waren es doch diese besser gestellten Bürger, die in ihrer Vorreiterrolle auch das Verhalten der weniger vermögenden stark beeinflussten. So mag der intensive Blick in die Nachlassinventare zulässig sein. Eine vollständige Untersuchung dieser Quellen steht jedoch noch aus. Für die Untersuchung der einzelnen Kulturaspekte wurden stets nur Ausschnitte des Gesamtinventarbestandes betrachtet.

Im ersten Kapitel der Arbeit soll ein Bild Prags im Untersuchungszeitraum entworfen werden. Dafür wird zunächst die Agglomeration selbst und ihre demographische Entwicklung dargestellt. Der zweite Abschnitt stellt daraufhin kurz die geschichtliche Ausgangssituation Prags vor, beginnend mit dem Ende des Schmalkaldischen Krieges 1547. Der dritte Abschnitt wendet sich schließlich Prag unter Rudolf II. zu.

Das zweite Kapitel rückt das Prager Bürgertum ins Zentrum des Interesses. Es soll die Frage geklärt werden, aus welchen Personen dieses Bürgertum bestand und wie sich die Gruppe ethnisch und beruflich zusammensetzte.

Das dritte Kapitel der Arbeit wendet sich schließlich der bürgerlichen Kultur zu. Dabei wird zunächst das Ausbildungssystem untersucht, um den Bildungshorizont der Prager Bürger als Ausgangspunkt für ihre weiteren kulturellen Aktivitäten abzustecken. Die Sprachkenntnisse werden dabei in einem gesonderten Abschnitt behandelt. Als zweiter Punkt steht die Buchkultur im Mittelpunkt. Dabei wird zunächst das Leseverhalten der Prager Bürger untersucht. Ein Exkurs stellt ergänzend die einheimische Buchproduktion vor. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit der bürgerlichen Kunstrezeption, insbesondere mit der Ausbildung privater Hausgalerien. Daran schließt im vierten Punkt die Betrachtung der Musikkultur an. Der fünfte Abschnitt behandelt daraufhin die bürgerlichen Architekturvorstellungen. Dabei wird sowohl die bauliche Gestaltung der Bürgerhäuser als auch die Art der Einrichtung sowie die Ausstattung der Haushalte untersucht. Abschließend wendet sich der letzte Abschnitt den Modevorstellungen der Prager Bürger zu.

1. Prag

1.1 Die Prager Agglomeration

Kam man als Außenstehender nach Prag, so erschien die Stadt stets als ein geschlossener Gesamtkomplex. Eigentlich war sie aber ein sonderbares Vielstadtgebilde, bestehend aus zunächst drei, später vier freien königlichen Städten: Altstadt, Neustadt und Kleinseite, ab 1598 erlangte zusätzlich die Burgstadt Hradschin königliche Privilegien.[2] Dazu kamen das jüdische Ghetto gleich neben der Altstadt sowie ein bis zwei Untertanenstädte. Die Altstadt war von allen die reichste und mächtigste, dazu die Hauptstadt Böhmens und der Länder der böhmischen Krone, Sitz der wichtigsten Landesämter[3] und Verwaltungsoberzentrum des Königreichs.[4]

Die Prager Agglomeration war bezüglich ihrer Größe und Einwohnerzahl in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wohl der größte Stadtkomplex Mitteleuropas. Schon um 1400 erreichte Prag ca. 30.000 Einwohner. Die Bevölkerungszahl sank zwar mit dem Verlust der Bedeutung als Residenzstadt[5] und dem Ausbruch der hussitischen Kriege 1419 auf etwa 28.000 ab, jedoch wurde Prag auch zu dieser Zeit in der Einwohnerzahl nur von Danzig übertroffen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts begann die Bevölkerung sprunghaft zu wachsen, was insbesondere der Förderung der Stadt durch Ferdinand von Tirol[6] zu verdanken war. Der Zustrom an Zuwanderern riss auch nach seinem Abschied aus Prag 1567 nicht ab, sondern nahm mit dem Umzug Rudolfs II. 1583 noch einmal rasant zu.[7] Lag die Einwohnerzahl Prags bei der Ankunft Rudolfs noch bei ca. 40.000[8], so war ihre Zahl zur Jahrhundertwende auf schätzungsweise 60.000 angewachsen.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Bevölkerungsentwicklung von Prag im Vergleich mit Danzig und Wien[10]

