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Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht

Seminararbeit 2006 10 Seiten

Didaktik - Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Themenstellung

2. Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht
2.1 Zweck und Nutzen der Verwendung von Bildern im Geschichtsunterricht
2.2 Unterrichtsplanung und Vorbereitung
2.3 Schülerorientierter Umgang mit Bildern im Geschichtsunterricht

3. Resümee

Literaturverzeichnis:

1. Themenstellung

In modernen Schulbüchern finden die Geschichtslehrerin und der Geschichtslehrer heute eine Vielzahl von Bildern und bildhaften Darstellungen zu historischen Ereignissen oder Persönlichkeiten. Jedoch werden diese, trotz des reichen Angebotes, wie eh und je als farbige Abwechslung, allenfalls als Dekoration des Textes, angesehen.[1] Einen Grund hierfür sehen Bergmann und Schneider in der mangelhaften Lehrerausbildung auf diesem Gebiet.[2]

Um diesem möglichen Defizit entgegenzuwirken, sollen im Rahmen dieser Arbeit vor allem praktische Aspekte beim Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht geklärt werden. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung: Wie gehe ich als Lehrerin mit Bildern um und welche Art der Vorbereitung ist nötig, um diese für die Geschichtsvermittlung sinnvoll zu nutzen? Und: Wie kann ich den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu und den Umgang mit Bildern im Geschichtsunterricht erleichtern?

Vorweg ist jedoch zu klären, warum Bilder überhaupt im Geschichtsunterricht verwendet werden sollten, gelten sie doch, wie Bergmann und Schneider es nennen, als unhistorische Momentaufnahmen.[3]

Zur Bearbeitung der oben genannten Fragen wird vor allem das im Jahre 2005 in 3. Auflage erschienene „Handbuch Medien im Geschichtsunterricht“ von Schneider und Pandel herangezogen.[4]

2. Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht

2.1 Zweck und Nutzen der Verwendung von Bildern im Geschichtsunterricht

Bilder im Unterricht gezielt als Informationsquelle der Vergangenheit zu verwenden, ist sinnvoll, weil sich so abstrakte und lebensferne Sachverhalte, mit denen man es gerade im Geschichtsunterricht aufgrund der zeitlichen Entfernung häufig zu tun hat, veranschaulichen lassen.[5] Bilder sprechen zudem emotional an, wodurch sich Betroffenheit und somit erhöhte Aufmerksamkeit bei Schülerinnen und Schülern erzeugen lässt.[6] Von Bildern gehe, so Bergmann und Schneider, zudem ein Motivationsschub aus, der von Textquellen kaum mehr zu überbieten sei, da sich das Unterrichtsmedium Text im Laufe der Zeit abgenutzt habe.[7]

In der Vorrede seines Werkes „Orbis pictus“ formulierte Comenius den noch heute geltenden Gewinn der Bebilderung des Unterrichts: „Es ist aber nichts in dem Verstand, wo es nicht zuvor im Sinn gewesen.“[8] Hierin wird deutlich, dass sich auch neue Gegenstände für Kinder eröffnen bzw. erschließen lassen, wenn man sie „versinnlicht“, also über die Sinne wahrnehmbar macht. Geschichte kann also, wenn sie sichtbar, hörbar, fühlbar oder sogar schmeckbar gestaltet wird, dem Lernenden greifbar und begreifbar gemacht werden und verliert somit vielleicht sogar einen Teil des verstaubten, lebensfremden Images, mit dem sich das Fach auch heute noch auseinanderzusetzen hat.

2.2 Unterrichtsplanung und Vorbereitung

Für den Einsatz im Geschichtsunterricht scheinen bei adäquater Fragestellung alle Arten von Bildern geeignet zu sein.[9] Neben Gemälden, Photographien und Karten[10] sind auch Karikaturen[11], Plakate[12], Bildgeschichten[13] und Comics[14], ja selbst Darstellungen zu kommerziellem Zweck, also Werbemittel[15], einsetzbar, sofern den Besonderheiten des jeweiligen Mediums Rechnung getragen wird.

Das Bild als Unterrichtsmedium bietet dem/der Unterrichtenden eine Reihe von Vorteilen. Bilder sind zum einen leicht verfügbar und ihre Verwendung im Unterricht bedarf keines hohen technischen Aufwandes. Zum anderen können sie den Lernenden kostengünstig und dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer großer Vorteil liegt in der Möglichkeit der Schüleraktivierung. So können Bilder nicht nur interpretiert, sondern auch manuell bearbeitet und verändert werden.[16]

[...]


[1] Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 213.

[2] Ebd.: S. 216.

[3] Ebd.: S. 211.

[4] Pandel, H.-J. / Schneider, G. (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. (Forum Historisches Lernen), Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verlag, 2005.

[5] Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. S. 213.

[6] Ebd.

[7] Ebd.: S. 215.

[8] Ebd.: S. 212.

[9] Ebd.: S. 223.

[10] Ebd.: S. 217-218.

[11] Pandel, H.-J.: Karikaturen. Gezeichnete Kommentare und visuelle Leitartikel. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 255-276.

[12] Schneider, G.: Das Plakat. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 277-338.

[13] Pandel, H.-J.: Visuelles Erzählen. Zur Didaktik von Bildergeschichten. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 387-406.

[14] Ders.: Comics. Gezeichnete Narrativität und gedeutete Geschichte. In: Pandel/Schneider (Hg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2005. S. 339-364.

[15] Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. S. 220-221.

[16] Bergmann, K./ Schneider, G.: Das Bild. S. 231.

Details

Seiten
10
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638733243
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v72603
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Historisches Institut
Note
gut
Schlagworte
Umgang Bildern Darstellungen Geschichtsunterricht Einführung Geschichtsdidaktik

Autor

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Titel: Der praktische Umgang mit Bildern und bildhaften Darstellungen im Geschichtsunterricht