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Vergleich der Ansätze für den elektronischen Datenaustausch in unterschiedlichen Industriesparten am Beispiel der Automobil- und Pharmaindustrie

Diplomarbeit 2006 201 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Logistik
2.1 Entwicklung der Logistik
2.2 Definition der Logistik
2.3 Ziele der Logistik
2.4 Effizienz in der Logistik
2.5 Logistiksysteme
2.5.1 Definition System
2.5.2 Merkmale von Logistiksystemen
2.5.3 Logistische Daten- und Informationsverarbeitung
2.6 Logistik versus Supply-Chain-Management

3 e-Business
3.1 Daten und Informationen
3.2 Standards
3.3 Einführung von Standards
3.4 Systematisierung von e-Business Standards
3.4.1 Identifikationstandards
3.4.2 Klassifikationsstandards
3.4.3 Katalogstandards
3.4.4 Transaktionsstandards
3.4.5 Geschäftsprozessstandards
3.4.6 Technische Standards

4 Datenaustauschtechnik auf Materialflussebene
4.1 Identifikationstechnologien
4.1.1 Barcodes
4.1.2 Grundlagen der RFID-Technologie
4.2 Transaktionstechniken
4.2.1 EDI
4.2.2 XML

5 Wertschöpfungsprozesse mit Auto-ID
5.1 Forschung und Entwicklung
5.2 Versorgung
5.3 Auftragsabwicklung
5.3.1 Material- und Lagerlogistik
5.3.2 Produktionslogistik
5.3.3 Warenausgang
5.4 Entsorgung
5.5 Mehrwegkreisläufe
5.6 Prozessvorteile durch RFID

6 Chemieindustrie

7 Pharmaindustrie
7.1 Wertschöpfungsprozesse der Pharmaindustrie
7.1.1 Forschung und Entwicklung
7.1.2 Versorgung
7.1.3 Auftragsabwicklung
7.1.4 Distributionslogistik
7.1.5 Entsorgung
7.2 Beispielprozesse Pharma
7.3 Status Quo: elektronischer Datenaustausch in der Pharmaindustrie
7.4 Food and Drug Administration
7.5 RFID-Standardisierung in der Pharmaindustrie
7.5.1 Standardisierungsbemühungen in der Branche
7.5.2 Standardisierungsbemühungen durch anderen Interessensgruppen
7.6 Technologische Anforderungen an RFID in der Pharmaindustrie
7.7 Zusammenfassung und Bewertung

8 Automobilindustrie
8.1 Wertschöpfungsprozesse in der Automobilindustrie
8.1.1 Forschung und Entwicklung
8.1.2 Versorgung
8.1.3 Auftragsabwicklung
8.1.4 Distributionslogistik
8.1.5 Ersatzteillogistik
8.1.6 Entsorgung
8.1.7 Dienstleistung
8.2 Status Quo: Identifikationstechnik in der Automobilindustrie
8.3 Gremien und Ansätze RFID-Standardisierung in der Automobilindustrie
8.3.1 Standardisierung international
8.3.2 Standardisierung für Behälter
8.3.3 Standardisierung für Reifen
8.4 Technologische Anforderungen an RFID in der Automobilindustrie
8.5 Zusammenfassung und Bewertung

9 Analyse: Vergleich der Branchen
9.1 Forschung und Entwicklung
9.2 Versorgung
9.3 Auftragsabwicklung
9.3.1 Material- und Lagerlogistik
9.3.2 Mehrwegkreisläufe
9.3.3 Produktion
9.3.4 Warenausgang
9.4 Distribution
9.5 Entsorgung

10 Fazit

Anhang
A Identifikationstandards Barcode
A.1 EAN-Code
A.2 Code 39
A.3 Codabar
A.4 Code 128
A.5 ITF (Interleaved 2/5)
A.6 Matrix Code
B Klassifikationsstandards
B.1 UNSPSC
B.2 ecl@ss
B.3 Global Product Classification
B.4 Elektrotechnisches Informationsmodell
B.5 proficl@ss
B.6 Standard-Warenklassifikation
C Katalogstandards
C.1 Elektronische Marktplätze
C.2 Katalogstandards allgemein
C.3 BMEcat
C.4 Commerce XML
C.5 xCBL
C.6 Rosettanet
C.7 PRICAT
C.8 PRODAT
C.9 Datanorm und Eldanorm
D Transaktionsstandards
D.1 EANCOM
D.2 Odette
D.3 PHOENIX
D.4 xCBL
D.5 UBL
D.6 OAGIS
D.7 openTrans
D.8 Chem eStandards

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Informations-, Steuerungs- und Kommunikationssystem in Bezug auf den logistischen Prozess

Abbildung 2: Vernetzung von Unternehmen in m:n Beziehungen

Abbildung 3: Logistikleitzentrale

Abbildung 4: Geschäftsprozess

Abbildung 5: e-Business und supply chain management

Abbildung 6: Aufbau des Wissensmanagement

Abbildung 7: Grobsystematisierung von Standards

Abbildung 8: Bezugsebenen fachlicher und technischer Standards

Abbildung 9: Ideale Implementierung eines Produktklassifikationssystems

Abbildung 10: Unternehmensprozesse mit eBusiness Standards

Abbildung 11: Zusammenspiel von Transaktionstechnik und Identifikationstechnik entlang der SC

Abbildung 12: Auto-ID Technologien

Abbildung 13: Grundlegender Aufbau eines Barcodes

Abbildung 14: Komponenten eines RFID-Systems

Abbildung 15: Parallelen zwichen EPCglobal Network und dem WWW

Abbildung 16: Darstellung von Identnummern im EPC (Beispiel EAN)

Abbildung 17: Unternehmensinternes und –übergreifendes Prozesskettenmodell

Abbildung 18: Standardprozesskette von Industrieunternehmen mit IuK Schnittstellen

Abbildung 19: Schnittstellen der Wertschöpfungskette mit Identifikationssystemen

Abbildung 20: Prozesskette Wareneingang

Abbildung 21: Prozesskette Warenausgang

Abbildung 22: Mehrwegkreislauf

Abbildung 23: Gesamtchemiemarkt (einschließlich Pharmazeutika) nach Regionen in 2004

Abbildung 24: Struktur der Chemieindustrie und ihrer Folgeindustrien

Abbildung 25: Wertschöpfungskette der Pharmaindustrie

Abbildung 26: Mögliche Wege der Pharmadistribution

Abbildung 27: Tagging von Verpackungen auf verschiedenen Ebenen

Abbildung 28: Anstieg der Fälle von Medikamentenfälschungen

Abbildung 29: Kosten und Nutzen von RFID in der Pharmawertschöpfungskette

Abbildung 30: Wertschöpfungsnetzwerk in der Automobilindustrie

Abbildung 31: Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie

Abbildung 32: prinzipieller Aufbau eines Pkw-Montagewerks

Abbildung 33: Kosten und Nutzen von RFID in der Autoindustrie

Abbildung 34: Beispiel für EAN-Codes

Abbildung 35: Beispiel EAN in Deutschland

Abbildung 36: Aufbau des UNSPC Codes

Abbildung 37: Aufbau von ecl@ss

Abbildung 38: Systematik der GPC Klassifikation

Abbildung 39: Aufbau des SWK

Abbildung 40: EDI/Extranet versus E-Marktplatz

Abbildung 41: Arten von E-Marktplätzen

Abbildung 42: Datenbereiche des Katalogdokuments

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Barcodes mit ihren Anwendungsgebieten

Tabelle 2: Unterschiedsmerkmale passiver RFID Tags

1 Einleitung

In der Unternehmenswelt sind Güter- und Informationsflüsse unabdingbar und stellen eine wichtige Querschnittsfunktion dar.[1] Durch das immer stärkere Wachstum des Electronic-Business (Einsatz vernetzter Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung und Abwicklung geschäftlicher Transaktionen) gewinnt der elektronische Austausch von Daten / Informationen innerhalb und zwischen Unternehmen an Bedeutung. Dadurch kommt es zur zwischenbetrieblichen Integration bzw. Vernetzung von Geschäftsprozessen. Da die internen Optimierungspotentiale mittlerweile ausgeschöpft erscheinen[2], ist es das Ziel die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse globaler Netzwerke[3] ganzheitlich zu optimieren und zu steuern.[4] Weiterhin soll der Verbleib von Waren und deren Weg vom Erzeuger bis zum Verbraucher durch einen so genannten Produktstammbaum dokumentiert werden.[5] Um dispositive Entscheidungen treffen zu können ist für all diese Ziele eine durchgängige, aktuelle, lückenlose und richtige Dokumentation der logistischen Vorgänge notwendig.[6]

Eine solche durchgehende Dokumentation auf Stückgutebene erfordert, dass Güter über ihren Lebenszyklus in der Wertschöpfungskette verfolgt werden können. In der Öffentlichkeit bekannt ist dieses System durch die Track und Trace Anwendungen der Transport- und Versanddienstleister[7] (FedEX, DHL, UPS usw.). Bei diesen Unternehmen wird an verschiedenen Lokalisationspunkten das Stückgut mit seiner Identifikationsnummer erkannt und sein Aufenthaltsort dokumentiert.[8] Andere Güter erfordern aufgrund gesetzlicher Bestimmungen eine Rückverfolgbarkeit z.B. Lebensmittel seit Januar 2005 (GPSG – Geräte- und Produktsicherheitsgesetz)[9] oder Pharmazeutika.[10] In der Automobilindustrie wiederum wird die Rückverfolgung genutzt um imageschädigende Rückrufe und deren Kosten zu minimieren. Diese Dokumentation ist mit den bisherigen Anwendungen (Barcode oder manuelle Erfassung über die Tastatur) recht aufwendig, weil immer eine Sichtverbindung zu dem Objekt bestehen muss. Daher wird versucht mit RFID–Technologie (Radio Frequency Idendification Data) eine Technik einzusetzen, die elektronisch ohne Sichtverbindung und in kurzer Zeit die erforderlichen Daten erfassen kann.[11] Die bisher entwickelten RFID-Systeme sind weitestgehend individuelle Entwicklungen[12] und die Durchdringung des Massenmarktes läuft langsamer als erwartet.[13]

Allen Datenaustauschtechniken gemeinsam ist, dass der Datenaustausch mit allen Beteiligten einer Wertschöpfungskette nur möglich ist, wenn dafür geeignete Standards geschaffen werden. Standards sind im technischen Bereich weit verbreitet und akzeptiert. Dahingegen sind logische und pragmatische Standards zur Integration von Geschäftsbeziehungen (business networks) ein großes Problem.[14] Für diese logischen Standards existieren verschiedene, meist branchenspezifische Ansätze. Um in global vernetzten Unternehmen Daten branchenübergreifend austauschen zu können sind allgemeingültige Standards notwendig.[15] Benötigt werden weltweit einheitliche Standards auch, da die Rückwärtsintegration vieler verschiedener, firmenspezifischer Standards (z.B. bei Zulieferern, die mehrere große Unternehmen bedienen) die Prozesskostenvorteile des elektronischen Datenaustauschs zunichte machen würde.[16]

Generell lässt sich sagen, dass es sich bei dem Datenaustausch zwischen Unternehmen um den Informationsfluss handelt, der in Richtung des logistischen Warenstroms oder entgegen dem logistischen Warenstrom erfolgt.[17] Dies kommt sicher aber darauf an wie weit man den Begriff „Logistik“ fasst. Daher wird in Kapitel 2 eine Definition von Logistik erarbeitet und erklärt, was aus theoretischer Sicht unter Logistiksystemen verstanden werden soll. Außerdem werden die logistischen Informationssysteme entlang der logistischen Wertschöpfungskette dargestellt. In Kapitel 3 wird ausgeführt, was unter e-Business verstanden werden soll und warum Standards für den Datenaustausch definiert werden müssen sowie ein Überblick über dieselben gegeben. Diese Übersicht umfasst alle Ebenen des Datenaustauschs von der Identifikation bis zur Transaktion. In Kapitel 4 werden die für diese Arbeit relevanten Datenaustauschtechniken dargestellt, bevor dann in Kapitel 5 die betrachtete Prozesskette allgemein beschrieben wird. Auf Basis dieser Prozesskette ist das Ziel der Arbeit:

- die Prozesse der Pharma- und Autoindustrie mit dem speziellen Fokus auf den Einsatz von RFID als Identifikationstechnik zu beschreiben.
- die Gremien und vorhandenen Ansätze für Identifikationsstandards im Hinblick auf RFID zu dokumentieren.
- eine Bewertung der vorhandenen Gemeinsamkeiten und Unterschiede vorzunehmen.
- gegebenenfalls Vorschläge für eine Vereinheitlichung der Identifikationsstandards abzuleiten.