Die territoriale Ausdehnung Prags war schon im 14. Jahrhundert durch Karl IV. festgelegt worden. Das Land innerhalb der Stadtgrenzen war zu dieser Zeit jedoch über die Hälfte unbebaut, so dass sich die Stadt noch bis ins 19. Jahrhundert hinein innerhalb dieser Linien entwickeln konnte. Die Stadtfläche umfasste dabei ca. 747 ha.[11] Davon entfielen etwa 106 ha auf die Altstadt, von welcher jedoch das jüdische Ghetto abzuziehen ist. Die einzige hierfür in der Literatur angegebene Größe von 32 ha ist jedoch umstritten.[12] Kleinseite und Hradschin wurden mit 145 bzw. 30 ha Fläche angegeben. Die Neustadt war mit 360 ha der flächenmäßig größte Bestandteil der Agglomeration. Dazu kommen noch das königliche Schloss und das Bischofsviertel mit zusammen über 50 ha sowie die Burg Vyšehrad mit einer Fläche von 15 ha. Die dichteste Bebauung verzeichnete die Altstadt.[13] Insgesamt standen auf der mit Mauern umgebenen Stadtfläche um 1600 ca. 3.900 Wohnhäuser und rund 230 öffentliche Gebäude.[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Stadtplan von Prag, herausgegeben 1650[15]

1.2 Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz

Um 1600 gehörte Prag zu den prächtigsten Metropolen Europas. Dabei war die Ausgangssituation nach dem Schmalkaldischen Krieg, der für Prag 1547 mit dem missglückten Böhmischen Aufstand und der Besetzung durch das Heer Ferdinands I. endete, alles andere als günstig. Prag bzw. die Prager Altstadt war vor diesem Zeitpunkt nicht nur das Haupt des städtischen Standes gewesen,[16] sondern auch einer der dominierenden Faktoren auf der politischen Machtbühne des Landes überhaupt. Ferdinand I. nutzte seinen Sieg gegen die revoltierende Alt- und Neustadt sowie die adelige Opposition jedoch, um mit den Aufständischen auch gleich den ganzen städtischen Stand zu bestrafen und die städtische Macht in ähnlicher Weise zu brechen, wie er es schon 1522 mit dem rebellierenden Wien praktiziert hatte.[17] Über ausgewählte Repräsentanten der Prager Städte wurde Hausarrest oder der Verlust ihrer Güter verhängt, zehn Mal das Todesurteil ausgesprochen. Die Prager Waffenarsenale, die reichen Finanzreserven und riesigen städtischen Grundbesitze wurden konfisziert, die Zunftprivilegien widerrufen, das Kaduzitätsrecht[18] und die Zollerhebung beschränkt. Zudem wurde eine Strichsteuer sowie eine besondere Bier-, Fass- und Malzsteuer eingerichtet. Diese „ewige Biersteuer“ machte fortan etwa ein Drittel des gesamten städtischen Steueraufkommens aus. Dazu wurde die städtische Selbstverwaltung erheblich eingeschränkt und, was am schlechtesten verkraftet wurde, der Aufsicht königlicher Hauptmänner unterstellt.[19] Jedem dieser Hauptmänner wurde zusätzlich ein königlicher Richter untergeordnet, welcher im Stadtrat das entscheidende Wort hatte. Ferner wurde ein neues königliches Appellationsgericht eingerichtet, welches das Gericht der Prager Altstadt als letzte Berufungsinstanz für alle anderen Gerichte der freien königlichen Städte[20] ablöste. Damit war das politische Leben Prags fortan ganz dem monarchischen Staat untergeordnet.[21] Güter und Privilegien wurden zwar nach und nach teilweise zurückerstattet und auch die Zünfte neu gebildet, jedoch führten die genannten Maßnahmen zu einer anhaltenden Depolitisierung des städtischen Kollektivs.[22] Mit dieser politischen Entmachtung begann jedoch Prags Wandel vom ständischen Machtzentrum, in dem sich Adel und König niemals ganz sicher fühlen konnten, zu einer sich rasch entwickelnden und weltoffenen Großstadt. Besonders Erzherzog Ferdinand von Tirol, zweiter Sohn Ferdinands I. und seit 1547 böhmischer Statthalter, förderte die Entwicklung von Humanismus, Kunst und Wissenschaft in Prag und schuf die nötigen Voraussetzungen zur Ausbildung einer aristokratischen Gesellschaft. Dies begünstigte auch den wirtschaftlichen Aufschwung Prags und die Stadt gewann für Zuwanderer wieder an Attraktivität. Bebauungslöcher, die seit dem verheerenden Stadtbrand von 1541 auf der Kleinseite, der Prager Burg und Hradschin bestanden, begannen vom Land in die Stadt ziehende Adelige und sich ökonomisch schnell erholende Patrizier großzügig zu bebauen. Auch der Abschied Ferdinands von Tirol 1567 konnte die kulturelle Entwicklung Prags nicht mehr zum Erliegen bringen.[23]

