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Prävention und Gesundheitssport

Hausarbeit 2001 25 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführendes Kapitel
1.1 Gesundheitszustand
1.2 Risikofaktoren
1.3 Gesundheitssport
1.4 Aufgaben, Ziele und Inhalte

2. Diagnose
2.1 Allgemeine Körperdaten
2.2 Body- Mass- Index
2.3 Körperfett
2.4 Waist- To- Hip- Ratio
2.5 PWC- Test

3. Prognose

4. Trainingsplanung / Durchführung
4.1 Grundsätze der Durchführung
4.2 Makrozyklus
4.3 Mesozyklus
4.4 Mikrozyklus

5. Analyse und Verwirklichung

6. Übungsanalyse
6.1 Adduktoren der unteren Extremitäten
6.2 Abduktoren der unteren Extremitäten

Literaturverzeichnis

1. Einführendes Kapitel

1.1. Gesundheitszustand und soziodemografische Daten

Das Leitthema meiner Hausarbeit ist die Planung eines Prävention- und Gesundheitssportkonzeptes für eine Fitnessanlage.

Neben den für unsere Bevölkerungsschicht typischen Krankheitsbildern erweisen sich immer mehr die stark verhaltensbedingten Krankheiten, wie Rückenleiden oder Fettleibigkeit (Adipositas). Nach Modellrechnungen zur Altersstruktur der Bevölkerungsdichte in Deutschland ist davon auszugehen, dass die Gesamtzahl der älteren Bevölkerung gegenüber der Jüngeren zunehmen wird.

Die Prävention dient in erster Linie der Erhaltung der allgemeinen Gesundheit durch vorbeugende Maßnahmen. Prävention ist daher mit dem Begriff Vorbeugung gleichzusetzen. Aus medizinischer Sicht wird Prävention in drei Bereiche unterteilt:

- Primärprävention . Ziel ist es, die Rate möglicher Neuerkrankungen (Inzidenz)

im Sinne der Gesunderhaltung zu senken

- Sekundärprävention. Ziel ist es, durch Früherkennung von Risikofaktoren die

Verminderung der Inzidenz von manifesten bzw.

fortgeschrittenen Erkrankungen zu erreichen

- Tertiärprävention. Ziel ist es, Maßnahmen am Organismus zu ergreifen, die

eine Verschlechterung von bereits eingetretenen

Verletzung- oder krankheitsbedingter Dauerschäden

verhindert

1.2. Risikofaktoren

Unter Risikofaktoren versteht man spezifische Verhaltensweisen, Umwelteinflüsse und Körpermerkmale, welche krank machend oder gesundheitsbeeinträchtigend auf den menschlichen Organismus einwirken können. Nach medizinischer Sicht werden sie wie folgt unterschieden:

- Risikofaktoren nicht beeinflussbar . Alter, Geschlecht, Genetik
- Risikofaktoren beinflussbar 1. Ordnung
- Rauchen, Bluthochdruck (Hypertonie),

Fettstoffwechselstörungen

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

2. Ordnung

- Bewegungsmangel, Übergewicht,

Stress

1.3. Gesundheitssport

Gesundheit wird als Vorhandensein völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens definiert. Mit dem Begriff Gesundheit verbindet ein jeder Mensch eine ganz individuelle Vorstellung. Diese wird durch allgemeine und aktuelle Gegebenheiten (z.B. Geschlecht, Alter, Beruf) beeinflußt.

1.4. Aufgaben, Ziele und Inhalte des Prävention- und Gesundheitssportes

Der Präventiv- und Gesundheitssport muss so gesehen werden, dass der Abbau von Risikofaktoren und der Aufbau von Schutzfaktoren erreicht wird. Er zielt darauf ab, den Menschen unserer Industrienationen zu gesundheitsbewussten Mitmenschen zu motivieren und ihnen dahin zu befähigen, langfristig eigenverantwortlich zu sein.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Gesundheitssport als das „effektivste und nebenwirkungsärmste Medikament“ gegen die heute als Haupttodesursache in den Industrienationen geltenden Zivilisationserkrankungen gilt. Seine Bedeutung wird in Zukunft weiter zunehmen.

2. Diagnose

2.1. Allgemeine Körperdaten

Für die erforderlichen Daten stand mir Frau M. zu Verfügung. Sie ist 27 Jahre jung, Nichtraucher und verfolgt die Ziele, sich sportlich gesund zu erhalten, um der Arthrose in beiden Kniegelenken entgegenzuwirken.

Sie ist von Beruf Bürokauffrau und übt somit eine leichte Tätigkeit aus. In ihrer Freizeit treibt sie zweimal wöchentlich ein Volleyballtraining von ca. 90 Minuten. Frau M. ist 178 Zentimeter groß und hat ein Körpergewicht von 62 Kilogramm. Sein Taillenumfang beträgt 65 Zentimeter und der Hüftumfang 90 Zentimeter. Die Messung wichtiger physiologischer Parameter hat ergeben, dass ihre Ruheherzfrequenz 68 Schläge pro Minute beträgt. Ihr Blutdruck hat einen derzeitigen Wert von systol 125 mmHg und diastol 75 mmHg (normales Blutdruckverhalten).