Die Automobil- und Pharmaindustrie bieten sich als Analyseindustrien an, da davon ausgegangen wird, dass die Automobilbranche Vorreiter für die betreffenden Technologien des e-Business sein wird, wie sie es in der Vergangenheit für andere innovative logistische Lösungen war. Für die Pharmabranche gilt dies noch nicht uneingeschränkt. Hier ist aber erstens der erste großflächige Einsatz von RFID als einem Teil der e-Business Technologien zu erwarten[18], zweitens wird erwartet, dass sich die Chemieindustrie in den nächsten Jahren wegen der guten Voraussetzungen für e-Business zu der größten e-Commerce Branche entwickeln wird. Dies gilt dann aufgrund der Nähe zur Chemie auch für die Pharmaindustrie.[19]

2 Logistik

2.1 Entwicklung der Logistik

Der Begriff Logistik hat seinen Ursprung im militärischen Bereich. Die militärische Logistik hat die Aufgabe, die Streitkräfte durch Transporte zu unterstützen und zu versorgen.[20] Als Ursprung für den Begriff Logistik gilt das französische Wort „logis“ für die Truppenunterkunft.[21] Der so genannte Maréchal Général de Logis war zuständig für die Beschaffung von Lagerplätzen, die Planung der Marschrouten, die Sicherung der Versorgung und die Koordinierung sämtlicher Transporte.[22] Über die Wichtigkeit der Logistik für die Kriegsführung sagte Rommel: „…vor dem eigentlich Kampf wird der Krieg durch die Quartiermeister gewonnen oder verloren…“.[23]

Die Erkenntnisse, die man aus der militärischen Logistik gezogen hat, wurden in den USA seit etwa 1950 und in Deutschland seit etwa 1970 auf wirtschaftliche Problemstellungen übertragen.[24] Dies soll aber nicht heißen, dass logistische Aufgaben nicht schon vorher von Unternehmen wahrgenommen wurden.[25] Während sich die Logistik im militärischen Bereich auf Truppen und Güter bezieht, befasst sich die Logistik im wirtschaftlichen Bereich hauptsächlich mit der Güterver-[26] und Güterentsorgung.[27] Seit 2005 besteht für viele Branchen (z.B. Automobilhersteller[28], Elektronikhersteller[29] etc.) in der EU die Verpflichtung, das Recycling ihrer Produkte zu gewährleisten. Hierbei soll die eindeutige Zuordnung der Bauteile zum Schlüssel der Kostenverteilung werden.

Im Rahmen der fortschreitenden Globalisierung gilt es die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern.[30] Hierbei spielt ein optimaler Materialfluss und eine gut organisierte Logistik eine große Rolle. Untersuchungen zeigen nämlich, dass der Anteil der Logistikkosten an den Gesamtkosten zwischen 10 % - 30 %[31] liegt. Aus diesem Grund wird die Logistik verstärkt als unerlässlich für das Funktionieren von Unternehmen und nationalen Volkswirtschaften angesehen.[32]

2.2 Definition der Logistik

Die Begriffsbestimmung der Logistik ist in der Literatur sehr umfangreich[33] und es ist fast unmöglich einen übereinstimmenden Begriffshintergrund festzustellen.[34] Allgemein lässt sich sagen, dass zur Logistik alle Tätigkeiten gehören, die der räumlich-zeitlichen Gütertransformation dienen.[35] Das Aufgabengebiet der Logistik bezieht sich also auf zwei Funktionen:

- räumliche Gütertransformation ist der Transport der Güter von der Quelle zur Senke
- zeitliche Gütertransformation ist die Lagerung der Güter aus verschiedenen Gründen.

Anders ausgedrückt lässt sich sagen, dass der logistische Auftrag darin besteht:

- die richtige Menge,
- des richtigen Objektes,
- zur richtigen Qualität,
- unter richtigen Kosten,
- zur richtigen Zeit,
- am richtigen Ort

bereitzustellen. Diese Definition wird auch als die „sechs r´s“ der Logistik bezeichnet.[36] Unter Logistik wird somit ein System zur erfolgsoptimalen „…Planung, Steuerung und Kontrolle[37] der Material- und Waren-, Personen-, Energie- und Informationsflüsse“[38] innerhalb und außerhalb eines Unternehmens verstanden. Neben dieser flussorientierten Definition gibt es noch die lebenszyklusorientierte und die dienstleistungsorientierte Logistikdefinition.[39] Im Allgemeinen kann aber gesagt werden, dass in der Logistik die Prozesssichtweise stark ausgeprägt ist, was dazu führt, dass von funktionalen oder organisatorischen Grenzen abstrahiert wird.[40]

Diese Abstraktion von funktionalen und organisatorischen Grenzen ist auch deshalb sinnvoll, weil in der Logistik zur Umsetzung der an sie gestellten Forderungen stark interdisziplinär gearbeitet werden muss. Jünemann identifiziert die drei Disziplinen Technik (Materialfluss), Informatik (Informationsfluss) und Betriebswirtschaftslehre als die drei Säulen der Logistik.[41]

Hieraus ergeben sich die drei Logistikkanäle[42]:

(1) der Distributionskanal für die physische Verteilung der Güter,
(2) der Dokumentations- und Kommunikationskanal und
(3) der Transaktions- und Zahlungskanal.

2.3 Ziele der Logistik

Die grundlegende Zielsetzung der Logistik ist die Reduktion der Logistikkosten (Input). Die logistischen Ziele sind dabei nicht eindimensional zu verfolgen, da es untereinander zu Zielkonflikten kommen kann, was bedeutet, dass Kostensenkung in einem Bereich zur Kostensteigerung in einem anderen Bereich führen kann.[43] Das Logistikziel mit Blick auf den Kunden ist die Kundenzufriedenheit. Diese Kundenzufriedenheit findet sich in der Logistikleistung (Output), die sich aus den vier Komponenten Lieferzeit, -zuverlässigkeit, -qualität und -flexibilität zusammensetzen, wieder.[44] Als weitere Komponente lässt sich in zunehmendem Maße die Bereitschaft zum elektronischen Informationsbereitschaft identifizieren.[45]

Die Lieferzeit ist in der modernen Logistik von zentraler Bedeutung[46]. Hierdurch können die Kapitalbindungskosten verringert werden. Instrumente zur Erreichung kurzer Lieferzeiten in der Logistik sind nachfrage- und bedarfsgesteuerte Konzepte wie Just-in-Time, Kanban, ECR etc..[47] Die anderen Parameter der Logistikleistung wie Lieferzuverlässigkeit, -qualität und -flexibilität sind kundenorientiert und werden nur vom Kunden bewusst wahrgenommen. Werden diese Logistikleistungen zur vollen Zufriedenheit erbracht, so führt dies zu einer positiven Grundeinstellung des Kunden gegenüber dem Produkt oder dem Lieferanten. Diese nichtmonetären Logistikziele werden zukünftig aufgrund der fortschreitenden Globalisierung stark an Bedeutung gewinnen und so die Anforderungen an die Logistik erhöhen. Zudem werden die Anforderungen an die Logistik aufgrund der fortschreitenden Globalisierung weiter zunehmen, was für Hersteller eine Kooperation sowohl mit Logistikunternehmen als auch untereinander notwendig macht. Dadurch werden Unternehmen untereinander vermehrt Kooperationen in unterschiedlicher Form eingehen.[48]

2.4 Effizienz in der Logistik

Die Effizienz der Logistik hängt von der Gestaltung der Prozesse, Daten, Informationen und Hilfsmittel ab.[49] Ein Logistiksystem ist effizient gestaltet, wenn die einzelnen Logistikziele so berücksichtigt werden, dass das Verhältnis von Input (Logistikkosten) zu Output (Logistikleistung) ein optimales Verhältnis bildet. So dürfen bei der Zielsetzung eines hohen Lieferbereitschaftsgrades die damit verbundenen Kosten nicht vernachlässigt werden. Ein Lieferbereitschaftsgrad von 100 % ist in der Regel wegen der damit verbundenen Kosten (Lagerhaltung, gebundenes Kapital) nicht effizient.

Die Konzentration auf lediglich ein Ziel bei der Gestaltung eines effektiven Logistiksystems würde der Militärlogistik entsprechen. Hier steht üblicherweise die optimale Versorgung der Truppen im Vordergrund, wo hingegen die Kosten nebensächlichen Charakter haben.[50]

2.5 Logistiksysteme

Die Abgrenzung der Logistiksysteme kann auf vielfältige Weise vorgenommen werden. Zunächst soll auf den Begriff des Systems eingegangen werden.

2.5.1 Definition System

Ein System ist eine Menge miteinander in Beziehung stehender Elemente.[51] Diese werden ganzheitlich betrachtet und nicht mehr nur nach dem eindimensionalen Ursache-Wirkungsprinzip, welches ausgehend von einer Variablen die Wirkungen auf weitere Variablen darstellt.[52] Das Systemdenken berücksichtigt also die Elemente innerhalb des Systems nicht mehr isoliert, sondern beachtet vielmehr den Beitrag des Elementes zum Gesamtsystem.[53] Je mehr Elemente miteinander verknüpft sind, umso komplexer ist das System. Damit die Komplexität überschaubar bleibt, wird das System vielfach in Subsysteme unterteilt.

Unternehmen können als offene Systeme betrachtet werden, die als Input Material, Energie und Information aus der Umwelt aufnehmen und diesen Inputmix oder nur einen Teil davon einer Transformation unterziehen, um diesen dann wieder an die Umwelt als Output zurück zu geben. Das am höchsten aggregierte System eines Unternehmens sind alle Sachmittel und Verfahren, die benötigt werden um einen Input in einen Output zu transformieren. Als Subsysteme kann man die Produktionstechnologie zur Erzeugung und Umwandlung von Material und Energie sowie die Informationstechnologie zur Erzeugung und Umwandlung von Informationen identifizieren.[54]

Die logistische Transformation bezieht sich auf die Änderung von Zeit, Ort, Menge, Zusammensetzung und Qualität. Bei logistischen Entscheidungsprozessen handelt es sich um Informationsverarbeitungsprozesse, die eine Eingangsgröße (Input an Informationen) und Ausgangsgröße (Entscheidung) haben.[55]

2.5.2 Merkmale von Logistiksystemen

Mit der ganzheitlichen Betrachtungsweise in der Logistik werden die Unternehmen nicht isoliert, sondern in ihrer systemischen Umwelteinbindung („…vernetzte Prozessorganisation…“[56]) betrachtet.[57] Es ist das Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren, unabhängig davon, ob ein Produktionsfluss-, Materialfluss- oder Informationsflusssystem vorliegt. Das Systemdenken soll verhindern, dass suboptimale Lösungen angesteuert und dadurch eventuelle Negativwirkungen auf das Gesamtsystem nicht berücksichtigt werden.[58] „Das bedeutet für die Logistik, dass die gesamte Versorgungskette vom Lieferanten bis zum Kunden als ein zusammenhängendes und zu optimierendes System betrachtet wird“.[59]

Durch das Systemdenken ist es möglich, das betriebliche Gesamtsystem in Teilsysteme zu untergliedern. Dies ist grundlegend für die organisatorische Analyse und die Kostenanalyse.[60] Die Unternehmenslogistik gliedert sich beispielsweise in die Subsysteme Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik, Entsorgungslogistik und Verkehrslogistik, welche sich wiederum weiter in Subsysteme bis auf Elementebene unterteilen lassen.[61]

„Charakteristisch für Logistiksysteme ist das Ineinandergreifen von Bewegungs- und Lagerprozessen.“[62] Je nach Beschaffenheit, Dringlichkeit oder Wertigkeit der Güter sowie Entfernung zwischen den Geschäftspartnern kommen unterschiedliche Güterflussarten in Betracht.[63].