1.3 Prag unter Rudolf II.

Mit dem Einzug Rudolfs II. nach Prag 1583 veränderte die Stadt nochmals ihr Gesicht.

Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Prag alle Funktionen einer Metropole als „übergeordnetes Zentrum von Aktivitäten im Sinne der Lenkung und Dominanz im Zentrum und den von ihm abhängigen Bereichen der Peripherie“[24] inne. Prag war Verwaltungszentrum und Hauptstadt des böhmischen Königreiches und der Länder der böhmischen Krone. Die Prager Burg war Residenz des Statthalters und bei deren Anwesenheit auch die von König oder Kaiser. Zusätzlich war sie Sitz der wichtigsten landesstaatlichen Ämter sowie des Appellationsgerichts und nach der Überführung des Hofes auch der Schlüsselämter von Hof und Kammer. Hier waren die böhmischen Landtafeln hinterlegt und das Tafelamt eingerichtet, welches die städtischen Privilegien, konstitutionelle und gesetzliche Beschlüsse, persönliche Privilegien der Aristokraten sowie den freien Grundbesitz im Land regelte. Auch war Prag das Zentrum der beiden anerkannten Landeskirchen, der katholischen und der utraquistischen[25]. Die katholische Kirchenverwaltung residierte auf der Prager Burg, die utraquistische war personal und lokal mit der alten Universität verbunden und hatte ihren Sitz im Altstädter Karolinum.[26] Neben den beiden anerkannten Kirchen waren jedoch auch Luthertum und Kalvinismus seit Ende des 16. Jahrhunderts in Prag fest etabliert, sowie die Gruppe der Böhmischen Brüder[27] und die größte jüdische Gemeinde Mitteleuropas. Damit war Prag zur Zeit Rudolfs II. in Mitteleuropa die Stadt mit der größten konfessionellen Vielfalt.[28] Des Weiteren war Prag Zentrum des Bildungswesens. Um 1600 existierten hier 17 lateinische Pfarrschulen, in den übrigen böhmischen Städten gab es jeweils nur eine (in Kuttenberg zwei). Seit 1348 lehrte die von Karl IV. gegründete und im 15. Jahrhundert unter den Hussiten reformierte Karlsuniversität, seit 1556 zusätzlich das Jesuitenkollegium, welches seit 1565 ebenfalls niedere akademische Grade verleihen durfte.[29] In enger Anbindung an das Schulwesen entwickelte sich Prag auch zum Hauptzentrum der schriftlichen Kultur. Die Stadt war der wichtigste Ort der Buchproduktion der böhmischen Länder. Von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des Ständestaates im Jahr 1620 gab es in Prag 69 ansässige Buchdrucker aus 28 Druckerfamilien mit ihren Werkstätten und zusätzlich ca. 33 teils nicht böhmische Saisondrucker.[30] Die einheimische Produktion bekam zusätzlich eine anregende Konkurrenz, da Prag auch die Zentrumsfunktion im Buchhandel übernahm.[31]

Mit dem Aufstieg zur Residenzstadt Rudolfs wurde Prag noch um einiges attraktiver. Einwanderungswellen veränderten zunehmend die ethnische und soziale Struktur der Stadt. Nicht nur Angehörige des Adels fühlten sich von der Nähe des Kaisers angezogen, auch Handwerker, Händler und Spekulanten versuchten in seinem Kielwasser ihr Glück zu machen. Eine rege Baukonjunktur veränderte das Aussehen Prags, neue Adelspaläste und Bürgerhäuser entstanden und überformten die alte Bausubstanz im Stil von Renaissance und Manierismus. Schon bald nach seiner Ankunft übte Rudolf selbst Druck aus für eine Verbesserung der städtischen Infrastruktur. Es wurde mit der Pflasterung der Stadtgassen begonnen und die unreinen Gewerbe von den Märkten entfernt. In den Prager Städten fand man nach der Jahrhundertwende insgesamt sechs zum Teil ganz neue Spitäler, dazu zwei kaiserliche, die ausschließlich für Hofleute bestimmt waren.[32] Rudolfs Förderung von Kultur und Wissenschaft erhob Prag schlussendlich zum kulturellen Zentrum Mitteleuropas.[33]

