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Filmanalyse des Filmes „Fight Club“ unter dem Gesichtspunkt: Inwiefern kann der Film in der sozialpädagogischen Praxis Verwendung finden?

Seminararbeit 2004 7 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

1) Formales

2) Inhaltliches
2.1) Verschiedene Ebenen
2.1.2) Gesellschaftskritik - Determinanten der Hauptfigur- Wie kam die Ausgangssituation zu Stande?
2.1.3) Selbstfindung - Lebenseinstellungen/ Leitmotive der einzelnen Personen - Wer steht für was?
2.1.4) Der„Fight Club“ oder „Tyler Durden“ - Bedeutung und Stellenwert der Gewalt - Unterhaltung oder stilistisches Mittel?
2.2) Beziehungen der Figuren zum Erzähler- Was passiert mit dem Erzähler?

3) Sozialpädagogische Einsetzbarkeit des Filmes

1) Formales:

Der Kinofilm „Fight Club“ ist 1999 unter der Regie von David Fischer nach einem Drehbuch von Jim Uhls und einer Romanvorlage von Chuck Palahniuk in der USA erschienen. In den Hauptrollen spielen:

- Brad Pitt als Tyler Durden
- Edward Norton als Erzähler
- Helena Bonham Carter als Marla Singer
- Meat Loaf Aday als Robert Paulsen

Er ist von „Linson Films/New Regency Productions“ produziert worden und hat eine Länge von 139 Minuten. „Fight Club“ ist ab 18 Jahren freigegeben, und hatte seine Deutschlandpremiere am 11.11.1999 in Bremen. Während seiner Spielzeit wurde er von 1.055.000 Kinobesuchern deutschlandweit gesehen.

In den USA spielte der Film 38 Mio Dollar ein.

2) Inhaltliches:

2.1) Verschiedene Ebenen:

Durch die Vielzahl von verknüpften Thematiken im vorliegenden Film, versuche ich mich hier auf die sozialpädagogisch relevanten zu beschränken. Der Film stellt ein gesellschaftskritisches psychologisches Persönlichkeitskonstrukt dar. Hierbei habe ich mich für eine kurze Beschreibung der Ausgangsperson, also des Erzählers, einen kurzen Überblick über die Symbolik der wichtigsten Charaktere sowie die Bedeutung der Gewalt entschieden.

2.1.2) Gesellschaftskritik

- Determinanten der Hauptfigur- Wie kam die Ausgangssituation zu Stande?

„Fight Club“ kritisiert den aktuellen moralischen Zustand der Gesellschaft. Genauer wird hier die kapitalistische Haltung mit ihrer uneingeschränkten Gewinnmaximierung und ihrem Streben nach dem perfekten repräsentativen Schein nach außen aufgezeigt. Ansatzpunkt für diese Kritik bildet die Gestaltung der Arbeits- und Freizeitwelt in der sich die Hauptfigur, der namenlose Erzähler, Tag ein und Tag aus bewegt. Seine berufliche Aufgabe besteht darin, für eine Automobilfirma im Einzelfall zu klären, ob sich bei einem schwerwiegenden Produktmangel eine Rückrufaktion lohnt oder nicht. Mit anderen Worten muss er beruflich Menschenleben gegen Profit aufrechnen und in diesem Zusammenhang oftmals gravierende Entscheidungen treffen. Das zwischenmenschliche Klima am Arbeitsplatz ist geprägt von den Anforderungen einer scharfen Konkurrenz. Hierdurch fühlt sich der Erzähler gezwungen nach außen hin eine gewisse Fassade aufzubauen und keine Schwächen zuzulassen. Dieser Fassadenzwang verlängert sich bei ihm allerdings in den Privat- und Freizeitbereich hinein. Selbst hier bleibt ihm kein Platz für Persönliches, alles verläuft in normierten Bahnen. Die Werbung vermittelt stereotype Bedürfnisse und liefert gleich den Weg ihrer Erfüllung mit. Der Erzähler bezeichnet sich in diesem Zusammenhang einmal als „Sklave des Ikea Nestbautriebs“. Es ist eine Art von Zwang der ihn dazu treibt seinem Komplettierungsdrang nachzukommen. Er strebt nach einem künstlichen Ideal, um nach außen sein Scheinbild zu perfektionieren. Dieser ausgeprägte Materialis-mus erdrückt seine Persönlichkeit, so dass die Hauptfigur eigentlich nur noch auf seine Umwelt reagiert, diese aber in der frühen Phase des Films nicht beeinflussen kann. Er pendelt zwischen den von der Gesellschaft suggerierten Bedürfnissen und dem entsprechenden Zwang zur Geldbeschaffung. Die Position des Erzählers kann also mit der eines Hamsters in einem Laufrad verglichen werden. Es geht immer im gleichen Rhythmus in die gleiche Richtung ohne Hoffnung auf Veränderung.

2.1.3) Selbstfindung

- Lebenseinstellungen/ Leitmotive der einzelnen Personen - Wer steht für was?

„Fight Club“ kann weiter als Geschichte einer Selbstfindung gesehen werden. Verschiedene Figuren die dem Erzähler begegnen, repräsentieren seine einzelnen Entwicklungsphasen.

Anfänglich erleben wir den Erzähler als eine neurotisch angepasste Persönlichkeit mit ausgeprägten Lebensängsten, der jede Möglichkeit zur Beeinflussung der Welt abhanden gekommen ist. Er hat weder Zugang zur Welt, noch zum weiblichen Geschlecht. Nachdem er anfängt, durch Schlafstörungen getrieben, an verschiedensten Selbsthilfegruppen teilzunehmen, vollzieht sich bei ihm ein erster Entwicklungsschritt:

[...]

Details

Seiten
7
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638720724
Dateigröße
391 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v72790
Institution / Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Schlagworte
Filmanalyse Filmes Club“ Gesichtspunkt Inwiefern Film Praxis Verwendung

Autor

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Titel: Filmanalyse des Filmes „Fight Club“ unter dem Gesichtspunkt: Inwiefern kann der Film in der sozialpädagogischen Praxis Verwendung finden?