2.5.3 Logistische Daten- und Informationsverarbeitung

Damit ein logistischer Prozess erfolgsoptimal geplant, gesteuert und kontrolliert werden kann, sollten alle physischen Prozesse von Informationsprozessen begleitet werden.[64] Jedoch sollte beachtet werden, dass in einigen Betriebswirtschaften lediglich der Transfer und die Speicherung von Informationen vorkommen und somit den Objektprozess darstellen. So werden z.B. bei Banken keine physischen Objekte sondern lediglich Daten ausgetauscht, da diese den Geschäftsgegenstand darstellen.[65]

Bezüglich der Wichtigkeit der Informationsprozesse weist Krcmar darauf hin, dass ein physischer Prozess nie schneller sein kann als der ihn begleitende Informationsprozess.[66] Dafür ist es notwendig, dass Daten erfasst und übertragen werden. Diese werden dann ggfs. zu verdichteten Informationen verarbeitet, um sie nutzungsgerecht für Strategie-, Planungs- und Überwachungsaufgaben bereitzustellen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben kommen bei den heutigen logistischen Prozessen verschiedenartige Techniken, Verfahren und Methoden zum Einsatz.

So werden für die Informationsverarbeitung beim klassischen logistischen Prozess Informations-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme (Abbildung 1) eingesetzt.

Dabei wird das Kommunikationssystem im engeren Sinne als die verbindende Infrastruktur (z.B. EDV-Hardware, Telefon etc.)[67] angesehen, die zum Daten- bzw. Informationsaustausch zwischen dem Informations- und Steuerungssystem erforderlich ist.

Demgegenüber unterscheiden sich Informations- und Steuerungssystem durch ihre Schnittstellen zur Umwelt. Das Informationssystem ist mit Ein- und Ausgabeperipherie ausgerüstet und ist die Schnittstelle des DV-Systems mit dem Menschen sowie die interne und

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Informations-, Steuerungs- und Kommunikationssystem in Bezug auf den logistischen Prozess[68]

externe Informationsverbindung des Unternehmens. Im Gegensatz dazu tritt das Steuerungssystem überwiegend mit technischen Prozessen in Verbindung.[69]

Die bei den heutigen logistischen Prozessen zum Einsatz kommende betriebliche Anwendungssoftware wird überwiegend als Individualsoftware sowohl auf der Informations- als auch auf der Steuerungsebene genutzt. Das sind z.B. einfache Kassen- und Lohnabrechnungssysteme, Warenwirtschaftssysteme (WWS), Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS) wie auch die so genannten ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning). Hinsichtlich der logistischen Informationsverarbeitung mangelt es an der Kommunikationsinfrastruktur und der davon abhängenden Integrationstiefe, um als integrativer Bestandteil des unternehmerische Gesamtinformationssystems[70] zu gelten. Die Entwicklung der Integration war und ist stark abhängig von den Kosten der Kommunikationssysteme.[71] Diese bilden die Basis für die zukünftig verwendeten logistischen Informations- und Steuerungssysteme.[72]

Für diese Entwicklung werden von Fleisch[73] sechs Phasen beschrieben. Die Unternehmen befinden sich derzeit in der Phase 5. Die Kunden bestimmen im verstärktem Maß, wie die Prozesse und Dienstleistungen der Unternehmen kundenorientierter zu gestaltet sind. Dafür sind neue IT-Systeme zu entwickeln, die die Vernetzung von Unternehmen durch die unternehmensübergreifende Integration von Prozessen[74] und Informationen in m:n Beziehungen (Abbildung 2) erlauben. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht das Internet als interaktive Plattform.[75]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Vernetzung von Unternehmen in m:n Beziehungen[76]

Hierüber werden bereits vermehrt die administrativen Prozesse der Geschäftsanbahnung und Abwicklung durch e-Business, Business-Networking, Supply Chain Management etc. ausgeführt. Dadurch wurden und werden Lieferanten in upstream supply chains und Kunden in downstream supply chains stärker integriert.[77] Diese Entwicklung ist auf virtueller Ebene bereits gut vorangeschritten. Was fehlt ist, dass die Visibilität des physischen Materialflusses in den Systemen verbessert wird, damit die virtuellen Systeme ihre komplette Funktionsvielfalt entfalten können.

Dieses Problem ist an die Entwicklung der technischen Systeme adressiert, die Fleisch ab dem Jahr 2002 ansetzt und als Phase 6 bezeichnet.

Für die logistischen Informations- und Steuerungssysteme könnte die Problemlösung die RFID-Technologie (Kapitel 4.1.2) sein. Dadurch können Anwendungen wie Echtzeitmanagement, Ubiquitous Computing etc. sowie die Vision „vollständige Vernetzung aller Dinge“ verwirklicht werden. D.h., dass Objekte ohne menschliche Intervention und damit ohne Medienbruch mit der IT-Welt kommunizieren können. Voraussetzung für die Realisierung dieser Vision ist, dass zunächst einmal alle Objekte mit einer Kennzeichnung versehen werden und auch identifizierbar sind, so dass sich dann voll integrierte[78] Systeme auch unternehmensübergreifend einrichten lassen.[79]

Die Automatisierung des Prozessablaufes soll im Endeffekt dazu führen, dass bei Erreichen eines bestimmten Schwellenwertes der nächste Bearbeitungsschritt angestoßen wird[80]. Fleisch et al. sprechen in diesem Zusammenhang von einem digitalen Managementregelkreis, bei dem der Entscheidungsprozess automatisiert ist unter der Voraussetzung, dass alle Dinge der Wertschöpfungskette („smarte Dinge“) mit den Systemen der Informationsverarbeitung in eine Maschine-Maschine Beziehung treten.[81] Dies führt zu Echtzeitunternehmen, die sowohl auf virtueller als auch auf physischer Ebene integriert sind.[82] Als Ende dieser Entwicklung existiert derzeit die Vision, dass Steuerungen nicht mehr zentral durchgeführt werden, sondern dass sich die Objekte dezentral quasi selbständig durch ihre Umwelt steuern.[83]

Die in diesem Abschnitt gemachten Ausführungen zeigen, dass es notwendig ist Produktion, Materialfluss, Logistik und Informationstechnik als übergreifende logistische Informationsverarbeitung innerhalb eines Unternehmens zu betrachten[84], wie es mit Abbildung 3 verdeutlicht wird. Um dann noch unternehmensübergreifend Informationen austauschen und die entstehenden Logistiknetzwerke sinnvoll optimieren[85] zu können, ist es notwendig, dass die logistischen Informationssysteme der Wertschöpfungspartner einfach miteinander kommunizieren können.[86] Dies macht die Verwendung von einheitlichen Standards sowohl für die internen als auch externen Schnittstellen erforderlich, um die Unternehmen schnell zu einem Netzwerk verschalten zu können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Logistikleitzentrale[87]

2.6 Logistik versus Supply-Chain-Management

Moderne Unternehmen, vor allem Großunternehmen, haben sich zum Ende des letzten Jahrhunderts sehr konsequent von ihrer Funktionalorganisation gelöst. Dies geschah vor allem aufgrund der Erkenntnis, dass die starren Beziehungen, welche sich durch eine solche Organisation ergeben, nicht mehr den Herausforderungen des Wettbewerbs gewachsen waren.[88] In der betrieblichen Umsetzung wurden daher Ressourcen zentralisiert. Dies geschah durch eine Spartenorganisation. Daher ist nun nicht mehr die Geschäftsleitung eines Landes verantwortlich für alle Produktsparten in einem Land, sondern es wurde eine globale Spartenverantwortung eingeführt.[89] In diesen Unternehmen wird der Geschäftsprozess eines Produktes oder einer Produktgruppe betrachtet, wodurch die Beziehungen von Aufgabenträgern untereinander in den Vordergrund treten.[90] Vergleicht man diese Überlegung mit den weiter oben gegebenen Ausführungen zur Logistik, so kann man feststellen, dass die Ausrichtung auf Prozesse oder Systeme auch hier vorhanden ist.[91] Durch diesen Aufbau ergeben sich in großen MNU (Multinationale Unternehmen) sehr komplexe Beziehungsgeflechte oder Netzwerke. Dasselbe gilt natürlich, wenn man über die Unternehmensgrenzen hinaus geht und andere Unternehmen in die Netze mit einbindet. Mit dem Management dieser innerbetrieblichen und zwischenbetrieblichen Schnittstellen[92] in den Geschäftsprozessen (Abbildung 4) und der Optimierung der Material-, Informations- und Geldflüsse[93] befasst sich das Supply-Chain-Management (SCM). Im Folgenden soll nunmehr abgegrenzt werden, wie sich Logistik und SCM unterscheiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Geschäftsprozess[94]

Die Begriffe „Logistik“ und „Supply-Chain-Management“ sind in der Literatur vielfach nicht klar voneinander abgegrenzt.[95] Da aber vor allem der Begriff Supply-Chain-Management derzeit in aller Munde ist, erscheint es sinnvoll, die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten der beiden Konzepte herauszuarbeiten.