Die Anwesenheit des Kaiserhofes hatte jedoch nicht nur positive Wirkungen: Das sprunghafte Bevölkerungswachstum führte zu einer alle wichtigen Lebensbereiche erfassenden Preissteigerung. Um weitere Inflation zu verhindern, musste 1604 eine Teuerungsverordnung erlassen werden, um die Lebenshaltungskosten auf einem erträglichen Niveau zu halten.[34] Um 1600 war Prag zudem bevölkert von Massen von Bettlern, Dieben und Huren. Bäche voller Abfälle aus den Bürger- und Adelshäusern verschmutzten die schlammigen Straßen, auf den Plätzen stanken Misthaufen.[35] Im Zusammenspiel mit den mangelhaften hygienisch-administrativen Vorschriften und der hohen Bevölkerungsdichte kam es wiederholt zu Pestepidemien. Bereits vor Rudolfs Ankunft kam es 1568 und 1582 zu Ausbrüchen der Krankheit, die neunmonatige ‚Große Prager Pest’ von 1582 forderte dabei an die 14.000 Opfer.[36] Vor diesem Hintergrund zeigt sich das allgemeine Anwachsen der Bevölkerungszahlen (Kapitel 1.1) als noch gewaltiger. Weitere Pestwellen folgten 1585 und 1598/99.[37] Auch das Sondermandat Rudolfs gegen Straßenverunreinigungen 1599[38] hatte eine relativ geringe Wirkung, die nächste Pestwelle suchte Prag bereits 1606/07 heim.[39] Um wenigstens vermeidbare Katastrophen zu verhindern gab es strenge Polizeikontrollen, beispielsweise wurde überprüft, dass kein Bürger nachts in seiner Küche oder Werkstatt ein Feuer brennen ließ.[40]

[...]


[1] Pešek, Jiří, Měštanská vzdělanost a Kultura v Předbělohorských Čechách 1547-1620. Všední dny kulturního života [Bürgerliche Bildung und Kultur in Böhmen 1547-1620. Der Alltag des kulturellen Lebens], Praha 1993.

[2] Vgl. Hausenblasová, Jaroslava / Šroněk, Michal, Urbs Aurea, S. 67-68.

[3] Landgericht und Landtag

[4] Vgl. Pešek, Jiří, Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz (1483-1583), S.213, 214.

[5] 1378 fiel Böhmen von Karl IV. an seinen Sohn Wenzel IV. Dieser wurde 1400 als König des Heiligen Römischen Reiches abgesetzt, blieb jedoch weiterhin König von Böhmen. Sein Tod 1419 löste endgültig die Hussitenbewegung aus, zumal sein Bruder Sigismund damit scheiterte, nach Wenzels Tod die Landesherrschaft in Böhmen als Erbe 1420 zu übernehmen. Vgl. Ploetz, Carl (Begr.), Der große Ploetz, S. 493-496.

[6] Zweiter Sohn Ferdinands I, siehe Kapitel 1.2.

[7] Vgl. Belzyt, Leszek, Demographische Entwicklung und ethnische Pluralität in den größten Städten Ostmitteleuropas 1400-1600, S. 62-63.

[8] Vgl. Pešek, Jiří, Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz (1483-1583), S.220.

[9] Vgl. Belzyt, Leszek, Demographische Entwicklung und ethnische Pluralität in den größten Städten Ostmitteleuropas 1400-1600, S. 64.

[10] Vgl. Ebd, S. 69.

[11] Vgl. Lichtenberger, Elisabeth, Wien – Prag, S. 37.

[12] Das Judenviertel war vermutlich kleiner als 32 ha. Vgl. Belzyt, Leszek, Krakau und Prag zwischen 14. und 17. Jahrhundert, S. 15.

[13] Vgl. Ebd.

[14] Vgl. Ders, Residenzen und Bürger, S. 55.