2.2. Body- Maß- Index nach Broca

Der BMI berücksichtigt die Abhängigkeit des Körpergewichts von der Körperfläche.

Bewertungsrichtlinien sind vorgeben: . BMI- Werte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Körpergröße in Meter)2

Bei Frau M. beträgt der BMI 19,57. Somit ist es ein sehr gutes Optimalgewicht für ihre Körpergröße. Der BMI- Wert trifft aber keine Aussage über das tatsächliche Verhältnis von Magermasse (Muskelmasse) zur Fettgewebsmasse.

2.3. Körperfett

Der prozentuale Körperfettanteil ergänzt die Aussagefähigkeit der Werte, welche sich ebenfalls vom Körpergewicht und Körpergröße ableiten lassen.

Der Körperfettanteil ist höher einzustufen, als das Körpergewicht.

Bei Frau M. erreicht der relative Anteil des Körperfetts an der Gesamtkörpermasse 22,4 Prozent. Laut Messung ergibt sich ein optimaler Normwert.

2.4. Waist- To- Hip- Ratio

Das Verhältnis von der Taille zur Hüfte ergibt einen Fettverteilungstyp. Diese werden unterteilt in Apfel- und Birnenform. Der Normal- Soll- Wert liegt bei Frauen unter 0,9. Bei Männern ist der Wert bei 1 definiert.

Bei Frau M. beträgt der Quotient 0,72. Das bedeutet das sie kein eindeutiger Birnentyp ist, sondern eine normale frauliche Figur hat.

2.5. PWC- Test

Der PWC- Test ist ein Fahrradergometertest, welcher als manueller Stufentest durchgeführt wird. Je nach Lebensalter, Trainingszustand und individuellen Besonderheiten entscheidet man sich für eine vorgeschriebenen Herzfrequenz und bestimmt die dabei erreichte Wattzahl in Abhängigkeit zur Zeit. Der PWC170 und PWC150 lassen sich bei jüngeren sowie leistungsfähigen Freizeitsportlern durchführen. Der PWC130 ist für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und ältere Personen geeignet, damit einer möglichen Überbelastung kontrolliert entgegenwirken zu können.

Bei diesen manuellen Stufentest beträgt die Stufendauer zwei Minuten. Die gleichmäßige Trittfrequenz sollte bei 70 RPM (Radpedalumdrehungen pro Minute) liegen.

Cardiofitness Testbogen

Name: Frau M. Testform: PWC150

Alter: 27 Jahre Ruheherzfrequenz: 68 Schläge/min

Gewicht: 62kg Blutdruck i.R.: 125/75 mmHg

Testprofil / Testkriterien

Anfangsbelastung: 80 Watt Trittfrequenz: 70 U/min

Stufendauer: 2 Minuten Pulsobergrenze: 150 S/min

Belastungssteigerung: 15 Watt Bemerkungen: Volleyballspielerin

Testprotokoll -mit Zielherzfrequenz 150 Schläge pro Minute-

Stufen Minuten Watt Herzfrequenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei Frau M. ergab sich ein Abbruch des Stufentests durch das Erreichen der Zielherzfrequenz von 150 Herzschlägen pro Minuten nach insgesamt 12:27 Minuten und einer Leistung von 150 Watt. Diese Leistung dividiert durch das Körpergewicht in Kilogramm von Frau M. ergibt 2,90 Watt/kg Körpergewicht.

Daraus ergibt sich ein sehr guter Wert in ihrer Herz- Kreislauf- Arbeitsfähigkeit.

3. Prognose

Bewertung des Ziels

Um ein gezieltes Gesundheitstraining bei Frau M. zu realisieren, ist es notwendig, dass Teilziele - ergeben summiert das Hauptziel - genau festgelegt werden. Ich plane deshalb langfrisitig einen Makrozyklus von fünf Monaten, um einen positiven Trainingserfolg auf Dauer erzielen zu können.

Primärpräventiv können arthrotische Prozesse durch ein funktionelles, gesundheitsorientierten Krafttraining möglichst gering gehalten werden.

Mein Ziel ist es, ein ausgewogenes funktionelles Training zu erstellen, um vordergründig die Versorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen zu fördern und dadurch arthrotischen Prozessen optimal vorbeugen bzw. entgegenwirken zu können. Ein Wechsel zwischen Kraft- und Ausdauertraining steht dabei besonders im Mittelpunkt. Da sich die in absehbarer Zeit diagnostizierten Werte ändern werden, teile ich den fünfmonatigen Makrozyklus in fünf Mesozyklen zu je vier Wochen auf. Ein Mesozyklus ergibt sich aus vier Mikrozyklen. Ein Mikrozyklus beinhaltet die Dauer von einer Woche.

Nach Abschluss eines jeden Mesozykluses erfolgt ein RE-Test, um benötigte Werte wieder neu ausrichten zu können und Herrn Römer auch eine direkte Einschätzung des Trainingserfolges zu geben.

[...]

Details

Seiten
25
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638145541
Dateigröße
552 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v7236
Note
2
Schlagworte
Prävention Gesundheitssport

Autor

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Titel: Prävention und Gesundheitssport