Eine sehr grobe und vielfach verfolgte[96] Definition über das Ausmaß von Supply-Chain-Management ist die von Stevens: „The scope of the supply chain begins with the source of supply and ends at the point of consumption.”[97] Des Weiteren weisen Ellram und Cooper darauf hin, dass unter SCM der gesamte Wertschöpfungsprozess und nicht nur ein Ausschnitt davon verstanden werden soll.[98]

Vergleicht man diese Auffassungen von SCM mit der in den Kapiteln 2 und 2.5 gegebenen Definition von Logistik und Logistiksystemen, so fällt auf, dass die Begriffe recht ähnlich sind. Generell lässt sich sagen, Logistik und SCM haben viele Überschneidungsbereiche, wobei beim SCM mehr der unternehmensübergreifende Aspekt im Vordergrund steht.[99] Dies lässt darauf schließen, dass der Begriff SCM eher mit der strategischen Ebene der Unternehmensplanung verbunden ist und von daher einen IT-basierten Ansatz[100] hat. Dahingegen wird dem Begriff Logistik ein operativer Charakter zugeschrieben.[101] Nichtsdestotrotz werden die beiden Begriffe auch synonym verwendet.[102]

Einige Autoren vertreten die Auffassung, dass SCM die höchste Entwicklungsstufe der Logistik sei[103], welche den Mitgliedern der Logistikkette die Möglichkeit eröffnet, ihre logistische Effizienz durch interorganisatorische Zusammenarbeit zu verbessern.[104] Weber sagt dazu: „Eine entsprechend verstandene Logistik enthält zwar Aufgaben des Supply Chain Managements, geht jedoch über diese hinaus, da zu ihr weiterhin klassische Aufgaben wie Lagerung und Transport zählen.“[105] Es findet sich auch die Auffassung, dass SCM lediglich eine Erweiterung des konventionellen Logistikbegriffes ist.[106] Dieser Herangehensweise folgen auch Brewer et. al., die SCM lediglich als Mittel sehen, alte Vorgehensweisen zu überdenken.[107]

Des Weiteren sollte die Definition des Council of supply chain management professional (CSCMP) beachtet werden:

„Supply Chain Management encompasses the planning and management of all activities involved in sourcing and procurement, conversion, and all logistics management activities. Importantly, it also includes coordination and collaboration with channel partners, which can be suppliers, intermediaries, third-party service providers, and customers. In essence, supply chain management integrates supply and demand management within and across companies. Supply Chain Management is an integrating function with primary responsibility for linking major business functions and business processes within and across companies into a cohesive and high-performing business model. It includes all of the logistics management activities noted above, as well as manufacturing operations, and it drives coordination of processes and activities with and across marketing, sales, product design, finance and information technology.”[108]

Hier wird klar, dass mit dem Begriff „Supply chain management“ ausschließlich das Management von Logistiksystemen auf Basis des logistischen Informationsflusses gemeint ist. Die grundlegende Voraussetzung hierfür ist der elektronische Datenaustausch zwischen Unternehmen, der durch die Entwicklung des Internet und des e-Business geprägt ist.[109]

3 e-Business

Bevor eine Definition des e-Business erarbeitet wird, sei auf ein Zitat von Härtner verwiesen, das die Bedeutung des e-Business für das SCM bzw. die Logistik herausstellt:

„Der Hype um das e-Business war und ist der Enabler und Beschleuniger für eine Vielzahl von interessanten SCM-Prozessen.“[110]

Diese Symbiose ist deshalb so fruchtbar, da e-Business darauf ausgerichtet ist, die Hürden, welche zwischen Abteilungen - aber vor allem zwischen Unternehmen – bestehen, zu reduzieren.[111] Dadurch werden Unternehmen in die Lage versetzt, leichter und schneller neue Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten oder Kunden aufzubauen sowie deren Integration zu beschleunigen.[112] Dies ist ein Schritt bei der Entwicklung virtueller, wandelbarer Unternehmensnetzwerke. Zunächst aber führt die e-Business Integration zum Zusammenwachsen von Wertschöpfungsprozessen und Unternehmen als Integrationseinheiten.[113]

Fieten versteht unter e-Business die systematische Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, dies vor allem in Bezug auf die Abwicklung von Geschäftsprozessen. Hierbei wird in erster Linie das Internet nicht mehr nur als Kommunikationsplattform, sondern auch als standardisierte Handelsplattform für Beschaffung und Distribution sowie für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit genutzt.[114] Dafür bietet das Internet folgende Vorteile:

- Produkte können weltweit 24 Stunden angeboten werden.
- kostengünstige Kommunikation zwischen Nachfrager und Anbieter[115]
- in die Wertschöpfungskette lassen sich neue Kunden einbinden.[116]

Die Auffassung von Fieten, dass sich e-Business auf die Abwicklung von Geschäftsprozessen reduziert, wird auch von Wirtz[117] vertreten. Alpar versteht unter e-Business Aktivitäten, die direkt oder indirekt kommerziellen Zwecken dienen und über ein elektronisches Kommunikationsnetz abgewickelt werden.[118] Dies deckt sich mit der Feststellung von Fieten, dass am e-Business beteiligt Unternehmen das Internet für die folgenden Funktionen nutzen:

- Aufbau eines Intranetsystems zur Information der Mitarbeiter und den Aufbau einer Webseite zur Information externer Interessengruppen
- elektronische Abwicklung von Einkaufs- und Verkaufsvorgängen (e-Commerce)
- Interaktion und Kooperation mit Kunden und Lieferanten (e-Collaboration)[119]

Vergleicht man die Ausführungen zum Supply Chain Management und die zum e-Business, so wird klar, dass das e-Business die Systeme beschreib, die beim SCM zum Management der Schnittstellen benötigt werden. Offensichtlich ist auch, dass e-Commerce und e-Collaboration unter dem Oberbegriff e-Business einzuordnen sind (Abbildung 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: e-Business und supply chain management[120]

Für den Betrachtungsrahmen dieser Arbeit ist die Integration von Unternehmen durch den unternehmensübergreifenden Datenaustausch, nämlich das e-Business, entscheidend. Hierbei kann man unterscheiden in statische Daten (Stammdaten), die durch Klassifikationsstandards (Kapitel 3.4.2) geordnet oder durch Katalogaustauschformate (Kapitel 3.4.3) präsentiert werden, oder Bewegungsdaten, die mit dem logistischen Fluss von Waren verbunden sind.[121] Als Grundlage des e-Business dienen die beim Materialfluss erfassten Daten und daraus abgeleiteten Informationen. Um diese zu erhalten ist ein effizienter, den Materialflüssen vorauseilender, begleitender und rückkoppelnder Informationsfluss notwendig.[122] Im Rahmen dieser Arbeit wird die Datenerfassung auf der Materialflussebene im Vordergrund stehen, da diese Voraussetzung ist, um Prozesse in Echtzeit abbilden zu können.[123] Denn nur wenn verlässliche Informationen vorliegen ist eine gemeinsame Planung Produktion in Netzwerken möglich.[124] Was helfen nämlich beschleunigte und vernetzte Geschäftsprozesse auf virtueller Ebene, wenn der Materialfluss[125] nicht mit diesen synchronisiert werden kann?[126] D.h. keine Visibilität innerhalb des Logistiknetzwerkes[127] vorhanden ist.

Verschiedene Experten gehen davon aus, dass e-Business auch in mäßig standardisierter Umgebung möglich ist, da eine Konvertierung im Bereich Klassifikation (Kapitel 3.4.2) und Katalogaustausch (Kapitel 3.4.3) möglich ist.[128] Diese Konvertierung kann entweder als Serviceleistung durch einen Marktplatz angeboten werden oder von den Unternehmen selbst durchgeführt werden.[129] Die in Kapitel 2.5.3 beschriebene logistische Daten- und Informationsverarbeitung steht unmittelbar mit dem e-Business in Verbindung. Die Informations- und Steuerungssysteme werden mit den über e-Business ausgetauschten Datensätzen direkt versorgt.

3.1 Daten und Informationen

Diesem Abschnitt möchte ich ein Zitat von Neil Postmann[130] voranstellen, das meiner Meinung nach die heute vorliegende Problematik des Datenaustausches sehr treffend wiederspiegelt:

„Eines der größten Probleme im frühen 19. Jahrhundert war, wie man mehr Informationen in kürzerer Zeit zu mehr Menschen transportieren sollte.

Mit der Erfindung des Typographen und der Photographie wurde der erste Schritt in diese Richtung vollzogen. Nun konzentrieren wir uns seit 150 Jahren darauf, das Problem endgültig zu lösen. Jetzt scheint es mir, als sei das Thema tatsächlich erledigt.

Wir sollten einen Moment innehalten und uns gratulieren, denn in Zukunft haben wir ganz andere Probleme mit Informationen.

Wir erhalten ungefragt so viele Informationen und Nachrichten aus so vielen unterschiedlichen Quellen in unterschiedlichen Formen und Konzentrationen, dass Informationen zu einer Art Müll werden.“

Bei Betrachtung der privaten E-Mail-Fächer oder auch der Suchergebnisse bei Suchmaschinen wie www.google.com wird schnell offensichtlich, was mit diesem Zitat ausgesagt werden soll.

Jedoch von Firmen interne Daten zu erhalten, ist nahezu unmöglich. Andererseits ist aber für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Unternehmen der Daten- und Informationsaustausch zwingend erforderlich. Ansonsten ist ein eine koordinierte Planung, Steuerung und Überwachung der zwischenbetrieblichen Material- und Informationsflüsse nicht möglich.[131] Es gilt demnach zu sondieren welche Daten von den Partnern notwendigerweise unternehmensübergreifend nutzungsgerecht benötigt werden. Bei entsprechender Nutzung ergeben sich nämlich finanzielle Vorteile[132] und oftmals auch Wettbewerbsvorteile.[133] Daher haben Informationen und der mit ihnen verbundene Informationsfluss den Stellenwert eines Produktionsfaktors[134], wobei der eigentliche Produktionsfaktor nicht die Informationen selbst sondern das durch Vernetzung der Informationen generierte Wissen ist. Für das Wissensmanagement gilt, dass das Unternehmen auch externe Informationsquellen mit einbeziehen muss, gleichgültig ob es sich um Zulieferer, Kunden, Wettbewerber, Wissenschaft oder auch Kooperationspartner in einem Unternehmensnetzwerk handelt.[135] In Abbildung 6 sieht man, dass die Grundlage für ein Wissensmanagement die erfassten Daten sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Aufbau des Wissensmanagement[136]

Daten sind quantifizierte Informationen, die sich durch Zeichen darstellen lassen. Sie werden in allen Produktionsbereichen erfasst und zu Informationen ausgewertet und verdichtet. Die technischen Voraussetzungen für Informationssysteme wie Datenerfassung, -speicherung, -verarbeitung und -auswertung bis hin zur Datenübertragung sowie Datenausgabe sind für Informations- und Steuerungssysteme als vorhanden anzusehen.[137]. Trotz der technischen Möglichkeiten haben die Unternehmen vielfach das Problem, die Daten an den kritischen Stellen zu erfassen, so dass dann oftmals die wichtigen Informationen nicht zur Verfügung stehen.[138] EDV-Systeme können nämlich nur die Informationen abbilden, für die zuvor richtige Daten hinterlegt wurden.[139] Ein weiteres Problem ist die Weitergabe von Daten über Unternehmensgrenzen hinaus. Diese sind häufig nicht standardisiert, so dass es immer noch zu einem Medienbruch kommt. Beispiel für einen Medienbruch ist die Mehrfacherfassung eines Auftrags in verschiedenen betrieblichen Informationssystemen. Solche Medienbrüche sind eine Ursache für Langsamkeit, Intransparenz, erhöhte Kosten und Fehleranfälligkeit[140] sowohl bei internen als auch unternehmensübergreifenden Prozessen.[141]

3.2 Standards

Was unter Standard verstanden wird, ist oft nicht klar. Ökonomen sehen die Verbreitung eines Standards als entscheidend an, da nur dann Netzeffekte erzielt werden können.[142] Aus technischer Sicht werden die Spezifikation und Standardisierungsprozesse in den Vordergrund gestellt.

Standards sollten dann verwendet werden, wenn sich Vorgänge immer wiederholen, so dass gewohnheitsmäßiges Verhalten und exakte formale Prozesse zur Problemlösung vorliegen.[143] Dann ist aufgrund der verwendeten Standards eine gemeinsame „Sprache“[144] vorhanden und eine Automatisierung der Prozesse möglich. Außerdem erhält man durch Verwendung von Standards kommunikationsfähige Module[145]. Sowohl für den internen als auch den externen elektronischen Datenaustausch bedeutet dies, dass exakt festgelegt werden muss, in welcher Weise Daten zwischen den verschiedenen Anwendungen ausgetauscht werden.[146] Nur so kann die Maschine-Maschine Kommunikation funktionieren, denn unscharfe Informationen können nicht verarbeitet werden.

Durch die bisherigen Entwicklungen in Materialfluss und Logistik existieren in den Unternehmen Individuallösungen für eigentlich vergleichbare Aufgaben. Man findet keine bzw. kaum standardisierte Lösungen für die integrierte Daten- und Informationsverarbeitung, was sowohl die Software als auch die Hardware betrifft. Krämer nennt hier als Beispiel die elektronischen Datenträger, bei denen keine einheitliche Entwicklungsbasis gefunden werden konnte (Stand 1999).

