Lade Inhalt...

Unternehmenszusammenschlüsse (Arten, Pro und Contra)

Seminararbeit 2002 18 Seiten

BWL - Industriebetriebslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen und Intensität von Zusammenschlüssen

3. Systematisierung der Unternehmensverbindungen
3.1. Systematisierung nach der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbstständigkeit der zusammengeschlossenen Unternehmen
3.2. Systematisierung nach der Art der verbundenen Wirtschaftsstufen

4. Die Kooperationsformen im einzelnen
4.1. Interessengemeinschaften
4.2. Arbeitsgemeinschaften
4.3. Konsortien
4.4. Gemeinschaftsunternehmen
4.5. Kartelle
4.6. Wirtschaftsfachverbände

5. Die Konzentrationsformen im einzelnen
5.1. In Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen und mit Mehrheit beteiligte Unternehmen
5.2. Abhängige und herrschende Unternehmen
5.3. Konzerne
5.4. Fusion

6. Was spricht für und was gegen Unternehmenszusammenschlüsse
6.1. Pro
6.1.1. Vorteile im Produktionsbereich
6.1.2. Vorteile im Finanzierungsbereich
6.1.3. Vorteile im Absatzbereich
6.1.4. Vorteile in der Beschaffung
6.1.5. Steuerliche Vorteile
6.2. Contra

7. Schluss

Anhang

Fußnotenverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien einem interessierten Publikum nicht einen Unternehmenszusammenschluss, eine Übernahme oder Gerüchte bzw. Mutmaßungen, eine Unternehmenskooperation, den Erwerb von Rechten an Unternehmen oder ähnliches melden können . In den letzten Jahren haben Unternehmensübernahmen in den meisten Industrieländern erheblich an Bedeutung gewonnen. Zu verzeichnen ist dabei eine ganze Bandbreite verschiedenartiger und in ihrer Bindungsintensität variierender Unternehmenszusammenschlüsse, die von der Bildung von Joint Ventures über Fusionen bis hin zu lockeren, lediglich auf Absprachen beruhenden, jederzeit lösbaren Wirtschaftsverbindungen reichen können. Nun handelt es sich bei diesen Unternehmenszusammenschlüssen nicht nur, wie man eigentlich vermuten könnte, um Zusammenschlüsse verhältnismäßig kleiner Unternehmen, um so z.B. gegenüber Großkonzernen konkurrenzfähig bleiben zu können oder um Übernahmen kleinerer Unternehmen durch Großkonzerne, sondern es lässt sich insbesondere bei Großkonzernen ein wahres Fusionsfieber beobachten . So kann nicht nur ein quantitativer Anstieg von Unternehmenszusammenschlüssen festgestellt werden, sondern es ist insbesondere auch ein qualitativer Zuwachs hinsichtlich der Größe der beteiligten Unternehmen mit z.T. erheblichen Auswirkungen auf viele Bereiche der Wirtschaft zu verzeichnen. Bei diesen Konzernen handelt es sich in der Regel um international agierende, trans- oder multinationale Unternehmen, die sich mit anderen multinationalen Unternehmen oder mit anderen international ausgerichteten Unternehmen zusammenschließen. Steigende Globalisierungstendenzen wirken sich auch auf die Anzahl von Unternehmensübernahmen aus. So gab es 1997 26.000 Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen mit einem Übernahmewert von 3.000 Milliarden Mark.

Branche Mega-Deals der letzten Jahre (Transaktionspreis in Milliarden Mark)
Jahr 1996 1997 1998 1999 2000
Automobil Daimler/Chrysler (72) Ford/Volvo (12)
Banken Citicorp/Travelers Group (131) UBS/SBG (40) Bank of America /Nationsbank (111)
Telecom Worldcom/MCI (60) SBC/Ameritech (130) MCI Worldcom/Sprint (207) AirTouch/Vodafone (120) Qwest/US West (92)
Mannes- mann/Voda- fone (360)
Pharma/ Chemie Sandoz/Ciba-Geigy (=Novartis) (51) Hoechst/ Rhone Poulenc (= Aventis) (110) Pfizer/Warner Lambert (180)
Multimedia Walt Disney/ABC (35) CBS/ Viacom (64) AT&T/MediaOne (114) AOL/Time Warner (300)
Oel BP/Amoco (250) Exxon/Mobil (156) Elf/Totalfina (100)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die größten internationalen Zusammenschlüsse der letzten Jahre

