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„Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann im Lichte Freuds

Hausarbeit 2003 12 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwei berühmte Männer

3. Das Unheimliche
3.1. Versuch einer Definition
3.2. Das Unheimliche in der Dichtung
3.3. Das Unheimliche in „Der Sandmann“

4. Zusammenfassung

5. Bibliographie

1. Einleitung

Zwischen dem österreichischen Psychologen und Psychiater Sigmund Freud und dem deutschen Schriftsteller Ernst Theodor Amadeus Hoffmann scheint es auf den ersten Blick keine Beziehung zu geben und doch kann man ein gewisses Interesse des Begründers der Psychoanalyse an der schriftstellerischen Arbeit des Multitalentes Hoffmann nicht leugnen.

104 Jahre nach der Niederschrift der Novelle „Der Sandmann“ nutzt Freud diese 1919, um in seinem analytischen Artikel „Das Unheimliche“ zu zeigen, wie Hoffmann es schafft, eben dieses Gefühl des Unheimlichen beim Leser hervorzurufen.

Ob der Künstler E.T.A. Hoffmann, durch seine Arbeit am Kammergericht mit gewissen Entwicklungen in der Psychologie vertraut, mit der Freudschen Interpretation seines Werkes einverstanden gewesen wäre, möchte ich bereits am Beginn meiner Arbeit in Frage stellen.

Ich werde im Folgenden versuchen, die Definition des Unheimlichen nach Freud und dessen Auslegungen über die Ursache des Unheimlichen in „Der Sandmann“ darzustellen.

2. Zwei berühmte Männer

Zwei Männer, die Geschichte schrieben: der eine als Dichter des Unheimlichen, Geheimnisvollen und Fantastischen in der deutschen Romantik und der andere als Begründer der Psychoanalyse.

Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wird am 24. Januar 1776 in Königsberg als Sohn des Advokaten Christoph Ludwig Hoffmann und dessen Cousine Louise Albertina, geborene Doerffer, geboren. Seine Eltern trennen sich jedoch schon zwei Jahre nach seiner Geburt und der junge Hoffmann wächst bei der ständig kränkelnden und gemütskranken Mutter auf. Bekannt wird er unter dem Namen Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, den er erstmals 1804 auf dem Titelblatt der Partitur des, von ihm selbst komponierten, Singspiels „Die lustigen Musikanten“ nach Brentano verwendet und damit seine Verehrung für Wolfgang Amadeus Mozart zum Ausdruck bringt.

Trotz seiner anfangs vor allem musikalischen Ambitionen beginnt er 1792, nach Besuch der Königsberger Burgschule, das Jurastudium an der Universität in seiner Heimatstadt, beendet es mit ausnehmend gut und wird, bis auf einige Jahre Unterbrechung, als Jurist sein Geld verdienen. Aber auch während der Jahre seiner Berufstätigkeit verliert er die Musik und die Malerei nie aus den Augen. Im Gegenteil, er sieht im Künstlerberuf eine Alternative zu seiner Beamtenlaufbahn, wird es aber nie schaffen, seine Kunst zum Broterwerb zu machen. Sein Engagement 1808 am Bamberger Theater als Kapellmeister und seine Anstellung als Musikdirektor bei der Secondaschen Truppe, mit der er 1813 zwischen Dresden und Leipzig hin und her pendelte, waren für ihn eine Enttäuschung und so kehrte er an das Berliner Kammergericht zurück, wo er bis zu seinem Tod 1822 tätig blieb.

Hoffmann veröffentlichte zwar bereits ab 1809 erste literarische Arbeiten, beginnend mit der Erzählung „Ritter Gluck“, aber seine eigentliche schriftstellerische Tätigkeit beschränkt sich auf seine letzten Jahre in Berlin. So entstanden 1814 das Sammelwerk „Fantasiestücke in Callots Manier“ und 1816/1817 die beiden Bände der „Nachtstücke“, die allerdings zu Lebzeiten des Autors nur ein mal aufgelegt wurden.

E.T.A. Hoffmann hinterließ, sowohl mit seinen literarischen als auch musikalischen Schöpfungen, ein beeindruckendes künstlerisches Werk und wurde, dank der Übersetzung der „Fantasiestücke“ von J.J. Ampere, vor allem zur Inspiration vieler französischer Schriftsteller.

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Details

Seiten
12
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638742559
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v73493
Institution / Hochschule
Université Paris-Sorbonne (Paris IV)
Note
1,0
Schlagworte
Sandmann“ Hoffmann Lichte Freuds Einführung Literatur Thema Der Sandmann

Autor

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Titel: „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann im Lichte Freuds