Für die Gestaltung von offenen Systemen die rationell mit Standards betieben werden können, sollten folgende Prinzipien berücksichtigt werden:[147]

- Automatisierung und Unterstützung der Geschäftsprozesse durch Datenverarbeitung und Datenbanken,
- hierarchische Rechnerarchitekturen und Strukturierung der Netzwerke,
- standardisierte Gestaltung der Schnittstellen,
- standardisierte Gestaltung der Datensätze und Dateninhalte und
- zunehmende Verwendung von Standardsoftware.

Für die Zukunft wird dies von Krämer erwartet, da sich der Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt wandelt. Außerdem wird davon ausgegangen, dass inner- und außerbetrieblicher Materialfluss in Handel, Dienstleistung und Industrie zunehmend an Bedeutung gewinnen werden, da wie schon im Abschnitt 2 dieser Arbeit beschrieben, der Blick weg von dem einzelnen Unternehmen hin auf die gesamte Logistikkette bzw. das unternehmensübergreifende Logistiksystem oder Netzwerke gerichtet sein wird.[148] Dies gilt insbesondere für die Identifikationsstandards und hier im Besonderen für die neu zu schaffenden RFID-Standards, denn die zusätzlichen Informationen, die diese bieten wollen alle Beteiligten der Supply Chain nutzen.[149]

Der vorangegangene Abschnitt stellt dar, dass gemeinsame Standards für die Umsetzung von integrierten Lösungen unabdingbar sind. Des Weiteren ist es notwendig, die erhobenen Daten standardisiert weiterzuverarbeiten, um sie für das Management und damit das Logistik-Controlling nutzbar zu machen. Wölker kam in einer Studie 1999 zu dem Ergebnis, dass solche Bestrebungen und die kostenmäßige Bewertung der Vorteilhaftigkeit von Auto-ID Lösungen noch nicht vorhanden sind.[150]

3.3 Einführung von Standards

Bei der Einführung von Standards kann zwischen einem Bottom-Up- und einem Top-Down- Ansatz unterschieden werden. Vom Top-Down Ansatz wird dann gesprochen, wenn ein Standard von einem Gremium beschlossen und dann in die betriebliche Umwelt integriert wird. Beim Bottom-Up Ansatz führt ein Unternehmen De-facto-Standards ein, die sich Schritt für Schritt ausbreiten und dann durch Gremien übernommen und gepflegt werden.[151]

Folgende Merkmale werden zur Bestimmung echter Standards herangezogen:

- Spezifikationsprozess: Es wird unterschieden zwischen der vollständigen Offenheit für die Mitarbeit aller Interessierten über die demokratische Entscheidung in irgendeiner Art von Gremium bis zur totalitären Festsetzung durch einen Entscheidungsträger.
- Grad der Verbreitung: von vollständiger Durchdringung bis zur Irrelevanz, weil nur in Einzel- oder Spezialanwendungen verwendet.
- Grad der Offenlegung: von der allgemein zugänglichen Dokumentation bis hin zur Geheimhaltung
- Nutzungsrechte: von der uneingeschränkten kostenfreien Nutzung bis hin zur kostenpflichtigen auf gewisse Nutzungsarten begrenzte Erlaubnis.

Die drei letztgenannten Kriterien sind für Unternehmen sicherlich echte Beurteilungskriterien für oder gegen einen Standard, denn die Einführung eines Standards bringt aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur bei hoher Verbreitung Kostenvorteile[152] und Investitionssicherheit.[153] Außerdem ist der hohe Verbreitungsgrad[154] die einzige Möglichkeit eine durchgängige, gemeinsame Datenbasis innerhalb des Unternehmens und über die Unternehmensgrenzen hinaus zu schaffen.[155] Genauso ist die Offenlegung entscheidend, wenn möglichst viele Unternehmen der Lieferkette den Standard verwenden sollen und die Abhängigkeit von einem Softwarehersteller gering gehalten werden soll. Die Kosten für einen Standard in Form einer Gebühr dürften für Unternehmen keine Hürde bei der Entscheidung darstellen, wenn keine ausufernden Kosten zu befürchten sind.

Das entscheidenste Kriterium für oder gegen einen Standard dürften aber die Spezifikationen sein, denn diese müssen für den Verwendungszweck und das Unternehmen passend sein. Sind die Spezifikationen nicht abgedeckt, so sind die anderen Kriterien obsolet. Spezifikationen für Kommunikationsstandards umfassen die Basisterminologie, die Syntax und die Prozessstruktur. In der Basisterminologie wird festgelegt, wie Produkte eindeutig bezeichnet werden, welche Maßeinheiten verwendet werden, wie Geschäftsdokumente bezeichnet werden etc.. Die Syntax legt hingegen fest, wie die ausgetauschten Nachrichten strukturiert sein müssen, z.B. Informationen, die in einer Bestellung enthalten sein müssen. Die Prozessstruktur legt fest, welche Nachrichten als Reaktion auf andere Nachrichten geschickt werden müssen. Es wird also ein Workflow mit Zeitangaben, Ausnahmen, Fehlerbehandlungen etc. definiert.

Nun könnte man meinen elektronischer Datenaustausch oder e-Business sei nur möglich, wenn immer ein und derselbe Standard verwendet wird. Dies wäre zwar äußerst hilfreich ist aber nicht notwendig, da es immer noch die Möglichkeit gibt verschiedene Standards durch Konverter ineinander zu überführen. Der Aufwand und damit die Kosten für die Entwicklung solcher Konverter können aber mitunter sehr hoch werden, so dass es Ziel einer Standardisierung sein sollte, möglichst einheitliche Standards zu definieren und zu verwenden. Des Weiteren erhöhen multiple Standards natürlich auch die Fehlerempfindlichkeit der Systeme, was zu manuellen Nachbearbeitungen führt und daher unerwünscht ist. Auf der anderen Seite ist die Existenz mehrerer konkurrierender Standards auch gewünscht, da hierdurch verhindert wird, dass ein Anbieter eine Monopolstellung erlangt und diese für seine Zwecke (Abschöpfung der Monopolrente) nutzt.[156]

3.4 Systematisierung von e-Business Standards

Bei Standards für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch bzw. das e-Business unterscheidet man zwischen fachlichen und technischen Standards. Wie schon in Kapitel 3.2 erläutert, gibt es eine Vielzahl von Standards, was die ganze Thematik sehr konfus macht. Daher soll im Folgenden in Anlehnung an Quantz/Wichmann eine Art Landkarte der Standardlandschaft im e-Business vorgestellt werden.[157]

Verwirrend ist erstens, dass nicht immer klar wird, ob Standards sich ergänzen, konkurrieren oder gar beides vorliegt. Diese Frage für die in der Automobil- und die Pharmaindustrie verwendeten Standards im Bereich der RFID zu dokumentieren und daraus eventuell Vereinheitlichungen in den beiden Branchen abzuleiten ist Zielssetzung dieser Arbeit.

Die grobe Systematisierung von Standards ist in Abbildung 7 dargestellt. Unterschieden wird zwischen fachlichen und technischen, branchenspezifischen und branchenübergreifenden sowie daten- und prozessbezogenen Standards.

Technische Standards haben keinen spezifischen Anwendungsfall sondern sind universell einsetzbar. Ein Beispiel für einen solchen Standard ist XML, welcher aber näher spezifiziert werden kann, so dass sich ein konkretes Anwendungsfeld ergibt. Im Gegensatz dazu beziehen sich fachliche Standards auf ein konkretes Themengebiet. Ein Beispiel dafür ist EDIFACT, bei welchem konkrete Datenformate für den Austausch von Bestellungen, Rechnungen etc. festgelegt werden. Technische (generische) Standards definieren eine technische Lösung, die dann von den fachlichen Standards in einer konkreten Anwendung genutzt werden kann (z.B. nutzt BMEcat den XML Standard).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Grobsystematisierung von Standards[158]

Innerhalb der fachlichen Standards kann weiter unterschieden werden zwischen branchenübergreifenden und branchenspezifischen Standards. Innerhalb dieser beiden Gruppen kann dann noch differenziert werden, ob Daten oder Prozesse Gegenstand des Standards sind.

Aufbauend auf dieser groben Gliederung werden die folgenden weiteren Bezugsebenen für Standards unterschieden:

- Produktidentifikation
- Produktklassifikation und -beschreibung
- Katalogaustauschformate
- Transaktionen (Austausch von Geschäftdokumenten) und
- Geschäftsprozesse

Zu beachten ist, dass einige Standards mehrere Ebenen mit ihren Spezifikationen abdecken und dass auch Standards in ihrer Anwendung Spielraum für Interpretationen lassen. Es ist daher notwendig weitere Nutzungsregeln zu definieren. In Abbildung 8 sind beispielhaft fachliche und technische Standards auf den verschiedenen Bezugsebenen gezeigt und auch deren Korrelation dargestellt. Generell lässt sich sagen, dass ein Standard umso komplexer wird je höher er angesiedelt ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Bezugsebenen fachlicher und technischer Standards[159]

Die Darstellung von Standards in Ebenen ist deshalb sinnvoll, da Standards höherer Ebenen auf denen der niedrigeren Ebenen aufbauen. So bieten z.B. Klassifikationsstandards die Möglichkeit, nicht nur das Produkt zu identifizieren, sondern standardisiert weitere Informationen zu spezifizieren. Die Katalogstandards auf der nächsten Ebene bauen dann auf den Identifikations- und Klassifikationsstandards auf. Die nächste Ebene fachlicher Standards gilt nicht mehr nur der Beschreibung von Produkten und dem Austausch dieser Beschreibungen. Hier werden Geschäftsdokumente modelliert, die geschäftliche Transaktionen auslösen. Schließlich sollen auf höchster Ebene ganze Geschäftsprozesse als Abfolge von Nachrichten festgelegt werden. In den folgenden Abschnitten werden der Nutzen und die Ziele fachlicher Standards auf der jeweiligen Ebene dargestellt werden. Zum Abschluss der Systematisierung erfolgt gleiches für die technischen Standards.

3.4.1 Identifikationstandards

Mit Identifikationsstandards können identische Einheiten (z.B. Produkte) oder eindeutige Einheiten (z.B. Unternehmen) unverwechselbar identifiziert werden.[160] Dies geschieht ähnlich wie bei einem Fingerabdruck, der jedem Menschen zugeordnet werden kann und sozusagen eine eindeutige Identifikation ist. Beispiele für einen Identifikationsstandard von eindeutigen Einheiten in der Unternehmenswelt ist das amerikanische DUNS (Data Universal Numbering System)[161] oder GLN[162] (Global Location Number) zur Identifikation von Firmen.

Die für die Identifikation identischer Einheiten eingesetzten Technologien sind Barcodes und RFID. Aus dem Alltagsleben bekannt sind vor allem die Barcodes des Einzelhandels (UPC/EAN) oder für Bücher (ISBN). Bei diesen handelt es sich um 1-D Strichcodes. Weitere Beispiele für 1-D Strichcodes sind: Code 39, UPC/EAN-Standards, EAN 128, etc.. Des Weiteren gibt es 2-D Strichcodes. Beispiele hierfür sind: Data Matrix, Aztec, RSS, Code 16, QR Code, PDF 417, MicroPDF, Maxi Code. Für RFID haben sich noch keine Standards etabliert es wird aber von vielen Seiten an diesen gearbeitet. Derzeit ist der Standard von EPCglobal favorisiert, da er spezifische Anwendungen beschreibt, wohingegen die ISO-Standards generisch sind.