[15] Plan der Stadt Prag aus M. Zeidlers Topographia Bohemiae, herausgegeben von M. Merian in Frankfurt 1650, aus: Fehr, Götz / Neumeister, Werner (Hg.), Prag, S. 152.

[16] Durch die Böhmische Landesordnung 1549 wurden drei Stände festgelegt: Herren-, Ritter- und Städtestand, wobei der Städtestand durch das Bürgertum der königlichen Städte vertreten wurde. Vgl. Richter, Karl, Die böhmischen Länder von 1471–1740, S. 249.

[17] Vgl. Pešek, Jiří, Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz (1483-1583), S. 218.

Vgl. Ders, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S.252.

[18] Kaduzität: Erbfall der Vermächtnisnehmer. Hinterlässt ein Verstorbener weder Erben noch Legatare, so fällt der Besitz als erbloses Gut an Staat oder Stadt, im so genannten Heimfallrecht oder der Kaduzität.

[19] Vgl. Ebd, S. 252.

Vgl. Hausenblasová, Jaroslava / Šroněk, Michal, Urbs Aurea, S. 70.

Vgl. Hoensch, Jörg K., Geschichte Böhmens, S. 195.

[20] Mitte des 16. Jahrhunderts gab es 39 freie königliche Städte im böhmischen Königreich. Vgl. Ledvinka, Václav / Pešek, Jiří, Das Bürgertum, das städtische öffentliche und private Leben, S. 287.

[21] Vgl. Hausenblasová, Jaroslava / Šroněk, Michal, Urbs Aurea, S. 72.

[22] Vgl. Ledvinka, Václav / Pešek, Jiří, Das Bürgertum, das städtische öffentliche und private Leben, S. 289.

[23] Vgl. Pešek, Jiří, Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz (1483-1583), S. 218-220.

[24] Ders, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S. 252.

[25] Utraquisten: Partei der Hussiten, formierten sich zu Beginn der hussitischen Kriege. Das Prager Bürgertum gehörte zum großen Teil der utraquistischen Kirche an.

[26] Vgl. Pešek, Jiří, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S. 252-253.

[27] Böhmische Brüder: Abspaltung von der Utraquisten, diese vollzog sich in der Mitte des 15. Jahrhunderts.

[28] Vgl. Palmitessa, James R., Das Rudolfinische Prag, „Mitteleuropa“ und einige Tendenzen der neueren amerikanischen und westeuropäischen Stadtgeschichtsforschung der Frühen Neuzeit, S. 194.

[29] Vgl. Pešek, Jiří, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S. 252-253.

[30] Vgl. Bohatcová, Mirjam, Buchdruck und Publikationswesen im Prag der Jahre 1550-1650, S. 332.

[31] Vgl. Pešek, Jiří, Prag auf dem Weg zur kaiserlichen Residenz (1483-1583), S. 222.

[32] Vgl. Hojda, Zdeněk, Prag um 1600 als multikulturelle Stadt, S. 232

[33] Vgl. Hausenblasová, Jaroslava, Prag und der Habsburger Hof – Koexistenz und Distanz, S. 16.

[34] Vgl. Ledvinka, Václav / Pešek, Jiří, Das Bürgertum, das städtische öffentliche und private Leben, S. 291.

[35] Vgl. Pešek, Jiří, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S. 261.

[36] Vgl. Hausenblasová, Jaroslava / Šroněk, Michal, Urbs Aurea, S. 146.

[37] Vgl. Ledvinka, Václav / Pešek, Jiří, Das Bürgertum, das städtische öffentliche und private Leben, S. 291.

[38] Vgl. Hausenblasová, Jaroslava / Šroněk, Michal, Urbs Aurea, S. 146.

[39] Vgl. Ledvinka, Václav / Pešek, Jiří, Das Bürgertum, das städtische öffentliche und private Leben, S. 291.

[40] Vgl. Pešek, Jiří, Geschichte der Stadt Prag in den Jahren 1550-1650, S. 261.

Details

Seiten
36
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638726177
Dateigröße
4.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v74816
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,0
Schlagworte
Praga Kultur Prager Bürgertums Zeit Rudolfs Prag Bürgertum Rudolf II. Böhmen Oberseminar

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Titel: Praga, caput regni - Die Kultur des Prager Bürgertums zur Zeit Rudolfs II.