2. Formen und Intensität von Zusammenschlüssen

Unter den zahlreichen Möglichkeiten von Unternehmenszusammenschlüssen gibt es vielfältige Formen, deren Intensität stark variieren kann. So erstreckt sich die Spanne von der vollständigen Verschmelzung zweier oder mehrerer Unternehmen, mit einer einheitlichen Leitung, unter Aufgabe jeglicher rechtlichen und wirtschaftlichen Selbständigkeit bis zu einer nur losen und zeitlich begrenzten, auf Absprache basierenden Unternehmenskooperation. Dazwischen sind die verschiedenen Mischformen angesiedelt: die vertragliche Kooperation, basierend auf schriftlichen oder mündlichen Vereinbarungen; Kapitalverflechtungen durch Beteiligungen; die mannigfaltigen Möglichkeiten der Ausgliederung von Funktionen; die Bildung von Gemeinschaftsunternehmen oder Gesellschaften des bürgerlichen Rechts, die alle verschiedenartige Rechtsformen aufweisen können.

3. Systematisierung der Unternehmensverbindungen

3.1. Systematisierung nach der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbstständigkeit der zusammengeschlossenen Unternehmen

In der Literatur wird im allgemeinen zwischen „Kooperation“ und „Konzentration“ unterschieden. Unter „Kooperation“ versteht man eine Zusammenarbeit, zu der sich die Unternehmen vertraglich verpflichten, wobei sie wirtschaftlich und rechtlich weitgehend selbständig bleiben. Die „Konzentration“ stellt dagegen eine Machtzusammenballung dar, bei der die beteiligten Unternehmen ihre wirtschaftliche und rechtliche Selbstständigkeit zugunsten einer zentralen Leitung abgeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Formen der Kooperation und Konzentration

3.2. Systematisierung nach der Art der verbundenen Wirtschaftsstufen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Unternehmensverbindungen nach Wirtschaftsstufen

Zusammenschlüsse auf horizontaler Ebene sind Vereinigungen von Unternehmen der gleichen Produktions- und Handelsstufe (z.B. mehrere Stahlwerke, mehrere Schuhfabriken, mehrere Warenhäuser) .
Zusammenschlüsse auf vertikaler Ebene (Integrationen) entstehen durch Vereinigung von aufeinanderfolgenden Produktions- und Handelsstufen (eine Maschinenfabrik schließt sich z.B. mit einem Stahlwerk, einem Erz- und einem Kohlebergwerk zusammen).
Zusammenschlüsse anorganischer Art (branchenfremde Zusammenschlüsse) liegen dann vor, wenn weder eine horizontale Verbindung (gleiche Brache oder Produktionsstufe), noch eine vertikale Verbindung (aufeinander folgende Produktions- und Handelsstufen) gegeben ist, sondern Unternehmen unterschiedlicher Brachen und/oder unterschiedlicher Produktions- und Handelsstufen sich beispielsweise vereinigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Unterscheidung nach wirtschaftlichem Zusammenhang

4. Die Kooperationsformen im einzelnen

4.1. Interessengemeinschaften

Eine Interessengemeinschaft ist die vertragliche Verbindung von zwei oder mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels . Die gewählte Rechtsform ist meist die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Meistens entstehen diese Gemeinschaften als horizontale Unternehmenszusammenschlüsse. Die angeschlossenen Unternehmen bleiben rechtlich selbstständig, ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit geben sie jedoch dort auf, wo die gemeinsamen Interessen liegen. Es ist keine einheitliche Leitung notwendig. Eine der häufigsten Formen der Interessengemeinschaft sind Gewinngemeinschaften, welche den gesamten Gewinn zusammenlegen und nach einem bestimmten Schlüssel auf die Mitglieder verteilen. Hiermit wird das Ziel der unternehmerischen Risikoverminderung verfolgt. Eine weitere Form sind Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaften, die gemeinsam forschen und die Ergebnisse untereinander austauschen. Zudem gibt es Produktionsgemeinschaften, die bestimmte Bauteile gemeinsam produzieren.

[...]

Details

Seiten
18
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638145244
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v7196
Institution / Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn – Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik
Note
2,0
Schlagworte
Unternehmenszusammenschlüsse Contra) BWL-Seminar

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Unternehmenszusammenschlüsse (Arten, Pro und Contra)