Wie schon erwähnt soll das Hauptaugenmerk dieser Arbeit auf der Verwendung von Identifikationsstandards, vor allem RFID, in der Pharma und Automobilindustrie liegen. Daher werden diese im Kapitel 4 noch detaillierter vorgestellt.

3.4.2 Klassifikationsstandards

Auf der Ebene der Produktklassifikation gab es 2003 insgesamt 160 Standards zur Beschreibung von Produkten.[163] Ziel dieser Standards ist es, aufbauend auf den Identifikationsstandards die identifizierten Einheiten nach bestimmten Kriterien einzuordnen bzw. deren Eigenschaften zu detaillieren. Neben der Klassifizierung von Produkten gibt es noch andere Klassifizierungskategorien wie z.B. von Branchen, öffentlichen Ausschreibungen, Wissen etc.. Allen gemein ist, dass eine einheitliche, konsistente Datenbasis geschaffen werden soll, so dass Änderungen nur in der mit dem Klassifikationsstandard aufgebauten Datenbank erfolgen müssen.[164]

Man unterscheidet zwischen externen und internen Klassifikationen. Externe Klassifikationen sind für den unternehmensübergreifenden Austausch von Daten gemacht. Bei diesen unterscheidet man zwischen der „statischen“ Klassifikation (z.B. „Family of Classifikation“ der Vereinten Nationen), welche zum Ziel hat Warenverkehr und Wirtschaftszweige abzubilden und der „commercial“ Klassifikationen (z.B. UNSPSC, ecl@ss, GPC, ETIM, proficl@ss, SWK), welche zum Ziel haben Produkte eindeutig zu identifizieren, allerdings mit unterschiedlicher Tiefe und Grundsortierung.[165] Abbildung 9 gibt einen Überblick darüber, wo ein Produktklassifikationssystem im betrieblichen Ablauf eingreift, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Ideale Implementierung eines Produktklassifikationssystems[166]

Klassifikationsstandards bilden eine hierarchische Ordnung, so dass es zum einen möglich ist abstraktere Auswertungen der Geschäftsvorgänge zu machen. Zum anderen kann aus übergeordneten Kategorien nach dem Zielobjekt gesucht werden. Bezogen Produktklassifizierungen heißt dies bezüglich der Auswertung, dass z.B. die Absatzzahlen eines Unternehmens nach Produktgruppen z.B. Mittelklassewagen oder Herz-Kreislaufmedikamente ausgewertet werden können.

Problematisch bei Klassifikationsstandards ist, dass Produkte von verschiedenen Interessensgruppen unterschiedlichen Klassen zugeordnet werden. Dabei werden verschiedentlich auch Merkmale festgelegt, die mit unterschiedlichen Benennungen gefüllt werden. Damit Klassifizierungen wirklichen Nutzen bringen, sind weitere Regeln notwendig.

Anwendung finden Klassifikationsstandards vor allem in den weltweiten Datenpools wie z.B. SINFOS oder bei dem Austausch von Katalogdaten. In Anhang B werden einige Klassifikationsstandards detaillierter vorgestellt.

3.4.3 Katalogstandards

Ziel von Standards für den Katalogdatenaustausch ist die vereinfachte Zusammenfassung von mehreren Katalogen zu einem Katalog (z.B. E-Shops oder Marktplätze) und der schnelle Austausch von Katalogen zwischen Lieferanten und Käufern/Kunden für die E-Procurement-Systeme der Käufer. Die Einführung dieser Standards hat den Vorteil, dass die Kataloge häufiger aktualisiert werden können, da keine zusätzlichen Integrationskosten mehr entstehen, wenn der Standard einmal implementiert ist. Problem für die Lieferanten ist hierbei, dass sie häufig die Standards der Einkäufer übernehmen müssen. Beliefert ein Lieferant mehrere Einkäufer mit unterschiedlichen Standards, so entstehen für diesen Zusatzkosten. Voraussetzung für die Verwendung von Katalogstandards ist die einheitliche Dateneingabe und -pflege. Weitere Details zu elektronischen Marktplätzen und den verwendeten Standards finden sich in Anhang C.

3.4.4 Transaktionsstandards

Die bisher beschriebenen Standards bilden die Basis für die Transaktionsstandards. Wenn mit Hilfe der Identifikationsnummer oder der Suche durch Kategorien oder Kataloge die Stammdaten zu dem gewünschten Produkt gefunden wurde, muss dieses auch beschafft werden. Der Beschaffungsprozess setzt die Aktionen Bestellung, Lieferung, Bezahlung etc. voraus. Sollen diese Bewegungsdaten auf elektronischem Wege übermittelt werden und im Informationssystem der empfangenden Firma eine Folge von Aktionen automatisch auslösen, so setzt dies die Verwendung von Transaktionsstandards voraus.[167] Es muss also das Dokument festgelegt werden, welches ausgetauscht werden soll und genau spezifiziert werden, welche Informationen z.B. eine Bestellung enthalten muss/kann, wie diese gekennzeichnet sind, welche Datenformate oder Werte zulässig sind etc..

Im Bereich der Transaktionsstandards handelt es sich oft um EDI-Standards wie EDIFACT oder XML-basierte Standards, die als Alternative zu den herkömmlichen Standards entwickelt wurden. XML-Standards beschränken sich nicht notwendigerweise auf Transaktionen, sondern werden auch für Katalogsaustauschformate oder Geschäftsprozessstandards verwendet, welche im nächsten Abschnitt behandelt werden.

3.4.5 Geschäftsprozessstandards

Standards für Geschäftsprozesse legen im Gegensatz zu den Transaktionsstandards nicht nur die Dokumente fest, die ausgetauscht werden, sondern bilden modellhaft komplexe Geschäftsprozesse mit allen Randbedingungen ab. So entsteht eine logische Abfolge von Aktionen, die ereignisorientiert an den Knotenpunkten weitergeschaltet wird. Ziel der Standards ist es, nicht die Prozesse selbst festzulegen, sondern den Unternehmen Tools zur Verfügung zu stellen, mit denen Modelle per drag and drop einfach und maschinenlesbar erzeugt werden können. Diese können dann in der IT-Infrastruktur abgebildet werden. Dadurch soll es möglich sein, Prozessdurchlaufzeiten zu verkürzen und Geschäftsprozesse einfacher zu optimieren. Eine Analyse ausgewählter Geschäftsprozessstandards findet sich bei Heutschi et. al..[168]

3.4.6 Technische Standards

Technische Standards sind nicht speziell für e-Business geschaffene Standards, sondern bilden die Basis für die fachlichen Standards im e-Business. Auf der untersten Ebene dieser Basisformate handelt es sich um Standards für die eindeutige Abbildung von Zeichen wie z.B. ASCII oder UNICODE. Der bereits erwähnte XML-Standard gehört, wie in Abbildung 8 zu sehen, ebenfalls zu den Datenformaten, wobei aber nicht mehr Zeichen sondern Dokumentenstrukturen mit einer universellen Datensyntax definiert werden. Mit diesem Meta-Format können Daten- und Dokumentenformate in beliebiger Konkretisierung definiert werden. Diese Konkretisierungen finden sich allerdings nicht in dem XML-Standard selbst, sondern in weiterführenden Standards wie z.B. BMEcat, openTrans, xCBL, cXML (Commerce XML), etc.. Vorteile von XML sind, dass viele Softwaretools auf dieser Basis entwickelt wurden und die guten Datenmodellierungsmöglichkeiten, die die Abbildung von komplexen Strukturen und Abhängigkeiten erlauben.[169] Eben diese Flexibilität des Standards wird aber auch als Nachteil angesehen, weil dadurch sehr viele Standards auf XML-Basis entstanden sind, die wiederum in vielen Fällen Einzellösungen darstellen, so dass keine Vereinheitlichung erreicht werden konnte und das Standardisierungsproblem verstärkt wurde.[170]

Über der Ebene der Datenformate finden sich die Transportprotokolle. Diese beschreiben vom Grundsatz her, wie Daten zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden. Sie enthalten keinerlei Informationen bezüglich des Inhalts der übertragenen Daten. Im Bereich des Internets ist das Basisprotokoll TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol). Komplexere Protokolle wie FTP (File Transfer Protocol), SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) oder HTTP (Hyper Text Transfer Protocol) setzen darauf auf..

Die Sicherheitsprotokolle auf nächst höherer Ebene beschäftigen sich mit den Problemen der Authentisierung, der Autorisierung, der Vertraulichkeit, der Nachprüfbarkeit und der Nachweisbarkeit. Da diese Probleme bei fast allen IT-Anwendungen auftauchen, werden diese nicht für spezielle Anwendungen entwickelt. Unabhängig von den zu übertragenden Daten besteht die Möglichkeit diese durch SSL (Secure Socket Layer) zu verschlüsseln. Besonders wichtig wird dies, wenn ein firmeninternes Intranet mit dem Internet gekoppelt wird. Denn dann können sämtliche den Mitarbeiter verfügbar gemacht Daten überall abgerufen werden, wenn keine Authentizifierung erfolgt.[171]

Die im Rahmen elektronischer Datenübertragung übermittelten sensitiven Geschäftsdaten müssen für alle Nutzer rechtlich bindend[172] sein, um eine gewünschte durchgehende, schlanke Prozesskette betreiben zu können. Das bedeutet, dass eine unverfälschte Zustellung der Informationen gesichert sein muss. Um diesem Sicherheitsaspekt gerecht zu werden, arbeiten die Sicherheits- und Transportprotokolle quasi auf einer Stufe. Es ist jedoch nicht ausreichend Sicherheit nur durch eine IT-seitige Installation sicherzustellen sondern es ist ein ganzheitliches Sicherheitskonzept zu entwickeln.[173]

Darüber findet man die Nachrichtenstandards, welche direkt zu den fachlichen Transaktionsstandards korrespondieren. Mit anderen Worten heißt das, dass fachliche Standards konkrete Formate für Geschäftsdokumente definieren und dazu den allgemeinen Nachrichtensyntax von SOAP (Simple Object Access Protocol) oder JMS (Java Messaging Service) verwenden. Die technischen Standards (SOAP, JMS, etc.) setzen dabei auf einem oder mehreren Transportprotokollen auf. In ihnen wird festgelegt welches spezifische Format die transferierten Nachrichten haben, wie Fehlermeldungen aussehen, etc..

Als oberste Ebene technischer Standards existieren die Workflow Standards wie BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web Services) oder UML (Unified Modeling Language). Bei UML handelt es sich um eine moderne, weltweit genormte grafische Sprache. Spitta verwendet diese beispielsweise um Geschäftsprozesse und Datenstrukturen darzustellen.[174] Generell sind Workflow Standards für die Modellierung von Aktionssequenzen mit Entscheidungsknoten entwickelt worden. Auch die Workflow Standards korrespondieren direkt mit den fachlichen Geschäftsprozessstandards auf der obersten Ebene. So wird beispielsweise für den ebXML Standard die Modellierungssprache UML[175] verwendet.

