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Exegese zu 2. Könige 13, 10 - 25

Quellenexegese 2003 21 Seiten

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bearbeitung des hebräischen Textes
2.1 Legende

3 Übersetzung

4. Textkritik

5. Erschließung des Textes und seiner Textur
5.1 Gliederung des Textes
5.2 Sichtung der geschichtsbezogenen Gliederungsdaten
5.2.1 Ortsmarken
5.2.2 Zeitmarken
5.2.3 Ereignisträger
5.3 Textur und Textformation

6. Der Text als historisches Kommunikat
6.1 Konkordanzuntersuchung
6.2 Entstehungszeit und Entstehungsmilieu
6.3 Überlieferungsträger

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Proseminararbeit zu 2. Könige 13, 14 - 25 hat das Ziel, die im Proseminar besprochenen Methodenschritte einer alttestamentlichen Exegese auf einen Bibeltext anzuwenden.

Die Methodenschritte orientieren sich dabei am Leitfaden für die Erschließung alttestamentlicher Texte[1].

Mit Hilfe von verschiedener Literatur zu diesem Text und seinem Umfeld habe ich versucht, meine Eindrücke zu untermauern und zu belegen.

2. Bearbeitung des hebräischer Textes: 2. Könige 13, 10 - 25

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1 Legende

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Übersetzung

10 Im Jahr 37 Joaschs, des Königs von Juda, wurde Joasch, der Sohn des Joahas, König über Israel in Samaria sechzehn Jahre.
11 Und er tat das böse in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. Er lebte darin.
12 Und der Rest der Berichte des Joasch und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, wie er mit Amazja, dem König von Juda, Krieg geführt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel ?
13 Und Joasch legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf seinen Thron. Joasch aber wurde in Samaria begraben bei den Königen von Israel.
14 Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, durch welche er starb. Und Joasch, der König von Israel, kam zu ihm herab und weinte über seinem Gesicht und sagte: Mein Vater, mein Vater! Schutz Israels und sein Kriegswagen!
15 Und Elisa sprach zu ihm: Nimm einen Bogen und Pfeile! Und er nahm zu ihm Bogen und Pfeile.
16 Und er sprach zum König Israels: Lege deine Hand auf den Bogen! Und er legte seine Hand auf ihn; und es legte Elisa seine Hände auf die Hände des Königs.
17 Und er sprach: Öffne das Fenster nach Osten hin! Und er öffnete es. Und Elisa sprach: Schieß! Und er schoss. Und er sprach: Pfeil der Rettung von dem HERRN und Pfeil der Rettung gegen Aram! Und du wirst Aram bei Afek schlagen bis zur Vertilgung.
18 Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und er nahm sie. Und er sprach zum König Israels: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hörte auf zu tun.
19 Und der Mann Gottes wurde zornig über ihn und sprach: Zu schlagen war fünf- oder sechsmal, dann hättest du Aram bis zur Vernichtung geschlagen. Jetzt aber wirst du Aram dreimal schlagen.
20 Und Elisa starb, und sie begruben ihn. Und es kamen Räuberbanden Moabs ins Land, als das Jahr anfing.
21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Räuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas und sie gingen weg. Als der Mann die Gebeine Elisas berührte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine Füße.
22 Und Hasael, der König von Aram, bedrängte Israel alle Tage des Joahas.
23 Aber der HERR war ihnen gnädig, erbarmte sich über sie und wandte sich ihnen zu wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Er wollte sie nicht vernichten und verwarf sie nicht von seinem Angesicht bis dahin.
24 Und Hasael, der König von Aram, starb. Und sein Sohn Ben-Hadad wurde an seiner Stelle König.
25 Da entriss Joasch, der Sohn des Joahas, der Hand Ben - Hadads, des Sohnes Hasaels, die Städte wieder, die dieser aus der Hand seines Vaters Joahas im Krieg genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joasch und brachte die Städte Israels wieder zurück.

4. Textkritik

Nach dem Leitfaden zur Erschließung alttestamentlicher Texte nach HARDMEIER/RUWE[1] handelt es sich bei Texten aus dem Alten Testament um Traditionsliteratur.

Aus diesem Grund muss im Folgenden der textkritische Apparat der BHS erklärt werden, um herauszufinden, welche Textstellen durch Abschreibprozesse oder Sonstiges absichtlich oder unabsichtlich verändert worden sind.

In Vers 10 wird die Zeitmarke [b;v,w" ~yvil{v. des MT nach der Septuaginta, Handschrift 127 in das 40. Jahr und nach der Handschrift 245 in das 36. Jahr geändert. Weiterhin ist in dem Codex Brasilano – Vaticanus die Zeitmarke

39. Jahr zu finden. Welche dieser Angaben nun als richtig (recte?) zu bewerten sind, ist allerdings fraglich.

Im selben Vers wird außerdem die Regierungszeit des Joasch (hn"v' href.[, vve) nach der syrischen Übersetzung (der Peschitta nach der Londoner Polyglotte) in 13 Jahre geändert.

In Vers 11 scheint (vid = videre) es, dass die Präposition B., die im MT mit dem Suffix der 3. Person, feminin, Singular (HB') zu finden ist, nach den meisten hebräischen Handschriften in allen Versionen mit dem Suffix der 3. Person, feminin, Plural versehen ist. Folglich sollte !heB gelesen werden.

Für den Vers 14 zeigt der textkritische Apparat, dass die Redewendung wyv'r'p'W laer'f.yI bk,r, ybia' ybia der Stelle in 2. Könige 2, 12 gleicht.

Für den Vers 18 weist der Apparat darauf hin, dass laer'f.yI-%l,m,l in der Septuaginta, Handschrift 107, und im syrischem Text zerstört ist (dl = delendum est).

[...]


[1] Prof. Christof Hardmeier / Dr. Andreas Ruwe, Leitfaden zur Erschließung alttestamentlicher Texte, Entwurf 2: 28.09.03.

[2] die o. g. Bezeichnung ist als Ehrenbezeichnung für Elisa zu verstehen, unterstreicht seine Bedeutung für Israel als militärischen Faktor; diese Bezeichnung ist weiterhin nur in 2. Könige 2, 12 als Titel für Elija zu finden.

Details

Seiten
21
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638733410
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v72838
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Theologische Fakultät
Note
2,8
Schlagworte
Exegese Könige Proseminar

Autor

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