4 Datenaustauschtechnik auf Materialflussebene

Von den in Abschnitt 3.4 vorgestellten Standards sind für den elektronischen Datenaustausch bzw. e-Business die Identifikations-, Klassifikations-, Katalogdatenaustausch- und Transaktionsstandards relevant. Die Geschäftsprozessstandards selber nutzen für den Datenaustausch die Standards der niedrigeren Ebene, so dass sie nicht gesondert betrachtet werden müssen. Da sich Identifikationsstandards vor allem auf der Ebene des Materialflusses befinden grenzen sie sich ein wenig von den anderen Standards ab, denn die Identifikation erfolgt direkt an dem Objekt. Und greift dann auf Anwendungen, welche mit Hilfe der anderen Standardarten kommunizieren zu, um weitere Daten zu dem entsprechenden Vorfall abzurufen. Abbildung 10 zeigt wie Klassifikations-, Katalog- und Transaktionsstandard innerhalb der Datenaustauschtechnik einzuordnen sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Unternehmensprozesse mit eBusiness Standards[176]

Wie schon mehrfach betont werden die Standards für Klassifikation-, Katalog- und Transaktion nur am Rande behandelt, da sie sich eher mit der virtuellen Ebene der Geschäftsanbahnung und Abwicklung beschäftigen und somit Auslöser für den physischen Warenfluss sind. Aus dieser Gruppe werden die Transaktionsstandards ein wenig intensiver beleuchtet, da sie den physischen Objektfluss unbedingt begleiten müssen. Dies liegt daran, dass bei den derzeitigen Identifikationsansätzen lediglich eine Identifikationsnummer erkannt wird und die sonstigen Daten in Datenbanken oder internen Systemen aufgerufen werden müssen. Die Verbindung zwischen der Geschäftsanbahnungsebene und der Materialflussebene werden durch EDI-Systeme geschaffen. Im Folgenden werden die beiden in Frage kommenden Identifikationstechnologien Barcode und RFID beschrieben. Zuvor werden diese allerdings in den Gesamtrahmen der Identifikationstechnologien eingeordnet. Abbildung 11 zeigt wie Transaktionsstandards und Identifikationsstandards im Rahmen des überbetrieblichen Materialflusses zusammenhängen. Bei der Darstellung wurde auf die vielfach zu identifizierende Versorgungskette:[177]

Industrie >> Dienstleister >> Handel >> Kunde

zurückgegriffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Zusammenspiel von Transaktionstechnik und Identifikationstechnik entlang der SC[178]

4.1 Identifikationstechnologien

Bei der Identifikation von Dingen werden charakteristisch Merkmale der Objekte über Sensoren erkannt, mit gespeicherten Merkmalen verglichen und bei Übereinstimmung gilt der Gegenstand als erkannt.[179] Unterschieden wird zwischen der direkten und der indirekten Identifikation. Die direkte Identifikation erfolgt anhand natürlicher Merkmale[180] wie z.B. bei Zugangskontrollen durch Retinascan oder Fingerabdruckscan oder aufgrund physikalischer Merkmale wie Gewicht, Form, etc. beim Erkennen von Gegenständen.

Die indirekte Identifikation erfolgt über Datenträger (künstliche Merkmale), die den Sachmitteln angehängt werden. Diese Datenträger unterscheiden sich nach der Art ihrer Codierung in:

- mechanische (z.B. Lochrasterplatten oder Stiftleisten),
- magnetische,
- optische (z.B. Barcode) und
- elektronische (z.B. RFID)

Datenträger. Die mechanisch oder magnetisch codierten Datenträger spielen in Materialflusssystemen kaum noch eine Rolle.[181] Datenträger können einmal oder mehrfach beschreibbar sein. Mehrfach beschreibbare Datenträger bieten sich dann an, wenn sich der Zustand des Objektes im Laufe der Bearbeitung noch ändert. Statische Kennzeichnung ist dagegen indiziert, wenn keine Änderungen des Objektes im Logistikkanal mehr vorgenommen werden und es in dem erreichten Zustand zum Endverbraucher weitergeleitet wird. Je nach verwendeter Codierung können die Datenträger berührend oder kontaktfrei ausgelesen werden.[182] Die in Abbildung 12 gezeigten Systeme dienen als Auto-ID Systeme zur automatischen Erfassung von Datenträgern.[183] Bei diesen Systemen handelt es sich um Technologien, die es ermöglichen Dinge automatisch aus der Ferne wieder zu erkennen.[184]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Auto-ID Technologien[185]

Eine dieser Techniken ist die RFID-Technologie, die neben den vorhandenen Identifikationstechnologien wie z.B. Barcode eine immer größere Rolle spielt.[186] Bei dieser unterscheidet man zwei Varianten. Zum einen die aktiven RFID-Transponder und zum anderen die passiven RFID-Transponder, die auch Tags genannt werden (Kapitel 4.1.2). Die Vorläufer der RFID-Technik ist die Barcode-Technik, diese ist derzeit am weitesten verbreitet[187] und wird im Kapitel 4.1.1 vorgestellt.

Smart Cards werden für Eingangskontrollen verwendet. Biometrische Identifikationen dienen zur Personenerkennung. OCR bedeutet „optical chapter recognition“ und wird beispielsweise zum Einlesen von Überweisungsträgern in Banken verwendet.[188] Ergänzend sei erwähnt, dass außerdem noch Datenfunk, Magnetstreifen und Spracherkennung zu den sieben Auto-ID Kerntechnologien gezählt werden.[189]

Bei Verwendung der Auto-ID Systeme ist es zwingend erforderlich, dass eine Einrichtung vorhanden ist, mit der die Daten vom jeweils verwendeten Datenträger gelesen werden können. Diese Leseeinrichtungen haben neben der automatischen Identifizierung meist auch eine manuelle Eingabevorrichtung (Tastatur).[190] Aufgaben und Ziele der automatischen Identifizierung sind:[191]

- synchroner Material- und Informationsfluss,
- dispositive und operative Prozesse flexibilisieren,
- Steigerung der Leistung,
- Fehlerreduktion aufgrund manueller Eingaben,
- Qualitätsverbesserung,
- zuverlässigere Prozesse,
- transparentere Prozesse,
- Unterstützung bei Störungs- und Ausnahmenbehandlung,
- Verbesserung der Ergonomie.

Wichtig zu erwähnen ist, dass bei Auto-ID Systemen nur dann alle Vorteile ihrer Anwendung nutzbar sind, wenn sie entlang der ganzen Wertschöpfungskette mit einheitlichen Standards eingesetzt werden. Denn nur dann ist intern keine Umetikettierung mehr notwendig.[192] Diese ganzheitliche Umsetzung entlang der Wertschöpfungskette ist oft nur von einem Major-Player in der Kette durchzusetzen. Erfolgreiche Einführungen wurden daher häufig aufgrund des Drucks eines großen Abnehmers durchgesetzt (z.B. Automobilindustrie-Zulieferer, Lebensmittelindustrie etc.).[193] Außerdem sollte beachtet werden, dass alle Auto-ID-Technologien (mit Ausnahme der aktiven RFID) nur der Identifikation dienen und somit nur ein „Fingerabdruck“ sind, der es ermöglicht Objekte in einer Datenbank wieder zu finden um weitergehende Informationen d.h. Klassifikationsmerkmale zu erhalten.[194]

4.1.1 Barcodes

Die ersten automatischen Identifizierungen mit Barcodes fanden Anwendung in Bibliotheken, Laboren und dem Handel. Der Durchbruch dieser Technologie als industrielle Anwendung in der Logistik war 1972 mit der Einführung des Code 39.

Die so genannten Barcode-Etiketten haben in den letzen 20 Jahren eine sehr große Verbreitung erreicht. Bei ihrer Einführung waren sie eine Revolution im Bereich der automatischen Identifikationssysteme. Heutzutage sind sie aber aufgrund ihrer geringen Speicherkapazität in immer mehr Anwendungen nicht mehr ausreichend. Nachteilig ist außerdem, dass eine Umprogrammierung nicht möglich ist. Ihr größter Vorteil ist derzeit noch der geringere Preis im Vergleich zu RFID-Transpondern.[195] Allgemein weisen Barcodes folgende Vorteile auf[196]:

[...]


[1] vgl. Jünemann, R., Beyer, A. (1998), S. III.

[2] vgl. Krämer, K. (1999), S. 4; Reinsch, St. (2003), S. 1-2; Jünemann, R., Beyer, A. (1998), S. 46.

[3] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 8, Velten, H.-W. (2004), S. 217.

[4] vgl. Ihme, J. (2006), S. 13, Ossadnik, V. Froschmayer, A. (2001), S. 62, von Saldern, F. (2001), S. 188, Wildemann, H. (2006), S. 1.

[5] vgl. Feemster, R. (2006), S. 54.

[6] vgl. Heidenbult, V. (2005), S. 115.

[7] Die Anwendung von RFIDs bei einem Paketdienst wird bei Knölker, H. (1999), S. 66-69 beschrieben.

[8] vgl. Reindl, M., Oberniedermaier, G. (2002), S. 280 ff.

[9] vgl. Barkhofen, K. (2005), Pflaum, A. (2005), S. 316, o. S., Lange, V., Lammers, W., Meiß, Chr. (2005), S. 39.

[10] vgl. Clasen, M. (2005), S. 191, Jansen, R. (2004), S. 67.

[11] vgl. Lange, V., Lammers, W., Meiß, Chr. (2005), S. 38-39.

[12] vgl. Thiesse, F., (2005), S. 101.

[13] vgl. o.V. (2006d), S. 13.

[14] vgl. Knox, M. (2006), online

[15] vgl. Fleisch, E.; Blechmann, T., (2002), S. 4.

[16] vgl. Fieten, R. (2001), S. 26.

[17] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S.11.

[18] vgl. ebusiness watch (2005a), S.47.

[19] vgl. Buchholz, W.; Werner, H. (2001), S. 2-3.

[20] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S.11.

[21] vgl. Fleischmann, B. (2002), S. A 1-3.

[22] vgl. Harting, D. (1992), S. 41.

[23] Zitat übersetzt aus Christopher, M. (1998), S. 3.

[24] vgl. Fleischmann (2002), S. A 1-3; Jünemann (1989), S. 8-9.

[25] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 25.

[26] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 11.

[27] vgl. Bauchmüller, M. (2006), o.S.; Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 41.

[28] siehe dazu: Europäische Union (2000)

[29] siehe dazu: Europäische Union (2002)

[30] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 1.

[31] vgl. Jünemann, R. (1989), S. 29. Für eine detaillierte Betrachtung der Logistikkosten wird dort auf Weber, J. (1987) verwiesen.

[32] vgl. Brewer, A. M.; Button, K. J.; Hensher, D. A. (2001), S. 1.

[33] vgl. Fleischmann (2002), S. A 1-3; Kleer, M. (1991), S. 5.

[34] vgl. Ihme, J. (2006), S. 9.

[35] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 12.

[36] vgl. Jünemann (1989), S. 18; vgl. hierzu auch Pfohl, H. Chr. (2003), S 12 dort wird von den vier r’s der Logistik gesprochen.

[37] vgl. Uhlig, Th. (1996), S. 39; Pfohl, H. Chr. (2003), S. 9.

[38] Jünemann, R. (1989), S. 11.

[39] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 13-14.

[40] vgl. Schwarzer, B. (1994), S.7; Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 3.

[41] Vgl. Jünemann, R. (1989), S. 10. Dies wurde von Jünemann selbst in einer nachfolgenden Veröffentlichung näher spezifiziert. Er schrieb:“Die Vielschichtigkeit derartiger Projekte erfordert umfassende Kenntnisse auf den Gebieten des Material- und Informationsflusses, der Informationstechnik, Datenverarbeitungstechnik, Steuerungstechnik, Kommunikationstechnik und Automatisierungstechnik inklusive der Sensortechnik und Antriebstechnik bis hin zur Mechanik.“ Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. III.

[42] vgl. Meersmann, H.; van de Voorde, E. (2001), S. 66.

[43] vgl. Piontek, J. (1994), S.5; Klöpper, H.-J. (1989), S.81, Stevens, G. C. (1989), S. 3, Dullinger, K.-H. (2002), S. 86.

[44] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 33 ff; Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 1.

[45] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 14.

[46] vgl. Klöpper, H.-J. (1989), S. 70.

[47] vgl. Eberhart, C. (1996), S. 64; Fleischmann, B. (2002), S. A1-11.

[48] vgl. Baumgarten, H.; Benz, M. (1997), S. 4.

[49] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 1.

[50] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 40 ff..

[51] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 26.

[52] vgl. Klöpper, H.-J. (1989), S. 73.

[53] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 20.

[54] vgl. Schwarzer, B. (1994), S. 16 ff.

[55] vgl. Kirsch, W.; Bamberger, I.; Gabele, E.; Klein, K. (1973) et al. (1973), S. 351.

[56] Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 1.

[57] vgl. Klöpper, H.-J. (1989), S. 76.

[58] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 29.

[59] Baumgarten (1997), S. 2.

[60] vgl. Pfohl , H. Chr. (2003), S. 27.

[61] vgl. Jünemann (1989), S.43.

[62] Pfohl, H. Chr. (2003), S. 5.

[63] vgl. Pfohl, H. Chr. (2003), S. 5 ff.

[64] vgl. ten Hompel, M. (2005), S. 207.

[65] vgl. Kirsch, W.; Bamberger, I.; Gabele, E.; Klein, K. (1973), S. 269

[66] vgl. Krcmar, H. (1991), S.7, zitiert nach: Schwarzer, B. (1994), S.5.

[67] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 66.

[68] in Anlehnung an: Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 13.

[69] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 12-15.

[70] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 38.

[71] vgl. Krämer, K. (1999), S. 3, Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S.69.

[72] vgl. Stough, R. R. (2001), S. 514.

[73] vgl. Fleisch, E, (2001), S.1-2, Fleisch, E., Christ, O., Dierkes, M. (2005), S. 5 ff.

[74] vgl. Krüger, W., Bach, N. (2001), S. 35.

[75] vgl. Fieten, R. (2001), S.5; zu den Entwicklungen im Rechnerbereich vgl. auch Krämer, K. (1999), S. 1-6.

[76] in Anlehnung an: Fieten, R. (2001), S.5.

[77] vgl. Werner, H. (2001), S. 15ff. Unter upstream supply chain versteht man die logistische Kette von der Quelle bis zum OEM und unter downstream supply chain die logistische Kette vom OEM bis zur Senke also dem Kunden.

[78] Eine Darstellung der notwendigen Integrationskomponenten findet sich bei: Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 16.

[79] vgl. Zapke, R. (1999), S. 37.

[80] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 16-17.

[81] vgl. Fleisch E; Christ, O.; Dierkes, M. (2005), S. 11ff.

[82] vgl. Fleisch, E., Österle, H. (2004), S. 4ff.

[83] vgl. Schenk, M., Richter, K. (2005), S. 9ff, ten Hompel, M. (2005), S. 205.

[84] vgl. Krämer, K. (1999), S. 11.

[85] vgl. Ossadnik, V. Froschmayer, A. (2001), S. 62-63.

[86] vgl. Buxmann, P.; König, W. (1998), S. 122.

[87] in Anlehnung an: Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 33.

[88] vgl. Delfmann, W. (2004), S. D 1-10.

[89] vgl. Schwarzer, B. (1994), S.5.

[90] vgl. Schwarzer, B. (1994), S. 25.

[91] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 4.

[92] vgl. Lambert, D. M. (2001), S. 99, Dullinger, K.-H. (2002), S. 86.

[93] vgl. Buchholz, W.; Werner, H. (2001), S. 2.

[94] in Anlehnung an: Schwarzer, B. (1994), S. 28.

[95] vgl. Hall, D.; Braithwaite, A. (2001):, S. 81-82, Dullinger, K.-H. (2002), S. 86.

[96] vgl. Weber, J., Dehler, M., Wertz, B. (2000), S. 265.

[97] Stevens, G. C. (1989), S. 3.

[98] vgl. Cooper, M.C.; Ellram, L.M. (1993) zitiert in Weber, J., Dehler, M., Wertz, B. (2000), S. 265.

[99] vgl. Weber, J., Dehler, M., Wertz, B. (2000), S.265.

[100] vgl. Buchholz, W.; Werner, H. (2001), S. 2.

[101] vgl. Pfohl, H. Chr. (2000b), S.9

[102] vgl. Pfohl, H. Chr. (2000b), S.5.

[103] vgl. Weber, J., Dehler, M., Wertz, B. (2000), S. 265

[104] vgl. Handfield (1999), S. 47.

[105] Weber, J., Dehler, M., Wertz, B. (2000), S. 265.

[106] vgl. Tempelmeier, H. (2003) zitiert in: Reinsch, St. (2003), S. 47.

[107] vgl. Brewer, A. M.; Button, K. J.; Hensher, D. A. (2001), S. 2

[108] CSCMP (2006), S. 97.

[109] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 57.

[110] Härtner, R. (2001), S. 131.

[111] vgl. Bullinger, H.-J., Lebender, M., Otto, B., Weisbecker, A. (2003), S. 61.

[112] vgl. Schubert, P. (2003), S. 2.

[113] vgl. Wölfle, R. (2003), S. 38, Straube, F. (2004), II.

[114] vgl. Fieten (2001), S. 4, Heptner, K., Wollert, J. F. (2005), S. 58ff.

[115] vgl. Jünemann, R. Beyer, A. (1998), S. 50.

[116] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 43.

[117] vgl. Wirtz, B. W. (2001), S.29.

[118] vgl. Alpar, P.,Grob, H. L., Weinmann, P. (2005), S.45.

[119] vgl. Fieten, R. (2001), S.8.

[120] in Anlehnung an: Fieten, R. (2001), S.9.

[121] vgl. Hammer, G.M.; Quantz, J. (2005), S. 4ff.

[122] vgl. BMBF (1999), S. 20.

[123] vgl. Roos, H.-J. (2002), S. 34.

[124] vgl. Strassner, M., Fleisch, E. (2005), S. 47.

[125] Des Weiteren ist zu beachten, dass die verspätete oder ungenaue Weiterleitung der Business Daten an die übergeordneten Entscheidungsebenen zu falschen Entscheidungen führt. Auch aus diesem Grund ist eine exakte Erfassung der Materialflussdaten zwingend erforderlich.

[126] vgl. Ossadnik, V. Froschmayer, A. (2001), S. 63.

[127] vgl. Dittmann, L. (2006), s. 21 ff.

[128] vgl. Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003), S. 170.

[129] vgl. Esswein, W., Zumpe, S. (2002), S. 257.

[130] Neil Postmann, Autor und Professor für Medientechnologie an der Universität von New York; zitiert in: Zapke, R. (1999), S 36

[131] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S.11.

[132] vgl. Abels, S., Hahn, A., Uslar, M. (2005), online

[133] vgl. Zapke, R. (1999), S 36

[134] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S.11.

[135] vgl. Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 72ff.

[136] in Anlehnung an: Baumgarten, H.; Walter, S. (2000), S. 73.

[137] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S.11.

[138] vgl. Zapke, R. (1999), S 36

[139] vgl. Reinsch, St. (2003), S. 2.

[140] vgl. Österle, H. (1995), S. 243.

[141] vgl. Fleisch, E. (2001), S.6.

[142] vgl. Buxmann, P.; König, W. (1998), S. 122ff.

[143] vgl. Kirsch, W.; Bamberger, I.; Gabele, E.; Klein, K. (1973), S. 343; Pfohl, H.-Chr.; Häusler, P. (2000a), S. 18.

[144] vgl. Hepp, M.; Wiegand, G., S. 2.

[145] vgl. Jünemann, R., Beyer, A. (1998), S. 46.

[146] vgl. Aisch, H.; Hentrich, J.; Thies, J.; Viegener, N.F. (2005), S. 2, Ballnus, R. (2000), S. 58.

[147] vgl. Jünemann, R., Beyer, A. (1998), S. 47.

[148] vgl. Krämer, K. (1999), S. 12-14.

[149] vgl. Ende, W. (2005), S. 175.

[150] vgl. Wölker, M. (1999), S. 15-18.

[151] vgl. Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003), S. 18.

[152] Zu einer ausführlichen Betrachtung der Kostenvorteile bei einem hohen Verbreitungsgrad vgl. Buxmann, P.; König, W. (1998), S. 122-129.

[153] vgl. Otto, B., Beckmann, H., Kelkar, O., Müller, S. (2002), S. 14.

[154] Welche Faktoren einen Einfluss auf den Verbreitungsgrad haben, wird bei Ballnus, R. (2000) an den Faktoren: verbandliche Initiierung, staatliche Förderung, unternehmensübergreifende Koordinierung sowie branchenweiter Standardisierung für die Entwicklung von EDI-Netzwerken in verschiedenen Branchen untersucht.

[155] vgl. Jünemann, R., Beyer, A. (1998), S. 47.

[156] vgl. Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003), S. 19-24..

[157] Die im folgenden gemachten Aussagen beziehen sich auf Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003). Sollte im Einzelnen davon abgewichen werden, so wird dies gesondert kenntlich gemacht.

[158] in Anlehnung an: Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003), S. 33.

[159] in Anlehnung an: Quantz, J.; Wichmann, Th. (2003), S. 34.

[160] vgl. Hepp, M.; Wiegand, G. (2005), S.4.

[161] siehe www.dnb.com

[162] vgl. GS1 Germany (2006a), online

[163] vgl. Sauer, M. (2003), online

[164] vgl. Hepp, M.; Wiegand, G. (2005), S.4.

[165] vgl. Manz, U. L. (2001), online

[166] in Anlehnung an: Sauer, M. (2003), online

[167] vgl. Hammer, G.M.; Quantz, J. (2005), S. 4.

[168] vgl. Heutschi, R., Leser, F., Erni, F., Alt, R., Österle, H. (2004), S. 133ff.

[169] vgl. Bass, D. W. (2004), S. 1.

[170] vgl. Knox, R. E., Friedmann, T., Thompson, J. (2006), online.

[171] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 43.

[172] vgl. Heutschi, R., Leser, F., Erni, F., Alt, R., Österle, H. (2004), S. 134.

[173] vgl. Heptner, K., Wollert, J. F. (2005), S. 59-60.

[174] vgl. Spitta, Th. (2006), S. III.

[175] eine ausführliche und auf den ersten Blick gute Darstellung zu UML findet sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Unified_Modeling_Language .

[176] in Anlehnung an: Hepp, M.; Wiegand, G. (2005), S. 2.

[177] vgl. Schilling, K. (1999), S. 270.

[178] in Anlehnung an: Schilling, K. (1999), S. 271.

[179] eine genaue Definition für Identifikation findet sich in: DIN 6763.

[180] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 264.

[181] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 88

[182] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 63ff.

[183] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 67

[184] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 87.

[185] in Anlehnung an: Finkenzeller, K. (2002), S. 2

[186] vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 7.

[187] vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 1, Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 90.

[188] ausführlichere Darstellungen zu diesen Auto-ID-Systemen finden sich bei Deider, C. (1999), S. 28-35, Finkenzeller, K. (2002), S. 2-7, Kern, Ch. (2006), S. 13-36.

[189] vgl. Glasmacher, A. (2005), S. 23.

[190] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 66.

[191] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 87ff..

[192] vgl. Werner, A. (1999), S. 52

[193] vgl. Werner, A. (1999), S. 57

[194] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 87 ff.

[195] vgl. Finkenzeller, K., (2002), S. 1 ff.

[196] vgl. Jünemann, R.; Beyer, A. (1998), S. 91

Details

Seiten
201
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638627139
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v72478
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,3
Schlagworte
Vergleich Ansätze Datenaustausch Industriesparten Beispiel Automobil- Pharmaindustrie

Autor

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Titel: Vergleich der Ansätze für den elektronischen Datenaustausch in unterschiedlichen Industriesparten am Beispiel der Automobil- und Pharmaindustrie